Unser Schiff ist eine "fahrende Werkstatt" mit buchstäblich hunderten (Hand)Werkzeugen, inklusive Heißklebepistole, Akkuschrauber, Stichsäge usw. Zu allem Überfluß auch vieles in BS/Imperial weil ein britischer Motor verbaut ist.
Leider hat einer meiner Technikvorgänger dafür "Stanley" Werkzeugboxen angeschafft, ein Graus. Die Dinger nehmen einfach nur Platz weg und sind halbleer. Eigentlich ist so etwas zum einfachen Transport gedacht, auf einem 12m Schiff aber eher unsinnig (außer ich helfe dem Nachbarn aus).
Gelagert ist das meiste unter den Sitzplätzen im Salon, also nur von oben zugänglich.
Ich stelle mir ein System vor bei dem man von oben "lagenweise" an die Werkzeuge herankommt, ähnlich den Einteilungen einer Besteckschublade. Und ebenso mit verschieden großen Einsätzen die man kombinieren kann.
Gibt es da etwas robustes? Bitte um Hinweise, danke.
im Kfz-Bereich gibt es zB von Hazet Werkzeug-Kisten die nachoben auseinanderziehbar sind.
Nennt sich Hazet Werkstattwagen Assistent.
Daran könntest Du Dich bei Deiner Suche orientieren.
Ich würde etwas ähnliches aus geeigneten Holztrays bauen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie stabil Holz (Sperr, Multiplex etc) auch bei kleinen Dicken ist. Man muss halt geschickt konstruieren.
Ich verwende für meine Einsätze Verpackungsmaterial dass ich mit einem Cutter zuschneide. Für runde Dinge wie Nüsse habe ich mir für kleines Geld einen Satz Schaumstoffbohrer angeschafft.
Holz quillt auch bei Feuchtigkeit. Daher würde ich fürs Boot anderes Material wählen.
Stanley hat eine Menge Boxen
Leider ist das Angebot nicht mehr so groß seit sie zu Black&Decker zählen. Es gibt auch schöne Alu-Kisten. Bedauerlicherweise waren meine nicht ganz wasserdicht.
Unser Schiff ist eine "fahrende Werkstatt" mit buchstäblich hunderten
(Hand)Werkzeugen, inklusive Heißklebepistole, Akkuschrauber, Stichsäge
usw. Zu allem Überfluß auch vieles in BS/Imperial weil ein britischer
Motor verbaut ist.
Verschiedene Wickeltaschen sind flexibel, im Idealfall wasserabweisend und lassen sich auch in den nicht immer ganz rechtwinkligen Räumen auf einem Boot verstauen, besonders empfindliche Elektrowerkzeuge bekommen je eine wasserdichte Tasche wie zum Beispiel die bekannten gummiarmierten Gewebetaschen von Ortlieb, sowas gibts sicher auch billiger.
So kannst Du Deine Werkzeuge recht platzsparend in Backskisten, unter Salonbänken und den Vorschiffskojen verstauen, ohne allzuviel Platz zu verschwenden. Deine Werkzeuge und Dein Boot sind gut gegen Feuchtigkeit, Seewasser, Stöße und Vibrationen geschützt, und wenn Du Deine Werkzeuge dabei noch ein bisschen... thematisch gruppierst, mußt Du nicht immer das gesamte Sortiment auspacken.
Mast- und Schotbruch -- und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!
Leider hat einer meiner Technikvorgänger dafür "Stanley" Werkzeugboxen
angeschafft, ein Graus. Die Dinger nehmen einfach nur Platz weg und sind
halbleer. Eigentlich ist so etwas zum einfachen Transport gedacht, auf
einem 12m Schiff aber eher unsinnig (außer ich helfe dem Nachbarn aus).
Gelagert ist das meiste unter den Sitzplätzen im Salon, also nur von
oben zugänglich.
Bei Maschinen mag ich vereinzelt die Systemkoffer, aber je neuer, desto eher beanspruchen die ein mehrfaches Maschinenvolumen alleine für die Eigenstabilität.
