Der FOCUS schreibt, die Apparatur schafft 10.800 (zehntausend!) Watt Leistung, der NDR berichtet von 1,8 (einskommaacht) KW, also 1800 Watt.
Wer schreibt falsch?
Der Wirkungsgrad von Windkraftanlagen steigt mit zunehmendem Abstand vom Boden -- auch, weil dort die Windgeschwindigkeit höher ist.
Es wäre daher wenigstens sinnvoll gewesen, das Ding höher zu bauen (laut "Fockus" hätte das Teil fünf Meter höher sein dürfen, ohne daß das eine Genehmigung gebraucht hätte).
Jedenfalls ist mit einer Armortisierung dieses Konstrukts weder zu Lebzeiten des Erbauers noch seiner Kinder zu rechnen.
Was kostet an dem Plunder so extrem viel Geld? 70.000€ hat dieser Ingenieur angeblich seiner Frau aus dem Kreuz geleiert dafür.
7000 wäre mehr als genug!
Max 300W gibt eine Turbine her, ergibt 10.800 W bei 36 Aeroleafs.
Die sich natürlich nie gegenseitig abschirmen.
Die Energie die aus einem Windrad entnommen werden kann wird durch die überstrichene Fläche und dem Wirkungsgrad definiert (Luftdichte, Geschwindigkeit mal ausgelassen, da das für alle Systeme gilt).
3-blättrige Windräder haben einen Wirkungsgrad von 0.4
Journalisten, die das mit den 300W pro Einheit übernehmen, sollten zu einer halben Stunde Ergometer bei 300W verdonnert werden. Dann würde ihnen vielleicht auffallen, dass da was nicht so ganz stimmen kann.
Journalisten, die das mit den 300W pro Einheit übernehmen, sollten zu
einer halben Stunde Ergometer bei 300W verdonnert werden. Dann würde
ihnen vielleicht auffallen, dass da was nicht so ganz stimmen kann.
Du erwartest DEUTLICH zuviel von heutigen "Journalisten". Am Ende verstecken sie sich immer wieder hinter "Laut Hersteller"
Sorry, nein. Zumindest bei den abgebildeten Geräten steht die Physik der Idee entgegen, dass die Dinger 300W liefern könnten. Egal, wieviel Wind weht. Die Generatoren selbst mögen das kurzzeitig bringen, aber der Wind wird niemals 300W auf deren Welle bringen können.
Der Fokus schreibt es schon richtig indem er die maximalen Leistungsangaben der Generatoren aufsummiert. In der Praxis wird das kaum erreicht werden. Dazu sind Stürme zu böig. Auch die Windräder nicht weit genug auseinander um sich nicht gegenseitig nicht zu stören. D.h. die Leistung ist nur bei 1a-Bedingungen im Windkanal zu erreichen.
Im realen Fall vom standardisierten Durchschnittswind bei einer Nennwindgeschwindigkeit von 12 m/s bis 16 m/s dürften die 1,8kW zutreffen.
Da hat sich einer für 70.000€ einen Windbaum in den Garten gestellt und
der macht ihm Strom: ...
Im Vergleich dazu macht ein Maserati viel weniger her.
Die Preise für einen Maserati variieren je nach Modell stark. Der Einstiegspreis für neue Modelle liegt bei etwa 83.000 €, wobei sportliche Topmodelle oder Supersportwagen schnell die Marke von 250.000€ übersteigen.
Da stellt er sich doch viel besser so einen Baum in den Garten anstelle sich mit dem Supersportwagen irgendwo um den Baum zu wickeln.
Ich denke, das ist eine Geschichte, die sich die Herstellerfirma so ausgedacht und in den Medien lanciert hat.
Kein vernünftiger Mensch würde 70k investieren für solch einen erbärmlichen Ertrag.
Sorry, nein. Zumindest bei den abgebildeten Geräten steht die Physik der
Idee entgegen, dass die Dinger 300W liefern könnten. Egal, wieviel Wind
weht. Die Generatoren selbst mögen das kurzzeitig bringen, aber der Wind
wird niemals 300W auf deren Welle bringen können.
Woran machst du das fest? Ein 70W-Maxon Außenläufer ist nur unwesentlich größer als ein Hockeypuck. Die Generatoren sind deutlich größer...
