Auch bei mir gibt es ein sehr günstiges käufliches Led-Licht am Fahrrad, es ist zu schwach für den Stadtverkehr, aber auf Landwirtschaftswegen reicht es ja dann. Allerdings ist das Leuchtfeld klein wie ein Handtuch und deutlich viel heller als die umgebende dunkle Nacht, der Kontrast ist einfach zu stark, es blendet und man sieht eigentlich noch weniger vom Dunklen. Schlecht.
Nun gab es im Mikroskopieforum einen Thread zu Mattscheiben-Einlegegläsern, die verwendet man um gegebenenfalls das inhomogene Licht einer Glühwendel gleich verteilt aussehen zu lassen. Dabei will man aber nicht zu viel Licht verlieren,verschlucken. Man will auch nicht, dass das Licht zu weit zu allen Seiten verteilt wird, man will also kleine Strahlaufweitung, das ergäbe Streulicht im Tubus und mindert den Bildkontrast.
Wie es sich herausstellt, entsteht eine Mikrolinsenoberfläche beim Glasätzen, das habe ich selbst schon an Linsen aus dem inneren eines Objektives gesehen, wo ich etwas Baumarktübliche Salzsäure eingenapft hatte. Das Glas minderer hydrolytischer Klasse löste sich an, Bleiglas vielleicht. Naja, das wäre wohl die richtige Oberfläche. Der link zum Mikroskopieforum : https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=52583.0
Es geht also um möglichst wenig Lichtverlust, aber auch manch andere mattrauhe durchsichtige Folie führt zu einer Strahlaufweitung, gleichmässigeren Ausleuchtung, wenn man sie (auch nur teilweise) vor den Fahrradscheinwerfer hält, davor befestigt.
Lottoschein-etui, Frog-tape, manche Zerstreufolie aus Bildschirmen, Käsescheiben-zwischenfolie, gekämmte Vaseline zur Probe, you name it. Nur mal so als Hinweis, life hack, wenn man so will. Es blendet übrigens mehr.