Bei den Plastekoffern/Trollys zum selbstbefüllen nochmals bedeutend schlimmer und vorgefüllte (im grösseren Rahmen) würde ich mir niemals kaufen, da immer mal etwas verloren oder kaputt geht und der nächste Schraubenschlüssel/Dreher ggf. nicht in die vorgesehene Vertiefung/Form passt.
Ich selber nutze gerne die uralten Stahlwerkzeugkisten mit den vier oder auch mal sechs diagonal aufklappbaren Seitenfächern.
Mit plattgeklopften oder abgeflexten Schlosslaschen lassen die sich auch gut stapeln, lassen sich (geschlossen) besteigen, lassen sich nach grober behandlung wieder richten und schmelzen auch in südlicher Sonne nicht..
Ich stelle mir ein System vor bei dem man von oben "lagenweise" an die
Werkzeuge herankommt, ähnlich den Einteilungen einer Besteckschublade.
Und ebenso mit verschieden großen Einsätzen die man kombinieren kann.
Gibt es da etwas robustes? Bitte um Hinweise, danke.
Mehrere Besteckschubladen übereinander bedingen einen Auszug nach vorne und nicht nach oben.
Ich würde nur zwei Lagen heraushebarer Kisten nehmen, ansonsten wird es schnell eng.
Holz quillt auch bei Feuchtigkeit. Daher würde ich fürs Boot anderes
Material wählen.
Seit der Erfindung von Sperrholz ist es ein sehr beliebtes Material im Bootsbau.
Gleiches gilt für frühere Kfz und sogar Flugzeuge.
Natürlich nicht unbedingt das Zeug aus dem Obi.. 😉
Seit der Erfindung von Sperrholz ist es ein sehr beliebtes Material im
Bootsbau.
Gleiches gilt für frühere Kfz und sogar Flugzeuge.
Natürlich nicht unbedingt das Zeug aus dem Obi..
Holz erfordert viel Pflege, besonders bei Feuchtigkeit. Auch Bootslack hält nicht ewig.
Leider hat einer meiner Technikvorgänger dafür "Stanley" Werkzeugboxen
angeschafft, ein Graus.
Das sagt nicht viel. Stanley hat einen Haufen Zeug.
Die Dinger nehmen einfach nur Platz weg und sind
halbleer.
Ähm, besser füllen?
Gelagert ist das meiste unter den Sitzplätzen im Salon, also nur von
oben zugänglich.
Ich stelle mir ein System vor bei dem man von oben "lagenweise" an die
Werkzeuge herankommt,
Also von oben herausnehmbare Kisten / Einsätze?
ähnlich den Einteilungen einer Besteckschublade.
Das wären Auszüge. Die gehen üblicherweise nach vorne, nicht nach oben raus. Überhaupt, sollen die Werkzeuge lose drin liegen oder irgendwie gehalten werden?
Ich meine die ganzen modernen stapelbaren Systeme wie Systainer, L-Boxx, ToughSystem ... haben Koffer mit Griffen im Deckel, so dass man sie am Griff nach oben heraus nehmen kann.
Viele davon habe auch nach oben offene, stapelbare Kisten oder Träger. Z.B.
Also maßgeschneiderte Einsätze. Damit es richtig ordentlich, aber auch aufwendig, unflexibel und etwas teurer wird. Die kann man auch übereinander stapeln wenn die einzelnen Einsätze so gefertigt sind dass die Werkzeuge nicht raus stehen.
Die Randbedingungen für den "Verschleiss" von Bootslack sind doch: Licht (UV) und Wasser (Salz). Das hat man aber in der Kajüte eher weniger. Der Aufbau und der Rumpf hingegen sind heftig den Elementen ausgesetzt.
Ich habe für meine Werkstatt ein paar Holz-Trays gebaut (aus 8mm Sperrholz, nur genagelt und geleimt, befüllt mit meinem Handbedarf an M5-M12 Schrauben etc) - vor 40 Jahren - lackiert mit Clou Nitrolack. Da ist null Verschleiß zu sehen. In meinen Augen super stabil.
