Reparatur Makita DMR115

OP #7952390
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Gleich vorab: Ich habe keine Frage, ich stelle es hier nur ein weil die Beiträge hier recht gut in Google verlinkt werden und es daher für die Nachwelt erhalten bleibt:

Hatte ein Makita DMR115 (DAB) auf dem Tisch, dass sich nicht mehr einschalten ließ. Zum Öffnen benötigt man einen relativ langen Torx mit Loch (Torx-TR), Größe gerade vergessen, vermutlich TX10..15

Nach Recherche im Internet stellte sich heraus, dass typischerweise eine kleine 0603-Sicherung 5A defekt ist, die in Repair-Videos einfach ausgetauscht wird. Nun gehen Sicherungen ja meist nicht ohne Grund kaputt und so war es auch hier. Ich denke mal, dass ein reiner Sicherungstausch das Problem nur sehr kurzfristig lösen wird. Die Sicherung ist im Bild in weiß unter dem JST-Stecker zu erkennen (im Bild noch provisorisch ersetzt, sah später besser aus). Ebenfalls defekt war der P-Kanal MOSFET im SOT-23 daneben, ein AO3403. Dieser hängt mit im Sicherungspfad und wurde vermutlich vor dem Auslösen der Sicherung vorgeschädigt. Da ich kurzerhand nur eine Bestellung bei Reichelt offen hatte, habe ich einen AO4301 bestellt, nach Durchsicht der Parameter ein valider Ersatz für den ursprünglichen AO3403 (Reichelt hat keinen AO3403). Eine Widerstandsmessung des Pfades nach der Sicherung gegen GND brachte zu Tage, dass die Leitung kurzgeschlossen war. Nachdem ich alle nachfolgenden Komponenten der Reihe nach ausgelötet hatte kam heraus, dass der MP2496M-Schaltregler defekt ist. Der MP2496M versorgt ausschließlich die USB-Buchse mit 5V und kann einige ältere Ladeprotokolle bedienen. Interessanterweise wurde die USB-Funktion NIE benutzt. Ursache des Todes schien der Elko im Ausgang des Schaltreglers zu sein, dieser war bereits aufgebläht (Ersatz Panasonic FC 330µF/16V, wichtig Low ESR). Da dieser Elko laut anderen Quellen oftmals der Auslöser zu sein scheint würde ich mal von einem Designfehler ausgehen, offensichtlich wurde kein qualitativ hochwertiger LowESR-Elko verwendet.

Zusätzlich habe ich noch den 1000µF/25V im Endstufenbereich (kein Foto, vor dem Kühlkörper) untersucht, der ebenfalls in Repairvideos aufgebläht war. Ich habe diesen vorsichtshalber gegen einen Panasonic FC 1000µF/25V ersetzt, auch wenn der originale Elko ohne Befund war (ESR geprüft, war okay)

In Summe: Final ausgetauscht wurde der AO3403 (3401), die Sicherung (hatte nur eine leicht zu große BELFUSE 430024 --> Reichelt), Elko 330µF und 1000µF (Reichelt FC-A 330/25 und RAD FC-A 1000U/25A). Im ersten Schritt wurde das Gerät ohne den MP2496M in Betrieb genommen, da die USB-Buchse nicht benutzt wird. Der MP2496M steht bei mir auf der Einkaufsliste bei Mouser: https://www.mouser.de/ProductDetail/Monolithic-Power-Systems-MPS/MP2496MGR-Z Das Bild bei Mouser ist falsch, es handelt sich aber um das richtige IC (momentan falsch, ist gemeldet) MP2496M BITTE NICHT bei Aliexpress bestellen, ich hatte aufgrund des speziellen Packages gehofft, dass die Fake-Wahrscheinlichkeit geringer ist und da ggf. echte Ware kommen könnte aber wie immer falsch gehofft. Das IC sah äußerlich sehr gut aus - allerdings nicht funktional (wie immer).

