saubere Rechtecksignalpegelwandlung 0/5V auf +12/-12V

Gast #8079871
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Für eine Wallbox (230V Betrieb, Typ 2) soll ein PWM Steuersignal (CP Signal, +/-12V) erzeugt werden (s. Bild1/CPSignal). Ein µC erzeugt das PWM Signal (0/5V) mit einer Pulsweite passend zur erforderlichen Ladeleistung und durch einen passenden Pegelwandler soll dann ein +/-12V Ausgangssignal erzeugt werden.

Der Onboard Charger ist aber nicht allzu fehlertolerant und verlangt eine hohe Flankensteilheit des +-12V Ausgangsignals (möglichst ohne Überschwinger).

Kennwerte: Ausgangs-Amplitude: +-12V (Toleranz +-0,5V) Belastung des Ausgangs: ca. 800 Ohm bis 3000 Ohm Frequenz: ca. 1 KHz (duty cycle zwischen 10% und 50%)

Lösungsansätze:

  • Komparator mit rail to rail OPV
  • Transistorschaltung (s. Bild2/TRSolution)
  • ?

Hat jemand Erfahrung und kann einen Lösungsansatz empfehlen, irgendwelche Fallstricke bekannt?

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#8079877
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Moin,

Finn R. schrieb:

  • ?

So ganz spontan kam mir der Uralt-RS232-Pegelwandler in den Sinn: SN75188 oder MC1488 oder so. Hab' aber keine Ahnung, ob das dann geht. Ich denk' mir nur, dass der Baustein gut abgehangen ist, und fuer sowas aehnliches schon ein paar Jahre im Einsatz war. Sind ja gleich 4 Treiber in einem Baustein, d.h. entweder es reicht fuer einen kleinen Fuhrpark oder mehr Ausgangsleistung.

Gruss WK

#8079888
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Finn R. schrieb:

verlangt eine hohe Flankensteilheit des +-12V Ausgangsignals (möglichst ohne Überschwinger).

Kennwerte: Ausgangs-Amplitude: +-12V (Toleranz +-0,5V) Belastung des Ausgangs: ca. 800 Ohm bis 3000 Ohm

Die Transistorschaltung (s. Bild2/TRSolution), die ich vor etlichen Jahren mal gepostet hatte schafft den Strom nur bei -12V, also baut man die einfach komplementär auf und schon sind deine Bedingungen erfüllt. Siehe Anhang. Mosfets: BS170/BS250, o.ä..

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(Firma: Autotronic) #8079904
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Rainer W. schrieb:

Bei einer Last von "ca. 800 Ohm bis 3000 Ohm" an 12 V muss man nichts messen.

Doch, laut Norm schon. Falls die Typ 2 Kupplung mal in eine Pfütze fällt, darf sich das Schütz von der Wallbox nicht einschalten! Deswegen R5 mit 680R, an dem ein Spannungsfall gemessen wird. Sobald dieser 0,7 Volt beträgt, wird der H2O-Ausgang aktiviert und kann von einem nachfolgenden Mikrocontroller entsprechend weiterverarbeitet werden. Ebenso das Einschalten des Schützes bei einem CP Signal von 6 Volt.

Wenn man darauf keinen Wert legt, dann kann man die ganze Mimik um Q5 herum auch einfach weglassen.

Je niederohmiger R2, desto schöner ist das Rechteck. 2k2 sind hier mehr als ausreichend niederhomig genug.

R3 darf ruhig 10k haben, da kaum Strom in den nachfolgenden Emitterfolger fließt.

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Gast #8079920
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Hallo, vielen Dank für eure Antworten. Mit dem "Strom messen" (Michaels Kommentar) ist mir nicht so ganz klar. Du meinst den Strom über die CP Leitung für den Fall, dass auf "Autoseite" eine Maximallast (das wären wohl um die 800 Ohm) anliegen? Oder gibt es noch einen kritischeren Fall? Bin davon ausgegangen, die Spannung am CP Signal (vor der Diode im Onboard Lader) zu messen, genügt. Durch die diskrete Lastzustände am Ausgang (2 Widerstände, 1 fest, 1 zuschaltbar laut Schaltbild, Bild 1) sind auch nur diskrete Spannungen zu erwarten?

