Missgeschick ist noch untertrieben, das Ding ist Kernschrott und eine Reparatur ist in etwa so erfolgversprechend, wie mit einem Brathähnchen zum Tierarzt zu gehen.
Nur mit dem Austausch von Bauteilen ist es nicht getan, weil die Leiterplatte duch den Lichtbogen mit Metall bedampft ist.
Solange das nicht akribisch gereinigt ist, brauchst du garnicht erst neue Bauteile auflöten.
Wie ist denn das genau passiert?
Sehe ich längst nicht so kritisch. Der verschmorte Bereich scheint vollständig Optokoppler isoliert zu sein. Da hat man gute Chancen dass es nicht zur restlichen Schaltung durchgeschlagen hat. Für mich sieht das wie ein 230V Signal Eingang aus, da findet man genug Beispielschaltungen für Optokoppler mit Kondensatornetzteil.
Was ist denn an den Klemmen angeschlossen? Ist das Signal für die WP erforderlich, oder lässt es sich in der Konfiguration zumindest zum Test überbrücken um zu sehen ob der Rest der Steuerung noch funktioniert?
Oder 380V angelegt? Aber dann wäre der Varistor auch hoch gegangen, der sieht aber noch solide aus...
Sieht nach zwei 230V Sense Kanälen aus, die durch Optokoppler getrennnt - wahrscheinlich als Schaltsignal auf die Hauptlatine geführt sind...
Wenn das so ist, kann man im Zweifel den Bereich komplett raus brechen und zwei Opto Baugruppen von Ali dafür nehmen...
Was mich etwas nervös macht sind die ebenfalls dunklen Schlitzschrauben in Klemmen weiter links...
"Direkte Links zu einer digitalen Version der originalen Buderus Logafix WPW 210 l Bedienungsanleitung sind online kaum noch direkt verfügbar"
Hi, die Pumpe wird wohl eine umgelabelte Dimplex sein. Und der Reggler in denen ist meist ein PCO (2?) von Carel mit entsprechender Software. Das sind Standarddinger, die auch in verschiedenen Kälteanwendungen verbaut werden.
Und die Platine ist zwar besputtert, aber mit penibler Reingung allem metalldampfs hätte ich dort noch hoffnung.
Die Wärmepumpe hat sich nach kurzer Zeit immer ausgeschaltet. Wir dachten, es wäre zu wenig Kältemittel wegen der Fehleranzeige. Aber es stellte sich heraus, dass die Primärwasserseite verstopft war und somit die Wärmepumpe die Wärme nicht entziehen konnte.
Mein großer Fehler war, auf meinen Elektriker zu hören und an der Platine mal zwei Stecker zu tauschen, denn nach Schaltplan sah es so aus, als wären sie falsch gesteckt (obwohl die Wärmepumpe ja sonst immer funktioniert hat).
Ja, dann passierte es – das Feuerwerk. 😅 Aber es sieht so aus, als hätte es nur den abgesonderten Teil erwischt.
Heute habe ich so eine Platine für ca. 150 € gefunden, aber sie befindet sich in Saudi-Arabien ... Wenn das klappt, wäre das für mich, denke ich mal, die beste Lösung.
Sehe ich längst nicht so kritisch. Der verschmorte Bereich scheint
vollständig Optokoppler isoliert zu sein. Da hat man gute Chancen dass
es nicht zur restlichen Schaltung durchgeschlagen hat. Für mich sieht
das wie ein 230V Signal Eingang aus, da findet man genug
Beispielschaltungen für Optokoppler mit Kondensatornetzteil.
Denke auch, das man sie noch reparieren kann. Aber es ist nicht leicht hier bei uns in der Gegend jemanden zu finden, der es kann, Zeit hat und bezahlbar ist :-)
Was ist denn an den Klemmen angeschlossen? Ist das Signal für die
WP erforderlich, oder lässt es sich in der Konfiguration zumindest zum
Test überbrücken um zu sehen ob der Rest der Steuerung noch
funktioniert?
Gute Frage. Nach dem Missgeschick war ein zweiter Fehler aufgetreten der mit dem Hochdruck der sekundären System zu tun hat.
Ja genau, das ist das Gerät. Ersatzteile von Buderus gibt es dazu leider keine mehr.
"dunklen Schlitzschrauben in Klemmen" gut erkannt, sehe ich jetzt erst. Hoffe es handelt sich nur um Schmutz vom Schraubenzieher.
Es ist von Buderus aber auch selten dämlich, die grünen Steckverbinder, die ja identisch zu sein scheinen, nicht zu coderen.
Für die trapezförmigen Nuten gibt es Codiernasen, so das jeweils nur 1x Stecker und Buchse zusammenpassen.
Kostet ja ein paar Cent und schmälert den Umsatz, wenn der Kunde die Steuerung abschießt, kann man ihm ja auch ne Neue verkaufen.
Kannst du vom Bereich der Optokoppler bis zum Steckverbinder eine Detailaufnahme machen, wo man die Typenbezeichnungen der Optokoppler ablesen kann?
Zur Reparatur muß auch der Steckverbinder ausgelötet werden, damit kein toter Winkel bleibt. Die SMDs mit Heißluft absammeln, wenn alles penibel dokumentiert ist und dann mit einer Filzscheibe und Polierpaste mit einem Dremel vorsichtig die Metallisierung runter polieren. Dabei nicht den Lötstopp mit entfernen.
Nachbau des Areals wäre die sauberere Lösung. Aber solange man den Typ der OK nicht hat und nicht weiß, ob Output, oder Input, ist das Stochern im Nebel.
Sind denn in dem Bereich noch Bauelemente auf der Rückseite?
Gern, war viiiel Sucherei... auch überhaupt dort hin zu kommen, kenne mich mit Buderus nicht aus, hab ne Junkers, aber da ist es auch ein Nummernwald... zu deiner WPW210l selbst gibt es keine Anleitungen o.ä. im Netz, zu alt... war nichts zu finden... gut, vielleicht würde Hinz noch was ausgraben... :-)
Aber solange man den Typ der OK nicht hat und nicht weiß, ob Output,
oder Input, ist das Stochern im Nebel.
Sind denn in dem Bereich noch Bauelemente auf der Rückseite?
Es wunderte mich auch, dass zu J8 in der Anleitung steht "Ein-/Ausgänge 230V AC" - für mich sieht das erstmal, rein den Bauteilen nach, wie zwei 230V AC Eingänge aus...
Es ist von Buderus aber auch selten dämlich, die grünen Steckverbinder,
die ja identisch zu sein scheinen, nicht zu coderen.
Ist bei meiner Junkers eben auch so.
--Auch eig. viel Bosch oder nur Bosch (Hinz) - stecke nicht in diesen Firmeninhalten, warum der wer mit wem, gefühlt baut Bosch für jeden was - Lima bei VW ist auch von Bosch...Hinz weiß das sicher...
Aber man tauscht auch eigentlich nicht "mutwillig" zwei dieser Stecker - und wenn man meinte sich versehen zu haben, dann hätte man sich, auch bei einer kodierten Variante, einem Schraubendreher bedient und es damit "versemmelt"
Aaaaaber rein für einen Platinentausch ist es "böse" so etwas so zu bauen, Thema Wartbarkeit...
Die Heizungsbauer sind da aber anscheinend eh speziell, das ist alles irgendwie etwas eigen und oftmals komisch schwerfällig - warum auch immer...
Bei meiner Junkers steht beispielsweise am Warmwasserregler: 1,2,3,4,5,6,7E
Nach Anleitung:
1: 35 °C
2: 43 °C
3: 51 °C
4: 59 °C
usw... herrlich!
BJ 2003 aber auch da gab es ja die Möglichkeit 30, 40, 50, 60 und 70 °C zu nehmen...
Edit: habe gerade mal geschaut, aber Fahrenheit bringt da auch keine sinnvolle Begründung für...
-->>Tausch mit J2, J7, J12, J13 oder J16 in frage (sind alle fünfpolig).
Sofern gleich beide gesteckt und wieder bestromt wurde...
Nur weil es beim anderen Stecker nicht gleich gebrannt hat, muss es nicht heißen, dass dort alles Sonnenschein ist...sofern er auch gesteckt wurde vor erneuter Bestromung...wovon ich fast ausgehe.
1895: Hugo Junkers gründet das Unternehmen Junkers & Co. in Dessau für Warmwassergeräte und Heiztechnik.
1932: Wegen drohender Insolvenz verkauft Hugo Junkers den Bereich der Gasgeräte an Bosch.
Bis 2019: Bosch nutzt den Markennamen Junkers für Heizungen und Thermen weiter.
Heute: Die Marke Junkers ist vollständig in Bosch (heute Bosch Home Comfort Group) aufgegangen. Die ehemaligen Junkers-Produkte werden seit 2019 offiziell unter dem Namen Bosch geführt.