Die aktuelle Diskussion um Guttenberg beschert uns die Frage, darf man
in der Doktorarbeit ganze Textpassagen von anderen abgekupfert
übernehmen, ohne explizit darauf hinzuweisen?
Ist das nicht gezieltes schummeln? Oder ist das etwa ganz normal und nur
kaum bekannt?
Finde die ganze Diskussion über sowas lächerlich.
Fakt ist einfach dass man Gedankengänge (zum Glück) nicht patentieren
kann.
Meinetwegen bin ich durch Zufall, oder weil mir die Gedanken aus meinem
Schul/Studentenleben noch in Erinnerung sind, auch auf diesen Wortlaut
gekommen?
Und jetzt?
Wenn ich jetzt eine schöne Passage geschrieben hab, erst mal googlen, ob
das irgendwo schon geschrieben wurde?
Mir persönlich ist es eigentlich sogar komplett egal, ob der wirklich
abgeschrieben hat oder nicht. Für mich ist ein Mensch nicht mehr als
andere bedeutend, weil er einen Doktortitel hat.
Sollte Herr zu Guttenberg abgekupfert haben,
http://www.welt.de/politik/deutschland/article12567420/Doktorarbeit-bringt-Guttenberg-in-Bedraengnis.html
so muss er die Konsequenzen ziehen.
Es ist doch nicht verwerflich abzukupfern, wenn man die Quellen nennt.
Dann ist eben die Arbeit nicht mehr "summa cum laude", sondern nur noch
"rite" (noch ausreichend).
In den meisten Fällen interessiert da aber später kaum noch einen.
Ich hab mir die Flash Animation angeschaut
http://www.sueddeutsche.de/app/subchannel/politik/guttenberg/
da ist schon einiges was wortwörtlich übereinstimmt
Die SZ schreibt dazu
http://www.sueddeutsche.de/politik/plagiatsvorwurf-guttenberg-soll-auch-in-einleitung-abgeschrieben-haben-1.1061084
Zitat
""Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus",
erklärte der Minister. Er sei jedoch bereit zu prüfen, "ob bei über 1200
Fußnoten und 475 Seiten vereinzelt Fußnoten nicht oder nicht korrekt
gesetzt sein sollten". Dies würde er dann bei einer Neuauflage
berücksichtigen."
Kann man also nachträglich quasi per Update einfach die entsprechenden
Zitathinweise einfügen lange bereits nachdem die Doktorarbeit abgesegnet
wurde?
Die Doktorarbeit wurde ja sogar mit Auszeichnung bewertet, was ich nicht
beurteilen kann. Nur wie rechtfertigt sich eine solche hohe Bewertung in
Hinblick auf andere Arbeiten, bei denen so etwas nicht vorkommt?
Man zeigt mit dem Verfassen von eigenen Texten, die Fähigkeit zum
strukturierten Denken. Selbst in der Einleitung schon vorhandene Texte
abzuschreiben ohne zu zitieren, ist mehr als dämlich.
Zudem sind Programme die Textpassagen mit einer Datenbank aller
Promotionen abscannen, schon seit Jahren vorhanden und decken solcherlei
Betrug in Sekundenschnelle auf.
Floh (Gast) schrieb:
> Meinetwegen bin ich durch Zufall, oder weil mir die Gedanken aus meinem> Schul/Studentenleben noch in Erinnerung sind, auch auf diesen Wortlaut> gekommen?
Bei so komplizierten Passagen wie die um die es geht ist das nahezu
ausgeschlossen. Das ist kein Zufall, soviel ist sicher.
> Mir persönlich ist es eigentlich sogar komplett egal, ob der wirklich> abgeschrieben hat oder nicht. Für mich ist ein Mensch nicht mehr als> andere bedeutend, weil er einen Doktortitel hat.
Darum geht es auch nicht. Ein Doktortitel ist eine Eintrittskarte für
bestimmte Positionen in der Wirtschaft und auch in der Politik. Wir
hatten doch schon mal den Fall, dass eine junge Abgeordnete ihren
Doktortitel sich ebenfalls durch einfache statistische Auswertungen
bekommen hatte. Inzwischen ist diese Frau Minister.
Was wäre denn wenn man einen Text wo mal gelesen hat und den in der
Doktorarbeit Wort für Wort rezitiert? Manche können das.
Ich natürlich ich nicht, bin ja auch kein Doktor und strebe
es auch nicht an.
Michael S. schrieb:> Was wäre denn wenn man einen Text wo mal gelesen hat und den in der> Doktorarbeit Wort für Wort rezitiert? Manche können das.
Dann ist es immer noch ein fremder Text, den man zitiert.
> Ein Doktortitel ist eine Eintrittskarte für> bestimmte Positionen in der Wirtschaft und auch in der Politik.
Kann man so und so sehen. Ich wähl keinen nur weil sein Name um 2
Buchstaben und einen Punkt aufgebläht wurde :-)
Und man weiß ja, die Hierarchie in Parteien wird nicht durch Kompetenz,
sondern durch die Elenbogengröße geregelt.
> Was wäre denn wenn man einen Text wo mal gelesen hat und den in der> Doktorarbeit Wort für Wort rezitiert?
Google anschmeissen und rausfinden, wer es zuerst von sich gegeben hat.
Ansonsten: Zitat, Autor unbekannt :-)
> Kann man so und so sehen. Ich wähl keinen nur weil sein Name um 2> Buchstaben und einen Punkt aufgebläht wurde :-)
Unterschätze mal die Wirkung eines solchen Titels nicht. Ein von und zu
.. der auch noch als Herr Doktor .. angekündigt vor sein Publikum tritt
genießt eine ganz andere Reputation als ein "Herr Maier".
