Zu geringer Ladestrom Aprilia RS4 125

Gast #4870534
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Ich habe auch nochmal eine Frage...
Ich fahre eine Aprilia RS4 125 (2013/25000 km) Und auch ich habe eine 
viel zu niedrige Ladespannung. Im Leerlauf liegt diese bei ca. 12 Volt 
und bei 9000 rpm nur bei 12,9 Volt. Das ist so wenig, das die Blinker im 
Standgas gar nicht zu erkennen sind und erst ab 9000 normal hell 
leuchten (LED).  Aus der Lima kommen bei allen der drei Kabel gemessen 
bei 4000 rpm ~25 Volt. Ich bin mir nur nicht sicher ob dies normal ist? 
Regler hab ich auch bereits durch einen neuen gewechselt, ohne Erfolg. 
Hat jemand eine Idee?
MfG. Felix
Gast #4870569
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Hallo,

Ist denn die Batterie noch OK!!!???

Diese Limas können je nach Hersteller schon so 30V AC ausgeben, den Rest 
muss der Regler erledigen....


Die Spulen sollten intern in Stern verschaltet sein, der Sternpunkt 
liegt auf Masse (so kenn ich es von Honda..)

mit dem OHMMETER bei abgestecktem Stecker und Motor steht:

1. zwischen Motorgehäuse (= Masse) und jedem der 3 gelben Kabel sollte
der gleiche Widerstand messbar sein.
2. bei den Gelben untereinander sollte der gleiche Widerstand messbar 
sein.

2.
alles wieder zusammenstecken und bei laufendem Motor messen zwischen 
Motorgehäuse (Masse) und jeden der 3 gelben Pins

MESSGERÄT auf Wechselspannung (VAC) stellen.
bei Standgas sollten jeweils ca. 4-6V AC rauskommen
bei 6000U/min jeweils ca. 14-15V AC.

OHM-Werte dann posten
#4870611
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Vielen Dank für deine Antwort!
Ja, die Batterie wurde bereits auf Verdacht getauscht.
Ich kenne mich mit Schaltplänen leider überhaupt nicht aus und steige da 
nicht durch... :(
Einige Werte habe ich bereits durchgemessen:
Widerstand zwischen der drei gelben Kabel der Lima 0,9 Ohm bei allen 
drei.
Widerstand zwischen Masse und den drei gelben Kabeln immer unendlich, 
wie es sich gehört.

Ist denn die Voltzahl die in den Regler/Gleichrichter geht normal oder 
zu wenig?
Gast #4870669
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Stefan schrieb:
> Die Spulen sollten intern in Stern verschaltet sein, der Sternpunkt
> liegt auf Masse (so kenn ich es von Honda..)
Solange von dem Ding keine Schaltung vorliegt, ist das blinde Raterei. 
Ich habe sehr viele Motorradelektriken repariert und beliebig viele 
Spielereien gefunden.

Die Drehstrommaschine mit fester Erregung ist mir aus der Suzuki 
GS-Reihe bekannt. Widerstandsmessung ist dort sinnlos, weil die maximal 
einstellige Ohm hat, Spannung unter Last bringt auch nichts. Da misst 
man die Wechselspannung bei abgeklemmtem Gleichrichter/Regler und 
erwartet über 100 Volt, so, wie es im Original Werkstatthandbuch steht.

Gerne genommen ist es auch, eine der drei Phasen über den Lichtschalter 
zu ziehen und nur bei Licht an den Gleichrichter zu schalten.

Bei einer 125er würde es mich nicht wundern, wenn die eine 
Schwunglichtanlage hat und für Batterie und Blinker eine eigene 
Ladespule, auf die Spitze getrieben hat das einmal Honda mit zwei 
Reglern. Eine Schwunglichtanlage mit Elektronikzündung (Benelli Sei) 
bringt einen kaum weniger zur Verzweifelung.

Viele Europäer reglen die Erregerseite, ich nenne das mal 
"Bosch-System", bei einem Japaner habe ich das noch nie gesehen.

