Sicherheitschraube: Name? Werkzeug?

OP (Firma: matzetronics) #7883858
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Die meisten von uns kennen die Tripelschrauben und die Schlitzschrauben mit dem Steg im Schlitz. Aber dann gibt es noch diese 'Vielzack' Schrauben, die man vermutlich mit einer Art Nuss oder Steckschlüssel lösen muss. Wie heissen die denn richtig? Und wo bekommt man das Werkzeug? Wobei letzteres vermutlich einfacher wird, wenn der Name dieser Schraube bekannt ist. Wäre schön, wenn hier jemand davon Ahnung hat. Sorry das Bild ist so mies, weil die Schraube tief versenkt ist und nur die Ohrenkamera da überhaupt was sieht.

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OP (Firma: matzetronics) #7883877
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Christoph db1uq K. schrieb:

Ist es feiner als Torx gezackt?

Viel feiner und die Zähne sind aussen. Die 10-Notch von Wikipedia sehen der Schrauben am ähnlichsten, aber es sind mehr Notches (zumindest glaube ich das) Man kann die Schraube eben nicht besser sehen als mit der Ohrenkamera, weil sie so tief liegt. Am ähnlichsten ist die Riffelachse von Potis.

Dieter D. schrieb:

Schau halt mal, ob die da mit dabei ist: https://www.myhomebook.de/tools/bit-schraube-antrieb

Im Prinzip wie 'Triple Square' aber nicht als Innen-, sondern als Aussenform. Es wird also eine Art Nuss benötigt, die aussen um die Schraube passt. Durchmesser des Vielzackkopfes liegt so bei etwa 4,5 - 5mm

Vllt. weiss noch jemand mehr. Vielen Dank jedenfalls für die Links. Uff, ich war mir nicht bewusst, das es so viele exotische Schraubenköpfe gibt...

#7883902
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Sebastian R. schrieb im Beitrag #7883899: Sebastian R. schrieb im Beitrag #7883899:

Mit Glück/Pech ist es sogar einfach nur eine Niete ohne Gewinde

Zumindest mal sicher ohne Antrieb. Man muss sich schon ordentlich den Helm lackiert haben um da irgendwo "Zacken" oder "Zähne" zu sehen.

OP (Firma: matzetronics) #7883911
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Cyblord -. schrieb:

Man muss sich schon ordentlich den Helm lackiert haben um da irgendwo "Zacken" oder "Zähne" zu sehen.

Jaja, das kennen wir schon. Mal wieder 'alle doof ausser mich' von Cyblord.

Sebastian R. schrieb:

Da man diese Schrauben nicht entfernen können soll, gibt es dazu auch kein Werkzeug.

Man kann sie aber einschrauben. Dazu gibt es sicher ein Werkzeug. Und das geht hier auch zum Rausschrauben. Und nein, es ist sicher keine Niete. Jungs, wenn ihr sowas nicht kennt, einfach weiterblättern. Ich kenne die Dinger schon, aber wenn die etwas weniger tief versenkt waren, konnte man sie mit der Spitzzange rausschrauben und wegwerfen. Das geht hier nicht.

#7883940
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Matthias S. schrieb:

das Bild ist so mies, weil die Schraube tief versenkt ist

Das ist keine Schraube sondern ein Nagel.

Der wird eingepresst und damit ist das Ding zu.

Ausbohren und fertig.

Zum Ausbohren eine Hülse suchen oder anfertigen, die ins Loch passt und innen den Bohrer zentrisch führt und den Nagel aussen gegen mitdrehen bremst.

Mit Pech greift die Bohrerschneide im Kopf und dreht ihn statt wegzubohren, also vorsichtig mit nicht zu aggressivem Bohrer nicht zu grossem Durchmesser. Glücklicherweise sind die Nägel aus sehr weichem Eisen.

Für Elektroniker gibt es noch die Möglichkeit, die Lötkolbenspitze mit einem Tropfen Lötzinn hineinzustecken und damit den Nagel zu erhitzen, dann das Gehäuse auseinanderziehen. Aber meist müsste man 4 gleichzeitig erhitzen..

#7883972
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Sebastian R. schrieb:

Man kann sie aber einschrauben

Oder einpressen. Mit Ultraschall und passender Sonotrode vermutlich komplett automatisiert machbar.

Der Kunststoff ist einigermaßen weich und zäh, da kann man sowas einfach mechanisch reinprügeln. Solchen Mist mit glatten Köpfen habe ich mal in Steckdosenleisten beu Norma gesehen und aus diesen Grund vom Kauf abgesehen.

Michael B. schrieb:

Zum Ausbohren eine Hülse suchen oder anfertigen, die ins Loch passt und innen den Bohrer zentrisch führt

Dazu hatte ich mal die Idee geäußert, eine dieser üblichen 6-kt-Abstandshülsen zu mißbrauchen. Vermutlich tut es sogar eine Sechskantmutter.

und den Nagel aussen gegen mitdrehen bremst.

Gegen Mitdrehen fehlt mir eine Idee.

Mit Pech greift die Bohrerschneide im Kopf und dreht ihn statt wegzubohren, also vorsichtig mit nicht zu aggressivem Bohrer nicht zu grossem Durchmesser.

Ja.

Glücklicherweise sind die Nägel aus sehr weichem Eisen.

Ob ich das Weich glaube? Andere Sonderschraueben, die mich ärgern mussten, waren genau das Gegenteil, richtig hart.

#7884005
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Harald W. schrieb:

Genau, härter als ein HSS-Bohrer.

Vollhartmetallschrauben ? Wohl kaum.

Das blöde an diesen per Nagel zusammengesetzten Gehäusen ist, dass der Nagel eine dünnere Kunststoffhülse weitet, die in einer Kunststoffhülse grösseren Durchmessers der Gegenseite steckt und sie darin festklemmt. Das klappt auch nur mit dehnbarem Kunststoff der unter Dehnung nicht zum reissen neigt, also PE oder Polysulfon und nicht PVC oder ABS.

Selbst wenn der Kopf des Nagels ab ist, steckt der Stift noch in der Kunststoffhülse und weitet sie und klemmt sie somit in die Gegenhülse, und es ist schwer auch den noch auszubohren. Daher braucht man die Bohrerführungsröhrchen.

#7884024
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Ich denke, es handelt sich um eine "Schraube" mit "Sägezahngewinde mit Steigung 0", ähnlich einem Widerhaken, die nur (in den noch warmen Kunststoff) hineingepresst wird. In diesem Fall nützt drehen gar nichts. Die Idee mit dem Lötkolben hatte ich schonmal gepostet, hier könnte helfen, einen Nagel o.Ä. anzulöten, das Lot erkalten lassen und den noch heißen Dorn aus dem erweichten Plastik herauszuziehen. Es gibt schon unzählige Threads zu dem Thema.

Beim Anbohren ist es mir schon passiert, dass durch die entstehende Wärme die Schraube weiter hineingeschmolzen ist, also mal zum Abkühlen pausieren.

#7884025
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Torsten B. schrieb:

Die Idee mit dem Lötkolben hatte ich schonmal gepostet, hier könnte helfen, einen Nagel o.Ä. anzulöten, das Lot erkalten lassen und den noch heißen Dorn aus dem erweichten Plastik herauszuziehen.

Und wenn man dann mit erheblichem Aufwand am Ziel ist, fragt man sich warum man eine billig Steckdosenleiste, oder was auch immer das für ein Gerät sein soll, unbedingt öffnen wollte.

#7884032
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Michael B. schrieb:

Das blöde an diesen per Nagel zusammengesetzten Gehäusen ist, dass der Nagel eine dünnere Kunststoffhülse weitet, die in einer Kunststoffhülse grösseren Durchmessers der Gegenseite steckt und sie darin festklemmt.

Da hilft nur diese Kunstoffhülse von "hinten" also der Gehäuserückseite her wegbohren. Dann das Loch verkleben oder für eine neue Befestigung nutzen.

#7884066
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Matthias S. schrieb:

Wenns also wirklich ein Nagel ist, dann habe ich halt Pech gehabt. So wichtig ist das nicht.

Moment, ich dachte, du kennst diese Schrauben und wir kennen sie nicht?

