Wie hoch war die Überspannung im Niederspannungsnetz? Wie lange stand sie an? Waren alle drei Phasen betroffen?
Es hiess dass es Häuser gab, in denen
z.B. alle Steckdosen Schmauchspuren hatten.
Das deutet auf alle Phasen hin.
Die Fehlerursache soll übrigens ca 10Km
von meinem Wohnort entfernt gewesen sein.
Eine HV Leitung soll auf Mittelspannung gefallen sein.
Ich war zum Glück nicht betroffen.
Das Ging vom Fehlerort her alles weiter in Richtung Norden,
Ich wohne südlich davon.
Wie hoch war die Überspannung im Niederspannungsnetz?
Da wirst du die Betreiber der Ortsnetze befragen müssen, das sind schon einige.
Eine HV Leitung soll auf Mittelspannung gefallen sein.
Im Artikel stand gerissene 110kV Leitung. Die (eigentlich erdfrei betriebene?) Mittelspannung hat 30kV L-L und 20 kV gegen Erde.
Spekulation: der Anstieg von 20 auf 110kV hat an den Ortsnetztrafos zur Niederspannung übergeschlagen.
Früher gab es außen an Trafohäuschen Überspannungsableiter gegen Blitzschlag. Sollten die bei sowas nicht durchzünden, oder gibt es die seit der Erdverkabelung der Ortsnetztrafos nicht mehr?
oder gibt es die seit der Erdverkabelung der Ortsnetztrafos nicht mehr?
Gelegentlich gibt es noch Grobfunkenstrecken an der OS-Seite der Trafos, im Allgemeinen ist da bei reinen Kabelnetzen aber nix.
Allerdings sind bei allen Übergängen von Freileitung auf Kabel Ableiter verbaut.
Eine HV Leitung soll auf Mittelspannung gefallen sein.
Oh, das ist durchaus eine interessante Möglichkeit. Hast Du dazu irgendeine Quelle? Ich kann leider nichts dazu finden.
Allerdings sind bei allen Übergängen von Freileitung auf Kabel Ableiter verbaut.
Wenn das mehr wie eine Hörnerfunkenstrecke ist, hat dann jemand einen Link auf das Datenblatt? Mich interessiert wie der aufgebaut ist.
Jörg K. schrieb:
Allerdings sind bei allen Übergängen von Freileitung auf Kabel Ableiter verbaut.
Wenn das mehr wie eine Hörnerfunkenstrecke ist, hat dann jemand einen Link auf das Datenblatt? Mich interessiert wie der aufgebaut ist.
So sehen die Varistordinger nach einer Überspannung aus.
Das Bild stammt vom 110kV auf 1,5kV Ereignis bei Tennet in NL, 2022.
Danke. Also ist eine MOV Säule drin. Bei Überlastung sollte die eigentlich niederohmig werden. Daher wundert mich, dass die in die Mittelspannung eingekoppelten 110kV solche Zerstörung im Niederspannungsnetz verursachtem konnte.
Gibt es schon eine Analyse der Versorger?
Wie hoch war die Überspannung im Niederspannungsnetz?
Da wirst du die Betreiber der Ortsnetze befragen müssen, das sind schon einige.
Ist das nicht alles Schleswig-Holstein Netz?
Gibt es schon eine Analyse der Versorger?
H. H. schrieb:
Da wirst du die Betreiber der Ortsnetze befragen müssen, das sind schon einige.
Ist das nicht alles Schleswig-Holstein Netz?
Informiere dich wer SH-Netz ist, bzw wem die gehören.
Reinhard S. schrieb:
H. H. schrieb:
Da wirst du die Betreiber der Ortsnetze befragen müssen, das sind schon einige.
Ist das nicht alles Schleswig-Holstein Netz?
Informiere dich wer SH-Netz ist, bzw wem die gehören.
Das die zur Mehrheit zu e.on gehören und Kommunen beteilgt sind ist bei der Angelegenheit doch eher egal.
Du klangst so, als ob es in der Gegend mehrere Netzbetreiber gibt, ich find da nur die SH-Netz.
Du klangst so, als ob es in der Gegend mehrere Netzbetreiber gibt, ich find da nur die SH-Netz.
Die einzelnen Stadtwerke!
Die Schadensregulierung wird noch interessanter. Meine alte Hausrat zahlte z.B. nur 10% der gesamten Versicherungssumme bei Überspannung.
Bei einer 100 kV-Leitung mit 400A hätte ich gern Überspannungsableiter im betroffenen Trafohäuschen gesehen, die dann wahrscheinlich verdampft sind. Das obige Bild von der Bahn sieht ja noch gut aus.
Hab mir das nun nicht alles angehört -gelesen, nur überflogen, aber das liest sich schon interessant:
" Auslöser der Kettenreaktion war demnach eine falsche Verbindungsklemme im Hochspannungsnetz. Diese hatte laut technischem Vorstand von HanseWerk, Benjamin Merkt, nicht zum Leitungsdurchmesser gepasst."
Klingt erstmal irgendwie komisch - aber bei Hochspannung ist ja eh alles anders...
"Überspannung auch in den Steckdosen der Bürger" Die Schutzsysteme hätten daraufhin ausgelöst und diesen Teil des Netzes isoliert, erklärt Merkt: "Dummerweise hat dieses Netz dann so eine ungünstige Form angenommen, dass es zu dieser Überspannung geführt hat."
Die Schadensregulierung wird noch interessanter.
"40.000 Haushalte waren von dem Blackout betroffen. Zurückgeblieben sind Schäden in Millionenhöhe. ... .Darüber, wer haftet, diskutierte im Umwelt- und Agrarausschuss allerdings niemand. Verantwortlich ist SH Netz - über sie läuft auch die Schadensregulierung."
"...3500 Meldungen...die Schäden beträfen vor allem Privatkunden. Mehr als die Hälfte dieser Fälle beinhalten Schäden von mehr als 5.500 Euro."
