Scanner: Betriebsstundenzähler?

#8075981
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Hallo zusammen,

ich habe im Versandhandel einen Scanner (Epson Perfection 2480) gekauft. Beworben wurder er als neu. Das ist er schon einmal definitiv nicht. Ist aber eigentlich auch nicht wichtig.

Mein Ziel war es, den billigsten CCD-Scanner, den ich irgendwie bekommen kann, zu erwerben.

Jetzt frage ich mich allerdings um die Restlebensdauer der CFL-Beleuchtung. Ist es bei einem "normalen" USB-Scanner möglich, den Betriebsstundenzähler (sofern vorhanden) auszulesen?

#8075999
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CCFL halten etliche 10000 Stunden durch, werden dabei langsam dunkler, was halbwegs gut in der Scansoftware ausgleichbar ist. Wenn der Vorbesitzer da nicht gerade mehrere Bibliotheken mit digitalisiert hat, würde ich mir um die CCFL weniger Gedanken machen als um die Mechanik und die HV-Stromversorgung der Röhre.

#8076766
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Εrnst B. schrieb:

CCFL halten etliche 10000 Stunden durch, werden dabei langsam dunkler, was halbwegs gut in der Scansoftware ausgleichbar ist.

Das sollte sogar der Scanner schon von selbst erledigen; beim Einschalten macht der nämlich eine Art Weißabgleich (dafür ist auf der Unterseite des Vorlagenglases an einer Stelle ein weißer Streifen angebracht, der vom Scanschlitten bei der Einschaltkalibrierung angefahren wird).

Die Lebensdauer von CCFL-Röhren dürfte beim Scanner das geringste Problem sein, Verfügbarkeit von Software, die den Scanner ansteuern kann, ist da oft schon viel früher ein Thema.

Daß ein vor über 20 Jahren auf den Markt gebrachter Scanner kein Neugerät sein kann, sollte einem eigentlich irgendwie klar sein.

Wäre der Scanner in der Zwischenzeit in einer Art "Scanbüro" im Dauerbetrieb genutzt worden, bestünde natürlich die Chance, daß mittlerweile die CCFL-Röhre wahrnehmbar gealtert ist, aber diesen Dauerbetrieb würde man dem Gerät auch sehr deutlich ansehen. Der ist dann nämlich durch, der Scanner.

#8076796
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Harald K. schrieb:

Das sollte sogar der Scanner schon von selbst erledigen; beim Einschalten macht der nämlich eine Art Weißabgleich (dafür ist auf der Unterseite des Vorlagenglases an einer Stelle ein weißer Streifen angebracht, der vom Scanschlitten bei der Einschaltkalibrierung angefahren wird).

Danke - das hilft mir an einer anderen Stelle weiter. Und jetzt verstehe ich auch, warum beim Einschalten mit Deckel auf/Deckel zu ein unterschiedlicher Farbstich entsteht.

Harald K. schrieb:

Daß ein vor über 20 Jahren auf den Markt gebrachter Scanner kein Neugerät sein kann, sollte einem eigentlich irgendwie klar sein.

Naja, ein 20 Jahre altes Gerät hätte sowohl diese Zeit in seiner ungeöffneten Originalverpackung verbringen, als auch im Bürobetrieb malträtiert worden sein gekonnt.

Der Zustand des Gehäuses ist mir egal. Das kommt eh weg.

Ich wollte wissen, ob ich irgendwie den Verschleiß der elektrischen Komponenten abschätzen kann, bevor ich anderweitig Zeit und Energie investiere. Geht nicht. Okay, damit kann ich auch leben. Es war keine teure Investition.

Εrnst B. schrieb:

Wenn der Vorbesitzer da nicht gerade mehrere Bibliotheken mit digitalisiert hat, würde ich mir um die CCFL weniger Gedanken machen als um die Mechanik und die HV-Stromversorgung der Röhre.

Die Mechanik interessiert mich nicht. Die kommt weg. Und der Alterungszustand der HV-Versorgung hätte ja auch mit der Einschaltdauer der CFL korreliert.

Treiber sind zum Glück kein Problem. Das geht sogar unter Windows 11, auch wenn der Scanner mal für Windows XP gedacht war. Ansonsten wäre es ein Raspberry Pi mit SANE geworden.

: Bearbeitet durch User
#8076956
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(Ein Einzugscanner wäre sicherlich eine einfachere Basis für einen Mantelflächenscanner als ein Flachbettscanner, einfach weil Anschlüsse für den Motor, Kontakte für Anfangs- und Endeerkennung und die Kalibrierfahrt für den Scanbalken schon fertig vorhanden wären. Dummerweise finde ich Einzugscanner nur noch mit CIS-Scanzeile oder eben sehr, sehr teuer.)

#8077036
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Walter T. schrieb:

Ein altes Thema nochmal aufgreifen.

Ok, das ist ein Argument. Ein nicht-CIS-Flachbettscanner, für den es einen optionalen Einzelblatteinzug gibt, könnte ein Kandidat sein.

HP ScanJet 7450c wäre ein Kandidat ...

Ein komplett anderer Ansatz, für den Du allerdings auch komplett andere Software bräuchtest:

Statt eines Scanners verwendest Du eine ausreichend hochauflösende Kamera (für den Raspberry pi gibt es sowas; die 12mp-Variante hat 4096 Pixel Horizontalauflösung) und löst diese synchron mit der Ansteuerung des Schrittmotors für die Objektdrehung aus. Mit Bildverarbeitung schneidest Du immer den gleichen Streifen aus den resultierenden Bildern aus und fügst die Streifen zu Deinem resultierenden Bild zusammen.

