Hallo zusammen,
Ich habe ein Instrumentenmikrofon für die Klarinette geerbt.
Leider hat der Stecker einen Wackler und deshalb würd ich den gerne ersetzen.
Problem: Der hat mindestens 40 Jahre auf dem Buckel.
Hat vielleicht jemand eine Idee, wo man ein Ersatzteil bekommen könnte?
Die beiden Stifte sind etwa 6mm auseinander, einer mit Durchmesser 1.0mm, der andere etwas dicker, 1.2mm.
Beide haben eine Kerbe zum einrasten, die Stifte sind 8mm lang.
Das erinnert mich an diese Kristallkopfhörer, auch als "Schmalzbohrer" beschimpft. Waren in den späen 60ge Jahren bei den kleinen Transistorradios oft dabei. Wahrscheinlich haben sie so einen als Mikrophon missbraucht. Ich glaube mal so einen mit gestecktem Kabel entsorgt zu haben... Mit festem Kabel gibts solche Kopfhörer aber auch noch neu.
Hallo Robert,
was mir zu diesen Steckern bzw. Kabel einfällt, in den 50-60er Jahren waren Hörgeräte mit solchen Ohrhörern ausgestattet, der Verstärker war noch relativ groß (ca.6x5cm) und musste am Oberkörper getragen werden.
Evtl. mal bei einem Hörgeräte Akustiker nachfragen, oder beim grossen Auktionshaus schauen. Schau dir mal die Bilder von diesen Philipsgeräten an.
Artikelnr.:167516313212
Artikelnr.:405829457851
Es kann sogar sein, dass der Ohrhörer von einem Hörgerät als dyn.Mikrofon in deinem Fall verwendet wurde!
Hatten nicht die Sennheiser-Kopfhörer so einen kleinen 2-poligen
Stecker, HD414 und HD424?
Das könnte sein, sehen sehr identisch aus. Sollte man vorher noch mal ausmessen! Wobei die Kabel aber auch relativ schwer aussehen, das Original sieht mehr nach den Ohrhörerkabeln von einem Hörgerät (Bild-1 +2) aus, diese waren sehr dünn und sehr hochflexibel (hauchdünne Litzen)!
Die Rasterfolie hat 2,5mm-Raster, der Stiftabstand Mitte-Mitte ist etwa 4mm. Der dickere Stift hat 1,5 mm, der dünnere 1.25mm Durchmesser. Stiftlänge 3,6 mm.
Ich kann die Messungen auch mit der Mikrometerschraube noch präzisieren. Aber die Abweichungen von den Angaben im Eingangspost sind doch erheblich.
Schade, hätte gut gepasst.
Danke schon mal allen für die schnelle Hilfe.
Das Hörgerät gibt's tatsächlich günstig in der Bucht.
Den Versuch wage ich mal.
Viel Erfolg jedenfalls.
Der Sennheiserstecker sieht auch gut aus, wirkt aber
etwas zu klein.
Falls Du letztlich doch nix Passendes findest: Mein
Vorschlag "selbst herstellen" war ernst gemeint. Leute
mit einer Drehbank und feinmechanischem Talent für die
Formgebung der Stifte gibt es einige im Forum, und das
eigentliche Steckergehäuse gießt man aus Silikon oder
Epoxidharz um die verdrahteten und geeignet gehalterten
Stifte herum.
Alles kein Hexenwerk; hat mein Vater schon vor Jahrzehnten
so praktiziert.
Vielleicht hast Du ja aber doch Glück und findest einen
Stecker, der direkt passt...
So ein "Wackler" ist meistens ja ein Kabelbruch kurz vor dem Steckergehäuse.
Ich würde den Originalstecker von hinten soweit runterfeilen, bis die hinteren Enden der Kontaktstifte sichtbar werden.
Dort neue Kabel anlöten und die Reparaturstelle mit UHU Endfest o.ä. versiegeln.
"By the way" noch die Steckkontakte mit etwas Oszillin T6 einsprühen und ein paar mal in die Buchse Stecken.
Das löst Oxid und verhindert "Krachen" durch gammlige Steckkontakte.
Kein Oszillin direkt in Buchse vom Mikro sprühen.
So ein "Wackler" ist meistens ja ein Kabelbruch kurz vor dem
Steckergehäuse.
Ich würde den Originalstecker von hinten soweit runterfeilen, bis die
hinteren Enden der Kontaktstifte sichtbar werden.
Stimmt, es scheint im Knickschutz-Bereich zu sein.
Abfeilen ist ne gute Idee. Ich wart jetzt erst noch auf das Hörgerät.
Der Stecker sieht so aus wie die von Diktiergeräten (die mit externen Mikronfon und Bandlaufwerk).
Sowewit ich mich richtig erinnere, ist der eine Stecker für das Signal und der andere für die Steuerung.
Ich würde vermuten, dass der eine immer noch für das Nutzsignal ist, und der andere zur Stromversrgung.
Das macht man heute aber per Phantomspeisung...