Leckage in Wasserrohren frühzeitig erkennen

OP #7852841

Hallo zusammen,

nachdem ich im Bekanntenkreis wieder einen Wasserschaden gesehen habe, mach ich mir Gedanken was man vorbeugend machen kann.

Meine Frage ist, ob man einen schleichenden Wasseraustritt messen kann?

Die Idee ist, am Zähler der Stadtwerke den Wasserfluß zu beobachten. Mein mechanischer Zähler hat ein drehendes Zählwerk für sehr kleine Durchlussmengen zu registrieren.

Wenn alle Verbraucher in der Nacht geschlossen sind, sollte das Zählwerk so gut wie zum stehen kommen. Eine kleine Arduino Schaltung sollte registrieren können, wenn so ein Ruhezustand nicht mehr vorkommt. Dann fließt Wasser, was nicht fließen soll.

Im Augenblick fließt minimal Wasser, was aber durch die beiden WC-Spülkästen verursacht sein könnte. Da muss ich noch forschen, ob ich an diesen beiden Verbrauchern das ganz vermeiden kann.

Sind meine Gedanken falsch, oder sollte das zum Ziel führen?

danke

Wolfgang R. schrieb:

Meine Frage ist, ob man einen schleichenden Wasseraustritt messen kann?

Nein, alle Zähler haben einen minimalen erkannten Wasserfluss.

Wolfgang R. schrieb:

Im Augenblick fließt minimal Wasser,

Na wenn es schon so viel ist, dass der Zähler zählt, dann kannst du es messen.

Sind alle Wasserhähne zu (inklusive Toilettenspülung und eventuell automatischem Nachfüllen der Heizung), und es zählt trotzdem, dann hast du Verlust. Guck halt einfach mal was in 24h zusammenkommt wenn du 1 Tag weg bist.

OP

Hab mal kurz am morgen gemessen. Ca. 0,1 l/h Aber nicht so genau nehmen. Da geh ich im Detail mal nach, wo/wieviel verloren geht.

Danke für den Hinweis mit dem integrierten Gerät. Hatte vor lauter basteln den ingesamt einfacheren Weg aus den Augen verloren.

Wolfgang R. schrieb:

was man vorbeugend machen kann.

Vorbeugend kann man nur das Wasser abdrehen. Ansonsten zählst Du irgendetwas hinterher, wenn das Wasser weg ist. Interessanter wäre, ob der Zähler lügt. Mein moderner elektronischer Wasserzähler Multical21 hat ohne Wasserverbrauch 3m³ mehr angezeigt. Alle Hähne waren zu, Spülkästen dicht, Haus trocken.

(Firma: Hobbytheoretiker)

Wolfgang R. schrieb:

mach ich mir Gedanken was man vorbeugend machen kann.

Wenn es noch Freitag wäre, wäre die Empfehlung in die Wüste zu ziehen, wo es nicht regnet und kein fließend Wasser im Haus gibt.

Es gibt Reflexlichtschranken, die funktionieren mit dem schwarzen Drehzeiger und weißen Hintergrund bereits. Bei meinem Zähler ginge das nicht, weil dieser hat einen weißen Drehzeiger mit einer Kunststoffkerbe als Markierung auf weißem Hintergrund. Das hat allerdings schon jemand mit einem schräg anstrahlenden Laserpointer gelöst.

Was Du sonst noch machen könntest, wäre mit einer Wärmekamera die Leitungswege abzusuchen und über die Zeit hoffen verdächtige Änderungen zu erkennen.

Es gibt noch Methoden mit Ultraschall, Radar oder/und einer Hochfrequenz, deren Mauerdurchdringung mit dem Wassergehalt abnimmt für die Durchleuchtung oder mit einer anderen Frequenz die Reflektionen, wenn nicht durchleuchtet werden kann.

OP

Lu schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

was man vorbeugend machen kann.

Vorbeugend kann man nur das Wasser abdrehen. Ansonsten zählst Du irgendetwas hinterher, wenn das Wasser weg ist. Interessanter wäre, ob der Zähler lügt. Mein moderner elektronischer Wasserzähler Multical21 hat ohne Wasserverbrauch 3m³ mehr angezeigt. Alle Hähne waren zu, Spülkästen dicht, Haus trocken.

Ich denke eher an ein zuerst kleines Leck unter Putz. Das richtet vielleicht in den ersten 24h noch keinen wirklichen Schaden an, wenn es entdeckt wird.

OP

Michael B. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Ich denke eher an ein zuerst kleines Leck unter Putz. Das richtet vielleicht in den ersten 24h noch keinen wirklichen Schaden an, wenn es entdeckt wird.

Du entdeckst kein kleines Leck unter Putz, selbst wenn dein Zähler einen Wasserverlust zählt.

Du müsstest schon alle Leitungen im ganzen Haus freikloppen.

Mit entdecken meine ich, dass der Zähler den (minimalen) Wasserabluss bemerkt. Dann drehe ich erstmal das ganze Wasser ab. Danach würde ich mir jemand holen, der die Ursache findet.

Nur noch so als Hinweis: Wenn deine Wasseruhr "Nass" läuft, also Zeiger & Zählwerk unter Wasser stehen, dann hat die normalerweise einen lichtdichten Deckel. Den hat die nicht ohne Grund, mit Licht wachsen im Zähler Algen. Solltest du Bedenken, wenn du da mit lichtstarken Reflex-Lichtschranken drangehen willst.

Dieter D. schrieb:

Die Waschbären waren wegen des Gartenwasserhahns sauer.

Vorher die Bären von dem Hahn weggrämen, z. B. durch Anschließen einer – natürlich selbst gebastelten – Weidezaun-Elektrik. Sobald die das gelernt haben, kommen sie nicht mehr. Nach Darwin entwickeln sie zwar isolierende Pfoten, aber das dauert ein paar Milliönchen Jahre.

Der Profi nimmt zum Vergrämen einen Raspi mit Kamera, Bärenerkennungs-KI von Github und .wav-Löwengebrüll.

Wolfgang R. schrieb:

Ich denke eher an ein zuerst kleines Leck unter Putz. Das richtet vielleicht in den ersten 24h noch keinen wirklichen Schaden an, wenn es entdeckt wird.

Du gehst davon aus, dass bei den großen Schäden, vor denen du Angst hat, zunächst ein winziges Leck vorhanden ist, das sich dann während Stunden, Tagen oder Wochen vergrößert. So ist das aber nicht. Gefährlich sind die größeren Defekte, die sich nicht ankündigen.

Harald K. schrieb:

Das ist Dieter, unser leider hier im Forum lebender Leerdenker und Schwurbler. Der ist so.

Der hat mehr kreative Phantasie als die meisten Technikbrillen-Träger von euch. Renommierte Kleinkünstler/Comedians leben von so was, nur eben vor einem ganz anderen Publikum.

Warum hat der wohl Waschbären gesagt? Weil die sich – im Gegensatz zu anderen Tieren – am Wasserhahn waschen wollen. Wer von den Lesern hat diesen Aspekt überhaupt erkannt?

Hallo, Nach einigen Wasserschäden in meiner Erfahrung denke ich einfach, dass sowas unkontrollierbares Schiksal ist. Denn es passiert nicht dann, wenn du es befürchtest und auch nicht dort, wo du es vermutest. Du kannst nur hoffen, dass du es mehr zufällig frühzeitig entdeckst. Und selbst wenn eine Wand schon feuchte flecken hat, dann kann das Leck ganz wo anders sein. Das trifft besonders auf ummandelte Warmwasserrohre zu, beiden dann das Leckwasser ewig lang entlang läuft, bis es austritt. Und bei Zentralheitzungsrohren hast du gar keine Kontrolle. Und dann hat ich auch schon mal vor der Wasseruhr ein Leck, das dann sogar das Hausfundament unterspült hat.

Gruß Rudi

OP

Rolf schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Ich denke eher an ein zuerst kleines Leck unter Putz. Das richtet vielleicht in den ersten 24h noch keinen wirklichen Schaden an, wenn es entdeckt wird.

Du gehst davon aus, dass bei den großen Schäden, vor denen du Angst hat, zunächst ein winziges Leck vorhanden ist, das sich dann während Stunden, Tagen oder Wochen vergrößert. So ist das aber nicht. Gefährlich sind die größeren Defekte, die sich nicht ankündigen.

Da habe ich null Ahnung. Bei meinen über 50 Jahre alten Rohren hätte ich gedacht, da leckt es erstmal langsam. Meine Sorge ist wahrscheinlich auch übertrieben. Aber wenn ich den Schaden so sehe, das war schon ziemlich übel. Da bin ich gerne bereit mal €200 auszugeben, wenn es in ein paar Situationen helfen kann. Oder?

Wolfgang R. schrieb:

Aber wenn ich den Schaden so sehe, das war schon ziemlich übel. Da bin ich gerne bereit mal €200 auszugeben, wenn es in ein paar Situationen helfen kann. Oder?

Evtl. wäre ein automatisches Schließen/Abdrehen der Wasserleitung bei plötzlich hohem Verbrauch (=Rohrbruch) sinnvoller?

Wenn eine Leitung konstant schwach leckt ist der Schaden ja räumlich relativ begrenzt und sollte dann auch mal auffallen.

OP

Rudi schrieb:

Hallo, Nach einigen Wasserschäden in meiner Erfahrung denke ich einfach, dass sowas unkontrollierbares Schiksal ist. Denn es passiert nicht dann, wenn du es befürchtest und auch nicht dort, wo du es vermutest. Du kannst nur hoffen, dass du es mehr zufällig frühzeitig entdeckst. Und selbst wenn eine Wand schon feuchte flecken hat, dann kann das Leck ganz wo anders sein. Das trifft besonders auf ummandelte Warmwasserrohre zu, beiden dann das Leckwasser ewig lang entlang läuft, bis es austritt. Und bei Zentralheitzungsrohren hast du gar keine Kontrolle. Und dann hat ich auch schon mal vor der Wasseruhr ein Leck, das dann sogar das Hausfundament unterspült hat.

Gruß Rudi

Ich will es eben nicht nur zufällig entdecken. Sehe noch kein Argument dagegen, dass man den Leckstrom nicht doch entdecken kann.

Die Heizung habe ich erstmal ausgeklammert. Da kann ich zum einen wenig machen und die Wassermenge ist endlich. Aber ja, schön wäre es auch dort Wasserschäden nicht zuzulassen.

Als Elektroniker stehe ich mit den Wasserkreisläufen auf Kriegsfuß. Ein System steht ständig unter Wasserdruck und kann immensen Schaden anrichten. Hmm, da ist noch Luft nach oben für Verbesserungen.