Das sollte mit etwas Bildverarbeitung auch möglich sein.

Mit so einer Lösung könntest Du, je nach verwendetem Objektiv, auch eine deutlich größere Distanz zwischen Sensor und gescanntem Objekt erreichen. Auch dürfte die erreichbare Schärfentiefe um einiges größer sein als die eines üblichen CCD-Scanners (mein Epson V700 schafft ein paar Millimeter, aber mehr braucht der auch nicht).

Klar, die Datenmenge, die unmittelbar aus der Kamera fällt, ist natürlich recht groß, aber wenn man den die Kamera ansteuernden Raspberry Pi die Vorverarbeitung (Ausschneiden der Streifen) erledigen lässt, dann sollte das nicht zu sehr stören.

Naja, und Libraries für irgendwelchen Bildverarbeitungskram sollte es für den Raspberry Pi ebenfalls geben wie Sand am Meer.

#8077053
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Walter T. schrieb:

Ein altes Thema nochmal aufgreifen.

Eigentlich nicht so schlimm ...

Wenn der Schlitten (der Längskante) den zu scannenden Zylinder mitbewegt, so, dass der Zylinder auf der Glasplatte abwälzt, ist der Scan fertig. :-)

Wenn der Zylinder links und rechts eine Achse rausstehen hat, dann könnte da eine Gabel die am Schlitten befestigt ist, eingreifen. So ist der Durchmesser des Zylinders egal. Reibung kann man mit einem Gummiring erhöhen.

Mechanisch einfacher ginge es wohl mit einer (besser zwei; eine links, eine rechts) Schnur (Skalenseil) die über Umlenkrollen am Schltten befestigt ist. Bei der Kontruktion muss man aber die Zugseite ans andere Ende verlegen. Wie das gemeint ist, kommt man drauf wenn man es sich aufzeichnet.

#8077066
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Harald K. schrieb:

HP ScanJet 7450c wäre ein Kandidat ...

Ja, oder der Avision FB 2280E. Beide leider nicht einfach zu bekommen.

Harald K. schrieb:

Epson V700 schafft ein paar Millimeter

Beim Epson Perfection 2480 habe ich bis 25 Millimeter ausprobiert. Das reicht mir locker.

Harald K. schrieb:

Statt eines Scanners verwendest Du eine ausreichend hochauflösende Kamera (für den Raspberry pi gibt es sowas; die 12mp-Variante hat 4096 Pixel Horizontalauflösung) und löst diese synchron mit der Ansteuerung des Schrittmotors für die Objektdrehung aus. Mit Bildverarbeitung schneidest Du immer den gleichen Streifen aus den resultierenden Bildern aus und fügst die Streifen zu Deinem resultierenden Bild zusammen.

Den Gedanken hatte ich auch schon. Aber jetzt probiere ich erst einmal die Scanner-Variante. Alles mit Kamera wird klobiger - wegen des benötigten Abstands, aber auch für vernünftige diffuse Beleuchtung. Mit den Scannerteilen erwarte ich, dass das kleiner als ein Schuhkarton wird.

Nick schrieb:

Wenn der Schlitten (der Längskante) den zu scannenden Zylinder mitbewegt, so, dass der Zylinder auf der Glasplatte abwälzt, ist der Scan fertig. :-)

Hatte ich mal vor langer Zeit probiert. Funktionierte so la-la. Zu den Zeiten meines ersten Parallelport-Scanners war die Bewegung langsam und 150 DPI für alles gut genug. Mußte man halt nachts im dunkeln machen.

Jetzt will ich es mal mit einer feststehenden Scanzeile und einem Rollenantrieb probieren. Da dürfte Fremdlicht eine kleinere Rolle spielen.

Die Scanzeile wird mit einem Schrittmotor angetrieben. Die mechanische Untersetzung ist so groß (der Antrieb ist faktisch selbsthemmend selbst im spannungslosen Zustand), dass ich von Halbschritt- oder Wavebetrieb ausgehe. Damit dürfte sich das Signal sehr einfach abgreifen lassen. Als Endschalter ist eine Gabellichtschranke verbaut. Ein wenig tricksen dürfte die Emulation der Nullpunktsuche und der Helligkeitsabgleich erfordern - aber das ist alles keine Raketenwissenschaft.

#8077265
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Walter T. schrieb:

Alles mit Kamera wird klobiger - wegen des benötigten Abstands, aber auch für vernünftige diffuse Beleuchtung.

Aha? Es gibt billige "Kompaktscanner" für Papierfotos und Dias, die mit einer Kamera arbeiten, und davon passen gleich mehrere in einen Schuhkarton. Der Abstand hängt von der Brennweite des verwendeten Objektivs ab ... Gut: die Beleuchtung ist in der Tat ein Thema.

Wie auch immer, viel Erfolg mit Deinem Projekt -- und es wäre schick, wenn Du ein paar Erfolgsberichte folgen ließest ...

#8077378
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Um mal auf die Eröffnungsfrage zurückzukommen: Manche Scanner haben einen Zähler für Scanvorgänge, weil sie gereinigt werden wollen. Der kann im Treiber sein (sich also pro PC unterscheiden oder bei Updates auf 0 gehen), oder auch im Gerät. So oder so wird das in der Software oder im Gerätemanager angezeigt, wenn man das Softwarepaket installiert. Wenn dort nix ist, wird das Gerät evtl. keinen haben oder ihn nur für den Hersteller zu Garantiezwecken herausrücken.

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