Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Zu geringer Ladestrom Aprilia RS4 125


von Felix (Gast)


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Ich habe auch nochmal eine Frage...
Ich fahre eine Aprilia RS4 125 (2013/25000 km) Und auch ich habe eine 
viel zu niedrige Ladespannung. Im Leerlauf liegt diese bei ca. 12 Volt 
und bei 9000 rpm nur bei 12,9 Volt. Das ist so wenig, das die Blinker im 
Standgas gar nicht zu erkennen sind und erst ab 9000 normal hell 
leuchten (LED).  Aus der Lima kommen bei allen der drei Kabel gemessen 
bei 4000 rpm ~25 Volt. Ich bin mir nur nicht sicher ob dies normal ist? 
Regler hab ich auch bereits durch einen neuen gewechselt, ohne Erfolg. 
Hat jemand eine Idee?
MfG. Felix
von hinz (Gast)


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von Stefan (Gast)


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Hallo,

Ist denn die Batterie noch OK!!!???

Diese Limas können je nach Hersteller schon so 30V AC ausgeben, den Rest 
muss der Regler erledigen....


Die Spulen sollten intern in Stern verschaltet sein, der Sternpunkt 
liegt auf Masse (so kenn ich es von Honda..)

mit dem OHMMETER bei abgestecktem Stecker und Motor steht:

1. zwischen Motorgehäuse (= Masse) und jedem der 3 gelben Kabel sollte
der gleiche Widerstand messbar sein.
2. bei den Gelben untereinander sollte der gleiche Widerstand messbar 
sein.

2.
alles wieder zusammenstecken und bei laufendem Motor messen zwischen 
Motorgehäuse (Masse) und jeden der 3 gelben Pins

MESSGERÄT auf Wechselspannung (VAC) stellen.
bei Standgas sollten jeweils ca. 4-6V AC rauskommen
bei 6000U/min jeweils ca. 14-15V AC.

OHM-Werte dann posten
von Felix S. (felixs2000)


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Vielen Dank für deine Antwort!
Ja, die Batterie wurde bereits auf Verdacht getauscht.
Ich kenne mich mit Schaltplänen leider überhaupt nicht aus und steige da 
nicht durch... :(
Einige Werte habe ich bereits durchgemessen:
Widerstand zwischen der drei gelben Kabel der Lima 0,9 Ohm bei allen 
drei.
Widerstand zwischen Masse und den drei gelben Kabeln immer unendlich, 
wie es sich gehört.

Ist denn die Voltzahl die in den Regler/Gleichrichter geht normal oder 
zu wenig?
von asd (Gast)


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Wenn der Blinker bei 12V kaum zu sehen ist ist es was faul. Entweder 
Murks in der Blinker-LED-Elektronik oder di 12V kommen nicht beim 
Blinker an.
von Felix S. (felixs2000)


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Die Blinker Elektronik wurde bereits komplett gecheckt, ab 12,9 Volt 
(9000 rpm) funktionieren die Blinker einwandfrei. Das Motorrad hat 
zusätzlich bei höher Drehzahl vereinzelt Zündaussetzer, vielleicht auch 
zu wenig Spannung am Einspritzer??
von Manfred (Gast)


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Stefan schrieb:
> Die Spulen sollten intern in Stern verschaltet sein, der Sternpunkt
> liegt auf Masse (so kenn ich es von Honda..)
Solange von dem Ding keine Schaltung vorliegt, ist das blinde Raterei. 
Ich habe sehr viele Motorradelektriken repariert und beliebig viele 
Spielereien gefunden.

Die Drehstrommaschine mit fester Erregung ist mir aus der Suzuki 
GS-Reihe bekannt. Widerstandsmessung ist dort sinnlos, weil die maximal 
einstellige Ohm hat, Spannung unter Last bringt auch nichts. Da misst 
man die Wechselspannung bei abgeklemmtem Gleichrichter/Regler und 
erwartet über 100 Volt, so, wie es im Original Werkstatthandbuch steht.

Gerne genommen ist es auch, eine der drei Phasen über den Lichtschalter 
zu ziehen und nur bei Licht an den Gleichrichter zu schalten.

Bei einer 125er würde es mich nicht wundern, wenn die eine 
Schwunglichtanlage hat und für Batterie und Blinker eine eigene 
Ladespule, auf die Spitze getrieben hat das einmal Honda mit zwei 
Reglern. Eine Schwunglichtanlage mit Elektronikzündung (Benelli Sei) 
bringt einen kaum weniger zur Verzweifelung.

Viele Europäer reglen die Erregerseite, ich nenne das mal 
"Bosch-System", bei einem Japaner habe ich das noch nie gesehen.