Die Wallbox an sich ist schon vorhanden, hat aber leider nur eine feste Ladestromstärke(10A), die ich durch den "Austausch" des CP Signals stufenlos und flexibler machen will. Die ganze Fehlerlogik, die die Wallbox liefert und bereits im Bauch hat, soll dabei unangetastet bleiben.

Ich starte dann mal mit Arnos altem Vorschlag (Bild2)- nur dann "invertiert ausgeführt" und für die +12V tauglich. Sein Vorschlag hatte ich in seinem Post 2021 gefunden - es gab aber damals offenbar kein Feedback, ob das umgesetzt wurde und problemlos funktioniert.

Vielen Dank nochmals!

(Firma: Autotronic) #8079941
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Finn R. schrieb:

Du meinst den Strom über die CP Leitung für den Fall, dass auf "Autoseite" eine Maximallast (das wären wohl um die 800 Ohm) anliegen? Oder gibt es noch einen kritischeren Fall?

Solange die 880 Ohm über die Diode nur die positive Halbwelle des CP-Signals belasten, ist alles in Ordnung. Wenn aber keine Diode vorhanden ist z.B bei einer streusalzhaltigen Pfütze im Winter, oder bei einem Kurzschluss auf der CP-Leitung gegen PE, dann wird auch die negative Halbwelle belastet und die sollte bei einem Strom von ca. 1 Milliampere verhindern, dass sich das Schütz in der Wallbox einschaltet.

Finn R. schrieb:

die ich durch den "Austausch" des CP Signals stufenlos und flexibler machen will. Die ganze Fehlerlogik, die die Wallbox liefert und bereits im Bauch hat, soll dabei unangetastet bleiben.

Dann lass die Endstufe ebenfalls unangetastet, weil dort sämtliche Fehlermeldungen ausgewertet werden. Ändere nur den 1kHz Oszillator und ersetze ihn durch einen 1kHz Oszillator mit stufenlos einstellbarer Pulsweite von 10% (6A) bis 53,33% (32A).

(Firma: Autotronic) #8079947
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Thomas schrieb:

da im rechten Teil eine Diode ist kommt von deinen +-12V nur +11,3-11,7V an.

Das ist von den Wallbox-Konstrukteuren extra so gewollt und wird bereits bei der Wahl der Widerstände berücksichtigt. Ohne die Siliziumdiode müsste man statt 2k7 und 1k3 die Widerstände 3k und 1k5 einsetzen, um die Spannungen 9V und 6V an der CP-Klemme zu erhalten.

Gast #8079950
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Thomas schrieb:

da im rechten Teil eine Diode ist kommt von deinen +-12V nur +11,3-11,7V an.

Michael hat die Antwort ja schon gegeben. Die +/-12V von denen ich oben rede sind stest die Eingangsspannungen des Onboard-Laders bzw. das, was an dem Ladestecker, der ans Auto angeschlossen wird, rauskommt. An die Schnittstelle zum Auto richten sich die genannten Kennwerte.

Gast #8079951
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Michael M. schrieb:

Dann lass die Endstufe ebenfalls unangetastet, weil dort sämtliche Fehlermeldungen ausgewertet werden. Ändere nur den 1kHz Oszillator und ersetze ihn durch einen 1kHz Oszillator mit stufenlos einstellbarer Pulsweite von 10% (6A) bis 53,33% (32A).

