Linux Mint: Cheese macht Zicken

OP #7960903
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Seit längerer Zeit habe ich immer wieder Probleme mit Cheese: es meldet beim Aufruf "There was an error playin video from the webcam".

Wenn man Cheese de- und dann neu installiert, geht es wieder – bis zum nächsten Boot. Dann geht das Theater wieder von vorne los.

Es scheint auch egal zu sein, ob man die Version aus dem Repository der Distro installiert, oder das Flatpack. Momentan ist es die Flatpack-Version 44.1.

lsusb sieht die Kamera:

1
Bus 001 Device 016: ID 0c45:6300 Microdia PC Microscope camera

dmesg spuckt einige Medungen zur Kamera, einer Mikroskopkamera aus:

1
[12490.202227] usb 1-12.3: new high-speed USB device number 16 using xhci_hcd
2
[12490.371411] usb 1-12.3: New USB device found, idVendor=0c45, idProduct=6300, bcdDevice= 1.00
3
[12490.371423] usb 1-12.3: New USB device strings: Mfr=2, Product=1, SerialNumber=0
4
[12490.371428] usb 1-12.3: Product: USB Camera
5
[12490.371432] usb 1-12.3: Manufacturer: USB Camera
6
[12490.420064] videodev: Linux video capture interface: v2.00
7
[12490.435081] usb 1-12.3: Found UVC 1.00 device USB Camera (0c45:6300)
8
[12490.451828] input: USB Camera: USB Camera as /devices/pci0000:00/0000:00:14.0/usb1/1-12/1-12.3/1-12.3:1.0/input/input31
9
[12490.451985] usbcore: registered new interface driver uvcvideo

Dasselbe Problem tritt auch mit einer Logitech, Inc. HD Pro Webcam C920 auf.

: Bearbeitet durch User
#7960918
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Ohne cheese zu kennen, ich würde zu journalctl greifen. Dann zu strace (old school) oder was von den moderneren Alternativen wie lurk. Irgendwann dann ein Debugger. Irgendwo dazwischen vielleicht ein Exkurs durch /proc. Wobei ich bei /proc immer googlen muss wo sich was findet.

: Bearbeitet durch User
#7960946
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Moriz schrieb:

Norbert schrieb:

Wichtig wäre eine ›dmesg -w‹ Ausgabe in einem weiteren Fenster, welches die Informationen im Fehlerfall auflistet.

Da kommen auch nur die Meldungen über das Erkennen der Kamera. Wenn ich anschließend cheese aufrufe, gibt es keine weiteren Meldungen in dmesg -w.

Also wenn keinerlei Fehler gelistet werden, dann würde ich darauf tippen, dass /cheese/ irgendwelche der Kamera unangenehmen Auflösungen einstellt.

Möglicherweise könnte ein Test mit /Guvcview/ oder /Webcamoid/ weiterführen. Das sind die beiden von mir Eingesetzten, an einer: Bus 003 Device 002: ID 046d:081d Logitech, Inc. HD Webcam C510

Wenn man die zerkonfiguriert, kann man ~/.config/Webcamoid ~/.config/guvcview2 stumpf löschen.

: Bearbeitet durch User
(Firma: 1984now) #7960954
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Norbert schrieb:

Also wenn keinerlei Fehler gelistet werden, dann würde ich darauf tippen, dass /cheese/ irgendwelche der Kamera unangenehmen Auflösungen einstellt.

Oder allgemeiner: Videoframe-Formate.

Ist z.B. nicht ganz ungewöhnlich, dass es Kameras gibt, die für hohe Auflösungen die Framerate reduzieren müssen.

Oder bestimmte Codecs nur in bestimmten Bereichen für Auflösung*Framerate benutzen können.

Der Fehler ist also ziemlich wahrscheinlich der Kamerakonfiguration von Cheese zu suchen. Startet scheinbar nach der Installation mit irgendeinem brauchbaren Default, wird dann aber entweder vom DAU vor dem Monitor oder von irgendwelchen programminternen Heuristiken auf was Unbrauchbares umkonfiguriert.

