0,14-Litzen verbinden

OP #8109291

Hallo, durch diesen Thread Beitrag "Kleine Lüsterklemme gesucht" wurde ich aufmerksam auf 0,14-Litzen, wusste zu Beginn nicht was das sei. Inzwischen habe ich mich schlau gemacht bspw. hier Beitrag "Suche Litze ~0,14" und würde gerne wissen, was mit 0,14 mm² gemeint ist, worauf sich das bezieht (meine Frage war vor meiner Recherche, was überhaupt 0,14-Litzen sind).

Ich möchte beginnend mit diesem Thread etwas bauen, von dem ich noch geringe Kenntnisse habe und brauche das Fachwissen, wie man Litzen verbindet und/oder an eine messingne Metalloberfläche (Messing-Hülse) verbindet (Punktschweißen? Pressen/Crimpen? Löten?). Ich gab das Bild in Google ein und es kamen Wörter wie Schraubklemme, Drahtseilklemme/-verbinder, Klemmblock / Anschlussklemme, . Gibt es sowas in Baumärkten der näheren Umgebung.

Gleichzeitig bitte ich H. H., Michael B, Gerhard O. mir eine Kopie ihrer Kommentare zu schicken oder zu hinterlassen. Das waren sehr interessante Informationen insbesondere die Links. (Beitrag #8108889 Beitrag #8108890 Beitrag #8108893 Beitrag #8108899 Beitrag #8108902 Beitrag #8108903)

Es tut mir sehr Leid in dem ersten Link etwas gepostet zu haben. Manchmal zeigen Moderatoren ein Herz für Anfänger und manchmal hätte ich es sein sollen, der ein Herz zeigen sollte, bin selbst Mod für ein paar Foren.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#8109293

Hi

Abc A. schrieb:

wie man Litzen verbindet und/oder an eine messingne Metalloberfläche (Messing-Hülse) verbindet (Punktschweißen? Pressen/Crimpen? Löten?).

Löten wäre da meine erste Wahl. Erst das Litzenende vorverzinnen, dann einen passend großen Lötzinnteich auf dem Messingblech erzeugen, dann das Litzenende flach rein in den Teich, fertig.

mfg mf

#8109298

Moin,

Ich löschte leider schon die Löschmitteilung von mc.net

Tut mir leid. Ich hätte es Dir gerne zugesandt.

Es ist mir eigentlich unverständlich, warum ich gelöscht wurde. Naja, vielleicht trifft hier "Mitgefangen, mitgehangen" zu.

Gruß, Gerhard

Von History:

https://www.digikey.com/en/products/detail/weidm%C3%BCller/2787570000/22138083?s=N4IgTCBcDaIARgOwA5EFZEAZuZAXQF8g

https://www.amazon.nl/-/en/Lumonic-luster-terminal-2-5-4mm%C2%B2-terminals/dp/B07DHFL3K1?th=1

https://ekabel24.de/en/clamps/luster-terminals/?srsltid=AYCX9vIa7HyX8pK-OeKWSpS04PIT2EI4qFeBe-DAlfJsLXfgcn6L71oZ

https://ekabel24.de/en/luster-terminals-12-pole-1.0-2.5-mm2-3a-quantity-10-pcs/uzv4-003-04

Ich habe es gefunden:

Betreff: Re: Kleine Lüsterklemme gesucht Datum: 27.10.2026 23:58 Text des gelöschten Beitrags:

Ich habe mal versucht in Englisch unter "Luster Terminals" zu suchen.

Da fand ich schon kleine:

https://ekabel24.de/en/luster-terminals-12-pole-1.0-2.5-mm2-3a-quantity-10-pcs/uzv4-003-04.

https://www.amazon.de/-/en/Lumonic-Lustre-Terminals-Cable-Sizes/dp/B07DHFL3K1/ref=sr_1_3?

https://www.highlight-led.de/en/luster-terminals-in-4-sizes-terminal-block-with-12-poles.html

https://www.digikey.com/en/products/detail/weidm%C3%BCller/2787570000/22138083?s=N4IgTCBcDaIARgOwA5EFZEAZuZAXQF8g

Hoffe, es ist die Größe nach der gesucht wird.

Vielleicht hilft Dir dieser Suchbegriff besser.