Michael, genau das war mein Ziel, hatte mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. An das direkte INnenleben der vorhandenen Wallbox komme ich gar nicht ran, fast alles eingegossen. Will an dem Anschlusstecker die CP Leitung "kappen" und mit einem eigenen PWM Signal dann einspeisen. Die Spannungen am Onboard Lader dann auf die ursprüngliche CP Leitung rückführen, so dass die Wallbox die tatsächlichen Spannungen vom Auto noch sieht aber das Auto die neue PWM sieht. Danke für deine Hilfe und Erläuterungen! Ich hoffe, der Aufwand wird nicht so groß wie manche hier befürchten.

Gast #8079954
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Heinz R. schrieb:

Du weisst aber das unter 6A bei den wenigsten Fahrzeugen geht? lohnt der Aufwand?

Heinz, ja, ist bei mir nicht anders; 6A Ladestrom ist minimum, wird auch wohl der Regelfall an Wochenenden sein, dann kann es in Ruhe und schonend laden. Und wenn es mal schnell gehen soll, volle Leistung mit 16A, die in meinem Umfeld drin sind. Ich hoffe, der Aufwand lohnt sich, zumindest sieht es jetzt nicht so umfangreich aus. Wenn ich die Wallbox mit der festen Ladestromstärke nicht gehabt hätte, hätte ich nicht bei Null angefangen dann wäre wohl eine neue Box, die schon alles kann, die bessere Wahl gewesen. Dein Vorschlag mit dem TMUX6219-Q1 konnte ich nicht so ganz folgen. Nach meinem verständnis ist das ein Schalter. Ich versuche einfach aus den 0/5V µC Ausgangspinpegel, der meine PWM liefert ein +-12V Ausgangssignal zu machen.

#8079979
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Finn R. schrieb:

Hallo, vielen Dank für eure Antworten. Mit dem "Strom messen" (Michaels Kommentar) ist mir nicht so ganz klar

Mir auch nicht :-)

Ich erinnerte mich noch, dass das Signal genessen werden musste.

Wenn man es jedoch richtig aufbsut, muss man nur den SPANNUNG messen, eben jene 6, 9 oder 12V, was natürlich über den verbauten Widerstand exakt eine Belastungsmessung durch den Strom ist.

Strom würde man ja auch durch den Spannungsabfall an einem Widerstand ermitteln, hier ist der Widerstand schon als Quellwiderstand drin.

Trotzdem ist die Strombegrenzung die ein OpAmp Ausgang bietet schon sinnvoll.

#8079988
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Finn R. schrieb:

Dein Vorschlag mit dem TMUX6219-Q1 konnte ich nicht so ganz folgen. Nach meinem verständnis ist das ein Schalter. Ich versuche einfach aus den 0/5V µC Ausgangspinpegel, der meine PWM liefert ein +-12V Ausgangssignal zu machen.

genau das macht der Du gibst ihm +-12V - steuerst ihn mit den 5V oder 3,3V aus dem Mikrocontroller an - er erledigt das dann

Die +-12V musst ihm aber extern zuführen, irgendwoher muss diese Spannung ja kommen

Finn R. schrieb:

nd wenn es mal schnell gehen soll, volle Leistung mit 16A, die in meinem Umfeld drin sind.

ist denn der vorhandene "Ziegelstein" überhaupt dafür ausgelegt?

gebrauchte Wallboxen bekommt man doch mittlerweile so günstig, lohnt sich da das Basteln?

Gast #8079989
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Sebastian R. schrieb:

Ich habe es mit einem TLV1805 als Komparator gelöst. Den nutzt TI auch für ein EVSE-Eval-Board (TIDA-010239).

https://github.com/SebiR/EVSE_Emulator_Shield

Sebastian und Uwe: Ihr habt mich von dem Ansatz über OPV als Komparator überzeugt. Aber noch 3 Fragen: 1.)Wozu dient der "Shutdown" Anschluss an Pin 5 des OPV? Ist das ein einfacher Ship-Select, bei -12V (in)aktiv? Aus dem Datenblatt bin ich nicht schlau geworden. 2.)Und ihr habt das in der Praxis im Einsatz, der gitHub Link ist ja mehr ein Emulator. 3.) Und die letzte Frage: Bezugsquelle (Digikey-Sammelbestellung ist leider abgeschlossen)?