Also: Unterlagen her!
von Felix S. (felixs2000)


Angehängte Dateien:

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Hab da jetzt was gefunden, hoffe es hilft euch weiter :)
von Manfred (Gast)


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Felix S. schrieb:
> Hab da jetzt was gefunden, hoffe es hilft euch weiter :)
Wow, neumodischer Kram :-)

Das sieht ja wirklich nach einem Drehstromgenerator (31) und 
Gleichrichter / Regler in einem Block (30) aus, wie bei diversen 
Japanern.

Da müssten die drei "G" vom Generator eine Verbindung nach Masse 
aufweisen, ich denke mal unter 2 Ohm. Die würde ich mal trennen und 
jeweils die Spannung bei laufendem Motor messen. Wenn die defekt ist, 
wird eine der drei erkennbar geringer sein.

Achtung - das ist Wechselspannung, also das Voltmeter auf "~". Abhängg 
vom DVM werden die Werte evtl. falsch sein, aber auf jeden Fall sollten 
sie untereinander gleich sein.
von Felix S. (felixs2000)


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Der Widerstand der drei Gelben untereinander (vom Regler getrennt) 
liegen bei 0,9 Ohm (alle Werte identisch) Und die Spannung aus den 
Gelben untereinander liegt bei 4000 rpm bei ~25 Volt bei jeder Messung 
(Also bei allen dreien).
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Scheint eine permanent erregte Drehstrom Lima zu sein. Wenn da auf den 
drei Ausgänge bei abgeklemmtem Regler Spannung rauskommt, wird es wohl 
die Nummer 30 sein, die putt ist - oder zumindest falsch eingestellt.
von Manfred (Gast)


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Felix S. schrieb:
> Und die Spannung aus den
> Gelben untereinander liegt bei 4000 rpm bei ~25 Volt bei jeder Messung
Scheint etwas wenig?

https://data2.manualslib.com/pdf2/46/4520/451914-aprilia/rs_125_workshop_manual.pdf?df9296ba5efe2e9f9331b9f0dd6a94c9&take=binary

"Standard voltage under no-load conditions: over 53 V (A.C.)
at 6000 rpm."

Google findet jede Menge zum Thema!
von hinz (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> wird es wohl
> die Nummer 30 sein, die putt ist - oder zumindest falsch eingestellt.

Oder keine richtige Masseverbindung mehr.
von Felix S. (felixs2000)


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Mir kam das auch ein bisschen wenig vor...
Aber woran kann das liegen, Das nicht genügend von der Lichtmaschine 
kommt? Es ist ein neuer gebrauchter Regler vom Händler verbaut. Dieser 
sollte nicht das kaputte Teil sein.
Gibt es noch Tests zur Bestimmung der Fehlers?
Auf dem Weg von der Lichtmaschine bis zu der Batterie sollte doch 
normalerweise kein anderer Stromabnehmer sein, daher muss doch das 
Problem bei der Lichtmaschine liegen oder Lieg ich da jetzt falsch?
von (º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· (Gast)


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> daher muss doch das Problem bei der Lichtmaschine liegen

Richtig.
von Stefan (Gast)


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lt. Manual
sollten bei abgesteckter Lima bei einer Drehzahl von über 5000rpm
ca. 54V AC (Wechselspannung rauskommen,
wenn man zwischen jeweils zwei der gelben Drähte misst.
Kommen die gleichmäßig raus, sind die Spulen der Lima
wenn zu wenig rauskommt, oder ungleichmäßig fehlt irgendwas in/an der 
Lima
Windungsschluss, durchgebrannt, locker oder so was..

Meist sind die Spulen durchgebrannt (schwarz)...
von Bernd (Gast)


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>Widerstand zwischen Masse und den drei gelben Kabeln immer unendlich,
>wie es sich gehört.

Wieso gehört sich das so? Sollte der Sternpunkt des Generators nicht auf 
Masse liegen? Ich denke schon.
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Bernd schrieb:
> Wieso gehört sich das so? Sollte der Sternpunkt des Generators nicht auf
> Masse liegen? Ich denke schon.

Muss nicht, das ist auch bei Drehstrom Motoren bzw. BLDC nicht üblich. 
Im Regler ist dann das Array aus 6 Dioden (und evtl. 3 Thyristoren), die 
aus den drei Phasen + und - machen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtmaschine#/media/File:Permanenterregte_Lichtmaschine.svg
Selbst bei einem vergossenen Regler ist es mit Komponententester recht 
einfach, herauszufinden, ob zumindest die Dioden alle i.O. sind.
von Bernd (Gast)


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Dann bezieht sich das Massezeichen an der Lima in dem Plan nur auf das 
Gehäuse?
Das ein Drehstrommotor keine Masseverbindung braucht ist klar, ist ja 
auch eine symetrische Last.

