Quelle für Multi-pole Magnetstreifen

OP #8064035
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Weiß jemand, wo man als Privatperson einen Magnetstreifen mit mehrpoliger Magnetisierung für den AS5311 herbekommen könnte?

Laut Datenblatt werden benötigt:

  • Breite ca. 10 mm
  • Polbreite 1,0 mm (N-S-N-S ...)

Gefunden habe ich bisher nur diesen Magnetstreifen von Adafruit, der aber leider aktuell nicht lieferbar ist: https://www.adafruit.com/product/4680

Kennt jemand alternative Bezugsquellen in Deutschland oder Europa? Auch Reststücke oder Kleinmengen wären interessant.

#8064188
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Vielleicht eine blöde Idee:

Die gängigen Streifen sind "irgendwie" magnetisiert, aber das Grundmaterial ist doch immer ein flexibles, eisen/ferritgefülltes Kunststoffband?

Warum das nicht mit einem starken Magnetfeld "löschen" und danach mit einem kräftigen "Tonkopf" genau nach Wunsch neu magnetisieren?

Den Tonkopf kann man elektrisch so ansteuern daß passend zur Durchzugsgeschwindigleit des Bandes unter dem Kopf das gewünschte Muster entsteht.

#8064221
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Heinz R. schrieb:

Wir sind mittlerweile von den Relativ-Positionierungen abgekommen, machen es mit Leuze Absolutgebern, da wird ein Band mit Barcodes aufgeklebt

Ich befürchte, er wollte nur 10€ und nicht 1000€ ausgeben, und lieber 0.01mm als 1mm Auflösung haben.

Allerdings liefert Paulimot auch nicht zum vernünftigen Preis https://www.paulimot.de/themenwelten/maschinen/maschinenzubehoer/messsysteme/magnetbaender/

Thomas schrieb:

Warum das nicht mit einem starken Magnetfeld "löschen" und danach mit einem kräftigen "Tonkopf" genau nach Wunsch neu magnetisieren?

Und das macht dein 'Tonbandgerät' auf 1um genau über 1m oder länger ?

#8064226
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Dieter D. schrieb:

Wenn Cloudflare mal nicht spinnen sollte, kann man mal schauen, welche Hersteller es gibt und bei welchem Distributor es die Produkte gibt:

https://www.siko-global.com/de/produkte/lineare-sensoren/massstaebe-magline/massstaebe-inkrementell-magline

also

https://www.siko-global.com/de/produktdetailseite/mb100-1

2019 kostete 1m 39€

: Bearbeitet durch User
#8064283
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Dieter D. schrieb:

Aus einer Quelle von Monopolen Magnetstreifen sollte sich alle Varianten zusammenstellen lassen.

Genau - dann kann man damit auch Absolutencoder mit binär kodierten Magnetstreifen bauen. Und ein Nobelpreis würde dabei wohl auch abfallen.

Heinz R. schrieb:

Wir ... machen es mit Leuze Absolutgebern, da wird ein Band mit Barcodes aufgeklebt

Falls ausreichend Bewegung vorhanden ist, kann man auch mit nur zwei Magnetspuren einen Absolutencoder aufbauen.

https://www.bogen-magnetics.com/eng/products/linear-magnetic-scales/linear-magnetic-scale-absolute-lmsa-prc-pseudo-random-code

Roland E. schrieb:

Thomas schrieb:

... Warum das nicht mit einem starken Magnetfeld "löschen" und danach mit einem kräftigen "Tonkopf" genau nach Wunsch neu magnetisieren? ...

Zum Löschen benötigt man ein abklingendes Wechselfeld.

da dürfte es wohl einfacher sein, das mit einer Guillotine/Fallmesser einen so einen Streifen zu schneiden und die Teile verdreht wieder zusammen zu setzen.

Wohl kaum.

Früher® hat man mit der Ummagnetisierungstechnik ganze Videofilme auf Magnetband aufgezeichnet. Da saßen keine Heinzelmännchen drin, die magnetische Monopole auseinandergeschnitten und neu zusammengeklebt haben ;-) Auch in Computermassenspeichern (aka Festplatten/HDD) wird die Ummagnetisierungstechnik verwendet und man kommt lt. Wikipedia auf Aufzeichnungsdichten von 5·10^11 Bit/in². Die geforderte Polbreite von 1 mm ist vergleichsweise harmlos.

: Bearbeitet durch User
#8065347
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Christoph db1uq K. schrieb:

Bastelvorschlag: Mit einem Tonbandgerät oder Cassettenrecorder einen Magnetstreifen passend bespielen? Eine Kassette läuft mit 4,75 cm/s, damit kann man die Abstände der Magnetstreifen ausrechnen. Tonbandgeräte hatten 4,75 bis 19 cm/s.

Wie ungenau darf die Längenmessung denn werden ?

Ich hab schon das Problem, dass aufkleben des Bandes auf Aluminium die Länge je nach Umgebungstemperatur ändert.

Ob die Magnetisierungsstärke ausreicht müsste man auch noch probieren. Jedenfalls kriege ich von den Magnetstreifen ein Muster auf einer Magnetfeldkarte und von einem bespielten Tonband (parallel daneben) nicht.

Angehängte Dateien:
#8065371
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Michael B. schrieb:

Ob die Magnetisierungsstärke ausreicht müsste man auch noch probieren. Jedenfalls kriege ich von den Magnetstreifen ein Muster auf einer Magnetfeldkarte und von einem bespielten Tonband (parallel daneben) nicht.

Da dürften einige Größenordnungen dazwischenliegen. Zumal das Feld des Tonbandes keine Reichweite haben darf, sonst gäbe es Kopiereffekte zur Nachbarwindung.

Wir haben unsere Encoder mit passend gebogenen Drähten geschrieben, durch die ein Stromstoß geschickt wurde. Das waren einige kA aus einer Kondensatorbatterie. Der Draht muss in einer Kuststoffform fixiert werden, sonst ist er nach dem Puls deformiert.

#8065604
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Soul E. schrieb:

Wir haben unsere Encoder mit passend gebogenen Drähten geschrieben, durch die ein Stromstoß geschickt wurde. Das waren einige kA aus einer Kondensatorbatterie.

Die Magnetstreifen für Hall-Sensoren müssen ein wenige cT starkes Feld produzieren. Falls der Schreibkopf nicht nur eine Drahtwindung besitzt, braucht man dafür keine kA.

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