OP

Reinhard S. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Aber wenn ich den Schaden so sehe, das war schon ziemlich übel. Da bin ich gerne bereit mal €200 auszugeben, wenn es in ein paar Situationen helfen kann. Oder?

Evtl. wäre ein automatisches Schließen/Abdrehen der Wasserleitung bei plötzlich hohem Verbrauch (=Rohrbruch) sinnvoller?

Hmm, so wie beim Aquastop? Aber wann ist der hohe Verbrauch ungewollt?

Wenn eine Leitung konstant schwach leckt ist der Schaden ja räumlich relativ begrenzt und sollte dann auch mal auffallen.

Wenn das in der Wand leckt kann sich das doch auf der Ebene der Bodenplatte sammeln. Unter dem Parkett wäre doch dann alles hinüber, bevor ich es merke?

Die Wahrscheinlichkeit, ein Leck schnell zu entdecken, ist eher gering. Mein Nachbar in der Wohnung über mir hat das nicht bemerkt, und ich dann erst, als ein auf den Fliesen im Bad aufgehängter Schrank auf einer Seite aufquoll, da durch das Schraubenloch stetig minimal Wasser herauslief.

Das passierte erst, nachdem die Wand in der näheren Umgebung so gesättigt war, dass sie kein Wasser mehr aufnehmen konnte. Das kann Monate dauern, je nach Grösse des Lecks, und solche geringen Wasserverluste registriert ein Wasserzähler nicht.

Eine relativ zuverlässige Dauerüberwachung geht eigentlich nur mit Nägeln oder Reisszwecken in der Wand entlang der Rohre, welche verkabelt den Widerstand des Mauerwerks überwachen.

Thomas S. schrieb:

Das passierte erst, nachdem die Wand in der näheren Umgebung so gesättigt war, dass sie kein Wasser mehr aufnehmen konnte. Das kann Monate dauern, je nach Grösse des Lecks, und solche geringen Wasserverluste registriert ein Wasserzähler nicht.

So ist es und auch so bei mir geschehen.

Ein von mirselbst mangelhaft eingehanftes Eckventil in der Gästetoilette leckte monatelang vorsichhin. Da alles verfliest war/ist, zeigte sich das Darama erst, als die Wände außerhalb der Gästetoilette anfingen zu schimmeln.

Selbst da, war mir noch nicht klar, woher das Wasser kommt. Erst im Heizungskeller, der direkt unter der Gästetoilette liegt, zeigte sich dann wo ich suchen musste.

Es wurde eine große Sauerei.

Bei dem Projekt des TOs stellt sich mir aber die Frage, wenn der Detektor jetzt ein minimales Leck anzeigt, woher werde ich wissen wo das Leck sich befindet?

Das kann dann ein endloses Suchspiel werden.

OP

Schorsch M. schrieb:

... Bei dem Projekt des TOs stellt sich mir aber die Frage, wenn der Detektor jetzt ein minimales Leck anzeigt, woher werde ich wissen wo das Leck sich befindet?

Das kann dann ein endloses Suchspiel werden.

Das sind aber zwei verschiedene Themen.

Im ersten Schritt muss ich wissen, dass Wasser ausläuft. Dann muss ich handeln.

Mit dem zweiten Schritt habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt. Aber aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass Problem muss abgestellt werden, egal wie.

OP

Thomas S. schrieb:

... Das kann Monate dauern, je nach Grösse des Lecks, und solche geringen Wasserverluste registriert ein Wasserzähler nicht.

guter Punkt

Hab den Zähler angeschaut. Der würde erlauben 50 ml zu messen. Wenn in 2-3 h weniger rausdiffundiert wird es schwierig es zu merken. Geht auch von einem idealen System aus, wo nichts durch die Spülkästen rinnt, etc.

Hmm, erfordert längeres Nachdenken.

Eine relativ zuverlässige Dauerüberwachung geht eigentlich nur mit Nägeln oder Reisszwecken in der Wand entlang der Rohre, welche verkabelt den Widerstand des Mauerwerks überwachen.

Auch eine gute Idee. Muß ich nachdenken.

OP

Eine relativ zuverlässige Dauerüberwachung geht eigentlich nur mit Nägeln oder Reisszwecken in der Wand entlang der Rohre, welche verkabelt den Widerstand des Mauerwerks überwachen.

Auch eine gute Idee. Muß ich nachdenken.

Ja, scheint mir der richtige Weg.

In den betreffenden Räumen eine Kontaktstelle nähe Decke und eine nähe Boden sollten reichen.

Hat da jemand weitere Infos?

Gibt es fertig zu kaufen.

Vor einigen Jahren geisterte das durch die Sanitär Fachpresse. Ist aber ein zusätzliches Gerät auf der Hauptwasserleitung (ohne Öffnen des Kreislaufes zu installieren). Arbeitet angeblich mit US (soweit ich erinnere).

OP

Dieter D. schrieb:

Rolf schrieb:

Nach Darwin entwickeln sie zwar isolierende Pfoten, aber das dauert ein paar Milliönchen Jahre.

Der ist auch gut! :o))

Dort sind auch einige Methoden der Leckageortung aufgeführt: https://deutsche-schadenshilfe.de/wasserschaden/leckageortung-wasserschadenortung-leckortung-lecksuche/

...Beim Widerstandsverfahren werden zwei Elektroden in die Bausubstanz eingebracht, die überprüft werden soll. Anschließend wird Prüfstrom durch das Material geleitet, der Aufschluss über den Feuchtigkeitsgehalt des Mauerwerks gibt. ...

wie weiter oben diskutiert, scheint machbar

Man kann auch mir einem Drucksensor arbeiten wenn man vor dem großen Rohrbruch Angst hat, da der Druck in der Leitung dann plötzlich abfällt.

Diesen könnte man z.B. in so einen Befüllanschluß reinbauen.

Und in China gibt günstige Motoren die du auf den Hauptwasserhahn montieren kann die dann hier zudrehen.

Kleiner Komperator, mit Poti, Transitor und Relais und schon könnte man sich da was zusammenstricken.

Wolfgang R. schrieb:

Evtl. wäre ein automatisches Schließen/Abdrehen der Wasserleitung bei plötzlich hohem Verbrauch (=Rohrbruch) sinnvoller?

Hmm, so wie beim Aquastop? Aber wann ist der hohe Verbrauch ungewollt?

Könntest du anhand von der Uhrzeit und Dauer rausfinden. Müsstest also vorher wissen, wie lange bspw. die Waschmaschine/Spülmaschine Wasser zieht und wieviel.

Wenn eine Leitung konstant schwach leckt ist der Schaden ja räumlich relativ begrenzt und sollte dann auch mal auffallen.

Wenn das in der Wand leckt kann sich das doch auf der Ebene der Bodenplatte sammeln. Unter dem Parkett wäre doch dann alles hinüber, bevor ich es merke?

Ich sag ja, räumlich relativ begrenzt.

Wolfgang R. schrieb:

Als Elektroniker stehe ich mit den Wasserkreisläufen auf Kriegsfuß. Ein System steht ständig unter Wasserdruck und kann immensen Schaden anrichten. Hmm, da ist noch Luft nach oben für Verbesserungen.

Dafür ist das aber ein jahrzehnte altes System und die Schäden sind dafür eher gering. Als Elektroniker machen mir da Li-Ion-Akkus mehr Sorgen.

OP

Thomas schrieb:

Man kann auch mir einem Drucksensor arbeiten wenn man vor dem großen Rohrbruch Angst hat, da der Druck in der Leitung dann plötzlich abfällt.

Angst habe ich mehr vor dem kleinen schleichendem Leck. Wenn sich etwas über Tage durch das Mauerwerk vorarbeitet und dann, erst unbemerkt, grossen Schaden anrichtet.

Kommt ein direkter Rohrbruch im Vergleich so oft vor?

man könnte daruafhin messen das der Wasserverbrauch entweder 0 oder >x l/m sein muss, zu geringe Verbräuche also als Leckage zu detektieren. Bei Durchflussmessern solltest du aber auf Qualität achten, unsere Siemenswaschmaschine hatte einen der nicht mehr funktionierte, konnte ich zum Glück ausprogrammieren, da sie immer dachte zuwenig Wasser zu bekommen.

OP

Reinhard S. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Evtl. wäre ein automatisches Schließen/Abdrehen der Wasserleitung bei plötzlich hohem Verbrauch (=Rohrbruch) sinnvoller?

Hmm, so wie beim Aquastop? Aber wann ist der hohe Verbrauch ungewollt?

Könntest du anhand von der Uhrzeit und Dauer rausfinden. Müsstest also vorher wissen, wie lange bspw. die Waschmaschine/Spülmaschine Wasser zieht und wieviel.

Das ist bei den unterschiedlichen Verbrauchern kaum möglich (Garten wässern, etc.)

Wenn eine Leitung konstant schwach leckt ist der Schaden ja räumlich relativ begrenzt und sollte dann auch mal auffallen.

Wenn das in der Wand leckt kann sich das doch auf der Ebene der Bodenplatte sammeln. Unter dem Parkett wäre doch dann alles hinüber, bevor ich es merke?

Ich sag ja, räumlich relativ begrenzt.

Ein versauter Raum mit Trockenlegung etc. ist mir schon zu viel.

Wolfgang R. schrieb:

Als Elektroniker stehe ich mit den Wasserkreisläufen auf Kriegsfuß. Ein System steht ständig unter Wasserdruck und kann immensen Schaden anrichten. Hmm, da ist noch Luft nach oben für Verbesserungen.

Dafür ist das aber ein jahrzehnte altes System und die Schäden sind dafür eher gering.

gering? Die Fälle die ich kenne waren teuer und haben die Versicherung immerhin veranlasst den Vertrag zu kündigen.

Als Elektroniker machen mir da Li-Ion-Akkus mehr Sorgen.

Ok, die sind ein spezielles Thema und fasse ich auch mit spitzen Fingern an. Die für den Modellbau hab ich in speziellen Behältern.

Wolfgang R. schrieb:

Das ist bei den unterschiedlichen Verbrauchern kaum möglich (Garten wässern, etc.)

Du kannst ja den Verbrauch der üblichen Verbraucher messen und hättest dann eine Schwelle, die nicht überschritten werden soll. Wobei es halt unwahrscheinlich ist, das alle großen Wasserverbraucher zeitgleich aktiv sind.

