Spannungsteiler an Gate von NMOS

OP #8057719
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Es ist wieder passiert. Praktisch jede NMOS-Schaltung, die hier vorgestellt wird, setzt den Widerstand zur Gate-Entladung hinter den Angstwiderstand: Beitrag "PNP High Side Switch"
Siehe Ausschnitt in 0.png. So geht doch wertvolle Spannung verloren, vor allem, wenn man wie hier einen für 4,5V spezifizierten NMOS mit 3,2V ansteuert. Allerdings macht Verhältnis von 1:1000 in diesem Beispiel kaum einen Unterschied, es gab aber schon andere Fälle.

Warum macht das keiner so wie in 1.png?

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#8057721
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F. P. schrieb:

So geht doch wertvolle Spannung verloren

Ja, etwa ein Tausendstel. Wenn das Bisschen in deiner Schaltung irgend einen Effekt hat, dann hast du etwas dramatisch falsch gemacht.

Schau dir lieber mal das Toleranzfenster von UGSth an, und wie stark sie von der Temperatur abhängt.

Warum macht das keiner so wie in 1.png?

Deine Frage enthält eine falsche Behauptung: dass es niemand so macht. Das stimmt einfach nicht. Aber wenn es so wäre, wäre es völlig egal.

Tut man Zucker in den Kaffee oder gießt man den Kaffee auf den Zucker? Fragen, die die Welt bewegen.

: Bearbeitet durch User
#8057727
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F. P. schrieb:

Es ist wieder passiert. Praktisch jede NMOS-Schaltung, die hier vorgestellt wird, setzt den Widerstand zur Gate-Entladung hinter den Angstwiderstand

Was sinnvoller ist, hängt von mehreren Dingen und der Dimensionierung der beiden Widerstände ab.

  • Ist der Angstwiderstand ein Teil eines Spannungsteilers, um die Gatespannung zu verkleinern, die diese Version natürlich die richtige.
  • Ist der Angstwiderstand wirklich nur ein Angstwiderstand, dann ist die Reihenfolge eher eine akademische Frage, aber praktisch egal. Der Unterschied ist wesentlich kleiner als alle Toleranzen.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8057769
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F. P. schrieb:

Praktisch jede NMOS-Schaltung, die hier vorgestellt wird, setzt den Widerstand zur Gate-Entladung hinter den Angstwiderstand

Der 10R ist kein Angstwiderstand, sondern ein Schaltflankenverflachungswiderstand und somit ein Störstrahlungsreduzierwiderstand.

Warum macht das keiner so wie in 1.png?

Der 10k ist möglichst nah am Mosfet direkt an G und S gut aufgehoben, denn dann können nicht so viele kalte Lötstellen auftreten. Mit jeder Lötverindung und jedem Bauteil zusätzlich erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Widerstand genau das nicht tun kann, wofür er eingebaut wurde: im Notfall den Mosfet abschalten.

#8057821
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Hans W. schrieb:

Schau dir lieber mal das Toleranzfenster von UGSth an, und wie stark sie von der Temperatur abhängt.

Ist in diesem Zusammenhang sinnlos.

Dietrich L. schrieb:

Was sinnvoller ist, hängt von mehreren Dingen und der Dimensionierung der beiden Widerstände ab.

  • Ist der Angstwiderstand ein Teil eines Spannungsteilers, um die Gatespannung zu verkleinern, die diese Version natürlich die richtige.

Braucht man relativ oft, weil viele FETs nur 10V U(GS) vertragen.

Lothar M. schrieb:

Der 10k ist möglichst nah am Mosfet direkt an G und S gut aufgehoben, denn dann können nicht so viele kalte Lötstellen auftreten. Mit jeder Lötverindung und jedem Bauteil zusätzlich erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Widerstand genau das nicht tun kann, wofür er eingebaut wurde: im Notfall den Mosfet abschalten.

Das ist mal heftig an den Haaren herbeigezogen, ich vertraue meiner Arbeit.

Aber siehe mal den Anhang, die Zuleitungen der FETs enden im Gehäuse auf Pfostensteckern. Mit den 100k direkt drauf war ich sicher, solange ich noch am Gerät gebaut habe.

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#8057995
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Lothar M. schrieb:

Der 10R ist kein Angstwiderstand, sondern ein Schaltflankenverflachungswiderstand und somit ein Störstrahlungsreduzierwiderstand.

Nicht in Verbindung mit dem gezeigten BSS123. Und auch mit einem fetten MOSFET bewirkt der Widerstand nur dann etwas, wenn der MOSFET niederohmig (also über einen Gate-Treiber) angesteuert wird.

Wenn die Steuerung hingegen über einen CMOS-Ausgang erfolgt, hat die Ausgangsstufe bereits zwischen 20 und 50Ω Ausgangsimpedanz. Da bewirken zusätzliche 10Ω nichts mehr.

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