Stufeneffekt Batterie-Entladekurve

OP #8097584
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Ich bin gerade dabei die Restkapazitäten von Alkalibatterien zu testen. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Innenwiderstand sich nicht linear verhält. Die Batteriespannung springt in der Ausschwingphase meist nur um +-17mV bis der Endwert erreicht ist. Für den allgemeinen Gebrauch ist dies wohl nicht wichtig.
Dennoch wärs doch interessant, wie und warum sich die Elektronen da drin so verhalten.
Gibt es dafür Dokumentationen?

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OP #8097606
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Jens M. schrieb:

Ein 8-bit ADC mit 4,096V Referenz hat zufälligerweise 16mV/digit. Ich würde sagen du siehst die Grenzen deiner Hardware, weniger als 1 bit geht nun mal nicht.

Ich hab ein PicoScope und als Auflösung 12(8+4) eingestellt. Da hoffe ich doch, dass das genauer als 8Bit ist.

Jörg R. schrieb:

Welche Erkenntnis willst du daraus gewinnen quasi leere Batterien zu testen, indem du sie mit 1R belastest?

Halt, reine Neugier. Sehen was geht.

#8097607
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8+4 deutet auf 8bit mit 4-facher Mittelung hin. Schätze ich. Sieht man auch dran, das nur die Schrägen etwas grisselig sind, die flachen stellen dagegen verdächtig sehr flach. Hardwarebeschränkungen die durch Software versteckt werden sehen so aus. Mag bei schnelleren Verläufen funktionieren, aber deine Messungen dauern zu lange...

(Firma: Hobbytheoretiker) #8097665
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Fuer die Spannungsmessung kannst Du die Messungen noch verbessern. Wenn Du ueber die Ausgaenge noch abwechselnd eine Stoerspannung von 0, 4, 8 und 12 mV addierst und dann ueber diese Werte einen Mittelwert bildest, dann gewinnst Du noch zwei Bit an Aufloesung.

Nachteil ist, dass die Messung um den Faktor zehn langsamer wird.

: Bearbeitet durch User
#8097675
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8 Bit sind für ein Oszilloskop der unteren Preisklasse nicht ungewöhnlich und ich finde das auch nicht schlimm. Man muss sein Werkzeug halt kennen.

Ich würde allerdings alle schicken Aufbereitungen in der Software deaktivieren, weil sie ein schönes Bild produzieren aber halt kein echtes.

Und ja, ohne Aufbereitung sieht man die 8 Bit. Ist halt digital.

#8097828
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Moin,

Dieter D. schrieb:

Fuer die Spannungsmessung kannst Du die Messungen noch verbessern. Wenn Du ueber die Ausgaenge noch abwechselnd eine Stoerspannung von 0, 4, 8 und 12 mV addierst und dann ueber diese Werte einen Mittelwert bildest, dann gewinnst Du noch zwei Bit an Aufloesung. Nachteil ist, dass die Messung um den Faktor zehn langsamer wird.

Genau, der AD-Wandler rauscht nicht genug. Hätte er ein exakt 1bit gleichverteiles Rauschen, würde die Mittelwertbildung funktionieren.

Aber am Rande: Spannungsstufen gibt es zumindest bei LiIon-Akkus. Die ergeben sich daraus, das die Ionen nacheinander Gitterplätze im Graphit besetzen, die energetisch unterschiedlich sind. Also erst die billigen Plätze mit wenig Energie=Spannung, dann die höheren. Ist aber wohl extrem schwer zu messen. Und bei einer Alkali-Batterie sicher auch nicht der Fall (da wird nichts in einem Kristallgitter eingelagert).

Gruß, Roland

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8097835
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Rudi schrieb:

Da hoffe ich doch

Man erkennt leicht: das ist keine gute Ausgangsbasis für brauchbare Messergebnisse. Wenn du im mV-Bereich messen willst, dann solltest du vorher(**) mit einem Spannungsteiler und einem Poti testen, ob das dein Messgerät denn überhaupt kann. Ich habe mit dem ersten Blick auf die Kurven gesehen, dass das irgendein Quantisierungsproblem ist.

(**) Das kann man auch hinterher noch machen.

Rudi schrieb:

Ich bin zwischenzeitlich damit sehr unzufrieden

Bau dir einen Verstärker davor. Bei 10x Verstärkung werden aus 17mV-Sprüngen auf einmal nur noch 1,7mV-Sprünge.

: Bearbeitet durch Moderator
#8097856
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Rudi schrieb:

Sehr lustig. Der Oszi scaliert dann das verstärkte Signal wieder runter, um den interen Messbreich nicht zu überschreiten. Das Ganze ist dann ein Null-Summen-Spiel.

Dann brauchst du halt einen präzisen Verstärker mit genauso präziser Offsetsubtraktion. Wobei absolut unklar ist, was das Ziel dieser Messung ist. Leere Primärzellen landen bei mir im Batterierecycling-Behälter und nicht auf dem Labortisch.

Lothar M. schrieb:

Ich habe mit dem ersten Blick auf die Kurven gesehen, dass das irgendein Quantisierungsproblem ist.

Das war auch meine erste Vermutung, aber da in dem Diagramm die Rampen schräg und abgerundet waren und auch noch ein Brumm darauf zu sehen war, hatte ich die Idee das das ein Auflösungsproblem sein könnte wieder verworfen.

#8097876
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Roland D. schrieb:

Genau, der AD-Wandler rauscht nicht genug. Hätte er ein exakt 1bit gleichverteiles Rauschen, würde die Mittelwertbildung funktionieren.

Welche natürliche Rauschquelle hat schon ein exakt gleichverteiltes Rauschen?
Das müsste man wohl, mehr oder weniger schlecht, künstlich erzeugen und dem Messsignal exakt zumischen.
Alle Verfahren die "Bits" durch "Kaffeesatzlesen" erzeugen, taugen nichts.

Aber am Rande: Spannungsstufen gibt es zumindest bei LiIon-Akkus. Die ergeben sich daraus, das die Ionen nacheinander Gitterplätze im Graphit besetzen, die energetisch unterschiedlich sind. Also erst die billigen Plätze mit wenig Energie=Spannung, dann die höheren. Ist aber wohl extrem schwer zu messen. Und bei einer Alkali-Batterie sicher auch nicht der Fall (da wird nichts in einem Kristallgitter eingelagert).

Mit einem Silabs 8051F350, der enthält einen 24 bit ADC mit 4 differentiellen Kanälen, sind die Aussichten nicht schlecht, elektrochemische Effekte nachzuweisen. Ohne das man $UNSUMMEN ausgeben muss.

Ein 6 1/2 Steller (oder besser) von HP reicht natürlich auch.

Aber ein Picoskop doch nicht. ☺

Gruß, Roland

Ditto

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