Alte Leuchtstoffröhren-Fassung - Kondensatoren PCB-haltig? HILFE!

OP #8091167
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Guten Tag liebe Community,

ich bin per Zufall auf Euch aufmerksam geworden.

Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung zur Hilfe von älteren Menschen und haben ein Gebäude angemietet, welches wir seit ein paar Jahren nutzen. Die Räumlichkeiten sind mindestens aus dem 80-90er Jahren, inkl. alten Decken, Böden etc.

Nun zu dem eventuellen Problem: Die gesamte Beleuchtung ist auch aus den Jahren. Wie wir vor ein paar Jahren in den Leerstand eingezogen sind, haben wir die Beleuchtung ertüchtigt. Ertüchtigt in dem Sinne, dass wir alle Neon/Leuchtstoffröhren ausgetauscht haben, wo die Fassungen noch in Takt waren. Viele Fassungen sind durch die Jahre gebrochen oder nicht mehr tauglich, weiter betrieben zu werden.

Vergangene Woche hatten wir einen Feuerwehreinsatz hier im Hause, da wir einen Brand irgendwo vermutet hatten. Wir sowie auch die Feuerwehr haben schnell bemerkt, dass es sich bei dem Geruch um Papier handelt, wir konnten leider keinerlei Anhaltspunkt finden woher der Geruch kam, daher war der Einsatz relativ schnell wieder beendet und wir hatten über das Wochenende komplett gelüftet.

Nachdem heute der Geruch wieder aufgetreten war, bin ich auf die Fehlersuche gegangen und habe gemerkt, dass der verbrannte Papiergeruch aus der Richtung Lampen kommt. Nach auseinandernehmen der Lampenkonstruktion und der Fassung, habe ich dann den Verursacher feststellen können.

Es handelt sich um den Kondensator einer Leuchtstoffröhre mit der Modellbezeichnung LFB MP 5,7 / 425.

Nach etwas googlen bin ich auf den Trichter gekommen, dass es sich um einen alten Metallpapierkondensator handelt und dies würde auch den extrem stinkenden beißenden Papiergeruch im Gebäude erklären.

Nun die Frage: PCB-haltig ja oder nein? Ich habe Bilder angehangen, erkennen kann ich nichts von PCB. Fotos sind anbei.

Weiterhin haben wir sicherlich 100 weitere von diesen Fassungen, wovon die Hälfte nicht funktioniert (weil entweder keine Funktion wenn eine Röhre eingesetzt wird, trotz Tausch des Starters etc. oder das Plastik der Fassung ein-/beidseitig abgebrochen ist). Die Frage ist, ob dies ein großes unbemerktes Gesundheitsrisiko ist. Gerüche können wir nicht wahrnehmen. Diese eine defekte Fassung war die absolute Ausnahme bis dato, aber natürlich machen wir uns jetzt Gedanken ob die anderen Fassungen auch akut schädlich sind oder nichts passiert, "bis was passiert"(technischer Defekt).

Darüber, dass die Elektrik uralt ist und seine Jahre hinter sich hat, muss nicht diskutiert werden. Der Vermieter wird hier aber nichts machen, so lange alles halbwegs funktioniert oder in Takt ist,... Falls jetzt aber alles krebserregend oder extrem gesundheitsschädlich ist, wäre dies natürlich direkt komplett ein anderer Fall.

Vielen Dank vorab für einige hilfreiche Tipps und Infos.

Danke und LG

#8091174
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Derartige "MP" (Metall - Papier) Kondensatoren wurden bis ca. 1982 mit PCB hergestellt, in den Folgejahren hatten sie normalerweise einen Aufdruck "PCB-frei" o.Ä. und wurden dann sowieso durch MKP&co abgelöst.

Aufschrift "Made in Germany" statt "West-Germany" erlaubt ggfs. eine Eingrenzung des Produktionsjahrs, bin mir aber nicht ganz sicher, ab wann der "West"-Zusatz üblich wurde. vmlt. 1973 - 1990 (Wiedervereinigung)?

Hersteller (inzwischen, nach umfirmierung):

https://www.hydra-components.com/de/

Evtl. kann man dort nachfragen.

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OP #8091184
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Also ein Datum auf dem Kondensator ist leider nicht zu finden. Auf dem Qualitätssiegel/Kontrollsiegel der Fassung steht Jahr 1980 und auf einem der Trafos steht noch bei der Herstellerinfo des Trafos W-Germany. Darauf würde ich logierschweise ableiten, dass die Kondensatoren auch vor dem Jahr 1980 hergestellt wurden.

