Solarleuchte ohne Akku

OP #7960345
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Hallo, hier mal eine Frage eines Maschinenbauer's. Ein Bekannter erzählte mir, er habe kleine Solarleuchten ohne Akku. Die Energie zum Leuchten käme aus einem ganz normalen Elektrolytkondensator, der tagsüber über ein Solarelement aufgeladen wird. Ich das möglich? Ich bin dabei mir eine derartige Solarleuchte zu besorgen und mir mal das Innenleben anzusehen. Bei einem Kaufpreis von 1€ kann man das schon mal machen. MfG

: Verschoben durch Moderator
#7960354
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Der "normale" Elektrolytkondensator wird ein Goldcap oder Supercap sein - das sind Kondensatoren mit sehr hoher Kapazität (im Bereich von 1 F oder sogar mehr). Eine etwas bessere LED lässt sich mit der Ladung solch eines Kondensators durchaus eine Zeitlang betreiben.

Sowas steckt seit mehreren Jahrzehnten in jedem vernünftigen Fahrradrücklicht drin.

Hier ein Extremfall: Ein 500-F-Kondensator. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/superkondensator_500_f_3_v_35_x_82_mm-195672 (Man achte auf die sehr geringe Spannungsfestigkeit von nur 3 V)

In so einer typischen "Solarleuchte" für den Garten steckt so etwas natürlich nicht drin, aber da ist ja auch nur ein besseres Glühwürmchen als LED verbaut.

#7960383
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H. H. schrieb:

Michael L. schrieb:

Kann man machen, aber man wird dabei ganz sicher keinen Kondensator vorfinden, sondern Akkus.

Typisch NiMH, Baugröße 1/3AAA, mit lausiger Kapazität für diese.

Ich sehe da auch öfters 2/3AAA und die Knopfzellenakkus, wie im Bild. Möglich, daß die mal mit einem Kondensator verwechselt werden.

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#7960512
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Die Goldcaps oder Superkondensatoren sind auch nicht spannungsstabil. Die LED´s würden immer dunkler werden. Bis die Spannung unter UF absinkt. Macht keinen Sinn und zu teuer. Für die billigen Solarleuchten gibt es spezielle Nimh Akkus. Die haben wenig Kapazität, kann man auch mit 5mA laden und können tiefe Temperaturen verkraften. Und 10-mal billiger als ein Supercap.

#7960711
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Frank R. schrieb:

Hallo, hier mal eine Frage eines Maschinenbauer's. Ein Bekannter erzählte mir, er habe kleine Solarleuchten ohne Akku. Die Energie zum Leuchten käme aus einem ganz normalen Elektrolytkondensator, der tagsüber über ein Solarelement aufgeladen wird. Ich das möglich? Ich bin dabei mir eine derartige Solarleuchte zu besorgen und mir mal das Innenleben anzusehen. Bei einem Kaufpreis von 1€ kann man das schon mal machen. MfG

Probiers. Das bischen mehr Elektroschrott machts auch nicht fett.

Vermutlich bedeutet kein Akku aber kein wechselbarer Akku.

#7960721
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Hier wird's nochmal ausführlicher erlärt: https://wolfi-e-shop.de/info/funktionsweise-einer-solarlampe-kurz-erklaert-am-qx5252-3300004.html

Das mit dem Elko halte ich für ein Gerücht. Stephan schrieb im Beitrag #7960711:

Vermutlich bedeutet kein Akku aber kein wechselbarer Akku.

Bei der von mir reparierten Leuchte vom Nachbarn war ein kleinerer Akku als der AAA eingelötet. (Lässt sich extern aufladen.) Die eingedrungene Feuchtigkeit tat ihr Übriges. Alles schön mit Plastik-Spray einnebeln. Bis zum nächsten Mal. Viel Spaß beim Basteln!

ciao gustav

#7961028
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Meine 1-Euro Solarleuchten funktionieren noch. (von Netto) Die haben 800mA AA verbaut. (3 Jahre alt + Plastikspray). Zumindest haben sie letztes Jahr noch geleuchtet.

LED-Treiber ist ein QX5252F

https://asset.conrad.com/media10/add/160267/c1/-/en/002268915DS01/datenblatt-2268915-tru-components-qx5252f-to-94-linear-ic-bulk.pdf

Betriebsspannung vom QX5252F ist ja 0,9-1,8V. Das geht bestimmt nicht mit einem Supercap. Da müsste man sich selber einen LED-Treiber basteln.

Wollte mal ausrechnen welche Kapazität ich dann benötige. Für einen 800mA NiMH. Komme da irgendwie nicht auf den grünen Zweig..... Haben die Supercaps nur 1000h Lebensauer?

Hat jemand einen Tip? Interessant wäre das schon.

: Bearbeitet durch User
(Firma: Q3) #7961030
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Supercaps haben, wenn sie korrekt benutzt werden, eine quasi unendliche Lebensdauer. Aber Kondensatoren haben gegenüber einem Akku das Problem, dass die Ausgangsspannung kontinuierlich sinkt, sobald man sie entlädt. Akkus dagegen halten über lange Zeit eine fast konstante Spannung.

Will mam also die (durchaus beeindruckende) Energiemenge in einem Superkondensator wirklich ausnutzen, benötigt man einen möglichst verlustarmen Step-Down/Step-Up-Wandler. DANN kann man den Kondensator buchstäblich bis zum letzten Elektron auslutschen, ohne dass der Schaden nimmt. Ist aber eben zusätzlicher Aufwand ...

(Firma: Q3) #7961087
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Michael B. schrieb:

Frank E. schrieb:

Supercaps haben, wenn sie korrekt benutzt werden, eine quasi unendliche Lebensdauer.

Nein.

https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.14

Grok meint:

"Wenn Spannung, Strom und Temperatur nie die Datenblatt-Grenzen überschreiten, kannst du mindestens 500.000 Vollzyklen oder 10 Jahre Dauerbetrieb erwarten – bei konservativer Auslegung (z. B. 75 % Spannung, < 40 °C) sogar das Doppelte bis Dreifache."

Für Elektronik geht das schon in Richtung "unendlich".

#7961093
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Frank R. schrieb:

Die Energie zum Leuchten käme aus einem ganz normalen Elektrolytkondensator, der tagsüber über ein Solarelement aufgeladen wird.

Wird evtl ein Li-Akku in Elko Bauform sein sein, der bei der Qualitätskontrolle sonst im Müll gewandert wäre.

https://www.alibaba.com/product-detail/Graphene-super-capacitors-3-8V-500F_1600879879540.html?spm=a2700.find_similar.normal_offer.d_image.21e05f93vYGPfW

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