Matthias S. schrieb:

Man kann sie aber einschrauben. Dazu gibt es sicher ein Werkzeug. Und das geht hier auch zum Rausschrauben. Und nein, es ist sicher keine Niete. Jungs, wenn ihr sowas nicht kennt, einfach weiterblättern.

Jetzt bin ich schon neugierig, ob es wirklich eine Schraube ist...

#7884076
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F. P. schrieb:

Z.B. um den beleuchteten Schalter durch einen unbeleuchteten zu ersetzen, damit es nachts nicht so hell ist.

Man könnte auch Steckdosenleisten /ohne/ diese idiotischen Schalter kaufen (da man ihn ja offensichtlich eh nicht benutzt), oder den Schalter einfach mit schwarzem Isolierband abkleben. Das ist dann wenigstens schönes Impro-Gefrickel, was zur ursprünglichen Wahl der Steckdosenleiste mit Schalter passt.

#7884084
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Christoph db1uq K. schrieb:

unbedingt öffnen wollte

Ich habe schon solche Mehrfachleisten (Einzelschalter) mit Schrauben an der Wand befestigt. Dazu fehlten die Löcher, und ich will ja nicht auf Verdacht hin durch die Leitungen im Inneren bohren.

Seit ich einen 3D-Drucker mein eigen nenne, drucke ich mir einfach passende Wandhalterungen aus. Gibt genügend Vorlagen dafür im Netz.

Joa, hat nicht jeder. Und ich hatte Glück dass ich einen zum fast Nulltarif bekommen habe. Aber vielleicht findet man ja jemanden, der einen hat oder nutzt einen Dienstleister? Einfach mal probieren. Ist doch deutlich einfacher als diese Mistigen Gehäuse auf- & wieder zu zukriegen.

#7884093
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Es war nicht so einfach, die Schrauben auf der Rückseite zu öffnen. Aber dann konnte ich zwei Stellen links und rechts finden, wo keine Verdrahtung sitzt. Zwei lange Holzschrauben mit Tx15 und zwei schwarze Abdeckungen dafür hatte ich noch da. Die Schrauben habe ich sicherheitshalber noch mit Schrumpfschlauch isoliert.

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#7884098
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Harald K. schrieb:

Man könnte auch Steckdosenleisten /ohne/ diese idiotischen Schalter kaufen (da man ihn ja offensichtlich eh nicht benutzt), oder den Schalter einfach mit schwarzem Isolierband abkleben. Das ist dann wenigstens schönes Impro-Gefrickel, was zur ursprünglichen Wahl der Steckdosenleiste mit Schalter passt.

Ich möchte Steckdosenleisten mit Schalter, der aber nicht beleuchtet ist. Abkleben hilft nicht wirklich, das wird eine klebrige Sauerei und entweder kommt noch zuviel Licht durch oder man kann den Schalter nicht mehr betätigen. Steckdosenleisten mit unbeleuchtetem Schalter kann man nicht kaufen, da offenbar verboten. Deshalb bin ich auf Steckdosenleisten mit schraubbaren Schrauben angewiesen. Gab es früher mal.

#7884115
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F. P. schrieb:

Ich möchte Steckdosenleisten mit Schalter, der aber nicht beleuchtet ist. Abkleben hilft nicht wirklich, das wird eine klebrige Sauerei und entweder kommt noch zuviel Licht durch oder man kann den Schalter nicht mehr betätigen.

Vorschlag: Mit schwarzem/r Lack/Farbe (z.B. mim Eddingstift) 'bemalen', evtl mehrere Schichten auftragen.

-wolfi0-

#7884119
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ich würde sagen, die abgebildete schraube kann nur mit einem gummiring gefasst werden, ich würde ein metallröhrchen mit gummischlauch innen drin versuchen aufzusetzen, die haftreibung ist hoffentlich höher als die reibung im gewinde. funktioniert trotzdem zum reindrehen besser. objektive mit deren beschriftungsring lassen sich auch nur mit gummiandruck drehen.

#7884150
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Christoph db1uq K. schrieb:

Es war nicht so einfach, die Schrauben auf der Rückseite zu öffnen. Aber [...] sicherheitshalber noch mit Schrumpfschlauch isoliert.

Diese Steckdosenleiste finde ich superpraktisch für meine gefühlt trölf Ladegräte. Mit der ist nur das unter Saft, das auch wirklich gerade zum laden gebraucht wird. Aber es ist bei dieser eher notwendig, diese blöde blaue LED Variante "supermegahell" auszubauen. Zur Montage gibts einen schönen Wandhalter, inkl. Aufwickelmöglichkeit für die Leitung: https://cults3d.com/en/3d-model/various/renkforce-wall-mount-halterung-fuer-steckdosenleiste

#7884156
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Matthias S. schrieb:

Man kann sie aber einschrauben. Dazu gibt es sicher ein Werkzeug. Und das geht hier auch zum Rausschrauben. Und nein, es ist sicher keine Niete. Jungs, wenn ihr sowas nicht kennt, einfach weiterblättern. Ich kenne die Dinger schon, aber wenn die etwas weniger tief versenkt waren, konnte man sie mit der Spitzzange rausschrauben und wegwerfen. Das geht hier nicht.

Sicher kann der TE diesen Absatz jetzt nochmal abschließend erklären.

#7884181
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Wohl dem, der einen 3D-Drucker hat. Die Leiste gibt es also auch von Conrad unter der Eigenmarke Renkforce. Ladegeräte hängen bei mir auch oft dran. Die Glimmlampen und LED stören mich weniger, aber ich betreibe die auch nicht im Schlafzimmer. Ich meine, die Geduldsschrauben hatten früher eine andere Kopfform vom Typ mit zwei schiefen Ebenen. Die konnte man noch irgendwie packen und drehen.

"Geduldsschraube" gibts noch nicht in Wikipedia? Da reißt mir glatt der Geduldsfaden.

#7884185
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Naja, zwei Kabelbinder um den Bettpfosten tun’s auch. Ich mein, ich hab auch mal zwei Schrauben direkt durch ’ne Steckdose gejagt. Hält bombenfest – zumindest bis zur nächsten Hausdurchsuchung durch den Elektrikerverband. Mit ein bisschen Steckdosen-Grundwissen (oder ’ner hellen Lampe), sieht man ja: „Ah, da oben ist Platz für Schrauben – brauch ich gar nicht aufmachen!“ Klingt clever, oder? Tja… der E-CHECK hat leider weniger Humor. Die meinten nur trocken: „Darfste nicht.“ 😐 Also: Bitte nicht nachmachen – auch wenn's genial aussieht. Wenn dir irgendwann die Bude abbrennt und sie die verkohlte Steckdosenleiste mit den zwei Schrauben aus der Holzwand ziehen, dann geht der Spaß los: 15 Jahre Versicherungsstreit deluxe! Und das alles nur wegen zwei Schrauben und einem Hauch Improvisationstalent.

#7884206
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Christoph db1uq K. schrieb:

Die Leiste ist innen ziemlich gefüllt, da bleibt wenig Platz für eine Schraube.

Ich habe nur die Bodenplatte von zwei 5-er Schalterleisten mit den 8mm-PA-Schlossschrauben von alten Klodeckeln an den Wänden von unseren Schreibtischen angeschraubt. Durch die Schlossschrauben braucht man nur im Boden die Durchbrüche und die Kunststoffschrauben kann man gut unterbringen, da die keine Isolationsprobleme machen.

OP (Firma: matzetronics) #7885494
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Michael B. schrieb:

mit der Steckdosenleiste von Matthias

Es ging nicht um eine Steckdosenleiste, sondern um so ein Dings: https://www.pollin.de/p/schutzkontakt-zwischensteckdose-mit-schalter-16-a-weiss-451056 Die Frage des Öffnens stellt dann, wenn Schalter oder Glimmlämpchen defekt ist. Andererseits sind 2 Mäuse nun auch nicht die Wertanlage, wo man unbedingt was fixen muss. Es hat mich aus diesem Anlass aber interessiert.

#7885580
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Cyblord -. schrieb:

Späte Einsichten...

Ui, das muss aber weh tun. Das Programm "Null Einsicht" fährst du ja auch mal wieder in diesem Thema sehr professionell, Julian. Du merkst echt gar nichts mehr, oder? Fällt dir nicht auf, wie dich praktisch jeder aktiver Nutzer hier nicht leiden kann? Ich muss mal den mobilen Browser wechseln, irgendwas, was Greasemonkey Skripte unterstützt.