Gerhard

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8109299 wurde vom Autor gelöscht.
#8109552

Sorry, aber da fiel mir sofort der alte Witz ein:

Ein Metallbetrieb in der DDR hatte einen Draht entwickelt, der so dünn war, dass keines der in der DDR bekannten Messgeräte die Dicke bestimmen konnte. Eine Probe wird eingetütet und zum Bestimmen der Dicke nach Japan geschickt. Leider hatte jemand vergessen, den Brief mit der Beschreibung beizulegen, was die Japaner mit dem Draht machen sollen. Nach drei Monaten kommt das Paket zurück. Die ganze Führungsriege der SED ist erschienen und der Kombinatsleiter öffnet das Paket: "Leider wussten wir nicht was wir mit der Probe machen sollten, also haben wir ein Außen- und Innengewinde reingeschnitten ..."

#8109557

Harald K. schrieb:

Für 0.14mm²? Mir kommen diese Dinger 'ne deutliche Nummer zu groß vor.

Natürlich. Es ging nur darum zu zeigen was ich meine. Die gibt es in vielen Größen.
Gerade bei dünnen Drähten bricht der Draht öfter hinter der Lötung. Das ist mit diesen Lötverbindern ausgeschlossen.
Bei Stoßverbindern bricht auch schon mal ein Draht ab, wenn der sehr dünn ist. Das ist mit diesen Lötverbindern nicht mehr passiert.

: Bearbeitet durch User
#8109578

Bei solch dünnen Drähten wird das Gewicht der Lüsterklemme wie ein Hammer wirken und der Draht ein Stück daneben abbrechen bei Belastung. Deswegen besser verzinnen, löten und evtl. dünnen Schrumpfschlauch darüber ziehen. Wenn es natürlich eine Litze 120x0,1mm ist, würde ich trotzdem löten (um ALLE Drähte zu erwischen). Beispiel https://www.reichelt.com/ch/de/shop/kategorie/kupferlitze_lackisoliert-5047

: Bearbeitet durch User
OP #8109601

um die Eingangsfraue zu beantworten:

0,14 mm2 bei einer Litze. Das ist der Leiterquerschnitt der Litze, also die Fläche aller einzelnen Metalldrähte zusammen, wenn man die Litze quer durchschneiden würde. Zum Vergleich: Eine Kupferlitze mit 0,14 mm² ist sehr dünn und wird beispielsweise für kleine elektrische Verbindungen verwendet. (ChatGPT)

#8109642

Frank O. schrieb:

Gerade bei dünnen Drähten bricht der Draht öfter hinter der Lötung.

Dann zieht man ein ausreichend langes Stück Schrumpfschlauch drüber, und kann vorher richtig löten, statt sich auf den heißluftpistolenkompatiblen niedrigschmelzenden Lotring verlassen zu müssen.

Wobei es hier um Litze und nicht um Draht geht.

#8109690

Völlig absurde Diskussion, bei der scheinbar niemand weiss, worum es überhaupt geht.
~0,14 mm² gibt es von 1-drähtig bis 144 scheinbar an jeder zweiten Ecke, darüber wird es enger.
Es könnte einen Grund geben, warum es diese Unterschiede gibt.
Und es könnte einen Grund geben, warum der (H)Ersteller sich für einen bestimmten Leiter entschieden hat.
Es soll auch Leute geben, für die das Material noch eine Rolle spielt und ob Einzeladern isoliert.., man denke an HF.

#8109706

Ralf X. schrieb:

Völlig absurde Diskussion, bei der scheinbar niemand weiss, worum

.. es geht und trotzdem Stuß absondert.

Ralf X. schrieb:

~0,14 mm² gibt es von 1-drähtig bis 144 scheinbar an jeder zweiten Ecke

.. bis 144 was?

0,14 mm² ist ein gängiger Querschnitt innerhalb von Geräten oder für Datenkabel, die man nicht anflicken muss.

Fertige Schrumpfverbinder (image.jpg (45 KB)) wird es nicht geben, man wird löten und Schrumpfschlauch drüber ziehen. Aderendhülsen erscheinen bei dem Querschnitt bescheuert, in Federklemmen (aka Wago) haben die schon mal garnichts verloren.

Das passt alles zum TO witzigundlachen,

der Clown zwar seit 13.11.2021 angemeldet ist

und seinen Account erst seit kurzem für ausschließlich Schwachsinn benutzt.

Beiträge: 40

#8109782

Frank O. schrieb:

Hast du diese Lötverbinder schon benutzt?

