Auswirkung von KI auf den Arbeitsmarkt für Ingnieuere und Informatiker

OP #8088498

An der ETH gab es vor ein paar Tagen ein Seminar zur KI im Bereich engineering und information technology, wo es eine interessante Aussage eines Vortragenden zu den Schwerpunkten der geänderten Arbeitslebens gab. Der Herr ist seit langem als Projekt- und Teamleiter in der Industrie unterwegs und arbeitet nun an der ETH als Dozent.

Ich gehe es mal sinngemäß wieder:

Seit Jahren sei zu beobachten, dass allgemeine Bildung an Gymnasien in der DACH-Region durch alternative Schulmodelle unterlaufen wird, um schneller Techniker in die Wirtschaft zu bringen. Das humanistische Bildungsideal bleibt auf der Strecke: Kultur, Sprachen und Allgemeinbildung sind bei vielen der reinrassigen Techniker unterentwickelt. In Deutschland hat man zeitweise sogar das Abitur verkürzt.

Fachhochschulen und Duale Hochschulen produzieren massenweise schnell- und kurz ausgebildete Programmierer, Ingenieure und Informatiker, damit die Industrie viel Fachpersonal (um nicht zu sagen "Fachidioten") zur Verfügung hat. Diesen mangelt es an sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten, es fehlen ihnen auch die Denkbausteine, die durch Geschichte, Sozialkunde, Naturkunde und andere Disziplinen hätten erarbeitet werden sollen, welche an Technikergymnasien und Hochschulen aber zu kurz kommen oder völlig fehlen.

Trotzdem laufen viele dieser Leute den besser ausgebildeten Gymnasiasten und Universitätsabsolventen den Rang ab und überholen sie karrieremäßig. Für viele Informatiker und Ingenieure war breites Wissen bisher hinderlich, wollten sie eine neue Arbeit suchen, weil Firmen strikt darauf achteten, nur gerade den einzustellen, der benötigt wird. Mehr zu können, als gefragt war, führte oft zu Absagen. Man hat dann auf den preiswerteren schmaler ausgebildeten Entwickler zurückgegriffen.

In ähnlicher Weise wurde der Markt mit ausländischen Fachkräften geflutet, was sich besonders in der Softwareentwicklung zeigte: Gute Sprachkenntnisse waren nicht wichtig, allgemeine technische Bildung oder gar fachübergreifendes Denken wurde nicht gefragt. Hauptsache die Fachdisziplin wurde beherrscht und das war meistens eine Computersprache.

Mit Einführung der KI und Codegeneratoren ändert sich das nun: Verbale Kommunikation, Sprachen (nicht jede KI versteht Deutsch) und eine stark ausgeprägte Stärke in konzeptionellem Denken sind wieder mehr gefragt statt stupidem Tippen. Das Codieren hat sich erledigt. Der klassische Programmierer stirb aus! Besonders der Softwareentwickler, der bislang nur mit Computersprachen gearbeitet hat und eine Vorgabe durch Systemingenieure entgegen genommen und umgesetzt hat, wird ersetzt werden.

Viele Firmen werden sich umstrukturieren müssen: Statt Fachabteilungen mit mehreren parallelen Disziplinen zu unterhalten, in denen sehr fachspezifische Entwickler arbeiten, wird mehr interdisziplinäres Denken gefragt sein.

Wenn man davon ausgeht, dass ein Programmierer 70% seiner Zeit codiert, kann man rechnen, daß dies auf 20% zusammenschrumpfen kann, wenn er ausladend KI einsetzt. Damit fällt 50% der Arbeitszeit weg. Rechnet man einen wachsenden Anteil an Konzeptarbeit, die dadurch geleistet werden kann und muss, welche an anderen Stellen entsteht, sollten wenigsten 30% einsparbar sein.

Damit fallen mittelfristig 30% der Stellen für Softwareentwickler weltweit weg. Schon jetzt hat es aber einen Überhang von einfach ausgebildeten Programmierern. In China spricht man von mindestens 50%, in Indien von bis zu 70%, die eine entsprechende Ausbildung haben, aber fachfremd arbeiten müssen.

Bei Ingenieuren mit einem geringeren Anteil an ersetzbarer Programmierarbeit von im Mittel 30%, kann man von einer Reduktion auf 10% und damit von einer Einsparung von 20%- der Arbeitszeit ausgehen. Aufgrund der höheren Komplexität der Ingenieurstätigkeiten soll es etwa 10% der Arbeitsplätze kosten.

Wie sind eure Einschätzungen?

Beitrag #8088500 wurde vom Autor gelöscht.
#8088521

Rolf schrieb:

Wie sind eure Einschätzungen?