#7885583
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Cyblord -. schrieb:

Und wenn man dann mit erheblichem Aufwand am Ziel ist, fragt man sich warum man eine billig Steckdosenleiste, oder was auch immer das für ein Gerät sein soll, unbedingt öffnen wollte.

Ich habe mal so eine Art 4er Steckdosenleiste in einen Spanplattenkasten mit abschraubbarer 4mm starker Pertinaxfrontplatte eingebaut. Jede Dose lässt sich einzeln schalten! Für die Versorgung der Kontroll-LEDs habe ich einfach 4 Kondensatornetzteile auf eine interne Platine aufgebaut.

Das sieht natürlich alles mechanisch sehr aufwendig aus, aber es hält dafür auch 100 Jahre!

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#7885589
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Cyblord -. schrieb:

Dann hast du wohl auch nicht bemerkt dass es sich in Wirklichkeit um Schrauben handelt die sogar Zähne haben? Tztztz

Ich habe jetzt extra für Dich mal meinen neuen Zwischenstecker abfotografiert! Wie man sehen kann, sind dort zwar Schlitzschrauben verwendet worden, aber man bekommt den Schlitzschraubenzieher nicht hinein, weil im Schraubenkopf absichtlich ein Mittelsteg reinkonstruiert wurde!

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#7885591
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Marcel V. schrieb:

Cyblord -. schrieb:

Dann hast du wohl auch nicht bemerkt dass es sich in Wirklichkeit um Schrauben handelt die sogar Zähne haben? Tztztz

Ich habe jetzt extra für Dich mal meinen neuen Zwischenstecker abfotografiert! Wie man sehen kann, sind dort zwar Schlitzschrauben verwendet worden, aber man bekommt den Schlitzschraubenzieher nicht hinein, weil im Schraubenkopf absichtlich ein Mittelsteg reinkonstruiert wurde!

Na und? Dremel mit Schleifteller und der Schraubendreher passt nach max. 5min um den Steg!

#7885618
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Hab mal nachgeschaut, wieviel Volt mein Schraubenzieher hat, aber dazu steht nichts drauf. "Cronen Berger" W-Germany, GS-Zeichen, DIN-Norm 5265 und "EW" 40,8100mm. Berührungssicher ist die Klinge auch nicht.

In Cronenberg bei Wuppertal sitzt auch Wera, wieweit die zusammengehören habe ich nicht herausbekommen. West-Germany müsste noch vor 1989 bedeuten. https://de.wikipedia.org/wiki/Wera_Werkzeuge

https://de.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany#DDR-Herkunftsbezeichnung

#7885629
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Christoph db1uq K. schrieb:

Hab mal nachgeschaut, wieviel Volt mein Schraubenzieher hat, aber dazu steht nichts drauf.

Bei mir steht es sogar auf beiden Schraubenziehen drauf. Es gibt auch Schraubenzieher da ist die Voltzahl ins Kunststoff mit reineingegossen worden und anschließend nicht mehr farblich hervorgehoben worden!

Thomas U. schrieb:

Deinen ganz und gar EINZIGEN? 🤣

Einen davon könnte ich tatsächlich mal umschleifen. Das muss aber gut überlegt sein!

🤔

Ich sehe gerade, der eine Schraubenzieher ist für Torx-Schraubenköpfe, den kann ich sowieso nicht umschleifen!

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#7885631
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Christoph db1uq K. schrieb:

Genau! Sowas habe ich mir mal vor Jahren hergestellt. Das war ja einfach.

Ja, so einen Schraubenzieher habe ich mir auch mal vor Jahren gemacht. Leider hilft der bei heute üblichen, gehärteten ohne irgendwelchen Schlitzen versehenen Schrauben nicht weiter. So werde ich wohl die Anschlussleitung für meine Steckdose durchschneiden und meine Ver- längerung dazwischenlöten (siehe Beitrag oben) müssen.

#7885639
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Ich habe nochmal nachgeschaut, ich dachte, irgendwo liegen noch Spezial-Bits.

https://www.amazon.de/Br%C3%BCder-Mannesmann-M29892-Bitsatz-100-tlg/dp/B0055ZDWNW da wären hinten rechts vier Schraubklingen mit Lücke.

und da gibt es auch Dreikant-Kreuzschlitzbits: https://www.amazon.de/Br%C3%BCder-Mannesmann-Werkzeug-M29899-Sicherheits-Bitsatz/dp/B000K2PEZE/262-2242073-8453855?th=1 https://m.media-amazon.com/images/I/815uebXm0uL._AC_SL1500_.jpg Foto einzeln, der Fotograf war ungeduldig, die hängen schief drin.

Jedenfalls ließen sich meine Schrauben herausdrehen, wenn ich irgendwie einen Schlitz in den Kopf bekäme.

OP (Firma: matzetronics) #7885657
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Marcel V. schrieb:

weil im Schraubenkopf absichtlich ein Mittelsteg reinkonstruiert wurde!

Genau diese Schrauben waren bei den Vorgängern der heutigen Zwischensteckdosen drin, aber dafür habe ich schon lange einen Schraubendreher. Auch Triplexschrauben sind kein Problem. Ich hatte drauf spekuliert, daß in den aktuellen von Pollin auch die Schlitzschrauben mit Steg drin sind... Da die Schalter gerne mal zusammenbacken, ist es hilfreich, wenn man die Dinger öffnen kann.

#7885818
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Die Schraube in https://www.mikrocontroller.net/attachment/670808/20250602_183328.jpg ist lächerlich; jedes Baumarkt-"Security"-Bitset enthält das passende Bit.

Wer da noch an anderem Werkzeug herumschleift und sich über "Volt-Zahlen" Gedanken macht, ist irgendwo falsch abgebogen.

Das Ding des Threadstarters, das glatt rund ist (oder eine supermikrofeinstverzahnung mit 34 Millionen Zähnen aufweist), lässt sich natürlich nicht so drehen.

Aber die Lösung von Marcel https://www.mikrocontroller.net/attachment/670804/20250602_165856.jpg hat doch was für sich: Das Ding ist zerwichst, reif für den Müll und man kann sich das Klebeband zum Drumrumwickeln sparen.

#7885868
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Jetzt mal ehrlich: so ein Schalterzwischenstecker kostet keine 2€. Ja, Nachhaltigkeit, Umweltschutz usw., aber wie billig ist eure Zeit?

Das Kabel an einer Steckdosenleiste nach hinten legen oder verlängern, den Schalter "entleuchten" oder tauschen, das kann ich alles verstehen, aber auch nur 5 Minuten in einen 2€-Zwischenstecker investieren? Am Ende noch einen neuen Schalter, der auch schon min. einen Euro kostet? Und dann mit Klebeband, Kabelbinder, Heißkleber oder Silikon irgendwie wieder alles beieinanderpfuschen? janeeisklar.

#7885879
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Harald K. schrieb:

jedes Baumarkt-"Security"-Bitset enthält das passende Bit. Wer da noch an anderem Werkzeug herumschleift und sich über "Volt-Zahlen" Gedanken macht, ist irgendwo falsch abgebogen.

Bloss passen die Scheiss-Bits nicht in die tiefen Löcher in denen solche Schrauben oft versenkt sind.

Man sieht, du hattest noch nicht oft mit der Praxis zu tun, Dummlaberer.

OP (Firma: matzetronics) #7885898
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Jens M. schrieb:

das kann ich alles verstehen, aber auch nur 5 Minuten in einen 2€-Zwischenstecker investieren?

Wenn es ein passendes Werkzeug gegeben hätte, dann wäre das eine Sache von 30 Sekunden gewesen.

Am Ende noch einen neuen Schalter, der auch schon min. einen Euro kostet?

Nicht, wenn man diese Schalter säckeweise hat.

Und dann mit Klebeband, Kabelbinder, Heißkleber oder Silikon irgendwie wieder alles beieinanderpfuschen? janeeisklar.

Du hast es nach wie vor nicht kapiert, oder? Gäbe es das passende Werkzeug, könnte man dann ganz normale Schrauben eindrehen.

