LTSpice für MacOS mit GUI - Augenkrebs?

OP (Firma: Q3) #8096158
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Ich wollte für einen Vortrag eine Schaltungs-Simulation zeigen und dafür mal das "berühmte" LTSpice ausprobieren. Ich glaube gerne an die "inneren Werte" dieser Software, sie wird ja immer wieder als Quasi-Standard erwähnt. Aber was sich die Autoren bezüglich der GUI (für MacOS) geleistet haben, geht echt auf keine Kuhaut:

  • Hintergrund dunkelgrau, darauf die Schaltung mit Linien in 1 Pixel Stärke ("Haarlinien")
  • kaum zu kontrollierendes Zoomen und Scrollen beim Verwenden des Apple Trackpad (womit ich ca. 20 Jahre Erfahrung habe und wirklich virtuos umgehen kann)
  • keine Umschaltung der Bauelement von US- auf IEC-Symbolik
  • Dialogboxen in 1 Pixel dünner Mikroschrift, geschätzt 4 Punkt
  • dagegen (als Default, scheint änderbar), riesige Bauelemente mit 28 Punkt Bold Beschriftung

Ja, ich weiss: "Einem geschenkten Gaul ...", aber trotzdem, der erste Eindruck ist verheerend und abschreckend. Es hat den Anschein, als hätte das nie jemand ernsthaft ausprobiert ...

#8096185
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Die GUI sieht in der Windows-Version auch nicht wirklich anders aus. Vielleich tröstet immerhin der Umstand, dass man die Schaltungen nicht mehr in Form von Textfiles und Netzlisten definieren muss.

Die GUI mag nicht "schön" sein, aber als Hindernis habe ich sie nie empfunden.

#8096193
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Hallo,

mittels wine unter Linux sieht es ähnlich aus, aber der Hintergrund ist etwas heller. Die Linienbreite kann man unter 'Control Panel' -> 'Drafting Options' einstellen. Für Kondensatoren und Widerstände gibt es europäische Symbole unter 'Misc'. Die Bedienung finde ich eigentlich ganz intuitiv, auch mit der Maus. Man kann z.B. nur durch Markieren der zwei Punkte oberhalb von R1 und unterhalb von R2 in einem Rutsch die Verbindungen zwischen R1 und R2 herstellen.

OP (Firma: Q3) #8096196
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GHz N. schrieb:

Vielleich tröstet immerhin der Umstand, dass man die Schaltungen nicht mehr in Form von Textfiles und Netzlisten definieren muss. Die GUI mag nicht "schön" sein, aber als Hindernis habe ich sie nie empfunden.

Die Existenz einer GUI ansich ist zweifellos ein massiver Vorteil :-) Da bin ich wohl von NI Multisim Student etwas verwöhnt ...

OP (Firma: Q3) #8096198
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Alexander S. schrieb:

Hallo, mittels wine unter Linux sieht es ähnlich aus, aber der Hintergrund ist etwas heller. Die Linienbreite kann man unter 'Control Panel' -> 'Drafting Options' einstellen. Für Kondensatoren und Widerstände gibt es europäische Symbole unter 'Misc'.

Ok, danke für die Mühe. Ich schau's mir nochmal an, vielleicht war es wirklich nur der erste Eindruck ...

Moderator Persönliche Seite #8096203
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Frank E. schrieb:

vielleicht war es wirklich nur der erste Eindruck

Nee, die GUI ist gruselig, an allen üblichen Standards vorbei. Möglicherweise auf einem Macbook durch das Hires-Display dann noch schlimmer als sonst.

Mike ist sicher ein begnadeter Programmierer, was die Simulation selbst angeht, aber in GUI-Design hat er sehr, sehr eigenwillige Ansichten.

#8096275
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Mike ist sicher ein begnadeter Programmierer, was die Simulation selbst angeht, aber in GUI-Design hat er sehr, sehr eigenwillige Ansichten.

Man darf nicht vergessen das LT-Spice ein Programm mit Geschichte ist. Die ersten Versionen liefen ja als SwitcherCAD unter Win3.11. Auch andere alte Programme haben da ihre eigenen Standards geschaffen. Ausserdem ist es ein Programm das fuer jemanden optimiert ist der es jeden Tag nutzt. In der neuesten Version hat Analog aber angefangen dagegen zu arbeiten...

Ausserdem, wenn man schon etwas fuer sich programmiert warum soll man sich um Befindlichkeiten anderer Leute scheren? Meine eigenen Androidprogramme haben z.B auch einen Quit-Button und sind fuer Linkshaender optimiert. .-)

Vanye

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