Jedenfalls ist mit einer Armortisierung dieses Konstrukts weder zu
Lebzeiten des Erbauers noch seiner Kinder zu rechnen.
Bei 1.800W erziehlter Leistung im Mittel und einem Durschnittlichen Preis von 37 Cent/kWh (gesamt 189.000kWh bei 70k€) amortisiert sich das bei einer Investition von 70.000€ bereits nach 11 Jahren. Bei 32 Cent/kWh nach 13 Jahren.
Gemini: Die mittlere Windgeschwindigkeit liegt dort bei rund 6m/s und da liegt die elektrische Leistung eines einzelnen Aeroleaf (Modell Aeroleaf 300W von New World Wind) bei etwa 15 bis 20 Watt.
"Ja, Windräder verändern den Strömungswiderstand in der bodennahen Atmosphäre. In modernen Wetter- und Klimamodellen (wie z. B. dem Wettermodell WRF oder dem europäischen HARMONIE-System) werden Windparks daher nicht als einzelne, starre Objekte abgebildet, sondern über sogenannte Wind-Farm-Parametrisierungen (WFP) mathematisch simuliert."
"Umsetzung: In den Rechengittern der Wettermodelle wird dieser Effekt oftmals so umgesetzt, als würde man die natürliche Rauhigkeitslänge (Roughness Length) der Erdoberfläche in dem betreffenden Gitterquadrat künstlich erhöhen."
"Detaillierte wissenschaftliche Publikationen zu diesen Modellierungen finden sich unter anderem in den Beschreibungen der National Renewable Energy Laboratory (NREL) oder im Fachbereich der Copernicus Publications (WES)."
Wenn wieder die Wettervorhersage nicht stimmt, dann liegt das daran, dass die Windgeneratorenbetreiber wieder mal nicht die Daten für die Anpassung der Bodenrauhigkeitswerte abgeliefert haben. 😆
Masse und realistische maximale Geschwindigkeit der Luft im Verhältnis zur angenommenen Größe der Devices (wirksame Fläche für den Energieübergang, nicht die des Generators). Das passt schon nicht so richtig, bevor der Wirkungsgrad überhaupt ins Spiel kommt. Danach erst recht nicht mehr.
Ansonsten wie gesagt: Einfach mal Ergometer auf 300W einstellen, treten und überlegen, ob Wind das bei den auf den Bildern zu sehenden Geräten schaffen könnte.
Stimmt. 1 human power (hp) ist natürlich viel weniger als 1 Pferde-Stärke (PS).
Bei einer Couch Potato wären durchaus 20 hp vergleichbar mit 1 PS.
Ausdauersport (z.B. Radsport, Tour de France): Profis treten über Etappen hinweg oft bis 350...400 W im Durchschnitt. An kurzen, steilen Anstiegen können sogar Spitzenwerte von über 1000 W erreicht werden.
Dreifache ihres eigenen Körpergewichts.
Schnelligkeit & Sprungkraft (z.B. Sprint): Kurzzeitige Leistungsabgaben im explosiven Bereich gehen weit über 1000
bis 2000 W, bezogen auf wenige Sekunden.
Der FOCUS schreibt, die Apparatur schafft 10.800 (zehntausend!) Watt
Leistung, der NDR berichtet von 1,8 (einskommaacht) KW, also 1800 Watt.
Wer schreibt falsch?
Die Leistung, die im Windfeld steckt, hängt übrigens stark von der
Windgeschwindigkeit ab
Und wie ich schon andeutete, ist die in Bodennähe deutlich geringer als weiter oben - ein nur 10m hoher "Baum" ist also nicht ganz so bescheuert wie ein Indoor-Windrad, aber schon nicht mehr sehr weit davon entfernt.
Sonst muss man den Strom für ca. 8ct/kWh verkaufen.
Von dem der Staat den größten Teil kassiert.
Wieso das?
Anders als Solar, die bis 30kwp steuerfrei sind, unterliegen Kleinwindkraftanlagen der Steuerpflicht, wenn der damit erzeugte Strom nicht mindestens zu 90% dem privaten Eigenbedarf dient.
und dann hat man zig Lager und zig Generatoren also zig Verschleißteile und zig Verluste ....