Aber ich hatte bereits gesagt, das sich die Frage beantwortet hat und es wenig Sinn hat, jetzt weitere Beiträge über das Für und Wider, über Bits oder sonst was zu schreiben. Bits fallen aus den von Michael genannten Gründen sowieso weg. Also vielen Dank und bitte schreibt über dieses Thema noch viele, sehr viele Beiträge, die niemandem helfen. Und bitte, bitte downvoten, das brauchen wir jetzt.

#7885916
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Christian M. schrieb:

Das sind Schlagschrauben, einmal bei der Herstellung mit Gewalt reingedrückt, prinzipiell nicht wieder entfernbar aber ab und zu klappt es doch ;-) gibt es auch auf dem Bau, absoluter Müll meiner Erfahrung nach.

Was Schrauben und Nägel je nach Ausführung in welchen Materialien halten, kann man den Datenblättern der Hersteller entnehmen. Dachdecker, Zimmerleute und Fassadenbetriebe benutzen fast ausschliesslich Nägel für die Standardgeschichten. Alles Müll?

Erreicht man eine ausreichende Griffigkeit der Gehäusehälften oder kann einen breitflächigen Hebel einbringen, schafft man es oft, die Nägel weitgehend beschädigungsfrei zu ziehen.

#7885941
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Jens M. schrieb:

Jetzt mal ehrlich: so ein Schalterzwischenstecker kostet keine 2€. Ja, Nachhaltigkeit, Umweltschutz usw., aber wie billig ist eure Zeit?

kommt drauf an, mal ist das Geld weg daß man lieber anderswo ausgeben möchte, mal ist es sportlich es nicht auszugeben, mal ist mir die Restlebenszeit zu wertvoll um mich damit zu beschäftigen, man hat so viel zu tun.

Es gibt keine pauschale Antwort.

Beitrag #7886088 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7886097
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Ralf X. schrieb:

Dachdecker, Zimmerleute und Fassadenbetriebe benutzen fast ausschliesslich Nägel für die Standardgeschichten. Alles Müll?

Geht halt schneller als schrauben und hält manchmal ausreichend.

Früher waren Nägel auch in der Produktion einfacher und damit deutlich billiger.

Seit Schnellbauschrauber wird aber vermehrt geschraubt.

Wobei ordentliche Holzverbindungen benutzen Holznägel, kein Metall.

Die sind den meisten aber schon lange zu arbeitsaufwändig.

#7886269
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Harald W. schrieb:

Michael B. schrieb:

Genau, härter als ein HSS-Bohrer.

Vollhartmetallschrauben ? Wohl kaum.

Nun, ich wollte eine Steckdosenleiste öffnen, um dort ein längeres Kabel anzuschliessen. Mit meinem 5.5mm-HSS-Bohrer schaffte ich es gerade mal, ein ca 1mm tiefe Mulde in die Schraube zu bekommen und ich glaube, der Bohrer ist jetzt stumpf.

Gerade Sicherheitsschrauben sind gerne extremst gehärtet. Wobei der passende Bitsatz kein Maßstab ist, die werden in China traditionell aus Weicheisen hergestellt. :)

Ob die Hersteller dabei wirklich ans Ausbohren denken, oder ob die geometrischen Formen es einfach nötig machen, gehärtetes Material zu nehmen, damit nicht schon beim Einschrauben irgendwas zerkratzt, verbiegt oder abschert, weiß vermutlich nichtmal ChatGPT. Oder ob sich der Controller besser fühlt, wenn er "sichere" gehärtete Schrauben kauft?

Das ganze Thema war hier schon vor gerade mal 10-16 Jahren, man kann ruhig ein bißchen zurückblättern bevor man ein neues Thema aufmacht. ;)

Beitrag "Re: Mehrfachsteckdose öffnen"

Siehe Bild im Anhang. Das ist auch das feinzahnigste, was ich bei solchen Schrauben aus der freien Wildbahn kenne. Der echte genormte Vielzahn ist wie Torx oder Ribe nur eine Abwandlung von Inbus und eigentlich für dicke Schraubenköpfe gemacht, wo er dann als Loch mit breitem Rand eingepreßt ist. Aber es gibt ja dank der Automobilindustrie Außentorx und wie zumindest Google behauptet auch Außenvielzahn. Bloß in Größen (und vermutlich auch Preisklassen), wo die Steckdosenmafia nicht zuschlägt.

Übrigens ist mir beim letzten halben Dutzend Brennenstuhl-Steckdosenleisten aus dem Elektroschrott aufgefallen, daß nicht nur erwartungsgemäß alle wenige Jahre nach der Herstellung defekte Schalter haben, sondern daß diese Schalter um einige Millimeter kleiner sind als die Standard-Wippschalter die man sonst so in seine Frontplatten reinfeilt! Man hat also nicht mal die Chance, vernünftige Schalter einzubauen (oder welche mit anderer Farbe oder sonstigen abweichenden Merkmalen.)

Die Auswahl im Elektroschrott hat den großen Vorteil gegenüber dem Baumarkt, daß man gleich sieht, ob bedienbare Schraubenköpfe verwendet wurden. Und man weiß, daß die Leisten schon Schrott sind, während man es beim Neukauf im Baumarkt nicht wahrhaben will.

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Beitrag #7886669 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7886686
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Wollvieh W. schrieb:

Harald W. schrieb:

Vollhartmetallschrauben ? Wohl kaum.

Nun, ich wollte eine Steckdosenleiste öffnen, um dort ein längeres Kabel anzuschliessen. Mit meinem 5.5mm-HSS-Bohrer schaffte ich es gerade mal, ein ca 1mm tiefe Mulde in die Schraube zu bekommen und ich glaube, der Bohrer ist jetzt stumpf.

Gerade Sicherheitsschrauben sind gerne extremst gehärtet. Wobei der passende Bitsatz kein Maßstab ist, die werden in China traditionell aus Weicheisen hergestellt. :)

Für die im Startposting gezeigten "Schrauben" mit versenktem flachen Kopf gibts keine Bits. Und für HSS-Bohrer sind sie zu hart. Für solche "Schrauben" habe ich weder in diesem noch in anderen Threads eine pas- sende Lösung gefunden.

Übrigens ist mir beim letzten halben Dutzend Brennenstuhl-Steckdosenleisten aus dem Elektroschrott aufgefallen, daß nicht nur erwartungsgemäß alle wenige Jahre nach der Herstellung defekte Schalter haben, sondern daß diese Schalter um einige Millimeter kleiner sind als die Standard-Wippschalter die man sonst so in seine Frontplatten reinfeilt! Man hat also nicht mal die Chance, vernünftige Schalter einzubauen (oder welche mit anderer Farbe oder sonstigen abweichenden Merkmalen.)

Die Auswahl im Elektroschrott hat den großen Vorteil gegenüber dem Baumarkt, daß man gleich sieht, ob bedienbare Schraubenköpfe verwendet wurden. Und man weiß, daß die Leisten schon Schrott sind, während man es beim Neukauf im Baumarkt nicht wahrhaben will.

Wo findet man denn derartigen Elektroschrott? Von den normalen Sammel- stellen hier darf man nichts mitnehmen.

Beitrag #7886706 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7886764 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7887393
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Leider gibt es heute nur noch Steckdosenleisten mit diesen Sicherheitsschrauben. Ursache ist eine DIN Norm die vorschreibt dass Steckdosenleisten vom Endbenutzer (Laie) nicht geöffnet werden dürfen. Steckdosen die zu öffnen sind entsprechen somit nicht der Norm und erhalten kein CE-Zeichen. Niemand wird riskieren sowas auf den Markt zu bringen.

Da es aber manchmal sinnvoll ist einen Blick reinzuwerfen, möchte ich die Leisten doch öffnen und das möglichst zerstörungsfrei. Bisher war dies immer noch mit einem Standarwerkzeug möglich. Die neuen Kegelstumpf-förmigen Schrauben (Bild 1) bieten aber keinen Angriffspunkt mehr. Zudem sind sie meist tief versenkt.