Fruchtiger Geruch...Ansichtssache. Es riecht einfach wie verbranntes Papier

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#8091186
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Es sind die Phasenschieberkondensatoren für die Duo-Schaltung. Ein Kondensator mit 5,7 µF (Mikrofarad) ist in der Regel für den Betrieb von 58 Watt Leuchtstoffröhre(n) (T8-Röhre mit 1500 mm Länge) an konventionellen (KVG).

https://de.wikipedia.org/wiki/Duoschaltung

Man kann eine der beiden Röhren herausnehmen. Den Kondensator demontieren und fachgerecht entsorgen. Also Duo-Schaltung nur noch als Einzelschaltung mit vorgeschalteter Induktivität (Drossel, KVG) betreiben. Die andere Variante produziert zu viel Blindleistung, wenn jede einzelne Röhre ihre eigene Drossel (KVG) bekommt oder das vorhandene KVG eine Parallelschaltung von zwei Röhren erlaubt. (Im Bild die falsche Drossel, nur für kleinere Leuchten)

Tipp: In die Suchmaschine eintippen: MFR-45 Kondensatoren PCB haltig ?

ciao
gustav

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#8091188
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Karl B. schrieb:

Tipp: In die Suchmaschine eintippen: MFR-45 Kondensatoren PCB haltig ?

War noch nicht ganz fertig. So sieht der Kondensator der hiesigen Leuchte aus.

ciao
gustav

Zitat: "...Technologie: Die Kennzeichnung MK oder MKP auf den MFR-45-Modellen steht für Kunststoff-Folienkondensatoren. PCB wurde historisch fast ausschließlich in alten MP-Kondensatoren (Metall-Papier) mit flüssiger Ölfüllung vor 1989 eingesetzt.Zulassungen: Die Baureihe MFR-45 erfüllt aktuelle Sicherheitsstandards wie VDE EN 61048/049. Bauteile mit diesen modernen Prüfzeichen sind garantiert frei von verbotenen Schadstoffen wie PCB..."
/Zitat

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OP #8091191
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In der Fassung mit diesem Kondensator ist nur eine Röhre angeschlossen. Die Zuleitung ging bisher zur fest verbauten Klemme dieser Fassung mit der Röhre und den zwei Netzteilen. Von der festen Klemme ging das selbe Kabel weiter zur nächsten Fassung. Also an der stromführenden Leitung war diese Fassung/Röhre ein/durchgeschliffen durch einen Stich. Keine zwei Röhren.

Mich wundert es auch, dass weder eine Sicherung noch der FI-Schalter rausgeflogen ist. Die Lampen haben alle funktioniert, der Schmor-Geruch wurde immer schlimmer. Keinerlei Ausfälle

Qualitätssiegel der Fassung bzw. Leuchte beziffert sich auf 1980... Da wurde anscheinend immer auf PBC gesetzt

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#8091192
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Das "ZVEI: Merkblatt Entsorgung von PCB-haltigen Starkstromkondensatoren – Leistungs-, Leuchtstofflampen- und Motorkondensatoren" (Verlinkt von der PCB-Wikipedia-Seite) meint:

Die Motor/Leuchststofflampen-Kondensatoren von AEG/Hydra hatten eine Angabe des Tränkmittels "3CD"/"4CD" aufgedruckt, wenn PCB-haltig.

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#8091195
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Hi @Kevin, besser und anschaulicher wäre eine kurze Skizze von der tatsächlichen Verschaltung. Röhren in Duoschaltung können auch räumlich weiter getrennt voneinander kombiniert sein. Eine Parallekompensation ist mit diesen Kondensatoren (siehe mein Bild) nicht zulässig, halte ich für nicht gegeben hier.

cia
gustav

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(Firma: TU Darmstadt) #8091214
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Schmeisse alle Vorschaltsachen raus und ersetze die Leuchtstoffroehren mit LED Roehren wie Osram Subtitube. Die Leuchten starten dann sofort, es wird weniger Strom verbraucht und in der Regel, je nach Lampenkonstruktion, ist es sogar heller.

Die Kondensatoren kannst Du dann ggf als Sondermuell entsorgen.