Dafür ist das aber ein jahrzehnte altes System und die Schäden sind dafür eher gering.

gering? Die Fälle die ich kenne waren teuer und haben die Versicherung immerhin veranlasst den Vertrag zu kündigen.

Ich kenne hier gar keine Fälle und spreche natürlich aus dieser Sicht :)

OP

Thomas schrieb:

man könnte daruafhin messen das der Wasserverbrauch entweder 0 oder >x l/m sein muss, zu geringe Verbräuche also als Leckage zu detektieren. Bei Durchflussmessern solltest du aber auf Qualität achten, unsere Siemenswaschmaschine hatte einen der nicht mehr funktionierte, konnte ich zum Glück ausprogrammieren, da sie immer dachte zuwenig Wasser zu bekommen.

Das oben erwähnte Produkt geht auf den Zähler des Versorgers.

An den S0-Anschluss einen kleinen Arduino verbinden, der das Reed-Relais meines Alarmsensors (vorhanden) schließt.

Der Arduino schlägt an, wenn in einem (Tages-)Interval keine 2h gefunden werden, in denen kein Wasser rinnt.

OP

Reinhard S. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Das ist bei den unterschiedlichen Verbrauchern kaum möglich (Garten wässern, etc.)

Du kannst ja den Verbrauch der üblichen Verbraucher messen und hättest dann eine Schwelle, die nicht überschritten werden soll. Wobei es halt unwahrscheinlich ist, das alle großen Wasserverbraucher zeitgleich aktiv sind.

Meine Sorge gilt mehr den schwachen Rinnsalen. Da ist es eher das Problem die im weißen Rauschen überhaupt herauszufinden.

OP

Ich hab schon seit längerem in einem der Spülkästen ein ganz leicht leckendes Eckventil. Nicht tragisch, aber um die Dichte des Systems in der Genauigkeit zu messen muß ich das tauschen.

Hatte ich sowieso vor mal in den nächsten Monaten zu machen. Werde ich jetzt vorziehen und in den nächsten Tagen tun.

Bin wirklich gespannt wie weit ich am Zähler runter komme wenn kein Wasser gezapft wird.

Wolfgang R. schrieb:

Evtl. wäre ein automatisches Schließen/Abdrehen der Wasserleitung bei plötzlich hohem Verbrauch (=Rohrbruch) sinnvoller?

Hmm, so wie beim Aquastop? Aber wann ist der hohe Verbrauch ungewollt?

Na, da freut sich doch jeder, dass er mal was mit KI machen kann. Ein paar Sensoren und ein kleines Progrämmchen, und schon merkt es der Arduino, wenn du duschst, wenn die Waschmaschine Wasser braucht und wenn du den Rasen bewässerst.

Wolfgang R. schrieb:

Kommt ein direkter Rohrbruch im Vergleich so oft vor?

Eigentlich nicht. Man nennt es Rohrbruch, aber man meint kein e3chtes Brechen, sondern Lecks im Rohr (Rost oder Lochfraß) oder an Verbindungsstellen bzw. Armaturen.

Als es 1992 im Rheinland ein Erdbeben mit Stärke 5,9 gab, sind ein paar Rohre gebrochen, weil sich Mauern bewegt haben. Da hätte eine vorbeugende Überwachung auch nichts genützt.

OP

Rolf schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Kommt ein direkter Rohrbruch im Vergleich so oft vor?

Eigentlich nicht. Man nennt es Rohrbruch, aber man meint kein e3chtes Brechen, sondern Lecks im Rohr (Rost oder Lochfraß) oder an Verbindungsstellen bzw. Armaturen.

Als es 1992 im Rheinland ein Erdbeben mit Stärke 5,9 gab, sind ein paar Rohre gebrochen, weil sich Mauern bewegt haben. Da hätte eine vorbeugende Überwachung auch nichts genützt.

ok, dann haben wir das gleiche vor Augen

(Firma: Q3)

Wasser leitet recht gut den Schall.

Beim Ausströmen von Wasser mit hohem Druck aus "wilden" Öffnungen, sollten sich im Rohrnetz möglicherweise Gräusche mit typischen Frequenzspektren nachweisen lassen. Zur Erfassung eignet sich ein Körperschall-Mikrofon, an zentraler Stelle, fest mit dem Rohr verbunden.

Das würde ich zumindest mal untersuchen.

Die Erkenntnis, dass etwas nicht funktioniert, ist auch eine Erkenntnis.

OP

Frank E. schrieb:

Wasser leitet recht gut den Schall.

Beim Ausströmen von Wasser mit hohem Druck aus "wilden" Öffnungen, sollten sich im Rohrnetz möglicherweise Gräusche mit typischen Frequenzspektren nachweisen lassen. Zur Erfassung eignet sich ein Körperschall-Mikrofon, an zentraler Stelle, fest mit dem Rohr verbunden.

Das würde ich zumindest mal untersuchen.

Die Erkenntnis, dass etwas nicht funktioniert, ist auch eine Erkenntnis.

klingt spannend

Sollte man ja mit Hilfe von zwei Mikrofonen sogar zur Ortsbestimmung des Lecks nutzen lassen. Ist so was im Einsatz?

(Firma: Q3)

Wolfgang R. schrieb:

Frank E. schrieb:

Wasser leitet recht gut den Schall.

Beim Ausströmen von Wasser mit hohem Druck aus "wilden" Öffnungen, sollten sich im Rohrnetz möglicherweise Gräusche mit typischen Frequenzspektren nachweisen lassen. Zur Erfassung eignet sich ein Körperschall-Mikrofon, an zentraler Stelle, fest mit dem Rohr verbunden.

Das würde ich zumindest mal untersuchen.

Die Erkenntnis, dass etwas nicht funktioniert, ist auch eine Erkenntnis.

klingt spannend

Sollte man ja mit Hilfe von zwei Mikrofonen sogar zur Ortsbestimmung des Lecks nutzen lassen. Ist so was im Einsatz?

Ja, gibts als kommerzielle Lösung. Aber für den Anfang sollte der Nachweis genügen, dass es ein Leck gibt - das kann man evtl. selber machen.

Die Schallgeschwindigkeit in Wasser ist ca. 10 mal höher als in Luft, das macht die Sache anspruchsvoll.

https://www.sewerin.com/produkte/wasser/elektroakustische-wasserlecksuche

OP

Frank E. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Frank E. schrieb:

Wasser leitet recht gut den Schall.

Beim Ausströmen von Wasser mit hohem Druck aus "wilden" Öffnungen, sollten sich im Rohrnetz möglicherweise Gräusche mit typischen Frequenzspektren nachweisen lassen. Zur Erfassung eignet sich ein Körperschall-Mikrofon, an zentraler Stelle, fest mit dem Rohr verbunden.

Das würde ich zumindest mal untersuchen.

Die Erkenntnis, dass etwas nicht funktioniert, ist auch eine Erkenntnis.

klingt spannend

Sollte man ja mit Hilfe von zwei Mikrofonen sogar zur Ortsbestimmung des Lecks nutzen lassen. Ist so was im Einsatz?

Ja, gibts als kommerzielle Lösung. Aber für den Anfang sollte der Nachweis genügen, dass es ein Leck gibt - das kann man evtl. selber machen.

Die Schallgeschwindigkeit in Wasser ist ca. 10 mal höher als in Luft, das macht die Sache anspruchsvoll.

https://www.sewerin.com/produkte/wasser/elektroakustische-wasserlecksuche

danke

Ich schau im ersten Schritt wie weit ich im Ruhezustand den Wasserfluss am Zähler runter bringe.

(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur)

Thomas S. schrieb:

Die Wahrscheinlichkeit, ein Leck schnell zu entdecken, ist eher gering. Mein Nachbar in der Wohnung über mir hat das nicht bemerkt, und ich dann erst, als ein auf den Fliesen im Bad aufgehängter Schrank auf einer Seite aufquoll, da durch das Schraubenloch stetig minimal Wasser herauslief.

Das passierte erst, nachdem die Wand in der näheren Umgebung so gesättigt war, dass sie kein Wasser mehr aufnehmen konnte. Das kann Monate dauern, je nach Grösse des Lecks, und solche geringen Wasserverluste registriert ein Wasserzähler nicht.

Eine relativ zuverlässige Dauerüberwachung geht eigentlich nur mit Nägeln oder Reisszwecken in der Wand entlang der Rohre, welche verkabelt den Widerstand des Mauerwerks überwachen.

Quark, ich hatte vor einigen Jahren so einen Fall. Im Keller roch es muffig. Feststellung, an einer Stelle war die Wand feucht. Aufgemacht. Ursache gesucht. Viel, viel später dann die Ursache festgestellt. In 20 Meter über de Boden war eine kleine Undichtigkeit die das Wasser austreten ließ. Die Feuchtigkeit lief an dem Rohr ganz sachte bis in den Keller und konnte nicht weiter ablaufen. Alle Wände waren trocken, bis auf die kleine Stelle im Keller. Es lief nicht kontinuierlich sonder hing auch noch vom Wasserdruck ab. Viel Spaß....

Wolfgang R. schrieb:

Meine Frage ist, ob man einen schleichenden Wasseraustritt messen kann?

Den Austritt wirst du mit einem Feuchtigkeitssensor an der betreffenden Stelle (z.B. Dichtung Handrand vom Hahn) messen können ;-)

Aber vermutlich bist du besser bedient, wenn du schleichenden Verbrauch direkt beim Zähler erfasst, weil du die möglichen Austrittsstellen gar nicht alle auf dem Schirm hast oder mit Sensoren zupflastern willst.

Ein Weg könnte es sein, das Rohr an einer Stelle zu heizen und dann links und rechts davon in gleichem Abstand die Temperatur zu messen. An einem geraden, ungestörten Rohrstück ergibt sich bei stehendem Wasser eine symmetrische Verteilung der Temperatur. Sobald Wasser leicht fließt, wird die Verteilung unsymmetrisch, weil das angewärmte Wasser zum abflussseitigen Temperaturfühler verdriftet. Dies siehst du dann an der Differenz der beiden Temperaturen. Die Abstimmung von Rohrmaterial, Heizleistung und Sensorabstand ist allerdings nicht trivial, weil der Wärmeausbreitungsweg über das Rohr parallel zum verdriftenden Medium liegt. Heizung und Sensoren müssen daher idealerweise thermisch isoliert innen im Rohr liegen und nur durch eine Membran vom Medium getrennt sein bzw. als Eintauchfühler/-heizung direkt reinragen.