Also: Unterlagen her!
Gast #4870762
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Felix S. schrieb:
> Hab da jetzt was gefunden, hoffe es hilft euch weiter :)
Wow, neumodischer Kram :-)

Das sieht ja wirklich nach einem Drehstromgenerator (31) und 
Gleichrichter / Regler in einem Block (30) aus, wie bei diversen 
Japanern.

Da müssten die drei "G" vom Generator eine Verbindung nach Masse 
aufweisen, ich denke mal unter 2 Ohm. Die würde ich mal trennen und 
jeweils die Spannung bei laufendem Motor messen. Wenn die defekt ist, 
wird eine der drei erkennbar geringer sein.

Achtung - das ist Wechselspannung, also das Voltmeter auf "~". Abhängg 
vom DVM werden die Werte evtl. falsch sein, aber auf jeden Fall sollten 
sie untereinander gleich sein.
#4870876
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Mir kam das auch ein bisschen wenig vor...
Aber woran kann das liegen, Das nicht genügend von der Lichtmaschine 
kommt? Es ist ein neuer gebrauchter Regler vom Händler verbaut. Dieser 
sollte nicht das kaputte Teil sein.
Gibt es noch Tests zur Bestimmung der Fehlers?
Auf dem Weg von der Lichtmaschine bis zu der Batterie sollte doch 
normalerweise kein anderer Stromabnehmer sein, daher muss doch das 
Problem bei der Lichtmaschine liegen oder Lieg ich da jetzt falsch?
Gast #4871289
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lt. Manual
sollten bei abgesteckter Lima bei einer Drehzahl von über 5000rpm
ca. 54V AC (Wechselspannung rauskommen,
wenn man zwischen jeweils zwei der gelben Drähte misst.
Kommen die gleichmäßig raus, sind die Spulen der Lima
wenn zu wenig rauskommt, oder ungleichmäßig fehlt irgendwas in/an der 
Lima
Windungsschluss, durchgebrannt, locker oder so was..

Meist sind die Spulen durchgebrannt (schwarz)...
(Firma: matzetronics) #4871320
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Bernd schrieb:
> Wieso gehört sich das so? Sollte der Sternpunkt des Generators nicht auf
> Masse liegen? Ich denke schon.

Muss nicht, das ist auch bei Drehstrom Motoren bzw. BLDC nicht üblich. 
Im Regler ist dann das Array aus 6 Dioden (und evtl. 3 Thyristoren), die 
aus den drei Phasen + und - machen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtmaschine#/media/File:Permanenterregte_Lichtmaschine.svg
Selbst bei einem vergossenen Regler ist es mit Komponententester recht 
einfach, herauszufinden, ob zumindest die Dioden alle i.O. sind.
Gast #4871332
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Dann bezieht sich das Massezeichen an der Lima in dem Plan nur auf das 
Gehäuse?
Das ein Drehstrommotor keine Masseverbindung braucht ist klar, ist ja 
auch eine symetrische Last.

Aber war ja nur so eine Idee.
Gast #4871346
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Bernd schrieb:
>>Widerstand zwischen Masse und den drei gelben Kabeln immer
> unendlich,
>>wie es sich gehört.
>
> Wieso gehört sich das so? Sollte der Sternpunkt des Generators nicht auf
> Masse liegen? Ich denke schon.

Normalerweise hängt der Minuspol des Gleichrichters auf Masse, und wenn 
du dann auch den Sternpunkt erdest fließt hübsch viel Strom.
(Firma: matzetronics) #4871602
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Felix S. schrieb:
> Müsste man da gleich etwas erkennen oder kann/muss man dort noch
> Messungen vornehmen?

Es ist halt sehr unwahrscheinlich, das alle drei Generatorspulen der 
Lima auf einmal kaputtgehen. Wenn du die Messung mit den etwa 25V~ 
zwischen allen drei Phasen reproduzieren kannst, dann gehe ich eher 
davon aus, das mit den Magneten was nicht stimmt (rausgefallen oder 
schwach geworden), oder das mit dem mechanischen Aufbau was faul ist.
Reingucken solltest du also auf jeden Fall.
Gast #4871648
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> Gibt es dann eine Möglichkeit zu überprüfen ob die Magnete in Ordnung
> sind?

