Hallo,
ich habe jetzt Glasfaser und der Anbieter hat mir den übergabepunkt und den ONT in den Keller gesetzt. Aus diesem ONT fällt hinten Ethernet heraus.
Wie komme ich damit jetzt dahin wo bisher der DSL-Router stand?
Gibt es sowas wie einen DSLAM für den privaten Keller, so dass ich meine Fritzbox einfach an der Telefondose hängen lassen kann?
Leider habe ich keine Leerrohre und es geht nur ein normales Telefonkabel JYY2x2x0,6 in das EG.
Die Problemstellung kommt mir aehnlich aufwendig vor, wie die Ueberlegung, damals, als auf dem Astra die analogen TV-Transponder abgeschaltet wurden, so eine Art "Kopfstation" zu entwickeln, die die ca. 30 deutschen Analogprogramme mittels 30 MPEG-Decodern, entsprechenden DVB-S Tunern, etc. und 30 Modulatoren auf analoge SAT-ZF zu bringen, nur damit bei der Omma der analoge SAT-Receiver stehenbleiben kann...
Damit kannst Du das Ethernet über eine Telefonleitung führen. Du brauchst unbedingt das Bundle aus Master und Slave. Das Modem in der Fritzbox ist nicht kompatibel. Du brauchst auch an beiden Enden Strom. Und dieses Bundle kostet Dich 400€. Überlege Dir also ganz genau, ob es nicht doch irgendeine Möglichkeit gibt, ein Ethernet-Kabel zu verlegen.
Wie komme ich damit jetzt dahin wo bisher der DSL-Router stand?
Wie sah denn die ursprüngliche Planung aus wie das zu erfolgen hat? Oder, darf ich raten, keine Planung?
Keller
in das EG.
Hat jemand eine Idee?
Wenn alle Stricke reißen WLAN. AP im Keller, ein WLAN-Router im Client-Modus (oder als Repeater). Durch eine Decke kommst du bei gut platzierten Antennen durch. Deine schöne Glasfaser-Geschwindigkeit ist dabei eventuell zum Teufel.
Coole Sache! Also ist G.fast 212a ein neuer Standard für genau solche Anwendungsfälle. Gibt's auch von anderen Herstellern, z.B. Zyxel habe ich gerade auf eBay gesehen.
Coole Sache! Also ist G.fast 212a ein neuer Standard für genau solche
Anwendungsfälle. Gibt's auch von anderen Herstellern, z.B. Zyxel habe
ich gerade auf eBay gesehen.
Coole Sache! Also ist G.fast 212a ein neuer Standard für genau solche
Anwendungsfälle. Gibt's auch von anderen Herstellern, z.B. Zyxel habe
ich gerade auf eBay gesehen.
Alternativ 2 Konverter von 1000-Base-TX auf 1000-Base-T1 (Single Pair Ethernet) und dann über die Telefonleitung übertragen. Die Konverter brauchen natürlich etwas Strom. Sowas hatte ich auch schon überlegt, um kabelgebundenes Ethernet bei uns in den ersten Stock zu bekommen. Der damalige Bauherr hat überal SAT-Kabel hinlegen lassen, aber kein Ethernet.
und dann die Fritzbox als Router mit externem Modem betreiben. Die Verbindung ist dann normales Ethernet, nur eben über ein nicht ganz optimales Kabel. Über die paar Meter sollte das funktionieren.
Wenn das Modem im Keller das nicht mag, kann man einen billigen Switch dazwischen hängen. Nachdem es die Dosen auch auf dem Dorf im Laden geben sollte, würde ich es einfach probieren. Welche Ader auf welchen RJ-45-Pin gehört weiß ich jetzt nicht auswendig :(
Wenn das keine komplizierten Wege geht und du Hardcorebasteln willst, versuche, die Adern da heraus zu ziehen. Mit den Adern ziehst du Glas ein. Braucht aber jemanden im Zugriff, der spleißen kann.
Wie komme ich damit jetzt dahin wo bisher der DSL-Router stand?
Per Netzwerkkabel.
Leider habe ich keine Leerrohre und es geht nur ein normales
Telefonkabel JYY2x2x0,6 in das EG.
Darüber könnten die 100 MBit/s auch ohne DSLAM gehen.
Hat jemand eine Idee?
Kabelkanal verlegen. Wenn du mit Glasfaser weiter gehst könnte das unterm Strich besser aussehen, weil das dünner ist und enger gebogen werden darf als die Kupfer-Netzwerkkabel.
Der Winkel ist unkritisch, der Radius ist wichtig :) Gerade Glasfaser ist auf Zug enorm belastbar, mag aber absolut nicht über scharfe Kanten gezogen werden.
Beim Heise-Yotube ist was wie man Fasern in Eigenregie vom Keller in die Buden vergelt und so der Willkür der Anbieter entfleuchen kann!