(Firma: Hobbytheoretiker)

Wolfgang R. schrieb:

...Beim Widerstandsverfahren werden zwei Elektroden in die Bausubstanz eingebracht, die überprüft werden soll.

Dabei sollten auch immer die Effekte durch die chemische Spannungsreihe (elektro-chemische Zersetzung) bedacht werden.

Schau auch mal nach, ob Deine Anlage Opferanoden hat und ob diese nicht bereits verbraucht ist.

(Firma: ;-) gibt es auch)

Der Thread hier ist schon sehr lang, ich lese ihn nicht komplett. Deshalb kann es sein, dass mein Gedanke schon aufkam. Ich würde beigehen, den Haupthahn zu schließen und mir dann den Druckverlust messen. Klar, ist nicht ganz ohne Eingriff in das System zu machen, sollte aber bei guter Verrohrung eine sehr empfindliche Messmöglichkeit darstellen. Setzt voraus, dass sich keine Luftblasen im System befinden, und ggf. kann auch ein Kunststoffrohr den Messwert dämpfen. Viel Spass bei der Interpretation von solchen Messwerten. Viele Grüsse und einen guten Wochenstart Ove

OP

Ove M. schrieb:

Der Thread hier ist schon sehr lang, ich lese ihn nicht komplett. Deshalb kann es sein, dass mein Gedanke schon aufkam. Ich würde beigehen, den Haupthahn zu schließen und mir dann den Druckverlust messen. Klar, ist nicht ganz ohne Eingriff in das System zu machen, sollte aber bei guter Verrohrung eine sehr empfindliche Messmöglichkeit darstellen. Setzt voraus, dass sich keine Luftblasen im System befinden, und ggf. kann auch ein Kunststoffrohr den Messwert dämpfen. Viel Spass bei der Interpretation von solchen Messwerten. Viele Grüsse und einen guten Wochenstart Ove

Hab ich auch schon mal kurz dran gedacht, fand ich aber nicht praktikabel.

OP

Mani W. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Hab mal kurz am morgen gemessen. Ca. 0,1 l/h

Aus der Praxis:

Klospülung undicht sind schleichende Verbraucher, muss man halt genau schauen...

0,1 Liter/h ist nur ein feiner Fluss, oft bleibt er unbemerkt...

update(1)

Ich hab mich gestern mit den beiden Spülkästen beschäftigt. Man lernt auf jeden Fall bei so einer Aktion sein Haus besser kennen.

Trotz Abdrehen der Kästen war noch immer ein erheblicher Wasserfluß vorhanden. Hat etwas gedauert, bis ich das Überdruckventil im Zulauf der Warmwasstherme entdeckt habe. Da floß mehr als 1 l/h ab. Das konnte ich abstellen.

Was mir aber bei dem tropfenden Wasser in den Sinn gekommen ist, ist der Anfangszustand im leckenden System. Ich gehe von dem Fall aus, wo sich erst ein sehr kleines Loch bildet. Das kann sich über Wochen und Monate ziehen. Ich hab dann z.B. eine Phase wo 10 Tropfen die Stunde ins Mauerwerk fließen. Irgendwann ist der Wert schädlich, aber zum Messen extrem gering.

Selbst wenn ich Spülenkästen etc. 100% dicht bekomme, ist so ein Wert am Zähler zu messen eine Herausforderung. Noch habe ich den Wert nicht überschlagen, den ich mir traue durch Messung herauszufinden.

Vielleicht hat jemand ein Gefühl, was an Tropfen im Mauerwerk tolerierbar ist? Oder auch sonst, ob der Gedanke abwegig ist?

OP

Wolfgang R. schrieb:

Mani W. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Hab mal kurz am morgen gemessen. Ca. 0,1 l/h

Aus der Praxis:

Klospülung undicht sind schleichende Verbraucher, muss man halt genau schauen...

... Selbst wenn ich Spülenkästen etc. 100% dicht bekomme, ist so ein Wert am Zähler zu messen eine Herausforderung. Noch habe ich den Wert nicht überschlagen, den ich mir traue durch Messung herauszufinden.

update(2)

Die Überschlagsrechnung sieht nicht so gut aus.

Mit der Meßeinrichtung mit Lichtschranke komme ich auf ca. 15 ml/h. Das entspricht 15000 Tropfen pro Stunde.

Bestimmt kann man das Messen noch um einiges feiner machen. Aber da scheint mir noch ein grosser Bereich übrig zu bleiben, der unentdeckt aber schädlich ist.

(Firma: ;-) gibt es auch)

Nun, das ist sehr abhängig davon, wo das Wasser austritt! In einer gedämmten Wand, die dann noch foliert ist, reicht ein Tropfen pro Tag, um es mit der Zeit zur üblen Baustelle zu machen. Ich sag nur Hinterwandinstallation Dusche. Nach drei Jahren gammelte die Rigipswand hinter einem Schrank schön in grün vor sich hin! Das Leck war nach dem trocken legen nur schwer zu finden. Nach Stunden bildete sich ein Tropfen. Brauche ich nicht noch mal!

OP

Ove M. schrieb:

Nun, das ist sehr abhängig davon, wo das Wasser austritt! In einer gedämmten Wand, die dann noch foliert ist, reicht ein Tropfen pro Tag, um es mit der Zeit zur üblen Baustelle zu machen. Ich sag nur Hinterwandinstallation Dusche. Nach drei Jahren gammelte die Rigipswand hinter einem Schrank schön in grün vor sich hin! Das Leck war nach dem trocken legen nur schwer zu finden. Nach Stunden bildete sich ein Tropfen. Brauche ich nicht noch mal!

Würde also bedeuten, man müßte die Veränderung im Mauerwerk überwachen.

Hmm, nachträglich nicht zu machen.

Im Neubau könnte man vielleicht mit dem Rohr etwas reinlegen, was Messungen erlaubt. Leider nicht mein Anwendungsfall.

OP

Ich hab jetzt längere Zeit mit meiner KI gesprochen ;)

Statistisch sind Wasserschäden recht häufig, aber ein grosser Anteil auch mit geringen Schadensbeträgen. Ich hätte ein wesentlich grösseres Auftreten von hohen Schäden geraten. (sehr verkürzte Zusammenfassung)

Am Schluss kam der Hinweis auf präventive Wartung. Da werde ich auch mal nachlesen.

Bei mir ist am Hausanschluss nach dem Hauptabsperrventil ein Manometer angebracht. Ich checke damit die Dichtheit regelmäßig, z.B. bei einem Kurzurlaub, indem ich das Hauptventil im Keller zudrehe. Sinkt der Druck auch nach mehreren Tagen nicht ab, ist das Leitungssystem dicht. Umgekehrt muß ein Druckabfall natürlich wie hier schon erwähnt auch von einem tröpfelnden Wasserhahn oder defekten Spülkasten herrühren.

Rolf schrieb:

Renommierte Kleinkünstler/Comedians leben von so was, nur eben vor einem ganz anderen Publikum.

Eben. In einem Mikrocontroller-Forum will ich keine Kleinkunstler/Comedians. Genausowenig wie das Kabarett-Publikum einen Fachvortrag über die Möglichkeiten zur frühzeitigen Erfassung von Wasserleckagen goutieren würde. Aber unser SuperDiet lebt ja geradezu von dem Hass, den er hier erzeugt. Sonst hätte er längst aufgehört.

OP

Fritz G. schrieb:

Bei mir ist am Hausanschluss nach dem Hauptabsperrventil ein Manometer angebracht. Ich checke damit die Dichtheit regelmäßig, z.B. bei einem Kurzurlaub, indem ich das Hauptventil im Keller zudrehe. Sinkt der Druck auch nach mehreren Tagen nicht ab, ist das Leitungssystem dicht. Umgekehrt muß ein Druckabfall natürlich wie hier schon erwähnt auch von einem tröpfelnden Wasserhahn oder defekten Spülkasten herrühren.

Da brauche ich aber sehr viele Tage um so geringe Mengen, wie oben erwähnt, zu entdecken. Bei Leckage von 10 Tropfen/h ?

OP

Fritz G. schrieb:

Bei mir ist am Hausanschluss nach dem Hauptabsperrventil ein Manometer angebracht. Ich checke damit die Dichtheit regelmäßig, z.B. bei einem Kurzurlaub, indem ich das Hauptventil im Keller zudrehe. Sinkt der Druck auch nach mehreren Tagen nicht ab, ist das Leitungssystem dicht. Umgekehrt muß ein Druckabfall natürlich wie hier schon erwähnt auch von einem tröpfelnden Wasserhahn oder defekten Spülkasten herrühren.

Wie gering ist den der Druckverlust pro Tag? Wirklich null?

OP

Wolfgang R. schrieb:

Fritz G. schrieb:

Bei mir ist am Hausanschluss nach dem Hauptabsperrventil ein Manometer angebracht. Ich checke damit die Dichtheit regelmäßig, z.B. bei einem Kurzurlaub, indem ich das Hauptventil im Keller zudrehe. Sinkt der Druck auch nach mehreren Tagen nicht ab, ist das Leitungssystem dicht. Umgekehrt muß ein Druckabfall natürlich wie hier schon erwähnt auch von einem tröpfelnden Wasserhahn oder defekten Spülkasten herrühren.

Wie gering ist den der Druckverlust pro Tag? Wirklich null?

Habs gerade angetestet. Das sieht vielversprechend aus.

Den meisten Aprilscherzen fehlt doch in der heutigen Zeit zwangsläufig der satirische Abstand zur Wirklichkeit. Spätestens dann, wenn Trump sie am nächsten Tag als Dekret verabschiedet.

Da finde ich den angehängten recht sympathisch, weil er so oder so zum Schmunzeln ist. :)

Es gibt akustische Leckortung, man findet eine ganze Menge von Firmen und Systemen. Ich habe mich jetzt nicht eingelesen, wie groß das Leck sein muß. Aber ich könnte mir vorstellen, daß man da in Zeiten von Hausautomatisierung auch was selber basteln kann.

Angehängte Dateien:
(Firma: Q3)

Rainer W. schrieb:

Wollvieh W. schrieb:

Es gibt akustische Leckortung, man findet eine ganze Menge von Firmen und Systemen.

Die erfordert, dass das Wasser geräuschvoll austritt und man würde sie eher bei Rohrbruch einsetzen.

Nein, das muss für dich nicht hörbar sein. Wasser leitet den Schall um Größenordnungen besser (geringe Dämpfung) als Luft. Jedes noch so kleine Leck erzeugt eine Art Fauchen und Zischeln bis in den Ultraschall hinein, was mit entsprechenden Sensoren über große Entfernung wahrgenommen werden kann ...

