Hallo,
Habe mich an einer RF-Schaltung für LoRa auf 868MHz versucht. Habe mit einem Nano-VNA versucht alles auzumessen und das RF-Matching sauber zu machen. Im Anhang befinden sich Bilder des VNA's, sowie der Schaltung. Da ich sehr ungeübt mit RF-Matching bin, habe ich einige Fragen zu meiner Vorgehensweise, welche ich gerne erklärt hätte.
Allgemeines zur Schaltung: Habe die L-C-Werte aus dem AN5457 von ST-Link genommen und die für 868MHz errechneten werte als Ausgangswerte genommen.
Allgemeines zur Messung: Habe die Antenne, RX-Pfad (Balun) und TX-Pfad ausgemessen. Habe dazu den RF-Switch ausgelötet und von dort aus jeweils in Richtung RX-Schaltung, in Richtung TX-Schaltung und in Richtung der RF-Antenne jeweils getrennt voneinander gemessen. Die Schaltung lag offen rum, also nicht in einem Gehäuse verbaut. Den VNA habe ich vor den Messungen kalibriert und das E-Delay entsprechend für mein Mess-Kabel eingestellt, damit es ungefähr gepasst hat.
Fragen zum Antennen-Matching: Die Antenne hatte im unmatched zustand eine Resonanzfrequenz von ca. 915MHz, obwohl sie gem. Hersteller für 868MHz sei. Was Könnte der Grund sein, dass die Resonanzfrequenz ca. 45MHz höher war, als erwartet? P.S. ja ich weiss, dass 915MHz auch eine gängige RF-Frequenz ist, jedoch glaube ich, dass das wohl eher Zufall war ;). Habe ein eher grösseres PCB, resp. GND-Plane. Dies hat etwa die Masse von 100x90mm, schiebt das die Resonanzfrequenz hoch? Habe die Antenne freihängend getestet, also keine Objekte die sich in unmittelbarer nähe seitlich zur Antenne befanden.
Fragen zum RX-Matching: Habe Wider erwartens einen meines Erachtens eher grösseren Shunt-Kondensator gegen GND einfügen müssen (C75 - 4.3pF). Kann mir jemand Gründe nennen, warum bei mir ein Shunt-Kondensator sehr viel genützt hat? Gem. AN5457 würde ein C-Shunt von 0.7pF...1.2pF gegen "harmonic energy" helfen.
Fragen zum TX-Matching: Habe zum Messen des TX-Pfades den L13, C78 und C79 ausgelötet, da diese vom VR_PA stammen (power amplifier). Das auslöten von C78 und C79 hatten interessanterweise auch einen einfluss auf die Impedanz des TX-Pfades, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits L13 ausgelötet und somit der VR_PA aufgetrennt war. War meine Vorgehensweise so korrekt? C77 war bei mir effektiv deutlich kleiner ausgefallen als angenommen und C75 habe ich ganz weggelassen. Was ist die Erklärung dafür?
Bin noch nicht zum Schaltungs- resp. Kommunikationstests dazugekommen, werde dies in den nächsten Tagen machen. Bis dort hin würde ich mich freuen über Feedbacks und Anregungen zu meinen Messresultaten und Messvorgehen. Vielen Dank im Vorraus für euren Support