Wenn die Wicklungen in Ordnung sind, nur mittelbar ueber die
erzeugte Spannung. Vielleicht liegt der Curiepunkt der Magnete
besonders niedrig...
#4871678
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Das heißt, Das ich dann einen neuen Magneten bzw. Das Teil einbauen 
muss, richtig? Dann werde ich mich am Wochenende mal versuchen ran 
zumachen, Habe allerdings nicht so viel Zeit.
Ich kann aber ausschließen, dass es sich um ein anderes Problem handelt 
oder?
Ich poste nachher nochmal Messwerte von einer anderen Aprilia. Mein 
Kumpel fährt dieselbe Maschine und ist so nett auch einmal bei sich die 
Punkte durchzumessen, Dann sollten sich ja vergleichbare Ergebnisse 
zeigen.
(Firma: matzetronics) #4871681
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Felix S. schrieb:
> Gibt es dann eine Möglichkeit zu überprüfen ob die Magnete in Ordnung
> sind?

Das geht jetzt schon sehr weit, aber die Wellenform der Phasenausgänge 
gäbe da einen Hinweis - wenn du nur ein Oszilloskop anschliessen 
könntest. Steht bloss nicht bei jedem rum. Wenn alle Magnete da sind und 
arbeiten, müsste da etwas nahezu sinusförmiges rauskommen.
Magnete können auch ihre Kraft verlieren, aber bei einer 2013er ist das 
sehr unwahrscheinlich. Das passiert sonst nur, wenn die Dinger richtig 
heiss geworden sind und dann würde deine Maschine vermutlich nur noch 
ein schwarzer Toast sein.
#4871748
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Das heißt das das mit den Magneten auch nicht so recht hinkommen 
kann...?
Bei der anderen Aprilia kam eine Leerlaufspannung an der Batterie von 
14,3 Volt und an den 3 gelben Kabeln auch von jeweils 25 Volt an, Also 
wie bei mir. Könnte dies doch auf einen anderen Defekt schließen bzw. 
gäbe es noch andere Möglichkeiten?
Gast #4871767
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Tausch doch einfach mal den Regler um,
von der Maschine die geht in deine,
da kann ja nicht viel schiefgehen, dann wieder messen.

Sind die 25VAC bei abgestecktem Regler gemessen?
Welches Multimeter verwendest du? hatte schon welche, die billigen 
dinger.., die die sind offensichtlich im AC-Messbereich auf 50Hz 
geeicht,
bei anderen Frequenzen zeigen die Müll an!
#4871776
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So einfach ist das nicht mit dem Umtauschen...
Er wohnt ca. 30 km von mir weg und so gut sind wir jetzt auch nicht.. 
War schon sehr dankbar das er die Tests durchgeführt hat.
Mit einem anderen Multimeter gemessen, kamen exakt die gleichen Werte 
heraus, Das ich hier keinen Defekt befürchte.
Ja, Bei abgestecktem Regler gemessen.

Es kann aber abgesehen von Lima und Regler keine Möglichkeit geben, Was 
defekt ist oder? Also sobald der Strom der Lima bei der Batterie ist, 
kann dieser dort auch gemessen werden, oder versteh ich das falsch?
Gast #4871925
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Felix S. schrieb:
> Also sobald der Strom der Lima bei der Batterie ist,
> kann dieser dort auch gemessen werden, oder versteh ich das falsch?