KI schafft massenhaft Arbeitsplätze ab, in IT, in Support, ... Trotz billiger KI wird aber alles teurer, weil Globalisierung und internationaler Handel sukzessive rückgebaut werden. Jeder agiert gegen jeden, statt zu kooperieren: Stirb du heute, ich aber morgen. Es mehren sich Kriege, die kein Ende finden, mit weiteren Kriegsdrohungen am Horizont und neuer niederschwelliger Kriegstechnik unterhalb dem Niveau intensiver Ausseinandersetzungen. Das Klima wird wärmer, das Wasser weniger, die Agrarwirtschaft bekommt Probleme und die Produkte werden teurer. Und in den Wohnungen verrecken die Leute, weil zu warm.

Hab ich was vergessen?

Die Aussichten sahen schon mal besser aus.

#8088533

Rolf schrieb:

Seit Jahren sei zu beobachten, dass allgemeine Bildung an Gymnasien in der DACH-Region durch alternative Schulmodelle unterlaufen wird

Keiner weiss heute wirklich, welche Art von Bildung in 20-30 Jahren die Brötchen finanzieren wird. Hohe Bildung ohne tiefe Spezialisierung, wie die heute Alten von einem halben Jahrhundert an Unis genossen haben, und die sie heute schon vermissen? Oder doch lieber Handwerker? Schmiermaxe von Robotern, lesen können reicht, weil schreiben durch Spracherkennung obsolet wird?

Manche hoffen ja, wenn die KI-Blase platzt, wird alles wieder gut und die gute alte Zeit kehrt zurück. Nope, das wird so nicht kommen. Also platzen wird sie, die Blase, aber die Zeit kommt nicht zurück.

: Bearbeitet durch User
#8088538

Es schrieb einstmals ein Wissenschaftler vom Ende der Geschichte.

"Fukuyama vertrat die These, dass sich nach dem Zusammenbruch der UdSSR und der von ihr abhängigen sozialistischen Staaten bald die Prinzipien des Liberalismus in Form von Demokratie und Marktwirtschaft endgültig und überall durchsetzen würden. Die Demokratie habe sich deshalb als Ordnungsmodell durchgesetzt, weil sie das menschliche Bedürfnis nach sozialer Anerkennung relativ gesehen besser befriedige als alle anderen Systeme. Mit dem Sieg dieses Modells ende der Kampf um Anerkennung und es entfalle das Antriebsmoment der Geschichte." - Wikipedia

Nun ja, Wissenschaftler irren gelegentlich. Das postulierte Ende der Geschichte ist bereits selbst zu Ende. Im Gegenteil, sie fängt gerade erst wieder an. Es heisst, sie wiederhole sich immer zweimal – das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce. - Karl Marx

: Bearbeitet durch User
#8088596

Ich halte ein paar seiner Zahlen für falsch, aber das ist gar nicht so wichtig. Es gilt die alte Aussage:

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Daher finde ich dass man sich nicht großartig mit seinen Prognosen beschäftigen muss. Sicher ist, irgendwas wird passieren. Was? Das weiß der Herr Projekt- und Teamleiter auch nicht genau.

Ich halte es daher mehr mit dem Rheinischen Grundgesetz, Artikel 2:

Et kütt wie et kütt. ("Es kommt, wie es kommt.")

#8088658

Rolf schrieb:

Bei Ingenieuren mit einem geringeren Anteil an ersetzbarer Programmierarbeit von im Mittel 30%, kann man von einer Reduktion auf 10% und damit von einer Einsparung von 20%- der Arbeitszeit ausgehen. Aufgrund der höheren Komplexität der Ingenieurstätigkeiten soll es etwa 10% der Arbeitsplätze kosten. Wie sind eure Einschätzungen?

Im Moment relativ schwer zu sagen. Die Ergebnisse von Claude-Code und ähnlichen Kodier-Agenten sind ziemlich beeindruckend.
Allerdings: In der Tiefe sind die LLMs im Moment noch nicht richtig lernfähig und das "Quasi-Lernen" wird über das Coding-Harness erzeugt. Dadurch kommen die Systeme immer wieder an Grenzen, die sie nicht überwinden können. Im Moment sind ziemlich viele Leute damit beschäftigt, die KI-Systeme und Harnesse für Spezialaufgaben anzupassen. Dieser Bedarf wird erst mal zunehmen. Deshalb werden da auch mehr Informatiker und Ingenieure gebraucht. Alles hängt davon ab, wie schnell sich die Algorithmik entwickelt. Es kann jederzeit passieren, dass der ultimative KI-Algorithmus gefunden wird, dann ist wieder alles anders.
Es muss nicht Jepa sein, aber es zeigt, dass in der Richtung viel getan wird:
https://www.youtube.com/watch?v=oM4neOyZOi0

: Bearbeitet durch User
(Firma: Starfleet) #8089167

Es gibt keinerlei Beleg dafür, das obiges Elaborat tatsächlich aus der ETH ( "Eidgenössische Technische Hochschule Zürich") stammt. Sieht eher nicht nach einer Wissenschaftlichen Untersuchung aus.