> Google anschmeissen und rausfinden, wer es zuerst von sich gegeben hat.> Ansonsten: Zitat, Autor unbekannt :-)
Eine Doktorarbeit ist ein wissenschaftlicher Text und kein
Forengeschreibsel. Das wird wissenschaftlichen durch Gegenlesen anderen
Doktorarbeiten verglichen und ausgewertet. Wobei hier ja sogar
Textpassagen aus Zeitungstiteln verwendet wurden, insofern hast du den
Nagel sogar ein bisschen getroffen. ;)
Floh schrieb:> Mir persönlich ist es eigentlich sogar komplett egal, ob der wirklich> abgeschrieben hat oder nicht. Für mich ist ein Mensch nicht mehr als> andere bedeutend, weil er einen Doktortitel hat.
Es sagt aber etwas über das Verhalten/Moral eines Menschen aus, wenn die
Doktorarbeit abgekupfert ist.
Über den Verlag sind Inhaltsverzeichnis und Einleitung dieser Arbeit
abrufbar, WAS FÜR EIN GESCHWAFEL! Wundert mich nicht dass der Produzent
von solch einem Stapel Papier in die Politik geht...
Am besten dem Guttenberg wird der Titel aberkannt und er fliegt bei der
Regierung raus, dann kann ihn die Bundeswehr einstellen - als
Geringqualifizierten.
Und da wundern sich die Leute wenn Schüler / Studenten hier ihre
Hausaufgaben gemacht haben wollen. :-(
Wie viele falsche Doktoren es gibt, weiß man nicht so genau. Es gab da
mal in einer deutschen Stadt so einen Generalkonsul, der hauptsächlich
mit Titeln handelte. Bringt wohl gutes Bargeld. In den 1980-er Jahren
war das mal eine Weile Thema beim Kölner Boulevard-Blatt Express. Der
schöne Konsul Weyer.
> Wer NIE gespickt hat, der werfe den ersten Stein...
Nochmal, eine Doktorarbeit ist keine Hausaufgabe im Deutschunterricht
der 7. Klasse. Es handelt sich hier um eine wissenschaftliche Arbeit.
Da wird ein anderer Maßstab angelegt, denn hier geht es immer auch um
viel Geld.
@ Wilhelm Ferkes (ferkes-willem)
Jo, Konsul Weyer. :) Den fand ich sogar auf seine Art amüsant. So was
herrlich dekadentes .. Ich hab ihm irgendwie immer gerne zugehört. Aber
du hast schon recht, das war der Schummeladvokat schlecht hin. ;)
Herr zu Guttenberg steht im Rampenlicht, gilt als Merkel-Nachfolger,
charismatische Führungsfigur, ...
bei dem zählt auch eine vergessene Fussnote in seiner Doktorarbeit.
Keine Ahnung, ob bei meine(n) Diplomarbeiten alle Fussnoten korrekt
gesetzt wurden, alle Bildunterschriften einwandfrei, sowie alle
Quellenangaben vollständig waren.
Habe in meiner Einleitung auch viele Dinge abgeschrieben,
selbstverständlich mit Quellenangabe.
Das wichtigste kommt eh später.
Ich glaube, wenn man die Maßstäbe anlegt, wie jetzt bei Herrn zu
Guttenberg, kämen viele ins Schwitzen.
Karl-Theodor, warum musstest du auch in die Politik gehen?
> Herr zu Guttenberg steht im Rampenlicht, gilt als Merkel-Nachfolger,> charismatische Führungsfigur, ...> bei dem zählt auch eine vergessene Fussnote in seiner Doktorarbeit.
Ich glaube wenn es nur eine vergessene Fußnote gewesen wäre, hätte es
keine Aufmerksamkeit erregt. Beim ihm sind es aber gleich ganze
Textpassagen ohne Hinweis auf den Urheber.
> Ich glaube, wenn man die Maßstäbe anlegt, wie jetzt bei Herrn zu> Guttenberg, kämen viele ins Schwitzen.
Mag sein.
> Karl-Theodor, warum musstest du auch in die Politik gehen?
Je höher das Pöstchen, desto eher ist die Doktorarbeit gefragt. ;) Die
Zeiten wo man noch als Werkzeugmacher Bundesminister werden konnte sind
lange vorbei. Wobei .. ach ne, der Nobby ist ja auch Doktor ..
Na gut, dann will ich halt auch mal...
IMHO ist die ganze Diskussion um eine vergessene Fußnote hinfällig.
Grund: Ich kenne es so, dass Zitate auffällig und deutlich zu
kennzeichnen sind. Mit anderen Worten: Eine Fußnote reicht nicht; das
Zitat gehört in Anführungszeichen. Klar kann jedem mal ein Lapsus in
Form einer vergessenen Fußnote oder einer falschen Bildunterschrift
passieren. Eine wissenschaftliche Arbeit ist andererseits jedoch auch
kein Telefonbuch, und es gibt nicht umsonst gewisse Grundregeln
wissenschaftlichen Arbeitens, die schlicht und ergreifend einzuhalten
sind.