#8091388
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Haben die Lampen ggfs. In einigen Exemplaren kleine Entstörkondensatoren z.B. noch auf der Einspeiselüsterklemme sitzen ? Die dinger sind auch manchmal kleine Stinkbomben. Hatte ich hier letztens in einer Feuchtraum Leuchtstoffröhrenlampe von ca. 1990. Die dinger haben ja die angewohnheit baureihenabhängig oft Feuchtigkeit zu ziehen und dann mit viel Rauch und gestank auzufallen

#8091435
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H. H. schrieb:

Defekte Kompensationskondensatoren ersetzen, oder gleich auf EVG oder LED umrüsten.

Das wäre auch meine Idee gewesen. Der TO soll den alten Krempel rauswerfen und etwas Zeitgemäßes an Beleuchtung einbauen.
Eventuell genau so, wie ich es vor Jahren mit "unserer" Treppenhausbeleuchtungs-Leuchtstoffröhre gemacht hatte. Habe eine E27-Fassung montiert und eine LED-Lampe eingeschraubt, die noch heller ist als die alte Leuchtstoffröhre.
Und man schaue einmal auf die angeschmorte Ader. Die fand ich im Leuchtstofflampen-Gehäuse vor. War wohl zu nahe an der Drossel vorbeigeführt. Das deutet auf eine echte Brandgefahr mitunter durch die konventionellen Vorschaltgeräte mit Drosseln hin. Den Ärger kann sich der TO sparen, indem er in eine vernünftige Beleuchtungsanlage investiert.

Aber noch einmal zurück. Es ging um die "Geruchsbelästigung". Wenn schon etwas "Müffeliges" aus Richtung Kondensator kommt, dann könnte das auch der angekokelte in der Steckfassung fest eingebaute Entlandewiderstand (meistens 2 Megohm) sein.

Wenn man ein Fazit ziehen darf, dann sind wir uns wohl einig, dass die Ära der quecksilberhaltigen Niederdruck-Entladungslampen endgültig vorbei ist.

Heute ist LED-Technologie führend. Und ich bin überrascht, wie lange die LED-Lampe hält. Trotz der gehäuften Einschaltzyklen der Treppenhausbeleuchtung ist immer noch die alte E27-LED-Lampe drin, die ich damals reingeschraubt hatte. Bei Verwendung normaler Glühlampen hätte ich schon mindestens dreimal austauschen müssen.

(Und den Stresstest hat die LED-Lampe auch überstanden. Das ständige Nachtriggern mit kurzzeitiger Unterbrechung bedingt durch Feuchtigkeitsschaden des Relais. Aber das ist eine andere Geschichte.)

Beitrag "Treppenlichtautomat Eltaco ER61-UC"

ciao
gustav

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#8091907
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Ich würde die Lampen drinlassen. Moderne Röhren halten sehr lange und schaffen weit über 100 Lumen pro Watt, was nicht jede LED bietet. Bei jeder Neuherstellung werden auch wichtige Rohstoffe verbraucht.

Wichtig wäre, die Reflektoren zu reinigen. Die Gitter vor den Röhren sollen ein Blendschutz sein. Aber sie verringern auch die Helligkeit.

Zum Umweltschutz: Das Quecksilber bleibt ja in der Röhre, wenn sie ordnungsgemäß recyclet wird, wird es -genauso wie der Leuchtstoff- wiederverwendet.

Insgesamt muss in die Abwägung eingehen, wie oft die Lampen genutzt werden.

Noch was zum PCB: der Geruchssinn verschiedene Menschen ist unterschiedlich empfindlich. Ich rieche PCB "10 km gegen den Wind".

Die Duo-Schaltung erzeugt sehr "ruhiges" Licht wegen der Phasenverschiebung. Während die eine Lampe "Dunkelpause" (Nulldurchgang) hat, leuchtet die andere. Dadurch ist der CosPhi nahezu 1.
LEDs erzeugen dagegen hohe Verzerrungsblindleistung.

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#8091956
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Karl B. schrieb:

Und man schaue einmal auf die angeschmorte Ader. Die fand ich im Leuchtstofflampen-Gehäuse vor. War wohl zu nahe an der Drossel vorbeigeführt. Das deutet auf eine echte Brandgefahr mitunter durch die konventionellen Vorschaltgeräte mit Drosseln hin.

Oh weh, das hat der Gustav mal eine von Millionen Leuchten defekt und faselt direkt von Risiko.