Du musst Strom und Spannung grundsätzlich unterschiedlich betrachten.
Strom fließt von der Quelle (Generator) durch die Last zur Quelle
zurück und Spannung sowohl am Generator, wie auch an der Last, liegt
an. Verlust an Spannung kann ursächlich am Generator oder an der Last 
liegen.  Ich vermute, das eine Windung im Generator defekt ist,
aber du schreibst ja, dass die Wicklungen alle okay wären.
Das der Permanentmagnet im Generator defekt sein soll, halte ich
für unwahrscheinlich, aber er könnte gebrochen oder lose sein.
Gast #4871939
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Manfred schrieb:
> Da müssten die drei "G" vom Generator eine Verbindung nach Masse
> aufweisen, ich denke mal unter 2 Ohm. Die würde ich mal trennen und
> jeweils die Spannung bei laufendem Motor messen. Wenn die defekt ist,
> wird eine der drei erkennbar geringer sein.
Ich habe mir gerade mal einen Stator auf den Tisch geholt, der für eine 
Suzuki GS1100G gedacht war: Die Wicklungen haben keine Verbindung zur 
Masse, wie schon von anderen Kollegen korrigiert.

Beim Wicklungswiderstand zeigt mein DVM irgendwas an, also mal das 
Labornetzgerät drauf und eine Vierpolmessung: Zwischen je zwei 
Anschlüssen 1,1 Ohm.

Das Teil hat 18 Pole (=Wicklungen), bei der Messung misst man also den 
Widerstand über 12 davon. Wenn eine dieser einen Windungsschluß hat, 
kann man den auf diesem Wege ganz sicher nicht erkennen.

Als Induktivität zeigt das Japan-LCR 1,75mH an.
Gast #4871946
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Stefan schrieb:
> Welches Multimeter verwendest du? hatte schon welche, die billigen
> dinger.., die die sind offensichtlich im AC-Messbereich auf 50Hz
> geeicht, bei anderen Frequenzen zeigen die Müll an!

Habe ich gestern schon erwähnt:
Manfred schrieb:
> Achtung - das ist Wechselspannung, also das Voltmeter auf "~". Abhängg
> vom DVM werden die Werte evtl. falsch sein, aber auf jeden Fall sollten
> sie untereinander gleich sein.

Hier ist ein älteres Zeigerinstrument eindeutig im Vorteil, es darf 
ruhig der typische Japaner 'Exacta' oder ähnlich sein.

Fahrkarten an AC geht auch mit teuer: Mein Fluke 77 war im Profibereich 
nicht unbedingt billig, aber fast alles außerhalb Sinus und Netzfrequenz 
kann man dem nicht glauben.
Angehängte Dateien:
#4872056
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Habe vorhin nochmal alles durchgemessen weil ich langsam verrückt werde 
mit diesem Italiener....
Bei den drei gelben Kabeln lagen bei Standgas 12 Volt (bei einem 
allerdings nur 8-9 Volt) an und bei Volllast, dass heißt kurz vorm 
Begrenzer bei 10 000 rpm ca. 50 Volt (außer bei dem einem Kabel wieder 
nur bei 40 Volt).
Der andere Aprilia Fahrer hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, Das 
bei ihm die 25 Volt bei Standgas bei jeder Messung der 3 Kabel anlagen.
Hab Außerdem erneut geprüft (wie im Werkstatthandbuch notiert) ob der 
Lima Massenschluss hat - negativ.
Kann sowas überhaupt vorkommen mit einem losen Magneten oder ähnliches? 
Wenn eine Wicklung nicht mehr will würde man dieses erkennen oder 
täusche ich mich da?
Gast #4872171
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Felix S. schrieb:
> Habe vorhin nochmal alles durchgemessen weil ich langsam verrückt werde
> mit diesem Italiener....
> Bei den drei gelben Kabeln lagen bei Standgas 12 Volt (bei einem
> allerdings nur 8-9 Volt) an und bei Volllast, dass heißt kurz vorm
> Begrenzer bei 10 000 rpm ca. 50 Volt (außer bei dem einem Kabel wieder
> nur bei 40 Volt).
"(bei einem allerdings nur 8-9 Volt)"
"(außer bei dem einem Kabel wieder nur bei 40 Volt)"
Da ist eine defekte Wicklung sehr wahrscheinlich.

> Der andere Aprilia Fahrer hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, Das
> bei ihm die 25 Volt bei Standgas bei jeder Messung der 3 Kabel anlagen.
Ein Schluß in einer Wicklung drückt das Gesamtsystem runter, passt.