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Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #8089352

Rolf schrieb:

wo es eine interessante Aussage eines Vortragenden zu den Schwerpunkten der geänderten Arbeitslebens gab.

Du hast die Reinkarantion von Yussuf getroffen!

Fachhochschulen und Duale Hochschulen produzieren massenweise schnell- und kurz ausgebildete Programmierer, Ingenieure und Informatiker, damit die Industrie viel Fachpersonal (um nicht zu sagen "Fachidioten") zur Verfügung hat.

Sollten die Hochschulen eher "nur wenige, aber lang und umfassend ausgebildete Techniker" produzieren, damit die Industrie nur wenig entsprechend ausgebildetes Personal hat?

Trotzdem laufen viele dieser Leute den besser ausgebildeten Gymnasiasten und Universitätsabsolventen den Rang ab und überholen sie karrieremäßig.

Nach spätestens 10 Jahren in der Industrie ist die (Hochschul-)Bildung völlig nachrangig. Warum sollte dann ein begabter, motivierter, aber schnell ausgebildeter "Fachidiot" einem trägen, aber besser ausgebildeten Absolventen den Vortritt lassen?

In Deutschland hat man zeitweise sogar das Abitur verkürzt.

Ich kann dir Leute zeigen, denen hat das gar nicht geschadet. Die haben auch dieses kurze G8 herausragend abgeschlossen. Von solchen Leuten bräuchte es mehr...

An einem Elternabend brachte ich dann den provokanten Einwurf, dass ein übliches G9 durch die vielen Unterrichtsausfälle effektiv kaum mehr Schulzeit hat als ein durchgehend beschultes G8.

Das humanistische Bildungsideal bleibt auf der Strecke

Das war aber auch schon früher(tm) nicht die Aufgabe einer technischen Hochschule. Als ich am Studieren war, belegten ca. 95% meiner Kommilitonen aus freier Wahl "Wirtschaftskunde für Ingenieure" und ähnliche Fächer. Ich habe mit den restlichen 5% "Spanisch" gelernt und über "Computer und Ethik" diskutiert. Die alternativen Bildungsangebote waren also da, wurden aber zum Großteil nicht gewählt.

Bradward B. schrieb:

Sieht eher nicht nach einer Wissenschaftlichen Untersuchung aus.

Es ist laut Einleitung die persönliche Meinung eines Dozenten. Mit dem hätte ich hinterher beim Entenfüttern im Park noch prächtig diskutieren können.

: Bearbeitet durch Moderator
#8098627

Mein Einschätzung ist, dass alle Jobs, die sich mit der Datenverarbeitung und Aufbereitung beschäftigen, und dazu gehört Programmieren, früher oder später komplett durch KI ersetzt werden wird. Vor wenigen Wochen hatte ich Claude getestet. Die Firma, in der ich arbeite, hat in ein Programm für Funktionstests entwickelt über einen Zeitraum von gut 10 Jahren. Ich hab die Randbedingungen genommen und bin damit an Claude heran getreten und hab gesagt, mach mir dazu mal ein Programm. Innerhalb einer Woche hatte Claude das Funktionstestprogramm, mit einem Funktionsumfang größer und stabiler als das was in der Firma in 10 Jahren durch mehrere Entwickler gebaut wurde, fertig gestellt. Ich hab nicht eine Zeile Code dazu geschrieben, das einzige, dass ich gemacht hatte, war die Randbedingungen vorgeben und Bugs zu suchen sodass Claude die beheben konnte. Und wenn ich jetzt mal die letzten 5 Jahre betrachte und an die nächsten 10 Jahre denke...Ich wollte mal Fachinformatiker werden, aktuell bin ich schon irgendwie froh, diesen Weg nicht eingeschlagen zu haben. Ja, KI macht noch viele Fehler aber KI macht heute auch schon verdammt viel richtig und das wird die Berufslandschaft sicher verändern.

#8098646

Die Prozent-Angaben im Eröffnungsbeitrag halte ich für unrealistisch.

Ich code höchstens 20% meiner Zeit. Der Rest geht dafür drauf, die Anforderung zu verstehen, zu ergänzen, Code und Doku analysieren, testen, dokumentieren, diskutieren, Tools und Libraries upgraden, Fehler analysieren, den Betrieb supporten, usw. Nebenbei bemerkt entwickle ich nur äußerst selten neue Programme. Es geht fast immer um die Pflege/Weiterentwicklung von Projekten (in der Größenordnung 1-10 Mio lines of Code (generierten Code nicht mit gezählt)), die schon seit Jahren im Einsatz sind.