Mein erster Ansatz dazu war die Schraubenköpfe anzubohren. Ein erster Versuch mit einem 2,5mm Bohrer scheitert da der Bohrer nicht greift und verläuft, auch mit Bohrständer. Ankörnen ist nicht möglich da die Schraube zu tief sitzt. Erfolg bring eine Messingabstandshülse die exakt in das Loch passt und eine Bohrung von der Größe des Bohrers hat. Nun können die Schrauben angebohrt werden. (Bild 2) Es reichen 1-2mm, dann kann man mit einem Microbit (Bild 3) die Schrauben ausdrehen. Leider gibt es Schrauben bei denen es nicht funktioniert. Beim Versuch die Schrauben anzubohren werden dies weiter in den Kunststoff gedreht und das Gehäuse beschädigt oder es reißen die Dome ab.

Auf die ultimative Lösung bin ich durch Zufall gekommen. In einem Fräserset auch China war folgende Bohrkrone (Bild 4+5) enthalten. Diese Dianmantkrone passt exakt auf die Schraube. (Bild 6) Mit ewas Gefühl beim Andruck und einem langsam drehenden Werkzeug kann man die Schrauben einwandfrei entfernen und bei Bedarf auch wieder einschrauben.

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#7887483
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Harald K. schrieb:

In solchen Fällen helfen diese Bohrer hier:

https://www.eichenberg-werkzeuge.de/spiralbohrer-din-338/din-338-geschliffen-linksdrehend/

Das war auch meine nächste Überlegung, deswegen habe ich diese

https://www.aliexpress.com/item/1005006797960523.html

bestellt.

Aber bevor diese kamen bin ich auf den Trick mit der Bohrkrone gekommen.

Das geht um Größenordnungen schneller.

#7887486
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Ein ähnliches 'Problem' hatte ich vor einigen Wochen. Die Rekonstruktion einer recht schönen Schuppentür, die im unteren Teil mürbe war und kleine Tierchen beinhalteten. Die Zierleisten waren mit inzwischen recht rostigen Schlitzschrauben befestigt. Naja - anbohren und mit Schraubenausdrehern entfernen... Bis auf zwei Stück war das gut machbar. Diese beiden habe ich mit dem Dremel blank geschliffen und eine Schraube auf den Kopf geschweißt. Damit war das Ausdrehen keim Problem mehr. Ist allerdings in Plaste kaum ein Tipp! ;-))

#7887490
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Diese Methode hatte ich auch überlegt. Einen Sechkant Abstandsbolzen mit einem Tropfen UHU-Sofortfest auf den Schraubenkopf zu kleben. Allerdings muss man hier sehr genau dosieren da man ansonsten die Schraube unlösbar ins Gehäuse klebt, wenn der Kleber die falsche Konsistenz hat und verläuft oder man zuviel aufträgt.

OP (Firma: matzetronics) #7887507
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Manfred H. schrieb:

In einem Fräserset auch China war folgende Bohrkrone (Bild 4+5) enthalten.

Sei doch so nett und verlinke das mal.

Manfred H. schrieb:

Ursache ist eine DIN Norm die vorschreibt dass Steckdosenleisten vom Endbenutzer (Laie) nicht geöffnet werden dürfen

Soweit zur Vermeidung von Elektroschrott. Manchmal zweifelt man echt am System.

und erhalten kein CE-Zeichen

CE ist allerdings kein Prüfsiegel, sondern lediglich eine Selbsterkärung.

#7887518
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Matthias S. schrieb:

CE ist allerdings kein Prüfsiegel, sondern lediglich eine Selbsterkärung.

War falsch ausgedrückt. Wenn ein Geschäftsführer "erklärt" dass sein Produkt der Norm entspricht indem er CE aufklebt und es das nicht tut, wird er bestraft. Klebt er kein CE auf und verkauft sein Produkt wird er auch bestraft.

Das Bohrkronenset findet man bei ebay unter Nummer 187071992385. Die größte Bohrkrone passt genau.

#7887522
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Matthias S. schrieb:

Du hast es nach wie vor nicht kapiert, oder? Gäbe es das passende Werkzeug, könnte man dann ganz normale Schrauben eindrehen.

Hätte man ab Werk ganz normale Schrauben eingedreht, würde man kein passendes Werkzeug brauchen. Das Geld könnte man für sinnvollere Dinge ausgeben. Und es bräuchte auch diesen tagelangen Thread nicht. Diese Zeit könnte man für sinnvollere Tätigkeiten nutzen.

Dass sich der neuzeitliche und moderne Kunde diese Bevormundung bieten lässt, bleibt ein Rätsel. Früher hätte es paar auf den Schädel gegeben.

#7887609
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Michael B. schrieb:

Hättest du Praxis, würdest du wissen dass das nicht ansatzweise abreissfest genug ist.

Ich weiß dass die Kleber einen Unterschied zwischen Zugbelastung und Momentbelastung haben.

Hättest Du die Bilder angeschaut dann wüsstest Du dass wir nicht über eine M10 8.8 sprechen sondern über eine 2,5mm selbstschneidende Schraube in einem Kunststoffdom die zudem noch durch einen Reibschluss gelöst werden kann.

Aber ich lerne gerne dazu. Wenn es wieder ein Leiste im Sonderangebot gibt werde ich es tatsächlich mal ausprobieren und hier berichten.

#7887610
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Hans H. schrieb:

Dass sich der neuzeitliche und moderne Kunde diese Bevormundung bieten lässt, bleibt ein Rätsel. Früher hätte es paar auf den Schädel gegeben.

Die Lösung des Rätsels findet sich ein paar Einträge weiter oben.

Spoiler: es gibt keine Steckdosenleisten mehr im EU-Markt die man mit gängigem Werkzeug öffnen kann.

Und solange Hans die Norm nicht ändert wird es das auch nicht.

#7887912
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Manfred H. schrieb:

Spoiler: es gibt keine Steckdosenleisten mehr im EU-Markt die man mit gängigem Werkzeug öffnen kann.

Glaub' ich nicht.

https://produkte.kopp.eu/de/produkt/powerversal-4-fach-erhoehter-beruehrungsschutz-14m-zuleitung-farbe-schwarz-silber-2/

Da steht /wiederanschließbar/. Und auf dem Bild kann man die Schraubenköpfe der einzelnen Doseneinsätze erkennen.

"Wiederanschließbar" steht auch bei der hier:

https://produkte.kopp.eu/de/produkt/steckdosenleiste-2-fach-wiederanschliessbar-ohnezuleitung-farbe-arktisweiss-2/

Nee, ich halte das für ein Anti-EU-Gerücht. Sowas wird von manchen Leuten ja gerne verbreitet, weil die EU ja so, so böse und schlecht ist.

#7888101
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Harald K. schrieb im Beitrag #7887912: ... ...

https://produkte.kopp.eu/de/produkt/powerversal-4-fach-erhoehter-beruehrungsschutz-14m-zuleitung-farbe-schwarz-silber-2/

Da steht /wiederanschließbar/. Und auf dem Bild kann man die Schraubenköpfe der einzelnen Doseneinsätze erkennen.

"Wiederanschließbar" steht auch bei der hier:

https://produkte.kopp.eu/de/produkt/steckdosenleiste-2-fach-wiederanschliessbar-ohnezuleitung-farbe-arktisweiss-2/

Nee, ich halte das für ein Anti-EU-Gerücht. Sowas wird von manchen Leuten ja gerne verbreitet, weil die EU ja so, so böse und schlecht ist.

Naja - es gibt sicher Vorteile auch für die 'Normalos', allerdings scheint es auch als gewaltiger Selbstbedienungsladen zu dienen und das NICHT zum Vorteil dieser Normalos!

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ngo-eu-finanzierung-100.html https://www.cducsu.eu/artikel/herbst-europaeischer-rechtnungshof-bestaetigt-kritik-ngo-finanzierung

#7888296
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Harald K. schrieb:

Da steht wiederanschließbar. Und auf dem Bild kann man die Schraubenköpfe der einzelnen Doseneinsätze erkennen.

"Wiederanschließbar" steht auch bei der hier:

Wiedermal zu ungenau ausgedrückt. Gemeint war ...im Einzelhandel für den privaten Endverbraucher.

Auf der verlinkten Firmapräsenz steht folgender schöne Satz:

Steckdosenleiste ist nicht gleich Steckdosenleiste. Im normalen Hausgebrauch mögen die Anforderungen an eine (Standard-)Steckdosenleiste eher gering sein. Hier spielen neben der Farbe meist nur noch Fragen zur Anzahl der Steckdosentöpfe und Ausstattungsvarianten (Schalter, USB, etc.) eine wesentliche Rolle. Im Handwerk, beziehungsweise in der Industrie, sieht das ganz anders aus.