Vielen Dank an alle!

#8079996
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Finn R. schrieb:

1.)Wozu dient der "Shutdown" Anschluss an Pin 5 des OPV? Ist das ein einfacher Ship-Select, bei -12V (in)aktiv? Aus dem Datenblatt bin ich nicht schlau geworden.

Ja, ist wie ein Chip-Select. Bei -12V ist der OP aktiv, darüber ist er deaktiviert.

Finn R. schrieb:

2.)Und ihr habt das in der Praxis im Einsatz, der gitHub Link ist ja mehr ein Emulator.

Ich habe den Emulator als "Abfallprodukt" für ein anderes Projekt (das Emulieren eines Autos) entwickelt und er verhält sich soweit "normgerecht".

Wenn du dich an TIDA-010239, bzw. TIDA-010939 (Seite 6) hälst, dann kann da eigentlich nicht viel schief gehen. Der 1k-Widerstand verhindert die meisten Probleme, für den Rest gibt es eine bidirektionale 12V-TVS.

Finn R. schrieb:

3.) Und die letzte Frage: Bezugsquelle (Digikey-Sammelbestellung ist leider abgeschlossen)?

Überall dort, wo es ICs gibt. Digikey, Mouser, sogar LCSC hat ein paar Tausend auf Lager. Ich hatte damals nur zwei bestellt, also höchstens noch einen übrig.

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Gast #8080002
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Heinz R. schrieb:

genau das macht der Du gibst ihm +-12V - steuerst ihn mit den 5V oder 3,3V aus dem Mikrocontroller an - er erledigt das dann

Stimmt, hmm. Jetzt komme ich echt ins Grübeln. Schalter, der ein PWM Signal schaltet, aber von der Geschwindigkeit spricht laut Datenblatt nichts dagegen. Warum macht das sonst noch keiner so? Hat hier jemand noch Gegenargumente?

Die +-12V musst ihm aber extern zuführen, irgendwoher muss diese Spannung ja kommen

Finn R. schrieb:

nd wenn es mal schnell gehen soll, volle Leistung mit 16A, die in meinem Umfeld drin sind.

ist denn der vorhandene "Ziegelstein" überhaupt dafür ausgelegt?

Laut Stellantis ja, 16A sind AC seitig möglich. Wenn es ihm zu heiß wird, soll der Onboard Lader automatisch runterregeln.

gebrauchte Wallboxen bekommt man doch mittlerweile so günstig, lohnt sich da das Basteln?

Günstig ist relativ, und die Bastelei macht ja auch Spaß ;-)

#8080013
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Finn R. schrieb:

Stimmt, hmm. Jetzt komme ich echt ins Grübeln. Schalter, der ein PWM Signal schaltet, aber von der Geschwindigkeit spricht laut Datenblatt nichts dagegen. Warum macht das sonst noch keiner so? Hat hier jemand noch Gegenargumente?

ich gebe zu, ich habe noch keine Wallbox gebaut, nur eine gekauft als es damals die Förderung gab

Aber ich finde solche Probleme spannend - ich habe die KI (ChatGPT) gefragt - gerade bei so was interessiert mich was dabei herauskommt - einfach auch um die Zuverlässigkeit zu überprüfen und sich eine Meinung zu bilden

anbei die Antwort, finde ich gar nicht so schlecht

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(Firma: Autotronic) #8081451
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Walta S. schrieb:

Ich frag mich, warum man für ein simples PWM Signal einen Microprozessor braucht. Ein ne555 macht das auch, ist robuster und die Spannung passt auch besser. Walta

Ein freischwingender 1kHz Oszillator mit einem NE555 ist nicht unbedingt temperaturstabil. Laut Norm darf die Frequenz nur um +/- 1% abweichen. In der Praxis funktioniert die Wallbox auch noch mit einer Abweichung von +/- 5%, das ist dann aber auch schon das Maximum!