Den Ärger kann sich der TO sparen, indem er in eine vernünftige Beleuchtungsanlage investiert.

Unfug, die Zuverlässigkeit der uralten Technik mit Drossel muß der modernere Kram erstmal beweisen.

Torsten B. schrieb:

Ich würde die Lampen drinlassen.

Der OP ist wieder eine Eintagsfliege, nach nicht erwartungsgemäßen Kommentaren abgetaucht.

Wenn ich seine Frage richtig verstehe, sind die Röhren kein Problem, er hat Ärger mit den Lampenfassungen. Natürlich würde ich die vorhandenen Röhren belassen, solange sie funktionieren.

Torsten B. schrieb:

Zum Umweltschutz: Das Quecksilber bleibt ja in der Röhre, wenn sie ordnungsgemäß recyclet wird, wird es -genauso wie der Leuchtstoff- wiederverwendet.

Da gibt es wohl nichts mehr zu recyclen, seit in der EU neue Röhren nicht mehr hergestellt werden dürfen und auch Quecksiber in beliebigen Produkten verboten wurde. Also eher beseitigen statt wiederverwenden?

H. H. schrieb:

LEDs erzeugen dagegen hohe Verzerrungsblindleistung.

Dürfen die auch schon lange nicht mehr.

Sollen die paar Watt eine Sonderstellung haben und PFC benötigen?

(Firma: Hobbytheoretiker) #8091967
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Die Blindleistungskompensationskondensatoren, wenn diese als Parallelkondensator verbaut wurden, setzen vor allem die vielen Geräte zu, die noch viele Oberwellen als Last verursachen und verursachen einen hohen Inrush-Current. Diese Nachteile hat die Duo-Schaltung nicht.

Eine Duoschaltung ist eine spezielle Parallelschaltung von zwei Leuchtstofflampen, bei der ein Lampenzweig induktiv (mit Vorschaltgerät) und der zweite Zweig kapazitiv (mit einem in Reihe geschalteten Kondensator und Vorschaltgerät) betrieben wird.

So einfach viele neue LED-Lampen zu installieren geht auch nicht, weil diese gegenüber den Leuchtstofflampen mit Drossel einen hohen Inrush-Current haben.

Aber bei dem nächsten Austausch könnten LED-Leuchtstoffröhren-Retrofit eingebaut werden die geeignet sind für solche Drosseln als Vorschaltgeräte.

Hier gäbe es noch Nachschub: https://www.signify.com/de-de/prof/innenleuchten/stromschienenleuchten/SMC_LGHTPNLS_CA/category

#8092055
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Dieter D. schrieb:

Parallelkondensator

Steht doch drauf, dass sie gerade dazu nicht geeignet sind. Ich habe nicht umsonst das von @hmmm angemeckerte Bild hochgeladen.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/704054/Reihenkomp_kond.jpg

Und die Bilder des TO zeigen eine halb demontierte Beleuchtungsanlage. Deswegen hatte ich oben auch schon um die tatsächliche Verschaltung gebeten. Die Beleuchtung funktioniert sogar ohne die Kondensatoren, wenn nicht Duo-Schaltung angewendet wird. für die Gesamtstromaufnahme sollte dann aber auch die zusätzliche Blindleistung mit berücksichtigt werden.

Das ganze Gelumpe mit den quecksilberhaltigen Niederdruck-Gasentladungslampen gehört in den Sondermüll. Nicht umsonst haben viele Stadtverwaltungen die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Und sparen damit Steuergelder.

Manfred P. schrieb:

Oh weh, das hat der Gustav mal eine von Millionen Leuchten defekt und faselt direkt von Risiko.

Kann Dir von den Gefahren berichten:
Vorgang: Komme morgens in die Fabrikhalle, in der die Hälfte der Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren 24/7 in Betrieb ist. Auf dem Fußboden liegen Glassplitter. Die stammen von der Leuchtstoffröhre, die schon seit Tagen aufgrund vergeblicher Zündversuche geflackert hatte. Ihre Fassungen waren so erhitzt, dass sie schließlich nachgaben und die gesamte Röhre aus den Fassungen herausrutschte, auf den Hallenboden knallte. Und das Quecksilber hatte sich auch schön verteilt.