Kumpel von mir hat sich so n Vevor Windgenerator bestellt, angeblich 1 kW, dann haben wir den Generator mal in die Standbohrmaschine gepackt und mit elektronischer Last geschaut was wir heraus bekommen. Diverse Drehzahlen ausprobiert, auch solche die das Ding nie real erreichen könnte. Es ist uns nicht gelungen aus dem Generator mehr als 50 W heraus zu bekommen.
Die Mühle hat vielleicht 1 kW Heizleistung wenn man den Krempel in den Ofen steckt.
Bei WKA gilt grundsätzlich, je kleiner je beschissener der Wirkungsgrad.
Stimmt, den feinen Unterschied zwischen imperialistischen und metrischen Pferden hatte ich großzügig übersehen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Horsepower#Definitions
Das Meter ist ein Produkt der französischen Revolution, das ist für die USA sehr suspekt.
1hp=745.700 W (imperial)
1PS=735.49875 W, or 98.6% of an imperial horsepower.
und dann hat man zig Lager und zig Generatoren also zig Verschleißteile
und zig Verluste ....
Kumpel von mir hat sich so n Vevor Windgenerator bestellt, angeblich 1
kW, dann haben wir den Generator mal in die Standbohrmaschine gepackt
und mit elektronischer Last geschaut was wir heraus bekommen. Diverse
Drehzahlen ausprobiert, auch solche die das Ding nie real erreichen
könnte. Es ist uns nicht gelungen aus dem Generator mehr als 50 W heraus
zu bekommen.
Die Mühle hat vielleicht 1 kW Heizleistung wenn man den Krempel in den
Ofen steckt.
Bei WKA gilt grundsätzlich, je kleiner je beschissener der Wirkungsgrad.
Kleinwindanlagen sind gut auf Segelyachten und anderen Hobbyanwendungen und auch da gilt, dass häufig der grösste Mist mit utopischen Versprechungen angeboten und auch verkauft wird.
Sollte der angeführte Windbaumbesitzer wirklich 70T bis 75T investiert haben, hat er wohl zu viel Geld, wollte Kunst am Bau, oder sonst was, verienen oder sparen dürfte er damit bestimmt nicht.
Dumm wäre es dennoch auf eine Einspeisevergütung zu verzichten, nur weil diese im Verhältnis zu den Anschaffungs- und Wartungskosten sehr niedrig ausfällt.
;-) Selbst das ist gründlich schief gegangen. Die Dinger sehen wie ein schlimmes Zugunglück aus. Grauenvoll anzusehen, aber dennoch wird der Blick in morbider Faszination davon angezogen.
Je nach Geschmack in mehreren Farben erhältlich:
Blattfarbe orange/blue/green und Stamm in brown/white/grey, andere auf Anfrage.
Mit dem Straßenmöbel "koordinieren" heißt auf englisch "to coordinate"?
Auf Wunsch auch mit LEDs beleuchtbar (das beeinträchtigt den Wirkungsgrad, aber das ist dann auch uninteressant).
https://dict.leo.org/englisch-deutsch/to%20coordinate
to coordinate
anordnen | ordnete an, angeordnet |
aufeinander abstimmen | stimmte ab, abgestimmt |
einheitlich leiten | leitete, geleitet |
etw. koordinieren | koordinierte, koordiniert |
etw. abstimmen | stimmte ab, abgestimmt |
na gut, mit etwas gutem Willen passt es.
Was so aussieht, muss sich drehen, klappern und quietschen, damits als Kunst durchgeht... Dafür könnte der produzierte Strom an Windigen Tagen, durchaus reichen. :DDD
Wer im Süden Deutschlands lebt (oder gar in der Schweiz), sollte mal das Ausstellungsgelände in der Schweiz besuchen. Ich kann mich an keine Kunst erinnern, die mir so viel Freude bereitet hat.
Mit dieser Aussage kommst du etwas spät. Windanlagen auf Yachten sind laut (wegen des geringen Abstandes) und bergen immer Gefahren.
Ein Großteil der Yachten fährt in ausreichend besonnten Teilen der Welt und nutzt deshalb inzwischen Photovoltaik.
Jedenfalls ist mit einer Armortisierung dieses Konstrukts weder zu
Lebzeiten des Erbauers noch seiner Kinder zu rechnen.