Das Angebot richtet sich an Installateure und Industriebetriebe. Die Steckdosenleisten gibt es mit WIELANG GST-Anschluss. Wird von Messebauern oder im Versuchslabor für temporäre Installationen verwendet, daher wiederanschließbar. Versuch doch als Privatperson dort mal was zu bestellen, mich interessiert auch der Preis solcher Leisten.

Übrigens deine Steckdosen zu Hause sind auch aufschraubbar. Dies darf aber nur eine "EFK" (elektrotechnische Fachkraft). Und genau an solche richtet sich auch die Firma mit ihrem Angebot.

Nochmals zur Klarstellung: Die Steckdosenleisten aus dem Kaufhaus sind "Endgeräte zum Anschluss an eine feste Installation". Die Leisten der Firma Kopp sind "Komponenten einer festen Installation".

Harald K. schrieb:

Nee, ich halte das für ein Anti-EU-Gerücht. Sowas wird von manchen Leuten ja gerne verbreitet, weil die EU ja so, so böse und schlecht ist.

Das mit der Norm reiche ich dir noch nach, muss ich erst recherchieren. Die EU will damit Stromunfällen vorbeugen die durch unsachgemäße Reparaturen entstehen.

#7889333
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Hans H. schrieb:

früher ging das schließlich auch ohne.

Früher ging's auch ohne Schutzleiter. Ohne Kindersicherung. Ohne Mindestquerschnitte. Als Mejrfachverteiler direkt im Wandsteckdose und sann noch ein Ymehrdachverteiler rein.

Ging alles bis halt genug dran verreckt sind.

Wobei ein Gesetz der nicht-Reparierbarkeit wohl eher Fantasie ist.

Es wäre aber nicht das erste Mal dass Politiker das eine sagen und das andere tun.

#7889572
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Hans H. schrieb:

Kann mir keinen vernünftigen Grund vorstellen, wieso einen Hersteller nun seine Steckdosenleisten dauerhaft vernietet, früher ging das schließlich auch ohne.

Stimmt, früher war ein Aufkleber auf den Elektrogeräten, "No user servicable parts inside".

Aber wenn man logisch überlegt: Schrauben mit Spezialköpfen sind teurer als Allerweltsschrauben, auch die Montage bietet keinen Zeit- sprich Kostenvorteil. Also alles teurer als normale Schrauben. Wieso also investiert ein Hersteller Geld in soetwas?

Fordert es sein Kunde? Wenn ja warum? ALDI könnte doch billigere Leisten kaufen und hätte einen Vorteil gegenüber LIDL.

Es bleibt logischerweise nur ein Zwang, und den kann nur der Gesetzgeber ausüben.

#7889587
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Manfred H. schrieb:

Es bleibt logischerweise nur ein Zwang, und den kann nur der Gesetzgeber ausüben.

Den gibt es aber nicht, wie erfolgreich durch gleich zwei Hersteller widerlegt wurde, die auch an "Endverbraucher" verkaufen.

Hier sogar im Onlineshop des Herstellers selbst:

https://www.bachmann24.com/bachmann-smart-3x-steckdosenleiste-zuleitung-1-5m-388-270-weiss

"Money Quote":

Variante: Wiederanschließbar (Gehäuse ist verschraubt - Leitungen können getauscht werden)

#7889598
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Harald K. schrieb:

Kann mal jemand von denen, die behaupten, daß es da eine Verordnung gäbe, die nicht zu öffnende Steckosen vorschreibt, dies belegen?

Irgendwie bist du sehr ungeduldig.

Wenn es schnell gehen soll kauf dir die Norm: https://www.vde-verlag.de/normen/0600292/din-vde-0620-2-1-vde-0620-2-1-2021-02.html Wenn du allerdings Pech hast verweist die Norm nur auf andere Normen und dann musst du diese ebenfalls kaufen.

Im Abschnitt Ersatz/Änderungvermerk bekommst du einen kleinen Überblick was alles bei so einem simplen Teil wie einer Steckdosenleiste gefordert bzw. geprüft wird.

Und nochmals, ohne Einhaltung der Norm kein Marktzugang.

Bitte den Titel beachten: Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen

Wichtig ist dabei das Wort HAUSGEBRAUCH.

Wie ich bereits geschrieben habe kann man Steckdosenleisten auch im Handwerk z.B. Messebau, Schaltschrankbau, und in der Industrie z.B. Versuchstände, Prüfeinrichtungen, verwenden. Werden Steckdosenleisten explizit für diesen Kundenkreis angeboten ist diese Norm nicht zuständig.

Für alle die keine 217,58€ für die Norm augeben wollen ein kleiner Tip: Alle Normen können kostenlos an sogenannten Normeninfopoints (Google weiß wo die sind) eingesehen werden. Beachte: nur anschauen, nicht kopieren, nicht abfotografieren.

#7889618
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Martin L. schrieb:

Das interessiert mich. Nur unter der Nummer finde ich leider nichts.

Tatsächlich, das Teil scheint ausverkauft zu sein.

Aber es gibt andere: noch 20 Stk. vorhanden https://www.ebay.de/itm/177055194661

mehr als 10 verfügbar https://www.ebay.de/itm/205504497336

noch 4 Stk. verfügbar https://www.ebay.de/itm/146581281308

Der Produktbegriff scheint "Diamant Grat Bohrkrone" zu sein. Damit sollte es gefunden werden.

#7889623
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Manfred H. schrieb:

Wenn es schnell gehen soll kauf dir die Norm: https://www.vde-verlag.de/normen/0600292/din-vde-0620-2-1-vde-0620-2-1-2021-02.html

Ich werde den Teufel tun und diesen Wegelagerern Geld in ihren gierigen Schlung stopfen.

Manfred H. schrieb:

Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen

Wofür könnten die von Anton erwähnten und von mir gerade mit einem Beispiel verlinkten Steckdosenleisten gedacht sein? Nach Laborausstattung oder robustem Gewerbeeinsatz sieht das nicht aus.

Manfred H. schrieb:

Alle Normen können kostenlos an sogenannten Normeninfopoints (Google weiß wo die sind) eingesehen werden. Beachte: nur anschauen, nicht kopieren, nicht abfotografieren.

Toll. Man darf also brav darum betteln. Widerwärtig, einfach nur widerwärtig.

#7889673
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Harald K. schrieb:

Wofür könnten die von Anton erwähnten und von mir gerade mit einem Beispiel verlinkten Steckdosenleisten gedacht sein? Nach Laborausstattung oder robustem Gewerbeeinsatz sieht das nicht aus.

Anscheinend bist du bei keiner größeren Firma beschäftigt. Sonst würdest du die DGUV3 kennen.

Falls du sie nicht kennst, hier noch ein kleiner Aufreger für dich. In Gewerbebetrieben (Gegenteil von Hausgebrauch) müssen alle elektrischen Betriebsmittel periodisch (alle 1-3 Jahre) auf deren elektrische Sicherheit geprüft werden. Dann gehen Leute (meistens ein Dienstleister) durch den Betrieb und testen alle ortsveränderlichen elektrischen Geräte inklusive Anschlusskabel und auch Steckdosenleisten. Geprüfte Geräte bekommen eine Prüfplakette mit dem nächsten Prüftermin, ähnlich einer Tüv-Plakette.

Wenn du also mal in eine größere Firma kommst schau dir die Steckdosenleisten und das Prüfsiegel an.

Sei also froh dass du beim Kauf einer Leiste für gewerbliche Nutzung (noch) keinen Nachweis erbringen musst dass du diese auch so nutzt und nach DGUV3 jährlich prüfst.

Mir hat auch schon mal nach so einer Prüfung, die am Wochenende durchgeführt wurde, eine Leiste gefehlt. Zu hoher Kontaktwiderstand, eingezogen und vernichtet.

#7889682
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Dieter D. schrieb:

Vor den Kadi gezogene Personen, deren Kinder so ein Ding aufschraubten und eine gewischt bekamen.

Der Grund für die Verordnung sind sicher nicht aufschraubende Kinder.

Wahrscheinlich sind es Versicherungen, insbesondere Feuerversicherungen.