Aber war ja nur so eine Idee.
von hinz (Gast)


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Bernd schrieb:
>>Widerstand zwischen Masse und den drei gelben Kabeln immer
> unendlich,
>>wie es sich gehört.
>
> Wieso gehört sich das so? Sollte der Sternpunkt des Generators nicht auf
> Masse liegen? Ich denke schon.

Normalerweise hängt der Minuspol des Gleichrichters auf Masse, und wenn 
du dann auch den Sternpunkt erdest fließt hübsch viel Strom.
von Felix S. (felixs2000)


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Also meint ihr ich kann sicher davon ausgehen, Das etwas mit der Lima 
nicht stimmt? Dann würde ich den Motor am Wochenende mal aufmachen und 
gucken. Müsste man da gleich etwas erkennen oder kann/muss man dort noch 
Messungen vornehmen?
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Felix S. schrieb:
> Müsste man da gleich etwas erkennen oder kann/muss man dort noch
> Messungen vornehmen?

Es ist halt sehr unwahrscheinlich, das alle drei Generatorspulen der 
Lima auf einmal kaputtgehen. Wenn du die Messung mit den etwa 25V~ 
zwischen allen drei Phasen reproduzieren kannst, dann gehe ich eher 
davon aus, das mit den Magneten was nicht stimmt (rausgefallen oder 
schwach geworden), oder das mit dem mechanischen Aufbau was faul ist.
Reingucken solltest du also auf jeden Fall.
von Felix S. (felixs2000)


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Okay,
Gibt es dann eine Möglichkeit zu überprüfen ob die Magnete in Ordnung 
sind?
von (º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· (Gast)


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> Gibt es dann eine Möglichkeit zu überprüfen ob die Magnete in Ordnung
> sind?

Wenn die Wicklungen in Ordnung sind, nur mittelbar ueber die
erzeugte Spannung. Vielleicht liegt der Curiepunkt der Magnete
besonders niedrig...
von Felix S. (felixs2000)


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Das heißt, Das ich dann einen neuen Magneten bzw. Das Teil einbauen 
muss, richtig? Dann werde ich mich am Wochenende mal versuchen ran 
zumachen, Habe allerdings nicht so viel Zeit.
Ich kann aber ausschließen, dass es sich um ein anderes Problem handelt 
oder?
Ich poste nachher nochmal Messwerte von einer anderen Aprilia. Mein 
Kumpel fährt dieselbe Maschine und ist so nett auch einmal bei sich die 
Punkte durchzumessen, Dann sollten sich ja vergleichbare Ergebnisse 
zeigen.
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Felix S. schrieb:
> Gibt es dann eine Möglichkeit zu überprüfen ob die Magnete in Ordnung
> sind?

Das geht jetzt schon sehr weit, aber die Wellenform der Phasenausgänge 
gäbe da einen Hinweis - wenn du nur ein Oszilloskop anschliessen 
könntest. Steht bloss nicht bei jedem rum. Wenn alle Magnete da sind und 
arbeiten, müsste da etwas nahezu sinusförmiges rauskommen.
Magnete können auch ihre Kraft verlieren, aber bei einer 2013er ist das 
sehr unwahrscheinlich. Das passiert sonst nur, wenn die Dinger richtig 
heiss geworden sind und dann würde deine Maschine vermutlich nur noch 
ein schwarzer Toast sein.
von Felix S. (felixs2000)


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Das heißt das das mit den Magneten auch nicht so recht hinkommen 
kann...?
Bei der anderen Aprilia kam eine Leerlaufspannung an der Batterie von 
14,3 Volt und an den 3 gelben Kabeln auch von jeweils 25 Volt an, Also 
wie bei mir. Könnte dies doch auf einen anderen Defekt schließen bzw. 
gäbe es noch andere Möglichkeiten?
von Stefan (Gast)


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Tausch doch einfach mal den Regler um,
von der Maschine die geht in deine,
da kann ja nicht viel schiefgehen, dann wieder messen.

Sind die 25VAC bei abgestecktem Regler gemessen?
Welches Multimeter verwendest du? hatte schon welche, die billigen 
dinger.., die die sind offensichtlich im AC-Messbereich auf 50Hz 
geeicht,
bei anderen Frequenzen zeigen die Müll an!
von Felix S. (felixs2000)


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So einfach ist das nicht mit dem Umtauschen...
Er wohnt ca. 30 km von mir weg und so gut sind wir jetzt auch nicht.. 
War schon sehr dankbar das er die Tests durchgeführt hat.
Mit einem anderen Multimeter gemessen, kamen exakt die gleichen Werte 
heraus, Das ich hier keinen Defekt befürchte.
Ja, Bei abgestecktem Regler gemessen.