Frank E. schrieb:

Nein, das muss für dich nicht hörbar sein. Wasser leitet den Schall um Größenordnungen besser (geringe Dämpfung) als Luft.

Nicht nur Wasser, auch das Metall des Rohres. Als ich noch ein Kind war, habe ich ab und an an den Gleisen der Schmalspurbahn bei uns im Ort gehorcht, ob ein Zug kommt. Das kann man schon hören, wenn der teils noch km weit weg ist, kommt drauf an, wie nah der Bahnhof ist und aus welcher Richtung der Zug kommt. Weichen machen das ein Stück weit zunichte :) Aber ähnlich dürfte das bei der Verrohrung im Haus sein, wenn diese aus Metall besteht. Wie es mit den Kunststoffrohren, die neuerdings modern sind, funktioniert, weiss ich nicht. Aber wenn man an einen Heizkörper schlägt, hört man das auch im ganzen Haus (Wenn man noch Heizkörper hat).

OP

Frank E. schrieb:

Rainer W. schrieb:

Wollvieh W. schrieb:

Es gibt akustische Leckortung, man findet eine ganze Menge von Firmen und Systemen.

Die erfordert, dass das Wasser geräuschvoll austritt und man würde sie eher bei Rohrbruch einsetzen.

Nein, das muss für dich nicht hörbar sein. Wasser leitet den Schall um Größenordnungen besser (geringe Dämpfung) als Luft. Jedes noch so kleine Leck erzeugt eine Art Fauchen und Zischeln bis in den Ultraschall hinein, was mit entsprechenden Sensoren über große Entfernung wahrgenommen werden kann ...

Bin neugierig und hab gerade dazu mit einem Hersteller von solchen Meßgeräten länger gesprochen (Kosten im 5-stelligen Bereich).

So geringe Ströme (das Beispiel oben mit 10 Tropfen/Stunde) sind akustisch nicht mehr messbar.

Ich hatte dieses Jahr einen Rohrbruch im Offenstall, da war bei Frost die Heizung einer Tränke ausgefallen und die hat es dann zerlegt. Das waren in 6h mal eben 48m³ Wasser, die da in den Boden gingen. Kamen dann später im Hof wieder aus dem Boden... Mir ginge es eher darum, solche großen Leckagen zu erkennen, der Stall hat eine eigene Wasseruhr und im Haus hört man den Wasserfluss nicht.

Was es meiner Meinung nach noch zu bedenken gäbe sind Druckschwankungen im Wassernetz. Da läuft mein Zähler immer mal ein wenig vor und zurück (unser Ort hat eine Druckerhöhungsanlage, die beim Zapfen irgendwann anläuft, im früheren Wohnort sah man solche Bewegungen am Zähler ebenfalls). Hat man einen Zähler mit Rücklaufsperre, zählt der eifrig nur vorwärts obwohl kein Verbrauch vorliegt :( Daher denke ich, dass solche kleinen Leckagen kaum sinnvoll messbar sind.

Ralf

Christian B. schrieb:

Schlauchplatzsicherung

Wennn Du weißt, wie eine Schaluchplatzsicherung funktioniert, dann ist Dir belkannt, dass da nur Schlauch im Schlauch ist und wenn der dünnere Schlauch platzt, dann quillt ein Viskoseschwamm auf und sperrt die Zufuhr für immer oder bei Miele elektrisch. Also keine Lösung für ALLES im Haus.

Gast

Lu schrieb:

Christian B. schrieb:

Schlauchplatzsicherung

Wennn Du weißt, wie eine Schaluchplatzsicherung funktioniert, dann ist Dir belkannt, dass da nur Schlauch im Schlauch ist und wenn der dünnere Schlauch platzt, dann quillt ein Viskoseschwamm auf und sperrt die Zufuhr für immer oder bei Miele elektrisch. Also keine Lösung für ALLES im Haus.

So fuktioniert diese aber nicht.

https://www.obi.de/p/7401714/schlauchplatzsicherung

Meinst Du diese? pdp.errorPage.title Das Metallstück zwischen Waschmaschine und Wasserhahn schützt auch nicht das GANZE Haus. Meine Hausinstallation ist durch Druckstöße in Resonanz gekommen und hinter einer Verkleidung rissig geworden.

Wolfgang, ich wurde von genau derselben Sorge umgetrieben, nachdem Wasserschäden in meinem Bekanntenkreis zugenommen haben. Wenn das Thema frühzeitig Erkennung noch gefragt ist - ich hatte es selbst zunächst mit dem ESP-Projekt probiert, das wurde mir über die Zeit dann aber zu nervig. Einmal stößt man leicht dagegen und schon funktioniert die Erkennung wieder nicht. Seit kurzem habe ich jetzt ein neues System, mit dem ich super zufrieden bin. Die automatisierte Leck-Erkennung wird gerade noch weiterentwickelt - aber dafür geht das ganze später eben über das reine Grenzwerte setzen und Zählerbewegungen nachts beobachten hinaus und kann individuelle Abweichungen feststellen. Jedenfalls wenn es funktioniert, wir werden sehen. https://hydrop-systems.com/produkt/

OP

Albert schrieb:

Wolfgang, ich wurde von genau derselben Sorge umgetrieben, nachdem Wasserschäden in meinem Bekanntenkreis zugenommen haben. Wenn das Thema frühzeitig Erkennung noch gefragt ist - ich hatte es selbst zunächst mit dem ESP-Projekt probiert, das wurde mir über die Zeit dann aber zu nervig. Einmal stößt man leicht dagegen und schon funktioniert die Erkennung wieder nicht. Seit kurzem habe ich jetzt ein neues System, mit dem ich super zufrieden bin. Die automatisierte Leck-Erkennung wird gerade noch weiterentwickelt

  • aber dafür geht das ganze später eben über das reine Grenzwerte setzen und Zählerbewegungen nachts beobachten hinaus und kann individuelle Abweichungen feststellen. Jedenfalls wenn es funktioniert, wir werden sehen. https://hydrop-systems.com/produkt/

Albert, in meinem Haus mach ich mir Sorgen hauptsächlich über ein langsam beginnendes Lecken (Tropfen). Einen plötzlichen größeren Bruch halte ich für relativ unwahrscheinlich. Am Zähler kann man das nicht feststellen.

Im Keller habe ich einen Hebeschacht. Dort löst z.B. beim Ausfall der Pumpe meine Alarmanlage aus. Ebenso unterhalb des Aquariums.

Lu schrieb:

Wennn Du weißt, wie eine Schaluchplatzsicherung funktioniert, ...

Wenn du wüsstest, dass es nicht nur einen Typ von Schlauchplatzsicherung gibt ...

Andere nutzen den Impuls des Wasserstrahles aus und "schießen" damit eine Dichtung in den Strömungskanal, rein mechanisch, z.B. für Waschmaschinenanschlüsse.

Albert schrieb:

Wolfgang, ich wurde von genau derselben Sorge umgetrieben, nachdem Wasserschäden in meinem Bekanntenkreis zugenommen haben.

Vorbeugende Wartung wird wohl von immer mehr Menschen unterbewertet oder es fehlt grundlegendes technisches Verständnis.

Rainer W. schrieb:

Vorbeugende Wartung wird wohl von immer mehr Menschen unterbewertet oder es fehlt grundlegendes technisches Verständnis.

Vorbeugen kann man nur dort, wo man etwas erkennt. Bei mir ist hinter der Wandverkleidung nach wenigen Jahren ein Wasserrohr seitlich aufgerissen, weil es beim Abstellen von Schwenkhebelaramturen an bestimmten Stellen öfter in Resonanz kam. Geringe Tropfenverluste erkennt man evtl. wenn man den Wasserzähler ständig beobachtet. Wer macht das wirklich???

Angehängte Dateien:

Lu schrieb:

Wennn Du weißt, wie eine Schaluchplatzsicherung funktioniert, dann ist Dir belkannt, dass da nur Schlauch im Schlauch ist und wenn der dünnere Schlauch platzt

Was für ein Glück, dass ich einen konkreten Artikel verlinkt habe. Hättest du doch nur drauf geklickt, wüsstest du, dass dein restlicher Post vollkommen sinnlos war, weil am Thema komplett vorbei.

Bruno V. schrieb:

Sowas funktioniert bei Selbsttränken nicht.

und wieso nicht? Die Dinger reagieren, wenn der Durchfluss zu hoch ist. Man muss also nur dafür sorgen, dass die Tränke nicht so viel Durchfluss produziert, mit einem gewissen Offset und gut. Platzt dann die Zuleitung, wegen Frost, reagiert das Teil. 100%ige Sicherheit gibt es da natürlich nicht. Alternativ könnte man auch ein NO Magentventil mit Flowmeter einbauen. dann einen Grenzwert, was an durchfluss pro h erlaubt ist und wenn das überschritten wird, gibts ne Alarmmeldung aufs Handy und das Ventil macht zu. Komfortabel geht sowas mit Hausautomationssystemen, aber evtl bekommt man das auch anders hin, wenn man so ein System nicht besitzt, was diese Aufgabe mit übernehmen kann.

Lu schrieb:

Geringe Tropfenverluste erkennt man evtl. wenn man den Wasserzähler ständig beobachtet.

die Dinger haben einen Mindestdurchfluss (Losbrechmoment). einen Tropfenden Wasserhahn erkennt man damit nicht. Ebenso schwer wird es eine Tropfleckage zu finden.

Auf jeden Fall sollte man sich über die Art und das Alter der Wasserinstallation bewusst sein. Wenn in der Umgebung, in etwa gleichaltrigen Häusern vermehrt Wasserschäden auftreten, währe das für mich ein Grund, direkt zu prüfen, ob eine Erneuerung des Rohrnetzes vielleicht langsam an der Zeit ist. Es bringt meisst nicht viel, nur einen kleinen Schaden zu reparieren, denn dann ist es nur eine frage der Zeit, bis es wo anders wieder dazu kommt.

Lu schrieb:

Schwenkhebelaramturen

das sind die Freunde der Installateure. Da hilft nur, die Bewohner darin Nachhaltig schulen, die Dinger langsam zu bedienen. Es gibt aber imho auch apparate, die den Druckstoß, der da passiert, abmildern können.

Mani W. schrieb:

Dieter ist wie immer neben der Spur

Manchmal hab ich das Gefühl, Dieter erkennt im Bus manchmal nur einzelne Wortteile (in dem Fall wohl Wasser) haut diesen dann bei Google rein und nimmt sich dort den erstbesten link. So oft wie er katastrophal neben dem Thema vorbeischießt mit seinen Postings, das kann kein Zufall sein, das ist ein systemartischer Fehler.

