Wie kann man in Altium Designer ein "ovales" Loch in einem Bauteil anfertigen?
Ich kann zwar den pad shape auf "rounded rectangle" setzen, aber das betrifft ja die Kupferfläche. Etwas gleichartiges für die Bohrung finde ich nicht, da gibt es nur "round", "rectangle" oder "slot". "slot" wäre es ja vielleicht so halbwegs, aber da lässt sich der Eckenradius nicht angeben – im Gegensatz zum "rounded rectangle" darüber (wenngleich bei der Prozentangabe dort nicht ganz klar ist, was die Basis für den Prozentwert sein soll).
Die Screenshots zeigen die drei Ergebnisse – gewünscht wäre, dass der blaue Bereich deckungsgleich zum grauen ist.
Ovale Leiterplattendurchbrüche, die mit 1.6mm Fräser erstellt werden können sind problemlos möglich, aber (kleine) ovale, plated holes? Wie soll das gefertigt werden! Mit einem 0.2mm Fräser?
Es gibt sicher Firmen, die das können, aber dann kann man am LP-Preis noch 2 Nullen anhängen!
Bauteilbibliotheken haben erstmal keinen solchen Layer bei AD.
Aber auf irgendso'ne Sonderlocke wird's wohl rauslaufen. Wundert mich halt nur, weil man beim Pad selbst alles Mögliche (bis zu eigenen Konturen) angeben kann aber beim Loch nicht.
Und nein, es soll nur ein Loch werden, keine Metallisierung drin.
Ovale Leiterplattendurchbrüche, die mit 1.6mm Fräser erstellt werden
können sind problemlos möglich, aber (kleine) ovale, plated holes? Wie
soll das gefertigt werden! Mit einem 0.2mm Fräser?
Es gibt sicher Firmen, die das können, aber dann kann man am LP-Preis
noch 2 Nullen anhängen!
Das sind aber immerhin Slots und keine Ovale/Ellipsen mit partiell sehr kleinen Radien. Die Technologie wird offenbar immer besser. 2010 war noch alles unter 2mm Fräser teuer, dann 1.6mm und jetzt gehen offenbar schon ca. 0.8mm (vor dem Aufkupfern) in billig!
Das sind aber immerhin Slots und keine Ovale/Ellipsen mit partiell sehr
kleinen Radien. Die Technologie wird offenbar immer besser. 2010 war
noch alles unter 2mm Fräser teuer, dann 1.6mm und jetzt gehen offenbar
schon ca. 0.8mm (vor dem Aufkupfern) in billig!
JLCPCB bietet ja etliche Technologien zu unglaublich niedrigen Kosten oder gar für lau an, was niemals kostendeckend sein kann. Ich vermute sehr stark, dass dies nur dazu dient, andere - insbesondere ausländische - Hersteller aus dem Markt zu drängen. Dafür muss man schon einen sehr langen Atem haben; vermutlich gibt es entsprechende staatliche Subventionen oder sogar staatliche Befehle, so vorzugehen. Langfristig werden sie diese Preise aber eher nicht halten können; sobald die Konkurrenz aus dem Weg geräumt ist, wird abkassiert, denn irgendwann müssen natürlich auch Gewinne eingefahren werden. Neue Marktteilnehmer wird es da wohl kaum geben, sondern eher eine Konzentration auf weltweit eine Handvoll Leiterplattenhersteller.
Der Preis spielt in diesem Falle keine nennenswerte Rolle, das sind Einzelexemplare fürs Engineering / Test. Bitte nicht vom Thema abdriften. Bei JLCPCB wird das ohnehin nicht bestellt werden (schon rein deshalb, weil ich den Kram nicht einfach in irgendeinem Webshop mit 'ner Kreditkarte kaufen gehen kann).
Die erforderliche Geometrie ist so notwendig, ich wollte nur wissen, ob ich in AD irgendwas übersehen habe. Scheint aber so, dass ich mir tatsächlich eine Sonderlocke stricken muss mit einer eigenen Mechanik-Lage für die Fräsung.
Ich hab ein Footprint in dem ein Rechteckiger Board Cutout ist.
Dann muss es doch auch gehen einen freiform cutout zu definieren
Dachte ich auch – aber der Editor bietet halt nur diese drei Optionen. (Wobei "rechteckig" natürlich völlig unzweckmäßig ist, weil man das mit normalen Fräswerkzeugen nicht machen kann.)
