[VS] verschenke Kanister mit ca. 18L Galvanikflüssigkeit zum Versilbern

OP #7899632
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Verschenke Kanister mit ca. 18L Galvanikflüssigkeit zum Versilbern. Die wurde vor sehr langer Zeit mal angeschafft um HF Teile zu versilbern, ist aber nie umgesetzt worden. Oft ist der Kopf schneller als die Hände. Leider gibt es keine Unterlagen und die Bezeichnung ist auch nicht mehr bekannt. Die Lösung ist alkalisch. Bei einem Versuch mit ca. 6VDC wurde Silber auf einem Kupferdraht abgeschieden. Kein Versand, nur Abholung in Bielefeld (das es gibt).

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#7899678
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Guido G. schrieb:

Verschenke Kanister mit ca. 18L Galvanikflüssigkeit zum Versilbern

Typisches Rezept für einen basischen Silber-Cyanid-Elektrolyt

Zusammensetzung (Beispiel für 1 Liter Elektrolyt):

Komponente Menge Funktion

Silber(I)cyanid (AgCN) 25–50 g/l Silberquelle Kaliumcyanid (KCN) 75–150 g/l Komplexbildner, löst AgCN Kaliumhydroxid (KOH) 10–40 g/l (optional) pH-Erhöhung (für besseren Leitwert) Destilliertes Wasser ad 1000 ml Lösungsmittel

#7899714
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Hans F. schrieb:

Wieviel Gramm metallisches Silber in den 18l wohl gelöst sein werden?

Stöchometrisch rechnen? AgCN hat folgende Massenanteile (Atomgewichte)

Ag 108 C 12 N 14

D.h. Silber hat ca. 80% Masseanteil. Wenn die Formel oben stimmt, sind es ca. 50g AgCN auf 1200ml, in 18l sind demnach ca. 750g AgCN mit 600g Silberanteil. Die kosten heute ca. 600 Euro in Reinform.

#7899826
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Soul E. schrieb:

Man könnte das Zeug auch einfach benutzen.

Wozu denn? Was kann man damit machen, was man nicht kaufen kann? Wieviele HF-Teile willst du damit versilbern?

Gerade als privater HF-Bastler ohne Chemieschein kommt man da sonst nicht so einfach dran.

Braucht auch keiner!

Zum entsorgen ist das definitiv zu schade.

Ist in der Menge und nach eigener Aussage des OP nur ein Fehlkauf und Klotz am Bein.

#7900247
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Hallo Silberfreaks, seid ihr euch im Klaren darüber, dass ihr über eine Zyankali-"Suppe" redet, die ausreicht, mindesten 5000 Mitmenschen ins Jenseits zu befördern? (Überprüfbar anhand der Angeben von Michael B. und Wikipedia)

Ich rate: Finger weg, das ist etwas für Profis.

Gruß Bernd

Gast #7900266
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Bernd R. schrieb:

seid ihr euch im Klaren darüber, dass ihr über eine Zyankali-"Suppe" redet,

es gibt auch cyanidfreie Suppe.

https://www.goldschmiede-werkzeug.de/product_info.php?products_id=34989

Es wäre sicher sinnvoll, erstmal festzustellen, was das wirklich ist. Auch wenn es schon vor langer Zeit war (die PLZ ist immerhin schon 5 stellig), kann ich mir nicht vorstellen, dass man cyanidhaltiges Zeug einfach so mal beschaffen konnte, in einem Kanister ohne tausend Totenköpfe und Warnhinweise.

#7900273
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Bernd R. schrieb:

seid ihr euch im Klaren darüber, dass ihr über eine Zyankali-"Suppe" redet,

Dann wäre am Gebinde mindestens ein Totenkopf, oder ein ähnlicher Warnhinweis. Möglicherweise ist das Bad nicht zyanidisch, sondern basiert auf Silbernitrat. Als Glanzbildner funktionieren auch andere Zusätze. Zyanid zu entgiften, ist auch keine Hexerei. Wird mit Oxidationsmitteln gemacht (ich hab vor 30 Jahren in einer Galvnik mit Abwasserbehandlung gearbeitet). Allerdings scheitert das wiederum an der nicht freinen Erhältlichkeit der dafür notwendigen Chemikalien. Zyanid erzeugt keine schleichenden Vergiftungen, wie Schwermetallsalze. Der Körper kann 1 mg/h und kg Gewicht entgiften, benötigt dafür aber Schwefel (Eiweiß). Darum ist z.B. der MAK Wert für Zyanide doppelt so hoch, wie für Stickoxide (NOx)

Gast #7900276
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Gerald B. schrieb:

Dann wäre am Gebinde mindestens ein Totenkopf, oder ein ähnlicher Warnhinweis.

Längst abgefallen, wie auch der Warnaufkleber "ätzend".

Möglicherweise ist das Bad nicht zyanidisch, sondern basiert auf Silbernitrat.

Man benötigt schon einen ziemlich guten Komplexbildner, Nitrat ist das nicht, aber es gibt natürlich auch andere als Cyanid. Cyanid ist halt am billigsten.

Gast #7900379
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Michael B. schrieb:

Gerald B. schrieb:

Möglicherweise ist das Bad nicht zyanidisch, sondern basiert auf Silbernitrat

Dann wäre es aber hin, schon längst Silberoxid.

Evtl gibt's ja schon einen erheblichen Bodensatz. Ein Originalgebinde ist es ja eh nicht, der Kanister ist von 1990, aber damals gab's noch keine 5-stelligen PLZ.

#7900423
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Bernd R. schrieb:

Laut google existiert die angegebene Firma noch und die muss das SDB (Sicherheitsdatenblatt) haben, das viele Spekulationen klären kann. Gruß Bernd

Ja, wenn aber die Gebindecharge und der Produktname nicht bekannt sind, kann bei wechselnder Rezeptur auch nicht genau bestimmt werden, welches Sicherheitsdatenblatt für die Plörre ist. (Ein Hoch auf UFI-Nummern)

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