Nein, ich halte auch konzeptionell nichts von den Dingern. Denn man kann die Qualität der Lötung nicht kontrollieren, da sie innerhalb des Schrumpfschlauches erfolgt, d.h. ob die abisolierte Litze auch wirklich anständig Lötzinn aufnimmt oder nicht, ist Glücksspiel. Dazu kommt noch, daß das Niedertemperaturlot ist, das bei den für das Schrumpfen des Schlauchs üblichen Temperaturen schon schmelzen muss.

Ich halte so etwas für "naja, im äußersten Notfall"-Murks. Wie auch die "beliebten" Quetschverbinder, bei denen durch einen Plastikisolator hindurch gequetscht wird. Sowas ist besser als zusammentüddeln und Tesa drum, keine Frage, und in mancher Leute Auto funktionierts auch ausreichend zuverlässig, um sich nie wieder damit beschäftigen zu müssen.

Zumal es hier um ziemlich feine Litze geht; diese Lötschrumpfverbinder habe ich bislang nur für größere Querschnitte gesehen.

Halbwegs zuverlässig dürften die Verbindungen mit so etwas erst dann werden, wenn man die abisolierte Litze vorher verzinnt ... aber dann kann man die auch gleich richtig verlöten.

#8109792

Harald K. schrieb:

Nein, ich halte auch konzeptionell nichts von den Dingern.

Dann probiere sie doch erstmal aus, bevor du das als Unsinn abtust.
In einigen Fahrzeugen hatten wir ziemlich dünne, aber harte Kabel. Auch Lötungen mit Schrumpfschlauch sind noch ab und zu abgebrochen. Mit diesen Lötverbindern nicht einmal mehr.
Das Material ist etwas dicker als Schrumpfschlauch, die Ringe darin wirken wie Zugsicherungen und wasserdicht verklebt sind sie auch. Natürlich muss man, wie auch beim normalen Löten, das schon vernünftig machen. Aber dann sind sie für einige Einsätze eine Erweiterung der Möglichkeiten.

#8109836

Harald K. schrieb:

Wie auch die "beliebten" Quetschverbinder, bei denen durch einen Plastikisolator hindurch gequetscht wird.

Ich kenne die unter dem KFZ-Werkstatt-Jargon Stromdiebe. Und ja, die sind richtig scheiße. Die verwendet man in einer KFZ-Werkstatt wenn einem der Kunde egal ist oder man darauf spekuliert dass er in ein paar Jahren wieder kommt und man noch mal die Hand aufhalten kann.

Bei 0,14mm² würden die gängigen die ich kenne allerdings sowieso nicht greifen.

#8109839

Johnny B. schrieb:

Andreas B. schrieb:

https://eshop.weidmueller.com/de/vsri01-05/p/1491490000

Werden die gecrimpt und dann geschrumpft, oder wie funktionieren die genau?

Das Datenblatt (hint, hint) sagt etwas kryptisch

Nicht gelötet

Also gecrimpt.

Da bei Weidmüller steht dass die bald nicht mehr lieferbar sind, es gäbe z.B. auch Klauke 669 https://www.klauke.com/de/de/isolierte-stossverbinder zum Crimpen.

#8110038

Frank O. schrieb:

Dann probiere sie doch erstmal aus, bevor du das als Unsinn abtust.

Ich habe ausführlich geschrieben, warum ich nichts von den Dingern halte.

Der "Lötvorgang" mit dem niedrigschmelzenden Lot ohne Möglichkeit zur optischen Kontrolle der Lötstelle gefällt mir halt nicht. Je nachdem, in welchem Zustand die Litze vorher war, ist das nicht besser als Zusammentüddeln.

Frank O. schrieb:

Auch Lötungen mit Schrumpfschlauch sind noch ab und zu abgebrochen.

Das dürfte von der Länge des Schrumpfschlauches abhängen. Beim Löten sorgt die Kapillarwirkung dafür, daß sich Lötzinn unter die Isolation zieht, und damit die Litze "entflexibilisiert". Und natürlich muss der Schrumpfschlauch zur Litze passen, d.h. deutlich zu weit ist auch Essig.

Man könnte die Litze sehr lang abisolieren, leicht verdrillen und nur am vorderen Ende verzinnen und mit dem genauso behandelten Gegenstück verlöten, so daß unbenetzte Litze beiderseits der Lötstelle sichtbar ist. Darüber kommt wiederum ein Schrumpfschlauch, der an beiden Enden mindestens einen Zentimeter über die Isolation ragt.

#8110116

Andreas B. schrieb:

Werden die gecrimpt und dann geschrumpft, oder wie funktionieren die genau?