> Hab Außerdem erneut geprüft (wie im Werkstatthandbuch notiert) ob der
> Lima Massenschluss hat - negativ.
Das hatte ich bereits ergänzt, die Wicklungen haben keine 
Masseverbindung - also O.K.

> Kann sowas überhaupt vorkommen mit einem losen Magneten oder ähnliches?
> Wenn eine Wicklung nicht mehr will würde man dieses erkennen oder
> täusche ich mich da?
Am ausgebauten Stator sollte eine sichtbare Fehlstelle sein. Wenn das 
Ding von Nippon-Denso weiß mit Silikon vergloddert ist, sieht man die 
schlecht oder garnicht. Hilft nichts, Öl runter, Deckel auf!

Wenn Du damit durch bist, schraube Dir ein Voltmeter an die Karre. Ich 
hatte sowas an allen Motorrädern nachgerüstet und damit gesehen, wenn es 
ungewöhnlich wackelt oder in der Langstrecke die Spannung abfällt. War 
zwar doof, auf der Tour nach DK kurz nach dem Elbtunnel mal die Spannung 
der Lima zu messen und dann umzudrehen, aber zumindest kam ich auf 
eigenen zwei Rädern zurück in die heimische Garage (250km).
(Firma: matzetronics) #4872180
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Felix S. schrieb:
> Bei den drei gelben Kabeln lagen bei Standgas 12 Volt (bei einem
> allerdings nur 8-9 Volt) an und bei Volllast, dass heißt kurz vorm
> Begrenzer bei 10 000 rpm ca. 50 Volt (außer bei dem einem Kabel wieder
> nur bei 40 Volt).

Ja, dann ist ja doch eine Wicklung anders als die anderen - sag mal, wie 
misst du denn da?
Nun klingt es nämlich so, als ob eine Wicklung teilweise Windungsschluss 
hat. Mit einem Milliohmmeter oder guten L-Messgerät evtl. zu prüfen, mit 
einem normalen DMM nicht.
Gast #4872204
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Matthias S. schrieb:
> Ja, dann ist ja doch eine Wicklung anders als die anderen - sag mal, wie
> misst du denn da?
In den Suzuki-Werkstatthandbüchern wird beschrieben, die 
Leerlaufspannung zwischen den Phasen zu messen. Diese Aprillia dürfte 
ähnlich sein, wenn sie nicht sogar vom selben Zulieferer stammt.

> Nun klingt es nämlich so, als ob eine Wicklung teilweise Windungsschluss
> hat. Mit einem Milliohmmeter oder guten L-Messgerät evtl. zu prüfen, mit
> einem normalen DMM nicht.
Milliohmmeter, na ja, da sind schon die Leitungen und 
Übergangswiderstände im Wege. Ich habe da vorhin mit dem Labornetzteil 1 
Ampere draufgegeben und die Spannung gemessen, da geht es um 1 Ohm 
Gesamtwiderstand über mehrere Wicklungen. Damit einen einzelnen 
Windungsschluß zu erkennen, halte ich für unmöglich.

Die L-Messung kannst Du auch abhaken, solange das Ding eingebaut im 
Magnetfeld ist - habe ich alles schon durch. Drehstrom und Magnetismus, 
nicht gerade das Fachgebiet eines Elektronikers.
#4872252
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Ich dachte immer das die Unterschiede größer wären, wenn Windungen nicht 
funktionieren. Aber so kann man sich irren, allerdings scheinen alle 
Werte nicht besonders hoch zu sein...
Kann es denn sein das durch eine defekte Wicklung die anderen Werte mit 
in den Keller gezogen werden können?
(Firma: matzetronics) #4872390
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Felix S. schrieb:
> Kann es denn sein das durch eine defekte Wicklung die anderen Werte mit
> in den Keller gezogen werden können?

Das hängt davon ab, ob die Wicklungen in der LiMa im Stern oder in 
Dreieck verschaltet sind. Stern bringt mehr Spannung, aber du misst 
immer zwei Wicklungen auf einmal, was bedeutet das zwei Messungen die 
fehlerhafte Wicklung einbeziehen, und nur eine die volle Spannung zeigt.
Dreieck bringt weniger Spannung, aber du misst jede Wicklung einzeln, 
also zeigt nur eine Messung zu niedrige Spannung und die beiden anderen 
nicht.

