Schnelle MOSFET-Schaltung

#8060588
Lesenswert?

Hallo,

kann mir jemand sagen, ob die Schaltung die ich mir mit Hilfe der KI ausgedacht habe auch funktioniert?

Die Schaltung soll zwei parallel geschaltete Finder 40.51.9.012.0000 Relais vie Fernspeisung (Bias-T) mit Spannung versorgen, solange die PTT-Taste (Senden) nicht gedrückt ist. Ein Relais hat bei 13,8V ca. 0,86W Leistungsaufnahme. Da das Abfallen, wenn gesendet wird, möglichst schnell gehen soll, werden keine Freilaufdioden zum Einsatz kommen.

Danke und Grüße Oli

Angehängte Dateien:
Gast #8060599
Lesenswert?

Harry R. schrieb:

H. H. schrieb:

Und mit R4 kommen am Relais nur 9,5V an.

und weil es " zwei parallel geschaltete Finder 40.51.9.012.0000 Relais"

Glatt überlesen.

sind, sogar nur 7,22V und somit laut Datenblatt zu wenig (>=8,8) Vielleicht wird es trotzdem anziehen, ist aber unsicher.

ACK.

#8060603
Lesenswert?

Z1 ist überflüssig. Oliver S. schrieb im Beitrag #8060588:

Da das Abfallen, wenn gesendet wird, möglichst schnell gehen soll

Der IRF4905 hält am Drain -41V aus (14-55= -41V) Dann R4 weglassen und eine Zenerdiode ~27V in Reihe zu D1 schalten, um den Spulenstrom schnell abzubauen. Damit geht es schneller als mit den 100R.

: Bearbeitet durch User
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8060604
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

ca. 0,86W

Gefällt mir. Ganz im Stil von "Wir treffen uns um ca. 14:33:21 Uhr bei der Dönerbude"... ;-)

solange die PTT-Taste (Senden) nicht gedrückt ist.

Ist der Schaltkontakt dieser PTT-Taste so wie du ihn gezeichet hast: mit 1 Pin an GND und 1 Pin frei beschaltbar, ohne dass sonstwas an diesem Schalter der PPT-Taste hängt? Oder kannst du beide Pins beliebig beschalten?`Falls ja: welche Kontaktbelastbarkeit hat der Schalter?

möglichst schnell

Kannst du das quantifizieren? Wieviel Millisekunden dürfen das maximal sein?

Aber mach doch einfach die Z1 antiseriell zur D1, dann schaltet das Relais recht schnell ab.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch Moderator
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8060634
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Zur Abfallgeschwindigkeit: max 5ms.

Das schafft das Relais selbst mal grade so. Da darf nicht viel dazukommen wie z.B. eine ungünstige Montagerichtung und die Erdbeschleunigung...

Wozu so schnell? Wer drückt da hundertmal pro Sekunde auf die Taste?

Auch noch unbeantwortet: hängen die Relais zwingend mit 1 Anschluss auf GND?

Wären TVS Dioden ne Alternative?

Alternative wofür?

Oliver S. schrieb:

Ich entschukdige mich zu tiefst, dass ich die Unverfrohrenheit bessen habe in eine Forum eine Frage zu stellen.

Drehst du bei Gegenwind immer gleich um?

Zeig uns doch mal die Frage, die du der KI gestellt hast. Evtl. hast du der mehr erzählt als uns.

: Bearbeitet durch Moderator
#8060646
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Wären TVS Dioden ne Alternative? Und ein anderer MOSFET (IRF9540)?

TVS sind hier nicht besser wie preiswerte 1,3W Zenerdioden. Mit dem IRF9540 darf das Drain beim Abschalten bis 14-100= -86V haben. Damit darf die Zenerdiode in Reihe zu D1 z.B. 1x 68V haben, was das Abschalten (das 40.51.9 kann 3ms) noch schneller macht wie bei kleineren Löschspannungen. R4 weglassen.

#8060648
Lesenswert?

Also das mit der KI war eine sehr lange Konversation nicht nur eine Frage.

Die Problemstellung ist folgende: Ich habe oben unter dem Dach einen Empfangsverstärker. Dieser soll im Sendebetrieb mittels der beiden Relais gebrückt werden, damit er nicht gegrillt wird. Da der Verstärker über das Koaxkabel Ferngespeist wird, will ich dass beim Abschalten der Versorgungsspannung des Verstärkers, auch die beiden Relais abfallen und den Bypass herstellen.