Was mich an der ganzen Sache stört, ist nicht das Abschreiben an sich
(von der Einleitung mal abgesehen), sondern die Tatsache, dass eine
wissenschaftliche Arbeit normalerweise auf der eigenen Forschungsarbeit
basiert. Mir ist nicht so ganz klar, wie diese Abschreiber vorgehen:
Durchwühlen sie krampfhaft und tagelang andere Publikationen auf der
Suche nach Textstellen, die ihre eigenen Gedanken und Resultate am
besten beschreiben, und kopieren diese dann? Ich persönlich bevorzugte
zumindest immer die wesentlich einfachere Variante, meine Ergüsse direkt
niederzuschreiben, so wie sie mir in den Sinn kamen. Oder... bedeutet
das eventuell gar, dass diese Abschreiber selbst keine Resultate
niederzuschreiben haben?
Ein Exkurs zum Thema "guter Stil": Ich bin ja selbst Ingenieur und weiß
nicht, wie das bei den Juristen ist, aber: Wenn ein Ingenieur eine Diss
von knapp 500 Seiten und mit 1200 Fußnoten einreicht, dann kann diese
eigentlich automatisch schon nicht mehr mit opus eximium bewertet
werden. Wie sagte mein alter Prof (dessen Diss angeblich "nur" 70 Seiten
umfasste) immer so schön: "Qualität statt Quantität". Auch erschließt
sich mir der Sinn von Zitaten, welche mehr als zwei Sätze umfassen,
nicht. Klar bin ich in meinen Arbeiten auch immer auf meine Vorgänger
eingegangen. Aber ich könnte mich nicht erinnern, jemals mehr als einen
Satz am Stück zitiert zu haben. Aus meiner Sicht wirft diese ganze Sache
daher auch ein recht negatives Licht auf die Fakultät der Uni Bayreuth.
Und mal rein aus Interesse gefragt: Hatte Herr Guttenberg eigentlich
irgendwelche Papers veröffentlicht? Wäre mal interessant, diese zu
lesen. Allerdings werde ich mir mit Sicherheit nicht dessen Diss antun;
sofern also jemand Referenzen zu seinen Veröffentlichungen hat, würde
ich mich freuen, wenn Ihr sie mir mitteilt.
Patrick
> IMHO ist die ganze Diskussion um eine vergessene Fußnote hinfällig
Wenn dein OS es zusässt, führe mal dieses Flash aus
http://www.sueddeutsche.de/app/subchannel/politik/guttenberg/
und vergleiche mal. Es fängt bereits damit an, dass eine ganze
Textpassage aus der FAZ eines dort 1997 veröffentlichen Artikels
(Autorin Dr. Barbara Zehnpfennig) wortwörtlich übernommen wurde, ohne
anscheinend auf den Urheber hinzuweisen. Und so setzt sich das fort in
weiteren Beispielen. Es ist also nicht nur "eine" kleine
Vergesslichlicht, es sind eher schon "demenzartige Erscheinungen an
Vergesslichkeit" darauf hinzuweisen, dass das schon mal andere
veröffentlicht haben. An einen Zufall kann ich da nur schwer glauben.
Immerhin muss man Guttenberg lassen, ansatzweise verglichen mit der
Doktorarbeit einer gewissen jungen hessischen Ministerin, die deswegen
mal in den Schlagzeilen war, macht die Arbeit von den Ausschnitten her
betrachtet wenigstens den Eindruck einer "richtigen" Doktorarbeit. Bei
der jungen Abgeordneten hatte ich diesen Eindruck nicht. ;)
Wenn man abkupfert, das Agekupferte dann versilbert um sich eine goldene
Nase zu verdienen und dann noch angezinkt wird, -das ist dann bitter.
Auch dann, wenn man nicht Wolfram heißt und aus Zinnowitz stammt und
eine Nickelbrille trägt....
;-)
Paul (bleifrei& stahlhart)
Bei den Politologen ist es doch üblich, von einander abzuschreiben. Das
sind doch nur zusammengeklaubte Worthülsen. Was macht es da, den Urheber
nicht zu nennen? Für mich sind das alles nutzlose Pamphlete.
Jede Diplomarbeit eines wissenschaftlichen Ingenieurs ist dreimal
wertvoller.
> Bei den Politologen ist es doch üblich, von einander abzuschreiben.
So? Woher weißt du das? Bist du selbst Wissenschaftler der das
beurteilen kann?
> Das> sind doch nur zusammengeklaubte Worthülsen. Was macht es da, den Urheber> nicht zu nennen?
Anscheinend sehr viel.
> Für mich sind das alles nutzlose Pamphlete.> Jede Diplomarbeit eines wissenschaftlichen Ingenieurs ist dreimal> wertvoller.
Ich hab' auch schon nutzlose Diplomarbeiten gesehen. Im übrigen sind die
meisten Ingenieure keine Wissenschaftler und ob für den Bachalor der
Begriff "Wissenschaftler" taugt, das hab' ich auch meine Zweifel.
Fragesteller schrieb:> Ich hab' auch schon nutzlose Diplomarbeiten gesehen. Im übrigen sind die> meisten Ingenieure keine Wissenschaftler und ob für den Bachalor der> Begriff "Wissenschaftler" taugt, das hab' ich auch meine Zweifel.
Dann sieh dir mal die wertlosen Arbeiten der Mediziner an, die dafür
sogar den Dr. bekommen. Woanders wär sowas Semesterarbeit oder
Bachelorarbeit.
Thomas1 (Gast) schrieb:
> Man darf nur fremdes reinnehmen, wenn dazu die Quelle angegeben wird.> Das ist ja hier der Fall.
Nö, oft nur ansatzweise, teilweise gar nicht.
> Dann sieh dir mal die wertlosen Arbeiten der Mediziner an, die dafür> sogar den Dr. bekommen. Woanders wär sowas Semesterarbeit oder> Bachelorarbeit.
Kann ich nicht beurteilen.