Die o.a. Schaltung aus Wikipedia zeigt die LiMa im Stern, aber das ist 
nicht zwingend bei Aprilia auch so.
#8044603
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Hallo, ich möchte den Fred noch mal hoch holen. Es geht konkret um die Aprilia RS125 meiner Tochter. Diese hatte vor kuzem das Problem dass die Batterie nicht geladen wurde. Nach diversen Messungen am Regler und der Lima (3 Spulen, Stern ohne Masse am Sternpunkt), alle o.B, ging sie wieder. Heute nun das gleiche Problem: Im Standgas alles ok, sobald die Drehzahl über 6000 kommt beim Gas geben, flackert der Frontscheinerfer und sie nimmt kein Gas mehr an. Messung der Widerstände der LiMa, mit DMM gemssen: Es dauert eine Weile (ca. 5 sekunden) bis sich die Werte eingependelt haben. Pins 1-2:0.4 Ohm Pins 1-3: 0.4 Ohm Pins 2-3: 0.2 Ohm Erneut 1-3: 0.2 Ohm, seltsam, aber mehrfach gemessen. Spannungn verhalten sich analog dazu. enn ich die Batterie lade, die LiMa vom Regler trenne und das Mopped anlasse, ist alles normal, die Drehzahl geht sauber hoch. Ist es denn denkbar, dass eine Wicklung mit Schluss ab einer gewissen Drehzahl die Spannung so in den Keller zieht dass sie aus geht? Auch bemerkensert war, fällt mir noch ein, der Regler war nach der Fahrt komplett kalt. Zu mir, ich bin gelernter E- Installateur mit etWas Halbwissen im Elektronikbereich, kenne Schaltungsarten und kann mit Messgeräten umgehen, mein Equipment ist im oberen Amateurbereich angesiedelt, Leider kein Oszi :-( Wäre toll, könnte jemand den Fred noch mal beleben und mir Licht ins Dunkel bringen.Danke schon mal, Schöne Grüße, Tom

#8044637
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Tom D. schrieb:

Lima (3 Spulen, Stern ohne Masse am Sternpunkt),

Messung der Widerstände der LiMa, mit DMM gemssen: Es dauert eine Weile (ca. 5 sekunden) bis sich die Werte eingependelt haben. Pins 1-2:0.4 Ohm Pins 1-3: 0.4 Ohm Pins 2-3: 0.2 Ohm Erneut 1-3: 0.2 Ohm, seltsam, aber mehrfach gemessen. Spannungn verhalten sich analog dazu.

Lichtmaschine abklemmen und bei erhöhter Drehzahl die Leerlauspannungen (Wechselspg) zwischen den drei Phasen messen. Die müsste irgendwo bei 80..150 Volt liegen und natürlich an allen drei gleich.

Tom D. schrieb:

flackert der Frontscheinerfer und sie nimmt kein Gas mehr an.

Das ist für einen Lichtmaschinenfehler unlogisch, wenn es wirklich eine Drehstromanlage mit Batterie ist. Oder nur, wenn die Batterie tot ist - extern laden und schauen, wie lange sie bei Motor aus Abblendlicht liefert.

Schaltplan von der Karre?