Beitrag #8060657 wurde vom Autor gelöscht.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8060711
Lesenswert?

Harry R. schrieb:

sogar nur 7,22V und somit laut Datenblatt zu wenig (>=8,8)

Aber man kann das auch nutzen: ein Relais, das nur "grade so" anzieht, speichert nicht sooo arg viel Energie in der Spule und fällt damit auch leichter ab. Dann würde ich die "überflüssige Spannung" aber definiert mit einer 4V7-Z-Diode hinreichender Leistung vernichten.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch Moderator
#8060721
Lesenswert?

O.K. Danke.

Nochmal zu den TVS-Dioden. Ich hab mir gedacht wenn ich z.B. jeweils P6K47CA direkt an den Spulen parallel schalte, die würden dann bis 47 Volt sperren und dem Öffnen nicht verlangsamen und erst wenn die Spannung richtig Hoch wird, dann machen sie auf und schließen kurz.

#8060741
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Empfangsverstärker. Dieser soll im Sendebetrieb mittels der beiden Relais gebrückt werden, damit er nicht gegrillt wird

Wenn der (kW?) Sender das PTT Signal nicht verzögert, kann der Empfangsverstärker bereits beschädigt sein, bevor die 3ms vorbei sind.

Also entweder den Eingang elektronisch klemmen, oder den Sender erst über einen Zusatzkontakt am Relais aktivieren.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8060762
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

die würden dann bis 47 Volt sperren

Sieh dir das Datenblatt deiner TVS an. Du wirst merken: die ist nicht annähernd so ideal, wie du sie dir wünschst.

und erst wenn die Spannung richtig Hoch wird

Genau das: zu hoch für deinen 55V-Mosfet. Wenn du wenigstens einen mit 100V nehmen würdest...

Aber: was spricht denn eigentlich gegen einen Musteraufbau und die Vermessung der tatsächlichen Schaltzeit der gesamten Schaltung?

: Bearbeitet durch Moderator
#8060765
Lesenswert?

Wolf17 schrieb:

Wenn der (kW?) Sender das PTT Signal nicht verzögert, kann der Empfangsverstärker bereits beschädigt sein, bevor die 3ms vorbei sind.

Das PTT-Signal von der Mikrofontaste ist das °schnellste" Signal welches das Senden auslöst und da müssen auch erst Relais anziehen in der Sendedendstufe. Also ich denke, das sollte gehen wenn die Brückrelais schnell genug abfallen.

Lothar M. schrieb:

Genau das: zu hoch für deinen 55V-Mosfet. Wenn du wenigstens einen mit 100V nehmen würdest...

Bin ja jetzt zum IRF9540 geschwenkt. Wenn Du einen noch besseren weisst, dann sag's mir halt einfach, oder muss man irgendwo Geld einwerfen...?

: Bearbeitet durch User
#8060814
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Ich entschukdige mich zu tiefst, dass ich die Unverfrohrenheit bessen habe in eine Forum eine Frage zu stellen.

Problem zwischen den Oren.

Oliver S. schrieb:

Lothar M. schrieb:

Genau das: zu hoch für deinen 55V-Mosfet. Wenn du wenigstens einen mit 100V nehmen würdest...

Bin ja jetzt zum IRF9540 geschwenkt. Wenn Du einen noch besseren weisst, dann sag's mir halt einfach, oder muss man irgendwo Geld einwerfen...?

Dein Tonfall ist verbesserungswürdig.

Anstatt P-FET würde ich einen PNP-Darlington suchen, dessen Spannungsabfall ist bei 13,8V gegen 12V-Relais passend und der Widerstand vor den Relais fällt dann weg.

Eine andere Variante könnten 6V-Relais mit Vorwiderstand sein, die mit einem NPN-Transistor kurzgeschlossen werden. Müsste schnell gehen, wird aber von der Leistung her etwas unbequem, ich überschlage ca. 5 Watt.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8060834
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Wenn Du einen noch besseren weisst, dann sag's mir halt einfach, oder muss man irgendwo Geld einwerfen...?

Wie wärs mit ein ganz klein wenig Eigeninitiative und einem "Dankeschön"?

Ich weiß keinen aus dem ff, aber ich weiß, wie man ganz leicht einen findet:

BTW: wie wäre es, wenn du auch mal die im Verlauf deines Threads an dich gerichteten Fragen beantworten würdest? Für mich waren noch mindestens 2 ungeklärt.

ich denke, das sollte gehen

Aus Erfahrung: Annahmen und Vermutungen sind ein Problemgenerator in jeder Entwicklung. Viel Glück!