Thomas1 schrieb:> Dann sieh dir mal die wertlosen Arbeiten der Mediziner an
Da musst du dir einfach mal die unterschiedlichen Zielsetzungen einer
Doktorarbeit in verschiedenen Fachgebieten anschauen.
Die Mediziner fangen mit der Doktorarbeit ja teils schon wärend des
Studiums an, daher ist sowas überhaupt nicht vergleichbar mit z.B.
technischen Bereichen.
http://www.medidiss.de/
War doch zu erwarten, bei dem Namen:
Auch sein Namensvetter mit nur einem t war doch schon zu faul zum
Selberschreiben, und hat deshalb den Buchdruck erfunden.
Vielleicht ist er aber nur hereingelegt worden: Hat jemanden beauftragt,
ihm eine schöne Arbeit zu schreiben, und derjenige hat sich das Zeug
dann einfach zusammenkopiert.
Stefan Salewski schrieb:> Vielleicht ist er aber nur hereingelegt worden: Hat jemanden beauftragt,> ihm eine schöne Arbeit zu schreiben, und derjenige hat sich das Zeug> dann einfach zusammenkopiert.
Dann wäre er natürlich zweifelsohne unschuldig.
Exil-Ing schrieb:> Ein Exkurs zum Thema "guter Stil": Ich bin ja selbst Ingenieur und weiß> nicht, wie das bei den Juristen ist, aber: Wenn ein Ingenieur eine Diss> von knapp 500 Seiten und mit 1200 Fußnoten einreicht, dann kann diese> eigentlich automatisch schon nicht mehr mit opus eximium bewertet> werden. Wie sagte mein alter Prof (dessen Diss angeblich "nur" 70 Seiten> umfasste) immer so schön: "Qualität statt Quantität".
Eine von Albert Einsteins größten und einflussreichsten Arbeiten
("Feldgleichungen der Gravitation") hatte 3,5 Seiten.
Dafür gibt es eigentlich nur eine Konsequenz. Der Baron wird sich dies
aber nicht eingestehen können.
Peinlicher ist nur, dass manche Deutsche kopieren - bei
wissenschaftlichen Arbeiten - als normal ansehen.
Es zeigt auch, dass Herr Gutenberg und auch viele andere nicht in der
Lage sind den Text sauber in eigene Worte zu fassen, sonst wäre auch bei
gleichem Inhalt dies nicht bekannt geworden.
Einen der Professoren (Hartmut Wasser) bei denen abgekupfert wurde hatte
ich selber.
Herr Wasser war bei Vorlesungen in Wort und Schrift unübertroffen.
Ohne den Inhalt zu berücksichtigen, würde eine Textanalyse sehr schnell
ergeben, was von Gutenberg ist und was nicht.
Noch peinlicher ist die Note Gutenbergs. Da ich seit Jahren die FAZ, NZZ
und die Artikel und Bücher von Herr Wasser kenne, kann man sagen, es ist
eine Katastrophe was Herr Gutenberg produziert hat.
Dieser[1] Beitrag[2] hier[3] ist[4] jedenfalls[5] hunderprozentig[6]
nicht[7] abgekupfert[8]
[1] - Duden "Di" S.267
[2] - Duden "Bei" S.123
[3] - Duden "hi" S.365
[4] - Duden "ist" S. 365
[5] - Duden "je" S. 451
[6] - Duden "hu" S.378
[7] - Duden "ni" S. 511
[8] - Duden "ab" S. 33
...Spass beiseite. Man sollte schlichtweg in der Lage sein einen Text in
eigene Worte zu fassen. Obendrein ist es wohl kaum sinnvoll, mehrere
Absätze wörtlich zu zitieren. Hier sollte es wohl möglich sein, den Kern
des Gesagten in max. zwei Sätzen zu komprimieren.
Doktorarbeit sollteaberkannt werden! Gleiches gilt für Schröder!
Zuckerle (Gast) schrieb:
> Mal im Ernst!> Wenn man in seiner Doktorarbeit das Rad benutzen muss,> warum soll man es neu erfinden?
Weil DU einen Doktortitel dafür haben möchtest, der DIR anschließend
weitreichende Möglichkeiten bietet. Siehe auch die Äußerungen einiger
beteiligter Personen dazu in den Tagesthemen von gestern (ansehen!)
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/3914_tagesthemen/6499320_tagesthemen
Fragesteller schrieb:> Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus",> erklärte der Minister. Er sei jedoch bereit zu prüfen,
Er hat überhaupt nichts zu prüfen, er wird geprüft.
Das dieser in bester Merkel Kohl Tradition stehende Volltrottel der ein
ebenso endlose Spur von Dummheiten und Schwachmatenkram hinterläßt
Minister ist wundert mich nicht.
Es ist schlicht das politische Niveau in diesem Land.
Das Summa Cum Laude ghab es auch für bayerisches Spezltum das durch den
sich durch den nächsten Betrug nach HRE oder überteuerte Solarenergie im
Süden mehr als bezahlt machen wird.
Legal Illegal Scheissegal.
Lasst den Mann doch endlich zufrieden.
So ziemlich der einzige, der in Berlin einen brauchbaren Job macht.
Das Abgekupfere in seiner Doktorarbeit ist nicht schön,
aber IMHO irrelevant für das, was er jetzt macht.
Soll sie ihm halt aberkannt werden und gut ist.
Hatten wir nicht mal einen Aussenminister, der in seiner Jugend mit
Steinen geworfen hat ? ...
thisamplifierisloud schrieb:> Lasst den Mann doch endlich zufrieden.>> So ziemlich der einzige, der in Berlin einen brauchbaren Job macht.