Man könnte auch einen CD4060 C-Mos Baustein mit einem 4,096 MHz Quarz nehmen, dann kommt man ebenfalls auf eine stabile Frequenz von exakt 1 Kilohertz, aber dann erhält man nur eine konstante Pulsweite von 50%, das entspricht einem Ladestrom von 30 Ampere fix. Der TE möchte aber die Pulsweite von 10% bis 50% einstellbar machen. Natürlich könnte man jetzt auch noch das Rechtecksignal mit einem stufenlos verstellbaren RC-Glied verschleifen und anschließend mit einem Schmitt-Trigger wieder rechteckförmig machen, aber bei dem ganzen Aufwand kann man auch gleich einen Mikrocontroller einsetzen, wenn man programmieren kann.

#8081509
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Michael M. schrieb:

Man könnte auch einen CD4060 ... eine stabile Frequenz von exakt 1 Kilohertz, ... Der TE möchte aber die Pulsweite von 10% bis 50% einstellbar machen.

Wenn man statt dessen z.B. eine quarzstabile Frequenz von 10kHz erzeugt und dann mit einem CD4017 weiter auf 1kHz herunter teilt, könnte man das Tastverhältnis in Schritten von 10% einstellen. Man muss nur den passenden Ausgang auf ein RS-FF weiter reichen.

Das wäre die HW-Lösung aus den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Heutzutage ist der Timer eines kleinen uC wohl eher die zeitgemäße Lösung. Und ein Quarz muss es für die geforderte Genauigkeit auch nicht sein. Ein Keramikresonator ist mehr als ausreichend.

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#8081535
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Marek N. schrieb:

Eigentlich wäre das doch die ideale Aufgabe für einen MAX232. Oder habe ich was übersehen?

Du hast nichts übersehen. Aber der TE hat eine XY-Frage gestellt. Es geht um die Kommunikation mit einer Wallbox. Dazu braucht es mehr als ein auf ±12V aufgeblasenes PWM-Signal.

Siehe Beitrag "Re: saubere Rechtecksignalpegelwandlung 0/5V auf +12/-12V"

Davon mal abgesehen liefert ein MAX232 keine ±12V Pegel. Und auch kein anderer herkömmlicher RS-232 Treiber wie z.B. MC1488. Da bleiben immer ca. 1.5V am Treiber "hängen". Die fehlen dann am Output Voltage Swing.

#8081544
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Marek N. schrieb:

Ich bin davon ausgegangen, dass normgerechtes RS232 +/- 12 V erfordert und ein "ehrlicher" MAX sich dran hält.

Das ist aber falsch! Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/RS-232:

"Bei den Sendern (Ausgänge) muss die Spannung mindestens +5 V bzw. −5 V an einer Last von 3 bis 7 kΩ betragen, um genügend Störabstand zu gewährleisten. Üblich ist die Verwendung von +12 V und −12 V."

(Firma: Autotronic) #8081552
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Rainer W. schrieb:

Wenn man statt dessen z.B. eine quarzstabile Frequenz von 10kHz erzeugt und dann mit einem CD4017 weiter auf 1kHz herunter teilt, könnte man das Tastverhältnis in Schritten von 10% einstellen. Man muss nur den passenden Ausgang auf ein RS-FF weiter reichen.

Du wirst lachen, aber 2011 habe ich das bei meiner ersten "In-Cable-Control-Box" fast genauso gemacht. Die Quarzfrequenz beträgt 5,12 MHz und an Q8 vom CD4060 kommen dann 20 kHz raus. Mit einem Teiler durch 20 (CD4518) wird dann der Resetanschluss eines nachfolgenden CD4017 mit 1kHz angesteuert und somit kann man den Ladestrom mit einem Dipschalter in 3A Schritten von 6-18A einstellen. Wobei ich die blaue einphasige CEE Steckdose nie mit mehr als 15 Ampere belastet habe.