Mein Verbesserungsvorschlag, sogenannte "Industriestarter" mir rückstellbarer Thermosicherung zu verwenden, wurde mit dem Argument abgeleht, dass die gesamte Anlage über kurz oder lang mit LED-Beleuchtung ausgestattet würde.

ciao
gustav

Angehängte Dateien:
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(Firma: Hobbytheoretiker) #8092209
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Karl B. schrieb:

Nicht umsonst haben viele Stadtverwaltungen die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt.

Das hatte politische Gründe und es ging mehr ums Presige.

Und sparen damit Steuergelder.

Nein. Weil die Leuchtstoffröhren haben diese noch selbst gewechselt. Die alten noch nicht durch LED ersetzten Straßenbeleuchtungen haben schon die zweiten LED-Straßenbeleuchtungen in meinem Viertel überlebt.

Persönliche Seite #8092288
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Ein Argument, dass für die LED-Umstellung spricht, ist der Brandschutz. Geht eine Röhre mit KVG kaputt, versucht der Starter, die immer und immer wieder zu zünden. Der Glühdraht in der Röhre wird dabei heiß, was zu Beschädigungen der Leuchte und in seltenen Fällen zum Brand führen kann. Helfen tut entweder ein Sicherheitsstarter, der probiert es nicht immer wieder, oder eben LEDs. (Ein EVG hilft auch, das nachzurüsten hat aber wenig Sinn.)

#8092343
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Karl B. schrieb:

Manfred P. schrieb:

Oh weh, das hat der Gustav mal eine von Millionen Leuchten defekt und faselt direkt von Risiko.

Kann Dir von den Gefahren berichten: Vorgang: Komme morgens in die Fabrikhalle, in der die Hälfte der Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren 24/7 in Betrieb ist. Auf dem Fußboden liegen Glassplitter. .. Und das Quecksilber hatte sich auch schön verteilt.

Auch da unterstelle ich Dir die Dramatisierung eines Einzelfalles und eine blühende Phantasie. Ich habe sehr viele Jahre unter Langfeldbeleuchtung gearbeitet und schon zu meiner Kindheit hatte Vater offene Leuchtstoffröhren in seiner Werkstatt. Das vertelte Quecksilber ..

Karl B. schrieb:

Nicht umsonst haben viele Stadtverwaltungen die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Und sparen damit Steuergelder.

Schön wäre das, sie verbraten damit ideologisch initiierte Fördergelder.

Dieter D. schrieb:

Und sparen damit Steuergelder.

Nein. Weil die Leuchtstoffröhren haben diese noch selbst gewechselt. Die alten noch nicht durch LED ersetzten Straßenbeleuchtungen haben schon die zweiten LED-Straßenbeleuchtungen in meinem Viertel überlebt.

Bei mir vor dem Haus sind Kompaktleuchtstofflampen, umgangssprachlich Energiesparlampen. Dafür gibt es inzwischen 1:1-Ersatz in LED-Technik, ohne die Leuchten auszuwechseln.

Du liegst leider richtig, dass einige Kommunen schon komplette LED-Leuchten tauschen mussten, weil Ersatz fehlte bzw. der Hersteller nicht mehr existiert.

Tilo R. schrieb:

Ein Argument, dass für die LED-Umstellung spricht, ist der Brandschutz.

Eine blühende Phantasie, durch täglich abgegrannte Firmengebäude bestätigt.

Ich sehe eine Leuchtstoffröhre mit Drossel als weitaus ungefährlicher als eine LED-Mimik mit Schaltnetzteil an.

Persönliche Seite #8092394
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Manfred P. schrieb:

Tilo R. schrieb:

Ein Argument, das für die LED-Umstellung spricht, ist der Brandschutz.

Eine blühende Phantasie, durch täglich abgebrannte Firmengebäude bestätigt. Ich sehe eine Leuchtstoffröhre mit Drossel als weitaus ungefährlicher als eine LED-Mimik mit Schaltnetzteil an.

Glaub' was du willst. Ich habe selbst schon öfter braune Stellen an defekten Leuchtstofflampen in Parkhäusern gesehen. Ich weiß von einem Fall, dass die Versicherung den Austausch einer Hallenbeleuchtung gut fand. Und ich weiß von einem Fall, in dem eine Leuchtstofflampe als mögliche Brandursache gilt: https://www.kfv-heidenheim.de/einsaetze/feuer-bei-edelmann-die-800-grad-hoelle-schaeumte-ueber/

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