Das stimmt.
Guttenberg scheint zumindest mal etwas anzupacken.
Ich mag seine Art nicht, aber er gefällt mir trotzdem.
> Das Abgekupfere in seiner Doktorarbeit ist nicht schön,> aber IMHO irrelevant für das, was er jetzt macht.>> Soll sie ihm halt aberkannt werden und gut ist.
Darauf dürfte es hinauslaufen.
Was ich nicht schön finde, ist sein jetziges Leugnen.
> Hatten wir nicht mal einen Aussenminister, der in seiner Jugend mit> Steinen geworfen hat ? ...
Hat er meines Wissens auch nie bestritten.
Was seine Frau allerdings in Afghanistan zu suchen hatte, weiss ich
nicht. Er ist der Minister, nicht sie.
Er soll einfach zugeben, dass er die Diss hauptsächlich auf Druck seiner
Familie hin gemacht hat und das Abschreiben eingestehen.
Chris D.
"Wenn man in seiner Doktorarbeit das Rad benutzen muss,
warum soll man es neu erfinden?"
Muss man nicht, dann muss man aber mindestens durch eine kleine Fußnote
auf den ursprünglichen Verfasser verweisen. Das macht man auch nicht
weil es "verboten ist zu klauen", sondern damit der Leser weiß wo diese
Behauptung her kommt und im Originaltext nachlesen kann ob und wie sie
dort belegt ist.
Guttenberg hat aber teilweise Texpassagen bis zu einer halben Seite(!)
einfach so kopiert. Auf Seite 381 seiner Arbeit:
c) Bewertung
Halbe Seite wort-wörtlich kopierter Text...
Wenn man so lange Ausschnitte aus anderen Texten nun unbedingt zitieren
muss, dann sollte man das auch einleiten, zum Beispiel mit "Müller
beschreibt diesen Sachverhalt folgendermaßen [Quelle]: ...(halbe Seite
Text, am besten kursiv und eingerückt)"
Mir ist vor einem Jahr schon aufgefallen das scheinbar ein paar Leute an
Guttenbergs Stuhl sägen. Ich hab mir nämlich auch so gedacht.. das währ
doch ein guter Kanzler. Der ist relativ unabhängig (da Kohle schon da
ist) und er hat eigentlich bisher sehr gute Arbeit abgeliefert.
Komischerweise wird das in den Medien immer ganz anders dargestellt. Die
gehen ziemlich Aggressiv mit dem Thema Guttenberg um. Da werden immer
ein paar Details weggelassen und hinzuerfunden. Beispiel "Gorch Fock".
Zuerst wird er gebasht das er nicht sofort was unternimmt, 3 Tage später
regt sich die gleiche Newsplattform darüber auf das der Kapitän gefeuert
wurde. DAS IST FALSCH. Der Kapitän wurde suspendiert, was ein normales
vorgehen bei einem Unfall mit Todesfolge ist. Und da gibts noch einige
Merkwürdigkeiten in den Medien.
Schon als er den Jop als Verteidigungsminister bekommen hat is mir
aufgefallen das was nicht stimmt. Für die vorherige Aktion der BW konnte
er ja noch garnix. Und wieder das gleiche Schema.. wird gebasht warum er
nicht sofort Informationen rausrückt, danach wird er gebasht weil die
Informationen nicht 1000% vollständig waren. Da hatte er keine Change,
weil ihm die Leute die Infos mir unter Druck preisgaben, und dann auch
noch unvollständig. Würdet ihr so unausgegorene Infos weitergeben?
Extrem Agressive Medien. Was haben da andere schon verbockt.
FDP-Politiker die Besoffen reden halten? FDP-Politiker die für 1 Million
Spende die Mehrwertsteuer für eine gewisse sparte senken!??!?
Interessiert keine Sau? Gehts noch? Hab mich gefragt was die nächste
Aktion sein wird. Und Promt bekommt er schon wieder eine reingewürgt. Es
sieht halt schon sehr danach aus das in jemand abschießen will. Frag
mich nur warum. So gefährlich is der doch garnicht?!?
Ach.. wenn im deswegen der DR aberkannt wird, würden bei eine
vollprüfung ca. 90% der lieben Doktoren ihre Titel verlieren. 70%
sofort... bei den restlichen müste man genauer hingucken, würde sich
aber das gleiche ergeben. Und bei seinem Thema ist es einfach so... das
die Welt nur aus anderen Texten besteht. Es ist allseis bekannt das es 2
Arten von Doktorarbeiten gibt. Die für den DR als Titel, die mit denen
man dann in die Forschung gehen kann, Firma gründen, Patente daraus
resultieren. Und die machen nur max 10% aus.. wenn überhaupt. Und
versucht nicht das gegenteil zu erzählen sonst fange ich hier das Diss
ziehen an Freunde.
Chris D. (myfairtux) schrieb:
> thisamplifierisloud schrieb:>> So ziemlich der einzige, der in Berlin einen brauchbaren Job macht.> Das stimmt.
Also es gibt über 600 Abgeordnete und darunter etliche, die mir
zumindest bei Bundestagsreden schon mal mit beachtlich guten Beiträgen
aufgefallen sind. Guttenberg hat zweifelsohne ein ausgeprägtes
Redetalent, aber er ist auch ein Blender, einer der sich gezielt die
Boulevardpresse aussucht, um Bilder von sich in bestimmten Posen zu
Markte zu tragen. Ich halte ihn für viel zu überbewertet, aber genau das
ist typisch für eben einen Blender.