Wenn man alle Ausgänge des CD4017 nutzen möchte, dann kann man sogar über einen 8-fach-Dipschalter den Strom in 3A Schritten von 6 bis 30A einstellen. Das entspricht dann sogar der gewünschten Pulsweiteneinstellmöglichkeit von 10% bis 50%.

Wenn man jetzt statt des Dipschalters einen bequem bedienbaren Drehschalter einsetzen möchte, dann muss man nur zwischen den vorhandenen Dioden am Dipschalter noch Querdioden einlöten.

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#8081553
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Rainer W. schrieb:

Michael M. schrieb:

Man könnte auch einen CD4060 ... eine stabile Frequenz von exakt 1 Kilohertz, ... Der TE möchte aber die Pulsweite von 10% bis 50% einstellbar machen.

Wenn man statt dessen z.B. eine quarzstabile Frequenz von 10kHz erzeugt und dann mit einem CD4017 weiter auf 1kHz herunter teilt, könnte man das Tastverhältnis in Schritten von 10% einstellen. Man muss nur den passenden Ausgang auf ein RS-FF weiter reichen. [...]

All das oder eben ~10 Zeilen Code, die auch einem 50ct-Mikrocontroller laufen würden.

Ich glaube, der Punkt an dem ein Mikrocontroller teurer, komplizierter, unzuverlässiger als ein NE555 gewesen wäre, ist schon mehr als 20 Jahre her.

War das nicht mal ein Meme bei HackADay? "Could've been done with an NE555" unter allem von RasPi-Anwendungen bis Quantencomputer. Und dann wäre da natürlich noch der NE555-Computer selber: https://hackaday.com/2011/08/05/building-a-computer-out-of-555-chips/

#8081577
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Sebastian R. schrieb:

All das oder eben ~10 Zeilen Code, die auch einem 50ct-Mikrocontroller laufen würden.

Dann zitiere doch nicht die HW-Lösung aus den 90ern. Aber gut, dass du auch der Meinung bist, dass ein µC die zeitgemäßere Lösung wäre. Der kann dann auch gleich das komplette Signal erzeugen und die Amplitudenumschaltung mit erledigen. Mit "~10 Zeilen Code" wirst du dann allerdings nicht auskommen, falls der lesbar sein soll.

#8081582
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Rainer W. schrieb:

Der kann dann auch gleich das komplette Signal erzeugen und die Amplitudenumschaltung mit erledigen.

Die Amplitudenumschaltung macht aber nicht das Ladegerät, sondern das Auto.

Aber der Controller kann die Amplitude messen und dann entsprechende Schritte einleiten.

Rainer W. schrieb:

Mit "~10 Zeilen Code" wirst du dann allerdings nicht auskommen, falls der lesbar sein soll.

Das dann nicht, aber für 1kHz-PWM mit variabler Tastrate reichen 10 Zeilen (zumindest auf einem AVR) locker.

#8081681
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Ja, ein Mikrokontroller ist billig und schnell programmiert.

Jedesmal wenn jemand einen Mikrokontroller im Auto Umfeld verwenden will kommen die Bedenkenträger zum Vorschein und reden irgendwas über Spannungsspitzen und ähnliches und Extraschutz für den Mikrokontroller. Da sind alten analogen Bauteile um einiges robuster. Und man spart sich den Stepdown für die 5V Betriebsspannung.

Als ich damals meine erste Wallbox manipulieren wollte hab ich zuerst analoge Steuerungen im Internet gefunden.