Manfred P. schrieb:

Eine andere Variante könnten 6V-Relais mit Vorwiderstand sein, die mit einem NPN-Transistor kurzgeschlossen werden. Müsste schnell gehen, wird aber von der Leistung her etwas unbequem, ich überschlage ca. 5 Watt.

Dann wird aber der parallel zur Spule liegende und eingeschaltete Transistor zur Freilaufdiode.

: Bearbeitet durch Moderator
#8060920
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Ich entschukdige mich zu tiefst, dass ich die Unverfrohrenheit bessen habe in eine Forum eine Frage zu stellen.

Oliver S. schrieb:

Wenn Du einen noch besseren weisst, dann sag's mir halt einfach, oder muss man irgendwo Geld einwerfen...?

Erst grundlos beleidigt, und dann noch rotzfrech.

Also ich würde ja einen Teufel tun und dieser Knalltüte hier noch weiter helfen.

#8060925
Lesenswert?

Wolf17 schrieb:

Also entweder den Eingang elektronisch klemmen, oder den Sender erst über einen Zusatzkontakt am Relais aktivieren.

Nemopuk schrieb:

Hängt sonst noch etwas an der PTT Taste?

Wenn Nepomuks Frage klarer beantwortet ist, könnte man sich Wolfgangs Idee mit der PTT-Verzögerung nochmal genauer ansehen.

Mit einem ATtiny und 20-30 Zeilen Code ließen sich die Leitungen trennen und unabhängig voneinander verzögert oder unverzögert schalten. Falls das in Frage kommt.

#8061332
Lesenswert?

Nemopuk schrieb:

funktioniert die Taste noch, wenn du die Spannung daran einfach auf 0,7 Volt begrenzt?

Wie meinst Du das mit dem Begrenzen? Das verstehe ich nicht.

StefanK schrieb:

Wenn Nepomuks Frage klarer beantwortet ist, könnte man sich Wolfgangs Idee mit der PTT-Verzögerung nochmal genauer ansehen.

Also ich möchte ehrlich gesagt nicht zusätzlich verzögern. Wie ich schon schrieb, sollte die normale Verzögerung der Sendeendstufen ausreichen, wenn die Relais den Bypass einigermaßen schnell herstellen.

Johannes F. schrieb:

Also ich würde ja einen Teufel tun und dieser Knalltüte hier noch weiter helfen.

Knalltüte würdest Du mir nicht in's Gesicht sagen... Im Gegensatz zu Dir habe ich niemanden beleidigt.

H. H. schrieb:

Auf jeden Fall!

Gib mir deine Paypaladresse dann bekommst nen 5er.

#8061351
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Wie meinst Du das mit dem Begrenzen? Das verstehe ich nicht.

Die Spannung an der Basis-Emitter Strecke kann nicht höher als 0,7V sein. Wenn du meine vorherige Frage (was sonst noch an der Taste hängt) beantworten würdest, könnte man dir helfen, die Schaltung passend zu machen. Da das aber offenbar unbekannt ist, würde ich die Taste durch ein weiteres Relais ersetzen und dann beide Relais zeitlich passend ansteuern. Damit wäre der Eingriff ins Gerät auf ein Minimum reduziert und man muss nicht wissen, wie es funktioniert.

: Bearbeitet durch User
#8061414
Lesenswert?

Was intern im Funkgerät an der Taste alles hängt, kann ich dir nicht sagen. Es ist für das Gerät, das Signal, dass gesendet werden soll. Ich habe den Pin des Mikrofons über eine Klinkenbuchse nach aussen gelegt, um dass auf Masse ziehen ebenfalls zu nutzen. Die Standardempfangsverstärker nutzen eine VOX Schaltung, also schalten die Relais, wenn sie Sendeleistung erkennen. Die VOX Schaltungen sind aber bzgl. Rauschen nicht optimal, und darum möchte ich diesen Weg gehen.

#8061416
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Was intern im Funkgerät an der Taste alles hängt, kann ich dir nicht sagen.

Das ist halt schlecht, weil sich die interne Schaltung des Funkgeräts möglicherweise nicht mit deiner zusätzlichen Schaltung, die die Spannung über dem Kontakt auf die ca. 0,6 bis 0,7 V der B-E-Diode begrenzt, vertragen könnte.

Und das ist gar nicht so unwahrscheinlich: Hat das Funkgerät intern einen Pull-up-Widerstand plus CMOS- oder TTL-Logik, würde es die Taste als dauerhaft gedrückt auswerten.

