Ich blättere gerade die aktuelle Ausgabe der c't durch (2025, Heft 18) und stoße auf Seite 183 hierauf:
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Als Programmieranfänger begegne ich in verschiedenen
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Dokumentationen unterschiedlichen Schreibweisen
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von Variablen.
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Mal eine-tolle-variable, mal eineTolleVariabie, aber
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auch Unterstriche und nur Großbuchstaben sind mir
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begegnet. Haben diese Schreibweisen etwas zu
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bedeuten und gibt es Vor- und Nachteile?
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Über die Jahrzehnte, in denen es bereits Software-
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entwicklung gibt, haben sich verschiedene Schreib-
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weisen etabliert und sie haben Namen bekommen:
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Die Schreibweise eine-tolle-variable heißt
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beispielsweise Kebab-Case, weil sie an einen
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Kebab-Spieß erinnert.
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eineTolleVariable heißt Camel-Case, weil die
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Großbuchstaben an die Höcker von Kamelen erinnern.
"Kebabcase". Abgesehen davon, daß ein Kebabspieß genau /nicht/ so aussieht (passender wäre daher "Schaschlik-Case"), welche Programmiersprache bitte erlaubt denn BINDESTRICHE in Variablennamen?
Früher war die c't mal das Computermagazin für den deutschen Sprachraum.
Aber das ... das würde nur in die Aprilausgabe passen, aber das Heft ist am 21.8. erschienen.
"Kebabcase". Abgesehen davon, daß ein Kebabspieß genau nicht so
aussieht (passender wäre daher "Schaschlik-Case"), welche
Programmiersprache bitte erlaubt denn BINDESTRICHE in Variablennamen?
In Lisp und Nachfolgern ist das gängige Praxis.
Kebab ist übrigens nicht zwingend Döner Kebab (also Kebab am Drehspieß),
auch wenn wir in Deutschland fast nur diesen kennen. Andere Kebabs:
Die Bezeichnung kebab-case kannte ich noch nicht, was wohl vor allem
daran liegt, dass er im Gegensatz zum camelCase noch relativ jung ist¹
und nur in wenigen Programmiersprachen Anwendung findet.
Ach du Scheiße, man wird alt, wenn etwas, was es schon 2012 gegeben
haben soll, einem neu vorkommt.
Das hat IMHO nichts mit dem Alter zu tun. Ich bin mir ziemlich sicher,
dass auch 99,99% der Jüngeren noch nie etwas von diesem "kebab-case"
gehört haben :)
Ach du Scheiße, man wird alt, wenn etwas, was es schon 2012 gegeben
haben soll, einem neu vorkommt.
Das hat IMHO nichts mit dem Alter zu tun. Ich bin mir ziemlich sicher,
dass auch 99,99% der Jüngeren noch nie etwas von diesem "kebab-case"
gehört haben :)
Erinnert ein wenig an das Wort des Jahres. Hat man vor der Verkündung auch noch nie gehört.
Ging mir auch so. Dachte eher an eine kurze Version von "keep babbed" (Würmer aufgereiht auf Angelschnur), weil in Slangs gibt es in USA so einige Kurzformen, wo einem die großen Fragezeichen anzusehen sind.
Es ist aber nicht verwunderlich, wenn sich die appetitlichere Herkunftsinterpretation einer Kurzform durchsetzt, wenn diese so ähnlich sind.
Die Bezeichnung kebab-case kannte ich noch nicht, was wohl vor allem
daran liegt, dass er im Gegensatz zum camelCase noch relativ jung ist¹
und nur in wenigen Programmiersprachen Anwendung findet.
Jup, Kebab heisst eigentlich nur "gebratenes Fleisch" und das Wort stammt (je nach Quelle) aus dem Arabischen oder aus dem Persischen.
Die Persische Küche ist m.E. besonders reich an Kebab-Gerichten (bspw. "Kebab Koobideh"), deren Geheimnis letzlich im marinieren liegt.
Den Besten Schisch Kebab gibt es meines Erachtens bei den Uiguren in NW-China. Dort spricht man völlig überraschend ein Türkisch das mit dem Türkisch der Türkei-Türken recht verwandt ist.