Christian B. schrieb:

Als ich noch ein Kind war, habe ich ab und an an den Gleisen der Schmalspurbahn bei uns im Ort gehorcht, ob ein Zug kommt. Das kann man schon hören, wenn der teils noch km weit weg ist, kommt drauf an, wie nah der Bahnhof ist und aus welcher Richtung der Zug kommt. Weichen machen das ein Stück weit zunichte :)

Das erklärt die vielen einohrigen Kinder in der Großstadtschule. :) (Die ungewahr der akustischen Tücken des Weichenvorfelds den Zug noch Kilometer weit entfernt auf der freien Strecke wähnten, wie sie es beim Indianerspielen bei Oma auf dem Land gelernt hatten.)

KI hat gnadenlos versagt, EI auch? Überschrift lautete "Leckage in Wasserrohren frühzeitig erkennen" Da hilft es wenig, erst hinter dem Wasserhahn am Schlauch anzusetzen, wenn das Rohr davor schon kaputt ist?

(Firma: Hobbytheoretiker)

Lu schrieb:

Da hilft es wenig, erst hinter dem Wasserhahn am Schlauch anzusetzen, wenn das Rohr davor schon kaputt ist?

Und es hilft auch nicht, wenn die Forentisten die Überschwemmung wie die Hunde aufschlabbern. Siehe der vorhin genannte Artikel. Tja, die KI hat Phantasie.

Lu schrieb:

Da hilft es wenig, erst hinter dem Wasserhahn am Schlauch anzusetzen, wenn das Rohr davor schon kaputt ist?

Ein offener Geist könnte auf die Idee kommen, diese Sicherung in die feste Verrohrung einzubauen, also vor dem, in dem Fall, frostgefährdeten Abschnitt. Andere halten eine Schlauchplatzsicherung nur direkt am Schlauchanfang für möglich.

(Firma: Hobbytheoretiker)

Lu schrieb:

Magnetventil 2" (stromlos offen) ...

Da muss man sich entscheiden:

a) Wenn stromlos offen, dann funktioniert der Schutz bei Stromausfall nicht. Wenn die Nässe durch eine Steckdose oder Schalter rinnt und der FI auslöst, dann gibt es keine Wassersperrung.

b) Wenn stromlos geschlossen, dann ist man bei Stromausfall gekniffen, wenn die Toilettenspülung an dem Kreis ebenfalls hing. Wenn der FI durch einen Wasserschaden auslöst, dann erfolgt auch die Wassersperrung. Nachteil ist, dass viele Ventile den Stromfluss bei Dauerbetrieb offen nicht sehr lange vertragen.

Eine Kröte muss man immer schlucken oder es wird unbezahlbar.

Christian B. schrieb:

und wieso nicht? Die Dinger reagieren, wenn der Durchfluss zu hoch ist. Man muss also nur dafür sorgen, dass die Tränke nicht so viel Durchfluss produziert, mit einem gewissen Offset und gut. Platzt dann die Zuleitung, wegen Frost, reagiert das Teil.

Mir scheint, Du hast weder eine Selbsttränke, noch eine von Frost geplatzte Leitung, noch eine Installation in einem Bauernhof gesehen.

  • Frost-Platzer beginnen mit einem Rinnsal
  • Selbsttränken öffnen nahezu komplett. So sehr, dass die Wasseruhr verrückt spielt und in beide Richtungen, vor und zurückdreht.
  • Beim Bauernhof geht es oft um hunderte Meter Halbzoll einerseits und große Abnehmer andererseits.

Ich habe ja schon geschrieben

Bruno V. schrieb:

Natürlich wäre es theoretisch möglich, die Ansprechschwelle genau auszutarieren, aber das ist dann trotzdem noch dutzende Male falsch positiv oder falsch negativ.

Bruno V. schrieb:

Frost-Platzer beginnen mit einem Rinnsal

Ja, und werden stärker, wenn die Leitung weiter auftaut. Es gibt dann einige Liter Verlust, das ist so. Aber es gibt einen Punkt, da ist dann Schluss und das Ding macht dicht.

Bruno V. schrieb:

Selbsttränken öffnen nahezu komplett. So sehr, dass die Wasseruhr verrückt spielt und in beide Richtungen, vor und zurückdreht.

Das wird man ja wohl anpassen können, wenn man es will. Aber es ist wie immer: Wer will, findet Lösungen, wer nicht will, findet Gründe.

Bruno V. schrieb:

Beim Bauernhof geht es oft um hunderte Meter Halbzoll einerseits und große Abnehmer andererseits.

Mag sein, eine andere Lösung ist das Magnetventil mit einem Flowmeter und einer Steuereinheit. Bei abnormen Flow, in einer gewissen Zeitspanne, macht das Ding halt dicht. Gern auch mit der Möglichkeit, es auszuschalten, vorzugsweise mit dem Handy, wenn man auf dem Acker ist. Das währe auch möglich, bedarf aber eines aufwändigeren Systems. Ich würde das wohl mit meinem Home Assistant binnen Minuten umsetzen können (vorhandene Hardware vorausgesetzt).

Übrigens sind das nur Vorschläge, die zur Diskussion anregen sollen. Du musst das nicht umsetzen.

Ein Bauernhof muß jedoch auch mal ohne Strom funktionieren. Wenn z.B. die Zuleitung gerissen ist, sollen deswegen nicht alle Kühe verdursten, weil 200 l Wasser fehlen. Deswegen würde ich höchstesn den Durchfluss messen und bei Unregelmäßigkeiten Alarm geben (Summer+Handy).

Lu schrieb:

Ein Bauernhof muß jedoch auch mal ohne Strom funktionieren. Wenn z.B. die Zuleitung gerissen ist, sollen deswegen nicht alle Kühe verdursten, weil 200 l Wasser fehlen.

Ob sie nun verdursten oder wegen fehlender Belüftung ersticken ist auch egal. Wobei letzteres eher bei Schweinen passiert.

Deswegen würde ich höchstesn den Durchfluss messen und bei Unregelmäßigkeiten Alarm geben (Summer+Handy).

Ich würd eher auf eine manuelle Rücksetzbarkeit/Bypass gehen.

Rudi schrieb:

unkontrollierbares Schicksal

Neulich hatte ich einen zum Glück schnell bemerkten Wasserschaden. Die Pfütze auf dem Boden hatte erst einen Quadratmeter erreicht als ich es sprudeln hörte und abstellen konnte.

Ein T-Stück, das ich von vielleicht zehn Jahren im Baumarkt (Bauhaus oder Hornbach?) gekauft und verbaut hatte hatte plötzlich seitlich ein rundes Loch durch das man einen dünnen Nagel stecken könnte.

Das Logo (viergestrichenes E mit Schrägstrich links) finde ich nur bei Indiamart, z.B. hier (mit nervigem Pop-up): https://www.indiamart.com/proddetail/malleable-iron-pipe-fittings-exporter-2856436818055.html?smp_widget=3

Unsere Baumärkte kaufen anscheinend auch nur noch beim Billiganbieter. Ist das mittlerweile normal?

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Christoph db1uq K. schrieb:

Ein T-Stück, das ich von vielleicht zehn Jahren im Baumarkt (Bauhaus oder Hornbach?) gekauft und verbaut hatte

Warum verbaust du noch verzinktes Stahlrohr? Neigt zu Lochfraß und es wird seit vielen Jahren für Trinkwasserinstallation davon abgeraten. Wenn du in der Installation weiter "vorne" Kupfer hast, ist Stahlrohr eine Zeitbombe. Siehe https://www.heima24.de/wiki/trinkwasserrohre-kombinieren/

Hallo Udo

Ich habe im ganzen Haus nur verzinktes Stahlrohr, das liegt hier seit dem Einzug 1964. Kupfer war damals vermutlich teurer. Die alten Rohre hat mein Vater noch mit Hanf und irgendeiner hellbraunen Pampe abgedichtet, ich benutze Teflonband. Heute wurde ein neuer Wasserzähler eingebaut, das war mein Anlass, mich nochmal um die Probleme der letzten Jahre zu kümmern.

Dass die Reihenfolge der Metalle in Flussrichtung wichtig sei habe ich noch nie gehört, das klingt eher nach urbaner Legende. Den Korrosionsströmen dürfte die Richtung egal sein.

Mein Vater, 2014 gestorben, hat sich in seinen letzten Lebensjahren einen Hokuspokus aufschwatzen lassen, "elektrische Entkalkung". Ich habe es leider erst gesehen, als es schon geschehen war. Hier die Bilder der "Entkalkung" mit Tischnetzgerät und einem wenig hygienisch aussehendem Wasserfilter. Ob das womöglich noch die Ursache meines Lochfraßes ist kann ich nicht sagen.

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: Bearbeitet durch User

Christoph db1uq K. schrieb:

Dass die Reihenfolge der Metalle in Flussrichtung wichtig sei habe ich noch nie gehört, das klingt eher nach urbaner Legende. Den Korrosionsströmen dürfte die Richtung egal sein.

Hallo Christoph, das ist alles andere als "urban Legend". Das ist eine der wichtigsten Grundregeln von Frischwasserleitungsnetzen! Das steht so in jedem Insallationslehrbuch. CU-Rohre scheiden Cu Ionen ab, die sich an die Stahlleitungen setzen können und das erzeugt Lochfraß.

Christoph db1uq K. schrieb:

das liegt hier seit dem Einzug 1964.

Nichts währt ewig. Eine verzinkte Stahlrohrinstallation ist nach 60 Jahren "fertig". Da kannst du täglich mit Lochfraß rechnen. Dass man nach jeden Druckabfall oder abgestelltem Wasser erst mal Rost im System hat ist das nur ein eher lästiger Nebeneffekt. Wie lange gedenkst du noch in dem Haus zu wohnen. Ganz ehrlich, ich würde da auf Kunststoff Verbundrohr umsteigen. Oder teuer (Habe ich in unserem 4-Familien Haus gerade gemacht) Edelstahlrohr bis zu den Unterverteilungen incl. einer richtigen Entkalkungsanlage mit Ionentauscher. Ansonsten ist der nächste Lochfraß irgendwann mal in einer Unterputzleitung und du merkst es erst wenn der Schaden groß ist. Der Filter sieht aus als sollte man ihn dringend mal zerlegen und reinigen und ggf. neue Siebe einbauen. Oder gleich einen neuen Filter samt Druckminderer und Rücklaufverhinderer. Die halten auch nicht ewig. Deine "Entkalkung" am besten abklemmen, dann sparst du wenigstens die Stromkosten.