Austausch des MP2496M geht relativ einfach: Vorheizplatte 150..200C (bei Ali für 10€), Heißluft von oben (Elkos direkt daneben auslöten). Pads mit Entlötlitze reinigen, mit Isopropanol säubern, neu verzinnen, neues Bauteil von unten ebenfalls alle Pads verzinnen, viel Flux auf die Pads (z.B. NC-559-V2) und mit Heißluft+Vorheizplatte einlöten, IC "springt" quasi von selbst in die richtige Position, mit Pinzette ein paar Mal nachdrücken, alles säubern, mit Lupe kontrollieren. Die Vorheizplatte muss übrigens nicht zwingend vollständigen Kontakt mit der Leiterplatte haben.

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#8009516
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Wastl schrieb:

H. H. schrieb:

Von den problemlos funktionierenden erzählt niemand.

Klar melden sich die vielen Besitzer von funktionierenden Geräten hier nicht.

Hey. Also ich habe mein Makita dmr 115 schon seit dem es damals neu erschienen ist.. Es spielt einwandfrei. . heute habe ich eins von Schrott mitgenommen. Eben mit diesem Fehler. .. entweder waren die Modelle damals so Lieder gebaut oder ich habe glück damit

#8030369
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Danke für die Beschreibung. Ich hatte ein defektes DMR115 von einem Kumpel hier. Beim öffnen den aufgeblähten 1000uF/25V gesehen und dank der Beschreibung hier gleich die defekte Sicherung gefunden. Hab den Elko gegen einen 1000uF/35V getauscht, weil ich den noch da hatte und die 0603 gegen eine kleine Schmelzsicherung mit Kabelhalter. Mehr scheint nicht defekt gewesen zu sein, Kiste läuft wieder (erstmal).

#8035174
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Hallo Harald Habe mein Makita DMR 115 wie im ersten Teil deines Beitrages vom 17.10.25 beschrieben repariert. Alles funktionierte wieder einwandfrei mit Netzteil. Gerät ließ sich auch wieder mit Powertaste ein und ausschalten. Beim Einsetzen des Akku allerdings entstand der gleiche Defekt wie vor Reparatur. Sicherung durchgebrannt. Nach Tausch der Sicherung bleibt Gerät eingeschaltet, egal ob mit Netzteil oder Akku und läßt sich mit Powerknopf nicht mehr ausschalten. Hast du einen Hinweis für mich, ob das mit dem Schaltregler MP2496M zusammenhängt oder ob auch eine Umgehung des Reglers (ohne Akku Betrieb) möglich wäre. Freue mich auf Antwort, Gruß Hans

(Firma: Profi Mobil) #8053410
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Ich habe das gleiche Problem aber da ich mich absolut nicht mit löten auskenne habe ich eine Frage vielleicht wäre ja einer hier in dem Forum der mir das Radio günstig reparieren könnte weil die 170 € für die Platine möchte ich nicht bezahlen da kann ich mir gleich ein neues kaufen es ist übrigens einfach ausgegangen es lief noch ein paar Minuten und dann war es still keine Ahnung woran es liegt vielleicht liegt es an einem Kondensator

#8054439
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Viel Erfolg bei der Reparatur. Wie H.Hinz schon angedeutet hat, das Innenleben ist nicht trivial, Unterlagen sind auch nicht verfügbar, also bleibt nur reverse Engeneering soweit möglich. O.T.: Der Radio an sich ist Kernschrott. Hatte bei meinem anfangs nur ein nicht mehr ablesbares Display, später diverse sporadische Ausfälle bis zum Totalschaden. Was die ganze Zeit genervt hat war der grottenschlechte Empfang, sogar auf UKW waren nur die Ortssender relativ stabil zu empfangen. Das war kein Problem nur an meinem Gerät, die Kollegen haben das gleiche berichtet. Schlussendlich hab ich die Kiste entkernt, nen Bluetooth-Brüllwürfel draus gestrickt und streame vom Handy Internetradio.

OP #8055954
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So, kurze Rückmeldung. Fehler war mal wieder der Klassiker falsch dimensionierter Elko C150 am MP2496, welcher dadurch stirbt und die Versorgung kurzschließt und damit die Sicherung auslöst. Wie man sieht hat der C150 eine Wölbung und schafft es, den USB-Charger zu killen. Wohlgemerkt, alle Besitzer haben bisher angemerkt, dass sie die USB-Funktion nie genutzt haben.

Reparatur: MP2496 und C150 ersatzlos gestrichen (somit keine USB-Ladefunktion), AO3403 (P-Kanal MOSFET, roter Kreis im Bild) geprüft und die Sicherung ersetzt (gelber Pfeil)

Weiterhin noch den 220u/25V im Bild ersetzt, der war auch ESR-seitig hochohmig (gelber Kreis)

Übrigens kann ich nicht sagen, dass die Schaltung sonderlich kompliziert ist, das sind alles klare Funktionsblöcke. Nur bei der Elko-Auswahl hatten die bei dieser Serie kein glückliches Händchen. Würde mich mal interessieren, ob das schon während der Entwickung passiert ist oder ob das später durch Optimierungen beim Einkauf geschehen ist. Werden wir wohl nie erfahren.

Übrigens: Versand ist völlig unwirtschaftlich mit >5kg hin und her, wendet euch doch am besten mit einem Hinweis auf diesen Beitrag an das örtliche Repaircafe.

AO3401 geht übrigens anstelle AO3403 auch, gibt es bei Reichelt.

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(Firma: nix) #8056230
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Da ja niemand über funktionierende Geräte schreibt, meins funktioniert noch. Gekauft vor x Jahren (als es neu raus kam), aber nicht täglich in Gebrauch. Versorgt ausschließlich über Makita-Akku, alles gut. Alles? Nö, der Empfang ist grottenschlecht. Schuld ist die im Griff untergebrachte Behelfsantenne (kurzer Draht). Ich habe eine gute alte Teleskopantenne nachgerüstet und jetzt kann ich "den Papst schnarchen hören". Der Umbau ist relativ leicht, habe ich im Radio-Bastler-Forum oder der "Zerspanungsbude" beschrieben und bebildert.

Old-Papa PS: https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=19&t=91038

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(Firma: nix) #8056282
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Harald A. schrieb:

Kam anscheinend 2019 auf den Markt. Der problemauslösende C150 dürfte auch nur im Betrieb leiden, die effektive Laufzeit ist entscheidend.

Das ja, bei Gelegenheit schau ich mir den mal an..

Hast Du zufällig nachgesehen, ob es für die zu kurze Antenne eine Anpassung auf der Platine gibt?

Nö, einfach das Griffkabel ab und an gleichem Anschluss Teleskop angeknüppert.

Old-Papa

#8096180
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Hallo Alle,

danke für die interessanten Beiträge bisher!

Nachdem ich mein Radio für repariert hielt, habe ich mich auf das meines Nachbarn gestürzt und die Freude war groß – bis ich das erste mal dann einen Akku einsetzte. Mit 12V DC hat alles funktioniert, nach dem Akku-Einsatz war dann das Ausschalten nicht mehr möglich.

Im zweiten MosFET stimmte dann was nicht mehr, der Widerstand war abgefallen. Jetzt habe ich zwei Radios vor mir, egal was ich mache MosFET neu, die beiden verdächtigen Elkos neu und auch den Spannungsregler neu. Mit Netzkabel ist alles gut. Einmal den Akku eingesetzt, der Ausschalter reagiert nicht mehr und der zweite MosFET ist beschädigt.

Kann es sein, dass es am MP2496M liegt? Aber auch da: auf zwei Platinen erneuert und auf beiden das gleiche Problem. Ich wüsste nicht mehr, wie ich den noch sorgfältiger einlöten sollte.

Muss ich immer alles tauschen (MosFETS und Elkos und Sicherung) wenn der MP2496M ausgefallen ist? Gibt es eine Reihenfolge? Oder muss ich immer ein Reset machen vor dem ersten Akkutausch? Ich komme leider nicht dahinter was das Geheimnis sein kann.

In der Betriebsanleitung steht

" Do not switch off the power to the radio until the update operation is complete and the radio has restarted, otherwise the unit may become permanently damaged."

Auch wenn es ein Micro USB Software Upgrade soweit ich weiß gar nicht gibt: Ist das evtl. eine Spur?

Oder noch mal alles neu? Und dann? Es würde mich freuen, wenn wer mehr wüsste.

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#8096223
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Hier ist noch meine nützlicher Einstandsbeitrag für alle:

Man sieht bei so vielen Reparaturen und Versuchen immer wieder verbrannte und geschmolzene Stellen an Steckeraufnahmen, besonders an der weißen neben der Sicherung an diesem Radio.

Diese Kupplungen der Steckverbinder sind auf die Kontaktstifte nur aufgesteckt!

Ich empfehle die Kupplung vor dem Löten an der Sicherung und den MosFETs abzuziehen, dann hat man viel Platz für die Arbeit. Es schmilzt kein Plastik und schön anzusehen ist das Ergebnis dann auch.

Sollte es schon zu spät sein und die Steckeraufnahme ist so kaputt, dass der Stecker nicht mehr reinpasst, was dann? Zur Not dann ganz weg damit, der Steckverbinder hält auch nur auf den Kontaktstiften.

Also vorsichtig abziehen und dann wieder, wie neu, drauf damit.

Viel Spaß beim entspannteren Löten ;-)

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#8096428
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Mike, sehr gerne!

Darf ich dich persönlich fragen ob du das Problem kennst, dass nach dem Akkubetrieb auf einmal der Ausschalter nicht mehr funktioniert?

Oder hast du vielleicht eine Idee woran das liegen könnte? Nur mit Netzgerät hatte nach meiner Reparatur alles funktioniert. (genauere Beschreibung siehe oben)

Schöne Grüße Romed

#8098568
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Hallo @Tobias,

ich bin weiterhin auf der Suche. Ich dachte erst es liegt am Spannungsregler (IC12), das schließe ich aber jetzt eher aus, ich hatte mehrfach alle üblichen Teile erneuert, den MP2496 dort auch, bzw ich habe ihn auch ganz weggelassen – es war immer das gleiche Spiel.

Ich vermute inzwischen, dass die AO3403, die man bei eBay oder Ali bekommt schwächer sind als die werkseitigen (die ja dauerhaft auch zu schwach sind).

Ich habe aktuell eine Idee, die ich ausprobieren will, die Lösung ist vielleicht schon in der Post uaf dem Weg zu mir ;-)

Bitte Daumen halten, dass es klappt. Ich berichte demnächst.

Romed

#8098678
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Hier ist ein kurzes Update:

Ich habe soeben AO3401 MosFETs (A19T) bekommen. In der Hoffnung, dass die den Akkustrom, der beim 18V-Akku gemessene 20V beträgt besser vertragen.

Leider auch hier wieder:

Netzbetrieb: alles perfekt

Akku (18V) eingesetzt: Radio geht sofort beim Einrasten des Akkus an und nie wieder aus.

Noch verwirrender, das Vergleichsradio mit erneuerten AO3403 (A39T) hat plötzlich beim Test vor dem Zusachrauben den Akku vertragen! 5 x Akku rein, raus – alles okay!

Ich hatte mich schon gefreut und dann?

Radio zugeschraubt, ein letzter Test und... Akku rein, wieder dauernd an.

Muss man die Elkos irgendwie entladen? Hatte ich auch schon versucht, aber das erscheint mir auch komisch und wie? 30 Sekunden auf den An/Aus-Schalter drücken? Ist das überhaupt ein Tipp für dieses Modell oder für ein älteres?

Was nun? Woran kann es denn liegen?

Sachdienliche Hinweise werden liebend gerne entgegengenommen!

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OP #8101056
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Ich habe mittlerweile einige Anfragen per PN zu dem Beitrag bekommen. Aktuell war jetzt die Frage, wo man die ganzen Teile am besten bekommen kann. Dazu mehr weiter unten.

Ein paar Worte zu den Fehlerursachen, die ich bisher beobachtet habe:

Grundsätzlich auslösend war immer die schlechte Kondensator-Qualität, die dann zum Ausfall der Sicherung führt und ggf. die MOSFETs und den MP2496 killt.

Reparaturplan: Ich muss das alles beschreiben, leider keine Bilder zur Hand.

Gehäuse öffnen, zwei tiefliegende Torx T15 hinter der Batterieklappe erfordern ein schlankes langes Bit mit min. 150mm Länge. Hinzu kommt noch die Anforderung Torx TR, das ist die Ausführung wo das Bit ein Loch haben muss. 2 weitere Schrauben liegen unter dem Grill des Basslautsprechers. Vorsichtig alle Steckverbinder lösen, muss man sich nichts merken, ist alles gegenseitig verstecksicher.

Verbindungsplatine zu den Frontbuchsen entfernen, Verbindungsplatine vorsichtig abheben. Schrauben der Hauptplatine lösen und ebenfalls vorsichtig abziehen. Die Hauptplatine ist mit der Fronplatine über Sandwichverbinder verbunden. Diese vorsichtig behandeln und Verbiegungen vermeiden.

Sicherung an der o.g. Stelle prüfen. Vermutlich defekt. Austauschen, Typ siehe unten. Noch nicht wieder einschalten, keine Sicherung fliegt ohne Grund.

Beide MOSFET AO3403 MOSFETs tauschen, insbesondere wenn die Sicherung defekt war. Durch den Überstrom sind die meist geschädigt. Manchmal kann sogar Verbrennungen sehen aber nicht immer. Entweder kein Durchgang mehr oder Dauerdurchgang (Symptom Gerät nicht abschaltbar). Typen siehe unten

Alle Elkos prüfen bzw. möglichst viele. Optisch sowieso und am besten mit einem ESR-Testgerät. Ein reiner Kapazitätstest per Multimeter kann irreführend sein, ich hatte schon Elkos mit nahezu vollständiger Kapazität und trotzdem hinüber. Wer derlei Testmöglichkeiten nicht hat muss einfach mal auf Verdacht einiges tauschen, wirklich alle Elkos zu tauschen dürfte mühsam und teuer werden.

Der Elko neben den MOSFETs mit dem Multimeter auf Durchgang prüfen. Beim Umladen darf kurzzeitig Durchgang angezeigt werden, nach Beruhigung sollte der die Messung aber recht hochohmig sein. Wenn der Ohmwert sehr klein ist dürfte der MP2496 defekt sein. Da die meisten den USB-Port nicht nutzen kann man den einfach auslöten und der Kurzschluss sollte weg sein. Wer mag kann den auch ersetzen, muss man aber schon recht gut löten können (Heißluft). Ziel muss sein, dass am genannten Elko kein Kurzschluss mehr erscheint.

Alles wieder provisorisch zusammensetzen und Gerät einschalten. Es sollte wieder funktionieren, insbesondere auch prüfen, ob sich das Gerät auch ausschalten lässt. Ggf. muss man die Antenne anschließen, damit man überhaupt Radiofunktion hat. Einige Minuten spielen lassen

Alles wieder zusammensetzen und freuen.

Materialien

Sicherung 0603 5A: Leider habe ich nie die genaue Spezifikation ergründen können weil die eben bei den Patienten immer durchgebrannt war. Andere Reparsturanleitungen sprechen meist von 5A und ich halte das auch für vertretbar. Die Auslösecharakteristik ist ebenfalls nicht bekannt. Träge sollte gehen, Mittelträge wäre mir eigentlich lieber. —> Reichelt SMFD0603P500

Elkos: Bei Reichelt in die Suchmaske „RAD FC“ eingeben. Es erscheint die Panasonic-FC Reihe, auf Spannung und Bauform achten und entsprechende Werte bestellen. Es kommt nicht haargenau auf die genaue Kapazität an, es eignen sich stets auch ähnliche Kapazitätswerte (z.B. 1200uF anstelle 1000uF oder 560uF anstelle 470uF)

MOSFETs: Reichelt hat die AO3403 nicht, aber die AO3401 gehen genauso gut. Wer genau den AO3403 haben möchte muss evtl. auf die folgende Bezugsmöglichkeit zurückgreifen.

MP2496: Das ist der Wandler für die USB-Buchse. Nur bestellen, wenn man derlei Bauteile auch löten kann. Den bekommt man in örtlichen Shops nur schwerlich, seit einiger Zeit gibt es hier aber eine Mitbestellmöglichkeit bei Mouser/Digikey im Bereich Markt: Beitrag "Mouser & Digikey Sammelbestellung"

Bei den Halbleitern bitte nicht von Aliexpress oder chinesischen Ebay-Anbietern, da bekommt man sehr oft nur Fake.

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#8101063
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Der letzte Satz das ist genau der Knackpunkt!

Ich weiß nicht wie fake ein MOSFET sein kann, aber ich habe jetzt eBay und Ali ausprobiert, sowohl AO3403 und AO3401, mit 12V DC vom Netzteil haben die auch perfekt funktioniert, der 18V-Akku (er leivert über 20V!) hat dann immer den zweiten MOSFET durchgebrannt. Dann ging das Radio immer noch, aber es ging nicht mehr aus!

Ich warte jetzt auf originale Alpha & Omega AO3401 und AO3403 und denke das ist dann die Lösung.

Ich habe bei tme.eu bestellt. Harald, du hast hat eine Bezugsquelle erwähnt, ich finde aber keinen Link dazu, was für eine Quelle hast du gemeint?

Tolle Zusammenfassung des Prozesses übrigens, Kudos Harald!

PS: Schon ein 120mm Torx-Sicherheitsbit reicht knapp, das ist dann aber das Minimum, und ja, es muss unbedingt ein Loch haben.

PPS: TME ist sehr viel günstiger als Reichelt, das ist ein perfekt organisierter Versand aus Polen, ich warte aber noch auf den Praxistest und werde berichten...

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#8101071
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Die Antwort hat jetzt blockiert, das ich noch ein paar Schreibfehler korrigieren konnte.

Dein Text: "MOSFETs: Reichelt hat die AO3403 nicht, aber die AO3401 gehen genauso gut. Wer genau den AO3403 haben möchte muss evtl. auf die folgende Bezugsmöglichkeit zurückgreifen."

Und dann kommt keine folgende Bezugsmöglichkeit. Habe ich da was übersehen?

#8101073
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Ergänzung zu Punkt 3.

Nicht beide MOSFETs erneuern, wenn man "schlechte" neue (Aufschrift A19T, A39T) bestellt hat!

Dann kann man den 2. MOSFET durch den 1. alten (Auchfschrift 3403) ersetzen und nur den 1. durch einen neuen ersetzen.

Dann war bei mir das Radio auch wieder mit Akku ausschaltbar!

Also direkt zu Punkt 7.

-->> "Alles wieder zusammensetzen und freuen."

Anmerkung: Der 1. ist von der Sicherung und dem Stecker, den bitte nicht mehr alle verbrutzeln, aus gesehen näher, der 2. weiter hinten.

OP #8101088
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Bevor das jetzt alles komplett durcheinander kommt: Meine Empfehlung lautet NACH WIE VOR beide MOSFETs zu ersetzen, nicht „wenn dies das jenes dann so“. Bitte lass es so, dass es möglichst auch von unerfahrenen Auffindern dieses Threads handhabbar bleibt.

AO3401 von Reichelt (https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/mosfet_p-ch_-30v_-4a_0_041r_sot-23-166486) oder den AO3403 von anderer verlässlicher Quelle wie z.B. Mouser/Digikey

: Bearbeitet durch User
(Firma: Gehatronic) #8101362
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Hallo

bei den Elkos,welche Größe und Volt nehme ich am besten https://www.reichelt.de/de/de/shop/suche/RAD%20FC?filter=282%23~%23%2A%23~%231200%20%C2%B5F%23~%231200%23~%231

Elkos: Bei Reichelt in die Suchmaske „RAD FC“ eingeben. Es erscheint die Panasonic-FC Reihe, auf Spannung und Bauform achten und entsprechende Werte bestellen. Es kommt nicht haargenau auf die genaue Kapazität an, es eignen sich stets auch ähnliche Kapazitätswerte (z.B. 1200uF anstelle 1000uF oder 560uF anstelle 470uF)

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