(Firma: 1984now) #7960983
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Moriz schrieb:

Ob S. schrieb:

Oder allgemeiner: Videoframe-Formate.

Da stellt sich mir sofort die Frage, warum es nach der Installation funktioniert, nach dem nächsten Boot aber nicht mehr.

Schrieb ich doch:

Startet scheinbar nach der Installation mit irgendeinem brauchbaren Default, wird dann aber entweder vom DAU vor dem Monitor oder von irgendwelchen programminternen Heuristiken auf was Unbrauchbares umkonfiguriert.

Sprich: Sehr wahrscheinlich brauchst du den Kram nicht jedesmal neu installieren, sondern einfach nur die Settings in deinem Profil löschen. Sozusagen als Vorstufe dafür, brauchbare Settings festzulegen, die dann auch nach dem Reboot noch funktionieren.

OP #7960994
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Ob S. schrieb:

Erst mal rausfinden, wo die offensichtlich falschen Einstellungen abgelegt sind. Das wäre jedenfalls mein erster Schritt, wenn das mein Problem wäre.

Schon klar, deswegen habe ich ja unter .config, .local und /etc nach irgend was gesucht, was zumindest ähnlich heißt. Nur leider alles Fehlanzeige oder leeres Verzeichnis.

: Bearbeitet durch User
(Firma: 1984now) #7960996
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Moriz schrieb:

Ob S. schrieb:

Erst mal rausfinden, wo die offensichtlich falschen Einstellungen abgelegt sind. Das wäre jedenfalls mein erster Schritt, wenn das mein Problem wäre.

Schon klar, deswegen habe ich ja unter .config, .local und /etc nach irgend was gesucht, was zumindest ähnlich heißt. Nur leider alles Fehlanzeige oder leeres Verzeichnis.

Namen sind Schall und Rauch. Backup machen ohne Cheese. Backup machen mit Cheese (vor erstem Start), Backup machen mit Cheese (nach erstem Start), Rebooten, Backup machen.

Dann die vier Backups vergleichen. Logisch denken, Annahmen machen, Annahmen verifizieren.

Trivialitäten für jeden Menschen, der es gewohnt ist, logisch zu denken.

OP #7960997
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Unter https://wiki.ubuntuusers.de/Cheese/ steht ein Hinweis:

1
Fehlerbehebung für neuere Versionen
2

3
Manche Webcams scheinen bei der Nutzung der neueren Versionen von Ubuntu/Cheese nur Bilder in geringer Auflösung zu produzieren. Dies lässt sich in den meisten Fällen mit der Verwendung der neuesten libv4l-Versionen umgehen.
4

5
    libv4l-0

Der hilft aber auch nicht, weil die neuste Version der Lib bereits installiert ist.

#7961001
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Moriz schrieb:

Schon klar, deswegen habe ich ja unter .config, .local und /etc nach irgend was gesucht, was zumindest ähnlich heißt. Nur leider alles Fehlanzeige oder leeres Verzeichnis.

Die Einstellungen werden sicher unterhalb deines Users in einem der versteckten Verzeichnisse geändert. Man könnte direkt nach der Neuinstallation evtl mit $ find .??* -mmin -1 alle Dateien dort suchen, die sich innerhalb der letzten Minute geändert haben. Oder eher noch nach dem ersten Aufruf nach der Neuinstallation.

OP #7961008
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Gerhard Z. schrieb:

Die Einstellungen werden sicher unterhalb deines Users in einem der versteckten Verzeichnisse geändert

Das wäre schön, denn dann würden die Einstellungen ja erhalten bleiben – tun sie nur nicht…

Die versteckten Dateien und Verzeichnisse unter ~ sind bei mir sichtbar – da gibts nichts, außer dem leeren Verzeichnis guvcview2

: Bearbeitet durch User
#7961054
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Moriz schrieb:

Wenn es irgendwo eine Konfigurationsdatei gibt, dann bleibt die normalerweise bei der Deinstallation liegen und man ist nach deiner Roß-Beschäftigungs-therapie so schlau wie vorher.

