Guido C. schrieb:
Die Idee mit dem Logikanalysator gefällt mir recht gut. Die
Pegelanpassung sollte sich bewerkstelligen lassen. Je nach
Logikanalysator kann ich gegebenenfalls auch direkt von CAN-High zu GND
messen. Hat das schon jemand getestet?
Mach das nicht. Das ist Pfusch. Die meisten Logic Analyzer sind für Logiksignale ausgelegt. Außerdem können CAN_H und CAN_L unterschiedliche Pegel aufweisen, je nachdem, ob das 5V Transceiver oder 3.3V Transceiver sind. Die Spannungsdifferenz ist das zuverlässigere Kriterium, und dafür brauchst Du die Transceiver.
Fall ja, mit welchem
Logikanalysator? Der Logikanalysator muss das Protokoll analysieren und
an einen Rechner streamen.
Nein. Der Logic Analyzer analysiert erst mal gar nichts. Der zeichnet nur stumpf auf und überträgt die Daten zum Rechner. Erst nach dem Ende der Aufzeichnung werden die Daten analysiert und interpretiert.
Es gibt zwei Kategorien von Logic Analyzern. Die erste Kategorie (dazu gehören z.B. die Saleae Teile) streamen die Daten in Echtzeit zum Rechner. Die zweite Kategorie (dazu gehören z.B. Ikalogic und LogicPort) haben lokales RAM, in das sie capturen. Das wird dann nach dem Ende der Aufzeichnung an den PC übertragen. Dafür reicht USB2, und der PC muss nicht besonders schnell sein und nicht besonders viel RAM haben.
Da Du 10 Minuten aufzeichnen willst, brauchst Du unbedingt einen LA der ersten Kategorie, vorzugsweise mit USB3 und einem PC mit hinreichend Leistung und RAM für die Aufzeichnung.
Bei 1MBit/s Bitrate würde ich nicht unter 5MHz Abtastrate gehen. Eine kurze Abschätzung ergibt 600s × 8Kanäle × 5MBit = 3GB an freiem RAM. Bei Windows würde ich also nicht unter 16GB RAM anfangen, eher mehr.
fchk