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Forum: Mikrocontroller und Elektronik AVR: Wetterinformationen über DCF77

Autor: Tobias Schilgen (informatiker)
Datum: 30.01.2007 23:15

Hallo zusammen,

soeben lese ich bei www.elv.de, dass seit November 2006 über das
DCF-Signal auch Wetterinformationen gesendet werden sollen (siehe dazu
auch
http://shop.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&a...).

Hat jemand davon gehört und weiß mehr über das Datenformat der
Wetterinformationen? Da ich einen DCF77-Empfänger auf AVR-Basis bereits
realisiert habe, möchte ich diesen ggf. entsprechend erweitern.

Tobias.
Autor: einer (Gast)
Datum: 30.01.2007 23:27

Autor: einer (Gast)
Datum: 30.01.2007 23:37

Ich denke das Zusatzsignal wird nicht leicht zu entschlüsseln sein...
"- Empfängsgeräte mit der Meteotime Technologie können die Daten
empfangen und entschlüsseln (siehe PRODUCTS)."

Zu finden hier : http://www.meteotime.com/web/c1-200_c2-1185.aspx

Autor: Hartmut (Gast)
Datum: 31.01.2007 00:32

Ja, das verwendete Protokoll wäre sehr interessant...
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 31.01.2007 09:02

Autor: Michael Rubitschka (rubi)
Datum: 31.01.2007 09:26

abo
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 31.01.2007 09:51

Hört sich interessant an, was mir aber in dem Dokument von  Christoph
Kessler schon wieder aufstösst ist dieser Satz:

[Zitat]
Die übertragenen Daten können nur mit der über den Lizenzvertrag
beschaffbaren Dechiffriervarianten geprüft und für die Auswertung bzw.
Anzeige nutzbar gemacht werden.
[/Zitat]

Weiss da schon jemand genaueres ob die Daten überhaupt nicht nutzbar
sind, oder nur "schwer zugänglich" sind?
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 31.01.2007 10:02

Den Satz hatte ich noch gesucht, schade dann müssen wir warten, bis
jemand das ganz rückwärts engineered hat...
Ich habe das Dokument auch nur durch rumgooglen gefunden und weiß nichts
näheres.
Autor: Matti (Gast)
Datum: 31.01.2007 10:04

@Michael S.

Lies das Dokument von hkw-elektronik doch mal zuende!

Das steht exakt, welche Info in welchem Bit steht, welche Regionen es
gibt etc. etc.

Mehr braucht man meiner Meinung nach nicht.

Gruss, Matti
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 31.01.2007 10:09

"Die Bit-Numerierung der Wetterbits bezieht sich nicht auf die
Bit-Numerierung in der Rosette des DCF-Protokolls."
Die sind vermutlich irgendwie verscrambled, dazu braucht man noch einen
Schlüssel
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 31.01.2007 10:17

Das gilt es, herauszufinden :-), bei Gelegenheit logge ich die Bits mal
und gucke nach Regelmäßigkeiten ;-) Lange bleibt das doch sowieso nicht
geheim und den Schlüssel ändern können sie nicht, weil dann die auf den
Markt geworfenen Geräte nicht mehr funktionieren.
Autor: The Slow (Gast)
Datum: 31.01.2007 10:21

> Das steht exakt, welche Info in welchem Bit steht, welche Regionen es
> gibt etc. etc.

Da steht nur fast alles, aber
1. laut PTB ist das Signal in den bits 1-14 Ampplitudenmoduliert und
nicht wie das Zeitsignal Phasenmoduliert

2. fehlt die Information wann die Wetterdaten für eine bestimmte Region
gesendet werden

3. sind die Daten chiffriert und die genannten Bitpositionen beziehen
sich auf das dechiffrierte Signal

eigentlich schade
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 31.01.2007 10:22

Auch ELV hat da wohl "noch" nichts eigenes. Die Wetterstation welche ELV
vertreibt ist ein reseller Artikel von http://www.irox.ch

@Matti:
Das Dokument habe ich gelesen, aber mir erschliesst sich daraus keine
Möglichkeit die Daten im Datenwort zu dekodieren. Aber vielleicht hab
ich noch was anderes überlesen, was du gelesen hast...