Es gibt einen Unterschied zwischen uninstall und purge!

Moriz schrieb:

Die versteckten Dateien und Verzeichnisse unter ~ sind bei mir sichtbar – da gibts nichts, außer dem leeren Verzeichnis guvcview2

Dieses Verzeichnis hat mit /cheese/ nun wirklich nichts zu tun.

Versuche:

1
find ~/.config ~/.local ~/.cache -iname "*cheese*"
OP #7961076
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Norbert schrieb:

Es gibt einen Unterschied zwischen uninstall und purge!

Bei Flatpack auch?

find ~/.config ~/.local ~/.cache -iname "cheese"

1
$  find ~/.config ~/.local ~/.cache -iname "*cheese*"
2
~/.cache/mintinstall/screenshots/org.gnome.Cheese_1.png
3
~/.cache/mintinstall/screenshots/cheese_1.png

Nun ja, ich habe längst auch so herausgefunden, dass es dort nichts gibt, was auch nur im Entfernten wie eine Konfigurationsdatei aussieht.

: Bearbeitet durch User
OP #7961163
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Gerhard Z. schrieb:

Du benutzt cheese wirklich als Flatpack? Dann solltest du schauen, ob da die Berechtigungen zum Zugriff auf die Kamera gesetzt sind (evtl. mit FlatSeal).

Vorher hatte ich die Version aus dem Distro-Repo installiert – die verhielt sich leider genau so.

Ich habe zum Test auch noch guvcview aus dem Repo installiert – das hat das Problem noch schlimmer, denn es schafft es noch nicht einmal direkt nach der Installation die Kameras zuzugreifen. Beitrag "Re: Linux Mint: Cheese macht Zicken"

: Bearbeitet durch User
#7961164
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Dein Problem liegt ja auch vermutlich nicht an "Cheese" was ja nur ein Frontend ist. Suche die Ursache beim Videotreiber selbst: uvcvideo Statt nun "Cheese" neu zu installieren (was vielleicht sogar guvcview mit installiert?) kannst Du auch einfach das Kernel-Modul neu laden:

1
sudo modprobe -r uvcvideo
2
sudo modprobe uvcvideo

Gegebenfalls danach die Kamera entfernen und neu anschliessen.

Das hilft Dir aber nur vorruebergehen weiter. Du willst ja erstmal wissen, was Deine Kamera kann:

1
v4l2-ctl --list-formats-ext -d /dev/video0

*Hier natuerlich das korrekte Geraet angeben!

Dann aenderst Du deine Konfiguration entsprechend:

1
vi ~/.config/guvcview/

(Hier kann ich Dir leider nicht weiter helfen, weil ich an dieser WS keine Kamera angeschlossen habe)

OP #7961397
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Moriz schrieb:

Eric I. schrieb:

sudo modprobe -r uvcvideo sudo modprobe uvcvideo

1
> $ sudo modprobe -r uvcvideo
2
> modprobe: FATAL: Module uvcvideo is in use.
3
>

Mit abgesteckter Kamera laufen die beiden Kommandos durch, aber Cheese kommt trotzdem nicht dran.

Eric I. schrieb:

Dann aenderst Du deine Konfiguration entsprechend: vi ~/.config/guvcview/

Das ist leichter gesagt, als getan: das Verzeichnis ist leer und wie sie aussehen muss, habe ich noch nicht herausgefunden.

: Bearbeitet durch User
#7961403
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Soll hier ein experimenteller Treiber für einen Quantencomputer installiert werden? Soll hier das Frontend für eine Zeitmaschine konfiguriert werden? Soll hier etwa eine Entwicklungsumgebung für das Space Shuttle aufgesetzt werden?

Nein! Es soll eine scheiß Standard-Webcam in Betrieb genommen werden. Es ist sooo lustig.