Walta

#8081748
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Ich habe positive Erfahrung mit dem TMUX6219DGKR in Kombination mit einem TC1044 als Ladungspumpe gemacht. Mein Aufbau orientiert sich dabei an der Referenzhardware von Pionix EVerest (https://github.com/PionixPublic/reference-hardware). Das PWM-Signal erzeuge ich per Hardware-PWM über einen Raspberry Pi und zusätzlich ist ein ADC vom Typ ADS1015 per I2C angebunden, um über die Amplitude des gefilterten CP-Signals den Status der Ladekommunikation zu ziehen.

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#8081765
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warum kauft man sich nicht einfach eine "fertige" Wallbox? Ich kann meiner per Modbus sagen wie sie laden soll, gesteuert per EVCC

Ja, Selbermacher, Geld sparen - aber was passiert wenn man so einem modifizierten Ziegelstein-Ladeadapter/ dem Fahrzeug doch mal aus Versehen 16A vorgibt obwohl er intern nur 10A kann?

Gast #8081774
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Heinz R. schrieb:

aber was passiert wenn man so einem modifizierten Ziegelstein-Ladeadapter/ dem Fahrzeug doch mal aus Versehen 16A vorgibt obwohl er intern nur 10A kann?

Nichts, die Wallbox sagt dem EV über PWM nur, was sie an Leistung verfügbar machen kann. Der Onboard Lader entscheidet dann selber, was er wirklich zieht. Wenn die z.B. Lade-Elektronik/Batterie zu warm wird, reduziert der Lader die Leistung automatisch, egal wie die Duty Cycle ist.

(Firma: Autotronic) #8081779
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Heinz R. schrieb:

aber was passiert wenn man so einem modifizierten Ziegelstein-Ladeadapter/ dem Fahrzeug doch mal aus Versehen 16A vorgibt obwohl er intern nur 10A kann?

Kurz: Egal wie rum der Bediener es falsch macht, es kann nichts passieren.

Wenn man also ein E-Auto mit einer Ladeleistung von 11 kW hat, also 16 Ampere dreiphasig und der Schuko-Ziegelstein bietet aber nur 10 Ampere einphasig, dann lädt das Auto auch nur mit 10 Ampere einphasig. Der Ziegelstein gibt ja das PWM-Signal auf der Klemme CP von 16,67% vor, so dass das Auto dadurch weiß, dass es nur mit zehn Ampere laden darf (16,67%x0,6=10A).

Wenn man jetzt eine 22 kW Wallbox mit 32 Ampere dreiphasig an ein 11 kW E-Auto anschließt, dann gibt die Wallbox zwar eine Pulsweite von 53,33% vor (32A), aber da das Auto konstruktionsbedingt nur mit maximal 16 Ampere laden kann, lädt es auch nur mit 16 Ampere, weil der Bordlader gar nicht mehr Ladestrom liefern kann.

Das gilt auch dann, wenn der PP-Widerstand (Plug present) in der Typ 2 Kupplung von einem festen Rüssel an der Wallbox einen 220 Ohm Widerstand hat.

Was allerdings funktioniert ist, wenn man mit einer 22 kW Wallbox ein 22 kW E-Auto mit nur 11 kW laden möchte, um zum Beispiel möglichst viel selbst erzeugte PV-Energie nutzen zu wollen, dann könnte man in der Typ 2 Kupplung den 220 Ohm Widerstand durch einen 680 Ohm Widerstand ersetzen und dann lädt das Auto automatisch nur noch mit 11 kW, weil es jetzt denkt, dass das Zuleitungskabel einen geringeren Querschnitt hat und nur für 16 Ampere geeignet ist.

#8081853
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Marek N. schrieb:

Ich bin davon ausgegangen, dass normgerechtes RS232 +/- 12 V erfordert

Ein Blick in die Norm hätte das korrigiert. Empfänger müssen mit so niedrigen Pegeln wie ±3V klarkommen. Ein Sender sollte mindestens ±5V liefern (an einer Last von 3..7kΩ). Der MAX232 ist für die Anwendung als RS-232 Transceiver also vollkommen normgerecht.

