Heute wird die Schaltsekunde abgeschafft

#8104331
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...ob das:

Das schwere Tōhoku-Erdbeben am 11. März 2011 in Japan (Stärke 9,0) hat die Erdmasse durch gewaltige tektonische Verschiebungen so umverteilt, dass sich die Erdrotation und die Erdachse messbar verändert haben

https://www.scinexx.de/news/technik/japan-beben-verkuerzt-tageslaenge/

"Tageslänge um 1,8 Mikrosekunden verkürzt"

berücksichtig wurde, derzeit :-)

: Bearbeitet durch User
#8104332
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Ja das wäre mal ein Anfang. Den ganzen Quatsch sollte man ohnehin abschaffen und durch eine Sternzeit ersetzen. GPS arbeitet von Anfang an mit kosmischen Referenzen. Ohne diese wäre das System gar nicht so genau. Warum also nicht generell unsere Zeit darauf anpassen? Gleiches für's Datum. Es gibt global so viele verschiedene Standards; ein Einheitssystem würde hier wirklich helfen.

Umrechnen in die jeweiligen Systeme kann man es ja dann immernoch, aber zumindest im System selbst spielt vieles dann gar keine Rolle mehr.

#8104336
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Martin S. schrieb:

Ja das wäre mal ein Anfang. Den ganzen Quatsch sollte man ohnehin abschaffen und durch eine Sternzeit ersetzen.

ACK

Martin S. schrieb:

Warum also nicht generell unsere Zeit darauf anpassen?

Vielleicht weil die Zeit für die Satelliten dort oben in Summe etwa 38 Mikrosekunden schneller vergeht... :-) Ca.: 7 Mikrosekunden langsamer, da sie so schnell "fliegen" und etwa 45 Mikrosekunden schneller, da die Gravitation schwächer ist.

"Vor dem Start der Satelliten wird die Schwingungsfrequenz ihrer Atomuhren absichtlich leicht verringert. Statt auf der exakten Sollfrequenz von 10,23 MHz laufen sie am Boden auf 10,229999995453 MHz."

#8104346
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Vielleicht wäre es ganz klug gewesen, wenn man einen sagen wir mal einigermaßen verbindlichen Vorschlag gemacht hätte, in Computersystemen zB. ab 500.000 Sekunden davor und bis 500.000 Sekunden danach jeweils eine µs/s zu addieren oder zu subtrahieren. Ein slew, wie es auch NTP (bei kleinen Abweichungen) macht. So hätte man weiterhin eine sanfte, progressive Anpassung ohne radikale Sprünge. Und miteinander korrespondierende Systeme liefen weiterhin problemlos.

Es mag natürlich einige System geben, bei denen eine harte Umschaltung besser ist. Die sollten sich aber benennen bzw. bestimmen lassen.

#8104379
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Fachleute erhoffen sich davon mehr Stabilität für digitale Systeme und kritische Infrastrukturen.

Nein. Fachleute, die für sicherheitskritische Systeme zuständig sind, die irgendeine Art von Zeitbasis verwenden, haben die Robustheit gegen unerwartete Zeitsprünge in die Requirements zu schreiben. Und natürlich auch das Verhalten des Systems in diesem Fall festzuschreiben.

Ich sehe das gerade bei Flugzeugen, die aus dem Bereich kommen, wo Russland GPS-Jamming betreibt. Da wird das Datum teilweise zurückgestellt. Die sicherheitskritische Software im Flugzeug kommt damit klar. Aber eine Diagnosesoftware für Triebwerksdaten erzeugt nur noch Quatsch, wenn im Datenlog das Datum plötzlich zurückspringt.

#8104438
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Nach dem verlinkten Artikel vom DLF muß die Schaltsekunde unbedingt weg. Die scheint ja noch gefährlicher zu sein als die Y2k-Katastrophe. Das würde über längere Zeiträume die alltägliche "Nutzung" der Zeitangaben verändern. Persönlich bevorzuge ich allerdings einen gewissen Zusammenhang von 12:00 Uhr und der Mittagszeit.

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