Beitrag #7961420 wurde vom Autor gelöscht.
OP #7961471
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Die Sache wird immer verrückter: Vorgestern hatte ich die Flatpack-Version installiert und die lief.

Heute habe ich die Flatpack de- und reinstalliert – das Mistding funktionierte nicht. Dann nochmal deinstalliert und die Repo-Version installiert und die funktioniert plötzlich wieder.

Mal sehen, was nach dem nächsten Boot passiert…

OP #7961477
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Norbert schrieb:

In ~/.config/guvcview2/

Deine Datei hab ich dort hin geschoben und Pfade darin angepasst. guvcview meckert jetzt, dass es /dev/video0 nicht findet.

Unter /dev/ gibt es video2 und video3. Video2 kann man mit qv4l2 als Video oder Kamerera öffnen, video3 scheint der Ton-Kanal zu sein. Wenn man den öffnet, öffnet sich irgend ein Meldungsfenster, von dem man nur den halben close-Button oben links sieht.

Komisch ist ja schon, dass es kein video0 gibt.

#7961479
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Moriz schrieb:

Die Sache wird immer verrückter: Vorgestern hatte ich die Flatpack-Version installiert und die lief.

Heute habe ich die Flatpack de- und reinstalliert – das Mistding funktionierte nicht. Dann nochmal deinstalliert und die Repo-Version installiert und die funktioniert plötzlich wieder.

Mal sehen, was nach dem nächsten Boot passiert…

Hört sich an, als sei da etwas anderes im Argen. Vielleicht die USB-Hardware (Kabel, Hub, ...)? Zumal es die Probleme ja anscheinend verschiedene Kameras und unterschiedliche Programme betreffen. Vorgänge unter Linux sind meistens absolut reproduzierbar, und was Du da beschreibst...

1
ein@typ:~$ gsettings list-recursively org.gnome.Cheese
2
org.gnome.Cheese brightness 0.0
3
org.gnome.Cheese burst-delay 1000
4
org.gnome.Cheese burst-repeat 4
5
org.gnome.Cheese camera 'HD Pro Webcam C920 (V4L2)'
6
org.gnome.Cheese contrast 1.0
7
org.gnome.Cheese countdown true
8
org.gnome.Cheese countdown-duration 3
9
org.gnome.Cheese flash true
10
org.gnome.Cheese hue 0.0
11
org.gnome.Cheese photo-path ''
12
org.gnome.Cheese photo-x-resolution 1920
13
org.gnome.Cheese photo-y-resolution 1080
14
org.gnome.Cheese saturation 1.0
15
org.gnome.Cheese selected-effect 'identity'
16
org.gnome.Cheese video-path ''
17
org.gnome.Cheese video-x-resolution 1920
18
org.gnome.Cheese video-y-resolution 1080
OP #7961484
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Bei mir gibts da ein paar kleine Unterschiede

1
$ gsettings list-recursively org.gnome.Cheese
2
org.gnome.Cheese brightness 0.0
3
org.gnome.Cheese burst-delay 1000
4
org.gnome.Cheese burst-repeat 3         ***
5
org.gnome.Cheese camera 'USB Camera'    ***
6
org.gnome.Cheese contrast 1.0
7
org.gnome.Cheese countdown false        ***
8
org.gnome.Cheese countdown-duration 3
9
org.gnome.Cheese flash false            ***
10
org.gnome.Cheese hue 0.0
11
org.gnome.Cheese photo-path ''
12
org.gnome.Cheese photo-x-resolution 640 ***
13
org.gnome.Cheese photo-y-resolution 480 ***
14
org.gnome.Cheese saturation 1.0
15
org.gnome.Cheese selected-effect 'No Effect' ***
16
org.gnome.Cheese video-path ''
17
org.gnome.Cheese video-x-resolution 640 ***
18
org.gnome.Cheese video-y-resolution 480 ***

Da muss ich nach dem nächsten Boot nachsehen, ob die Einstellungen noch da sind.

: Bearbeitet durch User
#7961485
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Moriz schrieb:

Komisch ist ja schon, dass es kein video0 gibt.