Christoph db1uq K. schrieb:

Die alten Rohre hat mein Vater noch mit Hanf und irgendeiner hellbraunen Pampe abgedichtet, ich benutze Teflonband.

Hanf mit Neofermit (Paste) ist eine um eine Größenordnung bessere Methode zum Abdichten als Teflonband. Man muss sich nur mal zeigen lassen wie es richtig geht, das ist kein Hexenwerk.

Udo S. schrieb:

Neofermit

Da hat was geklingelt, gleich im Keller geschaut und zwei Packungen gefunden. Preisschild vom Bauhaus noch im D-Mark. Irgendwo muss auch noch ein Büschel Hanf liegen.

Ein Technisches Datenblatt vom Hersteller: https://www.fermit.de/files/fermit/media/pdf/Technische%20Datenblaetter%20DE/01_sanitaer-und-heizungs-technik/TD_01002_NEO_FERMIT_UNIVERSAL_DE.pdf "Unbegrenzt haltbar" Dichtpaste in Verbindung mit Hanf/Flachs für alle metallene Gewindeabdichtungen für Gas, Wasser, Heizung und Trinkwasser in der Hausinstallation

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(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite

Christoph db1uq K. schrieb:

Dass die Reihenfolge der Metalle in Flussrichtung wichtig sei habe ich noch nie gehört, das klingt eher nach urbaner Legende. Den Korrosionsströmen dürfte die Richtung egal sein.

ausserdem herrscht in Leitungen bisweilen ja auch Stillstand.
Nachts regelmässig für etliche Stunden und bei Urlaubs-Abwesenheit gehts über Wochen

;● Des|ntegrator ●. schrieb:

Christoph db1uq K. schrieb:

Dass die Reihenfolge der Metalle in Flussrichtung wichtig sei habe ich noch nie gehört, das klingt eher nach urbaner Legende. Den Korrosionsströmen dürfte die Richtung egal sein.

ausserdem herrscht in Leitungen bisweilen ja auch Stillstand.

Es geht hier nicht um eletrochemische Reaktionen von einem Leitungsteil zum anderen. Die sind ob der Länge und des niedrigen Leitwerts des Frischwassers eher vernachlässigbar. Es geht darum, dass sich in FLießrichtung Cu Teilchen direkt an die Eisenwandung ablagern können und dort dann elektrochemisch Lochfraß hervorrufen. Wenn ihr dazu genaueres wissen wollt dann sucht im Internet.

Beitrag #8091718 wurde vom Autor gelöscht.

Gut, Frühzeitig erkennen würde regelmäßige Kontrolle oder wie hier, Nachkontrolle nach Bauarbeiten erforderlich machen, funktioniert aber pervers gut!

Wärmebildkamera.

Wasserschaden bei meinen Eltern nach Reparaturarbeiten im Stockwerk darüber.

Hat hier ja bereits jemand geschrieben das so auch Verstopfungen gefunden hat, in dem er heißes Wasser zur Verfolgung des Rohr hinein geschüttet hat.

Angehängte Dateien:

Kilo S. schrieb:

Hat hier ja bereits jemand geschrieben das so auch Verstopfungen gefunden hat, in dem er heißes Wasser zur Verfolgung des Rohr hinein geschüttet hat.

Ich! Draußen und es war schon ziemlich warm, in 60cm Tiefe.
Erst wenn man so eine Kamera hat, dann weiß man erst wie sehr man die braucht.

: Bearbeitet durch User

Nur zur Info: das ursprüngliche Thema ist eineinhalb Jahre alt. Nach dem reaktivieren des Threads ging es um ein T-Stück aus verzinktem Stahl mit Lochfraß. Siehe:

Christoph db1uq K. schrieb:

Neulich hatte ich einen zum Glück schnell bemerkten Wasserschaden. Die Pfütze auf dem Boden hatte erst einen Quadratmeter erreicht als ich es sprudeln hörte und abstellen konnte. Ein T-Stück, das ich von vielleicht zehn Jahren im Baumarkt (Bauhaus oder Hornbach?) gekauft und verbaut hatte hatte plötzlich seitlich ein rundes Loch durch das man einen dünnen Nagel stecken könnte.

OP

Frank O. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Der Vorschlag mit dem Impulszähler gefällt mir gut.

Hast du ein Haus in Holzständerbauweise? Wenn nicht, dann vergiss die evtl. drei Tropfen pro Tag. Sind gut für dein Raumklima. Alles andere wirst du schon noch so sehen.

Ich kenne aus dem Bekanntenkreis mehr als einen Fall, wo es schon hilfreich gewesen wäre, den Schaden ein paar Wochen/Tage früher bemerkt zu haben. Aber Details dazu habe ich nicht.

Ich vermute es gibt einen Zwischenbereich zwischen sinnvoller 'Luftbefeuchtung' und verdeckter Schadensentwicklung mit sichtbar werden viel später und weiter weg von der Ursache.

Aber ganz klar, ich bin da nicht vom Fach.

OP

Hab mich gerade nochmal wieder in das Thema reingedacht. Bin in meinem Denken auf einen ähnlichen Ansatz gekommen und bin dann erst wieder auf diesen Beitrag gestoßen.

Gibt es dazu was neues? Auf der homepage wird auch die Arbeit an Leckage Erkennung erwähnt.

OP

Albert schrieb:

Wolfgang, ich wurde von genau derselben Sorge umgetrieben, nachdem Wasserschäden in meinem Bekanntenkreis zugenommen haben. Wenn das Thema frühzeitig Erkennung noch gefragt ist - ich hatte es selbst zunächst mit dem ESP-Projekt probiert, das wurde mir über die Zeit dann aber zu nervig. Einmal stößt man leicht dagegen und schon funktioniert die Erkennung wieder nicht. Seit kurzem habe ich jetzt ein neues System, mit dem ich super zufrieden bin. Die automatisierte Leck-Erkennung wird gerade noch weiterentwickelt

  • aber dafür geht das ganze später eben über das reine Grenzwerte setzen und Zählerbewegungen nachts beobachten hinaus und kann individuelle Abweichungen feststellen. Jedenfalls wenn es funktioniert, wir werden sehen. https://hydrop-systems.com/produkt/

sorry, ging um den Beitrag

Bzgl. Leckageerkennung. Man sollte hier mehrere Fälle unterscheiden:

  1. Massiver Wasseraustritt wegen Leitungsabriss. Das könnte man mittels Durchflussmessung erledigen
  2. Feiner Austritt z.B. durch Lochfraß. Das hatten wir gerade zwei Mal in der Straße (Alte Installation noch mit Stahlrohren). Da wird interessanterweise akustisch auf der Straße und an den Schiebern gemessen. Es wird mit entsprechenden Geräten und auch mit Kopfhörer gehorcht und man hörte bei dem einen Fall auch ein leises Zischen im Keller, obwohl die Leckage 2m weiter draußen auf der Straße war.
  3. Kleine Undichtigkeit von Verbindungsstellen. Meiner Meinung nach fast unmöglich zu finden außer man hat Sensoren, die erhöhte Feuchtigkeit im Bereich der Leitung melden.
: Bearbeitet durch User

Persönlich habe ich noch nicht drauf geachtet, aber bei der Wasseruhr muss doch zumindest eine kleine Bewegung sein und das kontinuierlich. Ich werde mir das gleich mal im Keller ansehen. Wenn alle Hähne zu sind und nirgends etwas tropft, wovon ich eigentlich in allen Haushalten ausgehe, dann reicht es doch, wenn man mit ein paar Minuten Zeitunterschied zweimal auf die Uhr sieht.
Oder habe ich einen Denkfehler?

OP

Frank O. schrieb:

Persönlich habe ich noch nicht drauf geachtet, aber bei der Wasseruhr muss doch zumindest eine kleine Bewegung sein und das kontinuierlich. Ich werde mir das gleich mal im Keller ansehen. Wenn alle Hähne zu sind und nirgends etwas tropft, wovon ich eigentlich in allen Haushalten ausgehe, dann reicht es doch, wenn man mit ein paar Minuten Zeitunterschied zweimal auf die Uhr sieht. Oder habe ich einen Denkfehler?

Nein, kein Denkfehler.

Der Punkt ist, dass sollte ein kleiner Computer mit Kamera machen. Es muss Intervalle am Tag geben, wo kein Wasser läuft. Aber wenn z.B. ein Spülkasten nicht 100% schließt, sind die paar Tropfen schon störend.

Wer schon mal mit RPI gearbeitet hat und vielleicht einen rumliegen hat, sollte wesentlich weniger als 100 € dafür benötigen. Das ist eigentlich ein sehr nettes Projekt und ich denke darüber nach.

OP

Bad U. schrieb:

Das war zumindest das, was ich so bei Herstellern von Leckageschutzsystemen gelesen hatte. Sollte bei normalen Wasseruhren ähnlich sein. Deshalb gibt es erweiterte Systeme für die Erkennung Mikroleckagen.

Ein RPI mit einfacher Kamera würde beim Bildvergleich schon kleinste Änderungen des schwarzen Rades entdecken. D.h. nur eine paar Pixel haben sich verändert. Das sind ein paar milli Liter.

Alle 10 Min ein neues Bild vergleichen sollte genügen.

Wolfgang R. schrieb:

Ich glaub er meint nicht deinen Zähler. Das schwarze Rad rotiert ja schon nach 3 Tropfen aus dem Wasserhahn.

Danke Wolfgang!
Im letzten Jahr habe ich 2 Kubikmeter mehr verbraucht. Aber das waren auch nur 38 Kubikmeter. Die Bereitstellung, heute Arbeitskosten genannt, sind doppelt so teuer geworden wie mein verbrauchtes Wasser. Und diese Kosten steigen stetig. Ich muss mal die Nachbarn fragen wie hoch bei denen diese Kosten sind.

: Bearbeitet durch User
OP

Wolfgang R. schrieb:

Bad U. schrieb:

Das war zumindest das, was ich so bei Herstellern von Leckageschutzsystemen gelesen hatte. Sollte bei normalen Wasseruhren ähnlich sein. Deshalb gibt es erweiterte Systeme für die Erkennung Mikroleckagen.

Ein RPI mit einfacher Kamera würde beim Bildvergleich schon kleinste Änderungen des schwarzen Rades entdecken. D.h. nur eine paar Pixel haben sich verändert. Das sind ein paar milli Liter. Alle 10 Min ein neues Bild vergleichen sollte genügen.

p.s. damit wir was vor Augen haben. Die hab ich gestern für €25 bestellt und will mal schauen wie weit ich komme.

