Hallo zusammen, ich möchte einen alten 14-Zoll-(Farb)röhrenfernseher Marke Kracher wieder in Betrieb nehmen. Das Gerät stand schon länger im Keller und ist entsprechend staubig. Bevor ich den Fernseher direkt an Strom angeschlossen habe, wollte ich zunächst vorsichtige Prüfungen machen. Ich habe eine Prüflampe verwendet. Dabei zeigte sich: Die Prüflampe leuchtet recht hell, die rote LED am Fernseher leuchtet ebenfalls, und beim Betätigen der Einschalttaste ändert sich die Helligkeit der Prüflampe etwas. Auf der Platine habe ich einen sichtbar verbrannten Widerstand entdeckt ( (neben Zeilentrafo) (im genau markiere), direkt daneben einen auffällig gewölbten Kondensator. Ich möchte diesmal bewusst Schritt für Schritt vorgehen, statt das Gerät vorschnell ans Stromnetz zu hängen, wie bei früheren Reparaturen. Meine Frage: Wie würdet ihr vorgehen? Welche Prüfungen sollte ich zuerst machen, bevor ich über einen erneuten Anschluss an Strom nachdenke? Ich würde gern erst alle sichtbaren Schäden checken, aber nicht einfach nur Widerstand und Kondensator tauschen, ohne die Ursache zu verstehen. Ich habe folgende Geräte zur Verfügung: analoges Oszilloskop, LCR-Meter, analoges und digitales Multimeter, Heißluft-Lötstation, normale Lötstation und ein paar Ersatzteile aus anderen Geräten. Können wir das Schritt für Schritt durchgehen, am besten mit der Sichtprüfung und zuerst einfachen Messungen? Ich hänge Bilder der Platine und der auffälligen Bauteile an. Vielen Dank im Voraus!
Mehrere Elkos sind aufgebläht!
Moin,
Naja, also den dickbackigen Elko wuerd ich einfach mal so tauschen, ohne gross zu messen oder sowas. Bei dem Widerstand erstmal gucken, ob du von dem den Originalwert rausfinden kannst. Der sieht ja fuer mich nicht so arg selbstverbrutzelt aus, sondern der hat eher "Fremdschmodder" abgekriegt und koennte schon noch OK sein.
Ansonsten das Dingens halt mal ans Netz haengen. Klar, mit einer >=100W Gluehlampe in Reihe koennte nicht schaden, aber wenn's Schaltnetzteil ueber die Wupper geht, wird die auch nicht viel helfen. Und in dem Bereich sieht die Platine ja auch schon schoen knusprig gebacken aus.
Wenn er angeht, gleich mal lauschen, ob man die Hochspannung hoeren/sehen kann (Knistern, Staubteilichen am Anodenanschluss, wo sich das Fell straeubt...)
Gruss
WK
irgenwelche Halbleiter (mit 3 oder mehr Beinen) für alte Röhrenfernseher hab ich noch in meiner Bauteile-Ramschkiste. Falls du also Bedarf hast, melde dich einfach hier im Forum.
Der Trafo/die Drossel ET2868 (Bild IMG_20261108_153536.jpg) sieht auch angebraten aus. Im Falle eines Defekts dürfte der Ersatz schwierig sein.
Marke Kracher
Ich soll dir schöne Grüße von Herrn S. Freud bestellen. ;-)
Lass dich nicht aufhalten und stets geräuschlose und erfolgreiche Reparaturen!
Wenn der TV jahrelang im feuchten Keller gestanden hat, dann solltest Du den erst mal 1-2 Monate im trocken Zimmer akklimatisieren lassen. Sonst kann Dir beim ersten einschalten der Zeilentrafo durch Restfeuchte kaputtgehen.
Können wir das Schritt für Schritt durchgehen, am besten mit der Sichtprüfung und zuerst einfachen Messungen?
Ein Röhrenmonitor oder Röhren TV ist kein Spielzeug. Da sollte man schon genau wissen was man tut. Da sich das hier in deinem Thread leider nicht so raus lesen lässt. Würde ich mal davon abraten, hier eine Schritt für Schritt Anleitung zur Rep. zu machen. Ist nicht böse gemeint, aber das ist schon etwas..... .
Gruß bastler2022
Wolfgang R. schrieb:
Mehrere Elkos sind aufgebläht!
Welche? Ich sehe nur einen..?
Richtig sichtbar aufgebläht ist tatsächlich nur der eine - den neben dem braunen Widerstand würde ich aber auch präventiv tauschen - der hat womöglich hohe Temperaturen abbekommen.
Der Trafo/die Drossel ET2868 (Bild IMG_20261108_153536.jpg) sieht auch angebraten aus. Im Falle eines Defekts dürfte der Ersatz schwierig sein.
Beim oberflächlichen Test funktioniert.Wie gesagt erst etwas Raten und Infos zu sammeln dann fange ich an! Danke euch für nette Antworten!!
Bei so einem alten Chassis würde ich präventiv auch alle Lötstellen des Zeilentrafos nachlöten. Da gibt es gerne kalte Lötstellen.
Präventiv würde ich den Zeilentrafo genauer ansehen und riechen. Falls der krank sein sollte wird kaum Ersatz zu finden sein. Ein Analog-Tuner ist heute auch so ein fragwürdiges Teil, wenn keiner mehr analog sendet.
Ein Analog-Tuner ist heute auch so ein fragwürdiges Teil, wenn keiner mehr analog sendet.
Muss man eben selbst analog senden.
Muss man eben selbst analog senden.
Oder einfach den Tuner ignorieren und den sogar an der Gerätevorderseite untergebrachten Composite-Video-Eingang nutzen. Dann ist das Bild immerhin etwas weniger beschissen, als wenn es auch noch durch einen Tuner durchgenudelt wird.
Mir ist zwar vollkommen unverständlich, wieso man etwas so hundsmiserables wie einen Röhrenfarbfernseher überhaupt betreiben möchte, aber bitte, wenn's schee macht ... Manch einer steht ja auf Masochismus.
Und manch einer will daran alte Computer/Spielkonsolen betreiben, und das "tolle" alte Feeling nachempfinden können.
Ein besseres Erlebnis hätte man, wenn man die komplette PAL-Bilddecodiererei und alles davor rauswerfen würde (also Tuner, ZF, PAL-Decoder etc.), und dem Gerät einen echten RGB-Eingang spendierte. Dann müsste die Videobandbreite nicht auf unerträglich ca. 4 MHz kastriert werden, was die Horizontalauflösung und damit die Bildqualität deutlich erhöhen würde.
die Bildqualität deutlich erhöhen würde.
Das geht ganz einfach: Kurz vor dem Einschalten durch einen Studiomonitor ersetzen.