Ich bin ähnlicher Ansicht wie Ein T. Irgendetwas ist faul im Staate Dänemark. (Kotlett, oder so ähnlich)

Es hat den Anschein als wenn jeder Versuch einen weiteren /dev/video Eintrag erzeugt und die älteren irgendwie /locked/ sind. USB Problem, HUB Problem (intern Mainboard), so etwas vielleicht.

OP #7961488
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Wenn ich guvcview starte, mault er als erstes, dass er kein video0 findet. Wenn ich OK drücke, geht das Fehlerfensterchen weg und ein neues öffnet sich und malt wegen video3, das er nicht findet – dabei sind video2 und video3 vorhanden.

Bei weiteren OKs wiederholt sich die Meldung mit video3.

#7961501
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Moriz schrieb:

Norbert schrieb:

USB Problem, HUB Problem (intern Mainboard), so etwas vielleicht.

Wie kann man das eingrenzen?

Alles zwischen Rechner und Kamera eliminieren: USB-Verlängerungskabel, -Hubs, und so weiter, mithin: Kamera direkt an den Rechner / Laptop hängen. Auch mal andere USB-Ports ausprobieren, sofern vorhanden. Korrekte Funktion der Kamera an einem oder mehreren anderen Rechner(n) verifizieren. Rechner mal von einem USB-Stick mit Ubuntu 24.04 LTS booten, Cheese installieren und testen.

Zudem softwareseitig nicht nur ins Kernellog (dmesg(1)), sondern auch mal ins X-Log (zB. /var/log/Xorg.0.log) und in /var/log/syslog schauen.

OP #7961526
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Die Kameras waren /immer/ direkt am PC angeschlossen.

Kamera am obersten USB-Anschluss:

1
$ lsusb -t
2
/:  Bus 02.Port 1: Dev 1, Class=root_hub, Driver=xhci_hcd/9p, 20000M/x2
3
/:  Bus 01.Port 1: Dev 1, Class=root_hub, Driver=xhci_hcd/16p, 480M
4
    |__ Port 6: Dev 2, If 2, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 12M
5
    |__ Port 6: Dev 2, If 0, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 12M
6
    |__ Port 6: Dev 2, If 3, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M
7
    |__ Port 6: Dev 2, If 1, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 12M
8
    |__ Port 7: Dev 13, If 0, Class=Hub, Driver=hub/4p, 12M
9
        |__ Port 1: Dev 14, If 0, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M
10
        |__ Port 2: Dev 15, If 0, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M
11
    |__ Port 11: Dev 4, If 0, Class=Hub, Driver=hub/4p, 480M
12
    |__ Port 12: Dev 6, If 0, Class=Hub, Driver=hub/4p, 480M
13
        |__ Port 3: Dev 24, If 2, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 480M
14
        |__ Port 3: Dev 24, If 0, Class=Video, Driver=uvcvideo, 480M
15
        |__ Port 3: Dev 24, If 3, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 480M
16
        |__ Port 3: Dev 24, If 1, Class=Video, Driver=uvcvideo, 480M
17
        |__ Port 4: Dev 10, If 0, Class=Imaging, Driver=, 480M
18
    |__ Port 13: Dev 7, If 0, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M

Kamera am untersten USB-Anschluss:

1
$ lsusb -t
2
/:  Bus 02.Port 1: Dev 1, Class=root_hub, Driver=xhci_hcd/9p, 20000M/x2
3
/:  Bus 01.Port 1: Dev 1, Class=root_hub, Driver=xhci_hcd/16p, 480M
4
    |__ Port 6: Dev 2, If 2, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 12M
5
    |__ Port 6: Dev 2, If 0, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 12M
6
    |__ Port 6: Dev 2, If 3, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M
7
    |__ Port 6: Dev 2, If 1, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 12M
8
    |__ Port 7: Dev 13, If 0, Class=Hub, Driver=hub/4p, 12M
9
        |__ Port 1: Dev 14, If 0, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M
10
        |__ Port 2: Dev 15, If 0, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M
11
    |__ Port 11: Dev 4, If 0, Class=Hub, Driver=hub/4p, 480M
12
    |__ Port 12: Dev 6, If 0, Class=Hub, Driver=hub/4p, 480M
13
        |__ Port 4: Dev 10, If 0, Class=Imaging, Driver=, 480M
14
        |__ Port 2: Dev 25, If 2, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 480M
15
        |__ Port 2: Dev 25, If 0, Class=Video, Driver=uvcvideo, 480M
16
        |__ Port 2: Dev 25, If 3, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 480M
17
        |__ Port 2: Dev 25, If 1, Class=Video, Driver=uvcvideo, 480M
18
    |__ Port 13: Dev 7, If 0, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 12M

qv4l2 kann die Kamera an beiden USB-Anschlüssen zugreifen.

#7961657
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Moriz schrieb:

Kann ein Benutzer von Cheese oder guvcview mal nachsehen, ob auf dem System eine Konfigurationsdatei für das jeweilige Programm gespeichert ist?

#Guvcview 2.0.8 config file

#video input width width=640 #video input height height=480 #video input format v4l2_format=1196444237 #video input capture method capture=mmap #audio api audio=pulse #gui api gui=gtk3 #render api render=sdl #video codec [raw mjpg mpeg flv1 wmv1 mpg2 mp43 dx50 h264 vp80 theo] video_codec=mpeg #audio codec [pcm mp2 mp3 aac ac3 vorb] audio_codec=mp3 #profile name profile_name=default.gpfl #profile path profile_path=/home/hjh #video name video_name=my_video.mkv #video path video_path=/home/hjh #video sufix flag video_sufix=1 #photo name photo_name=my_photo.jpg #photo path photo_path=/home/hjh #photo sufix flag photo_sufix=1 #fps numerator (def. 1) fps_num=1 #fps denominator (def. 25) fps_denom=25 #audio device index (-1 - api default) audio_device=0 #video fx mask video_fx=0x0 #audio fx mask audio_fx=0x0 #OSD mask osd_mask=0x0 crosshair_color=0xff00

#7961658
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Moriz schrieb:

$ v4l2-ctl --list-formats-ext -d /dev/video0 kotzt jede Menge Daten – siehe Anhang

Na soviele Daten sind das nicht. Deine Kamera kann folgende Codecs: YUYV, H264 und MJPG, jeweils mit einer maximalen Aufloesung von 1920x1080 bei H264 und MJPG und 2304x1536 (allerdings nur 2fps) bei YUYV.

Moriz schrieb:

Dann aenderst Du deine Konfiguration entsprechend: vi ~/.config/guvcview/

Das ist leichter gesagt, als getan: das Verzeichnis ist leer und wie sie aussehen muss, habe ich noch nicht herausgefunden.

Das war ein Fehler meinerseits. Ich bin von einer Datei namens guvcview.conf ausgegangen. Vielleicht heisst sie auch ~/.config/guvcview2/video0,1,2,... (je nach Geraetenamen) Die musst Du schon selber suchen.

Jedenfalls hat es in dieser Datei u.a. folgende Einstellungen:

format=MJPG size=640x480 fps_num=30 fps_denom=1

Hier musst Du natuerlich einen Codec/Aufloesung/Framerate waehlen, die von deiner Kamera unterstuetzt wird.

Nachtrag: Habe erst jetz die anderen Beitraege gelesen. Die config-Datei wird normalerweise automatisch angelegt wenn der Treiber verwendet wird. Dann haettest Du die Datei entsprechend anpassen koennen - Sowohl manuell als auch ueber die GUI des entsprechenden Programms. Scheinbar wird deine Kamera nicht korrekt erkannt. Das Problem koennte entweder an der Hardware (Kamera, USB Hub , usw. liegen). Aber es koennte auch ein UAS Problem sein:

Versuche mal folgendes: lsusb Suche nach dem Eintrag fuer die Kamera.