Die Wallbox Kommunikation ist bei den Spannungen deutlich pingeliger und vor allem wird da der Pegel zur Signalisierung verwendet.

#8081862
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Michael B. schrieb:

Aber es muss ja immer einen bedenkentragenden Hosenschisser geben.

Aha, Du glaubst also ernsthaft das wenn Du bei Lidl und Co einen "Ziegelstein" kaufst der max 10A kann - durch Deine Bastelei das Auto 16A abfordert - der das klaglos mitmacht?

Die ganzen Entwickler denken natürlich ständig an so Frickler wie Dich, kalkulieren alle Eventualitäten ein, Verkaufspreis ist egal

#8081886
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Heinz R. schrieb:

Aha, Du glaubst also ernsthaft das wenn Du bei Lidl und Co einen "Ziegelstein" kaufst der max 10A kann - durch Deine Bastelei das Auto 16A abfordert - der das klaglos mitmacht?

Ja, er wird es klaglos mitmachen. Alles, was intern mit dem Strom zu tun hat, wird nicht bei 10.0A glücklich sein und bei 10.1A die Kernschmelze einleiten.

Das einzige, was zwischen dem Schuko-Stecker und dem Typ2-Stecker in diesem Gerät sitzt, ist ein Relais. Und das ist ausreichend (über)dimensioniert, dass es mit 16A klar kommt.

Das Problem an der Sache ist nicht der Ladeziegel, sondern der Schuko-Stecker, bei dem dauerhaft max. 10A empfohlen sind. Und die Ladeziegel-Hersteller wollen nicht deine 70er-Jahre-Hausinstallation frittieren.

Bei einigen Ladeziegeln kannst du den Schuko mittels "Wechselanschluss" durch einen CEE-Stecker in blau oder rot ersetzen. Der darf 16A dauerhaft und wenn jemand zuhause eine CEE-Blau-Steckdose hat, wird er sich entsprechend darüber Gedanken gemacht haben, dessen Installation ausreichend zu dimensionieren und nicht noch Backofen und Wäschetrockner mit auf dem LSS zu haben.

Und die Ladeziegel erkennen dann entweder den CEE-Adapter und schalten von 10A auf 16A oder können manuell umgeschaltet werden.

Heinz R. schrieb:

Die ganzen Entwickler denken natürlich ständig an so Frickler wie Dich, kalkulieren alle Eventualitäten ein, Verkaufspreis ist egal

Was genau ist eigentlich der Punkt, den du versuchst, zu vermitteln?

Sobald jemand eine Wallbox modifiziert, ist es doch nicht mehr Verantwortung des Herstellers/Entwicklers einen sicheren Betrieb innerhalb der Grenzwerte zu garantieren.

So ein Ladeziegel wird ziemlich sicher mit 16A keine Probleme haben, da die Hersteller so für 10 und 16A nur einen anderen Stecker montieren müssen und eine Elektronik beide Varianten kann.

Und jemand, der technisch und kognitiv in der Lage ist, das Pilotsignal von 10 auf 16A zu ändern, ist auch in der Lage, die damit verbundenen Risiken abzuschätzen und die verbauten Komponenten entsprechend auf Tauglichkeit zu prüfen.

Wenn man sich mal ein bisschen mit Typ2/AC-Laden beschäftigt, merkt man eigentlich recht schnell, dass Wallboxen/Ladeziegel eigentlich nur Verlängerungsleitungen mit unterschiedlichen Steckvorrichtungen an jedem Ende sind.

Die komplette Ladeelektronik und Strombegrenzung findet im Fahrzeug statt. Und natürlich misst das Auto beim Laden auch die Spannung bzw. die Schleifenimpedanz und reduziert den Strom, wenn zu z.B. dein Auto über 100m Kabeltrommel mit 16A laden willst und nur noch 150V ankommen.

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