Waveshare Raspberry Pi Camera (B), OV5647 Adjustable-focus 5 Megapixel FFC (WS86004)

Beitrag #8092158 wurde vom Autor gelöscht.

Bad U. schrieb:

Diese Zähler haben IMHO eine Ansprechschwelle von ca. 5l/h. Hatte mich vor einiger Zeit mal mit dem Thema beschäftigt. Mikrolekagen werden durch Absperren der Leitung und Überwachung des Drucks erkannt.

Das funktioniert aber natürlich nicht kontinuierlich im laufenden Betrieb.

Und man sollte beachten, dass im Warmwasser-Bereich bei Speichern auch ein Druckausgleichsgefäß verbaut sein kann, das dann diese Methode nicht mehr sinnvoll funktionieren lässt.

: Bearbeitet durch User

Wolfgang R. schrieb:

ob man einen schleichenden Wasseraustritt messen kann?

Die Ansprechschwelle von der Wasseruhr mit Rädchen und einem neuen elektronischen Zähler können verschieden sein. Da gibt es viel zu lesen zum jeweiligen Typ. Wasserverluste können durch defekte Leitungen, Haarrisse oder tropfende Ventile z.B. am Spülkasten od. Heizungsüberdruckventil auftreten. Man sollte auf jeden Fall die Wasseruhr vor und nach einem Urlaub kontrollieren/fotografieren, da in dieser Zeit kaum Wasser verbraucht wird.

: Bearbeitet durch User

Auch mir hat der Waserversorger vor Jahren einen Multical21 verpasst. Der hat sogar eine entsprechende Funktion, aber das Flag ist im verschlüsselten Telegramm und der Versorger betrachtet den Schlüssel als sein Eigentum und rückt den nicht raus. (Ich bin der Hauseigentümer und es gibt nur diesen einen Zähler im Haus) Damit vollkommen nutzlos.

Angehängte Dateien:
OP

Ich fasse mal zusammen, wie die Umsetzung in den letzten Tagen voranging.

Ich hab einen fliegenden Aufbau am Wasserzähler gemacht mit

RPI zero WH (2017)

Waveshare Raspberry Pi Camera (B), OV5647 Adjustable-focus 5 Megapixel FFC (WS86004)

kleine Bürolampe

Der Wasserzähler muss analog sein und sollte ein Rad für 0,1 l/h haben. Meiner hat 6 Speichen. Im Ruhezustand des Systems war optisch keine Drehung des Zeigers in 1 h zu erkennen. D.h. < 0,001 l/h.

Neben der Anwendung hat mich auch die Codegenerierung mit KI intersessiert. Die KI hat weit mehr als 1000 Zeilen Python generiert. Ich hab den Code ausschließlich über Anforderungen erzeugt.

Da ich mit einer freien Version gearbeitet habe, bin ich desöfteren in Quota Beschränkungen gelaufen. Auch habe ich keine Bilder hochgeladen. Das hätte die Arbeit noch einmal wesentlich beschleunigt. So habe ich die KI Code für brute force Ermittlung der optimalen Kamera Parameter erzeugen lassen (Blende, Kontrast, Beleuchtung, crop area für das erwähnte Rad, etc.). Anhand einer Bildserie des rotierenden Zählers hätte die KI dies in kürzester Zeit selbst ermittelt. Im Code selbst kommt kein KI zum Einsatz, nur Bildvergleiche auf Pixelebene.

Somit ist mein Vorgehen nur eine Momentaufnahme, mit Sicherheit nicht effizient und in kurzer Zeit veraltet. Es ist neben der Auswertung des Stromzählers erst mein zweites kleines Projekt. Der Lerneffekt war riesig.

Wie bin ich vorgegangen?

Die wesentliche Grundannahme war, der Wasserfluß muss regelmäßig über den Tag völlig zur Ruhe kommen. In meinem Fall suche ich nach Zeitfenstern von 10 min, wo ein bestimmter Minimalwert (Fließgeschwindigkeit von 0,1 l/Tag) nicht überschritten wird. Auch noch kleinere Werte sollten gut möglich sein, aber das muss ich über längere Zeit ermitteln.

Ich setzte eine Periode von ca. 4 h, in der ein solches Zeitfenster erscheinen muss. Länger sollten bei mir keine Verbraucher laufen (z.B. Garten bewässern).

Mein Fokus ist Mikroleckage und eine Alarmierung nach maximal 4 h sollte ok sein.

In meinem Fall plane ich zwei Formen der Benachrichtigung. Zum einen einen lokalen akustischen Alarm und über einen vorhandenen Sensor der Alarmanlage, die per GSM anruft. Das kostet mich nur noch einen Piepser am RPI.

Parallel dazu habe ich mich über Vorkommen und Auswirkungen von solchen Mikroleckagen informiert, wo erst Tage oder Wochen später der Schaden an entfernten Stellen sichtbar wird. Es sind nicht ganz abwegige Szenarien. Der Ärger und vermeidbare Streit mit Versicherungen sind für mich schon ein Punkt zum Nachdenken. Kann man natürlich auch anders sehen.

Deine Arbeit in Ehren, ich gehe insgesamt gerade den anderen Weg. Bei mir wird gerade alles abgeschafft, was nie wirklich gebraucht wurde. Auch wenn die Kosten sehr gering sind, so sind sie im Jahr dann doch ein paar Euro mehr und für Sachen die ich nicht brauche.
Zunächst würde ich erstmal überlegen, ob so ein schleichender Wasserschaden überhaupt bei mir großen Schaden anrichten kann. Wenn das Haus normal, also aus Stein gebaut ist, wird so ein minimaler Schaden kaum was machen, bis er auffällt.
Zu allererst würde ich das am gesamten Wasserverbrauch beobachten und dann mit der Wärmebildkamera schauen. Aber ohne einen begründeteten Verdacht würde ich gar nichts machen. Die Hausversicherung bezahlt Frischwasserschäden.
Je mehr Daten man hat, desto mehr musst du auch gucken und das kostet dich nicht nur Zeit, es macht auch nervös. Aber das muss natürlich jeder selbst wissen.

: Bearbeitet durch User

Frank O. schrieb:

Zunächst würde ich erstmal überlegen, ob so ein schleichender Wasserschaden überhaupt bei mir großen Schaden anrichten kann.

Und dann noch überlegen wie man weiter vorgeht, wenn man eine Mikroleckage erkannt hat. Das kann dann alles sein. Tropfender Wasserhahn, leicht rinnende Klöspülung oder halt wirklich eine Undichtigkeit in der Wand. Wenns nur um die Erkennung und Meldung geht finde ich prima. Professionelle Lösungen, wenn auch auf andere Art, bieten ja an da komplett abzusperren. Und dann fängt das Problem mit der Fehlersuche an. Oft hat man ja auch die Kombi "Altes Haus, alte Bewohner". Da funktioniert das alles nicht mehr.....

Also wer so etwas einbauen will, der hat ganz sicher keinen Tropfenform Wasserhahn oder Klospühlung.
Sinnvoller wäre es Absperrhähne an den einzelnen Abzweigungen einzubauen. Wenn dann wirklich irgendwo was undicht ist, bleibt wenigstens der Teil funtionabel, der noch intakt ist.

Frank O. schrieb:

Also wer so etwas einbauen will, der hat ganz sicher keinen Tropfenform Wasserhahn oder Klospühlung.

Kann sein, klar. Wer das macht kann/will sich noch kümmern.

Frank O. schrieb:

Sinnvoller wäre es Absperrhähne an den einzelnen Abzweigungen einzubauen

Klar ist das sinnvoll. Auch für die Fehlersuche. Heute wird das ja auch gemacht. Aber bei den Häusern aus den Baujahren die ich kenne, bei denen so eine Erkennung sinnvoll wäre ist da Fehlanzeige.

Wolfgang R. schrieb:

Ich fasse mal zusammen, wie die Umsetzung in den letzten Tagen voranging. Ich hab einen fliegenden Aufbau am Wasserzähler gemacht mit RPI zero WH (2017) Waveshare Raspberry Pi Camera (B), OV5647 Adjustable-focus 5 Megapixel FFC (WS86004) kleine Bürolampe

Das Ganze gibt es schon fertig zum nachbauen für ESP32 mit Kamera, habe ich auch schon fast ein Jahr am Laufen.

https://github.com/jomjol/AI-on-the-edge-device

Dazu mit dem 3D Drucker eine passende Halterung für den Wasserzähler entworfen und es funktioniert, nur die Reflexion der LED war ein bisschen störend.

OP

Holger S. schrieb:

Wolfgang R. schrieb:

Ich fasse mal zusammen, wie die Umsetzung in den letzten Tagen voranging. Ich hab einen fliegenden Aufbau am Wasserzähler gemacht mit RPI zero WH (2017) Waveshare Raspberry Pi Camera (B), OV5647 Adjustable-focus 5 Megapixel FFC (WS86004) kleine Bürolampe

Das Ganze gibt es schon fertig zum nachbauen für ESP32 mit Kamera, habe ich auch schon fast ein Jahr am Laufen. https://github.com/jomjol/AI-on-the-edge-device Dazu mit dem 3D Drucker eine passende Halterung für den Wasserzähler entworfen und es funktioniert, nur die Reflexion der LED war ein bisschen störend.

Ich hatte das Projekt vor einigen Tagen gesehen. Schon sehr schön und naheliegend.

Hab mich aber bewußt dagegen entschieden, weil ich AI auf dem Target für meinen Fall zu übertrieben fand. Da wollte ich mich jetzt nicht mit beschäftigen.

Zudem war mein Bauchgefühl, dass ich mit dem Stromverbrauch nicht hinkommen würde. Eine Batterieversion mit dem ESP32 soll im Durchschnitt mit 10 uA laufen und 5 Jahre wie ein Rauchmelder halten.

OP

Manfred P. schrieb:

Holger S. schrieb:

Dazu mit dem 3D Drucker eine passende Halterung für den Wasserzähler entworfen

So, und jetzt noch eine Lösung für die Heizung. Hier sind neulich ein paar Liter Wasser aus einem defekten Heizkörperventil gelaufen, der Schaden ist überschaubar und dennoch sehr ärgerlich.

Der Schaden ist ja vergleichweise zum Frischwasserkreislauf begrenzt. Den hab ich für mich ausgeklammert.

Auch die Überwachung müßte ganz anders funktionieren.

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