In Indien ist die lokale Adaption der persischen Küche als Mogul-Küche bekannt - auch viel lecker mariniertes Fleisch ...
Naja, und wenn sich ein Fremdländer eben nicht an den Duden der Deutschen gebunden fühlt, sagt er halt Kebab-Stil dazu.
Einem Rumänen dagegen, erinnert das vielleicht eher an "Vlad, der Pfähler", auch als Drăculea bekannt. Also könnte man auch Drakula-Stil in den Ring werfen. ;-)
Da steht nur "aus der Zeit vor der Vereinheitlichung der Rechtschreibung" ohne das weiter zu präzisieren. Eine Zeitangabe gibt es nur bei der religionsbasierten Doppelgroßschreibung, die man aber getrost als etwas komplett anderes betrachten kann.
Da die Veröffentlichung des Scans möglicherweise gegen das Urheberrecht
verstößt, habe ich ihn gelöscht und verlinke hier stattdessen einen
Artikel gleichen Inhalts auf der Heise-Webseite:
Ein Leser stellt die Frage nach den verschiedenen Schreibweisen, und ein
Heise-Autor antwortet darauf sachlich, korrekt und vollständig. Wieso
hältst du ihn für betrunken?
Weil ich von "Programmieren" ausgegangen bin und offensichtlich nicht über genügend Weitblick verfüge, die Weltprogrammiersprachen Cobol, Lisp und Forth in meinen Erwartungshorizont eingebunden zu haben. Und weil ich bis gestern das Wort "Kebabcase" auch noch nie irgendwo gehört habe.
Da die c't aber auch sonst massiv an Susbtanz verliert, bin ich --vielleicht etwas vorurteilsbelastet-- davo ausgegangen, daß Variablennamen mit Bindestrichen kompletter Wirrsinn sind.
Aber gut, der anstrebende Programmierer von heute sieht das vielleicht auch anders.
Interessant allerdings wird es, wenn er solche Variablennamen einer der von eher alten Säcken verwendeten Programmiersprachen wie Rust, Golang oder Typescript vorsetzt.
Da die Veröffentlichung des Scans möglicherweise gegen das Urheberrecht
verstößt, habe ich ihn gelöscht und verlinke hier stattdessen einen
Artikel gleichen Inhalts auf der Heise-Webseite:
Man sollte vielleicht noch ergänzen, dass die zitierte Seite korrekterweise die 163 und nicht die 183 wie vom TO dargestellt ist. Und eben in der Rubrik "beantwortete Leserfragen"o.ä. wie bereits in Beitrag "Re: Ein neuer Tiefpunkt aus der norddeutschen Tiefebene" hingewiesen.
Deswegen und weil ich das als Nichtjurist nicht sicher beurteilen kann,
schrieb ich
Yalu X. schrieb im Beitrag #7927740:
möglicherweise
Da es ein Leichtes war, den Artikel direkt zu verlinken, hielt ich das
für den besseren Weg.
Hab oben schon das "OK" dazu gegeben, da muß man nicht noch ne Begründung des Offensichtlichen hinterschieben.
Und man muss nicht (Voll-) Jurist, sein um eine Raub- von einer Privat-Kopie zu unterscheiden, es genügt bspw. eine Schulung diesbezüglich wie sie beispielsweise Lehramtskanditaten und Schulungsleiter in ihrer Ausbildung erhalten.
Kebab ist übrigens nicht zwingend Döner Kebab (also Kebab am Drehspieß),
auch wenn wir in Deutschland fast nur diesen kennen. Andere Kebabs:
Und dann gibt es ja auch noch Gyros...
Oh, das ist dann aber fast ein Politikum wie "Broiler" oder "Brathähnchen" - den Griechen Türkische Küche zu unterstellen, die mögen garnicht an die Zeiten gemeinsamer Siedlungkultur im Mittelmeerraum erinnert werden ... ;-)
Zur Geschichte des Dőners gibt's einen mehrteiligen Podcast, für meinen Geschmack etwas zu Berlin-lastig, aber das lässt sich bei Dȍner wohl nicht vermeiden: