Verkohlter Widerstand.

OP #8035282

Hallo, Ich habe hier einen Kohleschichtwiderstand, der aufgrund von Überhitzung kpl. schwarz und verkohlt ist. Die Farbringe sind nicht mehr zu erkennen. Die Baugrösse ist ca 2W. Ich messe aber noch einen Widerstandswert von 40 Ohm. Kann ich davon ausgehen, dass das der ursprüngliche Wert ist oder kann sich der Widerstand aufgrund der Temperatur bereits geändert haben? Wie sind da eure Erfahrungen?

#8035285

Peter O. schrieb:

Hallo, Ich habe hier einen Kohleschichtwiderstand, der aufgrund von Überhitzung kpl. schwarz und verkohlt ist. Die Farbringe sind nicht mehr zu erkennen. Die Baugrösse ist ca 2W. Ich messe aber noch einen Widerstandswert von 40 Ohm. Kann ich davon ausgehen, dass das der ursprüngliche Wert ist oder kann sich der Widerstand aufgrund der Temperatur bereits geändert haben? Wie sind da eure Erfahrungen?

Kommt drauf an, was hier "verkohlt" heißt. Einfach nur dunkler geworden? Oder schon eher verglüht. In letzterem Falle ist er dann aber nicht mehr nur verkohlt, sondern verascht, was dann nicht mehr nur verkohlt aussieht. Wenn er nur dunkel geworden ist, dann hat er noch weitgehend seinen Ori-Widerstandswert, Vielleicht etwas erhöht. Also waren es evtl. mal 39Ohm. Wenn aber der Lack schon runtergebrannt ist, dann könnte er schon deutliche Abweichungen nach oben haben. Zeig doch einfach mal ein Bild vom R, und von der ganzen Platine, bzw. Umgebung des R ...

(Firma: Hobbytheoretiker) #8035292

Hmmm, ein verkohlter Widerstand. Was habt Ihr dem Widerstand eingeredet als was er sich identifizieren soll? Als black Mauritius vielleicht? ;)

Vermutlich befand sich der Widerstand im 230V Bereich auf der Platine eines Geraetes. Aus ein paar technischen Daten des Geraetes koennen Dir hier bestimmt einige sagen, welchen Wert der gehabt hatte, obwohl das ein Geheimgeraet ist.

OP #8035436

Rainer W. schrieb:

Peter O. schrieb:

Da hatte sich ein Insekt häuslich eingerichtet.

Ein Insekt alleine wird nicht dazu führen, dass so ein Widerstand dermaßen überlastet wird. Wie geht es denn der parallel liegenden Schottky Diode (D5)?

Kann mir jemand sagen, was das für eine Diode ist? Mit "DB43" finde ich nichts passendes.

Messtechnisch scheint das eine Doppeldiode zu sein. Pin1 - Pin 2 ist OK (Flussspannung 0,19V) Pin2 - Pin 3 ist durch

Gast #8035438

Peter O. schrieb:

Rainer W. schrieb:

Peter O. schrieb:

Da hatte sich ein Insekt häuslich eingerichtet.

Ein Insekt alleine wird nicht dazu führen, dass so ein Widerstand dermaßen überlastet wird. Wie geht es denn der parallel liegenden Schottky Diode (D5)?

Kann mir jemand sagen, was das für eine Diode ist? Mit "DB43" finde ich nichts passendes.

FYD0504SA

Messtechnisch scheint das eine Doppeldiode zu sein. Pin1 - Pin 2 ist OK (Flussspannung 0,19V) Pin2 - Pin 3 ist durch

Einfachdiode, Pin 1 und 3 sind intern verbunden.

Beitrag #8035478 wurde vom Autor gelöscht.
#8035665

Früher sagte man Kodak-Farbfilm einen merklichen Braunstich nach. Heutige Digitalkameras können nichtmal die 10 Farben der Bauteilcodierung eindeutig unterscheidbar abbilden.

Der zweite Farbring könnte durchaus auch violett sein. Denn er sieht anders aus wie der letzte, der wohl braun sein muß.

Gast #8035680

Zudem: welcher thermische Degradationsmechanismus sorgt für einen geringeren Widerstand bei solchen Widerständen? Dass aus ursprünglichen 5 Ohm durch Überlast 40 wurden, das ist dagegen plausibel.

#8035910

Vielleicht gehen wie mal umgekehrt ran:

Peter O. schrieb:

Es handelt sich um einen Ladekopf für einen Robomow Rasenmäherroboter.

Der läuft (lt. Typenschild) mit 30 bis 42 V. Wenn ich das richtig sehe liegt der verkohlte Widerstand R5 parallel zur Diode D5 (D843AH? FYD?) im Ausgangspfad der Schaltung. Die Ausgangsspannung beträgt ebenfalls 30 bis 42 V. Da kann das Ding ja fast nur PWM machen. Bei einem Ladegerät 50 Ohm in Serie zum Ausgang zu packen scheint mir eher nicht sehr plausibel zu sein...

Kommt die Eingangsspannung von J2 oder vom Rundstecker? Und bei Q2 würde ich auch prüfen, ob der noch heile ist.

(Firma: Starfleet) #8036086

Ich habe jetzt über eBay einen gebrauchten Ladekopf geschossen. Hab gleich mal reingeschaut und dort ist ein 51 Ohm Widerstand verbaut.

Ju, konkret gemessen ist immer am Besten.

Farben von Fotos am Monitor führen immer wieder zu Diskussion und da mir mal amtlich die nicht unübliche Farbsehschwäche (ca. 10% der Männer) bescheinigt wurde, halte ich mich bei Streitfällen lieber raus, ich kann hier auch nicht sicher entscheiden ob im Foto eher silber || gold oder braun || schwarz.

Persönlich hätte ich aber auch eher einen niedrigeren Wert im einstelligen Bereich erwartet, weil auch die Kupfertracks dort nach höherer Stromstärke ausschauen.

Man könnte auch am verkohlten Widerstand bestimmen, wieviel vom Aussendurchmesser "abhanden" gekommen ist und dann vom gemessenen "Rest-Widerstand (40 Ohm) auf den ursprünglichen schliessen, aber das ist dann wohl auch reichlich spekulativ.

Und ist der Mäher wieder geladen?

: Bearbeitet durch User
Gast #8036098

Bradward B. schrieb:

Man könnte auch am verkohlten Widerstand bestimmen, wieviel vom Aussendurchmesser "abhanden" gekommen ist und dann vom gemessenen "Rest-Widerstand (40 Ohm) auf den ursprünglichen schliessen, aber das ist dann wohl auch reichlich spekulativ.

Das ist vor allem Unsinn.

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