@Christoph Kessler:
Da sich Meteotime bei PTB anscheind eingekauft hat und da wohl was
Vertraglich bis 2013 geregelt ist, wären die schön blöd das "jederman"
so einfach zur Verfügung zu stellen.

Aber wie schon gesagt, ich hab mich mit der Materie auch noch nicht so
sehr beschäftigt... kann mich also auch Irren!
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 31.01.2007 10:23

mist, The Slow war schneller... ;)
Autor: Bri (Gast)
Datum: 31.01.2007 10:28

@Michael

Rein von der Logik her sind die Daten nur schwer zugänglich. Da alle
Empfänger auf die gleichen Daten zugreifen, kann keine richtige
Verschlüsselung mit individuellen Passwörtern oder sowas verwendet
werden. Das einfachste ist wohl, wenn jemand die Bits mitschreiben würde
und sich dazu die dekodierten Informationen auf so einer Wetterstation
anschaut.

Aber das ist auf alle Fälle eine interessante Sache. Da sollte wir dran
bleiben.
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 31.01.2007 10:46

Kann man die Wetterstation von elv irgendwo anzapfen, um den
dechiffrierten Datenstrom abzugreifen?
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 31.01.2007 10:52

Und was willste damit, wenn Du die Zuordnung nicht weißt? Die
Reihenfolge des dechiffrierten Stromes muß doch nicht der in der
Beschreibung entsprechen. Außerdem werden die Daten wohl nicht den
Custom-Chip verlassen, der in der Wetterstation sitzt, bevor sie auf die
Anzeige gelangen...
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 31.01.2007 10:56

Ja ich nehme auch an, da geht ein Bit in den Controller rein und eine
gemultiplexter LCD-Pixelgrafik raus. Bei 14 Bit pro Minute muß der
Rückwärts-Ingenieur viiiiel Geduld haben.
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 31.01.2007 11:37

hmmm, da scheint sich jemand richtig gedanken über die chiffrierung
gemacht zu haben. Es gibt einen "ASIC" (Ich Tipp auf uC oder PLD) von
der Firma Meteo Time GmbH, ebenfalls CH, welcher den Datenstrom
dekodiert!

http://www.hkw-elektronik.de/pdf/DB%20DC-IC-deut.pdf

Leider hab ich bei Meteo Time selbst noch nichts über den IC in
Erfahrunge bringen können.
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 31.01.2007 11:58

"Die Steuerung und das binäre Datenformat übernehmen Sie bitte dem
Manuel des Lizenzvertrages"
Muß man den Manuel zum Entnehmen öffnen? Wird man dafür in der Schweiz
nicht lebenslang verknurrt ?
"Lizenzstufen 1 bis 3"  das auch noch?
Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
Datum: 31.01.2007 12:03

Nun, man muß wohl einen Dekodierchip kaufen, da schiebt man die
kodierten Daten rein, dann kommen da die Klardaten raus.
http://www.hkw-elektronik.de/pdf/DB%20DC-IC-deut.pdf
Die Datenbeschreibung in dem anderen HKW-PDF bezieht sich
wohl auf das, was aus dem IC herauskommt.
Aufgrund der geringen Datendichte kann die Verschlüsselung
nicht sehr stark sein, wahrscheinlich gerade ausreichend,
um Anbieter unlizensierter Dekoder verklagen zu können.

Gruss
Jadeclaw.
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 31.01.2007 12:39

Du sagst es, 1-Wire ist auch simple and stupid, aber leider mit nem
Patent belegt...

Aber, warten wir mal ab, is ja auch noch nicht so alt die "Neuerung" auf
77,5kHz!
Autor: Schlebinski (Gast)
Datum: 31.01.2007 18:33

Es sollte doch möglich sein, solch einen IC auszuquetschen bis man die
Verschlüsselung hat. Das sollte doch vollautomatisch mit nem relativ
einfachen Programm gehen?!

Gruß,
Christian
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 31.01.2007 18:38

@Schlebinski:

mach ma; fg

vermtl. nur bedingt legal, asserdem wenn da dementsprechende Algorythmen
dahinter stecken, schiebst du vorne 100mal 001001010 rein und bekommst
hinten 100mal was anderes raus! ;-)
Autor: Frank (Gast)
Datum: 31.01.2007 19:01
Dateianhang: Systeminformation.pdf (218 KB, 1447 Downloads)

Interessante Entwicklung. Ich dachte bisher, das die ersten 14 Bit vom
Bundesamt für Zivilschutz zur Bevölkerungswarnung "gebucht" wurden oder
werden sollten (s.Anhang). Aber das war dann wohl nix.
Autor: balu (Gast)
Datum: 31.01.2007 19:03

also wie ich das "verschlüsseln" würde

is aber nur nene 1. gedanke

ich habe einen konfigurierbaren inverter
ich habe eine satz maskierungsbits mit welchen ich den inverter
kofiguriere
welche maskierungsbits ich verwende mahce ich von der Kalenderwoche
abhängig.

ergo ich greife mir 16 bit aus meinem nutzdatenstrom vernegiere das mit
meinen der kalenderwoche netsprechnden maske und so musst du jede woche
neu den passenden code raussuchen.  bullshit für alle weil es sich
momentan nicht vorhersehbar ändere

mein derzeitiger speicherbedarf für die nächsten 10j

54*10*16bit~ 1kbyte

wenn ich dann noch zusätzliche dinge einbastel und beim durchschieben
keine beshcleunigung zulasse (es geht eben nur 1 byte pro minute) dann
könnte das länger dauern

da bräuchten alle die mit machen einen 2. empfänger für den aktuellen
code

is aber nur ne idee vom klo  in ca 2 min ausgeschissen   erstmal guggen
interessiert wäre ich auch
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 31.01.2007 19:13

sach ma balu, das mit dem "hinten rauskommen" war aber net so wörtliche
gemeint...
Autor: balu (Gast)
Datum: 31.01.2007 19:29

doch die  idee ist von diesem ort   dort hat man die besten gedanken an
manchen tagen
Autor: Rene Zimmermann (Gast)
Datum: 31.01.2007 22:06

Hallo,

ich glaube hier helfen die ganzen Vermutungen nicht weiter. Mindestens
einer muß eine Empfängerschaltung aufbauen und die Daten über einen
längeren Zeitraum aufzeichnen. Vieleicht bekommen wir ja ein paar Leute
zusammen die das Projekt in Angriff nehmen. Wenn sich das ganze als
nicht machbar herausstellt kann man immer noch aufhören. Wir haben es
dann aber wenigstens probiert.

Zitat: "Die Bit-Numerierung der Wetterbits bezieht sich nicht auf die
Bit-Numerierung in der Rosette des DCF-Protokolls. Die sind vermutlich
irgendwie verscrambled, dazu braucht man noch einen Schlüssel."

Natürlich beziehen sich die Wetterbits nicht auf die Bits der Rosette,
sondern aus 3 min werden jeweils 15 bit genommen und zu den Wetterbits
zusammengesetzt. Warscheinlich ist hinten dran noch eine Checksumme. Ob
die ganze Sache verschlüsselt ist wird man sehen wenn man den Empfänger
fertig in Betrieb hat und die Wettervorhersage unsinnige Werte liefert.

Also lasst uns einen Empfänger bauen und dann weiter schauen.

Gruß Rene
Autor: Rene Zimmermann (Gast)
Datum: 31.01.2007 22:18

Hallo,

Zitat: "Die Genauigkeit und Stabilität der Trägerschwingung sowie die
Parameter der Modulationen wurden unverändert belassen."

Habe ich doch glatt übersehen, also ist kein neuer Empfänger nötig.

Gruß Rene
Autor: Rene Zimmermann (renezimmermann)
Datum: 31.01.2007 22:40

abo
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 01.02.2007 08:28

Nein, kein neuer Empfänger! Die alten gehen vorzüglich. Ich habe gerade
eine neue Funkuhr gebastelt, da kann man die Bits ´reinwabbeln sehen.
Ich habe auch noch ein Reichelt-DCF-Modul liegen, das klatsch ich mal an
einen Controller und hänge ein EEPROM dran und lasse es ein paar Tage
daddeln. Die Daten schicke ich dann hier als TXT. Ich mache mir
allerdings Gedanken über Falschbits bei Empfangsstörungen - das müssen
die ja auch irgendwie kontrollierbar machen...?
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 01.02.2007 08:29

@Rene:
Ich stimme dir da zu, ich werde heute Abend mal ein wenig auf der
77,5Khz "reinhören" und schauen ob sich in den abgesprochenen Bit's was
getan hat.

The Slow hat mal zu Anfangs bemerkt:
> 1. laut PTB ist das Signal in den bits 1-14 Ampplitudenmoduliert und
> nicht wie das Zeitsignal Phasenmoduliert.

Hab den Parsus grad auch bei ptb.de gefunden.
> Die Steuereinrichtungen wurden so gestaltet, dass die Dateninhalte,
> die während der Sekunden 1 bis 14 amplitudenmoduliert übertragen werden,
> von dritter Seite beigestellt werden können.

Wenn das so ist, bekommst du diese Information nur mit einem geeigneten
Empfänger mit. Klar, wenn die restlichen Bits, die das Zeitsignal
übertragen gleichgeblieben sind, ändert sich für zig tausend Uhren
nichts, aber das MeteoTime Daten bekommst du nicht mit...

Schauen wir mal was der Abend/Nacht bringen wird!

Autor: Michael Rubitschka (rubi)
Datum: 01.02.2007 08:32

Hallo

Am einfachsten ist es wahrscheinlich den Dekoder Chip zu kaufen und
diesen
mit kopierten Datenströmen zu füttern. Wäre überhaupt interessant was
dieser Chip kostet, vielleicht zahlt sich das ganze reverse Engineering
gar nicht aus.

<
Ich mache mir
allerdings Gedanken über Falschbits bei Empfangsstörungen - das müssen
die ja auch irgendwie kontrollierbar machen...?
>

Ich nehme an das es eine Checksumme gibt.

LG
Michael
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 01.02.2007 08:40

DCF77 ist doch immer amplitudenmoduliert. Die unterschiedich langen
Impulse bestehen aus einer Amplitudenreduzierung, das ist AM.

PS: passus (lat.) der Schritt, nicht Parsus wie parser
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 01.02.2007 08:47

Wenn der Dekoderchip z.B. < 2 EUR kostet wäre ich bereit dies so zu tun.
Da ich aber im Datenblatt zu selbigem IC schon wieder was über
Lizensstufen und Lizensvertrag lese, wird das wohl eher nicht der Fall
sein.

> Dechiffrier- IC zum Lesen der Meteotime Wetterdaten für die Lizenzstufen
> 1 bis 3. Die Steuerung und das binäre Datenformat übernehmen Sie bitte
> dem Manuel des Lizenzvertrages.

@Christoph Kessler:
öhm, hat recht, mit beidem... Nur komisch das PTB die Bits 1...14 anders
beschreibt als die darüber. Und wegen Passus, ich hatte kein lat.
ausredesuch

PS: Bist du eigentlich der mit dem Blechdosenrecycling?!?
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 01.02.2007 09:05

Jaja, die Weihnachts-Keksdose als 900MHz-Resonator hab ich hier irgendwo
schon mal gezeigt.
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 01.02.2007 09:07

Ich habs in der CQ-DL 04/06 gesehen/gelesen.
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 01.02.2007 09:08

da wars, unter "Ingenieurskunst":
Beitrag "Ingenieurskunst"
Autor: for_ro (Gast)
Datum: 01.02.2007 11:50

Hallo zusammen,
ich habe auch heute nacht um 0.00 Uhr den Datenlogger gestartet.
Ich dachte mir, den Logger 48 Stunden laufen zu lassen und dann die
beiden Tage zu vergleichen. Vom ersten ansehen denke ich schon, dass
zumindestens das 14. bit eine Checksumme ist.
Ich stelle den File auch hier ein. Dann können wir die Ergebnisse
vergleichen und zumindest Empfangsfehler von einzelnen korrigieren.

Da es z.Zt. 90 Regionen gibt, für die 4 mal täglich Informationen kommen
und diese jeweils 3 Minuten beanspruchen, ergibt sich hieraus schon 1080
Sendeminuten pro Tag. Der Rest bis 1440 ist bestimmt noch für
Erweiterungen der Regionen reserviert. Jede Bit-Info besteht aus max. 42
bit, von denen noch die Checksummen abzuziehen sind. Da es hier um
wichtigere Infos geht, könnte ich mir auch vorstellen, dass die sich
nicht mit Fehlererkennung zufrieden gegeben haben, sondern
Fehlerkorrektur installiert haben.
Vermutlich bleiben die Minuten, die jeweils für eine Region benutzt
werden, über alle Tage gleich. Dann können wir die Änderungen von einem
Tag zum anderen für eine Region leicht sehen.
Was ich für unbedingt nötig halte ist ein funktionierender Empfänger,
der die empfangenen und geloggten Daten im Display anzeigt. Dann könnte
es uns gelingen, die Daten zu dechiffrieren. Ansonsten ist das wohl
schwierig.

Gruß

Rolf
Autor: B. Jue (bjue)
Datum: 02.02.2007 12:33

Hallo Zusammen,
ich habe mal bei meteotime angefragt, ob es den Chip zu kaufen gibt,
hier die Antwort:
"Nein, der Chip ist als einzelteil nicht käuflich. Wir beliefern nur die
herstellende Industrie.
Wir haben aber Kunden, die an einer Modul-Lösung mit definierter
Schnittstelle arbeiten und diese dann an Einzelanwender anbieten werden.
Ob diese Module noch dieses Jahr erhältlich sein werden
wissen wir aber nicht."

Gruß
Bernd
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 02.02.2007 13:09

@Bernd:
sowas ähnliches habe ich mir schon gedacht...

Evtl. kann mal jemand über die "Industrie" versuchen an Muster
ranzukommen. Aber wenn da keine Stückzahlen >1000 glaubhaft
dahintersteht, denke ich wird man da auf Granit beissen.

Haben sie was über die Lizensen gesagt? Was die kosten würden und/oder
wie man die bekommt?

Gruß Micha,
Autor: Michael Rubitschka (rubi)
Datum: 02.02.2007 13:12

Hallo Bernd

Aus dieser Mail geht meiner Meinung nach folgendes klar hervor:

1. Meteotime war so gescheit die ersten 14Bit vom Dcf77 Signal zu kaufen
2. Meteotime will maximal abcashen
3. Meteotime behält sich vor sollte es nicht so laufen wie vorgestellt,
   noch einen abcash Versuch mittels Modulen über Hintermänner zu
   starten
4. Meteotime kann mich mal...

LG
Michael
Autor: Rolf Im forum (for_ro)
Datum: 05.02.2007 19:14
Dateianhang: dcf_log.txt (96,4 KB, 1539 Downloads)

Hallo zusammen,
hier mal der log (100K) vom 1.2.2007 00:00:00 bis 2.2.2007 23:59.
Checksum habe ich noch nicht wirklich entdeckt.
Wenn ich Parity Fehler dahinter geschrieben habe, dann war in der
Zeitinformation ein Fehler, der Zeile würde ich also nicht unbedingt
vertrauen.
Vielleicht hat ja jemand Zeit und Lust daran etwas rumzuknobeln.

Gruß

Rolf
Autor: Konrad (Gast)
Datum: 06.02.2007 20:59
Dateianhang: Meteotime.pdf (171 KB, 607 Downloads)

Hallo zusammen

Beiliegend noch ein Auszug aus
http://www.metas.ch/de/metINFO/2006/METinfo_3_06.pdf

Mit Informationen zu Meteotime. Hilft aber bei der Decodierung auch
nicht weiter.

Gruss Konrad
Autor: Robert Weber (rweber)
Datum: 06.02.2007 22:29

abo
Autor: Markus Kaufmann (markus-)
Datum: 07.02.2007 00:42

Vielleicht kann man ja das Wetter von www.meteotest.ch mit den Signalen
vergleichen?

Markus
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 07.02.2007 06:39

@for_ro:

tnx für die Aufzeichnung!

Also nachdem ich mir die Daten nun mal durchgesehen habe und en Kollege
mit ein wenig heuristik-algorythmen darüber hergefallen ist, bin ich im
Moment der Meinung: --> Chaos!

In dem Dokument das Konrad gepostet hat, steht nochmals drin, das die
Wetterdaten Zeitbezogen sein können.

for_ro, ich hab nicht die möglichkeit die Daten des Zeitzeichensenders
so lange so aufzuzeichnen, aber könntest du das ganze nochmal incl. der
Zeitzeichens machen? Also alle 59Bits?

Würde evtl. noch weiterhelfen...

Gruß Micha,
Autor: Jörg (Gast)
Datum: 07.02.2007 21:21

Ich habe das Ganze hier aufmerksam mitgelesen, DCF interessiert mich
immer.

Dann darf ich mal eine Bemerkung am Rande loswerden. ELV propagiert die
Übertragung von Wetterdaten in den bisher "ungenutzten" Bits am Anfang
des Telegramms. Ich habe hier 2 ELV-PC-DCF-Funkuhren (die auch die Daten
von ELV-Wettersensoren empfangen) und wundere mich seit einem viertel
Jahr, dass ich keine Uhrzeit mehr empfange. Nach einigem Email-Verkehr
mit ELV habe ich die Module zur Überprüfung eingeschickt. Vor ein paar
Tagen habe ich sie zurückbekommen.

"Aufgrund der Umstellung des DCF-Signals ist diese Uhr nicht mehr in der
Lage, die Uhrzeit auszuwerten."

Zu gut deutsch: die Software des Controllers ist fehlerhaft und kommt
mit der Nutzung der unteren Bits nicht klar (die Software hatte übrigens
auch jedes mal bei der Zeitumstellung Probleme). Einfach nur peinlich
(und ärgerlich), oder? Da werde ich wohl den verwendeten Prozessor
"abkratzen" und einen kleinen AVR dran setzen. Ich frage mich
allerdings, ob ich der Einzige bin, der eine solche Uhr (noch) nutzt
(das Teil ist von 1997). Übrigens arbeiten alle meine anderen Funkuhren
(gekaufte von Junghans bis Aldi und selbstgebaute und programmierte)
absolut problemlos.

Also, viel Erfolg beim Nutzen der Wetterdaten, für mich bedeutet die
Umstellung nun aber ersteinmal neue Arbeit.

Jörg
Autor: Rolf Im forum (for_ro)
Datum: 07.02.2007 21:31

@Micha,
meinst du wieder für 2 Tage?
Ich kann den heute Nacht um 0.00 Uhr starten und dann beliebig lange.

Gruß

Rolf
Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
Datum: 08.02.2007 00:19

@Jörg: Ich habe, so wie es scheint, ein ähnliches Problem.
Meine Auerswald DCF77 verliert nach ca. 30min die Synchronisation und
synchronisiert dann nicht mehr. Am Empfänger liegts nicht, aus- und
wieder einstöpseln desselben hat keinen Effekt, Nach Aus- und
Einschalten der Uhr läuft die Synchronisation wieder korrekt durch.
Defektzeitpunkt und Meteotime-Aufschaltung passen hier auch zusammen. Da
ist dann wohl auch ein neuer Controller fällig. Oder ein kleiner ATTiny,
der die Meteotime-Bits aus dem DCF-Signal entfernt. Die ELV-Uhr scheint
sich wohl darauf zu verlassen, daß die Bits 1-14 über längere Zeit
gleich bleiben und benutzt für die Redundanzprüfung dann alle 58 Bits.
Die Lösung, die Bits 1-14 dauerhaft auf 0 zu setzen, könnte hier etwas
Arbeit ersparen (z.B. die Sensorauswertung neu zu stricken).

Gruss
Jadeclaw.
Autor: Jörg (Gast)
Datum: 08.02.2007 01:22

Hallo,

hab auch was zu dem Thema.

http://shop.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&a...

Gruß Jörg
Autor: Herbert Bernardini (bernardini)
Datum: 08.02.2007 07:55

abo
Autor: Michael Rubitschka (rubi)
Datum: 08.02.2007 08:15

Hallo Jörg

Kennen wir schon danke.
Aber ich zahl doch nicht 280 Euro für ein Grafikdisplay,
das DCF Daten auswertet und anzeigt. 80 und ich hätte es schon
gekauft,...

LG
Michael
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 08.02.2007 09:11

@Jörg, jadeclaw:

Da bin ich mal gespannt, ich hab hier im Umfeld auch einige DFC77
Empfänger die meinem support unterstehen, welche zumindest bis jetzt
aufholzklopf keine Probleme machen...

Jörg, hast du den eMail Verkehr mit ELV noch verfügbar? Oder anders
gefragt, was für einen Typ PC-Uhr war das? Ich hab hier auch noch solche
"Dongles" für den Game-Port, muss ich heute Abend mal intressehalber
anwerfen!

Vielleicht sollte man mal mit dem Problem an PTB herantreten. Denn
immerhin sind das zwar bis jetzt nur kleinigkeiten, aber viele merken es
evtl. garnicht das ihre Uhr nicht mehr Zeitsignal-Synchron läuft. Denn
die meisten (mein Funkwecker inklusive) schalten einfach auf internen
Clock um und laufen "falsch" weiter!

@for_ro:
Ja, einfach nochmal aufzeichnen, 1 oder 2 tage sollte mal für den Anfang
wieder reichen. Aber mit der zeitinformation dabei. Also alle 59 Bits!
Das wäre Klasse!

Gruß Micha,



PS: Meine Funkwetterstation mit DCF77 Empfänger zeigt -gerade
aufgefallen- das Antennesymbol auch nicht mehr an. Muss ich mal heute
Abend genauer untersuchen!
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 08.02.2007 10:37

Gestern abend gab es scheinbar für einige Minuten ein Empfangsproblem,
die DCF-LED flackerte nur wild herum oder blieb für einige Minuten ganz
aus. Etwas später rappelte sich der Empfang wieder und alles lief sauber
weiter.

Zu dem Problem mit manchen Funkuhren kann ich nur sagen, daß früher die
Bits 0 bis 14 halt einfach nur "0" waren. Wahrscheinlich kommen diese
Uhren in der Parität oder einfach beim Zählen durcheinander, weil jetzt
hin und wieder "1"en dazwischen sind. Eine Ausnullung der ersten 14 oder
gar 20 Bits mittels eines kleinen "Zwischeninterpreters" sollte dieses
Problem beseitigen. Meine Eigenbauuhren ignorieren die ersten 20 Bits,
weil die bei dem Empfang eines Zeittelegramms sowieso über sind. Somit
machen Empfangsfehler in dem Bereich das Telegramm auch nicht jedes Mal
kaputt. Ich frage mich jetzt allerdings, wer für den Schaden aufkommt,
der bei älteren Industrie- oder Kirchturmuhren durch die
Protokollumstellung entsteht... Ganz zu schweigen von der Luftfahrt und
Navigation...
Autor: Falk (Gast)
Datum: 08.02.2007 10:39

@Travel Rec.

>kaputt. Ich frage mich jetzt allerdings, wer für den Schaden aufkommt,
>der bei älteren Industrie- oder Kirchturmuhren durch die
>Protokollumstellung entsteht... Ganz zu schweigen von der Luftfahrt und
>Navigation...

Was für eine Protokollumstelleung? Die Paritätsbits haben immer nur die
Zeit und Datumsbits abgedeckt. Bits 1..14 waren immer schon "dont care".

MfG
Falk
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 08.02.2007 11:03

Das sag mal den älteren Uhren. Irgenwas müssen die ja mit den Nullen
gemacht haben. Daß die "Parität" sich nur auf das eigentliche
Zeittelegramm bezieht, ist mir auch klar ;-)
Autor: Falk (Gast)
Datum: 08.02.2007 11:18

@Travel Rec.

>Das sag mal den älteren Uhren. Irgenwas müssen die ja mit den Nullen
>gemacht haben. Daß die "Parität" sich nur auf das eigentliche

Wer solchen Murks programmiert muss ihn auch auf eigene Kosten updaten.
Oder er ist clever und macht einen Hype ala Y2K draus ;-)

MfG
Falk
Autor: Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite
Datum: 08.02.2007 11:42

Genau! Der (völlig unbeabsichtigte) DCF-Uhren Bug ;-)
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 08.02.2007 12:01

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 08.02.2007 12:09

Wenn man weiß, wann die "defekte" Uhr den Sender abfragt, könnte man ja
um diesen Zeitpunkt herum einen eigenen DCF77-Sender neben der Uhr
einschalten, der die korrigierten Impulse abstrahlt. Besonders geschickt
wäre, auch die Langwellen frequenz im Controller zu erzeugen und zu
modulieren.
Autor: Sebastian Heyn (Gast)
Datum: 08.02.2007 12:18

Mein Funkwecker ist 2x Abgestürzt diese Woche.  Nicht das das was damit
zu tun hat...  panikmodus ein
Autor: Michael S. (mst)
Datum: 08.02.2007 12:34

@Sebastian:

Meiner "stürzt" täglich mehrmals nacheinander ab... Meist so zwischen 5
und 5:15Uhr... aber ich denke nicht, das es was mit der Umstellung des
DCF77 Signals zu tun hat! ;)
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 08.02.2007 12:34

Standardquarze direkt zum Runterteilen auf 77,5 kHz gibts anscheinend
nicht
11M / 142 = 77,46k das trifft schon ganz gut
11,0592M / 143 = 77,33k
12M / 155 = 77,42k
na es läßt sich was finden, gerader Teilfaktor wäre praktischer, also 11
MHz schon mal ein Kandidat.
Autor: Martin Kreiner (maart)
Datum: 08.02.2007 12:41

Die ELV-Uhren hat nicht zufälligerweise Micros*** programmiert? ;-)
Autor: Jörg (Gast)
Datum: 08.02.2007 13:13

@ Michael S. (mst)

Die von mir angesprochenen PC-DCF-Funk-Empfänger sind die kombinierten
mit DCF-Empfang und Funk-Wettersensor (AS2000 u.ä.). Gab es vor ein paar
Jahren mal recht preiswert. "Dongle"-Empfänger liefern nur die einzelnen
DCF-Impulse an den PC und eine Software auf dem PC liest diese dann ein
und auswertet sie aus. Hier könnte natürlich auch hier die PC-Software
Probleme machen.

Den Email-Verkehr mit ELV habe ich natürlich noch (allerdings zuhause).
Großartige details kann man da (zumindest von Seiten ELV) nicht
entnehmen. Ich habe uach lange gebraucht, um den Ausfall mit diesen
Wetterdaten in Zusammenhang zu bringen, da waren die Module bereits bei
ELV zur Überprüfung.

Die Idee mit dem zwischengeschalteten Controller ist gar nicht so dumm.
Allerdings hat mich in der Vergangenheit das einfache
"Übertragungsprotokoll" für das Auslesen mit dem PC gestört, und das
wäre nun ein Anlass, das Ganze mal auf eine ordentliche Abfrage per
RS232/UART umzustellen. Bisher ging das ja mit BitBanging und das läuft
unter Win2k und aufwärts wahrscheinlich eh nicht mehr (habs noch nicht
versucht). Tipps für die Wettersensordaten habe ich schon gefunden.
Jetzt fehlt nur noch die nötige Zeit.

Jörg
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 08.02.2007 13:31

Die "Zwischenschaltung" nach meinem Vorschlag wäre drahtlos. Ein
DCF-Modul und ein 8-Pinner würde reichen, 11 MHz Takt, der Timer teilt
das auf 77,5 herunter, ein Spannungsteiler am Ausgang wird von einem
zweiten Portpin als "open collector" beschaltet im Sekundentakt nach
Masse gezogen und damit der Ausgangspegel reduziert. Ein dritter Portpin
ist der Eingang des DCF-Moduls. Zur vollen Stunde geht das auf Sendung
und mit ein paar Drahtwindungen über die fehlerhafte Uhr wird die mit
korrigierter DCF-Zeit bedient.
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
Datum: 08.02.2007 13:46

Nochn Vorschlag, besonders simpel: TTL-Doppel-Monoflop 74xx221, eines
detektiert den fehlenden 59-Sekunden-Impuls, das andere nullt die
nächsten 14 oder 20 Bit.
Autor: Schubser_vom_Dienst (Gast)
Datum: 09.02.2007 17:18