Auf meinem Boot ist das Antennelkabel (RG-213) an der Antenne abgerissen. Das Kabel ist jetzt auch ein paar cm zu kurz, deshalb will ich ein fertiges "Patchkbel" (30 cm mit zwei male Anschlüssen) als Verlängerung benutzen. Am vorhandenen Kabel benötige ich somit einen female Anschluss.
Löten möchte ich 13 m über Deck nicht, deshalb habe ich diese Schraubverbinder besorgt: https://www.amazon.de/dp/B0CNGJW4W9
Hat die schon einmal jemand benutzt? Kann man den Innenleiter des vorhandenen Kabels einfach einstecken, dann den Schirm über den Kunststoffteil mit der Kupplung legen und alles zusammenschrauben? Der Stecker enthält ja eine Dichtung. Die Kupplung kann man kaum crimpen, dann würde sie ja nicht mehr funktionieren.
Den Innenleiter musst du bei dem Stecker löten. Das steht auch in der Beschreibung (soldado). Der Aussenleiter (Schirmung) wird nur unter die Hülse geklemmt. Siehe auch Produktbeschreibung: Der Vecys N Steckverbinder wird angelötet – hier die grundlegende Anleitung:
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Kabel vorbereiten: Die äußere Isolierung etwa 10–15 mm abziehen und die Flechtschirmung freilegen
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Innenleiter abisolieren: Den Innenleiter ca. 5 mm freigeben
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Steckverbinder positionieren: Den Außenleiter in die Buchse und den Innenleiter in den zentralen Stift einführen
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Löten: Mit Kolben (25–40 W) und bleihaltigen oder bleihaltigen Lötzinn beide Verbindungsstellen kurz aufheizen und fixieren
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Kühlenlassen: Ein bis zwei Minuten vor Gebrauch abkühlen lassen
Die genauen Schritte findest du in der Produktanleitung oder in Lötanleitungen für N-Steckverbinder online.
Es gibt auch F-Stecker für RG-213, also wie beim Satellitenfernsehen. Der Innenleiter ist gleichzeitig der Kontaktstift des Steckers. Dadurch benötigt man keinen separaten, zu crimpenden oder zu lötenden Stift. F-Steckverbinder sind aber eigentlich für 75 Ohm gedacht, so dass es bei der Verwendung für 50 Ohm zu einer Fehlanpassung käme. Es gibt auch F-Kupplungen für die direkte Kabelmontage. Diese Kupplung könntest Du schon entsprechend vormontieren und müsstest dies nicht erst auf dem Mast erledigen.
Die einfachen F-Stecker sind allerdings nicht wasserdicht, so dass man für solche Anwendungen heutzutage üblicherweise sog. Kompressionsstecker verwendet. Ob auch F-Stecker für RG-213 in wasserdicht erhältlich sind, weiß ich nicht.
Ich habe gestern versucht, die Kupplung zu montieren. Wie befürchtet, funktioniert das nicht so gut, wenn man oben am Seil hängt und deshalb nur 1 1/2 Hände frei hat. Der 30W Notlötkolben mit kleiner Spitze, den ich immer dabei habe, hat gar nicht ausgereicht; die Ersa Lötstation mit flacher Spitze hat dann eine Lötung ermöglicht, die aber nicht so gut wurde, dass man den Stecker ordentlich montieren kann (Grund: siehe oben).
Dabei ist mir auch aufgefallen, dass dieser Stecker offenbar keine richtige Zugentlastung hat. Oder ich habe das Prinzip nicht verstanden. Es gibt nur die Gummi- oder Teflondichtung, aber der traue ich einen Wintersturm mit Böen der Windstärke 8 oder mal einen ordentlichen Schlag eines lockeren Falls nicht zu.
Also muss ich eine andere Lösung finden. hhinz hat ja die Frage nach einer Muffe aufgeworfen, und die Idee finde ich nicht schlecht. Ich habe aber keine Anleitungen, vorbereitete Sets oder Werkzeuge dafür gefunden. Im Grunde müsste man die beiden Innenleiter von beiden Seiten in eine einfache Messinghülse schieben und beide Seiten crimpen. Eine Außenhülse so über die Kabel schieben, dass die Schirmung auf beiden Seiten darunter ist und ebenfalls crimpen. Das wird nicht ganz wasserdicht sein, selbstverschweißendes Isolierband müsste aber ausreichen. Die Änderung des Wellenwiderstandes wird nicht allzu groß sein. Gibt es solche Hülsen? Und vor allem: Gibt es bezahlbare Crimpzangen, die man jeweils von außen um die Innen und Außenhülse legen kann und die eine gute Klemmung erzeugen?
Dabei ist mir auch aufgefallen, dass dieser Stecker offenbar keine
richtige Zugentlastung hat. Oder ich habe das Prinzip nicht verstanden.
Es gibt nur die Gummi- oder Teflondichtung, aber der traue ich einen
Wintersturm mit Böen der Windstärke 8 oder mal einen ordentlichen Schlag
eines lockeren Falls nicht zu.