#8044646
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Hallo Manfred, Danke für die schnelle Antwort. Ja, Schaltplan habe ich, zwar vom Vorgängermodell, aber die betreffenden Teile sind die selben. Leider werden weder Regler noch LiMa mit internverschaltung dargestellt sondern nur als Blackbox. Batterie ist neu. Und sie hat auch noch Spannung nach dem Ausgehen. Ich kann direkt wieder Starten. Und, wenn ich das Spiel mit abgeklemmtem Regler mache, verhält sie sich normal, bis auf die Batteriespannung, die langsam abfällt. Da ist vieles untypisch. Die Leerlaufspannung ohne Regler liegt weit unter 80V. Und zwischen 2 Pins eben niedriger (20V zu 8V, ca. das messe ich morgen noch mal nach). Aber wenn eine Spule einen Schluss hätte, müsste ich doch eigentlich zwischen 2 Pin- Paaren weniger messen, Moment, das passiert ja, wenn ich ein zweites Mal Messe… Was mich auch noch wundert, sind die Widerstände, klar, 0.4 Öhmer sind nicht viel, aber das Einpendelverhalten ist komisch, wenn ich die Strippen anlege geht das DMM auf ca.14 Ohm, dann innerhalb ca. 1 Sekunde auf 0 und dann wieder hoch auf die 0.4. macht sich da das sich aufbauende Magnetfeld durch den winzigen Messstrom so bemerkbar? Spulen sind schon komische Menschen… Wenn aber der Schluss nicht nur eine Spule betrifft, sondern mehrere, was ist dann? Liegt auf einem „Finger“ vom Stator immer nur eine Wicklung oder wäre es auch denkbar, dass durch wegschmelzen der Isolierung ein Schluss von einer Wicklung auf eine andere passiert? Ich organisiere jetzt mal Regler und Stator, tauschier der Einfachheit halber zuerst den Regler und wenn sich nix ändert muss ich wohl Öl ablassen, Deckel öffnen und Stator tauschen… :-( Schöne Grüße, Tom

: Bearbeitet durch User
#8044652
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Tom D. schrieb:

Die Leerlaufspannung ohne Regler liegt weit unter 80V. Und zwischen 2 Pins eben niedriger (20V zu 8V, ca. das messe ich morgen noch mal nach).

Auch bei erhöhter Drehzahl 5000 U/min? Aber nochmal: Die muß zwischen allen drei gleich sein, andernfalls ist eine Spule kaputt.

Aber wenn eine Spule einen Schluss hätte, müsste ich doch eigentlich zwischen 2 Pin- Paaren weniger messen, Moment, das passiert ja, wenn ich ein zweites Mal Messe… Was mich auch noch wundert, sind die Widerstände, klar, 0.4 Öhmer sind nicht viel, aber das Einpendelverhalten ist komisch, wenn ich die Strippen anlege geht das DMM auf ca.14 Ohm,

Vergiss das einfach, diese Null-Komma-Etwas Ohm kannst Du nicht zuverlässig messen, Deine Meßleitungen und deren Übergangswiderstände sind in der gleichen Größenordnung.

dann innerhalb ca. 1 Sekunde auf 0 und dann wieder hoch auf die 0.4. macht sich da das sich aufbauende Magnetfeld durch den winzigen Messstrom so bemerkbar? Spulen sind schon komische Menschen…

Da hat aber jemand bei den Grundlagen nicht aufgepasst? Das Multimeter misst mit Gleichstrom, dem ist Magnetismus vollkommen egal.

wenn sich nix ändert muss ich wohl Öl ablassen, Deckel öffnen und Stator tauschen… :-(

Oder man legt das Mopped auf die Seite anstatt Öl abzulassen? Auf jeden Fall ist es geschickt, vorab eine neue Deckeldichtung zu haben.

#8044674
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Moin, Nochmals ein Danke. Dass eine Spule vom Gleichstrom nicht beeinflusst wird ist mir schon bewusst, genau deswegen reite ich ja so auf diesem Einpendeln herum. Dichtung ist obligatorisch, klar, und Danke für den Tipp mit auf die Seite legen, das probiere ich aus. Wär ich auch von selber nie drauf gekommen, in einem Forum für MC mein Moppedproblem einzustellen. Aber zeigt mal wieder, Community wirkt immer ;-) Grüße, Tom