Es kann aber abgesehen von Lima und Regler keine Möglichkeit geben, Was 
defekt ist oder? Also sobald der Strom der Lima bei der Batterie ist, 
kann dieser dort auch gemessen werden, oder versteh ich das falsch?
von Felix S. (felixs2000)


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Mein Kollegen scheint dort aber einen Messfehler gemacht zu haben, 
weshalb die 25 Volt zu ignorieren sind.
von Cyborg (Gast)


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Felix S. schrieb:
> Also sobald der Strom der Lima bei der Batterie ist,
> kann dieser dort auch gemessen werden, oder versteh ich das falsch?

Du musst Strom und Spannung grundsätzlich unterschiedlich betrachten.
Strom fließt von der Quelle (Generator) durch die Last zur Quelle
zurück und Spannung sowohl am Generator, wie auch an der Last, liegt
an. Verlust an Spannung kann ursächlich am Generator oder an der Last 
liegen.  Ich vermute, das eine Windung im Generator defekt ist,
aber du schreibst ja, dass die Wicklungen alle okay wären.
Das der Permanentmagnet im Generator defekt sein soll, halte ich
für unwahrscheinlich, aber er könnte gebrochen oder lose sein.
von Manfred (Gast)


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Manfred schrieb:
> Da müssten die drei "G" vom Generator eine Verbindung nach Masse
> aufweisen, ich denke mal unter 2 Ohm. Die würde ich mal trennen und
> jeweils die Spannung bei laufendem Motor messen. Wenn die defekt ist,
> wird eine der drei erkennbar geringer sein.
Ich habe mir gerade mal einen Stator auf den Tisch geholt, der für eine 
Suzuki GS1100G gedacht war: Die Wicklungen haben keine Verbindung zur 
Masse, wie schon von anderen Kollegen korrigiert.

Beim Wicklungswiderstand zeigt mein DVM irgendwas an, also mal das 
Labornetzgerät drauf und eine Vierpolmessung: Zwischen je zwei 
Anschlüssen 1,1 Ohm.

Das Teil hat 18 Pole (=Wicklungen), bei der Messung misst man also den 
Widerstand über 12 davon. Wenn eine dieser einen Windungsschluß hat, 
kann man den auf diesem Wege ganz sicher nicht erkennen.

Als Induktivität zeigt das Japan-LCR 1,75mH an.
von Manfred (Gast)


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Stefan schrieb:
> Welches Multimeter verwendest du? hatte schon welche, die billigen
> dinger.., die die sind offensichtlich im AC-Messbereich auf 50Hz
> geeicht, bei anderen Frequenzen zeigen die Müll an!

Habe ich gestern schon erwähnt:
Manfred schrieb:
> Achtung - das ist Wechselspannung, also das Voltmeter auf "~". Abhängg
> vom DVM werden die Werte evtl. falsch sein, aber auf jeden Fall sollten
> sie untereinander gleich sein.

Hier ist ein älteres Zeigerinstrument eindeutig im Vorteil, es darf 
ruhig der typische Japaner 'Exacta' oder ähnlich sein.

Fahrkarten an AC geht auch mit teuer: Mein Fluke 77 war im Profibereich 
nicht unbedingt billig, aber fast alles außerhalb Sinus und Netzfrequenz 
kann man dem nicht glauben.
von Felix S. (felixs2000)


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Habe vorhin nochmal alles durchgemessen weil ich langsam verrückt werde 
mit diesem Italiener....
Bei den drei gelben Kabeln lagen bei Standgas 12 Volt (bei einem 
allerdings nur 8-9 Volt) an und bei Volllast, dass heißt kurz vorm 
Begrenzer bei 10 000 rpm ca. 50 Volt (außer bei dem einem Kabel wieder 
nur bei 40 Volt).
Der andere Aprilia Fahrer hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, Das 
bei ihm die 25 Volt bei Standgas bei jeder Messung der 3 Kabel anlagen.
Hab Außerdem erneut geprüft (wie im Werkstatthandbuch notiert) ob der 
Lima Massenschluss hat - negativ.
Kann sowas überhaupt vorkommen mit einem losen Magneten oder ähnliches? 
Wenn eine Wicklung nicht mehr will würde man dieses erkennen oder 
täusche ich mich da?
von Manfred (Gast)


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Felix S. schrieb:
> Habe vorhin nochmal alles durchgemessen weil ich langsam verrückt werde
> mit diesem Italiener....
> Bei den drei gelben Kabeln lagen bei Standgas 12 Volt (bei einem
> allerdings nur 8-9 Volt) an und bei Volllast, dass heißt kurz vorm
> Begrenzer bei 10 000 rpm ca. 50 Volt (außer bei dem einem Kabel wieder
> nur bei 40 Volt).
"(bei einem allerdings nur 8-9 Volt)"
"(außer bei dem einem Kabel wieder nur bei 40 Volt)"
Da ist eine defekte Wicklung sehr wahrscheinlich.