Bei 1.800W erziehlter Leistung im Mittel und einem Durschnittlichen
Preis von 37 Cent/kWh (gesamt 189.000kWh bei 70k€) amortisiert sich das
bei einer Investition von 70.000€ bereits nach 11 Jahren. Bei 32
Cent/kWh nach 13 Jahren.
Also schlecht hört sich das garnicht an.
Und wie immer in solchen Fällen: finde den Fehler…
Jedenfalls ist mit einer Armortisierung dieses Konstrukts weder zu
Lebzeiten des Erbauers noch seiner Kinder zu rechnen.
Bei 1.800W erziehlter Leistung im Mittel und einem Durschnittlichen
Preis von 37 Cent/kWh (gesamt 189.000kWh bei 70k€) amortisiert sich das
bei einer Investition von 70.000€ bereits nach 11 Jahren. Bei 32
Cent/kWh nach 13 Jahren.
Also schlecht hört sich das garnicht an.
Und wie immer in solchen Fällen: finde den Fehler…
Oliver
welchen denn speziell? Da sind so viele drinnen, kannst Du eingrenzen welchen genau Du meinst? die 1800W Mittel? Die 32ct? Die unkalkulierte Anlagenrendite?
Wenn die Anlagen an Orten mit üblichen Windverhältnisse, wo man Orte und Stadte baute liegt, dann liegen die Flautenzeiten unter 3m/s bei 50...70% der Jahresstunden (365 x 24).
Zurück zur Frage, ob das Unfug oder Alternative sei, finde ich, dass beides nicht zutrifft.
Thüdingshausen hat schon mal mehr Wind als die flache Voralpenlandschaft bis zu 30km vom Fuße der Alpen entfernt.
Allerdings die Kosten amortisieren sich nicht. Der Baum bringt aber mehr Leistung und Ertrag als eine Balkonsolaranlage. In Verbindung mit einem Energiespeicher wäre das durchaus eine alternative Notstromversorgung.
D.h. der Baum ist meiner Meinung nach eine nette Spielerei, also mit Spaßfaktor, Aufmerksamkeitsfaktor und auch Nutzfaktor.
Was allerdings fehlt, ist noch ein zweiter Windbaum um eine Langdrahtantenne für den Amateurfunkdienst, sowie Funkamateurenden (gegendert), dazwischen zu spannen.
Der Baum bringt aber mehr
Leistung und Ertrag als eine Balkonsolaranlage.
Dafür kostet er ja auch nur "etwas" mehr als alle Balkonsolaranlagen eines kompletten Dorfes zusammen. Und ob er wirklich mehr Leistung bringt, ist eine Frage der bodennahen Windausbeute. Die ist eher gering; und auf einem der Bilder (verlinkt im Eröffnungsbeitrag) sieht man auch benachbarte Bäume, die den Etrag noch weiter drosseln.
Der Fokus schreibt es schon richtig indem er die maximalen
Leistungsangaben der Generatoren aufsummiert. In der Praxis wird das
kaum erreicht werden. Dazu sind Stürme zu böig. Auch die Windräder nicht
weit genug auseinander um sich nicht gegenseitig nicht zu stören. D.h.
die Leistung ist nur bei 1a-Bedingungen im Windkanal zu erreichen.
Im realen Fall vom standardisierten Durchschnittswind bei einer
Nennwindgeschwindigkeit von 12 m/s bis 16 m/s dürften die 1,8kW
zutreffen.
Meine Güte, Dieter, bleib doch beim Thema. Der zitierte Text von dir hier ist richtig und passt - die offene Frage ist aber: 2016 ging schon das Original-Unternehmen pleite. Bezahlt das folgende Unternehmen PR-Leute?
nun ratet mal warum Trafos, Generatoren und Motore erst riesig werden müssen im 99,x% Wirkungsgrad zu erreichen.
Sucht doch mal eins dieser (50Hz bei Trafos) Dinge mit diesem Wirkungsgrad zu finden in unseren eigenen verbauten Gegenständen im Hobbybereich.
Warum wohl stehen die großen Windkraftanlagen weit weg von Nachbarn im Meer oder auf weiten Ackerflächen? Damit sie nicht stören.