Manufacturcodes LF353MX von National Semiconductor

#7887031
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Hallo Miteinand, ich habe auf einigen Platinen Probleme Offsetspannungen. Die Manufacturcodes der betreffenden Bauteile des LF353MX von National Semiconductor sind da vlt hilfreich war mein Gedanke, da ja das Teilchen immerhin ein JFET-OPV. Dieser LF353MX von National Semiconductor wird ungefähr seit 2011 TI produziert wird. D.h TI wird irgendwann sein Logo auch mal raufgeppäppt haben.

Eine Suche im WWW nach brachte nur Vermutungen für die Codes:

IC mit Codes

46YY; 053K; 466K

könnten vlt. 2004 o. 1994; 2000 oder 2010; 2004 o. 1994 hergestellt sein

Oder sind es gar Fälschungen mit fiktiven Ziffern?

Hat jemand was schlüssiges dazu?

Gast #7887189
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Matthias K. schrieb:

Ja Fotos sind schlecht, aber es ist auch so schlecht bedruckt. Darum habe ich die Manuf.Codes notiert 46YY; 053K; 466K

Könntest du bitte die Echtheit dieser Unterschrift beurteilen, es steht da:

Albert Einstein

Die Firma NS ist seit 2011 bei TI. Ich glaub das dubiös ..

Es wird nach wie vor das NS-Logo verwendet.

#7887266
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H. H. schrieb:

Es wird nach wie vor das NS-Logo verwendet.

Und die Chipdesigns von NSC und TI sind leicht unterschiedlich. Man kann sie aber gut unterscheiden, auch unabhängig vom Logo:

1
        |             Chipdesign      
2
        |       NSC       |       TI  
3
Gehäuse | Bezeich. Mark.  | Bezeich. Mark.
4
--------+-----------------+----------------
5
DIP-8   | LF353N   LF     | LF353P   LF353
6
        |          353N   |
7
SO-8    | LF353M   LF353  | LF353D   LF353P
8
        |          M      |

Bezeich.: Bestellbezeichnung, Mark.: Markierung auf dem Bauteil

Bernhard

#7888381
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Matthias K. schrieb:

ich habe auf einigen Platinen Probleme Offsetspannungen.

Was heißt Offsetspannungsproblem in Zahlen? Der LF353 ist ja nun mal kein Präzisionsteil, auch wenn da was von very low input offset voltage steht, was mit max. 13mV aber immer noch ein Witz ist. Also wäre eine Zahlenangabe mal nicht schlecht, in Zusammenhang mit einem dimensionierten Schaltplan.

#7889868
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Jens G. schrieb:

Matthias K. schrieb:

ich habe auf einigen Platinen Probleme Offsetspannungen.

Was heißt Offsetspannungsproblem in Zahlen? was mit max. 13mV aber immer noch ein Witz ist.

Seit Ende letzten Jahres stiegen Ausfallraten durch fehlerhafte Offsetspannungen von <0,2% auf ca. 10% an Die Prüfungen bei Raumtemperatur ergaben vor und7oder nach dem Offsetabgleich Werte die in ca. 10% aller Tests über 16mV (unsere Grenze)liegen, fast immer auch auch bei Wiederholung. Der Testaufbau ist seit Jahren unverändert. Schaltung und Prüfmethode seit 20Jahren unverändert (Schaltung werde ich nicht veröffentlich)

Wenn 053K für das Jahr 222(0) steht, dann ist das Bauteil doch überlagert?

#7889903
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Matthias K. schrieb:

Seit Ende letzten Jahres stiegen Ausfallraten durch fehlerhafte Offsetspannungen von <0,2% auf ca. 10% an

Und hast Du mal nachgerechnet, ob die Meßwerte innerhalb der Spezifikationen sind? Die typischen Angaben sind ja nur rein informativ. Sich darauf zu verlassen, ist ein Lotteriespiel.

