Wie viel Leistung kann man über einen 8-Pin-Anschluss ziehen? Kleiner Praxistest

OP #8099393

Da es immer wieder Diskussionen darüber gibt, wie viel Leistung man einem 8-Pin-Stromanschluss tatsächlich zumuten kann, habe ich mit meinem BC250 einen kleinen Belastungstest gemacht.

Natürlich gilt: Das ist nur ein eigener Testaufbau und keine Empfehlung, die offiziellen Spezifikationen zu überschreiten.

Testaufbau:

BC250 mit allen 40 CUs bei 2100 MHz

6 CPU-Kerne, ohne CPU-OC

Offener Kühlkörper mit Arctic P12 Pro

Eigener VRAM-Kühlkörper mit Arctic P12 Pro

Cooler-Master-Netzteilkabel mit 8+8-Pin-GPU-Anschluss

Belastungstest mit FurMark in 4K

Während des Tests lag die Leistungsaufnahme des gesamten Systems an der Steckdose bei über 300 W.

Besonders interessiert hat mich dabei die Temperatur am 8-Pin-Anschluss und am Kabel.

Direkt nach Beginn des Tests erwärmte sich das Board relativ schnell. Danach änderten sich die Temperaturen allerdings kaum noch.

Nach ungefähr 30 Minuten Dauerlast waren sowohl der 8-Pin-Stecker als auch das Kabel nur leicht warm.

Auf den Wärmebildern sind zwar Bereiche mit über 50 °C zu sehen, diese befinden sich jedoch nicht direkt am Stromanschluss. Die höheren Temperaturen scheinen hauptsächlich von den nahegelegenen VRMs zu kommen und verteilen sich über das PCB.

Da sich nach mehr als 30 Minuten keine deutliche weitere Erwärmung gezeigt hat, habe ich den Test beendet.

Unter diesen Bedingungen sieht der Anschluss thermisch weniger kritisch aus, als ich zunächst erwartet hatte.

Allerdings lief das Ganze auf einem offenen Testaufbau. In einem geschlossenen Gehäuse mit schlechterem Luftstrom könnten die Temperaturen deutlich anders aussehen. Auch Kabelqualität, Kontakte, Netzteil und Steckverbinder spielen natürlich eine Rolle.

Mich würde interessieren, ob jemand hier ähnliche Messungen gemacht hat, besonders bei längerer Last oder in einem geschlossenen Gehäuse.

Als Nächstes möchte ich den Test noch einmal mit 8 freigeschalteten CPU-Kernen wiederholen.

#8099399

Solange du nicht schreibst, um welchen Steckverbindertyp es sich handelt, ist dein ganzer Post für die Katz. Ich kann z.B. über einen 2poligen Steckverbinder locker 16A (>3kW) übertragen. Man hätte auch ins Datenblatt schauen können, um die maximale Leistung herauszubekommen.

#8099402

Helmut -. schrieb:

Ich kann z.B. über einen 2poligen Steckverbinder locker 16A (>3kW) übertragen.

Wie wär's mit 800 kW über einen einpoligen (Rückleiter über's Gehäuse)? Also echt jetzt, es gibt ja nur einen in einer Variante und immer der gleichen Qualität.

Vor allem wird jeder Stecker nach jedem Stecken wärmer - bis er sich auslötet :)

#8099412

Es geht offensichtlich um einen ATX-Steckverbinder, wie er für interne Leistungsverteilung genutzt wird. Aufteilung von Leistung auf mehrere parallele Pins hat viele Facetten wie z.B. Steckzyklen, Kontaktmaterial, Crimpqualität, Stromaufteilung etc. pp. Deine Dokumentation in Ehren, aber der Testaufbau enthält nicht einmal die wichtigsten Infos wie Kabel- und Steckverbinder- bzw. Kontakt-Spezifikationen. Insofern ist das leider wenig aussagekräftig.

: Bearbeitet durch User
#8099424

Helmut -. schrieb:

Solange du nicht schreibst, um welchen Steckverbindertyp es sich handelt, ist dein ganzer Post für die Katz

Und es spielt auch sicher eine Rolle, wie oft und wie rabiat er gesteckt wurde. Schon der zweite Steckvorgang dürfte einen erheblichen Einfluss auf den Kontaktwiderstand haben (verglichen mit dem ersten Steckvorgang).

: Bearbeitet durch User
(Firma: Starfleet) #8099476

Sorry, aber ich finde keinerlei Angaben zu der gemessenen Stromstärke. Angaben zur Umgebungstemperatur und Kühlleistung (ich nehme an Zwangskonvektion mit x m³/h ) fallen auch nichts in Auge ...

Da mal ein Beispiel wie man die erforderliche Kühlleistung bei Schaltschränken ermittelt:

: Bearbeitet durch User
#8099479

Bethgo schrieb:

Während des Tests lag die Leistungsaufnahme des gesamten Systems an der Steckdose bei über 300 W. Besonders interessiert hat mich dabei die Temperatur am 8-Pin-Anschluss und am Kabel.

Die Leistungsaufnahme alleine sagt wenig über die Belastung des Anschlusses. Erwärmen tut er sich auf Grund des Stromes.

Direkt nach Beginn des Tests erwärmte sich das Board relativ schnell. Danach änderten sich die Temperaturen allerdings kaum noch.

Da wird allmählich der Gleichgewichtszustand erreicht. Sobald die zugeführte Leistung der über die Kühlung abgegebenen entspricht, ändert sich die Temperatur nicht mehr. Wie gut dieser Zustand bereits erreicht ist, sieht man, wenn man die Temperatur über die Zeit aufträgt.

: Bearbeitet durch User
#8099654

Muss doch ein blinder mit dem Krückstock sehen, dass es sich bei dem 8pol. Stecker um den eines ATX -Netzteiles für die Versorgung eines Mainboards handelt. Früher waren die 4 pol und es gab keine Probleme. Irgendwann meinte man, dass man der Zockerei Rechnung tragen müsste und verdoppelte die Anzahl der Pole. Man muss sich jetzt keine Sorgen machen, es ist alles gut wenn der Rechner tut was er soll. Ich habe irgend ein Gigabyte Bord in V1 mit 4,und ein V2 Bord mit 8 Pole. Bei meines Ansprüchen absolut gleichwertig.

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