Auch wenn es nicht mehr Pflicht ist werden die allermeisten Immobilienbesitzer eine Feuerversicherung haben. Brennt die Hütte ab zahlt die Versicherung. Stellt der Gutachter fest dass der Brand durch die elektrische Anlage ausgelöst wurde sucht die Versicherung den Verantwortlichen. Jemand der seine Steckdosenleiste unsachgemäß instandgesetzt/modifziert hat wird dies aber nicht zugeben. "Hab das Teil vom Flohmarkt, wusste nicht dass das Teil gefährlich ist". Damit ist kein Verursacher feststellbar und die Versicherung bleibt auf ihrem Schaden sitzen. Und das mögen Versicherungen gar nicht.

#7889692
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Manfred H. schrieb:

Und das mögen Versicherungen gar nicht.

Wenn die Versicherung klug wäre, wüsste sie, dass es wesentlich weniger Brände durch Steckdosenleisten geben würde, wenn man den defekten Schalter bei dem die Schnappfeder rausgesprungen ist nicht drin lässt sondern auswechselt und wenn man die in die Schukokontaktlöcher gefallene kleine Schraube? rausholen kann statt sie zwangsweise drin zu lassen, oder wenn man einfach mal nachgucken könnte wie es den Kontaktblechen z.B. nach Kurzschluss eines Geräts geht an statt sie als black box betrachten zu müssen.

Da aber vermutlich eh weniger als 1 Brand pto Jahr auf eine Steckdosenleiste zurückzuführen ist, und sich die Fallzahlen der jeweiligen Ursache demnach bei 0.x abspielen interessiert es kein Schwein.

Nur eine Lobbyist konnte sich mit ewigem Bedenkentragen durchsetzen.

#7890044
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Harald K. schrieb:

Toll. Man darf also brav darum betteln. Widerwärtig, einfach nur widerwärtig.

Wollen wir nicht mal wieder auf die Sachebene zurückkehren?

Bibliotheken

Medien ausschließlich vor Ort im Lesesaal benutzen zu können, ist das seit Jahrhunderten gelebte Funktionsprinzip einer Präsenzbibliothek. Dass der Bib-Benutzer zur Bibliothek geht, gibt es recht häufig, auch in Archiven – fast alle Bücher, die ich in wissenschaftlichen Bibliotheken bestelle (inkl. Fernleihen), sind nur zur Lesesaalbenutzung vorgesehen. Das ist jetzt bei technischen Regelwerken und anderen Loseblattgeschichten durchweg auch so.

Es gibt in Deutschland an die 90 Normen-Infopoints (vormals Normenauslegestellen) zur kostenlosen Einsicht in alle(!) Normen. Das sind meistens Universitätsbibliotheken, und ich glaube schon, dass da auch in deiner Region was dabei ist.

DIN VDE 0620-2-1

Zurück zur Norm, die DIN VDE 0620-2-1:2021-02 "Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch und ähnliche Anwendungen – Teil 2-1: Allgemeine Anforderungen an Stecker und Kupplungsdosen" (vgl. https://www.vde-verlag.de/normen/0600292/din-vde-0620-2-1-vde-0620-2-1-2021-02.html) ist eine Norm für Hersteller und Prüfinstitute.

Die Durchschnitts-Elektrofachkraft hat in ihrem Berufsleben damit keine Überschneidungen, deswegen ist vorgenannte Norm auch nicht Bestandteil von irgendwelchen VDE-Auswahlen, gleichwohl spielt die Normenreihe VDE 0620 eine wichtige Rolle, ist sie doch im ProdSG Verzeichnis 2 Teil 1 der BAuA gelistet, vgl. https://www.baua.de/DE/Die-BAuA/Aufgaben/Gesetzliche-und-hoheitliche-Aufgaben/Produktsicherheitsgesetz/pdf/Verzeichnis-2-1.pdf?__blob=publicationFile&v=12 und löst damit eine Vermutungswirkung aus.

Um die Frage nach "Wo steht das mit der Schraube?" zu beantworten

In der DIN VDE 0620-2-1:2021-02 wird unterschieden zwischen nicht wiederanschließbaren Stecker/Kupplungsdosen und solchen, die wiederanschließbar sind. Diese Entscheidung trifft der Hersteller. Für den Fall, dass das Erzeugnis nicht wiederanschließbar ist, gilt gemäß DIN VDE 0620-2-1:2021-02, Abschnitt 14.1:

/"Ein nicht wiederanschließbarer Stecker oder eine nicht wiederanschließbare Kupplungsdose muss so beschaffen sein, dass […] – der Stecker oder die Kupplungsdose nicht von Hand oder unter Verwendung eines Handwerkzeugs geöffnet werden können darf. Die Verwendung von Einwegschrauben oder gleichsam wirksamen Mitteln erfüllen diese Anforderungen."/

In der Prüfnorm VDE 0620-2-1 finden sich dann noch zig Abschnitte, wie so eine Kupplungsdose vom Prüfinstitut geprüft wird und was die alles aushalten muss. Die Unterscheidung zwischen nicht wiederanschließbar und wiederanschließbar ist dabei essenziell für die weiteren Prüfungen. Es gibt keinen Zwang ein Einwegprodukt herzustellen, wenn es aber eines darstellt, darf es nicht mit üblichen Handwerkzeugen zu öffnen sein.

Ausblick

Niemand hält den Endverbraucher davon ab, was Vernünftiges zu kaufen (reparierbar, wiederanschließbar), ganz im Gegenteil. Tatsächlich ist es doch so, dass seit zig Jahren die Qualität der Mehrfachsteckdosen immer beschissener wird. Bei quasi jeder wiederkehrenden Prüfung gemäß DGUV-Vorschrift 3 (vormals BGV A3) werden die Dinger immer auffällig. Was wir da bei diesen Billo-China-Krachern schon alles hatten, … Gehäuse angeschmolzen, Schutzleiter ab Werk nicht angeschlossen, ab Werk falsch verdrahtet, Schutzleiterwiderstand zu hoch, zu geringer Leitungsquerschnitt der Anschlussleitung ab Werk, aber mit 3 kW auf dem Typenschild.

Kaufempfehlung

Ich kaufe mir die Mehrfachsteckdosen von Bachmann, z. B. 387.170 mit 1,5 mm² Leiterquerschnitt, VDE-Zeichen und erhöhtem Berührungsschutz (vulgo Kindersicherung, schützt aber auch gegen Dreck), vgl. https://www.bachmann24.com/bachmann-smart-3x-steckdosenleiste-zuleitung-1-5m-387-170-schwarz. Preislich sind die jetzt auch okay, Schönheitsfehler: Die sind nicht wiederanschließbar und mit Einwegschrauben versehen.

Übrigens Pannen kommen auch in den besten Familien vor, vgl. https://www.cleankids.de/2014/10/21/rueckruf-bachmann-gmbh-warnt-vor-3-fach-steckdosenleisten/50298/. Das passiert denen sicherlich nicht noch mal, sodass man die Bachmann-Produkte weiterhin bedenklos kaufen kann.

Edit: Lernfrage: Wie muss ich denn auszeichnen, um ganze Sätze fett oder kursiv zu machen? Stern und Schrägstrich am Anfang und Ende scheint nicht das Mittel der Wahl zu sein.

#7890239
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Michael K. schrieb:

In der DIN VDE 0620-2-1:2021-02 wird unterschieden zwischen nicht wiederanschließbaren Stecker/Kupplungsdosen und solchen, die wiederanschließbar sind. Diese Entscheidung trifft der Hersteller.

Danke für die Aufschlüsselung.

Damit muss man also nur beim Kauf von Steckdosenleisten auf das Stichwort "wiederanschließbar" achten und man hat keine Ärger mit Schweineschrauben.

Daß jemand das Konzept, daß Normen, die quasi (Nochmal: "QUASI") Gesetzescharakter haben, nicht frei verfügbar sind, sondern nur für abstruse Geldbeträge gekauft oder unterwürfigst "eingesehen" werden dürfen, verteidigt, ist mir vollkommen unverständlich.

Man stelle sich vor, es würde auch mit dem Grundgesetz oder der StVO so umgegangen werden ...