Die Zugentlastung wirkt dadurch, dass die Hülse ja unter den Aussenleiter geschoben wird und das Ganze mit der Silikondichtung von der Mutter gegen das Steckergehäuse gepresst wird. Natürlich musst du das Kabel am Mast befestigen und kannst es nicht 20m herunterhängen lassen und dem Stecker die ganze Kraft aufbürden. Wenn dem so ist, ist die Kabelverlegung Murks.
Mach Dir bitte ernsthaft Gedanken über die Korrosionsbeständigkeit und Abdichtung. Normale N-Stecker sind meist aus vernickeltem(?) Messing - und haben oft nur einen stirnsritigen Dichtring.
Eine Lösung ist, das ganze mit massiv heißkleberbeschichtetem Schrumpfschlauch zu überziehen.Raychem hab ich da im Hinterkop.
Mir haben die Kollegen schon standard N-Stecker / Adapter aus salzbelasteten Bereichen ins Labor zurückgebracht, die sahen nach wenigen Monaten oxydiert aus wie ein Ausgrabungsfund im Museum.
Auch das Absaufen von Antennkabeln ist gefürchtet,...
Mach Dir bitte ernsthaft Gedanken über die Korrosionsbeständigkeit und
Abdichtung. Normale N-Stecker sind meist aus vernickeltem(?) Messing -
und haben oft nur einen stirnsritigen Dichtring.
Eine Lösung ist, das ganze mit massiv heißkleberbeschichtetem
Schrumpfschlauch zu überziehen.Raychem hab ich da im Hinterkop.
Mir haben die Kollegen schon standard N-Stecker / Adapter aus
salzbelasteten Bereichen ins Labor zurückgebracht, die sahen nach
wenigen Monaten oxydiert aus wie ein Ausgrabungsfund im Museum.
Auch das Absaufen von Antennkabeln ist gefürchtet,...
Wenn man die Stecker richtig montiert und mit dem richtigen Drehmoment anzieht, sind die N-Stecker absolut spritzwasserdicht. Da braucht es keine Heisskleberbastellösung. Und die Kabel saufen auch nicht ab. Meine Antennenkabel sind seit 20 Jahren auf dem Dach. Ist halt etwas teurere deutsche/schweizer Markenware. Edelstahlversionen sollten auch mit Seewasser klar kommen. Aber da sollte das Datenblatt Auskunft geben. Huber&Suhner oder Telegärtner wären jetzt meine bevorzugten Hersteller.
Helmut, vielen "Dank" dass Du mich mit der werksmäßigen Heißkleberbeschichtung von Schrumpfschläuchen in die Nähe von Heißkleberbastlern stellst.
Um es einfach zu machen: warum sind bei den meisten Mobilfunkinstalltionen die N oder auch 7/16 Stecker mit ebensolchen Hotmelt Schrumpfschläuchen geschützt?.
Dazu ist der Schiffseinsatz aufgrund der Salzbelastung - und auch der Sicherheitsrelevanz der funktionierenden Verkabelung - nicht mit Deiner oder meiner Amateurfunk Regenwasser Hobbyantenne vergleichbar.
selbstverschweißendes Isolierband müsste aber ausreichen.
Das sehe ich auch so, ist m.E. sogar besser als Schrumpfschlauch mit Kleber. Ich habe hier eine Satellitenantenne, bei das Kabel seit 2002 mit selbstverschweißendem Band repariert wurde.
Erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Hinweise. Ich sehe schon, dass es mit den N-Steckern nicht zuverlässig funktionieren wird.
Die einzige wirklich zuverlässige Lösung wird ein neues Kabel mit vormontiertem Stecker sein. Dafür muss ich aber den Mast legen (lassen), und das wird in diesem und nächstem Jahr nicht gehen.
Also werde ich versuchen, als Übergangslösung eine Hülse zu basteln. Mit einer Crimpzange wie dieser müsste das ja grundsätzlich gehen: https://www.amazon.de/dp/B004YWK88O Nur wo bekommt man geeignete Außenhülsen her? Das Kabel hat einen Außendurchmesser von ca. 10,3 mm. Mit umgebogener Schirmung also 10,7 mm. Eine Hülse mit 11 mm Innendurchmesser und 35 - 40 mm Länge müsste sich gut darüber schieben lassen.
Auf wieviel MHz läuft eigentlich der da verwendete Funk?
Sprechfunk und AIS laufen über den normalen UKW Seefunk im Bereich 156,000 MHz bis 162,025 MHz. Zusätzlich wird die Antenne über einen Splitter für den UKW-Radioempfang benutzt.
156,000 MHz bis 162,025 MHz. Zusätzlich wird die Antenne über einen
Splitter für den UKW-Radioempfang benutzt.
Da reicht eine billige Muffe für Haushaltsantennenkabel. Dass die eher für 75 Ohm gedacht ist, das spielt hier keine nennenswerte Rolle. Darüber dann Schrumpfschlauch 1:3 oder 1:4 mit Innenkleber.
So etwas habe ich schon gesucht, aber nicht für RG-213 gefunden. Die von Dir verlinkte funktioniert leider nicht, wei der Kabeleinlass nur 7,2 mm beträgt. RG-213 hat ca. 10,3 mm Außendurchmesser.