Einfach crimpen. Der Wermutstropfen ist natuerlich die passende Crimpzange.

Da wird nichts gecrimpt, das gibt eine Pressverbindung. Bei dem geringen Querschnitt und zugehörig dünnen Einzeldrähtchen erwarte ich keine zuverlässige Funktion. Ob Weidmüller die rein zufällig nicht mehr fertigt?

Harald K. schrieb:

Ich habe ausführlich geschrieben, warum ich nichts von den Dingern halte. Der "Lötvorgang" mit dem niedrigschmelzenden Lot ohne Möglichkeit zur optischen Kontrolle der Lötstelle gefällt mir halt nicht.

Damit bist Du nicht alleine, ich will die auch nicht haben.

Harald K. schrieb:

Auch Lötungen mit Schrumpfschlauch sind noch ab und zu abgebrochen.

Das dürfte von der Länge des Schrumpfschlauches abhängen. Beim Löten sorgt die Kapillarwirkung dafür, daß sich Lötzinn unter die Isolation zieht, und damit die Litze "entflexibilisiert".

Wie weit, hängt vom Löter ab. Das wird hier regelmäßig durchgekaut, mir haben Lötverbindungen plus Schrumpfschlauch am Motorrad keine Probleme bereitet. Da rede ich nicht von Schönwetter am Sontag, sondern täglich und über 100.000 km!

#8110525

ich würde ein dünnes Kabel erstmal mit der isolation mit einem doppelten Knoten (Kreuzknoten) sichern, Zugentlastung !, so kann ich dann die gesicherten freien Enden abisolieren und dann verlöten, Schrumpfschlauch oder isolierband drum. Das steht so aber nicht bei der Nasa (oder Esa)

#8110733

Manfred P. schrieb:

Fertige Schrumpfverbinder (image.jpg (45 KB)) wird es nicht geben, man wird löten und Schrumpfschlauch drüber ziehen. Aderendhülsen erscheinen bei dem Querschnitt bescheuert, in Federklemmen (aka Wago) haben die schon mal garnichts verloren.

Darf ich mal laut lachen? So dünnes Zeug wo nur sehr wenig Strom fließt lege ich seit Jahrzehnten schon nach hinten über die Isolierung um ,schieb ein passende Aderendhülse drüber und crimpe das zu einem Quadrat. Seit ich das so mache ist mir nie mehr so eine dünne Litze abgebrochen, das hält einfach weil die Isolierung das ganze stabilisiert. So gecrimpt kann man auch 0,14 m3 sicher in Klemmen einspannen. Du sagst Murkst, macht nix, ist guter brauchbarer Murks....;-)

#8110809

Manfred P. schrieb:

Einfach crimpen. Der Wermutstropfen ist natuerlich die passende Crimpzange.

Da wird nichts gecrimpt, das gibt eine Pressverbindung.

Harald K. schrieb:

schieb ein passende Aderendhülse drüber und crimpe das zu einem Quadrat

Du solltest den Begriff "crimpen" weglassen, denn das ist kein Crimpen. Das ist Quetschen, mehr nicht.

Das Wort "crimpen" wird im Forum ständig falsch verwendet. Wenn sein Werkzeg ein Quadrat erzeugt, würde ich eher "pressen" verwenden.

Es gibt auch gecrimpte Endhülsen, die habe ich aber nur in industriell gefertigten Geräten gesehen. Sehen aus, als wenn man von einem unisolierten Flachstecker das Vorderteil abschneiden würde.

Herbert Z. schrieb:

lege ich .. nach hinten über die Isolierung um, schieb ein passende Aderendhülse drüber und crimpe das zu einem Quadrat.

Ich bleibe dabei, dass das nicht zu Federklemmen passt, in einer Schraubklemme sind Endhülsen OK.

#8110933

Manfred P. schrieb:

Werden die gecrimpt und dann geschrumpft, oder wie funktionieren die genau?

Einfach crimpen. Der Wermutstropfen ist natuerlich die passende Crimpzange.

Da wird nichts gecrimpt, das gibt eine Pressverbindung. Bei dem geringen Querschnitt und zugehörig dünnen Einzeldrähtchen erwarte ich keine zuverlässige Funktion. Ob Weidmüller die rein zufällig nicht mehr fertigt?

OK, dann Pressverbindung, wenn Du das unbedingt unterscheiden willst. Zuverlässig ist das trotzdem (wenn es richtig gemacht ist) und bei den Strömchen, die im Modellbau über 0.14m² Käbelchen fließen, sowieso.

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