>> Das Abgekupfere in seiner Doktorarbeit ist nicht schön,>> aber IMHO irrelevant für das, was er jetzt macht.>>>> Soll sie ihm halt aberkannt werden und gut ist.> Darauf dürfte es hinauslaufen.
Daran glaube ich nicht. Die Doktorarbeit ist eines seiner zentralen
Aushängeschilder. Wenn die fällt, fällt auch der Minister. Soweit wird
es aber nicht kommen, dafür gibt es zu viele Sympathisanten seinerseits
mit Einfluss.
> Was ich nicht schön finde, ist sein jetziges Leugnen.
Das ist genau der Punkt. Diese Strategie ist ziemlich dumm von ihm. Noch
dümmer ist der Versuch der CSU zusammen mit der B..d-Zeitung das
peinliche Dilemma als "Angriff aus dem linken Lager" zu versuchen
darzustellen. Da wird der Prof. der das ins Laufen brachte mal eben mit
Frau Ysilantie und Sven Gigold (dessen Redebeiträge ich selber sehr
schätze) in Verbindung gebracht, weil "Attak" und "linkes Lager" sich
als Kampfparolen des bürgerlich-christkonservativen Lagers immer eignen.
Guttenberg sollte besser einfach zugeben, dass Stress und mangelnde Zeit
ihn dazu verleiteten hier nicht genau genug hinzuschauen und das ganze
mit einer öffentlichen Entschuldigung versehen. Nur so kommt er mit
heiler Haut davon. Blessuren bleiben natürlich und alles nur unter der
Vorraussetzung, dass auch die Hochschulen mitspielen. Letzteres ist noch
offen.
mal ein paar Fakten zu Herrn Jura Prof Andreas Fischer-Lescano.
Laut Wikipedia:
"Im Jahre 2010 war er eines der Gründungsmitglieder der
linksorientierten[2] politischen Denkfabrik Institut Solidarische
Moderne. Er ist Mitglied des Kuratoriums.[3] Fischer-Lescano ist
Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung und Mitherausgeber der
Vierteljahresschrift Kritische Justiz."
Institut Solidarische Moderne = steht der Grünen, den Linken und der SPD
nahe
Friedrich-Ebert-Stiftung = Stiftung der SPD
Kritische Justiz = juristische Fachzeitschrift aus dem linken Spektrum
Nur mal zum Info, der ganzen diskussion!
Man muss halt nicht nur alle Quellen angeben sondern sie auch
überprüfen.
All das was hier gerade genannt wurde stimmt, aber das ändert wie Hajo
Schumacher im Morgenmagazin von sich gab nichts an der Tatsache um die
es hier geht. Ist also alles nur Ablenkung.
Was ickbis gerade hier schrieb hat die Blödzeitung als Kampa
aufgegriffen. Jenes Blatt, dass genau den Guttenberg über Monate in
Lobposen vermarktet hat, weil man damit Auflage machen konnte.
Fragesteller schrieb:> Also es gibt über 600 Abgeordnete und darunter etliche, die mir> zumindest bei Bundestagsreden schon mal mit beachtlich guten Beiträgen> aufgefallen sind.
Sicherlich - aber Reden nützen uns wenig. Man muss Taten folgen lassen.
Und zumindest entschlackt er die BW endlich mal. Ebenso fällt die
unsinnige Wehrpflicht. Das ist mehr Veränderung, als wir in den letzten
zwanzig Jahren in der BW hatten :-)
> Guttenberg hat zweifelsohne ein ausgeprägtes> Redetalent, aber er ist auch ein Blender, einer der sich gezielt die> Boulevardpresse aussucht, um Bilder von sich in bestimmten Posen zu> Markte zu tragen. Ich halte ihn für viel zu überbewertet, aber genau das> ist typisch für eben einen Blender.
Mir ist er auch zu medienaffin und ich mag seine Art nicht. Aber er
packt zumindest mal etwas an.
> Daran glaube ich nicht. Die Doktorarbeit ist eines seiner zentralen> Aushängeschilder. Wenn die fällt, fällt auch der Minister. Soweit wird> es aber nicht kommen, dafür gibt es zu viele Sympathisanten seinerseits> mit Einfluss.
Dafür ist auch wohl auch zu beleibt. Wenn er abgekupfert hat, soll er
das zugeben und fertig. Deswegen würde ich ihm nicht die Eignung für das
Ministeramt absprechen.
Schauen wir mal :-)
Chris D.
Irgendwie auch schon lustig, die Bundesregierung hat eine
Zitat "Copy-and-Paste-Affäre".
Dabei hatte Merkel doch nach der Schlappe mit der
Vorratsdatenspeicherung durch das BVerfG-Urteil angekündigt sich
besonders für die Einhaltung des Urheberrechts stark zu machen. Nun
denn, da gibt es ja augenblicklich eine ganz große "Bautelle" in den
eigenen Reihen. ;-)
ickbis schrieb:> mal ein paar Fakten zu Herrn Jura Prof Andreas Fischer-Lescano.
So, das legitimiert also das Abschreiben, wenn derjenige, der darauf
hinweist ein Linker ist?
Versteh ich jetzt nicht ganz, interessant ist doch nicht wer das auf den
Tisch bringt, sondern was der Herr Dr. Karl Theodor Maria Nikolaus
Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu
Guttenberg[1] richtig oder falsch gemacht hat.
[1] hab ich ausser Wikipedia abgeschrieben :-)
Was bei dem Thema und der Diskussion darüber sehr deutlich auffällt,
dass es Leute gibt, die schon einmal eine wissenschaftliche Arbeit
verfaßt haben und die anderen, die dann sagen "na und, ist mir doch
egal, ob der abgeschrieben hat".
Beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit gibt es nun mal ein paar
Regeln, an die man sich halten muß. Man muß das Rad nicht neu erfinden,
darf sich aber auch nicht mit fremden Federn schmücken. Ganz einfach!
Wer sich nicht daran hält, hat den Titel, den er durch die Arbeit
erlangt hat, nicht verdient. Auch ganz einfach!
>So, das legitimiert also das Abschreiben, wenn derjenige, der darauf>hinweist ein Linker ist?
Zum Glück ist so eine Dr.-Arbeit schriftlich, so daß auch nicht Linke
den Vorwurf Schwarz auf Weiß nachempfinden können.
Habt Ihr Euch nicht schon mal gefragt, mit welcher Regelmäßigkeit ein
Adliger oder auch Sohn/Tochter aus der Oberschicht so "intelligent" ist,
höchste akademische Weihen zu schaffen? Irgendwie ist da die Statistik
der Verteilung von Intelligenz in der Bevölkerung außer Kraft gesetzt.
Man sollte mal die Arbeiten sämtlicher Politiker, Vorstände usw. nach
"Merkwürdigkeiten" durchsehen. Man wird erstaunt sein.
> zumindest bei Bundestagsreden schon mal mit beachtlich guten Beiträgen> aufgefallen sind. Guttenberg hat zweifelsohne ein ausgeprägtes> Redetalent, aber er ist auch ein Blender, einer der sich gezielt die> Boulevardpresse aussucht, um Bilder von sich in bestimmten Posen zu> Markte zu tragen. Ich halte ihn für viel zu überbewertet, aber genau das> ist typisch für eben einen Blender.
Interessant. Ich hatte immer eher den Eindruck das er nicht so der
Redner ist. Was er sagt hat Hand und Fuß, aber so ein Redetalent wie bz.
ein Schröder ist er nicht mal annähernd. Und seit wann sucht er sich die
Boulevardpresse aus? Wenn man sich was NICHT aussuchen kann sind die
einträge in der Boulevardpresse. Und die bashen ihn ja pausenlos.
Was mir bei den Kerl gefällt ist der Wille die Sachverhalte nach bestem
Wissen und Gewissen zu lösen, auch wenns weh tut. Is wohl auch einer der
Gründe warum er so oft ins Kreuzfeuer kommt. Beispiel Opel. Er hat
damals Glasklar erkannt (und INTERN propagiert) das eine Insolvenz für
Opel die beste Lösung währe. Aber politisch wollte das böse "I"-Wort
ausser ihm keiner vertreten. Leider hatten die meisten nicht kapiert das
im Falle einer Insolvenz in Deutschland dann auch der Deutsche
Insolvenzverwalter die komplette Hoheit über die Firma hat. GM hätte da
nichts mehr zu sagen gehabt. Und so hätte man die Fimra wider auf eigene
Füße stellen können. Die haben ja Gewinn gemacht weil sie die richtigen
Modelle auf Lager haben. Ned viel.. aber lebensfähig. Ein Zerschlaung
währ warscheinlich nicht nötig gewesen. Aber nein... wir zahlen lieber
1,4 Milliarden, und dann lassen wir uns mit den eigenen Geld erpressen.
(zahlt noch mehr, sonst bekommt ihr euer Geld nicht zurück)
Das ist so eine typisch unpopuläre politsche Entscheidung. Eigentlich
müsten wir das machen, aber dann wählen uns die Leute nicht mehr. Und
DAS fehlt mir in der Politischen Landschaft momentan. Jemand mit Eier in
der Hose der auch mal was unpopuläres (aber richtiges) durchzieht. Und
meine Menschenkenntnis sagt mir das der Gutenberg das drauf hätte. Und
ich glaube deswegen kommt er so gut bei den Menschen an. Und deswegen
bashen in die Medien immer noch so. Leider glauben die Medienleute immer
noch sie müssen den vermeindlich doofen und vorurteilsbehafteten Bürger
mit Trash-News versorgen. Die kapieren nicht das mit Facebook und den
ganzen sozialen Netzwerken langsam aber sicher sich eigene
Meinungsstrukturen bilden die wesentlich präziser sind als die gefärbte
Boulevard-Journalisten-Meinung. (Wirtshauslogik, früher war alles
besser..) Das sieht man schön am "Nahen Osten". Die früher übliche
(staatlich gelenkte) Medienlandschaft funktioniert so nicht mehr. Die
Leute tauschen sich über netzwerke ala Twitter, Facebook und Co. aus.
Was mir den Typen auch sympatisch macht... es gibt keinerlei
Wirtschaftliche verstrickungen wie bei anderen OBWOHL der die Kohlen
dazu hätte. Insbesondere bei den Stromkonzernen hat man irgendwie das
Gefühl das die den halben Bundestag/Rat gekauft haben.
Vorstandsmitgliedschaften, Beteiligungen, sehr dubioses Zeug. Und was
ich so mitbekommen habe lässt er sich von solchen Firmen auch sogut wie
nicht beeinflussen. Teilweise hab ich sogar schon das Gefühl das ihn ein
paar von den eigenen Leuten absägen wollen. Weil er einfach zu schlecht
zu kontrollieren ist. Die Linken mögen ihn insbesondere wegen den
Adelstiteln nicht. Aber Leute, täucht euch nicht, ich glaub das is einer
von den guten.