Ich kenne keinen Softwareentwickler, der praktisch nur programmiert. So genannte "Code-Affen" habe ich noch nirgendwo gesehen. Vielleicht gibt es solche Jobs irgendwo anders weit weg.

Da die Firma (wie viele andere auch) noch Wert auf den Schutz von Betriebsgeheimnissen legt und für KI Dienste nicht hundert-tausende Euro pro Jahr ausgeben kann, kommen die großen Frontier Modelle nicht in Frage. Wir haben eine eigene Maschine im Rechenzentrum, die hat ein Jahresgehalt gekostet. Sie ist nicht nur beim Coden hilfreich. Aber dennoch nicht so extrem toll, wie im Eröffnungsbeitrag vor gerechnet wurde. Selbst den Frontier Modellen traue ich nicht zu, so extrem viel Arbeitszeit einzusparen, wenn wir sie denn benutzen würden.

Wenn KI uns 10% (in Zukunft vielleicht 20%) der Entwickler ersparen kann, dann ist das schon gut. Alles darüber entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

: Bearbeitet durch User
#8098649

Moritz L. schrieb:

Ich code höchstens 20% meiner Zeit. Der Rest geht dafür drauf, die Anforderung zu verstehen, zu ergänzen, Code und Doku analysieren, testen, dokumentieren, diskutieren, Tools und Libraries upgraden, Fehler analysieren, den Betrieb supporten, usw.

Coden, Code und Doku analysieren, testen, dokumentieren, Tools und Libraries upgraden, Fehler analysieren kann die KI übernehmen und sind Dinge, die die KI besser und schneller machen kann als ein Mensch.

(Firma: LAPD) #8098650

Moritz L. schrieb:

Ich code höchstens 20% meiner Zeit.

Dann bist du kein Entwickler.

Der Rest geht dafür drauf, die Anforderung zu verstehen, zu ergänzen, Code und Doku analysieren, testen, dokumentieren, diskutieren, Tools und Libraries upgraden, Fehler analysieren, den Betrieb supporten, usw.

Also Mädchen für alles. Putzt du auch die Klos?

#8100327

Bradward B. schrieb:

Ja, eine KI ist auch nur eine "gereifte" "Eliza" ...

Eliza ist ein Satire-Programm, welches u.a. die Überschätzung der Computerprogramme kritisiert. Mittlerweile werden aber die KIs unterschätzt oder missgünstig herumtergemacht. Wichtig wäre eine gute Zusammenarbeit von richtig guten Ings, die KI schneller auf Vordermann zu bringen. Es gibt genug Angriffsflächen, die dann besser umgesetzt werden könnten.

OP #8100427

(prx) A. K. schrieb:

die Prinzipien des Liberalismus in Form von Demokratie und Marktwirtschaft endgültig und überall durchsetzen würden.

das war so falsch nicht - siehe Georgien. Die Russen mussten dort vor 20 Jahren einmarschieren, weil sie zu demokratisch wurden. Vom Baltikum ganz zu schweigen. Das wollte Schirinowski mit Atommüll zubomben, weil sie sich von Russland abgewandt haben.

Darum ging es in dem thread aber nicht.

Ich wollte eine Einschätzung wie es IN EUREM PERSÖNLICHEN UMFELD aussieht.

Wo wurde schon gespart und Entwickler entlassen oder auf Neueinstellungen verzichtet?

(Firma: Hobbytheoretiker) #8101308

Heute frueh war im Radio BR2 zu hoeren, dass die Musikbranche durch die KI einen Umsatzrueckgang von 27% ausgehe.

Wobei jetzt die KI zahlen soll, wenn diese von anderen Musikern lernt.

Wobei das doch auf eine Ungleichbehandlung von Menschen und KI hinauslaeuft. Wenn eine Kuenstlerin in der Anfangszeit von anderen Kuenstlerinnen die Songs lernt, nachspielt und aus dieser Basis heraus eigene Songs macht, muesste diese auch den anderen Kuenstlerinnen etwas zahlen.

#8101316

Wobei andererseits die Musi zunehmend von der KI kommt. Bei Deezer wird gepeilt, dass 50% der Uploads vollständig von KIs generiert werden. Manchmal mitsamt rein virtuellen Künstlern versehen. Sollten die Mäuse dann nicht zur Finanzierung der Datacenter beitragen?

: Bearbeitet durch User
#8102228

Frank D. schrieb:

Rolf schrieb:

Ohne Worte: Beitrag "KI-basierte Analyse der Forennutzer und Bewerber"

... und schon vom Foren-Hausmeister gesperrt. Warum? Wir werden es nie erfahren.

Wenn man sieht wieviele Beiträge von gestern/heute Nacht von Moderatoren gelöscht wurden: Wahrscheinlich ist die Diskussion mal wieder eskaliert weil sich der ein und andere nicht am Riemen reißen konnte.

#8102277

René H. schrieb:

Irgendwo habe ich gelesen, dass manche Firmen ihre "Kunden-KI" wieder abschaffen, da sie mehr Geld kostet als sie einbringt und nützt.

Das wäre doch mal was positives. Gibt nichts Ärgerliches, als keinen Ansprechpartner zu haben, der die nötigen Möglichkeiten hätte, ein Problem auch zu lösen. Da fühlt man sich dann auch als Kunde nicht ernstgenommen.

Für den Betreiber haben solche Systeme ausserdem noch weitere Nachteile, neben den Betriebskosten:

  • Was der Chatbot sagt, gilt also von Dir veröffentlicht. Verbreitet der Bot Falschinformationen, oder sagt was Rassistisches, oder gar was Illegales, bist du verantwortlich.
  • Wenn dein Bot was falsches sagt im Bezug auf ein Angebot, Preise, Rabatte, Versicherungen, Schadensfälle, etc. dann kann man oft nicht einfach sagen "Pech gehabt, war eine Halluzination / Fehlfunktion des Bots", da können reale Ansprüche entstehen.

So ein Bot stellt also auch ein Haftungsrisiko dar.

Ob es den Dienstleistern nun bei der Abschaffung der Kunden-KI Chatbots um besseren Kundenservice, Geld Sparen, oder Risikominimierung geht, keine Ahnung. Ist am Ende aber auch egal, Hauptsache der quatsch findet ein Ende.

#8102328

Ich empfehle zwei Bücher zum Thema:

  1. "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" von Yuval Harari

  2. "2035: Die Zukunft beginnt heute" von Sven Gabor Janszky

Interessant ist dazu ferner noch "NEXUS" von Yuval Harari

Persönliche Seite #8102400

Daniel A. schrieb:

Was der Chatbot sagt, gilt also von Dir veröffentlicht.

Das sollte man mal auf FB anwenden. Dort posten auch die BOTs allenmöglichen Müll - nebst den Hetzern und FB redet sich drauf raus, dass sie nur die Plattfromn sind.

Faktisch ist aber FB eine Zeitung, welche Leserbriefe ungefiltert veröffentlicht, für die die presserechtliche Verantwortung gelten müsste. Leider schaffen es unsere Politiker nicht, das umzusetzen. So geht die eigentliche Presse kaputt und die fake-Presse übernimmt den Informationsmarkt.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8102484

Norbert schrieb:

Und die Reichweite von Flugblättern und FB ist ja durchaus vergleichbar.

Nicht die Reichweite geht über die Kontinentsgrenzen hinweg, weil Fidel Castros Flugblätter wanderten bis nach Europa und wurden auch auf Demos spazieren getragen sondern das gibt es sogar heute noch. D.h. die zeitliche Reichweite von Flugblättern ist viel größer als die von FB.

#8102499

Ich find das mit der KI erst mal gut, hab gerade meinen Job gewechselt, von Analog Richtung Programmieren, ich brauche keine allzu große Anleitung von Kollegen, es erklärt mir einfach das ein oder andere und deckt hin und wieder Unsinn auf. Man darf sich aber nicht 100% drauf verlassen das alles in Ordnung ist was er/sie/es einem also Lösung gibt, eher zu 50%. Die einzigen Branchen die aktuell wirklich massiv leiden werden sind Werbung, Foto, Musik, und die "Modelbranche". Hat schon jemand Sonos probiert?

: Bearbeitet durch User
#8102503

Man darf sich aber nicht 100% drauf verlassen das alles in Ordnung ist was er/sie/es einem also Lösung gibt, eher zu 50%.

Dem Stimme ich soweit zu, allerdings sehe ich die Erfolgsrate eher so bei 80, vielleicht sogar 90%. Wobei ich denke das es an der Fragestellung liegen wird.

Ich teile mein Projekt vorher in einzelne Klassen auf, strukturiere also selber und frage dann nach eine Loesung fuer diese Teilprobleme welche ich nach und nach verfeiner. Das hat bisher super Ergebnisse geliefert und man selbst bleibt auch mit dem Kopf in dem Projekt, erkennt also Fehler gut.

Vanye

#8102513

Vanye R. schrieb:

Dem Stimme ich soweit zu, allerdings sehe ich die Erfolgsrate eher so bei 80, vielleicht sogar 90%. Wobei ich denke das es an der Fragestellung liegen wird.

Es liegt auf jeden Fall an der Fragestellung. Ein simples Beispiel dazu:

Schlechter Promt:

"KI, erstelle mir ein Programm für einen Mikrocontroller, sodass meine LED blinkt."

Besser:

"KI, erstelle mir ein Programm für einen Mikrocontroller, sodass meine LED 1s an und 0.35s aus ist."

Noch besser (sicher nicht optimal):

"KI, ich hab hier einen ATtiny25 den ich mit dem internen Taktgeber auf nominal 1 MHz laufen lassen will. Erstelle mir hierzu bitte ein Programm in C sodass eine an PB2 angeschlossene LED 1s an ist und 0.35s aus ist. Wie können wir das am Energieeffizientesten lösen?"

Das wären 3 Fragen an eine KI die mit Sicherheit zu drei unterschiedlichen Lösungen führen.

(Firma: Starfleet) #8102659

Industrieroboter & Co. wurden von Ingenieuren erfunden.

Nee, "Roboter" wurde von einem tschechischen Schriftsteller erfunden

SCNR

Und diese Erfindungen ersetzen nun auch Ingenieurs-Plätze.

Nur den langweiligen Part der erstellung von Konstruktionsunterlagen ersetzen die, realisieren muss man das noch der Ingenieur selber:

(Firma: ACME) #8111096

René H. schrieb:

Alle die vernünftig arbeiten wollen oder müssen.

Meinst du Windows, das Betriebssystem, das dir mitten im ungespeicherten 50-Seiten-Bericht ein "Updates werden verarbeitet – Schalten Sie den Computer nicht aus" reinprügelt, als wäre es eine Naturkatastrophe?

Du willst eine IP-Adresse ändern? Erst durch die fancy blaue Windows-11-App klicken, nur um am Ende doch wieder im grauen Fenster von Windows 98 zu landen. Seit 2012 ist das so. GEIL!

Du kaufst eine Pro-Lizenz für hunderte Euro und kriegst ab Werk Candy Crush, TikTok und Solitaire-Abos in die Visage gedrückt.

Windows 11 hat es geschafft, Taskleisten-Funktionen zu streichen, die seit Windows 95 einwandfrei funktionierten – nur um alles rundzulutschen und in die Mitte zu schieben, weil man aus Versehen dachte, man baut ein iPad.

Windows 11 sagt deinem perfekt funktionierenden 4 Jahre alten Prozessor schlicht: "Du bist zu alt, kauf gefälligst neu wegen TPM 2.0." Nachhaltigkeit auf Microsoft-Art.

"Wir starten Ihren PC in 5 Minuten neu." Nein heißt Nein? Nicht für Windows. Windows rebootet, wann Windows will.

"Bist du SICHER, dass du Chrome/Firefox herunterladen willst? Edge ist doch 400% schneller und hat KI!". Dabei weiss doch jeder, der einzige Zweck von Edge ist es, einmalig einen anderen Browser herunterzuladen.

Windows telefoniert nach Hause wie ein nachversetzter Geheimdienst. Datenschutz-Einstellungen durchklicken gleicht einer mehrstündigen Juravorlesung. "Wir machen jetzt einfach alle paar Sekunden Screenshots von allem, was du tust, und nennen es Feature!". Jeder Tippfehler und jeder Dateiname, den du im Startmenü eingibst, wird als Web-Suchanfrage an Microsoft-Server übertragen. Wer empfindliche Projektnamen eingibt, sendet sie unwissentlich auf Reise.

Jo, das ist für die "professionelle Arbeit" unerlässlich! Die Konkurrenz muss laufend informiert werden!

Merkt ihr eigentlich noch irgendwas oder seid ihr von Microsoft schon so lobotomiert dass euch das egal ist?

#8111099

Speedy G. schrieb:

Meinst du Windows, das Betriebssystem, das dir mitten im ungespeicherten 50-Seiten-Bericht ein "Updates werden verarbeitet – Schalten Sie den Computer nicht aus" reinprügelt, als wäre es eine Naturkatastrophe?

"Wir starten Ihren PC in 5 Minuten neu." Nein heißt Nein? Nicht für Windows. Windows rebootet, wann Windows will.

Ich glaube, das macht nur die Home Edition. Die ist nicht zum Arbeiten vorgesehen.

: Bearbeitet durch User
#8111103

Ich stimme dir zu 99% zu, aber dies hier...

"Wir starten Ihren PC in 5 Minuten neu." Nein heißt Nein? Nicht für Windows. Windows rebootet, wann Windows will.