> Der andere Aprilia Fahrer hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, Das
> bei ihm die 25 Volt bei Standgas bei jeder Messung der 3 Kabel anlagen.
Ein Schluß in einer Wicklung drückt das Gesamtsystem runter, passt.

> Hab Außerdem erneut geprüft (wie im Werkstatthandbuch notiert) ob der
> Lima Massenschluss hat - negativ.
Das hatte ich bereits ergänzt, die Wicklungen haben keine 
Masseverbindung - also O.K.

> Kann sowas überhaupt vorkommen mit einem losen Magneten oder ähnliches?
> Wenn eine Wicklung nicht mehr will würde man dieses erkennen oder
> täusche ich mich da?
Am ausgebauten Stator sollte eine sichtbare Fehlstelle sein. Wenn das 
Ding von Nippon-Denso weiß mit Silikon vergloddert ist, sieht man die 
schlecht oder garnicht. Hilft nichts, Öl runter, Deckel auf!

Wenn Du damit durch bist, schraube Dir ein Voltmeter an die Karre. Ich 
hatte sowas an allen Motorrädern nachgerüstet und damit gesehen, wenn es 
ungewöhnlich wackelt oder in der Langstrecke die Spannung abfällt. War 
zwar doof, auf der Tour nach DK kurz nach dem Elbtunnel mal die Spannung 
der Lima zu messen und dann umzudrehen, aber zumindest kam ich auf 
eigenen zwei Rädern zurück in die heimische Garage (250km).
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Felix S. schrieb:
> Bei den drei gelben Kabeln lagen bei Standgas 12 Volt (bei einem
> allerdings nur 8-9 Volt) an und bei Volllast, dass heißt kurz vorm
> Begrenzer bei 10 000 rpm ca. 50 Volt (außer bei dem einem Kabel wieder
> nur bei 40 Volt).

Ja, dann ist ja doch eine Wicklung anders als die anderen - sag mal, wie 
misst du denn da?
Nun klingt es nämlich so, als ob eine Wicklung teilweise Windungsschluss 
hat. Mit einem Milliohmmeter oder guten L-Messgerät evtl. zu prüfen, mit 
einem normalen DMM nicht.
von Manfred (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Ja, dann ist ja doch eine Wicklung anders als die anderen - sag mal, wie
> misst du denn da?
In den Suzuki-Werkstatthandbüchern wird beschrieben, die 
Leerlaufspannung zwischen den Phasen zu messen. Diese Aprillia dürfte 
ähnlich sein, wenn sie nicht sogar vom selben Zulieferer stammt.

> Nun klingt es nämlich so, als ob eine Wicklung teilweise Windungsschluss
> hat. Mit einem Milliohmmeter oder guten L-Messgerät evtl. zu prüfen, mit
> einem normalen DMM nicht.
Milliohmmeter, na ja, da sind schon die Leitungen und 
Übergangswiderstände im Wege. Ich habe da vorhin mit dem Labornetzteil 1 
Ampere draufgegeben und die Spannung gemessen, da geht es um 1 Ohm 
Gesamtwiderstand über mehrere Wicklungen. Damit einen einzelnen 
Windungsschluß zu erkennen, halte ich für unmöglich.

Die L-Messung kannst Du auch abhaken, solange das Ding eingebaut im 
Magnetfeld ist - habe ich alles schon durch. Drehstrom und Magnetismus, 
nicht gerade das Fachgebiet eines Elektronikers.
von Felix S. (felixs2000)


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Ich dachte immer das die Unterschiede größer wären, wenn Windungen nicht 
funktionieren. Aber so kann man sich irren, allerdings scheinen alle 
Werte nicht besonders hoch zu sein...
Kann es denn sein das durch eine defekte Wicklung die anderen Werte mit 
in den Keller gezogen werden können?
von hinz (Gast)


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Manfred schrieb:
> zwischen den Phasen zu messen.

Unbedingt!
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Felix S. schrieb:
> Kann es denn sein das durch eine defekte Wicklung die anderen Werte mit
> in den Keller gezogen werden können?

Das hängt davon ab, ob die Wicklungen in der LiMa im Stern oder in 
Dreieck verschaltet sind. Stern bringt mehr Spannung, aber du misst 
immer zwei Wicklungen auf einmal, was bedeutet das zwei Messungen die 
fehlerhafte Wicklung einbeziehen, und nur eine die volle Spannung zeigt.
Dreieck bringt weniger Spannung, aber du misst jede Wicklung einzeln, 
also zeigt nur eine Messung zu niedrige Spannung und die beiden anderen 
nicht.