Nachtrag: Entschärfen könnte man dieses Problem, indem man sowohl vor der Basis des T1 als auch in die Leitung zum Kontakt eine Diode (1N4148 o.ä.) in Flußrichtung einfügt (à la Diode-Transistor-Logik).

: Bearbeitet durch User
#8061628
Lesenswert?

Johannes F. schrieb:

Das ist halt schlecht, weil sich die interne Schaltung des Funkgeräts möglicherweise nicht mit deiner zusätzlichen Schaltung, die die Spannung über dem Kontakt auf die ca. 0,6 bis 0,7 V der B-E-Diode begrenzt, vertragen könnte.

Also ich kann Dir leider nur das im Anhang bieten:

Angehängte Dateien:
#8061657
Lesenswert?

Jack3-3 liegt in Ruhe eine (0mA) Diodenstrecke (D14) unter 4,3V. Wird Pin3 auf Masse gezogen, wird Q19 über R96 angesteuert und Q20 deaktiviert. Vergleichbares tritt ein, wenn Pin3 über die B_E Strecke des externen Transistors dauerhaft auf 0,7V gezogen wird.

Vermeiden kann man das mit einer 4,3V Zenerdioden vor der Basis des externen T1. Dann liegt der Pin3 Ruhepegel bei 5V. Aktiviert bleibt es bei 0V.

#8061780
Lesenswert?

O.K., Danke erstmal allen für die Tipps und Verbesserungsvorschläge. Also dann würde ich mal so wie im angehängen Plan den Versuchsaufbau starten. Habe gesehen, es gibt auch 14V Varianten des Relais, da nehme ich dann diese. Ich werde auch den vorgeschlagenen IRF9610 nehmen. Weniger wegen der höheren Spannungsfestigkeit, sondern weil die Gate-Ladung nur etwa 1/5 der des IRF9540 beträgt, wodurch er noch schneller schaltet und die knapp 100mA sollte er trotz des relativ hohen Einschaltwiderstands handeln können. Die einzige Frage, die ich noch habe, benötige ich jetzt noch R3, oder nicht? Die Idee mit der Polyfuse vom Lothar ist auch nicht schlecht.

Angehängte Dateien:
#8061814
Lesenswert?

Wolf17 schrieb:

Vermeiden kann man das mit einer 4,3V Zenerdioden vor der Basis des externen T1. Dann liegt der Pin3 Ruhepegel bei 5V. Aktiviert bleibt es bei 0V.

Das wird nicht reichen, denn an Q17 kommen, Dank der 9V1 Z-Diode D13, aus dem Emitter 8,5 V raus! Und welches Potenzial an Q20 am Emitter anliegt, dass weiß man nicht, vermutlich weniger als 8,5V, denn sonst könnte man Q20 nicht schalten.

D14 verhindert schon einmal, dass die 13,8V über den 4k7 in die Schaltung reinfliessen können. Eine 9V1 Z-Diode direkt vor der Basis von T1 sorgen dafür, dass die 8,5V erhalten bleiben, wenn die Taste nicht gedrückt wird.

Angehängte Dateien:
#8062585
Lesenswert?

Mal eine andere Frage, gäbe es eine Möglichkeit auf analogem Wege die Schaltung im Funkgerät auf das Schließen der PTT-Taste um ca. 50ms zu verzögern, ohne dass aber das PTT-Signal an sich, das aus dem Funkgerät rausgeführt wird zu verzögern? Eine Diode, die den Rückfluss verhindert und ein Elko vielleicht? Oder ist dies zu einfach gedacht? Danke.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#8063529
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Was wäre denn eine einfache Schaltung, z.B. mit einem Transistor

Du brauchst mehrere Transistoren, um aus dem kontinuierlichen lade/Entladevorgang des Kondensators ein digitales Schaltsignal zu gewinnen.

Stichwort: Monostabile Kippstufe https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/1208271.htm

Zufällig kann man dazu passende Bauteile mit Hysterese auch fertig kaufen: kleiner, einfacher und billiger (z.B. https://www.ti.com/lit/ds/symlink/sn74lvc1g17.pdf). Aber du willst ja nicht.

Da du aber wohl mehrere Zeiten beeinflussen willst, wird ein Mikrocontroller wohl die flexibelste und vielleicht sogar preisgünstige Lösung sein.

Kann man auch alles mit Relais machen. Zur Anregung: https://stefanfrings.de/klippklapp/index.html

: Bearbeitet durch User

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren