Immer wieder aufs neue
Heute ist Fachkräftemangeltag !
" Die Wirtschaft boomt – die Firmen schlagen Alarm
Mitten im Boom gehen den Unternehmen die Fachkräfte aus. 70 Prozent
haben laut DIHK Probleme bei der Besetzung von Stellen. "
> http://www.welt.de/wirtschaft/article9170058/Die-Wirtschaft-boomt-die-Firmen-schlagen-Alarm.html
Die Kommentare sagen eigentlich alles
In den anderen Medie gibt es komischerweise ähnliche Meldungen , liegt
es nur an der Pressekonferenz ??
Wenn ich schon die ausgelaugte Laienmutter in der Mitte dieses
Lügenkonsortiums mit ihrer teuren Chipkarte für HIV-Empfänger sehe, wird
mir speiübel.
Wahrscheinlich gibt es bald Fachkräftemangel, wenn mit Steuergelder die
Chipkarten und Lesegeräte beschafft werden müssen. Genau das gleiche
Spiel beim neuen Personalausweis und dem Nacktscanner. Die Industrie
schanzt sich durch Lobbyarbeit Steuergelder zu für absolut sinnlose und
sehr teure Projekte.
Ich kann allen Ernstes keinen derartigen Mangel erkennen und auch sonst
kein Ingenieur weit und breit kann das. Solche Meldungen nehme ich
inzwischen genauso ernst, wie andere Sommerlochmeldungen :-)
Wenn eine Firma ein wirkliches Problem hat, jetzt - kurz nach der Krise
- jemanden einzustellen, dann braucht sie offenbar einen Spezialisten,
den es noch vor Kurzem - mämlich IN! der Krise - noch am ehesten gegeben
hätte. Da wurde aver keiner eingestellt. Den Firmen fehlt es also an
Vorausschau und dieses Problem läßt sich nur intern lösen, nicht aber
durch Gejammer in der Presse.
Meine Einschätzung ist die, dass es nur ganz bestimmte Firmen sind, die
angeblich zu wenige Leute haben und das sind die, nicht genug bezahlen
können, weil sie mit ihren Angeboten andere im Markt unterbieten wollen.
Dazu zählen z.B. viele Auftragsentwickler und auch die zahlreichen
Ingenieurdienstleister, von denen es einfach viel zu viele gibt und die
immer jemanden einstellen könnten, wenn er denn nur billig genug ist,
denn dann könnte man sofort anderen die Aufträge abjagen.
Und gerade die Zeitarbeitsfirmen sind es, die die Stellenangebote
künstlich in die Höhe treiben und quasi einen nahezu "unendlichen"
Bedarf an Leuten haben. Zählt man hingegen die Angebote in Grossfirmen
und bei Endkunden, sieht die Sache schon anders aus. Der Bedarf, der
jetzt angeblich herrscht, wird nicht einmal reichen, um die vielen in
der Krise arbeitslos gewordenen Ingenieure wieder in den Job zu bringen.
Gesucht werden fast nur billige Leute - das kann man leicht überprüfen,
wenn man ein Profil bei Monster und sonstigen einschlägigen Börsen hat.
Ich habe übrigens gerade 675 Stellen bei mir offen für Lötspezialisten:
Die können für mich Kabelbäume löten zu 3,30 die Stunde. Ich habe mir
ausgerechnet, daß ich dann - inklusive der Sozialabgaben - so billig am
Markt anbieten kann, daß ich den gesamten Markt für Kabelbaumfertigung
in Deutschland abdecken kann.
Wenn ich mit Leuten aus der Industrie spreche, gibt es dort tatsächlich
einen Fachkräftemangel.
Und zwar an (jungen, also Ende 20 Anfang 30) Fachkräften mit 5-10 Jahren
Berufserfahrung.
Die scheinen tatsächlich Magelware zu sein.
Die Aussage, die ich öfter höre ist folgende:
Die Einstellung von Berufseinsteigern ist oft nicht zielführend, weil
sie nach einer Einarbeitung nach 3 Jahren wieder weg sind.
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article9170093/Konjunkturboom-verschaerft-Fachkraeftemangel.html
Hier auch, DIHK kommt mit irgendwelchen gefakten
Fachkräftemangelstatistiken und Politik schreit nach Zuwanderern.
(Industrie und Politik stecken halt unter einer Decke). Die Medien
schreien es ungefiltert weiter, ohne die Hintergründe zu recherchieren.
Inzwischen glaubt aber kaum noch ein Bürger an diesen Schwachsinn, ich
kenne jedenfalls keinen.
Lächerlich machen sich unsere Volksvertreter, die gehören abgewählt
wegen Realitätsverlust.
LG!
@J. S. (engineer)
>Die können für mich Kabelbäume löten...
Eh,ja schon klar, von Crimptechnik noch nie was gehört?
Kabel anlösten ist schon mehr als 25 Jahre out.
Kein Wunder das dein Kalkulation Murks ist.
@Wolfgang Bengfort
>Die Einstellung von Berufseinsteigern ist oft nicht zielführend, weil>sie nach einer Einarbeitung nach 3 Jahren wieder weg sind.
Ja, ja, es sind immer andere schuld nur nicht die Betriebe.
Wenn das alles stimmen würde, wo sind dann die Offerten?
Vermutlich in den Betrieben gut versteckt.
@Neuorientierer
>...wird mir mir speiübel.
Nicht nur dir, vor allem wenn man auf dem Arbeitsmarkt sucht.
Wolfgang Bengfort schrieb:> Wenn ich mit Leuten aus der Industrie spreche, gibt es dort tatsächlich> einen Fachkräftemangel.> Und zwar an (jungen, also Ende 20 Anfang 30) Fachkräften mit 5-10 Jahren> Berufserfahrung.> Die scheinen tatsächlich Magelware zu sein.>> Die Aussage, die ich öfter höre ist folgende:> Die Einstellung von Berufseinsteigern ist oft nicht zielführend, weil> sie nach einer Einarbeitung nach 3 Jahren wieder weg sind.
Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz. Wenn jede Firma
Ingenieure mit ein paar Jahren Berufserfahrung will, aber keine
Berufseinsteiger haben will, woher sollen dann diese Leute mit Erfahrung
kommen?
70% aller (befragten) Unternehmen leiden unter Fachkräftemangel?
Mensch Leute, dann stellt doch einfach welche ein!
Wenn ihr nicht Mr. Perfect sucht, gibt es genug Auswahl.
Peter schrieb:> Wenn ihr nicht Mr. Perfect sucht, gibt es genug Auswahl.
Da liegt wahrscheinlich das Problem.
Für 40K im Jahr möchte man ausgebildete Leute, die man direkt einsetzen
kann.
40.000 Euro ist viel Geld.
@Peter:
das ist aber das Problem, genau, wie Wolfgang oben weiter auch schon
sagte. Die suchen alles bis Ende 20, aber mindestens 5 Jahre
Berufserfahrung (rein rechnerisch zwar machbar, aber schwierig) und dann
sollten die Noten und das alles auch noch tippitoppi sein.
Die gleiche s*****e hab ich wärend meiner Bewerbungen erlebt. Die Firmen
wollen gute Leute, aber sie wollen sie nicht bezahlen. Und die suchen
auch keine Leute, denn wenn sie suchen würden, dann würden sie GANZ
SICHER auch welche finden. So lange, wie ich gesucht habe (und viele
viele andere Ingenieure auch) hätte man sich ja mal über den Weg laufen
müssen... "Ach, sie suchen mich? Tada!"
Die Fachkräfte fehlen vielleicht, ok, aber sie werden nicht gesucht.
Richtig, das Problem ist, man sucht die Plug&Play Fachkraft.
Möglichst preiswert natürlich.
Aber das wird so nie öffentlich gesagt, zumindest von keinem
Personalentscheider.
... Hier auch, DIHK kommt mit irgendwelchen gefakten
Fachkräftemangelstatistiken ...
Das belege doch erst einmal, bevor du dein (Berliner) Maul aufreißt.
>Meine Einschätzung ist die, dass es nur ganz bestimmte Firmen sind>die angeblich zu wenige Leute haben>und das sind die, nicht genug bezahlen können
Eine Firma, die wir nicht nennen wollen (weil ihr sie sofort erratet),
lagert gerade viel FPGA- und Elektronikentwicklung an Einzelselbständige
aus, die dann wiederum Leute suchen, denen sie Teile davon weitergeben
können. Die suchen händeringend auf XING nach Selbständigen, die da
mitmachen! Das Ergebnis ist, daß es der bekommt, der am Geringsten
(=Dumping) anbietet. So werden dann haufenweise Ingenieure gesucht, was
aber auf ein und dasselbe Projekt zurückgeht. Was ich so sehe, sind das
5-7 Leute, die heftigst suchen, aber gebraucht werden am Ende vielleicht
einer oder höchstens 2.
Bei den Dienstleistern ist es noch schlimmer: Eine Stelle bei Siemens
Erlangen, 12 Diensleister in Nürnberg, Erlangen und Tennenlohe, die
"mehrere Stellen zu besetzen" haben. Macht Faktor 20!
Peter schrieb:> 70% aller (befragten) Unternehmen leiden unter Fachkräftemangel?>> Mensch Leute, dann stellt doch einfach welche ein!> Wenn ihr nicht Mr. Perfect sucht, gibt es genug Auswahl.
Mr. Perfect kostet überdurchschnittlich Geld und Nicht-Mr. Perfect auch,
da er eingearbeitet werden muss. Wenn jetzt Ingenieure und Fachkräfte
wie in anderen westlichen Ländern bezahlt würden, gingen ein paar
Aufträge verloren, weil zu teuer. Je billiger man ist, desto mehr
Aufträge bekommt und desto größer der Mangel an vielen billigen und
fähigen Pappnasen, ergo Dreiviertel der Firmen haben "Fachkräftemangel".
Deutschlands jetziger Boom ist deshalb zwiespältig zu sehen, denn er ist
fast ausschließlich den niedrigen Gehältern zuzuschreiben.
Man kann diese Propaganda gelassen nehmen, aus dem Ausland kommt kein
Kandidat, der der den Wunschvorstellungen entspricht für wenig Geld und
das Nachwuchspotential am Nachwuchs ist auch schon ausgeschöpft.
Erschreckend wieviele durch die technischen Studiengänge rasseln -
obwohl schon an vielen Orten deutlich runtergeschraubt wurde - wegen
eigentlicher Nichteignung, aber gelockt von wundersamen Verheißungen +
Entkommen aus trister Lage.
Mal wieder der Fachkräftemangel, wie schön, hurra! Die Gebetsmühle dreht
sich mal wieder, die Sau läuft glücklich grunzend durchs Dorf und die
Presse hat mal wieder eine von der Wirtschaft vorgefertigte Meldung
abgetippt. Der vdi schreibt wöchentlich über den sich immer mehr
verschärfenden Fachkräftemangel und die stetig wachsende
"Ingenieurslücke". Ist doch super.
Mich beeindruckt so schnell nichts mehr. Man muss nur alles im richtigen
Verhältnis sehen, an große Zahlen wurde man schließlich gewöhnt. Die
Banken haben mal eben 400 Milliarden (= 400.000.000.000 Euro) als
"Sicherheit" bekommen. "Sicherheit" heißt hier, das Volk haftet für den
Profit-Rausch der Banker. Ist eben so, man muss die Machtverhältnisse
wohl so akzeptieren, wie sie nun mal sind.
Aber auch wir als Ing. haben große Zahlen zu bieten! Mal eine kleine
Auswahl:
- vor der Krise, Mitte 2008: "93.500 offene Stellen laut vdi."
- aktuell angeblich 62.000 offene Stellen
- "Bis 2014 fehlen 220.000 Ingenieure."
Jetzt kommt aber meine absolute Lieblingszahl:
- "Bis 2020 fehlen(!) 425.000 MINT-Fachkräfte, darunter der größte
Anteil an Ing.s" Es fehlen(!) also angeblich 425.000 MINT-Leute, der
absolte Bedarf beträgt ca. 850.000!
Es geht aber noch etwas besser, "Bedarf an Mint-Fachkräften bis 2020:
850.000" ist zwar schon schön, aber immer noch unter eine Million. Über
solche Peanuts lacht der Banker doch nur. Wie gesagt, es geht noh
besser, wir wollen schließlich große, dicke Zahlen, die auch mal
Eindruck (bei den Mädels) machen. Kein Problem, 850.000 MINT-Leute werde
also gebraucht bei zu erwartender(!) Wirtschaftsentwicklung. Und genau
da kann man noch dran drehen.
Da auch in China nicht unbegrent viele Ing.s vorhanden sind, und nicht
jeder Chinesische Ing. ein absoluter Meister seines Faches ist, ist es
durchaus denkbar, dass Deutschland seine Führungsposition in manchen
bereichen noch ausbaut bzw. wieder zurückerlangt. Und dann wachsen die
Ing-Branchen noch weiter. Daraus folgt unmittelbar, wenn 850.000 MINTs
bei angenommener Entwicklung gebraucht werden, dann werden bei guter
Konjunktur vielleicht 900.000 oder 1.000.000 oder auch 1.200.000 MINTs
gebraucht. (Eventuell auch 1.500.000, aber man soll auch auf dem Teppich
bleiben.) Und das allein in Deutschland. So kommt man folgerichtig zu
der einzig möglichen Konsequenz:
- "Bei guter konjunktureller Entwicklung werden in Deutschland bis zum
Jahr 2020 über 1.200.000 MINT-Fachkräfte gebraucht!"
So bastelt man sich eine schöne Bild-Schlagzeile und angesichts solcher
großer Zahlen wird sogar der Banker neidisch.
So ein Fachkräftemangel ist natürlich in ganz vielen Bereichen extrem
nützlich. Als da wären:
- Man kann die Gehälter drücken, indem man mehr Leute aus dem Ausland
holt.
- Man kann die Arbitsbedingungen verschlechtern, weil die Fachkräfte aus
dem Ausland u.U. eher bereit sind schlechtere Arbeitsbedingungen zu
akzeptieren.
- Selbst wenn man keine Ing. aus dem Ausland findet, kann man immer noch
super damit bluffen, "Wir haben hier sehr viele hochqualifizierte
Bewerber aus Osteuropa, die alle bereit sind für 1/3 Ihrer
Gehaltvorstellungen zu arbeiten. Der vdi begrüßt auch sehr die
"europaweite Mobilität" von Ing.s, Sie verstehen?!"
- Man kann z.B. 500 Stellen ausschreiben, die es gar nicht gibt. Man ist
so in den Medien vertreten und macht der Konkurrenz mächtig Angst. Das
allerbeste ist aber, man muss diese Stellen nirgends in der Bilanz
angeben, weil man zumindest Firmen intern weis, dass man diese Stellen
aufgrund des Fachkräftemangels ohnehin nicht besetzt kann!
- Man kann der Politik drohen "Wenn wir in Deutschland schon so schlecht
Fachkräfte bekommen, wollen wie wenigstens Steuererleichterungen,
Subventionen usw. sonst gehen wir ins Ausland, wo es vor Fachkräften nur
so wimmelt."
- Während es seit Jahrzehnten das größte Problem der Firmen ist, den
überaus lästigen "Personalüberhang" abzubauen, hat man dafür jetzt auf
einmal ganz neue Begründungen parat. Wenn früher ganze
Produktionsstätten ins Ausland verlagert wurden und zehntausende Jobs in
D. wegfielen, gab es doch tatsächlich solche widerlichen "Sozis", die
die armen Konzerne als Raubtierkapitalisten bezeichneten. Doch solchen
Individuen kann man jetzt endlich schön das Maul stopfen! Konzern sagt:
"Wir würden ja so gerne in D. bleiben, aber wir finden einfach keine
Fachkräfte, heul. Wir haben sogar mal einen Ing. eingeladen und ihm das
Gehalt einer Sekräterin angeboten. Aber dieser arbeitsunwillige, faule
Bastard wollte einfach nicht. Dann hatten wir uns noch von einer
Zeitarbeitsfirma ein paar Leiharbeiter kommen lassen, einer war schon
über 45 Jahre alt! Hilfe!!! Das es so alte Menschen überhaupt gibt hat
uns sehr überrascht, wir sind schließlich kein Altenheim. Nein, Sie
sehen, in D. finden wir keine für uns passenden Fachkräfte. Und die
Arbeitsmoral eines 10-jährigen Kindes in Indien passt ohnehin besser zu
unserer Firmenphilosophie."
- Nicht zuletzt ist der Fachkräftemangel auch eine prima Ausrede, um
Gewinne nicht etwa in die Firma z.B. Forschung zu investieren, sondern
statt dessen diese Gelder lieber in windige Finanzspekulationen zu
investieren. "Wir würden gerne Ing.s einstellen, aber wir finden eben
keine. Deshalb verspekulieren wir das an Ing-Gehältern eingesparte Geld
lieber an den internationalen Finazmärkten."
Bei so vielen Vorteilen (für die Unternehmen!) muss man schon
Verständnis dafür haben, dass alles dafür getan wird, um das alte
Märchen über den Fachkräftemangel aufrechtzuerhalten. Dafür kauft man
sich eben ein paar Jurnalsisten und man lässt die vdi-Marionette lustig
tanzen zur Musik, die die Firmen bezahlt haben. Und wer die Musik
bezahlt, bestimmt eben auch, was gespielt wird. Im aktuellen Angbot
sind:
- "Schweinegrippen-Foxtrott"
- "Ingeneursmangel-Walzer"
- "Deutsche-Absolventen-sind-zu-alt-und-fordern-zu-viel-Gehalt-Jive."
- "Wir-brauchen-Ings-aus-dem-Ausland-Rap."
Bitte Münze einwerfen und Song-Tiel wählen.
Das die Massen an Ingenieuren etc. nicht aus dem Ausland kommen hat man
schon bei der Greencard für IT-Spezialisten gesehen.
Aber es wird immer wieder probiert. Begrüssungsgeld von Herrn Brüderle,
bei 1000€ oder so an Begrüssungsgeld und 40.000€/a werden wir sicher
überrannt von Spitzenfachkräften.
Zumindest fällt positiv auf, das bei Monster&Co. immer mehr "normale"
Firmen Fachkräfte suchen, anstatt nur Leihbuden.
Eben hat die ARD Tagesschau um 20:00 mit der Hauptmeldung
"Fachkräftemangel" aufgemacht.
Da werden bei den Lobbypuffs heute noch ein paar Champagnerkorken
knallen. Die jahrelangen Propaganda-Investitionen scheinen sich zu
lohnen.
Hannes Jaeger schrieb:> Eben hat die ARD Tagesschau um 20:00 mit der Hauptmeldung> "Fachkräftemangel" aufgemacht.
Der hier?
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/dihk106.html
Jetzt fehlen auch noch CNC-Dreher und Fräser! Von Oktober 2008 bis Ende
09 wurden die entlassen (Leiharbeiter) und die meisten Festangestellten
in Kurzarbeit geschickt. Sind die alle gestorben? Schließlich ist immer
noch nicht so viel los wie zu besten Zeiten. Ausbildung scheint auch
keine Option zu sein, man benötigt anscheinend nur versierte Sklaven
just in time zu niedrigem Gehalt, die man möglichst wie eine Maschine
bei Nichtbedarf abschalten kann und wieder ein. Das kommt davon, wenn
man ausschließlich auf den unberechenbaren Export ohne jegliche Konstanz
setzt.
Insider schrieb:> So werden dann haufenweise Ingenieure gesucht, was> aber auf ein und dasselbe Projekt zurückgeht. Was ich so sehe, sind das> 5-7 Leute, die heftigst suchen, aber gebraucht werden am Ende vielleicht> einer oder höchstens 2.
Kannste mal erzählen, um welche Art Projekt es sich hier handelt? Danke.
Neuorientierer schrieb:> Hannes Jaeger schrieb:>> Eben hat die ARD Tagesschau um 20:00 mit der Hauptmeldung>> "Fachkräftemangel" aufgemacht.>> Der hier?> http://www.tagesschau.de/wirtschaft/dihk106.html
Ja genau, die. Das war der Tagesschau-Aufmacher, direkt um 20:00 als
Hauptmeldung. Jugendlicher Firmenchef muss selber arbeiten. Leider sah
man nicht, ob es in der Firma Arbeitnehmer über 30 oder gar über 40
gibt.
> Jetzt fehlen auch noch CNC-Dreher und Fräser!
Ich sag's dir, dieser Fachkräftemangel ist der Untergang des
Abendlandes. Schlimm, schlimm, schlimm.
Ist schon komisch: Von fehlenden Bankstern und Unternehmensberatern im
billigen Bankerpolyester hat noch niemand gefaselt. Die zahlen doch
sogar besser als die meisten AGs im Bereich E-Technik. Was stimmt hier
nicht?
Hannes Jaeger schrieb:> Ich sag's dir, dieser Fachkräftemangel ist der Untergang des>> Abendlandes. Schlimm, schlimm, schlimm.
Können da nicht die Arbeitsvermittler vom A-Amt in der Industrie
eingestzt werden?
Die werden doch nun nicht mehr gebraucht. Es ist ja kein Personal mehr
da, was vermittelt werden müsste.
Oder liege ich jetz voll daneben?
Jeden hier ist doch klar, worum es der einschlägigen Branche (Zeitarbeit
und Co.) geht, durch die Medien ein Bild der traumhaften beruflichen
Aussichten in den MINT-Berufen zu wermitteln. Damit eine große Anzahl
von Studien-/ Berufsanfänger in diese Berufe gelockt werden, um ein
Überangebot in den sogenannten "Mangelberufen" bestehen zu lassen.
Die Politik kann auch noch den mediale Glorienschein eines
"Wirtschaftsbooms" der Wählerschaft vorgauckel.
Für linke Kreise wirft der "Fachkräftemangel" auch noch gutes Futter
für ihre multikulti Zuwanderung ab!
Also sind soviele interessierte Leute in unseren Land vorhanden, dass
das Märchen vom Fachkräftemangel noch viele Pressekonferenzen,
Zeitungskommentare, Radionachrichten, Arbeitsgruppen und etc.
hervorbringen wird. Den Herrschaften aus Politik, Wirtschaft und Medien
ist es dabei total egal, wie wenig der von ihnen organisierte
HL-Prozess (HL= Heissluft) von den "normalen" Bürger in Deutschland noch
ernst genommen wird!
Die Glaubwürdigkeit der "Medien" soll man auch nicht besonders hoch
ansetzen, den die sind nur mehr Sprachrohre der etablierten oberen
Kreise!
>es dabei total egal, wie wenig der von ihnen organisierte>HL-Prozess (HL= Heissluft) von den "normalen" Bürger in Deutschland noch>ernst genommen wird!
Zwar wissen viele Bürger, dass uns in den Medien einiges vorgegaukelt
wird. Allerdings funktioniert das Vorgekaukele trotzdem. Auf mich kommen
immer wieder Bekannte zu, die mich dafür bewundern, dass ich in einem
Beruf arbeite, in dem so viele Fachkräfte gebraucht werden. Außerdem
meinen auch viele, dass es einfach ist, einen sehr guten Job zu finden,
jetzt wo der Aufschwung wieder da ist .....
Hi,
wurde heute morgen von einem SEK Kommando der ARGE aus dem Bett gezerrt
und zur Zwangsarbeit beim örtlichen Anlagenbauer verdonnert. Hintergrund
ist der massive Fachkräftemangel. Übrigens, das Unternehmen gehört einem
FDP Mitglied.
Joachim A. schrieb:> Aber die Kommentare dadrunter sind des Lesens wert :) ...
Zitat: "Welt Online hat die Kommentarfunktion dieses Artikels
geschlossen."
Kein Kommentar ist in diesem Fall auch ein Kommentar :-)
Ich hab auch noch vergessen zu sagen, dass der "Fachkräftemangel" auch
für die nächste wirtschaftliche Depression herhalten kann! Denn hätte
man nur genügend (junge, billige, flexible ..... etc.) Fachkräfte
gehabt, dann wäre die wirtschaftliche Misere nicht da!!!!
Also so ein "Fachkräftemangel" hat einfach nur Vorteile. Damit kann man
jedes und alles erklären! Ob Bankencrash oder Griechpleite,
Haushaltsloch oder Vogelgrippe, alles eine Folge vom "Fachkräftemangel".
Man muss das nur medial auf allen Kanälen auf die Bevölkerung
einprasseln lassen, dann stimmt das auch irgendwann auch!!!!
Martin schrieb:> ... Hier auch, DIHK kommt mit irgendwelchen gefakten> Fachkräftemangelstatistiken ...>> Das belege doch erst einmal, bevor du dein (Berliner) Maul aufreißt.
Hast Du irgendwie ne Störung (Wortwahl)?
Was den Rest angeht: offensichtlichen Unfug brauch man nicht belegen.
Wir sind ~80 Millionen haben ~5 Millionen Arbeitslose, ein erheblicher
Teil der Ing-Arbeitnehmer schafft bei Sklavenhändlern an und die
"Industrie" klagt über FACHKRÄFTEMANGEL??? Dann könnten sie ja erstmal
alle Zeitarbeitssklaven erlösen und wenn sie damit fertig sind Frauen,
Arbeitslose und Fachkräfte über 50 einstellen. So ein Bullshit das
alles, einfach nur peinlich.
> "Welt Online hat die Kommentarfunktion dieses Artikels
geschlossen."
Noch vor wenigen stunden waren um die 38 ( !! ) Seiten Kommentare
vorhanden was etwa fast 500 Rückmeldungen entspricht , die meisten
konnten es nicht nachvollziehen das es sowas wie einen Fachkräftemangel
gibt , bespickt mit konkreten Beispielen aus dem wahren Leben !!
Es war echt absolut lesenswert !
Die welt.online hat reagiert, und sperrt jetzt im Voraus schon die
Kommentarfunktion!!!!
Hier ein Artikel
Fachkraefte-sind-Mangelware
http://www.welt.de/die-welt/politik/article9182655/Fachkraefte-sind-Mangelware.html
Die Pessefutzies haben jetzt sogar Angst, dass die Kommentarfunkton zu
ihren Atikeln in null-komma-nix diese als Hirngespinste
entlarven!!!!!!!
Marx W. schrieb:> Die welt.online hat reagiert, und sperrt jetzt im Voraus schon die> Kommentarfunktion!!!!>> Hier ein Artikel>> Fachkraefte-sind-Mangelware
Und, hast Du ihnen auch eine E-Mail geschrieben, dass sie den
Kommentarbereich zu diesem Artikel öffnen sollen? (so wie ich gerade)
Arne schrieb:> Zitat: "Welt Online hat die Kommentarfunktion dieses Artikels> geschlossen.">
Jetzt sind schon Journalisten gegen freie Meinungsäußerung.
>Die Einstellung von Berufseinsteigern ist oft nicht zielführend, weil>sie nach einer Einarbeitung nach 3 Jahren wieder weg sind.
Das Problem ist aber hausgemacht. Die Firmen machen sich einfach keine
Mühe ihre Leute zu halten. Da kommt man frisch von der Uni in eine Firma
und wird auf einen Spezialistenjob und die entsprechenden Prozesse
angelernt. Kaum jemand kriegt Kurse, die einen generalistisch
weiterbringen. Man hat dann die Perspektive bis zur Rente irgendein
monotones Zeug zu machen, für das man vlt 5% seines Studiums nutzen
kann. Wenn man das zu lang macht, wird man schwer vermittelbar für
andere Jobs. Am Anfang lernt man noch und gewinnt an Verantwortung, was
die Sache zunächst interessant macht. Aber nach drei Jahren fühlt man
sich langsam in der Sackgasse; man soll einfach nur in bewährter Form
Geld einbringen und weil das alles so toll klappt, muss der Chef einen
auch nicht weiter fördern...Und wenn man dann feststellt, dass man mit
seiner Jugend&Berufserfahrung genau im Fokus der Firmen ist und dass der
gewünschte fachliche Wechsel sich auch noch finanziell lohnt, dann fällt
die Entscheidung auch nicht allzu schwer.
pustekuchen schrieb:> Noch so eine unsägliche Nachricht
Inwiefern? Die Zahlen, die dort genannt werden, müssen ja nicht falsch
sein. Oder wenn sie es sind, dann hast Du sicher bessere Zahlen parat -
also her damit?
Was da aber falsch sein mag, sind die Schlussfolgerungen: Es gibt ja
auch Absolventen aus dem Ausland, die nach dem Studium hierbleiben.
Möglich ist es also offensichtlich. Dass viele es aber nicht tun, könnte
auch daran liegen, dass sie woanders vielleicht bessere Konditionen
(z.B. Gehalt) haben als hierzulande.
Mannmannmann ... jeden Tag das gleiche hier auf Mikrocontroller.net.
Könnt ihr nicht ein eigenes Forum aufmachen
"EsGibtKeinenFachkräfteMangel_DieAmerikanerWarenGarNichtAufDemMond_Elvis
Lebt.net" ?
Das hier ist ein Elektronikforum. Stammtische gibt's fast in jeder
Kneipe.
>Das hier ist ein Elektronikforum. Stammtische gibt's fast in jeder>Kneipe.
Die Unterkategorie heißt Ausbildung und Beruf. Ich bin hingegen froh,
daß hier nicht engstirnig wie in einem anderen Forum sich entwickelnde
Diskussionen durch den Mod abgewürgt werden, nur weil man mal µm neben
das Ursprungsthema gerät. Als Folge hat dieses andere Forum tagelang
keine Einträge, ist praktisch tot.
Vielleicht sollte der Gesetzgeber mal endlich ein System schaffen
in dem die Arbeitgeber in den Zwang gesetzt werden sich konform
zu der Verfassung zu verhalten.
Aus dem einem dort querverlinkten Artikel:
"Letztlich wechselte der junge Inder als Lehrkraft an eine Universität
und erweitert seitdem parallel seine technische Expertise. Dies hätten
im Übrigen auch viele deutsche Ingenieure getan, um nicht länger als
arbeitssuchend abgestempelt zu werden, erzählt er. Einige andere fanden
in Patentanwaltskanzleien eine Anstellung."
Kann ich bestätigen, einer meiner Berufsschullehrer ist promovierter
Ing.
Zuvor war er in diversen Firmenabteilungen, die aber immer wieder durch
Outsourcing bzw. Schließung dicht gemacht worden sind. Dann war er bis
zur Lehmanpleite Freelancer.
Nach dem Crash war aber auch als Freelancer nichts zu holen und er
konnte glücklicherweise in 2010 Berufsschullehrer werden.
In der Industrie ist nicht genug Platz für fähige Leute bzw. nicht genug
Geld da, um diese beschäftigen zu können.
apfelmännchen schrieb:> Könnt ihr nicht ein eigenes Forum aufmachen> "EsGibtKeinenFachkräfteMangel_DieAmerikanerWarenGarNichtAufDemMond_Elvis
Lebt.net"
> ?>> Das hier ist ein Elektronikforum. Stammtische gibt's fast in jeder> Kneipe.
Kannst du dir nicht ein eigenes Forum aufmachen
"AndereMeinungenNervenNur_IchSchereGerneAlleÜberEinenKamm_IchKannUnheiml
ichGeschicktBeleidigen"
?
Das hier ist ein Forum für "Ausbildung, Studium & Beruf" (kuck nochmal
oben nach). Nörgelnde Deutsche gibts an jeder Straßenkante und vor allem
hinter jedem heimischen Bildschirm.
Hier ist der Fachkräftemangel angeblich schuld daran, dass frustierte
Unternehmen ins Ausland gehen müssen. Das letzt Kapitel zeigt aber um
was es wirklich geht. Die deutschen Fachkräfte verdienen trotz erzeugtem
Fachkräfteüberschuss immer noch zuviel, die Industrie ist frustiert.
In Asien sind die Perspektiven besser. Die Pharmaindustrie hat es
vorgemacht, billig produzieren lassen in Osteuropa, überteuert verkaufen
in Deutschland.
Geht natürlich nicht mehr, wenn Deutschland vollendens runter
gewirtschaftet worden ist - da beißt sich die Katze wohl unweigerlich in
naher Zukunft in den Schwanz.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,713797,00.html
schina schrieb:> es heißt schina nicht kina, wo wie schemie oder schlor usw.
Schina heisst's in Kölle. Kina in Baiern. Ist die neu-neue phöderale
Rechtschreibreform. China heißt es aber auch in großen Teilen der
Chweiz.
Das ständige Rumgeheule über diese Art Artikel ist noch schlimmer als
die Artikel selbst.
Böse Firmen, Sklavenhändler, Millionen arbeitlose Ingenieure,
blablablabla.
Student schrieb:> Aus Kina natürlich.> Heutzutage kommt doch alles aus Kina ;-)
Aber die taugen nischt. Ich habe einen deutschen Azubi im Büro und einen
Chinesen mit Diplom. Der Stift ist einfacher besser als der Mandarin.
Schon heute ist absehbar, dass sich die Stammbelegschaften der großen
Konzerne künftig nicht nennenswert verändern werden. Zusätzlichen
Personalbedarf wird man auch in Zukunft über Dienstleister decken. Da
liegt es nur nah, über einen konzerninternen Verleiher zu verfügen, wie
es bei den meisten Unternehmen bereits der Fall ist. Aus eigener
Erfahrung: Egal was man macht. Sofern man nicht zur richtigen Zeit am
richtigen Ort ist, ZÄHLT LEISTUNG NICHT!
Ich habe mein Diplom vor kurzem mit Auszeichnung bestanden. Die Arbeit
schrieb ich in einem Weltkonzern. In diesem Zusammenhang wurden sogar
einige Patente angemeldet und ich konnte absolut überzeugen. Es gelang
mir etwas sehr innovatives, was den Konzern gegenüber der Konkurrent
weit nach vorn bringt. Man war demnach sehr zufrieden. Derartige
Rückmeldungen gab es sogar aus höheren Etagen, da man von den
Ergebnissen Wind bekam. Doch Übernahme? Fehlanzeige! Laut
Personalabteilung keine Chance, da man nur in bestimmten Bereichen
einstellen darf. Steht eigentlich in Widerspruch zu dem, was man so nach
außen kommuniziert. Angeblich macht sich besagter Konzern grooooße
Sorgen, was die Zukunft angeht. Demografischer Wandel und
Fachkräftemangel sind natürlich ganz ganz schlimm...
Lukas schrieb:> Ich habe mein Diplom vor kurzem mit Auszeichnung bestanden. Die Arbeit> schrieb ich in einem Weltkonzern. In diesem Zusammenhang wurden sogar> einige Patente angemeldet und ich konnte absolut überzeugen. Es gelang> mir etwas sehr innovatives, was den Konzern gegenüber der Konkurrent> weit nach vorn bringt. Man war demnach sehr zufrieden. Derartige> Rückmeldungen gab es sogar aus höheren Etagen, da man von den> Ergebnissen Wind bekam. Doch Übernahme? Fehlanzeige! Laut> Personalabteilung keine Chance, da man nur in bestimmten Bereichen> einstellen darf. Steht eigentlich in Widerspruch zu dem, was man so nach> außen kommuniziert. Angeblich macht sich besagter Konzern grooooße> Sorgen, was die Zukunft angeht. Demografischer Wandel und> Fachkräftemangel sind natürlich ganz ganz schlimm...
Ich erkenne das ziemliche Parallelen zu mir, traurig das ganze. Während
Praktika, Werkstudent, Arbeit abgerackert für wenig Geld, dann Studium
am beenden und nur heiße Luft... ich kann psychisch für nix mehr
garantieren
ich bereue inzwischen jede verkackte Minute dieses verdammte Studium
gemacht zu haben. sehe keinen Sinn mehr. Bekannte in Schule nix
geleistet, Fliesenleger gelernt, Selbstständig gemacht, Familie, tolles
Auto , finanziel top aufgestellt seid 3 jahren, Kind in Planung. Und ich
kann meiner Freundin erzählen ich weiss nicht was morgen ist... trotz
top Ingenieurstudium, guten Abschluss, schnell. verkackte Industrie
a7x schrieb:> ich bereue inzwischen jede verkackte Minute dieses verdammte Studium>> gemacht zu haben. sehe keinen Sinn mehr. Bekannte in Schule nix>> geleistet, Fliesenleger gelernt, Selbstständig gemacht, Familie, tolles>> Auto , finanziel top aufgestellt seid 3 jahren, Kind in Planung. Und ich>> kann meiner Freundin erzählen ich weiss nicht was morgen ist... trotz>> top Ingenieurstudium, guten Abschluss, schnell. verkackte Industrie
Jo, geht mir genauso. Hab vorher ne Ausbildung gemacht. Auch mit 1
ausgelernt. Wäre ich mal in meinem Job als Facharbeiter geblieben.
Ehemaliger Kollege verdient schon seit 3 Jahren so viel wie ich jetzt
als Einsteiger. Das Studium wird sich frühestens in 15 Jahren auszahlen,
habe ich mir ausgerechnet. Allerdings hat der Kollege immer noch den
sicheren Job und ich muss mich mit befristeten Knebel-Verträgen bei nem
Dienstleister rumschlagen. Aber immerhin ist die Tätigkeit genau die die
ich haben wollte. Sobald jedoch ein besseres Angebot vorliegt, bin ich
dort weg.
Tja, mein ehemaliger Abteilungsleiter hat sich schon geärgert, dass er
mich gehen lassen musste. Aber er hat keinen Einfluss daruaf, wenn die
PA sagt, dass es keine freien Stellen gibt. Der Lacher ist ja noch:
Parallel zu diesen ganzen Mißständen sucht man weiterhin "nach den
Besten Mitarbeitern". Aus meiner Sicht sind das nur
Marketinginstrumente.
Ein Kommilitone, der nur durch Schummelei mit mittelmäßigen Noten durchs
Studium kam und die dt. Rechtschreibung wie ein 10-jähriger beherrscht,
hat in der Nachbarabteilung seine DA geschrieben. Durch einen Bekannten
und durch Schleimerei kam er jetzt in ein Förderprogramm. Da holt man
sich natürlich genau die falschen Leute ist Boot! Aber mir egal,
irgendwie werde ich meinen Weg schon gehen. Auch wenn der Anfang holprig
und ungewiss sein wird.
@Lukas ... Praktikum:
So funktionieren die Firmen heute ja auch auf anderen Bereichen
(Merketing und BWL) - Generation Praktikum.
Bei den Ings isses nur leider so das man die Praktika während des
Studiums relativ leicht bekommt, aber nach dem Studium oftmals dumm da
steht wenn die Firma einen nicht übernimmt sondern lieber den nächsten
Werkstudenten ranschafft. Als fertiger Ing ist man dann ja zu teuer...
Gibt Firmen die in der Entwicklung schon halb soviele Studenten
beschäftigen wie fertige Ings... das ist ziemlich dreiste Ausnutzung
meiner Meinung nach. Klar irgendwo müssen die Studenten ja
Berufserfahrung sammeln sonst stellt die ja nachher eh keiner ein - nur
da ja genug Nachschub da ist kann man als Firma wenns Praktikum zuende
ist auch gleich den nächsten billigen Studi hernehmen der
Berufserfahrung braucht ;->
Jaja ist nicht überall so wäre ja auch schlimm. Aber kommt mittlerweile
häufiger vor habe ich auch schon von Bekannten gehört.
--> Während der Praktika also lieber nicht zu sehr den Arsch für die
Firma aufreissen wenn da keine anständige Bezahlung oder
Übernahmegarantie bei rumkommt...
Naja, dafür habe ich ein bombiges Arbeitszeugnis erhalten in dem unter
Berücksichtigung der Geheimhaltung sehr vorteilhafte Dinge drinstehen.
Damit werde ich mich einfach bei der Konkurrenz bewerben. Aber
wahrscheinlich wird meine Bewerbung dann bei irgendeinem Personaler
landen, der von der Thematik sowieso keinen Plan hat und mich
aussortiert, nur weil ich noch nicht im Ausland war.
Hab grad den Artikel da oben gelesen, dass die "frustrierten" Firmen (ja
so steht es da!!) ins Ausland abwandern, weil sie hier nicht genug
Ingenieure finden. Da wundert es mich nur, dass alle ...wirklich ALLE...
meine Kommilitonen exakt die gegenteiligen Erfahrungen machen.
Aber ja, sollen die nur nach Indien gehen! Oder nach China! Die Chinesen
sagen sowieso zu allem Ja und Amen. Und hinterher schaffen die nicht
einmal die Hälfte in mieser Qualität. Das wird dann drei Mal so teuer.
Lassen wir die Firmen doch einfach gegen die geballte Faust rennen.
Irgendwann kommt unsere Zeit schon noch ;-)
Kopf hoch Leute, wir stehen nicht schlecht da! Auch wenn das Studium ne
ganz harte Nummer war und es sich momentan nicht auszahlt. In ein paar
Jahren gehen die geburtenstarken 60er-Jahrgänge in Rente. Und dann
werden wir uns die Jobs aussuchen können. China, Indien etc. hin oder
her. Auch dort steigen die Löhne!
Lukas schrieb:> Doch Übernahme? Fehlanzeige! Laut> Personalabteilung keine Chance, da man nur in bestimmten Bereichen> einstellen darf.
Wie viel müsste denn der AG an den PD zahlen, um einen Ingenieur
loszukaufen?
Immerhin verdient der PD nicht schlecht (was an so hier hört, einige
hundert Euro pro Monat), verliert ansonsten eine Kundenstelle UND eine
Melkkuh -- da müssten doch so einige tausend Euro fließen?
Und der AG spart auch nicht so viel, weil er den Lohn an die
festangestellten Ingenieure anpassen muss, weil er sonst Unzufriedenheit
säht. Und dann ist auch nicht ganz sicher, wie lange der Neuankömmling
dann bei ihm bleibt. Das lohnt sich nur, wenn die Kündigungsfristen
extrem lang sind. Und wenn dann plötzlich wieder Krise ist, kriegt man
den nicht wieder los...
Ich wundere mich sowieso, wieso die AG so unzufrieden mit der normalen
Kündigungsfrist sind. In der Probezeit kriegt man Leute von einem Tag
auf de anderen los. Und danach (erst mal) nach einem Monat. Das ist doch
nicht so schlecht. Wer dann den AN noch immer nicht einschätzen kann,
hat echt ein Problem.
Lukas schrieb:> Das Studium wird sich frühestens in 15 Jahren auszahlen,> habe ich mir ausgerechnet. Allerdings hat der Kollege immer noch den> sicheren Job und ich muss mich mit befristeten Knebel-Verträgen bei nem> Dienstleister rumschlagen.
Und in 20 Jahren gehörst Du schon zum Alteisen und wirst abgewrackt.
Dann hat Dein Kollege NOCH IMMER einen sicheren Job, während Du Deine
Ersparnisse aufbrauchen musst. Und noch viel später hast Du Deine
Minimalrente, während er voll durchgearbeitet hat.
> Die Chinesen sagen sowieso zu allem Ja und Amen.> Und hinterher schaffen die nicht einmal die Hälfte in mieser Qualität.
Wenn dann erstmal genug Kohle mit der Produktion reingekommen ist,
... kaufen se sich einfach das west know-how und Vermarkten es danach
selbst. Oder kopieren es einfach.
Können sich dann wegen gestiegenem Wohlstand auch ne bessere Ausbildung
leisten und ziehen etwas später ggf. komplett am Westen vorbei weil se
eben in der Überzahl sind.
Unterhaltungselektronik wurde ja z.B. schon sehr früher ausgelagert -
nach Japan (u.ä.).
Heute kommen die erfolgreichsten Unternehmen auf diesem Gebiet alle aus
Asien - Sony, Samsung, Panasonic, JVC und so weiter...
Produziert wird das sowieso seit Jahrzehnten alles dort.
Grundig / Telefunken und so gibts nicht mehr.
Neueres Beispiel aus der IT Branche...
Lenovo (China)-->IBM Thinkpad,
heute schon alles in chinesischer Hand.
Acer ist auch schon Stückzahlmäßig an HP und Dell vorbeigezogen...
Weltweit größter Hersteller von Solarzellen kommt aus China.
Akkus für Hybrid Fahrzeuge kommen auch meistens von dort.
Quimonda in Deutschland pleite, die asiatischen DRAM Firmen machen super
Gewinne.
Siemens Mobiltelefone an Benq verkauft, ausgeschlachtet und Standort
hier dicht gemacht.
Siplace von Siemens wurde jetzt vor kurzem auch von irgendwelchen
Asiaten gekauft soweit ich weiss...
Gibt sicher noch zig andere Beispiele.
Die großen Firmen schaffen sich durch die Auslagerung selbst Konkurrenz
- und verlieren wegen der durch den Preisdruck gesunkenen Gewinnmargen
sogar selbst das Interesse und verkaufen FREIWILLIG den Rest an die
Asiaten.
Nicht sofort, aber 20 Jahre später sicherlich. Und das nur wegen ein
paar kurzfristig höheren Gewinnen weil wegen niedrigeren
Personalkosten... das die Firma/Geschäftsbereich dann in 20 Jahren nicht
mehr existiert interessiert die Manager ja dann nicht mehr.... sollte
sie aber eigentlich interessieren, da deren Enkelkinder dann evtl.
hierzulande keine Arbeit mehr finden könnten ;-)
Die Entwicklung geht der Produktion früher oder später ja auch
hinterher.
Und wenn das alles schon da ist - wer braucht dann noch die Manager und
BWLer hier im Westen?
Ja gut vielleicht etwas schwarzmalerisch und übertrieben dargestellt
aber die Tendenz für ne weitere Veränderung der Verhältnisse zu gunsten
Asiens ist deutlich zu erkennen...
Oh schon so spät... na dann mal gute Nacht.
Stefan L. schrieb:> Das ständige Rumgeheule über diese Art Artikel ist noch schlimmer als> die Artikel selbst.
Wenn man selbst nicht von der Situation betroffen ist, kann man
natürlich bequem über die Heulsusen ablästern...
Aber nicht verzagen, vielleicht kommen Sie auch noch in den Genuss des
Erkenntnisgewinns.
Student schrieb:> --> Während der Praktika also lieber nicht zu sehr den Arsch für die> Firma aufreissen wenn da keine anständige Bezahlung oder> Übernahmegarantie bei rumkommt...
Das funktioniert aber leider so nicht. Denn während der Praktika wird
von keinem ein blankes Wort über eine Übernahme gemacht. Die Hoffnung
wird geschürt, der Study rackert sich seinen Arm ab, macht Innovatives,
bringt Mehrwert für wenig Bezahlung. Selbst bei mir geschehen. Natürlich
habe ich ein verdammt gutes Zeugnis bekommen, was aber auch
selbstverständlich war für den Einsatz ohne Bezahlung, 40 Std/Woche,
Projektverantwortung.
Nur durch Druck und den Hinweis, dass ich meine Lebenshaltungskosten
decken muss konnte ich dann einen geringen Lohn für die
Abschlussarbeit/Werksstudententätigkeit heruasholen. Am liebsten aber
hätten sie die Kuh weiter gemelkt.
Ich weiss einfach nicht mehr wie es weiter gehen soll. Das kann es doch
nicht sein. Jeden Tag leidet man unter Existenzängsten, macht sich
Sorgen um Geld, kann sich nix leisten. Es ist wohl beabsichtigt die
Leute in diese Sklavenposition zu drücken.
Ich würde jedem abraten ein Studium aufzunehmen, ausser man verfügt über
die Nötigen Beziehungen um dann in den Job einsteigen zu können ohne
Sorgen. Z.b. Bekannte im Betriebsrat, Personalabteilung, Leiter.
naja für mich, ich sehe mich schon irgendwann am Balkon an einem Seil
runterzappeln.
Uwe Von kempen schrieb:> Lukas schrieb:>> Doch Übernahme? Fehlanzeige! Laut>> Personalabteilung keine Chance, da man nur in bestimmten Bereichen>> einstellen darf.> Wie viel müsste denn der AG an den PD zahlen, um einen Ingenieur> loszukaufen?> Immerhin verdient der PD nicht schlecht (was an so hier hört, einige> hundert Euro pro Monat), verliert ansonsten eine Kundenstelle UND eine> Melkkuh -- da müssten doch so einige tausend Euro fließen?
Bei einer reinen Vermittlung ist es glaube ich ein Monatsgehalt oder 10%
des Jahresgehalts, bei dem Vermittlungsgutscheins der Argeitsagentur
sind es nach nach drei Monaten 1k€ und bleibt man weitere drei Monate
werden die letzten 1k€ fällig.
Das dürfte der Rahmen sein, in dem sich das so dreht. Je nach
Qualifikation kann das natürlich auch nach oben gehen.
Stefan L. schrieb:> Böse Firmen, Sklavenhändler, Millionen arbeitlose Ingenieure,> blablablabla.
Es natürlich vollkommen korrekt von den Firmen, einige hundert bis
tausend offene Stellen vorzugaukeln und dann niemanden einzustellen. Da
kann man den Firmen nun wirklich keinen Vorwurf mchen, sie nutzen
schließlich nur ihre Machtposition aus!
@ Lukas
Du bist ein weiterer Beweis dafür, dass auch sehr gute Ing.s, die sich
(zumindest für ihr Alter) auch in der Prasxis bewiesen haben, von der
Wirtschaft ganz offensichtlich nicht gebraucht werden! Die Industrie hat
es sogar schon gechafft, dass wenn man nicht erfolgreich als Ing.
arbeitet, einem das als persönliches Versagen ausgelegt wird. So wird
davon abgelenkt, das es nicht genügend Arbeitsplätze für Ing.s gibt und
man die Ing.s, wenn überhaupt, über Dienstleister ranschafft oder zum
Gehalt eines Hilfsarbeiters einstellt.
Hab ich hier selber erlebt, wenn man das Studium nicht mit sehr gutem
Abschluß schafft, wird man als "dumm und faul" abgestempelt und es wird
einem die alleinige Schuld angelastet. Wenn man es mal wagt zu sagen,
"ich finde es nicht richtig, wenn 80% eine Klausur nicht bestehen", wird
man Nörgler und Versager gebrandmarkt, der nur den unfehlbaren Prof
kritisiren will.
In Bezug auf den Arbeitsmarkt die gleiche Haltung. Wer keinen gut
bezahlten Job als Ing. findet, der muss (!) zwangsläufig "dumm und faul"
sein oder seine Bewerbungsunterlagen sind nicht in Ordnung. Dass einfach
nur wenige Ing.s überhaupt gesucht werden, wird als Möglichkeit
ausgeschlossen. Dabei gibt es soviele Beispiele, dass auch sehr gut
ausgebildete Ing.s keinen Job finden!
a7x schrieb:> Natürlich> habe ich ein verdammt gutes Zeugnis bekommen
Praktikumszeugnisse haben leider nur eine sehr geringe Priorität.
Entweder alle bekommen ein sehr gutes Zeugnis oder eben auch gerade
nicht, weil die Personalabteilung gerade der Meinung ist, nicht jeder
Praktikant darf ein sehr guten Zeugnis haben. Habe es selber erlebt,
dass gesagt wurde, "die nächsten 10 Praktikumszeugnisse max gut". Habe
aber auch den anderen Fall erlebt, dass sich mehere Leute einfach ne
Vorlage mit sehr gut ausgedruckt haben und die dann auch unterschrieben
wurde. Gerade bei Konzernen gibt es oft Word-Vorlagen, wo nur ein paar
Worte bei der Tättigkeitsbeschreibung ausgetauscht werden.
> Nur durch Druck und den Hinweis, dass ich meine Lebenshaltungskosten> decken muss konnte ich dann einen geringen Lohn für die> Abschlussarbeit/Werksstudententätigkeit heruasholen.
Das ist dann doch ungewöhnlich. Praktikantengehälter ligen bei Ing.s
meist zu zw. 600 - 900 Euro im Monat. Das gar nicht gezahlt wird, ist
selten. Und Praktikanten stellt man auch sehr gerne (befristet
natütlich!) ein. Ich habe Abteilungen gesehen, wo fast nur die
Praktikanten einen Arbeitsvertrag mit der Firma hatten, die anderen
"Festangestellten" waren (fast) alle von einem Dienstleister!!
> Ich weiss einfach nicht mehr wie es weiter gehen soll
Kann ich dir sagen, für Ing.s heißt die Zukunft Hartz IV und damit
verbunden Zwangsarbeit. Gewege pflastern und Hundekot aufsammeln sind
hier typische Tätigkeiten für Ing.s in Deutschland. Die Industrie würde
ja sooo gerne Ing.s einstellen, kann das aber leider, leider aufgrund
der Wirtschaftslage nicht. Manche ing.s haben aber wirklich selber
Schuld (in den Augen der Industrie), weil sie mehr als das Gehalt eines
Hilfsarbeiters fordern. Solche Ing.s kann die Industrie natürlich nicht
gebrauchen. Dafür mußt du Verständnis haben. Vielleicht jetzt mal eine
Schweigeminute für die arme, arme Industrie einlegen. *In Gedenken an
die arme Industrie, amen.*
> Das kann es doch nicht sein.
Doch, doch, genau so ist es! Und nicht anders! Willkommen in der
Realität!
> Jeden Tag leidet man unter Existenzängsten, macht sich> Sorgen um Geld, kann sich nix leisten. Es ist wohl beabsichtigt die> Leute in diese Sklavenposition zu drücken.
Langsam begreifst du den wahren Zweck von Geld, Glückwunsch! Geld dient
keinesfalls als Wert, denn es wird ja mit jedem Jahr immer weniger Wert.
Sondern es dient vielmehr dazu, die Menschen zu versklaven, ohne dass
sie es merken! Da man für alles Geld braucht, muss man für Geld
arbeiten. Aber Arbeit ist natürlich vollkommen "freiwillig".
> Ich würde jedem abraten ein Studium aufzunehmen
Das kann ich durchaus so bestätigen, zumindest sollte man sich vorher
(!!) Dinge wie Abbrecherquoten angucken. Und man sollte auch mal bei den
Unternehmen gucken, wie viele Absolventen suchen die gerade? Wie viele
offene Stellen für Absolventen hat Sie*** gerade, 30? Ist doch
wahnsinnig viel!
> naja für mich, ich sehe mich schon irgendwann am Balkon an einem Seil> runterzappeln.
So weit würde ich auf keinen Fall gehen. Alles andere wurde einem doch
schon genommen. Man hat kaum Möglichkeiten Geld zu verdienen oder eine
Familie zu gründen. Möchtest du mal ein Eigenheim? Mit einem
durchschnittlichen Ing.- Gehalt musst du dafür nur ca. 120 Jahre
arbeiten.
Deine Arbeitskraft gehört schon denen. Auch dein Blut nehmen sie dir ab,
vor einer Einstellung. Auch Kameraüberwachungen bis in die Waschräume
kommen vor. Da würde ich denen mein Leben nicht freiwillig geben. Denn
das gehört denen (noch) nicht!
Robert schrieb:> In Bezug auf den Arbeitsmarkt die gleiche Haltung. Wer keinen gut> bezahlten Job als Ing. findet, der muss (!) zwangsläufig "dumm und faul"> sein oder seine Bewerbungsunterlagen sind nicht in Ordnung. Dass einfach> nur wenige Ing.s überhaupt gesucht werden, wird als Möglichkeit> ausgeschlossen. Dabei gibt es soviele Beispiele, dass auch sehr gut> ausgebildete Ing.s keinen Job finden!
Natürlich wird wenig gesucht, das sagen auch die meisten Artikel durch
die Blume, z. B. der Kampf um die besten Köpfe. Nur die wenigsten
studierten Fachkräfte sind in deren Augen, die Köpfe, die sie brauchen.
Die Konzerne haben kein Problem damit, denn sie zahlen auskömmliche
Gehälter. Der Mittelstand kann dies nicht, da er durch die Konzerne
unterjocht wird. Gleichzeitig sorgen sich die Konzerne darum, dass ihre
mittelständischen Sklavenzulieferer nicht mehr genug der besten Köpfe
finden können und auch ihr Geschäftsmodell Einbußen hat.
Bezeichnend auch der Absatz:
"Dauerhaft goldene Zeiten am Jobmarkt für Ingenieure und andere
Fachkräfte samt hohen Löhnen und sicheren Arbeitsplätzen wird es dank
des gegenwärtigen Personalengpasses vermutlich nicht geben, erwartet
auch DIHK-Volkswirt Treier: "Das Ventil, ins Ausland zu gehen, ist für
die Unternehmen immer da."
Es geht nur um Lohndumping. Bald schaltet sich wieder der VDI ein und
ermuntert Abiturienten ein technisches Studium zu beginnen.
Es dauert immer ein bisschen, bis viele persönlich die Erfahrungen
machen, dass für immer mehr Ingenieure die Bedingungen immer
beschissener werden und immer mehr Absolventen Probleme mit dem Einstieg
haben und sich dies auch abseits des Internets rumspricht.
Der Ingenieur war schon immer der Industrie ein Dorn im Auge. Anfang der
90er wollte man ihn fast komplett abschaffen und startete
Massenentlassungen. Keiner kam je auf die Idee, die Berufsgruppe der
Ärzte, Juristen oder sogar BWLer abschaffen zu wollen.
Warmweiß schrieb:> Bezeichnend auch der Absatz:> "Dauerhaft goldene Zeiten am Jobmarkt für Ingenieure und andere> Fachkräfte samt hohen Löhnen und sicheren Arbeitsplätzen wird es dank> des gegenwärtigen Personalengpasses vermutlich nicht geben, erwartet> auch DIHK-Volkswirt Treier: "Das Ventil, ins Ausland zu gehen, ist für> die Unternehmen immer da."
Genau da liegt der Hase im Pfeffer! Full ack!! Man stimmt die Ing. also
schon mal auf unsichere Jobs und niedrige Gehälter ein.
Ich würde ja gerne die Aufmerksamkeit einmal darauf lenken, warum jeder
einzelne hier in diesem Thread diskutiert.
Diejenigen, die jammern: warum macht ihr das, was bringt es euch, was
erwartet ihr euch davon?
Diejenigen, die über die Jammerer jammern: warum macht ihr das, was
bringt es euch, was erwartet ihr euch davon?
Aus meiner Sicht gibt es z.B. die folgenden Motive:
- erörtern, wie sich die Situation im gesamten verbessern ließe
- erörtern, wie sich die Situation für einen Einzelfall verbessern ließe
- erkennen, dass man nicht alleine ist, Hoffnung schöpfen, andere in
einer schwierigen Lage emotional unterstützen
- Dampf ablassen, Aggressionen abbauen, andere niedermachen
Na...?
Vorschlag: vor jedem Post einmal über diese Fragen nachdenken, dann
entarten vielleicht auch weniger Threads in einen Hahnenkampf (denn das
will doch keiner, oder doch?).
Ich persönlich finde ja, dass die letzte Kategorie nur destruktiv ist.
Es bringt wenig, nur auf die schwierige Situation zu schimpfen und die
Ausweglosigkeit gedanklich zu zementieren und noch weniger, auf die zu
treten, die schon am Boden liegen (scheint mir aber traurigerweise
manchmal Nationalsport zu sein).
Robert schrieb:> Stefan L. schrieb:>> Böse Firmen, Sklavenhändler, Millionen arbeitlose Ingenieure,>> blablablabla.>> Es natürlich vollkommen korrekt von den Firmen, einige hundert bis> tausend offene Stellen vorzugaukeln und dann niemanden einzustellen. Da> kann man den Firmen nun wirklich keinen Vorwurf mchen, sie nutzen> schließlich nur ihre Machtposition aus!
Und inwiefern siehst du darin eine Notwendigkeit zum Herumheulen?
Robert schrieb:> Hab ich hier selber erlebt, wenn man das Studium nicht mit sehr gutem> Abschluß schafft, wird man als "dumm und faul" abgestempelt und es wird> einem die alleinige Schuld angelastet.
Ein vernüftig denkender Mensch analysiert vielleicht erst einmal sein
eigenes Verhalten. Aber es ist wohl in der Gesellschaft in Mode gekommen
zu sein, erst einmal anderen die Schuld für seine Situation zu geben.
Robert schrieb:> Wer keinen gut> bezahlten Job als Ing. findet, der muss (!) zwangsläufig "dumm und faul"> sein oder seine Bewerbungsunterlagen sind nicht in Ordnung.
Nicht zwangsläufig. Wer ein Diplom schafft ist höchstens eins von
beiden. Ich zum Beispiel zähle mich oft zu den Letzteren. Es ist häufig
auch eher eine Einstellungssache. Für die Firma muss man einen Nutzen
haben und sich auch so verhalten, dass man in die Firma passt. Nach
meinen Beobachtungen in diesem Forum trifft das auf viele nicht zu.
Robert schrieb:> Kann ich dir sagen, für Ing.s heißt die Zukunft Hartz IV und damit> verbunden Zwangsarbeit.
Diese Verallgemeinerung ist Blödsinn. Die meisten Ingenieure haben einen
guten (oder wenigstens gut bezahlten) Job.
Robert schrieb:> Mit einem> durchschnittlichen Ing.- Gehalt musst du dafür nur ca. 120 Jahre> arbeiten.
Auch Blödsinn (siehe oben).
Tüdelü schrieb:> Wenn man selbst nicht von der Situation betroffen ist, kann man> natürlich bequem über die Heulsusen ablästern...
Wenn ich in einer solchen Situation wäre, hätte ich anderes zu tun als
in einem Forum herumzuheulen. Es gibt einfach unterschiedliche
Verhaltensweisen in einer solchen Lage.
Stefan L. schrieb:> Wenn ich in einer solchen Situation wäre, hätte ich anderes zu tun als> in einem Forum herumzuheulen. Es gibt einfach unterschiedliche> Verhaltensweisen in einer solchen Lage.
Woher weisst du eigentlich so genau, was in einer hypothetischen
Situation passieren würde? Klar hat man eine Vorstellung von den
Schritten, die man unternehmen würde. Die Realität sieht dann doch oft
nochmal anders aus, als man sich das vorgestellt hat.
Du unterstellst hier, dass Leute ausschließlich herumheulen und sonst
nichts anderes tun oder getan haben. Was ist, wenn sie sich nach bestem
Wissen und Gewissen bemüht haben und trotzdem scheitern? Bleibt dann
wirklich nur noch die Antwort "Pech gehabt, da warst du wohl zu
blöd/faul/..."?
Stefan L. schrieb:> Und inwiefern siehst du darin eine Notwendigkeit zum Herumheulen?
Gründe sind u.a.:
- Wiel ich keine Lügen mag.
- Weil es meine Lebenssituation beruflich und privat beeinflußt, z.B.
bin ich kaum über Hartz IV Nivau.
- Weil Versprechungen, die gemacht wurden und auch noch werden, nicht
eingehalten werden. z.B. "alle unesere Absolventen haben gut bezahlte
Jobs."
- Weil ich das Ausnutzen einer Machtposition zum eigenen Nutzen auf
Kosten anderer ethisch nicht gut finde. (Ja, ich weis, kein Ing. kann
sich Ethik leisten.)
> Ein vernüftig denkender Mensch analysiert vielleicht erst einmal sein> eigenes Verhalten. Aber es ist wohl in der Gesellschaft in Mode gekommen> zu sein, erst einmal anderen die Schuld für seine Situation zu geben
Wenn mir Dinge versprochen werden wie "jeder Asbolvent bekommt einen
guten Job" und die Realität so aussieht, dass mindestens (!) 1/3 aller
Absolventen gar keinen Job haben oder fachfremd Regale im 1-Euro-Shop
einräumen müssen, sehe ich durchaus eine Mitschuld bei "anderen".
Ansonsten hast du teilweise Recht, meine obige Darstellung ist etwas
pessimistisch. Nichtsdestotrotz ist genau das die Situation für eineige
zehntausend Ing.s monentan in Deutschalnd. Das sollte auch nicht
vergessen werden!
Und ein Eigenheim ist aus vielen Gründen für viele heutzutage nicht mehr
möglich. 2 wichtige Gründe sind, geringes Gehalt und die vom Arbeitgeber
häufig geforderte landesweite Mobilität, bzw. ein unsichrere
Arbeitsplatz der einen Umzug zum neuen Job erforderlich macht.
Tüdelü schrieb:> Ich würde ja gerne die Aufmerksamkeit einmal darauf lenken, warum jeder> einzelne hier in diesem Thread diskutiert.
Ein durchaus interessanter Ansatz. Bei mir sind einige Gründe schon oben
angegeben. Weitere sind:
- Jungen Menschen zumindest eine realistische Sichtweise anhand von
Fakten zu ermöglichen. Auch gerade junge Menschen auf Risiken (!)
hinzuweisen und nicht ins offene Messer laufen zu lassen.
- Ich kann bestimmte Behauptungen ganz einfach nicht mehr ertragen! Mir
hat man solche Märchen erzählt wie "alle Abolventen haben einen guten
Job und Ing.s werden von der Industrie händerinngend gesucht, es stehen
Firmenvertreter in der Mensa und umwerben Sie mit hochdotierten
Arbeitsverträgen"! Das muss man sich mal vorstellen, solche Märchen! Ich
habe noch niemals (!) Firmenvertreter in der Mensa oder sonst wo
gesehen, nur paar Hochglanz-Prospekte, wo drin steht wie toll die Frima
ist und das man sich im Internet bewerben soll. Im Internet in den
Job-Börsen erfährt man dann, dass Absolventen so gut wie nicht gesucht
werden. Gehälter sind brutal niedrig!
> Es bringt wenig, nur auf die schwierige Situation zu schimpfen
Aber ändern kann man sie eben auch nicht! Wenn man erst mal bestimmte
Studienleistungen hat, kann man die auch nicht mehr ändern. Wenn man
dann für die Industrie eben nicht mehr gut genug ist, was soll man dann
bitte machen? Außerdem muss (!) man per Gesetz jede Arbeit annehmen. Das
Grundgesetzt mit "kein Deutscher darf zu einer Arbeit gezwungen werden"
ist ausgehebelt und gilt nur noch für Reiche.
> auf die zu> treten, die schon am Boden liegen (scheint mir aber traurigerweise> manchmal Nationalsport zu sein).
Das ist typisch deutsch. Man beobachtet seinen Nachbarn immer sehr
genau. Hat er ein größeres Auto, dann ist er ein "mieses
Kapitalistenschwein". Hat er keinen Job, ist er natürlich ein
"Sozialschmarotzer". Auf anderen rumtrampeln und Neid sind (fast) die
einzigen Freuden des Deutschen. In Deutschland steht jeder in der
Schusslinie, ganz egal ob Student, Hilfsarbeiter oder Top-Manager. Jeder
bekommt kräftig einen auf das Fell.
Robert schrieb:> - Weil Versprechungen, die gemacht wurden und auch noch werden, nicht> eingehalten werden. z.B. "alle unesere Absolventen haben gut bezahlte> Jobs."
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Glauben an diese Versprechungen
einer der Hauptgründe deiner Situation sind.
Aber man kann es sicherlich keinem vorwerfen, solche Versprechungen zu
machen - es ist eben Werbung. Ich schaue zwar kein Fernsehen, ich weiß
aber trotzdem, dass man nicht allen Werbeversprechungen blind vertrauen
darf. Und das schon seit dem Grundschulalter.
Robert schrieb:> und die Realität so aussieht, dass mindestens (!) 1/3 aller> Absolventen gar keinen Job haben oder fachfremd Regale im 1-Euro-Shop> einräumen müssen, sehe ich durchaus eine Mitschuld bei "anderen".
Beweise das erst einmal!
Tüdelü schrieb:> Woher weisst du eigentlich so genau, was in einer hypothetischen> Situation passieren würde? Klar hat man eine Vorstellung von den> Schritten, die man unternehmen würde. Die Realität sieht dann doch oft> nochmal anders aus, als man sich das vorgestellt hat.
Das mag sein. Trotzdem bin ich immer darauf vorbereitet. Nach den vielen
Erzählungen hier zu schließen, waren das die meisten Meckerer eher
weniger.
"Jammern" tun übrigens genau die Firmen! Die sind es doch, die in den
Dauer-Jammer-und-Heul Modus geschaltet haben. Und die haben doch auch
die mediale Präsenz, ihrem Gejammere eine laute Stimme zu verleihen.
Der Bewerber muss sich viel Kritik an seinem Lebenslauf gefallen lassen.
Die Firmen können sich aber offenbar alles leisten. Schwarze Kasse,
Edel-Prostituierte (="Erfrischungen") auf Firmenkosten usw. usw.
Wenn eine Firma keine Ing.s findet, dann zahlt sie eben zu schlecht oder
hat ein kaputtes Image. Das sollten die Firmen auch nicht vergessen und
mal lieber daran arbeiten. Aber den Firmen wird wohl jeder noch so
abwegige Wunsch erfüllt. Der deutsche 50-jährige Ing. ist zu alt für die
letzte kleine Klitsche? Ein Ing. will mehr als ein Hilfsarbeitergehalt?
Kein Problem, dann führt die Bundesregierung mal eben Zwanfsarbeit ein
und sorgt dafür das viele Farchkräfte aus dem Ausland kommen, um die
Löhne noch weiter zu drücken! Für die Geldmacht tut die
Marionetten-Regierung schließlich alles!
Stefan L. schrieb:> Ich kann mir gut vorstellen, dass der Glauben an diese Versprechungen> einer der Hauptgründe deiner Situation sind.
Ein bißchen Naivität gehört schon dazu. Aber irgendwoher muss man sich
schließlich informieren.
Dass 1/3 der Absolventen keinen Job als Ing. hat kann ich dir hier so
nicht beweisen. Aber einige andere User berichten von ähnlichen
Tendenzen.
Robert schrieb:> "Jammern" tun übrigens genau die Firmen! Die sind es doch, die in den> Dauer-Jammer-und-Heul Modus geschaltet haben.
Und deswegen muss man es ihnen nachmachen?
Robert schrieb:> Der Bewerber muss sich viel Kritik an seinem Lebenslauf gefallen lassen.
Wurde schon oft erwähnt: Das ist oft nur ein Psychotrick.
Robert schrieb:> Wenn eine Firma keine Ing.s findet, dann zahlt sie eben zu schlecht oder> hat ein kaputtes Image.
Auch darüber habe ich mich schon ziemlich lange ausgelassen. Kurz noch
einmal: Ein schlechter (=ländlicher mit geringer Arbeitslosenquote)
Standort in Verbindung mit einem uncool klingendem Arbeitsbereich reicht
da schon, um ernsthafte Probleme zu bereiten, Leute zu bekommen.
Robert schrieb:> Ein bißchen Naivität gehört schon dazu. Aber irgendwoher muss man sich> schließlich informieren.
Selbst mitdenken hilft da schon gewaltig.
Robert schrieb:> Dass 1/3 der Absolventen keinen Job als Ing. hat kann ich dir hier so> nicht beweisen. Aber einige andere User berichten von ähnlichen> Tendenzen.
Die User hier bilden absolut keine Grundlage für einen Beweis. Das sieht
man schon am Nachbarthread: Es gibt eine ganze Menge jammerer, wenn man
aber eine konkrete Frage stellt, antwortet plötzlich ein ganzer Haufen
normal angestellter und gutverdienender Ingenieure.
Stefan L. schrieb:> Selbst mitdenken hilft da schon gewaltig.
Ok, das stimmt natürlich. Es liegt eben in der Natur des Menschen auch
gerne an die Sachen zu glauben, an die man glauben möchte, weil sie
einem eben gefallen. Und wenn man 20 Jahre alt ist und gerade sein Abi
hat, dann hat man auch noch nicht so viele Informationen. Gut ist
natürlich, wenn der Vater selber Ing. und Abteilungsleiter ist und einem
genau sagen kann, wie das Berufsleben so ist und welche Leute wirklich
eingestellt werden Aber diesen Luxus hat eben nicht jeder.
> Ein schlechter (=ländlicher mit geringer Arbeitslosenquote)> Standort in Verbindung mit einem uncool klingendem Arbeitsbereich reicht> da schon, um ernsthafte Probleme zu bereiten, Leute zu bekommen.
Das kann durchaus sein. Allerdings ist auch von einem Unternehmen naiv
zu sagen "wir gehen jetzt mal irgendwo hin, wo das Bauland billig ist
und wo wir 5 Jahre keine Steuern zahlen müssen". das so ein -unternehmen
evt. später keine geigneten Leute bekommt ist dann ebne der Preis für
die strukturschwache Gegend.
Robert schrieb:> Das kann durchaus sein. Allerdings ist auch von einem Unternehmen naiv> zu sagen "wir gehen jetzt mal irgendwo hin, wo das Bauland billig ist> und wo wir 5 Jahre keine Steuern zahlen müssen".
Das wurde das letzte mal auch schon als Kritik angebracht.
Was ist aber, wenn das Unternehmen schon vor >30 Jahren gegründet wurde?
Wenn es ein Familienunternehmen ist, das einfach am Geburtsort des
Gründers entstanden ist? Es damals noch nicht absehbar war, dass es ein
großes Hi-Tech-Unternehmen mit ca. 50 Ingenieuren wird? Damals von
Landflucht noch keine Rede war?
Und ein Unternehmen mit eben benannten 50 Ingenieuren und mehreren
hundert Arbeitern und Angestellten umzusiedeln, nur weil man die vier
fünf neuen Ingenieuere, die man braucht, nicht bekommt ist auch wenig
zielführend. Wenn es eine riesige Masse an arbeitslosen Ingenieuren
gäbe, müssten die denen die Bude einrennen.
Robert schrieb:> Ok, das stimmt natürlich. Es liegt eben in der Natur des Menschen auch> gerne an die Sachen zu glauben, an die man glauben möchte, weil sie> einem eben gefallen. Und wenn man 20 Jahre alt ist und gerade sein Abi> hat, dann hat man auch noch nicht so viele Informationen.
Das stimmt. Aber das kann man dann auch niemanden vorwerfen.
Robert schrieb:> Gut ist> natürlich, wenn der Vater selber Ing. und Abteilungsleiter ist und einem> genau sagen kann, wie das Berufsleben so ist und welche Leute wirklich> eingestellt werden Aber diesen Luxus hat eben nicht jeder.
Das stimmt auch. Aber falls das eine Andeutung sein soll: Ich gehöre
nicht dazu. Ich hatte auch nie derartiges Vitamin-B; das wurde alles
selbst erarbeitet.
> Absolventen gar keinen Job haben oder fachfremd Regale im 1-Euro-Shop> einräumen müssen, sehe ich durchaus eine Mitschuld bei "anderen".
So was gibts gar nicht, weil solche Arbeiten weder gemeinnützig,
zusätzlich sind und keine andere Beschäftigten verdrängen dürfen und
außerdem ist das ein Werkzeug der Argen und die haben mit dem
Arbeitsmarkt oder der Vermittlung praktisch nichts mehr zu tun.
Da wird nur noch Langzeitarbeitslosigkeit verwaltet.
>Aber man kann es sicherlich keinem vorwerfen, solche Versprechungen zu>machen - es ist eben Werbung.
Eher Wettbewerb, würde ich sagen und zwar unlauterer Wettbewerb, meist
von Leuten angewandt um sich zusätzliche Privilegien zu verschaffen,
weil die genau wissen wann die Naivlinge(soll keine Beleidigung sein)
vor sich haben, vor allem wenn der Bewerber noch jung und unerfahren
ist. Nur bleibt der Bewerber das nicht und lässt das im
Bewerbungsgespräch
oft auch durchblicken und dann bewegt sich oft auch nichts mehr. Daher
haben die Älteren die entsprechenden Schwirigkeiten, denn die AG suchen
gut ausgebildete Naivlinge und daran gibts nichts zu rütteln.
>Ich schaue zwar kein Fernsehen, ich weiß aber trotzdem, dass man>nicht allen Werbeversprechungen blind vertrauen darf. Und das>schon seit dem Grundschulalter.
Jeder weiß das, aber dieses Wissen nützt dir wenig wenn im
wirtschaftlichen Umfeld gelogen wird was das Zeug hält. Dann
kannst du die Wahrheit auch bald nicht mehr erkennen und
verhungerst.
Wenn euch das System so nicht gefällt dann müsst ihr euch das System
zum eigenen Vorteil zu Nutze machen und euch selbständig machen.
Rum heulen bringt wirklich nichts und freie Jobs gibts entgegen allen
Beteuerungen auch nicht. Wenn überhaupt, werden die auch besetzt,
aber natürlich mit anderen, falls es überhaupt offene Stellen sind.
Für Arbeitgeber gilt ein stets zutreffenden Spruch:
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, selbst wenn er mal die
Wahrheit spricht.
Also Leute, munter bleiben und Hartz 4 genießen, solange es noch
was gibt.
Mike Hammer schrieb:> Wenn euch das System so nicht gefällt dann müsst ihr euch das System> zum eigenen Vorteil zu Nutze machen und euch selbständig machen.
Das Problem dabei ist bei vielen wohl die Finanzierung. Außerdem kann
sowas auch gewaltig in die Hose gehen und dann steht man am Ende mit
Schulden da, die bekannten Probleme halt. Man muss auch ehrlich sagen,
dass man auch erst mal eine gute Idee braucht, die eben noch kein
anderer hatte, dann das alles umsetzten, sich mit Vorschriften und
Produkthaftung rumschlagen und das wichtigste auch Kunden, die das auch
wirklich finanziell (!) zu schätzen wissen, was man da macht.
Stefan L. schrieb:> Was ist aber, wenn das Unternehmen schon vor >30 Jahren gegründet wurde?> Wenn es ein Familienunternehmen ist, das einfach am Geburtsort des> Gründers entstanden ist?
Tja, das ist dann wohl Pech für das Unternehmen. Genauso wie es für den
Bewerber Pech ist, wenn er 20 Jahre in einer Sackgassentechnologie
gearbeitet hat. Dem Bewerber wird dann häufig der Vorwurf gemacht, er
hätte das kommen sehen müssen und soll sich jetzt bitteschön mit seiner
Unvermittelbarkeit abfinden. Das Unternehmen bekommt u.U. noch
Subventionen.
> Wenn es eine riesige Masse an arbeitslosen Ingenieuren> gäbe, müssten die denen die Bude einrennen.
Das ist auch z.T. der Fall. Nur auch der Mittelstand nimmt lange nicht
jeden. Wenn ein Unternehmen keinen findet, muss es eben auch mal einen
einstellen, der nach 20 Semestern mit 3,7 abgeschlossen hat! Genau das
ist aber auch für den Mittelstand häufig absolut unvorstellbar! Aber
genau das ist der Markt!! Die Top-Leute arbeiten bei den Konzernen, der
Mittelstand muss eben akzeptiren, dass er nur den "Rest" bekommt.
Die Konzerne haben einen besseren Ruf und (!) zahlen (deutlich) besser!
Womit kann der Mittelstand punkten? Um auf dein Bsp. zurückzukommen. Ich
garantiere (!) dir, wenn der Mittelständler einem Absolventen 60 k Euro
und einem mit Berufserfahrung 80k-90k zahlt, rennen die Bewerber dem
Mittelständler die Bude ein! Wenn alerdings der Top-Absolvent für 34k
Euro anfangen soll, dann gibt es keine Bewerber. Wenn die Firma nicht
mehr zahlen kann, ist das Geschäftsmodell der Firma im Hintern! Ganz
klare Sache. Ich kann auch nicht sagen, ich will fur 1 kwh Strom statt
20 Cent nur 5 Cent bezahlen oder für 1 Liter Benzin nur 50 Cent. Sowas
kann ich nicht akzeptieren. Wenn die Firma keinen Ing. findet zahlt sie
nicht genug. wenn sie nicht mehr zahlen kann, ist sie sowieso eigentlich
schon "tot".
Meine Erfahrungen sind ganz andere. Ich war mit über 900 Bewerbungen
präsent, bei Konzernen und im Mittelstand. Was ich da erlebt habe
spottet jeder Beschreibung. Ich hatte Angebote über ganze dreiste
Angebote von 14.000 Euro brutto im Jahr. Ein anderes Unternehmen hat mir
ernsthaft 12 Monate komplett unbezahltes Praktikum vorgeschlagen! Am
Anfang habe ich noch nach der versteckten Kamera gesucht, aber die
meinten das ernst. Ein Mangel sieht einfach anders aus.
Robert schrieb:> Tja, das ist dann wohl Pech für das Unternehmen. Genauso wie es für den> Bewerber Pech ist, wenn er 20 Jahre in einer Sackgassentechnologie> gearbeitet hat. Dem Bewerber wird dann häufig der Vorwurf gemacht, er> hätte das kommen sehen müssen und soll sich jetzt bitteschön mit seiner> Unvermittelbarkeit abfinden.
So ein Schwachsinn. Ein Unternehmen muss sich erst einmal um seine
Stammbelegschaft kümmern. Ein Bewerber hat da wesentlich mehr
Freiheitsgrade.
Robert schrieb:> Die Konzerne haben einen besseren Ruf und (!) zahlen (deutlich) besser!> Womit kann der Mittelstand punkten? Um auf dein Bsp. zurückzukommen. Ich> garantiere (!) dir, wenn der Mittelständler einem Absolventen 60 k Euro> und einem mit Berufserfahrung 80k-90k zahlt, rennen die Bewerber dem> Mittelständler die Bude ein!
Um damit die Stammbelegschaft zu verprellen? Klar doch.
So jemand muss auch erst einmal das Geld wert sein. Ein
Langzeitarbeitsloser ist für ein solches Unternehmen erst einmal nicht
sehr viel mehr wert als ein Absolvent. Vor allem wenn relativ seltene
Kenntnisse benötigt werden.
Dann wird lieber auf eigen herangezogener Nachwuchs gesetzt. Das halte
ich auch sehr sinnvoll. Die Alternative war das Einkaufen über einen
Dienstleister.
Robert schrieb:> Wenn alerdings der Top-Absolvent für 34k> Euro anfangen soll, dann gibt es keine Bewerber.
Das weiß der Bewerber ja nicht. Und selbst wenn - die
Absolventengehälter waren überdurchschnittlich.
Robert schrieb:> Meine Erfahrungen sind ganz andere. Ich war mit über 900 Bewerbungen> präsent, bei Konzernen und im Mittelstand. Was ich da erlebt habe> spottet jeder Beschreibung. Ich hatte Angebote über ganze dreiste> Angebote von 14.000 Euro brutto im Jahr. Ein anderes Unternehmen hat mir> ernsthaft 12 Monate komplett unbezahltes Praktikum vorgeschlagen! Am> Anfang habe ich noch nach der versteckten Kamera gesucht, aber die> meinten das ernst. Ein Mangel sieht einfach anders aus.
Du bist eben ein Einzelfall.
Stefan L. schrieb:> Ein Bewerber hat da wesentlich mehr> Freiheitsgrade.
Aber Ing.s ab 50 Jahren haben auch nicht mehr so viele Freiheitsgerade.
> Um damit die Stammbelegschaft zu verprellen? Klar doch.>> So jemand muss auch erst einmal das Geld wert sein. Ein> Langzeitarbeitsloser ist für ein solches Unternehmen erst einmal nicht> sehr viel mehr wert als ein Absolvent.
Ich denke das Unternehmen sucht so händeringend und findet - jammer
jammer - keinen. Dann muss man auch den Markt akzeptieren! Und in
Hinblick auf die Stammbelegschaft, auch die müssen das akzeptieren. Die
können sonst auch eine Gehaltserhöhung bekommen. Wenn die Firma das
nicht zahlen kann, wie gesagt, ist das Geschäftsmodell eh nicht viel
wert. Es passt doch nicht zusammen, "wir finden niemanden" und "wie
zahlen aber 30% weniger als die Konzerne". Das ist in diesem Falle dann
ein Widerspruch.
Das Gehalt ist zum einen die Grundlagen für das Leben von dem, der es
bekommt. Aber es ist auch der Preis für eine "Ware". Ich sage nicht,
dass der Mensch eine Ware ist, aber der Markt unterliegt nun mal den
gleichen harten Gesetzten. Warum ist Öl teuer und Luft billig? Weil es
nur wenig Öl gibt und es mühsam gefördert werden muss und es eine große
globale Nachfrage gibt. Luft ist für das Überleben viel wichtiger, aber
trotzdem meist kostenlos.
Die üblichen Gehälter im Sinne von "der ist nur so viel wert" gelten
dann eben nicht. Es gilt nur, wie viel muss ich zahlen, um jemanden zu
bekommen, bevor ihn die Konkurrenz bekommt. Immobilien verändern auch
ihren Wert. Ein Haus, was vor 10 Jahren in München 200k gekostet hat,
kostet jetzt 600k. Genau das ist der Markt. Wenn ein Ing. für den
Mittelstand jetzt eben statt 38k nun 55k kostet, muss man das so
hinnehmen oder man nimmt nicht mehr am Markt teil. Das "nicht mehr am
Markt teilnehmen" äußert sich darin, dass man eben keine Ing.s bekommt.
So einfach ist das. (Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass es ein
Überangebot an Bewerbern gibt. Ich habe noch keine einzige Firma mit
"Ing.Mangel" erlebt. Nur Rosinenpicken mit spitzen Fingern ist
angesagt.)
> Du bist eben ein Einzelfall.
Ja, weil ich sage, dass manches nicht gut ist und nicht den Schwanz
einziehe vor der Geldmacht. Viele, die mit ihrem Job nicht zufrieden
sind, halten einfach die Klappe und fressen alles in sich rein.
Außerdem, warum bietet mir eine Firma 12 Monate unbezahltes Praktikum an
(als Absolvent), wenn die nicht davon ausgehen, dass es auch jemand
annimmt?
Robert schrieb:> Stefan L. schrieb:>> Ein Bewerber hat da wesentlich mehr>> Freiheitsgrade.>> Aber Ing.s ab 50 Jahren haben auch nicht mehr so viele Freiheitsgerade.
Dann darf aber nicht darüber gejammert werden, dass viele Ings ab 50
arbeitslos sind, denn das sind dann Gründe, die nicht von Firmen
verschuldet sind.
Robert schrieb:> Ich denke das Unternehmen sucht so händeringend und findet - jammer> jammer - keinen. Dann muss man auch den Markt akzeptieren!
Ja, das wurde dann auch so gehandhabt. Wenn man nur über Dienstleister
Leute bekommt, muss man eben darauf zurückgreifen. Ansonsten wurde
eigener Nachwuchs herangezogen, was natürlich sinnvoller ist als sich
auf einem ziemlich abgegrasten Markt unflexibler Arbeitsloser zu
bedienen.
Von einer Bewerberschwemme, die hier immer propagiert wird, war da
nichts zu spüren.
Robert schrieb:> Und in> Hinblick auf die Stammbelegschaft, auch die müssen das akzeptieren. Die> können sonst auch eine Gehaltserhöhung bekommen.
Wieso sollte man die Gehälter noch einmal erhöhen, wenn man sowieso
schon überdurchschnittlich bezahlt? Und man bekommt ja die Leute, nur
eben nicht so schnell und nicht auf dem Weg, den ihr gerne hättet. Aber
du hast ja sehr eindrucksvoll beschrieben, wieso das so ist. Der Berg
soll gefälligst zum Propheten kommen, weil ihm der Fußweg einfach zu
unangenehm ist.
Robert schrieb:> Ja, weil ich sage, dass manches nicht gut ist und nicht den Schwanz> einziehe vor der Geldmacht.
Damit bleibt dir doch nur die Selbstständigkeit, da du bei jeder
abhängigen Arbeit "den Schwanz einziehen" musst. Und selbst bei
Selbstständigkeit bist du meistens von den "Mächtigeren" abhängig.
Arbeitslosengeld oder H4 beziehen ist eigentlich auch keine Option, da
du ja damit von der Politik abhängig bist, die auch nur über die
Geldmacht bestimmt ist. Das erinnert mich an die Leute, die in eine
Firma gehen mit der Erwartung, dass sie gleich Chef werden und sich von
niemanden etwas sagen wollen.
Robert schrieb:> Außerdem, warum bietet mir eine Firma 12 Monate unbezahltes Praktikum an> (als Absolvent), wenn die nicht davon ausgehen, dass es auch jemand> annimmt?
Das ist ein perfekter Test, um das Selbstvertrauen eines Bewerbers zu
testen.
Stefan L. schrieb:> Robert schrieb:>> Außerdem, warum bietet mir eine Firma 12 Monate unbezahltes Praktikum an>> (als Absolvent), wenn die nicht davon ausgehen, dass es auch jemand>> annimmt?>> Das ist ein perfekter Test, um das Selbstvertrauen eines Bewerbers zu> testen.
Denke ich auch. Es würde daher Sinn machen höfflich auf das Ende des
Gesprächs hinzuweisen, da man zu diesen Konditionen keine Zusammenarbeit
sieht. Und mal ehrlich, wer kann es sich schon leisten 12 Monate
vollzeit ohne Bezahlung ein Prakikum zu machen. Da versagt jede Logik
und Verstand.
Deutschland möchte, dass seine Fachkräfte Platz machen für die
Zuwanderung. Kommt der Politik und der Wirtschaft entgegen und belastet
sie nicht mit euren "hohen" Gehältern. Hier ein Artikel zur Motivation
und eine Übersicht welche Länder den Zuzug von Fachkräften schätzen und
sie auch vernünftig bezahlen:
http://www.wohin-auswandern.de/abwanderung-deutschland
>Deutschland möchte, dass seine Fachkräfte Platz machen für die>Zuwanderung.
Ja? Wer ist "Deutschland"?
>Kommt der Politik und der Wirtschaft entgegen
Begründung?
>und belastet sie nicht mit euren "hohen" Gehältern.
Auch ein indischer oder osteuropäischer Ingenieur, der nach Deutschland
kommt, hat ein Problem: auch er muss Sozialbeiträge, Wohnung, sonstige
Lebenshaltung finanzieren. Nur weil ein Ausländer ein Ausländer ist,
kann dieser nicht von 30% der ortsüblichen Gehalts leben.
BTW: ich denke, die hochqualifizierten deutschen Fachkräfte brauchen
keine Angst zu haben: mit der stetigen Entwicklung Deutschlands zum
Niedriglohnland wird es zukünftig kaum noch gut ausgebildete
ausländische Fachkräfte geben, die so dumm sind, nach Deutschland zu
kommen.
Diese Rufe aus der Wirtschaft, man müsse wegen fehlender Arbeitskräfte
hierzulande ins Ausland verlagern, ist grotesk. Die gesamte Diskussion
um die angeblich fehlenden Fachkräfte gewinnt zunehmend die
Aufmerksamkeit der Medien, wo immer häufiger die pervertierte
Lügenmaschinerie der Wirtschaft, die tatsächliche Situation der
hochqualifizierten Fachkräfte in .de und die ganze Widersprüchlichkeit
der Diskussion angesprochen wird. Jedenfalls läuft in diesem Bereich zur
Zeit grundlegend etwas so schief, wie ich es in Deutschland selten
erlebt habe.
Ohne wahrheitsgemäße Transparenz wird sich daran auch nichts ändern.
Dafür hat die Wirtschaft doch gesorgt und das nachhaltig.
Wenn die Bewerbungsverfahren erkennen ließen das man ein Chance
hätte wäre es kein Problem sich zu bewerben, nur wer all zu oft
einen Korb ohne jegliche Begründung erhalten hat, der mach dieses
böse Spiel der Unternehmen irgend wann nicht mehr mit. Das kostet
nur Geld und Nerven. Wenn man sich die Stellenangebote anschaut
kann man sich eigentlich nur noch den Zeigefinger in den Hals stecken.
Schon allein wenn ich lese "geforderte Unterlagen: Zeugnisse,
Lebenslauf" für eine armselige schlecht beschriebene Stelle die
noch nicht mal zu einem passen würde, aber besser irgendeine Arbeit
als keine. Auch die stereotypen Antwortschreiben stehen in keinem
Verhältnis zum Aufwand den man selbst da treibt. Arbeitgeber müssten
sich gegenüber Bewerbern auch verantworten, auch wenn es noch so schwer
fällt. Nur so kann man seinen beruflichen Werdegang wenigstens etwas
planen (Fortbildung) und hoffen das man dann Fair und mit Respekt
behandelt wird.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Handel.
In Zeiten der Krise, wenig Jobs und viele Bewerber, bestimmt eher die
Arbeitgeberseite die Spielregeln (Löhne etc.).
In Zeiten des Aufschwungs dreht sich das Blatt, das darf nicht sein,
zumindest aus Sicht der Arbeitgeber.
Also was tun; es gibt immer weniger qualifizierte Bewerber auf immer
mehr Jobs.
Lösung: Das Angebot an qualifizierten Fachkräften wird verkleinert, in
dem man die Qualifizierung für die Jobs erhöht.
Folge: Die Löhne/Gehälter steigen nicht nach dem
Nachfrage/Angebots-Prinzip.
Es eröffnen sich neue Geschäftsfelder der Weiterbildung, finanziert
natürlich durch die Arbeitsagentur.
Habe bevor ich wieder einen Job gefunden habe von 2
Ingenieurdienstleistern ein Angebot auf Weiterbildung bekommen, wenn ich
einen Bildungsgutschein der AA vorlege.
Laut DIHK können nur 30% der Stellen problemlos besetzt werden.
Was heisst problemlos? Weniger als 3 Tage nach einem Bewerber suchen?
Ich habe wieder einen Job, wieder bei einem Ingenierdienstleister und
werde mich mal weiterbewerben, da müßte ich doch bei dem
Fachkräftemangel mit Angeboten fast überschüttet werden.
Ich habe keinen Zweifel, das es in gewissen Fachbereichen oder auch
Regionen einen Fachkräftemangel gibt.
Aber das 70% der Firmen (ernsthafte) Probleme haben eine Stelle zu
besetzen, zeigt wohl eher das Unvermögen Im Bereich Personalbeschaffung.
Personalentscheider, die das anders sehen, können hier gerne ihre Nöte
loswerden, wie schwierig es ist, den passenden Kandidaten zu finden.
Hier wird ihnen geholfen, zumindest versucht.
Einen schönen Restsamstag noch
Peter
Das es der Industrie bei der momentane Fachkräfte-Auswanderungswelle
schon etwas bange wird ist fast verständlich. Das die notwendigen
Maßnahmen nicht getroffen werden und die Industrie statt dessen jammert
ist nicht verständlich.
Wer Ingenieure ein bisschen versteht und kennt, weiß wie man welche
bekommt:
* Interessante Aufgabe.
* Faire Bezahlung.
* Fairer Umgang mit allen Mitarbeitern.
* Vernünftige Chefs (besonders nicht diese letzten dauerkoksenden,
karrieregeilen Dreckswichser von BWLern als Planer und Vorgesetzte)
* Langfristige Perspektive (sicherer Arbeitsplatz, nicht ständige
Drohung mit Outsourcing und Abwanderung, sichtbare Investitionen in den
Standort und die Mitarbeiter)
* Vernünftiger Arbeitsplatz (kein 15 Jahre nicht renoviertes Dreckloch
mit Großraumbüros, anständige Geräte)
* Vernünftige Arbeitszeiten.
* Vernünftige Arbeitsunterstützung (Sekretärin für den Papierkram).
* Kurze Wege, wenig Bürokratie in der Firma.
* Keine Altersdiskriminierung.
* Flexible Arbeitszeitangebote.
* Deutliche finanzielle und logistische Hilfe beim Umzug (wer noch sein
altes Haus abzahlen muss, für den bedeutet ein Umzug und der Verkauf des
alten Hauses nicht selten den finanzielle Ruin).
Statt dessen droht man lieber weiter damit ins Ausland abzuwandern.
High Performer schrieb:> Jedenfalls läuft in diesem Bereich zur> Zeit grundlegend etwas so schief, wie ich es in Deutschland selten> erlebt habe.
Unternehmen, die gnadenlos ausbeuten und als Inhaber verhinderte
Dikatoren besitzen, haben keinen Nachteil in Deutschland sonder nmassive
Vorteile - Stichwort Abmahnung/Kündigung wegen Centbeträgen und pompöser
Gang vor den Kadi. Die Arbeitsagentur hat ein riesiges Reservoir an
Leuten, die nachgepumpt werden können. Bei den Ingenieuren ist das
Magazin natürlich nicht ganz so groß wie man gerne möchte, deshalb wird
fadenscheinig lamentiert. Das Ganze ist zwar keine Regel, aber auch
lange keine Ausnahme mehr. Die Ausbeuter werden immer mehr. Alle
Anständigen müssen zwangsläufig auch Ausbeuter werden oder gehen unter.
> Alle Anständigen müssen zwangsläufig auch Ausbeuter werden oder> gehen unter.
Das blöde an der Geschichte ist nur das der Deutsche Kulturkreis damit
auch untergeht
Dipl Ing ( FH ) schrieb:>> Alle Anständigen müssen zwangsläufig auch Ausbeuter werden oder>> gehen unter.>>> Das blöde an der Geschichte ist nur das der Deutsche Kulturkreis damit> auch untergeht
Das wäre der Lauf der Dinge... Gab es bei den Hochkulturen schon immer,
Majas, Inkas und und und.
Stefan L. schrieb:> Von einer Bewerberschwemme, die hier immer propagiert wird, war da> nichts zu spüren.
Wenn sich bei einer kleiner Firm z.B. 3 Leute muss man eben einen davon
nehmen!!! Auch wenn einer 5 Jahre arbeitslos war. Wenn die Firma
erwartet aus über 100 Bewerbungen den besten auszuwählen, ist das
realitätsfern. In jedem Fall wird der Markt es regeln.
Klar intern nachziehen ist super. Dann mach doch mal eben nen
Wochenendkurs mit dem Titel "wie werde ich Ing. in 2 Tagen". An der Uni
wird nun mal im Durchschnitt 7 Jahre gebraucht. Da kann man sicher auch
einen mit etwas Trainig nebenbei in ein paar Monaten auch zum Ing.
machen.
Robert schrieb:> @ Lukas>> Du bist ein weiterer Beweis dafür, dass auch sehr gute Ing.s, die sich>> (zumindest für ihr Alter) auch in der Prasxis bewiesen haben, von der>> Wirtschaft ganz offensichtlich nicht gebraucht werden!
Ja, ganz offensichtlich werde ich von vielen Unternehmen -insbesondere
aufgrund der Tatsache, dass ich Einsteiger bin- nicht benötigt. Ich habe
zwei Absagen erhalten in denen man mir mitteilte, dass man
ausschließlich erfahrene Ings. sucht. Das habe ich schriftlich per Mail
erhalten und bin fast vom Glauben abgefallen. Wenn jedes Unternehmen so
reagiert, hat in ein paar Jahren NIEMAND mehr erfahrene Ings. zur
Auswahl. Ein großer deutscher Automobilhersteller sagte mir ebenfalls
ab, weil man angeblich jemanden mit besserer Quali gefunden hatte. Dort
war man nicht einmal in der Lage, meinen Vornamen von meinem Nachnamen
zu unterscheiden: "Sehr geehrter Herr Lukas, ..." klang doch recht
befremdlich.