Die o.a. Schaltung aus Wikipedia zeigt die LiMa im Stern, aber das ist 
nicht zwingend bei Aprilia auch so.
von Felix S. (felixs2000)


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Bei der Aprilia handelt es sich um eine Sternlichtmaschine, Also ist 
dies durchaus denkbar?
von Felix S. (felixs2000)


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So. Hab den Motor eben aufgemacht und es scheint dann wohl der Stator zu 
sein.
Vielen Dank für eure Hilfe!!

MfG. Felix
von Dieter W. (dds5)


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Felix S. schrieb:
> ... es scheint dann wohl der Stator zu sein.

Ja, die Spule in Position 12 Uhr sieht ziemlich knusprig aus.
von Felix S. (felixs2000)


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Und genauso riecht sie auch und ist pechschwarz, werde euch dann 
berichten ob danach alles wieder gut ist :)
von Tom D. (tom_d670)


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Hallo,
ich möchte den Fred noch mal hoch holen. Es geht konkret um die Aprilia 
RS125 meiner Tochter. Diese hatte vor kuzem das Problem dass die 
Batterie nicht geladen wurde. Nach diversen Messungen am Regler und der 
Lima (3 Spulen, Stern ohne Masse am Sternpunkt), alle o.B, ging sie 
wieder. Heute nun das gleiche Problem:
Im Standgas alles ok, sobald die Drehzahl über 6000 kommt beim Gas 
geben, flackert der Frontscheinerfer und sie nimmt kein Gas mehr an. 
Messung der Widerstände der LiMa, mit DMM gemssen:
Es dauert eine Weile (ca. 5 sekunden) bis sich die Werte eingependelt 
haben.
Pins 1-2:0.4 Ohm
Pins 1-3: 0.4 Ohm
Pins 2-3: 0.2 Ohm
Erneut 1-3: 0.2 Ohm, seltsam, aber mehrfach gemessen.
Spannungn verhalten sich analog dazu.
enn ich die Batterie lade, die LiMa vom Regler trenne und das Mopped 
anlasse, ist alles normal, die Drehzahl geht sauber hoch.
Ist es denn denkbar, dass eine Wicklung mit Schluss ab einer gewissen 
Drehzahl die Spannung so in den Keller zieht dass sie aus geht?
Auch bemerkensert war, fällt mir noch ein, der Regler war nach der Fahrt 
komplett kalt.
Zu mir, ich bin gelernter E- Installateur mit etWas Halbwissen im 
Elektronikbereich, kenne Schaltungsarten und kann mit Messgeräten 
umgehen, mein Equipment ist im oberen Amateurbereich angesiedelt, Leider 
kein Oszi :-(
Wäre toll, könnte jemand den Fred noch mal beleben und mir Licht ins 
Dunkel bringen.Danke schon mal,
Schöne Grüße,
Tom
von Manfred P. (pruckelfred)


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Tom D. schrieb:
> Lima (3 Spulen, Stern ohne Masse am Sternpunkt),

> Messung der Widerstände der LiMa, mit DMM gemssen:
> Es dauert eine Weile (ca. 5 sekunden) bis sich die Werte eingependelt
> haben.
> Pins 1-2:0.4 Ohm
> Pins 1-3: 0.4 Ohm
> Pins 2-3: 0.2 Ohm
> Erneut 1-3: 0.2 Ohm, seltsam, aber mehrfach gemessen.
> Spannungn verhalten sich analog dazu.

Lichtmaschine abklemmen und bei erhöhter Drehzahl die Leerlauspannungen 
(Wechselspg) zwischen den drei Phasen messen. Die müsste irgendwo bei 
80..150 Volt liegen und natürlich an allen drei gleich.

Tom D. schrieb:
> flackert der Frontscheinerfer und sie nimmt kein Gas mehr an.

Das ist für einen Lichtmaschinenfehler unlogisch, wenn es wirklich eine 
Drehstromanlage mit Batterie ist. Oder nur, wenn die Batterie tot ist - 
extern laden und schauen, wie lange sie bei Motor aus Abblendlicht 
liefert.

Schaltplan von der Karre?
von Tom D. (tom_d670)