Das Problem vieler Behältnisse wie Schubladen und Werkzeugkoffer ist der sehr hohe Laderaum während die Dinge die dort gelagert werden eher flach sind. Schubladen im Möbelbau sind halt teuer (auch die Metallauszüge und Fronten. Planschränke sind in unserem Repaircafe eingesetzt. Durch die reletiv niedrigen Schubladen passt dort immens viel Werkzeug und Material rein.
Ich habe einen selbstgebauten Planschrank aus Tischlerplatte für den Korpus, Sperrholz für die Böden der Trays (3cm hoch) und Kiefer für die Seitenwangen der Trays. Kein Metall. Und die Schubladen laufen wie am ersten Tag. Pflege der Führungen mit zB Wachs ist nicht die schlechteste Idee. Nur wenige Selbstbauprojekte haben diese Metallfreie Idee aufgenommen - dabei ist sie stabil und ökonomisch.
Gruß
Ralf
Früher hatte ich meine Werkzeugkoffer selbst gebaut: leere Stahlkiste mit Einlegeböden aus Holz mit passend angefertigten Gefachen, immer zwei Böden in einem Koffer übereinander.
Könnte man sich auch aus EUROBOXEN bauen....
Dabei wäre aber zu klären wie man einen Handgriff in der Mitte der Kiste dauerhaft macht.
Ich schließe mich dem Vorschlag von "ein Typ" an... Rolltaschen fürs grobe und Faulenzer fürs Feine, thematisch sortiert. Ich habe verschiedene Jobs im Außendienst gemacht, teilweise in sehr schmutzigen Umgebungen. Da haben sich z.B. aufhängbare Rolltaschen bewährkt. Und das sogar für leichte elektrische Handwerkzeuge (Bohrmaschine) u. Ä.
Ich hab auch heute noch das erweiterte Bordwerkzeug in einer Rolltasche im Auto.
Ei der Daus... wenn Du genug Raum für Euroboxen hast, dann ist da aber ganz schön viel Platz auf Deinen 40 Füßen. Ist das ein Affenfel^WMotorboot?
Dabei wäre aber zu klären wie man einen Handgriff in der Mitte der Kiste
dauerhaft macht.
Segler würden die Eurobox verstärken (siehe [1]), Löcher bohren, zwei Tampen durchziehen und mit Achtknoten sichern, der Griff funktioniert dann ein- und beidhändig und kann bei Nichtgebrauch einfach platzsparend in der Kiste liegen.
Das Problem bei all diesen tollen Boxen und Systemen ist: Sie passen nicht.
Entweder zu groß, oder verschwendeter Raum. Ich traus mich kaum sagen, aber: Selbermachen! Aus Siebdruckplatten, die sind wasserfest. Die Schnittkanten wohl eher nicht (weiß nicht), aber das lässt sich mit guten Lack beheben. 9mm Platten sind leicht. Ob man da noch mit Lamellos arbeiten kann, ... nein, 9 mm ist zu wenig, 10 ist das Minimum. Jedenfalls werden die Kisten ultra-stabil wenn man sie schraubt, klebt und flachverdübelt. Da kann man sich sogar überlegen, ob man sich für die Arbeit eine Tischkreissäge kauft. OK, Lamello ist teuer.
Ich hatte mir vor langer Zeit mal eine Flachdübelfräse im Baumarkt gekauft. Die war 2 Wochen später im Müll und dann gabs das Original. Damit hab ich über 100 Kisten aus OSB gebaut. Keine einzige ist kaputt gegangen. Und ich hab die für alles mögliche misbraucht. Hat sich gelohnt!
Das Problem vieler Behältnisse wie Schubladen und Werkzeugkoffer ist der
sehr hohe Laderaum
Beutel verwenden. Wenn man die stabil genug gestaltet, kann man die auch in den "sehr hohen Laderaum" stellen, und der Beutel nimmt, anders als starre Fächer, nur so viel Platz weg, wie er braucht. Deswegen sind diese Sortimentsschubladenschränke auch nicht optimal - in einem Fach sind vier Schrauben drin, das andere, mit den etwas kürzeren Schrauben, das bekommt man kaum noch zugeschoben, weil's so voll ist.