Ich habe Bewerbungen übrigens nur an Dienstleister und Großunternehmen
geschrieben. Zeitarbeitsfirmen habe ich aus Prinzip nicht angesteuert.
Nun fange ich bei nem Dienstleister für 40k im Jahr und ner 40
Std.-Woche an. Auf ein Jahr befristet und 6 Monate Probezeit. Tätigkeit
ist jedoch sehr interessant und eigentlich genau das was ich machen
möchte!
Robert schrieb:> Wenn sich bei einer kleiner Firm z.B. 3 Leute muss man eben einen davon> nehmen!!! Auch wenn einer 5 Jahre arbeitslos war. Wenn die Firma> erwartet aus über 100 Bewerbungen den besten auszuwählen, ist das> realitätsfern. In jedem Fall wird der Markt es regeln.
Nein muss man nicht, schließlich bekommt man ja über Dienstleister
bessere Leute.
Robert schrieb:> Klar intern nachziehen ist super. Dann mach doch mal eben nen> Wochenendkurs mit dem Titel "wie werde ich Ing. in 2 Tagen". An der Uni> wird nun mal im Durchschnitt 7 Jahre gebraucht. Da kann man sicher auch> einen mit etwas Trainig nebenbei in ein paar Monaten auch zum Ing.> machen.
Du hast irgendwie schon ein sehr einfaches Weltbild. Aber ich möchte
gerne mal etwas zu der Erweiterung deines Weltbildes beitragen: Google
mal nach "Ulmer Modell" und "Duale Hochschule". Vielleicht geht dir dann
ja ein Licht auf.
Dazu gibt es noch die Möglichkeit, Techniker für bestimmte Aufgaben
heranzuziehen. Das geht auch nicht über das Wochenende, aber die Zeit
muss man sich dann eben nehmen. Das Theoriewissen von Uni-Absolventen
wurde nur stellenweise gebraucht, wichtig war die Erfahrung und der
sichere Umgang mit der Technik. Und wenn dann doch mal Theoriewissen
gefragt war, hat man sich eben einen Doktoranten besorgt.
Stefan L. schrieb:> Und wenn dann doch mal Theoriewissen> gefragt war, hat man sich eben einen Doktoranten besorgt.
Diese Aussage charakterisiert dich wunderbar...
Ausgelutscht und Ausgespukt den Doktoranten?
In Deutsachland greift eine von BWL-Personalern eingeführte Unsitte um
sich. Qualifizierte Fachleute, die man unbedingt für ein Projekt
benötigt, werden fest einstellt mit einem guten Gehalt (sonst bekommt
man sie nicht) und dann kurz vor Ablauf der Probezeit wieder entlassen.
Die guten Leute sind über Sklavenhändler nicht zu bekommen und wollen
fest eingestellt werden. Dem kommt man mit dem Vertrag und dem guten
Gehalt entgegen, hat aber nicht vor den Vertrag über die Probezeit
hinaus fortzusetzen (Projekte dauern in der heißen Phase max. 6 Monate).
Damit wird dann der Lebenslauf ziemlich versaut.
Gästle schrieb:> Diese Aussage charakterisiert dich wunderbar...>> Ausgelutscht und Ausgespukt den Doktoranten?
Das hast du falsch verstanden. Einen Doktoranten bekommt man eher als
einen guten, fertigen Ingenieur von der Uni. Das ganze hatte dann aber
schon zum Ziel, denjenigen nach erfolgreichen Abschluss der Doktorarbeit
fest anzustellen. Das passt eben zur Strategie, den eigenen Nachwuchs
heranzuziehen.
Lukas schrieb:> Ich habe Bewerbungen übrigens nur an Dienstleister und Großunternehmen> geschrieben. Zeitarbeitsfirmen habe ich aus Prinzip nicht angesteuert.
Und was genau soll der Unterschied zwischen Zeitarbeitsfirma und
Dienstleister sein? Nicht wenige Firmen machen ja beides: eine
firmeneigene Entwicklungsabteilung bearbeitet Kundenaufträge "in house",
ein anderer Teil der Angestellten ist in Arbeitnehmerüberlassung bei
diversen Kunden tätig.
Mark Brandis schrieb:> Und was genau soll der Unterschied zwischen Zeitarbeitsfirma und>> Dienstleister sein? Nicht wenige Firmen machen ja beides: eine>> firmeneigene Entwicklungsabteilung bearbeitet Kundenaufträge "in house",>> ein anderer Teil der Angestellten ist in Arbeitnehmerüberlassung bei>> diversen Kunden tätig.
Größtenteils korrekt. Allerdings gibt es auch viele Ausnahmen von
Dienstleistern mit eigenen Entwicklungszentren. Im Falle einer
Verleihung durch Dienstleister macht sich dies im Vergleich zu reinen
Zeitarbeitsfirmen besser im Lebenslauf. Ich sehe es nicht ein, meine
Arbeitskraft für weniger Geld zu verkaufen, nur damit eine
Zeitarbeitsfirma sich an mir dumm und dämlich verdienen kann. Der
Dienstleister kann mich zwar verleihen, allerdings sieht man es dabei
eher als Unterstüzung des Kunden vor Ort an. Für mich stellt dieses
Prinzip jedenfalls einen riesigen Unterschied zur reinen Zeitarbeit, die
ausschließlich dem Zweck der "Zwischenschaltung" dient.
Stefan L. schrieb:> Nein muss man nicht, schließlich bekommt man ja über Dienstleister>> bessere Leute.
Und was kosten Ing über Dienstliester?? Ein Ing. bekommt beim
Diesntleister ca. 35k. Dem Unternehmen wird mind. 50k, eher 60k evt.
sogar noch mehr pro Jahr in Rechnung gestellt. Warum nicht gleich einen
fest einstellen.
Bessere Leute über Dienstleister??? Come on, get real! Das glaubst du
doch selbst nicht. Jeder will von Diesntleistern weg. 3 Jahre
Dienstleister, ok. 5 Jahre schon nicht mehr so gut. Länger als 5 Jahre
und man braucht es bei richtigen Firmen erst gar nicht mehr zu
versuchen.
Außerdem führst du immer neue Nebenbedingungen ein. Ich dachte, die
Firma findet keine Ing.s. Und es gibt auch Leute, die bei einem
Dienstlesiter lieber kündigen, als über DL zu irgendeiner Klitsche
geschickt zu werden.
Fakt ist, beim DL kommst du über das Aushilfslevel niemals hinaus!
a7x schrieb im Beitrag #1
836676:
> neue Propaganda:
Was soll man dazu noch sagen?
10 print ("Ing.-Mangel, Ing. händeringend gesucht")
20 delay(1 week)
30 ignore(all_facts)
40 goto 10
Ein Bekannter von mir ist vor ein paar Wcchen mit seinem Chemistudium
(Doktor) mit Schwerpunkt Nanotechnologie / Materialforschung? fertig
geworden und ist nun auf Jobsuche. Allerdings bislang nicht sonderlich
erfolgreich.
Entweder herrscht einfach kein Mangel an schon recht speziell
ausgebildeten Arbeitskräften -- oder man muss flexibler sein.
Jedenfalls meinte ich zu ihm, dass ein Abschluss an einer Universität im
Prinzip nur bedeutet, dass man irgendwie in der Lage ist,
wissenschaftlich zu arbeiten und die Fähigkeit hat, sich in ganz
unterschiedliche Gebiete schnell einarbeiten zu können.
Wahrscheinlich muss man flexibler sein und das nehmen, was man bekommt
--- wenn man kein Vitamin B zur Verfügung hat.
Robert schrieb:> Warum nicht gleich einen> fest einstellen.
Weil man keine ordentlichen Leute gefunden hat. Das habe ich doch schon
lang und breit erklärt.
Robert schrieb:> Bessere Leute über Dienstleister??? Come on, get real! Das glaubst du> doch selbst nicht.
Doch, das war tatsächlich so. Wieso genau diese Leute beim Dienstleister
gelandet sind konnte ich jedoch auch nicht nachvollziehen.
Robert schrieb:> Außerdem führst du immer neue Nebenbedingungen ein. Ich dachte, die> Firma findet keine Ing.s. Und es gibt auch Leute, die bei einem> Dienstlesiter lieber kündigen, als über DL zu irgendeiner Klitsche> geschickt zu werden.
Das ist keine neue Nebenbedingung. Noch einmal langsam für dich:
- Die Firma findet auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Leute.
- Bevor sie irgendeinen x-beliebiegen und wahrscheinlich untauglichen
Arbeitslosen nimmt, bildet sie selbst die Leute aus/weiter und bedient
den restlichen Bedarf über Dienstleister.
Und eine Firma mit einer 50-Mann-Entwicklung als kleine Klitsche abzutun
ist auch etwas realitätsfern.
Robert schrieb:> Fakt ist, beim DL kommst du über das Aushilfslevel niemals hinaus!
Gute Leute werden auch mal übernommen.
hanswurst schrieb:> --- wenn man kein Vitamin B zur Verfügung hat.
Das klingt immer so, als wäre Vitamin B etwas gottgegebenes. Die
wirklich wertvollen Beziehungen (also Besseres als "Der Sohn der besten
Freundin meiner Mutter") kann und muss man sich selbst erarbeiten.
>Gut ist natürlich, wenn der Vater selber Ing. und Abteilungsleiter ist und >einem
genau sagen kann, wie das Berufsleben so ist und welche Leute >wirklich
eingestellt werden Aber diesen Luxus hat eben nicht jeder.
Wenn ich mir die Reaktionen durchlese, die ich auf Ratschläge bekomme,
die ich genau so von meinem Vater gelernt habe (der Ing. und
Geschäftsführer eines recht grossen Unternehmens war), bekomme ich hier
nur Kritik und blöde Antworten.
Ich würde also nicht sagen, dass diejenigen, die hier rumjammern, davon
wirklich profitiert hätten.
Gruss
Axel
> Ich würde also nicht sagen, dass diejenigen, die hier rumjammern, davon> wirklich profitiert hätten.
Da hilft nur MINT studieren. Ob man dann wie eine Sternschnuppe am
Firmament verglüht merkt man dann später :-)
Ich schätze dass einige hier das Problem erkannt haben.
Alle Wirtschaftsnachrichten in Deutschland werden von irgendwelchen
Lobbyisten-Fabriken produziert, diese ganzen Falschmeldungen kommen nur
von Interessenverbänden, das ist das Problem.
Wenn man wirklich wissen will was im Lande passiert, empfehle ich
Nachrichten aus dem Ausland die Deutschland betreffen. Teilweise ist es
witzig da Gegenteil berichtet wird.
>Wenn man wirklich wissen will was im Lande passiert, empfehle ich>Nachrichten aus dem Ausland die Deutschland betreffen.
Was empfiehlst Du da?
ich lese immer
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/germany/
Aber das ist nur im Hinblick auf die rechte Szene in D interessant.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ingenieurmangel-technische-bildung-findet-nicht-statt.27d615ef-4f17-46f3-abbc-b0966b817b05.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+stn_alle_meldungen+%28STN+online+-+Alle+Meldungen%29
Herr Fuchs, was wollen Sie gegen den Ingenieurmangel tun?
Willi Fuchs:Kurzfristig müssen wir unsere jetzt aktiven Ingenieure so
weiterbilden, dass sie bis 65 oder 67 arbeiten können. Zudem brauchen
wir eine Zuwanderungspolitik für Ingenieure. Unser Land muss attraktiv
werden für Fachkräfte aus dem Ausland. Wir müssen die Einkommensgrenzen
für die Bewilligung einer Arbeitsgenehmigung drastisch senken oder
besser ganz abschaffen.
Hähh!!! Wie soll Deutschland für ausländische Ingenieure attraktiver
werden, wenn die Einkommensgrenzen gesenkt werden? 64.000 Euro sind
unserem verlogenen Fuchs und seiner korrupten Großindustriesaubande
anscheinend schon zuviel. Wieder ein unfreiwillig erbrachter Beweis,
dass es ausschließlich um Lohndrückerei geht und die Bande soviel mit
der Wahrheit zu tun hat wie Dr. Göbbels oder unsere
Ex-DDR-Führungskräfte.
Es wird Zeit, diesen Fuchs endlich schadlos zu machen - Fangschuss
bitte!
Fuchs du hast die Gans gestohlen schrieb:>Wieder ein unfreiwillig erbrachter Beweis, dass es>ausschließlich um Lohndrückerei geht und die Bande>soviel mit der Wahrheit zu tun hat wie Dr. Göbbels>oder unsere Ex-DDR-Führungskräfte.
Kein Ausländer wird unter widrigen Bedingungen unser Land betreten. Da
sie oft schon die Weltsprache Englisch sprechen, geht es eher in die
USA. Es hielt sich bisher auch stark in Grenzen. Welch ein Wunder! Ich
sah bereits vor Jahren Dokus, wo Ostasiaten mit sehr guten
Promotionsnoten wieder in ihre Heimat zurück gingen. Die sprachen über
Perspektivlosigkeit. Abbezahltes Haus und Auto als Top-Fachkraft wären
in absehbarer Zeit und moderatem Lohn nicht möglich. Sind die
Herrschaften erst mal über Lebenshaltungskosten hier im Lande in Bilde,
verschwinden manche Illusionen schnell wieder. Wir brauchen da keine
reale Angst vor einer Zuwanderungswelle zu haben, weder aus Indien, noch
aus Polen.
Denn auch polnische Ingenieure wohnen nicht gerne zu zehnt im
Baucontainer, um Miete zu sparen. Sowas geht allenfalls bei saisonalen
Spargelstechern und Traubenlesern.
Wilhelm, da hast du Recht. Mich regt trotzdem diese
Falschheit/Perversität diese Großindustriebosse auf und dass auch der
VDI dazu gehört. Dieser Fuchs frisst meistens sehr viel Kreide, bevor er
spricht und fabuliert über den Ingenieurmangel und dass er um
Deutschlands Zukunft besorgt sei. Gleichzeitig ist er angeblich für
attraktive Löhne und führt dies an, wenn Abiturienten ins (Un)Glück
locken will. In diesem Artikel ist der Wolf aber wieder voll in ihm
durchgebrochen und hat seine kapitalfaschistische Fratze gezeigt.
Deshalb wünsche ich Herrn Fuchs und der restlichen Saubande einen
schönen dreckigen Tod. Einen Schnellen haben die nicht mehr verdient.
Dieses Gesocks ist sehr schädlich für die Gesellschaft.
Wir haben einen extremen Mangel an Fachkräften,
die nicht mehr als 12k/p.a. verdienen wollen,
60h/Woche arbeiten wollen, dazu unentgeltliche Überstunden machen,
auf ihren Urlaub verzichten, nicht älter als 23 sind,
abgeschlossenes Studium haben und 25 Jahre Berufserfahrung vorweisen.
Wenn wir wirklich einen Mangel hätten, gäbe es keine arbeitssuchenden
Ingenieure.
Volksverblödung nennt man das wohl.
Fuchs du hast die Gans gestohlen schrieb:> und der restlichen Saubande einen> schönen dreckigen Tod
Na dann - ich hab mal 3 Jahre auf einer Krebsstation gearbeitet (wo sage
ich jetzt nicht). Und das schöne am Krebs ist, er tötet auch die reichen
Leute - völlig gleich wie viel Geld sie dir bieten für eine
"Spezialbehandlung".
Sie erreichen im bessten Fall das ihr Todeskampf (oder das Siechtum)
nicht 1 Jahr dauert wie bei Normalsterblichen mit AOK-Tarif, sondern 2
Jahre, da treffen sie dann auf die Superabzocker, die ihnen dann noch
mal ne halbe Million abnehmen mit dem Versprechen die Heilungsaussichten
wesentlich zu verbessern. Und man glaubt es kaum, so richtig abgezockte
Unternehmer die jeden dummen Ing. belächeln fallen dann auf die dümmsten
Weisskittel herein - da mussten wir dann auch immer den Kopf schütteln.
Die Ironie an der Geschichte: Die Leute die ihnen das Leben retten
könnten, werden behandelt wie Handlanger - die Dummschwätzer werden
hofiert und großzügig beschenkt. Klar denken dann im stillen die Leute
die wirklich im Thema hängen: (sollte ich jetzt Überstunden machen um
das A... zu retten? Wo genau DIESE Leute immer sehr abweisend reagieren
wenn man über das Thema Überstunden spricht..)
Thisamplifierisloud schrieb:> Wir haben einen extremen Mangel an Fachkräften,> die nicht mehr als 12k/p.a. verdienen wollen,> 60h/Woche arbeiten wollen, dazu unentgeltliche Überstunden machen,> auf ihren Urlaub verzichten, nicht älter als 23 sind,> abgeschlossenes Studium haben und 25 Jahre Berufserfahrung vorweisen.
Blablabla... die Phrasen sind noch abgedroschener wie die Sprüche von
der Industrie.
Thisamplifierisloud schrieb:> Wenn wir wirklich einen Mangel hätten, gäbe es keine arbeitssuchenden> Ingenieure.
Das würde voraussetzen, dass jeder Ingenieur für jeden Job gleich
geeignet wäre. Und dass alle Ingenieure auch so flexibel wären, dass sie
in ganz Deutschland umziehen würden.
> Blablabla... die Phrasen sind noch abgedroschener wie die Sprüche von> der Industrie.
das ist die Realität heute - hohe Bewerberzahlen auf unmöglich zu
erfüllende Anforderungen in den wenigen Angeboten.
> Das würde voraussetzen, dass jeder Ingenieur für jeden Job gleich> geeignet wäre.
Wenn ich mich auf was bewerbe denke ich mir auch was dabei.
Es geht doch nur darum die Einarbeitszeit auf Null zu setzen - deshalb
die unmöglichen Forderungen, deshalb das ewige Gejammer des Mangels.
> Und dass alle Ingenieure auch so flexibel wären, dass sie> in ganz Deutschland umziehen würden.
wahrscheinlich würden sie auch auf den Mond umziehen - Pech nur, wenn
Ihnen die Vergütung nicht behagt, ins Ausland abwandern oder daheim
bleiben.
Wer schon einen guten Job hat, wäre ja doof zu wechseln, wenn es
finanziell nicht stimmt.
Da hilft dann nur noch nachträgliche Chip-Implantation Herr Consulter.
Das nicht jeder Ingenieur für jede Stelle geeignet ist, dürfte allen
klar sein.
Das nicht jeder Ingenieur oder auch sonstige Fachkraft bereit ist für
jeden Job bundesweit überallhin umzuziehen, sollte auch klar sein.
Aber die Sommerpause ist vorbei, der große Fachkraftemangel ist beendet,
Dummschwätzer und Provokateur Sarrazin hat hoffentlich genug Bücher
verkauft (sonst muss er noch mehr Werbung machen), jetzt hat uns der
Alltag wieder.
Einen sonnigen Restsamstag noch
smoerre schrieb:> das ist die Realität heute - hohe Bewerberzahlen auf unmöglich zu> erfüllende Anforderungen in den wenigen Angeboten.
Naja wir haben sicherlich keinen Mangel an AVR-Programmierern und
0815-Hardwareentwicklern.
smoerre schrieb:> wahrscheinlich würden sie auch auf den Mond umziehen - Pech nur, wenn> Ihnen die Vergütung nicht behagt, ins Ausland abwandern oder daheim> bleiben.
Allein hier im Forum gab es schon sehr viele Beispiele, die gingen in
die Richtung:
- Ein Umzug ist mir zu teuer, da bleibe ich lieber arbeitslos.
- Wenn die Firma an einem unattraktiven Standort ansäßig ist, ist sie
doch selbst schuld, wenn da keine Ingenieure hingehen.
- Wieso sollte ich mich selbst weiterbilden, um mich für potentielle
Arbeitgeber attraktiv zu machen? Ich bin doch schon Ingenieur, allein
dafür müssten sie mir schon einen roten Teppich ausrollen.
- Ich soll mich mit meinen über 50 Jahren noch anpassungsfähig sein? Das
Team muss zu mir passen, nicht umgekehrt.
- Ich sollte allein schon für mein Alter viel mehr Geld kriegen, obwohl
ich auf dem Gebiet weniger Ahnung als ein Hochschulabsolvent habe.
Und dann wundern sich die Leute noch ernsthaft, wieso keine Firma sie
haben will.
> Und dann wundern sich die Leute noch ernsthaft, wieso keine Firma sie> haben will.
Tja, was den Frustrierten vorgeworfen wird, gilt auch für die Firmen.
Man kann dieses ewige Gejammer über Fachkräftemangel nicht mehr hören -
das muß doch dann auch Unfähigkeit sein, oder ?!
Ein Umzug muss sich finanziell lohnen.
Ich habe seit kurzem wieder einen Job, meine Einstellung zu einem Umzug:
Für einen Ingenieurdienstleister / Zeitarbeit ziehe ich nicht um, bin
aber bundesweit verfügbar. Habe schon zu viel Sch... erlebt.
Weiterbildung muss man sich immer, gerade als Ingenieur.
Gute Weiterbildung sind teuer und schwer zu finden.
Anpassungsfähigkeit und angemessene Bezahlung, auwei.
Es gibt auf jeder Ebene Leute, die da nicht hingehören
(nach oben, wie nach unten).
Ein Unternehmen, das hochqualifizierte Leute braucht, aber (leider?) in
einer strukturarmen oder unattraktiven Region seinen Standort hat, muss
sich halt etwas einfallen lassen.
Siemens Nixdorf hatte auch Probleme Top-Leute nach Paderborn zu holen,
Gehalt war da nicht das Problem.
Nicht alle wollen unbedingt nur in Metropolen arbeiten.
Als Single sind Großstädte attraktiv, mit Familie darf es schon etwas
ruhiger sein. Es gibt doch nicht nur Top-Ingenieure, die Single sind.
Kinderbetreuung organisieren, Unterstützung bei der Wohnungsssuche, ...
viele Unternehmen machen das schon, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu
halten.
Den großen Fachkräftemangel (DIHK, VDI) gibt es weiterhin nicht.
Das es schwierig sein kann passende Fachkräfte zu finden, bleibt
unbestritten.
Oft hilft es die eigene Stellenausschreibung danach zu überprüfen, was
ist gefordert und was ist tatsächlich erforderlich.
Peter schrieb:> Ein Umzug muss sich finanziell lohnen.
Wenn man dadurch aus der Arbeitslosigkeit herauskommt, lohnt es sich,
auch wenn es vielleicht kurzfristig betrachtet einen Verlust bringt.
Aber Kurzsichtigkeit ist ja das, was man nur den Firmen vorwerfen kann.
Peter schrieb:> Weiterbildung muss man sich immer, gerade als Ingenieur.> Gute Weiterbildung sind teuer und schwer zu finden.
Nicht unbedingt. Weiterbildung bedeutet ja nicht nur, Seminare zu
besuchen.
Peter schrieb:> Ein Unternehmen, das hochqualifizierte Leute braucht, aber (leider?) in> einer strukturarmen oder unattraktiven Region seinen Standort hat, muss> sich halt etwas einfallen lassen.
Müsste, es nicht, wenn es diese hier ständig propagierte Ingenieursflut
gäbe. Die Firmen haben ja Möglichkeiten (das habe ich oben schon
ausführlich beschrieben). Allerdings bedeutet das für arbeitslose
Ingenieure, dass sie dort absolut keine Chance bekommen.
Gleiches gilt aber umgekehrt: Ingenieure, die in Regionen hoher
Arbeitslosigkeit wohnen, müssen sich eben umorientieren.
Peter schrieb:> Den großen Fachkräftemangel (DIHK, VDI) gibt es weiterhin nicht.
Genausowenig wie es eine Flut arbeitsloser Top-Ingenieure gibt.
> Wenn man dadurch aus der Arbeitslosigkeit herauskommt, lohnt es sich,> auch wenn es vielleicht kurzfristig betrachtet einen Verlust bringt.
aus dem kurzfristigen Verlust wird dann ein langfristiger Verlust ...
welche goldenen Firmen sollen das denn sein?
> Weiterbildung bedeutet ja nicht nur, Seminare zu besuchen.
Weiterbildung kostet immer viel Geld und Energie - ansonsten gehörst Du
zu der von Dir verhaßten Flut von AVR-Programmierern und 0815
Hardwarebastler-Gemeinde.
Abgesehen davon zählt die Berufserfahrung in einem Spezialgebiet.
> Allerdings bedeutet das für arbeitslose> Ingenieure, dass sie dort absolut keine Chance bekommen.
weil es nicht genügend Arbeitsplätze gibt.
Es gibt eine Flut von Bewerbern, die alle als Luschen abgetan werden.
> Genausowenig wie es eine Flut arbeitsloser Top-Ingenieure gibt.
Arbeitslosigkeit hat viele Gründe. Für die meisten Standard-Arbeiten
reicht ein arbeitsloser Ing, völlig aus, sofern man ihm eine
Einarbeitung gewährt - ist heute nicht mehr der Fall, man sucht lieber
weiter.