...ist IMHO ein Fehler deiner IT-Abteilung. Erzaehl mal allen wichtigen Leuten wieviel Projektverzug sowas verursachen kann weil der Rechner vor dem abspeichern einfach neu bootet. Danach bessert sich das. :)

Vanye

#8111109

Speedy G. schrieb:

das dir mitten im ungespeicherten 50-Seiten-Bericht ein "Updates werden verarbeitet – Schalten Sie den Computer nicht aus" reinprügelt

Erstens gibt es eine Auto-Speichern-Funktion. Zweitens kann man Windows-Professional nutzen, und hat dann die Möglichkeit, mit dem GPE zu arbeiten. Drittens kann man Updates auch zurückstellen, z.B. in die Nachtzeit oder zum Mittagessen.

Speedy G. schrieb:

Windows telefoniert nach Hause wie ein nachversetzter Geheimdienst. Datenschutz-Einstellungen durchklicken gleicht einer mehrstündigen Juravorlesung. "Wir machen jetzt einfach alle paar Sekunden Screenshots von allem, was du tust, und nennen es Feature!". Jeder Tippfehler und jeder Dateiname, den du im Startmenü eingibst, wird als Web-Suchanfrage an Microsoft-Server übertragen. Wer empfindliche Projektnamen eingibt, sendet sie unwissentlich auf Reise.

Vielleicht bei Dir. Bei mir nicht.

: Bearbeitet durch User
#8111116

Speedy G. schrieb:

Du kaufst eine Pro-Lizenz für hunderte Euro und kriegst ab Werk Candy Crush, TikTok und Solitaire-Abos in die Visage gedrückt.

Mein Asus-Notebook (Zenbook Duo) hatte das nicht. Da war nur Windows Professional drauf, und Microsoft 365 (Das musste ich allerdings deinstallieren, damit meine eigene Lizenz nutzen kann). Sonst war nichts dabei/vorinstalliert. Auch kein Zwangs-Abonnement

: Bearbeitet durch User
Persönliche Seite #8111226

Speedy G. schrieb:

Windows 11 sagt deinem perfekt funktionierenden 4 Jahre alten Prozessor schlicht: "Du bist zu alt, kauf gefälligst neu wegen TPM 2.0." Nachhaltigkeit auf Microsoft-Art.

und für meine Power-Workstation gibt es gerade eben so kein TPM2.0. Erst 1 Jahr nach dem Kauf wurde das board mit einem TPM2.0 ausgeliefert.

Das Ding wird nun zur Linux-Maschine!

#8111247

Speedy G. schrieb:

"Wir starten Ihren PC in 5 Minuten neu." Nein heißt Nein? Nicht für Windows. Windows rebootet, wann Windows will.

In grösseren Unternehmen werden grössere Updates sehr wohl geplant, und Tage zuvor angekündigt. Ansonsten wird zwar auch untertags installiert, aber nicht unterbrechend. Erst mit dem Shutdown am Feierabend führt Windows die abschliessenden Aktivitäten dazu durch, und beim Start Tags darauf. Nicht einfach so unterbrechend zwischendrin.

Man sollte von Windows in Home-Installationen nicht auf die Möglichkeiten in Enterprise-Umgebungen schliessen. Nebeneffekt ist natürlich etwas Aufwand in der IT, um so etwas kontrolliert durchzuführen. Da stecken Arbeitsplätze eigens dafür dahinter.

: Bearbeitet durch User
#8111254

René H. schrieb:

Die IT tut gut daran, Updates nicht ungeprüft auf die Anwender loszulassen.

Natürlich. Updates werden nicht einfach mal so auf die Anwender losgelassen. Da kann beispielsweise eine überschaubare Testgruppe dabei sein. Der Zeitpunkt von Updates wird nicht von der Verfügbarkeit in Microsofts Cloud kontrolliert.

: Bearbeitet durch User
(Firma: Keine) #8111257

(prx) A. K. schrieb:

René H. schrieb:

Die IT tut gut daran, Updates nicht ungeprüft auf die Anwender loszulassen.

Natürlich. Updates werden nicht einfach mal so auf die Anwender losgelassen.

Dieses Argument kann ja prinzipiell immer bringen. Was lässt man auf den Anwender ungeprüft los und wo muss ein Fachmann drüberschauen? Da wären wir beim Thema Regulierung. Wo wird die KI für den Menschen/Unternehmen zur Gefahr?

: Bearbeitet durch User
#8111266

Manches wiederum erinnert an menschliches Verhalten. Irgendwo läuft gerade ein Gerichtsverfahren, weil eine KI tödliche medizinische Ratschläge gab. Das ist aber nicht unähnlich Fällen, in denen ein Guru, eine Religion oder Weltanschauung tödliche Regeln aufstellt.

: Bearbeitet durch User
#8111478

Es ist wirklich spannend, weil man dadurch anfängt, einiges viel besser zu verstehen:

Wenn man nach einem tiefen Schlaf aufwacht, ist der Kontext (das Ego?) stellenweise noch völlig leer. Erst wenn wir anfangen zu grübeln, kommt immer mehr Kontext hinein. Ab diesem Moment durchläuft jeder Eindruck, jedes Gespräch und jedes gelesene Wort (unsere Eingabe) einen Prozess, und der „Prompt“ bekommt eine Antwort, die bereits voreingenommen ist – gefärbt durch unsere Filter und unsere subjektive Brille.