Es gibt Bauteile mit besseren Parametern, z.B.: https://www.onsemi.com/download/data-sheet/pdf/ncs21911-d.pdf

#7889919
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Peter D. schrieb:

Meßwerte innerh. Spezifikationen sind? Die typischen Angaben sind ja nur rein informativ.

Bis vor kurzem waren sie fast alle innerhalb der Spezifikation (nach Datenblatt). Es lief jahrzehntelang bei der Offsetspannung fast fehlerfrei. Es gibt auch mehrere Prüfgeräte. Ein Prüfaufbau ist nie perfekt, Dennoch verteilt sich der Fehler statistisch betrachtet gleichmässig auf alle mit entsprechenden aussagekräftigen Stückzahlen.

Es gibt Bauteile mit besseren Parametern, z.B.: https://www.onsemi.com/download/data-sheet/pdf/ncs21911-d.pdf

Ja, zweifelsohne ... bedeutet aber Redesign mit Prüfungen/Zulassungsgedöhns was man gerne vermeiden möchte

Zur Zeit bin ich in Kontakt mit dem Hersteller. Aber auch von deren Seite ist keine Ursache für die Ausfälle offensichtlich.

#7889943
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Matthias K. schrieb:

Zur Zeit bin ich in Kontakt mit dem Hersteller.

Hast Du denen auch alle Unterlagen geliefert. Also den konkreten Schaltplan, die erwarteten Werte, die gemessenen Werte und die berechneten Min/Max Werte im worst-case Fall?

Oft erfolgt keine worst-case Betrachtung mit allen Fehlerquellen am jeweils ungünstigsten Anschlag. Man kann sich das auch in der Schaltplansimulation ausrechnen lassen, wenn die Toleranzbereiche aller Bauteile in den Modellen mit definiert sind.

#7890009
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Peter K. schrieb:

wenn man die Teile von seriösen Distris oder dem Hersteller selbst bezogen hat, schickt man dem keine Unterlagen, sondern ausgefallene Teile zur Untersuchung

Daß eine gesamte Schaltung nicht die Erwartungen erfüllt, ist noch lange kein Zeichen für ein fehlerhaftes Bauteil. Auch das es jahrelang gut ging, ist kein Beweis. Daher mal die Fachleute des Herstellers über die Schaltung gucken lassen, wäre durchaus ein Ansatz.

Oft sind in den Datenblättern auch Testschaltungen angegeben, nach denen man alle Parameter selber überprüfen kann.

#7890548
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Hp M. schrieb:

Der LF353D von TI ist als LF353P markiert ??? Seltsam.

Das habe ich doch tatsächlich vertauscht. Auf dem LF353P steht auch LF353P, auf dem LF353D steht nur LF353 (ohne D). Beim SO-8 von NSC steht das M am Anfang der zweiten Zeile. Die letzten LF353M, die ich gesehen habe, zeigten aber auch noch das NSC-Logo.

1
        |             Chipdesign      
2
        |       NSC       |       TI  
3
Gehäuse | Bezeich. Mark.  | Bezeich. Mark.
4
--------+-----------------+----------------
5
DIP-8   | LF353N   LF     | LF353P   LF353P
6
        |          353N   |
7
SO-8    | LF353M   LF353  | LF353D   LF353
8
        |          M      |

Wenn man den spezifizierten Gleichtakt-Bereich verlässt, können sich die beiden Chip-Designs durchaus stark unterschiedlich verhalten.

Bernhard

#7890952
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Peter D. schrieb:

Auch dasS es jahrelang gut ging, ist kein Beweis.

Wie wahr! Ich erinnere mich an zwei Serienprodukte, die auf einmal Fehlfunktionen zeigten. Ursächlich waren Bauteiltoleranzen im erlaubten Bereich, die bei der Entwicklung nicht bedacht wurden. Ärgerlich dabei, dass die Entwickler der Geräte nicht mehr greifbar waren.

Peter D. schrieb:

TI schlägt als verbesserten Drop-In den TL072, TL082 vor.

Die haben zumindest anständige Eingänge mit sehr wenig Drift.

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