Apollo M. schrieb:
Alles unter 10'' Screen erscheint mir unzweckmäßig, wenn viele Infos
angezeigt werden sollen.
Die reine Fläche, die das Display einnimmt, ist weniger entscheidend als die Auflösung. Die 7"-Geräte haben i.d.R. 1024x600 Pixel, die DHO1000-Reihe hat 1280x800 Pixel.
Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, vor noch gar nicht so langer Zeit fand man das DS1054Z fantastisch, und das hat nur 800x480 Pixel.
Immer noch aber werden irgendwelche Quetschen angepriesen, die sogar nur 320x240 Pixel haben ...
Eine günstige Ergänzung zum DHO1074 ist das derzeit von Völkner für nur 180 Euro rausgeramschte "Voltcraft"-Gerät (ein OWON in anderem Gehäuse mit anderer Firmware). Das ist ein 12-Bit-70-MHz-Vierkanal-Gerät (mit 1024x600 Pixeln), das sich softwaremäßig auch auf 200 MHz aufbohren lässt.
Das Gerät hat zwei Hardwareprobleme, die aber mit etwas Löteinsatz in den Griff zu bekommen sind. Das ist einerseits ein unsauberes Tastkopfkalibriersignal (für das ist nur ein Kondensator nötig), das andere ist eine unsauber verstärkte Referenzspannung, für die Verbesserung gibt es verschiedene Ansätze, die in einem derzeit recht aktiven eevblog-Thread diskutiert werden.
Dort findet sich auch aktuelle Firmware von Owon selbst, die ein paar der Softwarelästigkeiten beseitigt.
Bei einem Gerät in /dieser Preisklasse/ halte ich die Idee, dran herumzulöten, für nicht komplett abwegig. Es ist ein Billigheimer, bietet aber im Großen und Ganzen das gleiche wie die DHO800-Reihe von Rigol -- netzunabhängiger Betrieb inklusive.
Wie beim Rigol-Gerät auch hat das Ding einen HDMI-Ausgang, an dem man einen größeren Monitor betreiben kann.
Übel ist allerdings das von Owon/Voltcraft beigelegte Netzteil - das liefert stumpf 12 V, verwendet aber einen USB-C-Steckker. Steckt man das in irgendein anderes Gerät, kann das sehr unschöne Folgen haben.
Das Oszilloskop selbst funktioniert mit einem USB-PD-fähigen Netzteil, das 12 V bei etwa 3 A liefern kann.
Beim mitgelieferten Netzteil würde ich den Stecker abschneiden und einen Hohlstecker dranlöten, dann ist es einfach nur ein weiteres 12-V-Netzteil von vielen.
Jedenfalls fällt es bei Verfügbarkeit von Geräten in /dieser/ Preisklasse schwer, so etwas wie das DS1054Z gebraucht zu verkaufen -- das muss dann schon für deutlich weniger als 180 Euro angeboten werden.