#8047409
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Guten Morgen, Ich wollte noch ein finales Update einstellen. Das Mopped läuft wieder, die Batterie wird geladen und Töchterlein glücklich :-) Woran es lag? An der Lichtmaschine. Es sehen ein paar der Spulen nicht mehr ganz gesund aus, sondern eher wie ein Steak, das auf dem Grill vergessen wurde. Jetzt habe ich noch eine Sache im Kopf, die mir keine Ruhe lässt: Ich habe während der Winterpause (vor ca 3000km) eine Griffheizung angebaut. Kurz hatte ich den Gedanken, dass diese ursächlich sein könnte, Aber: der Spannungsregler ist ja ein Längsregler, also wird die Lima immer unter Volllast betrieben, da der Regler die „überschüssige“ Leistung über den Shunt verfeuert. Dürfte also ein weiterer, hungriger Verbraucher, der Lima egal sein, freuen wird sich nur der Shunt, weil er weniger zu tun hat, bitte um eure kurze Einschätzung dazu. Und, hat wer eine Idee, wie man einfach eine Ladekontrollleuchte realisieren könnte, wie sie früher Standort war? Danke Euch und einen schönen Sonntag noch!

DLzG, Tom

#8047444
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Tom D. schrieb:

Aber: der Spannungsregler ist ja ein Längsregler, also wird die Lima immer unter Volllast betrieben, da der Regler die „überschüssige“ Leistung über den Shunt verfeuert.

Ein SHUNT-Regler ist immer ein QUER-Regler. Die Bordspannung mit einem kleinen Voltmeter (digi oder analog) aus dem Zubehör messen (hinter dem Zündschloss).

#8047450
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Hallo Dieter und hhinz, Die Heizung hat 5 Stufen und da bleibt dann die Leistung konstant, je nach Stufe. Ist von Haus aus eine mit eher geringer Leistung. Aber selbst wenn sie mehr Leistung zieht, dürfte die LiMa davon nichts mitbekommen, weil die ja bedingt durch das Prinzip des Reglers, immer im Volllastbetrieb arbeitet, denke ich mir zumindest so. Wegen der Kontrolleuchte, Danke für den Tip, schaue ich mir an.

DLzG, Tom

#8047595
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Tom D. schrieb:

Aber: der Spannungsregler ist ja ein Längsregler, also wird die Lima immer unter Volllast betrieben, da der Regler die „überschüssige“ Leistung über den Shunt verfeuert. Dürfte also ein weiterer, hungriger Verbraucher, der Lima egal sein, freuen wird sich nur der Shunt

Ich kenne diese Systeme nur von großen Japanern (180/210 Watt), aber Deines sieht schaltungsgleich aus. Da wurde eine der drei Phasen über den Lichtschalter geführt, ohne Licht also nur zwei Phasen benutzt.

Nicht Längs, aber auch nicht wirklich Parallel. Der ist keine ohmsche Last, sondern als Gleichrichter mit Thyristoren aufgebaut. Damit wird quasi die Phase kurzgeschlossen, der sich dabei ergebende Strom ist phasenverschoben und drückt mit seinem Magnetfeld die Leistung runter, ohne dass diese verheizt wir. Schon von den Abmessungen her kann man erahnen, dass man die Leistung nicht dauerhaft thermisch abgeführt bekäme.

Das Gebilde ist kurzschlußfest, aber nicht gegen ohmsche Überlast geschützt.

Tom D. schrieb:

Voltmeter ist ja quasi vorhanden, über das Kombiinstrument, da kann man die anzeigen lassen.

Kommt drauf an, wie technisch versiert man ist. Es gibt Zeigerinstrumente mit gespreizter Skala, da sieht man Probleme schon vor dem Ausfall. Ich habe sowas von VDO 80er-Jahre mit speziellem Motorradgehäuse.

B. schrieb:

Die Bordspannung mit einem kleinen Voltmeter (digi oder analog) aus dem Zubehör messen (hinter dem Zündschloss).

Wenn Du Zappelei willst, das Voltmeter gehört nahe an die Batterie, ich habe das mit einem kleinen Reedrelais gemacht, was von Zündung-Plus aktiviert wird.

Ich habe China-DVM-Bausteine mit drei Adern, da hat die Meßleitung über 100 kOhm und könnte dauerhaft dran bleiben. Ob bzw. wie lange das am Mopped lebt, kann ich nicht abschätzen.

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