Jetzt legst Du eine modprobe config-datei an: sudo vi /etc/modprobe.d/block_webcam_uas.conf

In diese Datei schreibst Du folgendes: options uas blacklist_id=0xVENDOR:0xPRODUCT *Nach 0x setzt Du die Vendor-ID und Product-ID ein

Neues initramfs erstellen sudo dracut -f (RHEL, Fedora) sudo update-initramfs -u (Debian-Derivate)

Den Rechner rebooten und schauen ob es was gebracht hat.

Bei USB hat es oefter mal Konflikte mit dem Gerate und dem UAS Protokoll was primaer fuer Storage gedacht ist.

: Bearbeitet durch User
#7961886
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Andreas B. schrieb:

Gerade mal spasseshalber Cheese installiert: Da kann man ja noch nicht einmal das video device einstellen. Vermutlich sucht er sich da immer das falsche device (viele Kameras haben 2 davon und nur eine funktioniert).

Hmmm, hier (Debian 12 Bookworm) funktioniert's mit der Auswahl zwischen Interner und extern Eingesteckter.

Eine Minute, nur eine Minute zu langsam … ;-)

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
(Firma: 1984now) #7962449
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Andreas B. schrieb:

Gerade mal spasseshalber Cheese installiert: Da kann man ja noch nicht einmal das video device einstellen. Vermutlich sucht er sich da immer das falsche device (viele Kameras haben 2 davon und nur eine funktioniert).

Ich hab's jetzt auch mal probiert: Installation völlig problemlos, Benutzung völlig problemlos.

Cheese ist die Nummer des Video-Device völlig Brust, legt allerdings Wert darauf, dass es vom Typ "Webcam" ist, also der USB-UVC-Klassentreiber benutzt wird. Es genügt nicht, wenn irgendein Teil zwar von der Funktion her eine Webcam ist (oder sich auch als solche benutzen ließe), aber nicht den Klassentreiber benutzt.

So lange nur ein UVC-Device im System ist, gibt es nix zu wählen, ist dementsprechend auch die Wahlmöglichkeit für die Videoquelle ausgegraut.

Übrigens: Getestet mit LinuxMint Wilma in einer VirtualBox. UVC-Gerät war eine ältere Logitek (046d:0805), Testquelle für Nicht-UVC ein HCW Kabeltuner (2040:8268).

Jetzt mal die Frage: Für was braucht man cheese eigentlich?

Das allerdings frage ich mich auch. Das kann deutlich weniger als VLC. Bliebe einzig die Spielkinder-Funktionalität der "Effekte". Wer's braucht, naja...

Was mich auch wundert: dass immer dieselben Typen irgendwelche schweren Probleme mit Sachen haben, die bei allen anderen einfach mal problemlos funktionieren...

(Firma: 1984now) #7962542
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Micha schrieb:

Εrnst B. schrieb:

„Linux ist benutzerfreundlich. Es ist nur sehr wählerisch, wer seine Freunde sind.“

Gilt im Übrigen für alle Betriebssysteme.

Jepp. Es gibt auch einige User hier, die auffällig häufig unter Windows sehr schwere Probleme haben, die sonst niemand hat...

Man kann all diese Typen einfach blacklisten. Sind allesamt Trolle. Ob von der einen oder anderen Fraktion, ist ziemlich irrelevant.

Eigentlich sollte es Aufgabe des Betreibers der Website sein, solcherart Trolle zu blocken. Aber klar: erstens ist dem Betreiber Traffic (gleich welcher Art) aus wirtschaftlichen Gründen immer willkommen. Zweitens könnte er selbst mit gutem Willen die Sache nicht grundsätzlich verhindern. Wenn er einen "User" sperrt, würde der alsbald als "neuer" User wieder auftauchen. Ist halt heute überaus einfach, zu einer E-Mail-Adresse zu kommen.

#7962677
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Ob S. schrieb:

So lange nur ein UVC-Device im System ist, gibt es nix zu wählen, ist dementsprechend auch die Wahlmöglichkeit für die Videoquelle ausgegraut.