Mit der Erfahrung steigt dann die Qualität - die Top-Leute möchten dann
das als Monatsgehalt sehen, was Herr Jauch oder Frau Will in 2 bis 3
Sendeminuten verdient ... eigentlich ein lächerliches Gehalt!
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Immer wieder aufs neue>>>> Heute ist Fachkräftemangeltag !>>>> " Die Wirtschaft boomt – die Firmen schlagen Alarm
Ja es gibt Mangel an guten Fachkräften !!
Und damit sind keine Leute gemeint die mit 1.0 von der Uni kommen,
jünger als 25 sind 10 Jahre Berufserfahrung haben sondern Leute die 8
Stunden am Tag konzentriert und produktiv mitarbeiten können.
smoerre schrieb:> aus dem kurzfristigen Verlust wird dann ein langfristiger Verlust ...> welche goldenen Firmen sollen das denn sein?
Also lieber bis ins Rentenalter arbeitslos bleiben. Für mich wäre das
keine Alternative.
smoerre schrieb:> Weiterbildung kostet immer viel Geld und Energie - ansonsten gehörst Du> zu der von Dir verhaßten Flut von AVR-Programmierern und 0815> Hardwarebastler-Gemeinde.
Nein.
smoerre schrieb:> Es gibt eine Flut von Bewerbern, die alle als Luschen abgetan werden.
Das halte ich für ein Gerücht.
smoerre schrieb:> ür die meisten Standard-Arbeiten> reicht ein arbeitsloser Ing, völlig aus, sofern man ihm eine> Einarbeitung gewährt - ist heute nicht mehr der Fall, man sucht lieber> weiter.
Standard-Arbeiten kann man auch einem Werkstudenten, einem Absolventen
geben oder nach China/Indien auslagern. Gesucht werden eben Leute, die
mehr können.
smoerre schrieb:> Mit der Erfahrung steigt dann die Qualität
Ja. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die es als nonplusultra ansehen,
wenn man als Entwicklungsingenieur alle zwei Jahre den Beruf wechselt -
und dann immer von neuem beginnen muss.
> Also lieber bis ins Rentenalter arbeitslos bleiben. Für mich wäre das> keine Alternative.
kauf Dir mal das Buch: The missing million.
Die arbeitslosen Ing. so wie ich und andere haben keinen Bock mehr auf
Technophobie zum Nulltarif, sondern suchen sich lieber lukrativere
Arbeitsgebiete.
> Standard-Arbeiten kann man auch einem Werkstudenten, einem Absolventen> geben oder nach China/Indien auslagern. Gesucht werden eben Leute, die> mehr können.
wie sollen sie etwas können, wenn man Ihnen nicht die Gelegenheit
offeriert sich zu bewähren?
> Ja. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die es als nonplusultra ansehen,> wenn man als Entwicklungsingenieur alle zwei Jahre den Beruf wechselt -> und dann immer von neuem beginnen muss.
Die wechseln aber, weil sie dann mehr verdienen oder sonstige Vorteile
sicher haben!
Ja, es gibt natürlich einen gewissen Prozentsatz Workoholics, physisch
Irrgeleiteter oder sonstwie Geschädigter!
Was Du suchst sind offenbar Ings. mit Hilfsarbeitergehirn - ich denke
mal, da wirst Du und die Firmen, die danach schreien, noch sehr lange
suchen müssen. Da heißt es dann wohl: Warten of Godot.
smoerre schrieb:> wie sollen sie etwas können, wenn man Ihnen nicht die Gelegenheit> offeriert sich zu bewähren?
Wieso sollte man, wenn man Alternativen hat?
smoerre schrieb:> sondern suchen sich lieber lukrativere> Arbeitsgebiete.
Völlig verständlich und legitim. Dann wärst du aber nicht mehr
arbeitslos, oder?
smoerre schrieb:> Was Du suchst sind offenbar Ings. mit Hilfsarbeitergehirn - ich denke> mal, da wirst Du und die Firmen, die danach schreien, noch sehr lange> suchen müssen.
Ich suche gar nichts, ich schreie auch nach nichts. Ich kann einfach nur
das Rumgejammere der Arbeitslosen hier nicht verstehen, da sie meistens
eine solche Arroganz zeigen, dass ihre Arbeitslosigkeit in meinen Augen
sehr wohl begründet ist.
> Wieso sollte man, wenn man Alternativen hat?
Offenbar ja nicht, sonst gäbe es das Gejammer nach dem Top-Leuten ja
nicht.
> Völlig verständlich und legitim. Dann wärst du aber nicht mehr> arbeitslos, oder?
Mach Dir mal um mich keine Sorgen - ich will keine kurzfristigen
Erfolge, sondern einen langfristigen. Der reicht mir dann vollkommen
aus.
Leute mit Profilneurosen, die von einer Arbeit zur anderen hecheln, nur
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden, kenne ich bzw. habe ich auch mal
gekannt.
Friede Ihrer Asche.
> Ich kann einfach nur> das Rumgejammere der Arbeitslosen hier nicht verstehen, da sie meistens> eine solche Arroganz zeigen, dass ihre Arbeitslosigkeit in meinen Augen> sehr wohl begründet ist.
Ich behaupte mal jeder gute Ing. ist in irgendeiner Form arrogant, sonst
wäre er nie Ing. geworden :-)
Wie oft wollt ihr denn noch zu dem immergleichen Thema den immergleichen
müll posten... Nicht genug damit, dass uns immer und immer wieder der
Fachkräftemangel unter die Nase gerieben wird, ihr springt auch jedesmal
drauf an und pflastert das Forum mit nem neuen
Fachkräftemangelabermichwillkeinerthread zu...
smoerre schrieb:> Offenbar ja nicht, sonst gäbe es das Gejammer nach dem Top-Leuten ja> nicht.
Es ging hier nicht um Top-Leute, sondern um Leute für Standard-Aufgaben.
smoerre schrieb:> Mach Dir mal um mich keine Sorgen - ich will keine kurzfristigen> Erfolge, sondern einen langfristigen. Der reicht mir dann vollkommen> aus.
Das ist gut - ich wünsche dir viel Glück damit. Es ist natürlich besser,
sich eine langfristige Lösung zu suchen, als krampfhaft nach einem neuen
Job zu suchen. Aber ich denke, dann kann einem auch solche
Pressemeldungen ziemlich egal sein.
smoerre schrieb:> Ich behaupte mal jeder gute Ing. ist in irgendeiner Form arrogant, sonst> wäre er nie Ing. geworden :-)
Das stimmt wohl. :)
Troll schrieb:> Wie oft wollt ihr denn noch zu dem immergleichen Thema den immergleichen> müll posten... Nicht genug damit, dass uns immer und immer wieder der> Fachkräftemangel unter die Nase gerieben wird, ihr springt auch jedesmal> drauf an und pflastert das Forum mit nem neuen> Fachkräftemangelabermichwillkeinerthread zu...
In gewisser Weise hast Du Recht.
Aber wenn dem Lobbyismus der Herren am langen Hebel nichts
entgegengestellt wird, bekommt demnächst vielleicht auch einer wie du
das Fell über die Ohren gezogen...
Gästle schrieb:> Aber wenn dem Lobbyismus der Herren am langen Hebel nichts> entgegengestellt wird
Und darunter fällt etwa ein weiterer lächerlicher Thread hier?
Ist doch eigentlich lustig, die Presse schreibt über massiven
Fachkräftemangel, Gefahr für den deutsche Wirtschaftsstandort in einer
globalen Welt.
Wenn nicht sämtliche (99%) der Kommentare ein komplett anderes Bild
aufzeigen.
Die zahlreichen Kommentare (incl. meinen) kann man nicht nur hier lesen.
Ob diese Beiträge lächerlich sind ?
Mag sein, aber besser als diese "Hilfe Fachkräftemangel"-Meldungen
unkommentiert stehen zu lassen.
Stefan L. schrieb:> Und darunter fällt etwa ein weiterer lächerlicher Thread hier?
Bessere Vorschläge???
Gibt zumindest Anlass zum Nachdenken, Beobachten und Anregung zur
eigenen Meinungsfindung.
Und den betroffenen Menschen eine Möglichkeit auf Gleichgesinnte zu
stoßen.
Früher gab es das "Personalbüro" wo man sich vielleicht über die
fachliche Entwicklung seiner "Lebenslang!?" Angestellten Gedanken
gemacht hat, heute drückt doch der Begriff "Human Ressource" alles aus.
Ich denke immer gern an die gelegentlich im Fernsehen gezeigten
Einstellungstest, wo zum Beispiel der "Herdentrieb" der Probanten
untersucht wurde.
Das Ergebnis von solchen Dumfug sind die "gewünschten" Fachleute von
heute.
Mit der Politik die viele Unternehmen fahren wird offensichtlich mehr
Fachwissen ab- als aufgebaut.
Spätestens wenn in der Produktion mit "mangelnde Qualität" gekämpft
wird, kommt bei mir etwas Schadenfreude auf...
Gästle schrieb:> Stefan L. schrieb:>> Und darunter fällt etwa ein weiterer lächerlicher Thread hier?>> Bessere Vorschläge???>> Gibt zumindest Anlass zum Nachdenken, Beobachten und Anregung zur> eigenen Meinungsfindung.> Und den betroffenen Menschen eine Möglichkeit auf Gleichgesinnte zu> stoßen.
Nicht von mir, ich bin nur ein Troll.. Nur hilft es nunmal nicht
jedesmal wenn ein Medium behauptet, dass ein Fachkräftemangel besteht,
in dem kleinen Kreis hier dagegen sturm zu laufen.
Allerdings bin ich recht neugierig, warum dabei hier die Gefühle so
hochkochen. Ich meine, ihr seid ja alle nicht grad dumm, immerhin ist
der Ing-durchschnitt doch recht erheblich in dem Forum. Also geh ich mal
davon aus, dass ihr nicht alles glaubt was euch auch sonst so vorgesetzt
wird.
Also sind eure Gefühle verletzt, weil ihr's bei der Jobsuche nicht
(viel) besser habt, als weniger gut ausgebildete, und das gegenteil
behauptet wird?
Oder ist es die Kurzsichtigkeit von 'denen da oben' die euch so stört?
Oder findet ihr die Idee beängstigend, das auch die
mittel-/langfristigen Konsequenzen beabsichtigt sein könnten?
Prinzipiell kommt das Internet den Ingenieuren zugute. Bei den
Ingenieuren gibt es viele Eigenbrötler. Das ist auch der Grund, weswegen
Gewerkschaften, Vereinigungen und Interessengemeinschaften
(http://www.ig-ing.de/html/index.htm) ein Schattendasein führen. Der VDI
ist nur ein Industrieverband. Das Internet ist aber ein technisches
Medium, und insofern können diese darin auftrumpfen.
Man mag sich jetzt darüber aufregen, dass sich hier nur Versager
beklagen. Aber das Auftreten ist leider notwendig. In der heutigen
Nachrichtenwelt ist "Tiefstapeln" oder "Depressiver Realismus" nicht
gefragt. Erst dadurch, dass auf jeden von Journalisten verfassten
"Fachkräftemangel-Artikel", dutzende von Technokraten antworten, kann
die Diskussion demokratisiert werden.
Demokratisiert... ja genau! Durch die Macht der Nachrichtenmedien wird
die gesellschaftliche Wahrheit verzerrt. Hunderten von Journalisten, die
sich gegenseitig zitieren und dadurch die Stimme von irgendwelchen
Industriesprechern vervieltausendfachen und ein künstliches Gewicht
verleihen; muss man zigtausende von technischen Fachkräfte
entgegensetzen, denen bisher die (praktischen!) Fähigkeiten zur
Darstellung fehlte.
Bis jetzt -- Ich stelle fest, dass die Macht der Technokraten sich
langsam breiter durchsetzt. Die Journalisten plappern zwar noch immer
brav das nach, was ihnen über das etablierte (finanzierte)
Nachrichtennetzwerk gesagt wird, aber ihnen stellt sich eine immer
größere Menge von qualifizierten Kommentatoren entgegen. Techniker waren
immer eine sprachlose Macht. Politiker sind -- entgegen der
vorherrschenden Meinung -- nicht blöde und wenn sich plötzlich eine
breite demo-kratische Macht bildet, werden sie die nutzen.
Meine Aussage ist: Schimpft! So laut ihr könnt, überall und immer. Lasst
keinen Propagandaartikel unkommentiert. Selbst wenn ihr eure Meinung
nicht für relevant haltet. So funktioniert Demokratie.
ENTWEDER man geht auf die Straße und demonstriert durch die schiere
Menge,
ODER man verwendet die finanzielle, organisatorische, politische Macht
und gezielte Lobbyarbeit,
...ODER man nimmt eine Zwischenposition ein: führt einen Krieg der
fortsetzenden Nadelstiche an allen medialen Fronten.
Vergesst nicht: JEDER hat eine Stimme. Und im Vergleich zu dem
alljährlichen Urnengang, in dem man nur eine unter wenigen Alternativen
auswählen kann, ist jedes Gestammel informativer.
Erst durch diesen Aktionismus kann sich eine breite und mächtige
Gegenfront zu dem Geplapper der organisierten Lobbies
herauskristallisieren.
Gästle schrieb:> Bessere Vorschläge???
Dass Herumjammern nichts an der Situation ändert, sollte sich inzwischen
herumgesprochen haben.
Wenn es wirklich so viele arbeitslose Top-Ingenieure gibt, wieso
organisiert man sich denn nicht mal richtig? Und damit meine ich nicht
so einen kleinen Jammererclub, der nichts auf die Beine stellt, sondern
eben dass man mal an den richtigen Stellen der Politik etwas Druck
ausübt. Mir fallen da tausende Sachen ein, die man für arbeitslose
Top-Ingenieure tun könnte.
Gästle schrieb:> Früher gab es das "Personalbüro" wo man sich vielleicht über die> fachliche Entwicklung seiner "Lebenslang!?" Angestellten Gedanken> gemacht hat, heute drückt doch der Begriff "Human Ressource" alles aus.
Gleichzeitig herrscht aber auch in diesem Forum die Meinung, dass man
nach ein paar Jahren die Firma wechseln sollte, nur um vielleicht 10%
mehr Geld zu bekommen. Das ist gerade für eine fachliche Entwicklung in
der Regel der Todesstoß.
Troll schrieb:
>...ihr seid ja alle nicht grad dumm,...
Fachlich sicher nicht, aber von Pesonalern wird die Gesellschaft
für dumm verkauft, in dem einerseits suggeriert wird, ungeeignet
zu sein, andererseits ständig von der Wirtschaft propagiert wird
das es einen Fachkräftemangel gibt. Die Wahrheit wird sowieso
keiner zugeben und wenn die Regierung nicht langsam mal was tut
gegen diese unlauteren Machenschaften dann wird das auch nichts
mit dem Wachstum oder Schuldenabbau. Arbeitslose zu mobben, damit
die Bescheidenheit und Ehrfurcht vor dem Großkapital lernen um der
Wirtschaft zu gefallen ist mit Sicherheit der falsche Weg. Hier
müssten die Firmen unter Zugzwang gesetzt werden und fertig.
Ansonsten werden diese Imperialisten irgendwann (sofern das nicht
schon passiert ist) dieses Land beherrschen und dann gute Nacht.
Stefan schrieb:
>Wenn es wirklich so viele arbeitslose Top-Ingenieure gibt, wieso>organisiert man sich denn nicht mal richtig? Und damit meine ich nicht>so einen kleinen Jammererclub, der nichts auf die Beine stellt, sondern>eben dass man mal an den richtigen Stellen der Politik etwas Druck>ausübt. Mir fallen da tausende Sachen ein, die man für arbeitslose>Top-Ingenieure tun könnte.
Weil Ingenieure nicht den Beschäftigtenanteil in Unternehmen haben
der geeignet wäre durch einen Streik wirklich etwas zu bewirken.
Wenn die Zahlenmäßig höhere Arbeiterschaft streikt ist das schon
eine ganz andere Kategorie welche die Mächtigen aufhorchen lässt.
Außerdem sind Ingenieure intellektuell auf so hohem Niveau das dort
sich nie eine solidarische Gemeinschaft bilden wird weil jeder das
etwas anders sieht. Einkommensmäßig wird da auch selten Bedürftigkeit
nach Mehr herrschen wie bei einem Arbeiter der mit seinem Gehalt nie
zufrieden sein wird.
Die Ingenieure können nur in der breiten Masse mitschwimmen
aber sich nicht wirklich aus der Nachteilssituation heraus
organisieren.
Stefan L. schrieb:> Gleichzeitig herrscht aber auch in diesem Forum die Meinung, dass man> nach ein paar Jahren die Firma wechseln sollte, nur um vielleicht 10%> mehr Geld zu bekommen. Das ist gerade für eine fachliche Entwicklung in> der Regel der Todesstoß.
Also dir Firma zu wechseln, um einen höheres Gehalt zu bekommen, ist
nicht neu. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Dieses
Verhalten wird auch vorgelebt. Anders kommt man auch nicht von seinem
Einstiegsgehalt weg. Man sollte dies aber nicht übertreiben, sonst sitzt
man in letzter Konsequenz auf der Straße...
Bezüglich des Fachkräftemangel: Es werden nur günstige Arbeitskräfte
gesucht, egal welche Branche und oder Bildungsstand.
Stefan L. schrieb:> Gleichzeitig herrscht aber auch in diesem Forum die Meinung, dass man> nach ein paar Jahren die Firma wechseln sollte, nur um vielleicht 10%> mehr Geld zu bekommen.
Nein, das ist keinesfalls eine Meinung, die besonders nur hier im Forum
vorherrscht: Selbst Vereinigungen wie der VDI in Person ihres
hochkarätigen Beraters Heiko Mell empfehlen diese Vorgehensweise, also
muss es anscheinend auch von der Arbeitgeberseite so gewollt sein. Das
ist auch ganz offensichtlich: In vielen Stellenausschreibungen wird
explizit mehrjährige Berufserfahrung verlangt. Die Bewerber auf solche
Stellen müssen also logischerweise von einer anderen Firma her kommen,
und somit ihren Arbeitgeber wechseln.
Mark Brandis schrieb:> Nein, das ist keinesfalls eine Meinung, die besonders nur hier im Forum> vorherrscht
Das habe ich nie behauptet. Ich sage, dass diese Meinung auch hier
verbreitet wird, obwohl es hier genug Leute geben müsste, die es besser
wissen.
Mark Brandis schrieb:> Selbst Vereinigungen wie der VDI in Person ihres> hochkarätigen Beraters Heiko Mell empfehlen diese Vorgehensweise, also> muss es anscheinend auch von der Arbeitgeberseite so gewollt sein.
Und hier plötzlich ist das Wort des VDI wieder etwas wert?
Diese Vorgehensweise mag vielleicht für Karrieremenschen hilfreich sein.
Für den "einfachen" Entwicklungsingenieur ist es eher schädlich.
Außerdem sage ich ja nicht, dass man für ewig auf einem Job sitzen
bleiben soll. Nur die typische Empfehlung von max. 2-3 Jahren auf einem
Job halte ich für völlig fehl am Platze.
Stefan L. schrieb:> Diese Vorgehensweise mag vielleicht für Karrieremenschen hilfreich sein.> Für den "einfachen" Entwicklungsingenieur ist es eher schädlich.
Grundsätzlich halte ich das schon für jeden für empfehlenswert, auch
andere betriebsinterne Abläufe (die Änderung des Aufgabenbereichs ist ja
nur ein Aspekt eines Stellenwechsels) kennengelernt zu haben - da würde
ich den Entwicklungsingenieur nicht ausnehmen.
> Außerdem sage ich ja nicht, dass man für ewig auf einem Job sitzen> bleiben soll. Nur die typische Empfehlung von max. 2-3 Jahren auf einem> Job halte ich für völlig fehl am Platze.
Ja. Schon die zeitliche Festlegung ist unsinnig. Manche Dinge können
einen durchaus über Jahre begeistern - dann gibt es nur sehr wenig
Gründe für einen Wechsel.
Chris D.
Stefan L. schrieb:> Außerdem sage ich ja nicht, dass man für ewig auf einem Job sitzen> bleiben soll. Nur die typische Empfehlung von max. 2-3 Jahren auf einem> Job halte ich für völlig fehl am Platze.
Die typische Empfehlung von Heiko Mell lautet 5 Jahre, mit Ausnahme der
ersten Stelle nach dem Studium. Wenn man bedenkt, dass man ab ca. 45
Jahren aufwärts in Deutschland schon langsam als zu alter Arbeitnehmer
gilt, dann kann ich auch beim besten Willen nicht erkennen, dass nach
dieser Richtlinie zu viele Wechsel zwischen Abschluss des Studiums und
Eintritt in die "Schwervermittelbarkeit" erfolgen würden.
Dass Heiko Mell in seiner Sichtweise relativ einseitig ist, ist ein
anderer Punkt. Ihm geht es in erster Linie um eine Karriere mit Aufstieg
in Führungspositionen, weniger um eine technische Fachkarriere. Ich
persönlich kann allerdings die Leute nicht verstehen, die ihr ganzes
Leben lang freiwillig nur bei ein- und derselben Firma arbeiten wollen -
mir wäre das extrem viel zu langweilig. Wir reden hier über einen
Zeitraum von drei, vier Jahrzehnten!
Das schreibt er so nicht!
Die fünf Jahre sind minimum auf an einer Stelle und bzw sich idR auf
eine Position.Dh. Beförderungen setzten den Counter seiner Meinung
wieder zurück.
(Und er schreibt selbst das zB Position in Konzern idR intern vergeben
werden dh wenn du kontinuierlich in einen Konzern austeigtst wäre das
hinsichtlich der Karriere auch den Bewerbungschancen auch iO)
Stefan L. schrieb:
> Gleichzeitig herrscht aber auch in diesem Forum die Meinung, dass man> nach ein paar Jahren die Firma wechseln sollte, nur um vielleicht 10%> mehr Geld zu bekommen. Das ist gerade für eine fachliche Entwicklung in> der Regel der Todesstoß.
Lese ich nicht so oft, wobei man auch sagen muss, dass ein paar Jahre
keine Gehaltserhöhung, durch die Inflation und sonst lustig weiter
steigenden Preisen (Miete, Nebenkosten, usw) einer Gehaltsabsenkung
gleichkommen.
Aber ich sehe das in den ersten fünf Jahren nicht so tragisch, bei mir
haben da andere Dinge Priorität (Erfahrung usw).
Ein Wechsel kann im übrigen auch fachlich gleich sein.
Stefan L. schrieb:
> Außerdem sage ich ja nicht, dass man für ewig auf einem Job sitzen> bleiben soll. Nur die typische Empfehlung von max. 2-3 Jahren auf einem> Job halte ich für völlig fehl am Platze.
Heiko Mell empfiehlt wirklich fünf Jahre. Wobei das jeder Experte
anders sieht, einige sagen ja, das man nach einem Jahr wechseln soll.
dagger schrieb:>Lese ich nicht so oft, wobei man auch sagen muss, dass ein>paar Jahre keine Gehaltserhöhung, durch die Inflation und>sonst lustig weiter steigenden Preisen (Miete, Nebenkosten,>usw) einer Gehaltsabsenkung gleichkommen.
Ooh, ooh. In meiner letzten Firma, gab es per Änderungskündigung zum
Arbeitsvertrag sogar eine Lohnkürzung um 10 Prozent für alle. Und die
Gehälter waren schon vorher alles andere als berauschend. Ein paar BWLer
mit fetten Dienstwagen hatten uns den Untergang gepredigt. Wehe dem, du
hast das nicht unterschrieben. Dann warst du schon als einer der ersten
draußen. 2 Monate danach, folgte auch meine Kündigung durch den AG.
Einen Betriebsrat, wollten einige Menschen dort gründen. Der Wahlzettel
hing genau eine Stunde lang am schwarzen Brett. Bis die Geschäftsführung
es sah. Eine Stunde später gab es die Nachricht einer weiteren
Unternehmensgruppe, daß endlich die 4 Prozent Gehaltserhöhung genehmigt
sind. Wahrscheinlich durch unseren Verzicht. Diese Nachricht, verschwand
auch binnen einer Stunde aus dem Netz. Die Gründungsmitglieder des
Betriebsrates, alle Abteilungsleiter, sind nach und nach in sehr kurzer
Zeit auf unbekannte Art aus der Firma verschwunden. Geredet wurde unter
Kollegen nicht viel, es herrschte ein Klima der Angst.
>es herrschte ein Klima der Angst.
Das gehört zur "Unternehmenskultur" in vielen Betrieben. Ein gewisses
Angstpotenzial zu erhalten ist oft von der GL erwünscht.
Der ach so wohlgeschätzte HR Mell ist leider auch nur eine
Lobbymarionette ... Der Punkt ist halt in welchem Umfeld man
eine gewisse Meinung vertritt und die gar als "Beratung" verkauft
Diese zB 5 Jahre muß man erst mal zusammenbringen . So hat beispiels-
weise mein erster Arbeitsgeber die Schnauze voll von mir , weil ich
im Gegensatz zur bisherigen Stammcrew die Projekte hinbekam...
Nur verkauf das mal dem nächsten Personalbüro, wenn man eben auch
so berater- statt leistungsfixiert ist .
Das heißt , u.a. hier meckern mitnichten nur "Versager" sondern das
komplette Gegenteil davon.
Erfolg wird oder will nicht gesehen werden und wenn muß man einer
bestimmten Mitarbeiterkategorie angehören - dazu gehören Ing
typischerweise net.
Im gewisse Sinne wird die Sache halt kritisch ,wenn man schon mit 35
als verrostet bis zu alt gesehen wird... Solche Fehlentwicklungen
sidn im Grunde der perfekte Nährboden für Auswandern , Alterarmut
oder - was sinnvoll wäre eine kleine Revolution .....
Bin mal gespannt ,wie das mit T.S. ausgeht.
Mark Brandis schrieb:> Dass Heiko Mell in seiner Sichtweise relativ einseitig ist, ist ein> anderer Punkt. Ihm geht es in erster Linie um eine Karriere mit Aufstieg> in Führungspositionen, weniger um eine technische Fachkarriere.
Ja und dabei gibt er dann so super Ratschläge wie:
- "Wenn Sie Probleme mit Ihrem Vorgesetzten haben, liegt es
ausschließlich an Ihnen! Der Vorgesetzt ist das Maß aller Dinge. Sie
(und nur Sie!!!) haben versagt, ein gutes Verhältnis zu Ihrem
Vorgesetzten aufzubauen.
- Studiendauer: "Regelstudienzeit ist normal, 1 Sem mehr sehr schlecht,
2 Sem mehr und Sie können nur noch als Aushilfslagerist arbeiten"
- Noten: "4,0 bedeutet gar nichts verstnden, die Note 2,0 bedeutet, die
Grundlagen wurden ansatzweise verstanden" (Gerade diese Aussage ist
bezeichnend, sagt sie doch aus, dass mind. 80% aller deutschen Ings
wichtige Dinge gar nicht verstanden haben)
- "Man überlebt nur durch Anpassung!" (Auch eine nette
Lebenseinstellung. Endlich muss sich kein Schisser mehr schämen, er
verhält sich schließlich "systemkonform".)
- Mein absolutes Lieblingszitat ist allerdings, "Im Kapitaismus gibt es
per Definition keine Gerechtigkeit!" (Manche würden das als
Nestbeschmutzung ansehen, aber Melli darf wohl alles.)
- "Wenn Ihnen Ihre Arbeit Spass macht, dann machen Sie etwas gehörig
falsch!" (Ah so, das erklärt einiges.)
- Herr Mell möchte mit "Sehr geehrter Herr Dr. Mell" angesprochen
werden. Das steht im zu. Gleichzeitig spricht er aber auch mal einen
ratsuchenden Studenten an mit "Wissen Sie was ein lebender Alptraum ist?
Wenn nicht, schauen Sie mal in den Spiegel!" (War mal der 1. Satz in
einer Antwort von dem hochgeschätzten Hernn Dr. Mell.)
- "Wer mit 42 Jahren noch kein Bereichsvorstand ist, ist das Problem."
(Es ging um die Frage, ob ältere Sachbearbeiter von jüngeren
Vorgesetzten akzeptiert werden.)
- Manchml kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, "Leute, die in
10 Jahren Bereichsvostand sind, sind jetzt (mit 30) noch normale
Menschen. Aber in 10 Jahren ist aus denen was geworden, die bewegen was,
haben einen Dienstwagen und essen in der besseren Kantine". (Super
Menschenbild, was Mell da hat. Aber immerhin, bessere Kantine, das ist
schon mal was!)
Fazit, meiner Meinung nach ist Heiko Mell in über 25 Jahren nicht über
Kindergarten-Niveau herausgekommen. Kein einziger Ratschlag hat mich je
zum Nachdenken bewegt. Stattdessen eine Sammlung von aboluten
Banalitäten. Und dann noch die ihm eigene Rechthaberei, "aber ich habe
doch Recht, gute Noten und ein zügiges Studium sind doch hilfreich".
Jawohl, lieber Heiko, damit hast du Rect. Alle die schlechte Noten
haben, wussten einfach nicht, dass gute Noten wichtig sind.
Hallo .
Also meine Wissenbasis bzgl Mell ist schon 10 Jahre alt, ich erspaer
mir bzgl dieser Person nachzurecherchieren . Wenn das ,was du Schreibst
wirklich dessen Ansicht ist , dann ist der dringend behandlungsbedürftig
in der Geschlossenen etwas wie kruger dunning ist ja erst der Anfang
Symptome , sorry ,das muß mal raus .
Wer ernsthaft erwartet ,daß man den Vorgesetzten quasi als Halbgott
sieht,
verwundert es mich überhaupt nicht ,wenn ich bei wirklichen Vorgesetzten
mich bzgl der Ungehobeltheit auf allen Ebenen beschweren muß ...
Also bei uns an der RWTH hat der Tutor als erstes gesagt 8 Sem ist
illusorisch 12-14 normal - so und wenn solche Zyklen wie jetzt in
Extremform 2009 dazukommen prolongiert man typischerweise sein Studium
Ein Prädikatexamen beginnt ab 2,2 Gesamtnote aufwärts , wenn der
ernsthaft
ne 2 derart abqualifiziert , dann müßten die Prüfungen pfurzeinfach sein
und oder die Profs geben quasi nur Gefälligkeitsnoten .... übrigens
schon
vor 10 Jahren ein Problem denn wirklich gute Diplomarbeiten fallen gar
nicht mehr auf
Man sieh solche Vögel sind mittlererweile ein Problem für die
Gesellschaft
und das Überleben des Staats - nur soweit muß man erst mal Denken können
Wer kontrolliert eignetlich solche Hansels?
Kongo-otto schrieb:> Ist der Mell nicht nur Ing.grad und hat den Doktor auch nur h.c.? Nen> Nachdiplomierter Dr.h.c. , so kann man sich den Dr.Ing auch erschleichen
Vollkommen richtig, ich glaub es war die Uni Magdeburg, die mal
großzügig die beiden Buchstaben hat springen lassen.
Faktenschreiber schrieb:> Man sieh solche Vögel sind mittlererweile ein Problem für die> Gesellschaft> und das Überleben des Staats - nur soweit muß man erst mal Denken können> Wer kontrolliert eignetlich solche Hansels?
Sehr wahr. Die kontrolliert leider niemand. Solche Leute gelten als
feste Größe seit 25 Jahren und sollen jungen Menschen als Maßstab und
"Hilfe" dienen. Ich kann auch nicht verstehen, wie man in den vdi
nachrichten so jemanden so viel Raum und Zuspruch einräumen kann. Das
ärgert mich schon seit Jahren! Demütigung und Verhöhung auch vom vdi.
(In Bezug auf "Note 4 bedeutet gar nix verstanden. Fakt ist, auch eine 4
oder meinetwegen 3,3 muss man sich manchmal sehr sehr hart erarbeiten.)
High Performer schrieb:> Wer gibt schon einen Cent auf ein> derart verachtendes Geschwätz?
Anscheinend sehr viele hier im Forum, so oft wie seine Meinung
heruntergebetet wird als wäre es das Wort Gottes.
High Performer schrieb:> Wer ist denn dieser öminöse Herr Mell.
Heiko Mell ist der "Übergott" bei der Karriereberatung der vdi
nachrichten und schreibt wöchentlich (seit über 25 Jahren) 1-2
"Antworten für karriereinteressierte Ings." Außerdem ist er ein sehr
Wert geschätzter Redner auf vdi Rekruiting Veranstaltungen. Mir hat mal
ein Dienstleister gesagt, "Kennen Sie Heiko Mell? Lesen Sie den mal,
dann wissen Sie, was wirklich los ist." (Typisch DL eben.)
Gibt auch ein Video mit ihm auf youtube. Zitat, "Ein Arbeitszeugnis von
einem Konzern ist wie in Stein gemeißelt, aber eine Beurteilung von
einem Prof. hat lange nicht diesen Wert. Der Bewerbungsempfänger denkt
sich nur "ach Gott, son Prof halt"". Ohne weiteren Kommentar. Kannste
dir mal angucken, nach dem 3. Bier eigentlich ganz unterhaltsam.
http://www.youtube.com/watch?v=S9KUeMucNHI
Schon der erste Satz ist glaub ich grammatisch so nicht ganz richtig.
Um seine Fans nicht zu verärgern, ja, mit vielem was er sagt hat er
Recht. Aber, das was er sagt ist nutzlos!!! Einem Absolventen lang und
breit zu erzählen, dass Noten und Studiendauer wichtig sind, ist doch
lächerlich! Natürlich helfen gute Noten bei der Ersteinstellung, aber
eben nicht lange jeder hat sie.
Auch darauf hinzuweisen, dass für einen Konzern eine Neueinstellung
eines Absolventen eine sehr geringe Priorität besitzt, mag zwar richtig
sein, aber das hilft doch keinem, der einen Job sucht! Echte Information
suche ich schon seit Jahren vergebens.
Ich könnte HEULEN!
- Hab vor gut zwei Jahren nach der TU bei einem
'Personaldienstleister/Beratungsunternehmen' angefangen.
- Gehalt war nicht viel, aber ausreichend.
- Nach dem halben Jahr intern 'Pimpen' gings es zu einer Mittelschweren
Firma. Softwareentwicklung
- Am Anfang waren das für mich alles Götter. Profis halt.
- Nach der 3 Monatigen Eingewöhnungsphase, indem ich bei einem
auslaufenden Projekt unterstütze verbesserte ich meine Kenntnisse. Ich
laß mich in die Themen ein und analysierte das Existierende.
- Ich implementierte ein Modul nach dem Anderen. Drückte mir Wissen über
Dokumentenverwaltung, Software-Versions-Verwaltung und dort
tiefergehende Themen rein.
- Dann half ich beim internen Umstrukturieren des Projektes mit.
- Irgendwann wurden Module auf andere Zweigstellen ausgelagert.
Cloud-Development.
- Nachdem ein Teammitglied sein Feature/Auftrag abgearbeitet habe mache
ich ein Review nach dem anderen. Helfe bei dessen Reintegration in die
baseline. Telefoniere mit einer Hand zu den externen Firmen, die für uns
entwickeln. Mache mir mit meiner zweiten Gehirnhälfte bereits Gedanken
über ein Architekturdokument XYZ. Bereite mich auf das Meeting in 5
Minuten vor. Dann ploppt der Communicator auf. Hilfe-SOS- Nix geht mehr.
Gleichzeitig noch die Mail das ich den Meeting-Leiter vertreten muss.
Also Laptop rausholen und während dem Weg zur Kaffeemaschine vielleicht
noch den Kaffee auffrischen. Unterwegs vom Kollegen ABC aufgehalten
werden. Laptop ist hochgefahren Konferenzraum erreicht. Com offen und
Fragen beantwortet. Kaffee ist alle - Meeting auch. Mit dem neuen
Arbeitspaket und dem Architekturdokument im Kopf zurück zum
Arbeitsplatz. Keine viertel Stunde an der eigenen Aufgabe gewerkelt: Com
offen. "Hi. Some questions about..." und schon will der
Abteilungsleiter, der 8 Zeitzonen weiter gleich in Feierabend geht noch
mal was wissen. Nacht träume ich schon auf Englisch. LEO und google sind
dein Freund und ständig offen. Nebenbei noch mal der Zwanghafte Blick
ins Repo was die anderen wieder verbrochen haben. Heul - Schrei - Wie
kann man nur. Gradebiegen und Sauberbekommen kostet mich die 3 Stunden.
Ein Arbeitspaket aus dem Meeting - Hardwarereview mit hoher Priorität
immer noch nicht angefangen. Mittlerweile habe ich 6 Prioritätsstufen
kaskadiert. Zwei ältere Kollege benötigen mal wieder Hilfe. Haben aber
so viel Stolz das Sie das nicht zugeben. Bekommt man nur raus wenn diese
länger als üblich brauchen. Also sanft heruasfinden und heimlich
unterstützen, sodass es die anderen Kollegen nicht merken. Sitze im
Projekt nur noch am kritischen Pfad. Bin ständig im Verzug. Räume aber
sehr oft nur das nach was die anderen verbockt haben. Mir graust es.
Wünsche mir bei Chefchen immer wieder geeignete Unterstützung,
Over-Budget.
Mittlerweile vertrete ich meinen Vorgesetzten wenn dieser in Urlaub ist.
Gebe Ihm 'Empfehlungen' wie man am schnellsten fertig wird. Meine
Augenringe werden immer dicker. Das braune Gesöff hat schon längst seine
Dauerwirkung verloren. Brauche es früh um 7 um wach zu werden und abend
gegen 17 Uhr um bei der Heimfahrt nicht einzuschlafen.
Die Zentrale will natürlich auch was von meinem Wissen abhaben. Also
Vortrag ausarbeiten usw. Zuhause möchten Frau und Kinder auch noch was
von mir abhaben. Wenn meine gute dann eingeschlafen ist kann ich mich im
Dunkeln noch mit den übrigen beschäftigen, die man ohne Computer und
geschlossenen Augen lösen kann. Am Wochenende gibts auch keine Erholung.
Wäsche, Saubermachen, Einkaufen, Freunde + Emails, Kinder...
Ich kann nur bestätigen, das es in meiner Umgebung einen klaren
Fachkräftemangel gibt. Und das dass was ich verdiene und das was ich
erhalte auseinanderklaffen. Verbringe die Wochenende jetzt damit ein
Land zu suchen, in dem am Ende mehr Nutto vom Bretto bleibt. Mal für ein
paar Jahre auswandern wäre schon nicht schlecht.
Schreibfehler sind gewollt und dienen der Erheiterung
Stefan L. schrieb:> Anscheinend sehr viele hier im Forum, so oft wie seine Meinung> heruntergebetet wird als wäre es das Wort Gottes.
Heiko Mell hat keine Meinung. Er wiederholt ständig einfachste
Rahmenbedingungen und Banalitäten, die jedem Grundschüler schon klar
sind! Seit der Grundschule weis ich, dass gute Noten besser sind als
schlechte, das braucht mir ein Heiko Mell nicht noch tausend mal zu
sagen.
Auch ein gutes Verhältnis zum Vorgesetzten ist erstrebenswert. Trotzdem
gibt es da manchmal Probleme. Aussagen wie "Probleme mit dem
Vorgesetzten darf man nicht haben, basta!", helfen dann doch auch nicht.
Stefan L. schrieb:> Robert schrieb:>> Er wiederholt ständig einfachste>> Rahmenbedingungen und Banalitäten,>> Wie du auch.
Danke für deine ungefragte und unnötige Beurteilung meiner Beiträge.
Der Sepp für Alle schrieb:> Heul - Schrei - Wie> kann man nur. Gradebiegen und Sauberbekommen kostet mich die 3 Stunden.
Sehr erheiternd - du arbeitest im Kindergarten als Betreuer und
sortierst die Legokästen wieder ein...
Der Sepp für Alle schrieb:> Bekommt man nur raus wenn diese> länger als üblich brauchen.
Nur Routineaufgaben?
>> Auswandern>>Liest man immer wieder... aber warum tun's dann so wenige? Evtl. doch>keine alternative, wegen diverser gründe?
Vielleicht, weil der Mensch eher sesshaft ist und seine Heimat nur in
Not verlässt? Wer verlässt schon gerne sein Heimatland, seine vertraute
Umgebung, seinen Freundes- und bekanntenkreis?
Wenn man in diversen Foren mitliest, hat man manchmal den Eindruck, als
sei Heimatverbundenheit heute völlig aus der Mode gekommen. Da ziehen
Leute mit Kind und Kegel mal eben von München nach Hamburg, weil es dort
ein interessantes Jobangebot gibt. Da leben Leute den größten Teil des
Jahres aus dem Koffer, weil es vielleicht ein paar Euro mehr gibt. Da
tingeln die Leute quer durch die ganze Welt.
Also ehrlich, ich finde es erschreckend, wie selbstverständlich ein
solches Nomadendasein heute vor allem in Ingenieurskreisen ist. Ich
selbst bin da akut gefährdet, versuche allerdings schon,
Auslandseinsätze auf ein Minimum zu beschränken. Aber ich will ganz
ehrlich sein: es ist für mich schon extrem unangenehm, weg von der
Familie und der vertrauten Umgebung zu sein. Ich hasse es, am Sonntag
Nachmittag den Koffer zu packen. Aber anscheinend bin ich da alleine auf
weiter Flur.
High Performer schrieb:> Ich hasse es, am Sonntag> Nachmittag den Koffer zu packen. Aber anscheinend bin ich da alleine auf> weiter Flur.
Nein bist du nicht - ich habe z.B. festgelegt Mo früh 600 fängt die
Woche an - eher fahre/fliege ich nirgends hin - und siehe da, es wird
respektiert..
Die 55 Gründe Ingenieur zu werden, nach Dr. Ing. Ekkehard D.
Schulz!!!!!!
0. Ingenieure....
1 ... Künstler sind.
2 ... Kino-Erlebnisse schaffen.
3 ... immer einen Job finden.
4 ... ein attraktives Studium absolvieren, das Theorie und Praxis
verbindet.
5 ... hervorragende Herdenführer sind.
6 ... beste Chancen bei Frauen haben.
7 ... erstklassig bezahlt werden.
8 ... in Hollywood beliebt sind.
9 ... unser Essen besser machen.
10 ... Weltrekordler und Olympiasieger machen.
11 ... die Erotik des Alltags erspüren.
12 ... krisenfest sind.
13 ... in Meerestiefen eintauchen, die noch kein Mensch je gesehen hat.
14 ... immer neue Werkstoffe erfinden.
15 ... Verbrecher zur Strecke bringen.
16 ... älteren Menschen das Leben leichter machen.
17 ... »Made in Germany« weltweit zum Gütesiegel gemacht haben.
18 ... Menschenleben retten.
19 ... die Umwelt schützen.
20 ... weltweit eine Sprache sprechen.
21 ... unser Ansehen im Ausland mehren.
22 ... den Mythos Formel 1 mitbegründet habe.
23 ... in vielen Berufsfeldern zu Hause sind.
24 ... uns durch eine noch unbekannte Welt lotsen.
25 ... bei den Mächtigen der Welt hohes Ansehen genießen.
26 ... Popstars sind.
27 ... Gutes sind.
28 ... Multitalente sind.
29 ... Menschheitsträume wahr werden lassen.
30 ... Revolutionen beflügeln.
31 ... cool sind – sie prägen das Lebensgefühl einer Generation.
32 ... unglaubliche Karrieren machen können.
33 ... mobil machen.
34 ... große Kinder und Kinder große Ingenieure sind.
35 ... die Welt vermessen und in ihr Inneres vordringen.
36 ... für eine nachhaltige Entwicklung stehen.
37 ... begeisterte Naturforscher sind.
38 ... Kinder glücklich machen.
39 ... das Leben sicherer machen.
40 ... Wegbereiter großer Architekturleistungen sind.
41 ... Schäden von Naturkatastrophen eindämmen können.
42 ... uns neue Welten im All eröffnen.
43 ... zufrieden mit ihrem Beruf sind.
44 ... mit ihrer Unterhaltungselektronik Jung und Alt glücklich machen.
45 ... die Weltsicht verändern.
46 ... sich stets ihrer Verantwortung stellen müssen.
47 ... die Lebensressource Wasser erschließen.
48 ... Kommunikationsnetze schaffen, ohne die unser Leben nicht mehr
vorstellbar ist.
49 ... die große Hoffnung für Faulenzer sind.
50 ... Kultur schaffen.
51 ... leben, was seit jeher gilt: Der Mensch ist ein Techniker.
52 ... für Naturwissenschaft und Technik werben.
53 ... wissenschaftliche Forschung befeuern.
54 ... oft auch erfolgreiche Unternehmer sind.
55 .... bis heute den größten Einfluss auf die Gestaltung der Welt
haben.
Marx W. schrieb:> Die 55 Gründe Ingenieur zu werden, nach Dr. Ing. Ekkehard D.> Schulz!!!!!!
Ich höre morgens im Bett immer Deutschlandfunk und da wurde der Autor
interviewt. Ab diesem Moment wusste ich, dass hier bei Mikrocontroller
mindestens einer das Thema anschneidet. :-)
Also langsam finde ich, dass diese Diskussion unglaubliche Ausmaße
annimmt. Ich frage mich welche Organsationen bei diesen
Falschinformationen Ihre Finger im Spiel haben. Man wird förmlich mit
dieser Propaganda bombadiert jeden Tag.
Ist es nur die Angst der Wirtschaftslobby, dass die Löhne steigen
könnten und Gewinne sich reduzieren, der Pool an bereiten Ingenieuren
kleiner wird? oder steckt auch Wahrheit dahinter?
Ich glaube, manche kommen noch aus der guten alten Zeit, als man
Ingenieuren noch den Hintern gepudert hat. Heute pudert man vor allem
den BWLern und die Finanzjongleuren den Hintern, bis die irgendwann mal
merken, dass sie eigentlich nicht so viel Mehrwert schaffen.
Problematisch sehe ich vor allem, dass BWLer nie an ihresgleichen
denken, wenn sie an Optimierung und Stellenabbau denken. Die Konzerne
sind im Grunde genommen staatsähnliche Systeme. Während diejenigen, die
wichtige (hoheitliche) staatliche Aufgaben übernehmen, wegen Personalnot
überfordert sind, gekürzt wird (Polizisten, Lehrer, Justiz,
Verkehrswesen usw.), wurchert die verwaltende Bürokratie ins
unermessliche.
>Ist es nur die Angst der Wirtschaftslobby, dass die Löhne steigen>könnten und Gewinne sich reduzieren, der Pool an bereiten Ingenieuren>kleiner wird? oder steckt auch Wahrheit dahinter?
Ein Kern von Wahrheit steckt dahinter.
Zunächst einmal ist klar, dass das Wohl und Wehe dieser Nation
tatsächlich ziemlich stark von der Innovationskraft und damit von den
Ingenieuren abhängt.
Die Ingenieure stehen mit den Arbeitern am Band sozusagen am Anfang der
Wertschöpfungskette in Deutschland ( so ähnlich wie vor 150 Jahren noch
vorwiegend die Bauern ).
Auf Grund der demographischen Entwicklung weiß man auch, dass die
nächsten Jahre wesentlich weniger Junge Leute ein Studium beginnen. Die
Geburtenzahl heute im Vergleich zu den 1965 geborenen ist gerade mal
noch halb so groß.
Ganz deutlich spüren das momentan die Grundschulen in fast nahezu allen
Bundesländern: die Schülerzahlen der Schulanfänger geht überall zurück.
Um den Wohlstand zu halten ist es also dringend notwendig für Nachschub
zu sorgen. Dafür wird momentan in den Medien der Boden bereitet.
Nun zu den Ingenieuren im Maschinenraum ( also die, die an der Front der
Projektarbeit in der Entwicklung arbeiten ). Diese Ingenieure stehen
nach wie vor unter hohem Druck. Aus Gesprächen mit
Personalverantwortlichen Ingenieuren weiß ich, dass sie tatsächlich
Fachkräfte suchen. Bei genauerem Nachfragen wird allerdings deutlich,
dass Sie auf Grund der Drucksituation genau eine Person suchen, welche
die aktuelle Lastspitze abfedern. Absolventen fallen aus diesem Raster
schon mal raus. Die anderen Firmen haben das selbe Problem und können
deshalb keine ihrer Fachkraft freisetzen. Aus diesem Grund gibt es einen
latenten Fachkräftemangel.
Und das sich keiner Hoffnung macht hier einen Link,
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,713797-3,00.html
der dritte Teil sagt schon im Titel wie`s in Deutschland mit den
Fachkräten weitergehen soll!
"3. Teil: Goldene Zeiten für deutsche Fachkräfte nicht in Sicht!"
Also wird weiter ein Bedarf an billigen Fachkräften in Zukunft durch die
Medien bejammert werden!
Also werden wir Ingenieure uns auch weiter in den unteren
Gehalts-Rängen wiederfinden!
Kleine Info zu den zukünftigen Gehältern für Ing. und Co:
Nach Plänen der Bundesregierung (Brüderle, steht im kommenden Entwurf
zum Zuwanderungsgesetz), werden die Einkommensgrenzen für die
Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten auf das 1,5-Fache des
Durchschnittseinkommens des betreffenden EU-Landes festgelegt, für
besonders benötigte Fachkräfte beträgt die Grenze das 1,2-fache! D.h.
bei einem Durchschnittseinkommen von 42000 € in der BRD ca. 50000 € für
Berufe in denen es einen "Fachkräftemangel" gibt!
Hier stehts!
http://www.sueddeutsche.de/l5D38J/3606882/Regierung-wirbt-um-auslaendische-Fachkraefte.html
Marx W schrieb:> für> besonders benötigte Fachkräfte beträgt die Grenze das 1,2-fache! D.h.> bei einem Durchschnittseinkommen von 42000 € in der BRD ca. 50000 € für> Berufe in denen es einen "Fachkräftemangel" gibt!
Es geht nur ums Lohndumping. Deutschland führt in der EU dort mit die
Spitze an. Allerdings sind ja nur hochspezialisierte Fachkräfte mit viel
Erfahrung gefragt. Für 50.000 Euro wird man die nicht kriegen und auch
nicht welche, die gut deutsch sprechen können. Das einzige, was man
damit erreichen will, ist erstmal das Drohpotential/Konkurrenzgerangel
gegenüber unseren Spezialisten weiter erhöhen zu können und die Löhne zu
drosseln.
Für die deutsche Industrie wäre es am besten, die Betrieb hier komplett
inkl. Kompetenzzentren zu schließen und ins Ausland zu verlagern. Dort
können sie dann endlich billig produzieren, haben viele Fachkräfte und
könnten damit endlich ihre verlogene Fresse halten. In Frankreich hätte
bei solcher Unverschämtheit der Großindustrie schon längst mal was
gebrannt.
Ich sehne die Zeiten herbei, an denen es heißt:
"Holt den Strang, holt den Strang. Den Lumpen wird es angst und bang! An
die Pflicht, an die Pflicht. Welch schöner Tag, das Volk hält
heut´Gericht!"
In Deutschland wird dies wohl nie passieren. Wir werden für unsere
Geduldigkeit und unseren Masochismus vom Ausland belächelt/ausgelacht.
aus dem Manager magazin von oben:
>Dauerhaft goldene Zeiten am Jobmarkt für Ingenieure und andere Fachkräfte>samt hohen Löhnen und sicheren Arbeitsplätzen wird es dank des gegenwärtigen>Personalengpasses vermutlich nicht geben, erwartet auch>DIHK-Volkswirt Treier: "Das Ventil, ins Ausland zu gehen, ist für die >Unternehmen immer da."
Die Wirtschaft hat gelernt, in den 90er hieß es man geht ins Ausland
weil die Produktionskosten viel niedriger sind. Heute heißt es man geht
ins Ausland weil man hier keine Fachkräfte findet, insgeheim bleiben
aber die Motive die gleichen wie in den 90ern.
Artikel von heute:
http://de.news.yahoo.com/2/20100925/tbs-dihk-warnt-vor-folgen-von-fachkraeft-f41e315.html
Zitat:
"..schlug der DIHK-Präsident vor, die Einkommensgrenze von gegenwärtig
66.000 Euro jährlich auf 40.000 Euro zu senken."
Das ist der wahre Grund für die Fachkräftemangel Kampagne! Wenn mit 40k
eine hochqualifizierte, gesuchte Fachkraft abgespeist werden soll, dann
fehlen mir ehrlich gesagt die Worte.
Die Ingenieure, das neue Proletariat in Deutschland. Es wird Zeit, sich
dagegen zu wehren!
Die Einkommensgrenze von 66.000€/a galt für Fachkräfte außerhalb EU,
also für die Inder (statt Kinder).
Also nicht für Ingenieure aus Großbritannien, Frankreich etc.
Aber zum obigen Link:
"Der DIHK-Präsident warnte davor, die in den vergangenen Jahren hart
erarbeiteten Wettbewerbsvorteile leichtfertig aufs Spiel zu setzen. So
müssten stärker als bislang unausgeschöpfte Potenziale genutzt werden,
sagte er der "Rheinpfalz am Sonntag". Dazu zählte er zielgerichtete Aus-
und Weiterbildung und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch
ältere Beschäftigte sollten mehr in den Arbeitsmarkt integriert werden."
Da stimme ich doch glatt zu !
Nur die steigende Flexibilität und Möbilität, insbesondere bei den
Ingenieurdienstleistern, laufen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
entgegen.
"Um die Zuwanderung von qualifizierten ausländischen Fachkräften zu
erleichtern, schlug der DIHK-Präsident vor, die Einkommensgrenze von
gegenwärtig 66.000 Euro jährlich auf 40.000 Euro zu senken."
Die Firmen, die ihre Messlatte so hochlegen, das sie innerhalb der EU
keine Fachkräfte finden, die sollten weiterhin mind. 66.000€/a zahlen
müssen.
"Auch die akademischen Abschlüsse von Einwanderern insbesondere aus
Osteuropa sollten künftig unbürokratisch anerkannt werden."
Hätte ich kein Problem mit, wenn ab Mai 2011 Freizügigkeit herrscht.
Kommt doch auf das an, was Mann/Frau kann und gemacht hat, nicht ob der
Universitätabschluss XY mit der RWTH Aachen vergleichbar ist.
> Der DIHK-Präsident warnte davor, die in den vergangenen Jahren hart> erarbeiteten Wettbewerbsvorteile leichtfertig aufs Spiel zu setzen.
Die neueste Meldung ..
" Inzwischen fehlten der Wirtschaft rund 400.000 Ingenieure, Meister und
gut ausgebildete Facharbeiter, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich
Driftmann "
http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_6045660,00.html
Es wird immer dreister ..
Dipl ING ( FH ) schrieb:>" Inzwischen fehlten der Wirtschaft rund 400.000>Ingenieure, Meister und gut ausgebildete Facharbeiter,>sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann "
Bei mir hat noch kein Herr Driftmann angerufen. Obwohl ich in mehreren
Jobbörsen stehe.
Der Herr Driftmann soll mal für sein Aussage die Hand ins Feuer
legen. Wetten das der ganz schnell zurück rudert? Kann sein
das die Wirtschaft so viel Bewerbungen haben will aber nicht
jeder wird genommen. Das wird sich wohl nie ändern.
Hallo allerseits,
im letztem Bewerbeverfahren, in dem ich als Vertreter des einstellenden
Unternehmens teilnahm, hat es 12 Bewerber gegeben, alkle DiplIng mit
Kenntnissen in der Programmierung in C und Englischkenntnissen, die
verbindlich gefordert wurden.
Als Test wurde ein Ausdruck aus dem (englichem) Wiki verwendet, der den
A380 beschrieb. Das Verständnis des Textes wurde dann durch Fragen
untersucht, die die Kandidaten mündlich beantworten sollten, hier wurden
aber nur Dinge abgefragt, die aus denm Wikiartikel entnommen werden
konnten.
Der zweite Test bestand darin, eine Funktion (in C) zu schreiben, die
einen Grossbuchstaben in einen Kleinbuchstaben unwandelt.
Aus den 12 Bewerbwern haben 3 den Englischtest bestanden und 2 den C
Test. Keiner hat in beiden Tests bestanden. Der Rest der Bewerber
brachte vollkommen unzureichende Leistungen. In der Flugzeugindustrie
ist in der Programmierung ein Ing nicht brauchbar, wenn er nicht diese
Fähigkeiten mitbringt.
Das betreffende Unternehmen sucht nicht mehr. Man probiert Dienstleister
und Zeitarbeiter aus und tauscht sie solange aus, bis man die mit den
richtigen Kenntnissen hat, oft sind das auch die Leute, die den Job
dauerhaft angeboten bekommen.
Mir scheint, dass die Absolventen von heute nicht den Anforderungen der
Arbeitgeber entsprechen.
Die Frage ist doch, sind ALLE Bewerber wirklich zu blöd diese Stelle zu
besetzen oder ist der Unterschied zwischen geforderten und
erforderlichen Qualifikationen / Fähigkeiten zu groß.
Sind das nur die deutschen Absolventen oder gilt das auch für Ingenieure
aus europäischen Ländern?
Ich kann kein C programmieren, spreche Englisch nicht perfekt.
Gute Englischkenntnisse und C-Kenntnisse um aus Großbuchstaben
Kleinbuchstaben zu machen halte ich nicht für unmöglich.
Ist das unter den gegebenen Bedingungen möglich.
Kann mich da an Mathetests für eine Lehrstelle erinnern, 250
Matheaufgaben, nach 170 Aufgaben war die Zeit vorbei (die Lehrstelle
habe ich bekommen).
Wenn sich da keiner findet, stellt sich auch die Frage, wer sucht,
XY-Zeitarbeit oder Airbus ?
R. Freitag schrieb:> Mir scheint, dass die Absolventen von heute nicht den Anforderungen der> Arbeitgeber entsprechen.
So ein Käse...ich habe auch schon in C programmiert (auch wenn das nicht
mein Spezialgebiet ist) und hatte einfach nie die Notwendigkeit,
großartig mit Strings oder Buchstaben zu arbeiten (da würde ich im
Zweifel eh sowas wie Perl für geeigneter halten..). Ich hätte aus dem
Stegreif wohl auch nicht gewusst, welche Funktion man dafür verwendet.
Es wäre aber im Arbeitsalltag innerhalb von kürzester Zeit herauzufinden
(im Selbstversuch hat es eben 20 Sekunden gedauert).
Man kann von einem Absolventen nicht erwarten, dass er die komplette API
beherrscht, am besten noch für verschiedene Programmiersprachen
einschließlich aller möglicher Bibliotheken.
Konnte man beim Englischtest nach der Frage den Artikel zur Hand nehmen,
oder ging es doch eher darum, den ganzen Artikel zu memorieren?
Mir scheint eher, dass die Anforderungen unrealistisch sind.
R. Freitag schrieb:> Der zweite Test bestand darin, eine Funktion (in C) zu schreiben, die> einen Grossbuchstaben in einen Kleinbuchstaben unwandelt.
Es ist ziemlich sinnlos, aus einer einzelnen solchen Aufgabe gleich ein
Ausschlusskriterium für einen Bewerber zu machen. Zwar kommen solche und
ähnliche Aufgaben durchaus auch im Studium vor. Aber da kann man in der
C Standard Library und in Büchern nachschauen welche Hilfsfunktion es
gibt. Kein Student wird wegen einer einzelnen spezifischen Aufgabe durch
die Prüfung oder gar durchs ganze Studium fallen, von daher ist nicht
ersichtlich warum man wegen einer einzelnen spezifischen Aufgabe als
Bewerber durchfallen sollte. Wenn man sagen wir mal 3 von 5 Aufgaben
lösen müsste oder so, das würde erheblich mehr Sinn ergeben.
Im realen Berufsleben verwendet man beim Programmieren immer wieder das
Internet und Bücher als Quellen zum Nachschlagen.
Es gibt Tests, die zeigen, wie unqualifiziert doch die deutschen
Bewerber sind und wie dringend haufenweise qualifizierte Bewerber aus
dem außereuropäischen Ausland gebraucht werden.
Ob die den Test bestanden hätten ist dann erstmal unwichtig.
Gästle schrieb:>Und was "sagen" die anderen Zeichen, die keine "Buchstaben">sind!?
Den Test mit den Klein- und Großbuchstaben, finde ich jetzt nicht soooo
heftig, wenn ich mich als HW-Entwickler bewerbe, der Standard-C
beherrschen soll. Da läßt man sich mal einen ASCII-Code geben (denn den
muß man nicht auswendig können), oder einen PC mit Internet, um den z.B.
auf Wikipedia zu finden. Die Klein- und Großbuchstaben sind da zusammen
hängende Blöcke, die einen festen Offset haben. Damit kann man dann was
anfangen.
Manche AG sagten mir sogar schon, ich würde es gar nicht glauben, wie
viele Bewerber sie hätten, die behaupten, sie könnten C programmieren.
Und das kaufe ich denen sogar ab.
Ich selbst bekam mal die Aufgabe, einen Bubble-Sort-Algorithmus in C zu
erstellen. Gleich mitten im Vorstellungsgespräch, im Raum war eine
Tafel. Einen kurzen Augenblick lang war ich wie tiefgefroren, aber wenn
man keine 20 oder 49 mehr ist, bleibt man da mal ganz locker. Es waren
einfach nur 10 Elemente (Zahlen) vorgegeben, die in absteigender
Reihenfolge sortiert werden sollen. Nun, ich hab denen da einen gut
strukturierten Programmablaufplan hingezeichnet, mit Unterfunktionen,
und kein C-Programm. Sie haben mir das voll abgenommen, denn wer aus
einer Aufgabe einen Programmablaufplan erstellen kann, schafft auf jeden
Fall auch noch die Codierung, die dann ein Klacks ist... Ich habe den
Herrschaften dann erklärt, die Vorstellung jetzt zu beenden: Man könne
nach dem fest gelegten Programmablaufplan sogar noch die
Programmiersprache wählen. Hinterher, war ich über mich selbst erstaunt,
daß ich das so locker aus dem Stehgreif hin bekam. Übrigens hab ich
immer so gearbeitet, und nicht einfach nur geradeaus Dirty Code
geschrieben. Am nächsten Tag hatte ich schon die beiden vom AG
unterzeichneten Vertragsvorlagen im Postkasten. Es fehlte nur noch meine
Unterschrift...
> Keiner hat in beiden Tests bestanden.
Ich bin überzeigt daß es genügend gibt :-) Ich kenne schon mehrere.
Aber wenn als Lösung No Name's byte + 0x20 kam, und die Firma sagt der
Bewerber wäre der Aufgabe nicht gewachsen und hätte sie falsch gelöst,
dann ist natürlich die Firma viel dümmer als die durch sie abgewiesenen
Bewerber.
So was soll's auch geben, die sich in Arroganz selbst überschätzen und
ihre eigenen Fehler nicht bemerken sondern bei anderen suchen.
Marx W. schrieb:> Jeden Tag grüßt der Fachkräftemangel!> Hier das Neueste aus der Weltonline.de> http://www.welt.de/wirtschaft/article9898738/Indus...
Eigentlich geben Sie ja nur zu, dass zur Zeit kein Mangel herrscht.
Außerdem ist das nur ein Geständnis, dass es in anderen Ländern sehr
viel schlimmer sein soll (Japan, Russland, USA, Kanada, Südkorea),
selten so einen geständigen Lügner gesehen.
Marx W. schrieb:> Jeden Tag grüßt der Fachkräftemangel!>> Hier das Neueste aus der Weltonline.de>>> http://www.welt.de/wirtschaft/article9898738/Industriestaaten-sitzen-auf-einer-Zeitbombe.html
Weiß nicht was Du hast, der Artikel ist doch super:
"Von einer systematischen Personalplanung, um die vorhandenen Ressourcen
besser auszuschöpfen, sind viele Unternehmen trotzdem noch weit
entfernt. Nur neun Prozent der Befragten gaben an, effiziente
Personalplanungstools zu verwenden, die den zukünftigen Bedarf an
Arbeitskräften berücksichtigen. Viele Personalabteilungen räumten
selbstkritisch ein, nicht einmal ausreichende Kenntnisse über die
Fähigkeiten, das Potenzial oder gar die Altersstruktur ihrer
Belegschaften zu haben."
Es wird also zugegeben dass die Arbeitgeberseite Fehler macht. Wer hätte
das gedacht? :-)
Mark Brandis schrieb:> Marx W. schrieb:>> Jeden Tag grüßt der Fachkräftemangel!>> Hier das Neueste aus der Weltonline.de> http://www.welt.de/wirtschaft/article9898738/Indus...> Weiß nicht was Du hast, der Artikel ist doch super:> "Von einer systematischen Personalplanung, um die vorhandenen Ressourcen> besser auszuschöpfen, sind viele Unternehmen trotzdem noch weit> entfernt."> Es wird also zugegeben dass die Arbeitgeberseite Fehler macht. Wer hätte> das gedacht? :-)
Nach diesem Satz hatte ich auch eher einen Werbungs-Nebensatz für ein
Personalplanungstool erwartet.
Wie war das mit der eine Studie vor ein paar Monaten nochmal,
Dienstleistungsunternehmen findet heraus, dass mehr auf die Flexibilität
von Dienstleistungsunternehmen zurückgegriffen werden sollte... oder so
ähnlich ;-)
Mark Brandis schrieb:> Weiß nicht was Du hast, der Artikel ist doch super:
Genau, und vorallem hat die Weltonline die Kommentarfunktion für den
Artikel nicht gesperrt! Normal ist ja, das Alles was in ruchweite vom
"Fachkräftemangel" liegt, in der Weltonline nicht mehr kommentierbar
ist!
Der Artikel ist wirklich klasse.So langsam kratzt auch die Presse am
Image der Firmen, was Fachkräftemangel angeht und zeigt die teilweise
Unfähigkeit in der Personalplanung.
Die Prognose zur Entwicklung des Fachkräftemangels 2020-2030 ist mal
wieder spitze.
Marx W. schrieb:> Genau, und vorallem hat die Weltonline die Kommentarfunktion für den> Artikel nicht gesperrt! Normal ist ja, das Alles was in ruchweite vom> "Fachkräftemangel" liegt, in der Weltonline nicht mehr kommentierbar> ist!
Wird doch hier schon genug gejammert.
R. Freitag
Hallo allerseits,
>>>> im letztem Bewerbeverfahren, in dem ich als Vertreter des einstellenden> Unternehmens teilnahm, hat es 12 Bewerber gegeben, alkle DiplIng mit> Kenntnissen in der Programmierung in C und Englischkenntnissen, die> verbindlich gefordert wurden.
Im Deutschen gibt es den schönen Begriff der Kenntnisprüfung, d.h.
Kenntnisse sind immer überprüftes Wissen mit Zeugnis etc....!
Also gehe ich davon aus, dass die Bewerber nach diesem Kriterium
ausgewählt wurden. Wenn nicht, gleich später unten!
> Als Test wurde ein Ausdruck aus dem (englichem) Wiki verwendet, der den> A380 beschrieb. Das Verständnis des Textes wurde dann durch Fragen> untersucht, die die Kandidaten mündlich beantworten sollten, hier wurden> aber nur Dinge abgefragt, die aus denm Wikiartikel entnommen werden> konnten.> Der zweite Test bestand darin, eine Funktion (in C) zu schreiben, die> einen Grossbuchstaben in einen Kleinbuchstaben unwandelt.> Aus den 12 Bewerbwern haben 3 den Englischtest bestanden und 2 den C> Test. Keiner hat in beiden Tests bestanden. Der Rest der Bewerber> brachte vollkommen unzureichende Leistungen. In der Flugzeugindustrie> ist in der Programmierung ein Ing nicht brauchbar, wenn er nicht diese> Fähigkeiten mitbringt.
Wenn also die Bewerber nach den geforderten Kenntnissen (im oben
beschriebenen Sinne) ausgewählt worden sind, dann
würde ich sagen, dass diejenigen die die geforderten Kenntnisse
bescheinigen, wohl kaum in der Lage waren, eine geeignete
Kenntnisprüfung vorzunehmen.
Ich glaube aber mehr, dass der folgende Satz mehr Aufklärung bringt!
> Das betreffende Unternehmen sucht nicht mehr. Man probiert Dienstleister> und Zeitarbeiter aus und tauscht sie solange aus, bis man die mit den> richtigen Kenntnissen hat, oft sind das auch die Leute, die den Job> dauerhaft angeboten bekommen.
Da kommt mir meine langjährige Berufserfahrung zugute, wenn ich das
lese!
Es scheint mir bei den gestesteten Bewerber mehr um diejenigen zu
handel, die die geforderten Kenntnisse nicht
vorweisen konnten (Dürfte schon aus den Bewerbungsunterlagen
hervorgegangen sein!). Ziel war es also
vorsätzlich nicht geeignete Bewerber zu testen! Das Ergebnis war dadurch
auch im voraus klar!
Was mit so einen Ergebnis erreicht werden soll, ist doch auch sehr
schnell einsichtig! ( Der Satz: .... Man probiert Dienstleister
und Zeitarbeiter aus und tauscht sie solange aus, bis man die mit den
richtigen Kenntnissen hat... sagt schon alles!) Es wird im Betrieb
massive mit Zeitarbeitskräften
( gibt Fälle wo jeder dritte vom "Dienstleister" stammt)
gearbeitet!
Irgendwann wurden Stackeholder darauf aufwerksam, und sprachen halt die
Geschäftsführung bzgl. dieser Geschäftspraktiken an.
Dann wurde halt so ein "Test" inszeniert, um medial dies auszuwalzen!
So sehe ich die Sachlage!!!
Peter schrieb:> Die Einkommensgrenze von 66.000€/a galt für Fachkräfte außerhalb EU,> also für die Inder (statt Kinder).> Also nicht für Ingenieure aus Großbritannien, Frankreich etc.
Die wenigsten heimischen Fachkräfte verdienen 66000 Euro. Die meisten
Mintler steigen mit unter 40000 Euro ein.
Stimmt!
Diese Grenze sollte für Super-Fachkräfte, Spitzen-Ingenieure, die in
Deutschland bzw. der EU nicht zu finden sind gelten.
In wie weit man MINTler aus Indien etc., die hier ihr Studium
erfolgreich absolviert haben auch für unter 66.000€ anstellen
kann/sollte ist etwas anderes.
Was mit den Indern etc. passieren soll, wenn Ihr
Beschäftigungsverhältnis mal ausläuft, hat Herr Brüderle noch nicht
erklärt.
@Lexi (Gast)
@Peter (Gast)
Was ihr hier schreib ist doch so gut wie Schall und Rauch!
Marx W schrieb:> Kleine Info zu den zukünftigen Gehältern für Ing. und Co:>>>> Nach Plänen der Bundesregierung (Brüderle, steht im kommenden Entwurf>> zum Zuwanderungsgesetz), werden die Einkommensgrenzen für die>> Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten auf das 1,5-Fache des>> Durchschnittseinkommens des betreffenden EU-Landes festgelegt, für>> besonders benötigte Fachkräfte beträgt die Grenze das 1,2-fache! D.h.>> bei einem Durchschnittseinkommen von 42000 € in der BRD ca. 50000 € für>> Berufe in denen es einen "Fachkräftemangel" gibt!>>>> Hier stehts!>> http://www.sueddeutsche.de/l5D38J/3606882/Regierun...
Marx W. schrieb:> Es scheint mir bei den gestesteten Bewerber mehr um diejenigen zu> handel, die die geforderten Kenntnisse nicht> vorweisen konnten (Dürfte schon aus den Bewerbungsunterlagen> hervorgegangen sein!). Ziel war es also> vorsätzlich nicht geeignete Bewerber zu testen! Das Ergebnis war dadurch> auch im voraus klar!
Sehe ich auch so. Bei der Funktion dürfte es sich um einen Zweizeiler
der Form
char funktion(char zeichen)
{
if(zeichen>='A' && zeichen <='Z') return tolower(zeichen);
else return zeichen;
}
gehandelt haben.
Wenn man als ing gewohnt ist englische Handbücher und Datenblätter zu
lesen, sollte einem die Interprätation eines Wikipediaartikels nicht
schwer fallen. Das führt mich direkt zu der Annahme, dass bewusst
diejenigen ausgesucht wurden, die wohl offensichtlich nicht über die
nötigen Kenntnisse verfütgen.
Zustimmen kann ich auch denjenigen, die den Umgang mancher Firmen mit
Praktikanten kritisieren. Oftmals wird man -ohne Bezahlung, aber mit
Aussicht auf eine Festeinstellung- unter massiven Zeitdruck gesetzt. Hat
man dann diesem Druck standgehalten und auch noch innovative Lösungen
gefunden, die dann im Namen der Firma patentiert werden, wird einem am
Ende des Praktikums die lange Nase gezeigt.
Ein treffendes Zitat, welches meine Studienzeit beschreibt stammt von
Konfuzius:
"Im Altertum lernte man um sich zu perfektionieren. Heute lernt man um
vor anderen etwas zu gelten."
So erfährt man heutzutage im Studium -und auch später in der Berufswelt-
Missachtung durch andere, obwohl man in Teilgebieten überragende
Leistungen vollbringt, nur weil man einen schlechteren Notendurchschnitt
hat. Gründe, wie beispielsweise völligstes Desintresse an anderen
Teilgebieten wird dabei außer acht gelassen. Die daraus resultierende
Bornierheit ist wohl offensichtlich.
Apropos Borniertheit. Wer den Ausdruck des persönlichen Unmuts in
anbetracht einer frustrierenden Situation, der das Bewusstsein für
Missstände wecken soll mit "rumgeheule" verwechselt, sollte lieber dem
Nachwuchs die Berechnug von Widerständen anhand des ohmschen Gesetzes
verdeutlichen. So hätten diese Beiträge wenigstens einen Sinn.
Abschließen möchte ich meinen Beitrag mit einem weiteren Zitat, dass
meiner Meinung nach meine und die Situation von vielen anderen
beschreibt:
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf
gebracht.“ - Heinrich Heine