#7890284
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Mich stört die aggressive Tonalität, muss das sein? Schalte mal einen Gang zurück. Denn, ich verteidige hier wenig, wenn ich unaufgeregt auf die Ist-Situation Hinweise und auch noch für dich und andere mir die Mühe mache, mal nachzuschauen – weil ich heute ohnehin in der Bibliothek war.

Abgelöst von Loseblatt und Normen: Präsenzbibliotheken sind seit Hunderten Jahren in Deutschland eher die Regel als die Ausnahme. Ich bekomme als Bibliotheksbenutzer so gut wie alle bestellten Medien und Fernleihbestellungen auch nicht zu mir nach Hause oder auf den Bildschirm geliefert, sondern muss mich dorthin begeben.

Auch scheint es hier einen weitverbreiteten Irrtum zwischen rechtsstaatlichen Vorschriften und den Arbeitsergebnissen privater Vereine zu geben. Normen bzw. technische Regelwerke werden gewollt staatsfern von privaten Vereinen erarbeitet. Normen kann man als "private technische Regeln mit Empfehlungscharakter bezeichnen, die aus sich heraus keinerlei Rechtsgeltung entfalten" (vgl. das lesenswerte Dokument vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages: https://www.bundestag.de/resource/blob/677848/f35cfe3e47845c4c9ae2b6839a9e6a2c/WD-7-198-19-pdf.pdf).

Tatsächlich muss man als Planer manchmal aufgrund von Sachzwängen von den Normen bewusst abweichen, bzw. es wäre ein großer Fehler, sklavisch gemäß DIN-VDE-Norm zu planen, da der VdS mit seinen VdS-Richtlinien oder irgendeine Landesverordnung (Stichwort: 16 Bundesländer mit 16 LBO) beim Brandschutz noch ein paar Schippen drauflegt.

Ich verstehe deinen Punkt, wir werden die Situation hierzuforum aber nicht zur Zufriedenheit lösen. Wenn dich die Nichtverfügbarkeit (mangels Gemeinfreiheit und mangels kostenlosem Onlinezugriff) sowie die Preisgestaltung einer Norm für Prüfinstitute so sehr stört, dann wäre es zielführender, den passenden Fachpolitiker deiner Wahl [sic!] höflich darauf anzusprechen.

Abschließend treibt mich allerdings ein Gedankengang aber selbst um: In Gesetzen und Verordnungen werden mitunter ungefragt Standardwerke, Handbücher und Tabellenbücher angeführt (exemplarisch "Anlage 2 zu § 32 Absatz 2 und 3 der Klärschlammverordnung – AbfKlärV", siehe https://www.gesetze-im-internet.de/abfkl_rv_2017/anlage_2.html).

Sollen solche Bücher dann auch qua Zitat automatisch gemeinfrei werden (weil in einem Gesetz erwähnt), und der Autor hat Pech gehabt? Oder sollte der Autor in so einem Fall, im Rahmen einer Nationallizenz, angemessen entschädigt werden? Oder soll alles bleiben, wie es ist – namentlich, dass das Buch in Präsenzbibliotheken kostenlos eingesehen werden kann?

#7890300
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Michael K. schrieb:

Sollen solche Bücher dann auch qua Zitat automatisch gemeinfrei werden (weil in einem Gesetz erwähnt), und der Autor hat Pech gehabt?

Nein. Aber eine Norm ist keine Literatur, kein Fachbuch, sondern etwas, an das sich alle halten sollen.

Mir scheint aber eine Diskussion mit Dir darüber sinnfrei, da Du das Konzept des Bettelns um Informationen so derartig verinnerlicht hast, daß es Dir gar nicht merkwürdig vorkommt.

#7890319
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Harald K. schrieb:

Nein. Aber eine Norm ist keine Literatur, kein Fachbuch, sondern etwas, an das sich alle halten sollen.

Würde ich jetzt nicht so eng sehen, ist schon okay, Normen, Firmenschriften und andere Dokumente im Literaturverzeichnis anzuführen, selbst in Dissertationen, die ja u. a. als Befähigungsbachweis für wissenschaftliches Arbeiten fungieren.

Ich gebe allerdings zu, dass ich viele Jahre auch gedacht habe, dass "Normen etwas sind, an das sich alle halten sollen" und ein Abweichen davon automatisch einen Mangel impliziert. Tatsächlich ist es aber so, dass es, wenn nicht explizit im Bauvertrag vereinbart, zivilrechtlich bös ausgehen kann, siehe z. B. hier: https://blog.melchers-law.com/sind-beim-bauen-die-din-normen-immer-verbindlich-zu-beachten/. Im Strafrecht sieht es natürlich ganz anders aus, wenn ich die Beispielfälle des Autors und Strafvertedigers Dr. Thomas Wilrich in https://d-nb.info/1292249390 Revue passieren lasse, … alter Schwede.

Mir scheint aber eine Diskussion mit Dir darüber sinnfrei, da Du das Konzept des Bettelns um Informationen so derartig verinnerlicht hast, daß es Dir gar nicht merkwürdig vorkommt.

Schade. Gleichwohl, ich bin supergern und oft vor Ort in Bibliotheken.

#7890559
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Michael K. schrieb:

Ich verstehe deinen Punkt, wir werden die Situation hierzuforum aber nicht zur Zufriedenheit lösen. Wenn dich die Nichtverfügbarkeit (mangels Gemeinfreiheit und mangels kostenlosem Onlinezugriff) sowie die Preisgestaltung einer Norm für Prüfinstitute so sehr stört, dann wäre es zielführender, den passenden Fachpolitiker deiner Wahl [sic!] höflich darauf anzusprechen.

https://www.heise.de/news/EuGH-Entscheid-Europaeische-Normen-muessen-gratis-zugaenglich-sein-9646757.html

#7890740
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Harald K. schrieb:

Ich hab' nur etwas gegen den Umgang mit Normen, den ich aber nicht Bibliotheken, sondern dem VDE-Verlag, dem Beuth-Verlag und anderen Raubrittern vorhalte.

Ich fürchte, es trifft die Falschen. In einem Gespräch an einem Messestand wurde gelehrt: Die Normen mit VDE-Klassifikation werden von der "DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE" erarbeitet, die DKE legt auch die Preise fest. Gleiches gilt auch für DIN-Normen, die vom DIN Deutsches Institut für Normung e. V. erarbeitet werden. Die genannten Verlage sind lediglich verlängerte Werkbank und verkaufen das Zeug in Kommission wie so eine Art herstellender Buchhandel.

Was so völlig an mir vorbeigegangen ist: Der Beuth-Verlag heißt seit April 2024 DIN Media, vgl. https://www.din.de/de/din-und-seine-partner/presse/mitteilungen/beuth-ist-jetzt-din-media--1088426. Im Wikipedia-Artikel steht auch ein dezenter Hinweis, zur Motivation der Umbenennung, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/DIN_Media.

#7905890
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Matthias S. schrieb:

Die Frage des Öffnens stellt dann, wenn Schalter oder Glimmlämpchen defekt ist.

Hatte gerade eine Steckdosenleuste mit solchen Nägeln und defektem Schalter, der sprang nicht mehr auf aus sondern es zog ihn immer wieder auf ein.

Man konnte den Schalter nach vorne raushebeln.

Dann konnte man die Schalterwippe aus dem schwarzen Body rausholen.

Und dann entdeckte man, dass die Schaltkontakte verschweisst waren, die üblichen Schaltnetzteile als Last waren wohl zu heftig.

Kontakte losbrechen, Wippe wieder rein Schalter wieder rein, und es geht wieder. Erstmal, die Kontaktoberfläche wird ziemlich zerstört sein.

Man hätte den Schalter auch wechseln können wenn man passenden Ersatz da gehabt hätte, die Kabel waren aber angelötet und ragen nur recht kurz aus dem Gehäuse.

#7909003
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Noch fieser als gelötet ist gepunktschwissen.

Wenn man sich die Kontakte von Relais der 80er Jahre anschaut, die 16 A können, und auch jahrzehntelang klaglos schalten, selbst wenn induktiv (Heizungspumpen und andere Motoren) dann ist es angesichts der dünnen Blechstreifen, die die Schalterhersteller da heute reindrücken völlig ausgeschlossen, daß die angemessen lange überleben. Damals waren selbst die Drähte zur Freilaufdiode dicker.

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