Wenn es die SW richtig macht und die Kamera sich an Standards hält. Bei mir funktioniert es ja auch. Aber es gibt scheinbar Kameras wo das mißverständlich ist, so wie es beim TO aussieht. Und im Zweifelsfall ist mir das selbst aussuchen des Video devices lieber.

Ob S. schrieb:

Eigentlich sollte es Aufgabe des Betreibers der Website sein, solcherart Trolle zu blocken.

Na ja, man muß nicht überall Trolle finden. Anfänger genügt.

OP #8042290
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Es gibt Neuigkeiten in dem Fall:

Ich habe spaßeshalber Cheese in einem virtuellen Linux Mint 20.3 unter qemu/kvm auf derselben Maschine installiert, auf der Cheese und Kamoso nur rumzicken.

Die Webcam über USB an die VM durchgereicht, Cheese gestartet – Kamera funktioniert.

Und nun wirds ganz lustig: VM heruntergefahren und Cheese auf dem Hostsystem mit Mint 20.2 gestartet – Kamera geht.

#8042329
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Moriz schrieb:

Und nun wirds ganz lustig:

Ganz normal. Der Linux-Kernel enthält einen Haufen von "Quirks"-Einträgen, für USB-Devices die behaupten, eine Standard-Klasse zu implementieren, es aber doch nicht 100%ig machen. Diese Liste wird ständig erweitert.

Du hast einmal einen neuen Kernel auf das Device losgelassen, der hat es passend initialisiert, und bis zum nächsten Powercycle bleibt es das auch.

Eventuell kannst auch das auch mit dem alten Kernel erreichen:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="... usbhid.quirks=0x046d:0x0805:0x00abc123" (Die bitmap der zu setzenden Quirks ist NICHT abc123, das ist nur ein Beispiel. Richtigen Wert selber nachschauen)

Bzw, wenn es ein UVC-Quirk ist: modprobe uvcvideo quirks=0x80 (auch hier: 0x80 ist ein Beispiel)

Aber, nachdem Mint 20.2 seit April 2025 EOL ist (Obwohl LTS-Version), wäre ein Upgrade sinnvoller, nicht nur wegen der Kamera.

: Bearbeitet durch User
OP #8045021
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Andreas B. schrieb:

Aber es gibt scheinbar Kameras wo das mißverständlich ist, so wie es beim TO aussieht.

Da ist nix mißverständlich. Früher hat die Mikroskop-Kamera mit Cheese funktioniert. Dann irgendwann nicht mehr. Eine Logitech Webcam verhält sich genauso.

Der Unterschied: das Hostsystem läuft unter Mint 20.2, die VM unter Mint 20.3 – sieht doch stark nach einem Softwarefehler aus…

#8045042
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Moriz schrieb:

Mint 20.2 erhält nach wie vor Updates incl. neuer Kernelversionen. So tot scheint es also nicht zu sein…

Mint basiert auf Ubuntu, die 20er Mint Versionen auf Ubuntu 20.4 LTS.

Das Mint-Team hat nicht die Manpower, die ganze Arbeit von Ubuntu zu übernehmen, wenn diese den Support einstellen. (Wenn sie das hätten, würden sie ihre Distro gleich ganz ohne Ubuntu-Unterbau machen)

Bei Ubuntu kannst du gegen Geldeinwurf den Support verlängern, aber: das wandert nicht automatisch in die Mint-Repositories.

Deswegen stellt Mint (vernünftigerweise) den Support ungefähr zeitgleich mit der Ubuntu-Basis-Version ein.

Wobei End-of-Life nicht bedeutet, dass die Maintainer nichts mehr updaten dürfen. Ist ja ein Community-Projekt von Freiwilligen. Und auch Außer-der-Reihe-Mitleids-Updates, die Ubuntu noch in den alten Versionen macht (z.B. weil eine schlimme Sicherheitslücke gefunden wurde) wandern noch in die alten Mint-Versionen.

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