Damit Tools-> konvertieren zu Board Cutout.
Fertig.
Und wie mache ich das auf Ebene eines Footprints?
("Normale" cutouts habe ich schon gemacht, kein Thema.)
Man sollte es halt fertigbar zeichnen.
Ich sehe kein grundlegendes Problem, einen Eckenradius von 0,6 mm zu erreichen, theoretisch macht das ein Fräser mit 1,2 mm Durchmesser. Wenn einer mit 1,0 mm genommen wird, dann lässt sich auch die Abnutzung des Werkzeugs einberechnen. Der Cutout und seine Dimensionen stehen aber eh nicht zur Debatte, das ist so vorgegeben.
Hmm, danke, probier ich. Dass man einen Polygon Pour Cutout zeichnen muss, um ihn dann in einen Board Cutout umwandeln zu können ist zumindest, hmm, eigenartig und etwas unoffensichtlich. ;-)
Jetzt musst du es nur noch schaffen das polygoncutout oval zu bekommen
Nur noch als Ergänzung: da AD ja diverse Varianten hat, wie man die Leiterbahnen oder eben auch andere Linien verlegen kann, ist es kein Problem, abgerundete Ecken zu bauen: man schaltet mit Shift-Space zwischen den Varianten um, bis man die Variante hat, die beim „Abbiegen“ Kreissegmente (statt 45°-Schrägen) erzeugt. Sollte das Segment mal zur falschen Seite gehen, nochmal Space, dann geht's zur anderen Seite. Auf diese Weise baut man sich die Geometrie auf. Den Feinschliff kann man dann durch Eingabe der exakten Maße für die einzelnen Linienelemente in den Properties machen.
Cutouts sind ja insofern etwas kritisch weil das Material ausgeräumt werden muss. Man kann also nicht einfach eine Umrisslinie abfahren weil sonst das ausgeschnittene Material durch die Gegend fliegt.
Für plated slots ist der min Durchmesser allerdings 0.7mm
Vor Altium (unter Protel 99SE) haben wir Langlöcher einfach mit einem Router-Strich realisiert – mit einem genormten Durchmesser, der so im Pad platziert wurde, dass die Enden mit den gewünschten Radien übereinstimmten. Der Leiterplattenhersteller hat dann diese Fräsbahn mit dem festgelegten Durchmesser geroutet und das Langloch anschließend metallisiert. Das war damals Stand der Technik und wurde vom Fertiger so auch empfohlen.
Die Möglichkeiten in Altium Designer sind heute etwas anders – allerdings kann ich mich gerade nicht mehr genau erinnern, wie man es dort am besten umsetzt. In meiner Footprint-Bibliothek, die ursprünglich aus Protel 99SE nach AD übernommen wurde, befinden sich noch einige dieser alten Bauteile. Sie werden vom Fertiger weiterhin problemlos und korrekt umgesetzt – ganz ohne Rückfragen. Für unsere Zwecke ist das ausreichend.
OK, aber das sind Regeln, die die Pool-Ökonomie mit sich bringt.
Für das hier wird es halt im Zweifelsfalle ohne Pool gehen, dann wird eben ein komplettes Panel geordert. (Wenn es bspw. eurocircuits noch im Pool hinbekommt, um so besser.) Da ist auch Kram dabei wie plugged vias und am Ende wahrscheinlich auch "dickes" Gold (also 1 µm oder so, nicht nur ein paar Atomlagen). Ist kein Hobbyprojekt, und im Vergleich zu dem, was der Rest da kostet, spielen die PCB-Kosten nicht die größte Rolle.
Der Tipp oben mit den "Polygon Cutouts", die man anschließend in "Board Cutouts" umdefiniert, war es auf jeden Fall wert, hier gefragt zu haben. ;-) Auf so eine schräge Idee wäre ich nicht selbst gekommen.
Der Tipp oben mit den "Polygon Cutouts", die man anschließend in "Board
Cutouts" umdefiniert, war es auf jeden Fall wert, hier gefragt zu haben.
;-) Auf so eine schräge Idee wäre ich nicht selbst gekommen
Musste auch erst nachsehen. Ich wusste ich hab sowas schonmal gemacht.
Aber ja, intuitiv geht anders. Altium halt.