Wenn man da nicht aufpasst, fängt man tatsächlich an zu halluzinieren – zumindest im kleinsten Grad. In diesem Sinne bedeutet Halluzination unsere menschliche Fähigkeit und Tendenz, Wissenslücken unbewusst mit eigenen Annahmen zu füllen.

Wenn ich jemandem zum Beispiel nur diese zwei Wörter sage: „Auto“ + „Platt“, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass die Person sofort die Vorstellung einer Autopanne oder eines platten Reifens im Kopf hat. Dabei könnte es alles Mögliche sein – zum Beispiel ein Fahrer, der Plattdeutsch spricht, oder ein aerodynamisch flaches Auto.

Ein weiteres Beispiel ist der riesige Einfluss der Medien: Wenn jeden Tag darüber berichtet wird, dass Herr Chang, der Chinese, Autoreifen klaut, wird unser Gehirn irgendwann voreingenommen. Die Assoziation brennt sich ein – und schon geht es los mit den Vorurteilen.

: Bearbeitet durch User
#8111958

Richard schrieb:

Wenn ich jemandem zum Beispiel nur diese zwei Wörter sage: „Auto“ + „Platt“, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass die Person sofort die Vorstellung einer Autopanne oder eines platten Reifens im Kopf hat. Dabei könnte es alles Mögliche sein – zum Beispiel ein Fahrer, der Plattdeutsch spricht, oder ein aerodynamisch flaches Auto. Ein weiteres Beispiel ist der riesige Einfluss der Medien: Wenn jeden Tag darüber berichtet wird, dass Herr Chang, der Chinese, Autoreifen klaut, wird unser Gehirn irgendwann voreingenommen. Die Assoziation brennt sich ein – und schon geht es los mit den Vorurteilen.

Vorurteile sind grundsätzlich völlig aus der Luft gegriffen. Ja, das hast du wirklich sehr gut erkannt.

#8112332

Seit man sich ein Windows ohne Microsoft herunterladen kann ... Fleissige Leute lassen sich irgendwelche aufwendige software wie Photoshop, Acrobat, Windows von AI aus dem Nichts nach ihren eigenen Spezifikationen erzeugen und laden sie dann auf Github hoch.

Wenn das Geschaeftsmodell einer Firma die Kunden mit Nepp-Software auszunehmen war, scheinen diese Modelle auszulaufen.

#8112340

Tom schrieb:

Vorurteile sind grundsätzlich völlig aus der Luft gegriffen. Ja, das hast du wirklich sehr gut erkannt.

Das Vorurteil, dass Raubkatzen für Menschen völlig ungefährlich sind ist auch aus der Luft gegriffen.
Der Vorurteils-Spruch "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht" stammt von einem Pilzesammler (leider verstorben).
Im Mai gibts dann wieder die Maiglöckchensammler im Englischen Garten in München. Die wissen genau, dass das Bärlauch ist. Die brauchen nicht mal dran zu riechen.

#8113118

Nick schrieb:

Tom schrieb:

Vorurteile sind grundsätzlich völlig aus der Luft gegriffen. Ja, das hast du wirklich sehr gut erkannt.

Das Vorurteil, dass Raubkatzen für Menschen völlig ungefährlich sind ist auch aus der Luft gegriffen. Der Vorurteils-Spruch "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht" stammt von einem Pilzesammler (leider verstorben). Im Mai gibts dann wieder die Maiglöckchensammler im Englischen Garten in München. Die wissen genau, dass das Bärlauch ist. Die brauchen nicht mal dran zu riechen.

Genau so sieht es aus. Weitere Beispiele: Das Vorurteil, dass Menschen immer wieder mal von Haien gefressen oder angebissen werden ist völlig aus der Luft gegriffen. Die Videos die im Internet kursieren sind KI generiert. Ja, auch die von vor 10 Jahren und mehr. Die hat nämlich ein Zeitreisender damals auf Youtube gepostet. Das weiß nun wirklich jedes Kind...

: Bearbeitet durch User
#8113273

Frank D. schrieb:

Dieter D. schrieb:

Danke, denn die Haie hatte ich glatt in meiner Ergänzung vergessen.

Um zurück zum Thema zu kommen: Fachkräftemangel verschärft sich immer mehr: Hungrige Haie fressen Arbeitnehmer weg!

Je nach Beruf ist das ja durchaus von Vorteil, reduziert den Headcount und durch die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ein Beitrag zum Umweltschutz.

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