Der muss dann nur im Keller legen und nutzt die Strippe zur Wohnung die ihm nicht gehört.
Pfiffig!
Der muss dann nur im Keller legen und nutzt die Strippe zur Wohnung die
ihm nicht gehört.
Was bringt das genau gegenüber einem Leerrohr, wie es die Anbieter normalerweise erwarten, um Dir ganz offiziell die Dose dorthin zu setzen, wo Du sie haben willst?
Warum gibts da eigentlich nichts was eine Fritzbox als Gegenseite verträgt?
Kann doch nicht so schwer sein in so einen Master ein Protokoll zu implementieren was auch eine Fritte spricht
Warum gibts da eigentlich nichts was eine Fritzbox als Gegenseite
verträgt?
Weils (fast) keiner braucht?
Im uebrigen gibts das doch. Guck einfach mal in den richtigen grauen Kasten irgendwo in deiner Strasse.
Kann doch nicht so schwer sein in so einen Master ein Protokoll zu
implementieren was auch eine Fritte spricht
Nee, ist doch alles kein Hexenwerk. Da nimmste einfach die Spec vom Fritten-sprech-Protokoll und ein FPGA. Dann kannstes gleich g'schwind runterprogrammieren.
(Ich sollte Projektleiter werden)
Nee, ist doch alles kein Hexenwerk. Da nimmste einfach die Spec vom
Fritten-sprech-Protokoll und ein FPGA. Dann kannstes gleich g'schwind
runterprogrammieren.
(Ich sollte Projektleiter werden)
Und mit 'ner Einrichtung á la Steampunk
lässt sich auch alles aufputz verlegen,
ohne frisch gemauerte Wände gleich wieder aufgröhlen zu müssen.
Wer "frisch gemauerte Wände" ohne ausreichende Leerrohre mauert, der hat es nicht besser verdient.
Und daß man Leerrohre (oder Installationsschächte) vorsieht, ist keine Erfindung der letzten fünf Jahre, das weiß man schon seit langer, langer Zeit.
Gut, wer ein aus dem Wiederaufbau-Programm 1953 entstandenes Pappe-und-Schlacke-Haus als "frisch gemauert" betrachtet, der wird noch andere Enttäuschungen erleben.
In meinem Gründerzeitaltbau wurde irgendwann in den 80ern --also vor 40 Jahren!-- mal das Treppenhaus grundsaniert, da wurden neue Elektrosteigeleitungen verlegt und --natürlich!-- auch Leerrohre für Telephonie, Kabelfernsehen etc.
Kaum vorzustellen, daß andere in all' den Jahrzehnten danach noch nicht mal diesen Mindeststandard erreicht haben.
Warum gibts da eigentlich nichts was eine Fritzbox als Gegenseite
verträgt?
Kann doch nicht so schwer sein in so einen Master ein Protokoll zu
implementieren was auch eine Fritte spricht
ich habe jetzt Glasfaser und der Anbieter hat mir den übergabepunkt und
den ONT in den Keller gesetzt. Aus diesem ONT fällt hinten Ethernet
heraus.
Hat Ralf nicht genau so einen "Master" im Keller? Er müsste nur an der Fritzbox das passende Protokoll einstellen (weil, die Fritzbox ist schlauer als der Master). Was verstehe ich da nicht?
Was Du da rausgefunden hast, setzt ein Netzwerkkabel zwischen Fritzbox und Glasfaser-Modem voraus.
Das aber gibt es nicht, da ist nur 'ne Telephonstrippe. Und deswegen wird erhofft, weiterhin das DSL-Modem der Fritzbox zu nutzen, und das Gegenstück davon mit dem Glasfasermodem zu verbinden.
Das ist eine ... sehr suboptimale Idee, aber wenn man maximal unflexibel ist und noch nicht mal ein banales Kabel verlegt bekommt, dann muss man wohl in solche sauren Äpfel beißen.
Es gibt diese z.B. Dinger. Aber warum baut man die mit einem Protokoll
dass die Fritte nicht kann? Nur um das eigene überteuerte Modem auch
noch zu verkaufen?
Zum einen, weil kaum jemand sowas mit einer Fritzbox als Gegenstelle betreiben will, diese Geräte sind eher als Bridges für Gebäudevernetzungen über vorhandene Telefonkabel o.dgl. gedacht, nicht als "Single-Port-DSLAMs".
Zum anderen, weil solche Geräte meistens hardcoded Profile mit symmetrischen Bandbreiten verwenden, die im Access-Bereich unüblich sind und deshalb von den meisten CPEs nicht unterstützt werden.
Für VDSL2 ist mir ein Produkt bekannt, mit dem es funktionieren sollte:
Ja, mit den meisten Gegenstellen Profil 17a (100/40Mbps), mit einigen wenigen (die Fritzbox 7590 AX soll wohl dazugehören) auch 30a (100Mbps symmetrisch).