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Hallo Manfred,
Danke für die schnelle Antwort.
Ja, Schaltplan habe ich, zwar vom Vorgängermodell, aber die betreffenden 
Teile sind die selben. Leider werden weder Regler noch LiMa mit 
internverschaltung dargestellt sondern nur als Blackbox.
Batterie ist neu. Und sie hat auch noch Spannung nach dem Ausgehen. Ich 
kann direkt wieder Starten. Und, wenn ich das Spiel mit abgeklemmtem 
Regler mache, verhält sie sich normal, bis auf die Batteriespannung, die 
langsam abfällt.
Da ist vieles untypisch.
Die Leerlaufspannung ohne Regler liegt weit unter 80V. Und zwischen 2 
Pins eben niedriger (20V zu 8V, ca. das messe ich morgen noch mal nach). 
Aber wenn eine Spule einen Schluss hätte, müsste ich doch eigentlich 
zwischen 2 Pin- Paaren weniger messen, Moment, das passiert ja, wenn ich 
ein zweites Mal Messe…
Was mich auch noch wundert, sind die Widerstände, klar, 0.4 Öhmer sind 
nicht viel, aber das Einpendelverhalten ist komisch, wenn ich die 
Strippen anlege geht das DMM auf ca.14 Ohm, dann innerhalb ca. 1 Sekunde 
auf 0 und dann wieder hoch auf die 0.4. macht sich da das sich 
aufbauende Magnetfeld durch den winzigen Messstrom so bemerkbar? Spulen 
sind schon komische Menschen… Wenn aber der Schluss nicht nur eine Spule 
betrifft, sondern mehrere, was ist dann? Liegt auf einem „Finger“ vom 
Stator immer nur eine Wicklung oder wäre es auch denkbar, dass durch 
wegschmelzen der Isolierung ein Schluss von einer Wicklung auf eine 
andere passiert?
Ich organisiere jetzt mal Regler und Stator, tauschier der Einfachheit 
halber zuerst den Regler und wenn sich nix ändert muss ich wohl
Öl ablassen, Deckel öffnen und Stator tauschen… :-(
Schöne Grüße,
Tom
: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Tom D. schrieb:
> Die Leerlaufspannung ohne Regler liegt weit unter 80V. Und zwischen 2
> Pins eben niedriger (20V zu 8V, ca. das messe ich morgen noch mal nach).

Auch bei erhöhter Drehzahl 5000 U/min? Aber nochmal: Die muß zwischen 
allen drei gleich sein, andernfalls ist eine Spule kaputt.

> Aber wenn eine Spule einen Schluss hätte, müsste ich doch eigentlich
> zwischen 2 Pin- Paaren weniger messen, Moment, das passiert ja, wenn ich
> ein zweites Mal Messe…
> Was mich auch noch wundert, sind die Widerstände, klar, 0.4 Öhmer sind
> nicht viel, aber das Einpendelverhalten ist komisch, wenn ich die
> Strippen anlege geht das DMM auf ca.14 Ohm,

Vergiss das einfach, diese Null-Komma-Etwas Ohm kannst Du nicht 
zuverlässig messen, Deine Meßleitungen und deren Übergangswiderstände 
sind in der gleichen Größenordnung.

> dann innerhalb ca. 1 Sekunde
> auf 0 und dann wieder hoch auf die 0.4. macht sich da das sich
> aufbauende Magnetfeld durch den winzigen Messstrom so bemerkbar? Spulen
> sind schon komische Menschen…

Da hat aber jemand bei den Grundlagen nicht aufgepasst? Das Multimeter 
misst mit Gleichstrom, dem ist Magnetismus vollkommen egal.

> wenn sich nix ändert muss ich wohl
> Öl ablassen, Deckel öffnen und Stator tauschen… :-(

Oder man legt das Mopped auf die Seite anstatt Öl abzulassen? Auf jeden 
Fall ist es geschickt, vorab eine neue Deckeldichtung zu haben.
von Tom D. (tom_d670)


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Moin,
Nochmals ein Danke.
Dass eine Spule vom Gleichstrom nicht beeinflusst wird ist mir schon 
bewusst, genau deswegen reite ich ja so auf diesem Einpendeln herum. 
Dichtung ist obligatorisch, klar, und Danke für den Tipp mit auf die 
Seite legen, das probiere ich aus.
Wär ich auch von selber nie drauf gekommen, in einem Forum für MC mein 
Moppedproblem einzustellen. Aber zeigt mal wieder, Community wirkt immer 
;-)
Grüße,
Tom
von Michael W. (miks)


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Vielleicht verschiebt ein Moderator diesen Faden ja mal nach 
'Fahrzeugelektronik'...
von Tom D. (tom_d670)


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Guten Morgen,
Ich wollte noch ein finales Update einstellen.
Das Mopped läuft wieder, die Batterie wird geladen und Töchterlein 
glücklich :-)
Woran es lag?
An der Lichtmaschine. Es sehen ein paar der Spulen nicht mehr ganz 
gesund aus, sondern eher wie ein Steak, das auf dem Grill vergessen 
wurde.
Jetzt habe ich noch eine Sache im Kopf, die mir keine Ruhe lässt:
Ich habe während der Winterpause (vor ca 3000km) eine Griffheizung 
angebaut. Kurz hatte ich den Gedanken, dass diese ursächlich sein 
könnte, Aber: der Spannungsregler ist ja ein Längsregler, also wird die 
Lima immer unter Volllast betrieben, da der Regler die „überschüssige“ 
Leistung über den Shunt verfeuert. Dürfte also ein weiterer, hungriger 
Verbraucher, der Lima egal sein, freuen wird sich nur der Shunt, weil er 
weniger zu tun hat, bitte um eure kurze Einschätzung dazu.
Und, hat wer eine Idee, wie man einfach eine Ladekontrollleuchte 
realisieren könnte, wie sie früher Standort war?
Danke Euch und einen schönen Sonntag noch!

DLzG,
Tom
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Tom D. schrieb:
> Dürfte also ein weiterer, hungriger Verbraucher, der Lima egal sein,...

Das kommt auf die Leistung und Widerstand der Griffheizung an. Es gibt 
welche, die in der Startphase kurzzeitig eine höhere Leistung abrufen.
von H. H. (hhinz)


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Tom D. schrieb:
> wie man einfach eine Ladekontrollleuchte
> realisieren könnte,

Batteriespannung messen, z.B. mit TL431. Dabei Kondensator an REF, damit 
nicht gleich jeder kleine Spike die LED blitzen lässt.
von B. (overdrive)


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Tom D. schrieb:
> Aber: der Spannungsregler ist ja ein Längsregler, also wird die
> Lima immer unter Volllast betrieben, da der Regler die „überschüssige“
> Leistung über den Shunt verfeuert.

Ein SHUNT-Regler ist immer ein QUER-Regler.
Die Bordspannung mit einem kleinen Voltmeter (digi oder analog) aus dem 
Zubehör messen (hinter dem Zündschloss).
von Tom D. (tom_d670)


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Hallo Dieter und hhinz,
Die Heizung hat 5 Stufen und da bleibt dann die Leistung konstant, je 
nach Stufe. Ist von Haus aus eine mit eher geringer Leistung.
Aber selbst wenn sie mehr Leistung zieht, dürfte die LiMa davon nichts 
mitbekommen, weil die ja bedingt durch das Prinzip des Reglers, immer im 
Volllastbetrieb arbeitet, denke ich mir zumindest so.
Wegen der Kontrolleuchte, Danke für den Tip, schaue ich mir an.

DLzG,
Tom
von Tom D. (tom_d670)


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Hallo,
Ja klar, quer und längs vertan, sorry.
Voltmeter ist ja quasi vorhanden, über das Kombiinstrument, da kann man 
die anzeigen lassen.
Ich hätte lieber eine rote Lampe, denn die ist eben präsent wenn sie 
angeht.

Danke Euch allen.

Tom
von Manfred P. (pruckelfred)


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Tom D. schrieb:
> Aber: der Spannungsregler ist ja ein Längsregler, also wird die
> Lima immer unter Volllast betrieben, da der Regler die „überschüssige“
> Leistung über den Shunt verfeuert. Dürfte also ein weiterer, hungriger
> Verbraucher, der Lima egal sein, freuen wird sich nur der Shunt

Ich kenne diese Systeme nur von großen Japanern (180/210 Watt), aber 
Deines sieht schaltungsgleich aus. Da wurde eine der drei Phasen über 
den Lichtschalter geführt, ohne Licht also nur zwei Phasen benutzt.

Nicht Längs, aber auch nicht wirklich Parallel. Der ist keine ohmsche 
Last, sondern als Gleichrichter mit Thyristoren aufgebaut. Damit wird 
quasi die Phase kurzgeschlossen, der sich dabei ergebende Strom ist 
phasenverschoben und drückt mit seinem Magnetfeld die Leistung runter, 
ohne dass diese verheizt wir. Schon von den Abmessungen her kann man 
erahnen, dass man die Leistung nicht dauerhaft thermisch abgeführt 
bekäme.

Das Gebilde ist kurzschlußfest, aber nicht gegen ohmsche Überlast 
geschützt.

Tom D. schrieb:
> Voltmeter ist ja quasi vorhanden, über das Kombiinstrument, da kann man
> die anzeigen lassen.

Kommt drauf an, wie technisch versiert man ist. Es gibt 
Zeigerinstrumente mit gespreizter Skala, da sieht man Probleme schon vor 
dem Ausfall. Ich habe sowas von VDO 80er-Jahre mit speziellem 
Motorradgehäuse.

B. schrieb:
> Die Bordspannung mit einem kleinen Voltmeter (digi oder analog) aus dem
> Zubehör messen (hinter dem Zündschloss).

Wenn Du Zappelei willst, das Voltmeter gehört nahe an die Batterie, ich 
habe das mit einem kleinen Reedrelais gemacht, was von Zündung-Plus 
aktiviert wird.

Ich habe China-DVM-Bausteine mit drei Adern, da hat die Meßleitung über 
100 kOhm und könnte dauerhaft dran bleiben. Ob bzw. wie lange das am 
Mopped lebt, kann ich nicht abschätzen.
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