Wegen ein oder zwei Zitaten würde dieser Professor sich auch nicht aus
dem Fenster lehen , aber das ist zuviel - viel zuviel und damit sollte
G wissen was er zutun hat , in Afghanistan bleiben udn ne Knarre in
die Hand nehmen .....
Im weiteren sei bemerkt, daß die Denke nur mit Dr sei man ab
Gruppenleiter
aufwärts nur plazierbar merh als fragwürdig ist .
zu meiner Zeit ( 1996 ) waren wir 10 Absolventen in der Fakulätät
2 wollten promovieren
ich hatte als einziger nen Vertrag in der Wirtschaft
und die anderen 7 - tja dreimal dürft ihr raten : Sie wählen die
Exklusivausgabe der kaschierten Arbeitslosigkeit - sie promovierten
Das heißt : Eine Promotion ist typischerweise ein Zeichen von Eitelkeit
und innerer Schwäche gepaart mit dem Faktum "es" nicht direkt in die
Wirtschaft geschafft zuhaben . also um es populärwissenschaftlich zu
formulieren .
Sie sind in einer gewissen Form Versager und Weicheier
Wenn man wie ich entpsrechend rumkommt , bestätigt sich das nur , sie
"funktionieren" nur , wenn das Wetter schön ist .
Klingt hart ,aber das muß mal ausgesprochen werden.
Für Gutti hab ich nur Verachtung übrig . Als Mitglied einer C- Partei
untragbar.
Fragesteller schrieb:> darf man> in der Doktorarbeit ganze Textpassagen von anderen abgekupfert> übernehmen, ohne explizit darauf hinzuweisen?
Nein, genausowenig wie man überflüssige Fragen konstruieren darf um
außerhalb des OT-Forums über Politik zu diskutieren...
Darf man in der Doktorarbeit abkupfern?
Normalsterbliche: definitiv nicht.
Überirdische womöglich schon. Das Exemplar, um das es hier geht, bekam
für eine Diss, die nach Einschätzung einiger Juraprofs, bei denen er
offenbar nicht auf standesgemäße Vorschußlorbeeren zurückgreifen kann,
ziemlich mäßig ist, ein summa cum laude.
Warum sollte es in seinem Fall nicht möglich sein, diejenigen, von denen
er kopiert hat, als Guttenberg-Plagiatoren an die Wand zu stellen?
thisamplifierisloud schrieb:> Lasst den Mann doch endlich zufrieden.
Die Type ist mir so egal wie Lieschen Müller oder ne Robbe auf der
Sandbank.
>> So ziemlich der einzige, der in Berlin einen brauchbaren Job macht.
Wie bitte? Das Kaspertheater sieht ein wenig hübscher aus als bei den
anderen Figuren, er macht das was alle anderen auch machen. Das er der
rechten Presse genehm ist, so wie der fette korrupte Saumagenfresser der
hier alles in die Grütze geritten hat, sagt nichts.
>>> Das Abgekupfere in seiner Doktorarbeit ist nicht schön,> aber IMHO irrelevant für das, was er jetzt macht.
Was macht er denn? Ein paar Personalentscheidungen, das war's.
So wie es Aussieht ist er ein Betrüger, ein dummer und schlechter dazu.
In der Reihe der FDJ Tanten, schwarze Kasse Rollstuhlfahrer jüdischer
Vermächtnisbetrüger und Ehrenwortpräsidenten in Bund und Land also beste
C- Tradition.
>> Soll sie ihm halt aberkannt werden und gut ist.
Nichts ist gut, das jemand der solche Typen "Gut" findet deren Dreck
akzeptiert ist aber zwangsläufig.
>> Hatten wir nicht mal einen Aussenminister, der in seiner Jugend mit> Steinen geworfen hat ? ...
und in Kosovo und Afghanistan gezeigt hat was für eine tolle
Verteidugungsarmee die Bundeswehr ist?
Politik ist Interesse, die Figuren sind austauschbar.
ickbis schrieb:> mal ein paar Fakten zu Herrn Jura Prof Andreas Fischer-Lescano.>> Laut Wikipedia:> "Im Jahre 2010 war er eines der Gründungsmitglieder der> linksorientierten[2] politischen Denkfabrik Institut Solidarische> Moderne. Er ist Mitglied des Kuratoriums.[3] Fischer-Lescano ist> Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung und Mitherausgeber der> Vierteljahresschrift Kritische Justiz."
Neben der Frage was eine Gesinnung mit Tatsachen zu tun hat (natürlich
außerhalb der dumpfprimitiven C-Parteien Verleumderszene die eine
Durchschnitstype wie Dr. (plag.) G. mit seinen mittelalterlichen
FeudalstaatsNamenserweiterungen schon für eine Lichtgestalt hält) nennt
man das bei Politikern SPD-Ticket.
Jens Martin schrieb:> Neben der Frage was eine Gesinnung mit Tatsachen zu tun hat (natürlich> außerhalb der dumpfprimitiven C-Parteien Verleumderszene die eine> Durchschnitstype wie Dr. (plag.) G. mit seinen mittelalterlichen> FeudalstaatsNamenserweiterungen schon für eine Lichtgestalt hält) nennt> man das bei Politikern SPD-Ticket.
Wieviel verknotete Gehirnwindungen braucht man um solch einen Satz zu
schreiben. Schwere Geburt gehabt, was?
Ich habe für das Ganze Spektakel nur ein "Na und?" übrig.
Die Frage die mich bewegt ist, ob bei 500 Seiten und über Tausend
Fußnoten noch irgend etwas Eigenes in dieser Arbeit steckt?
Da höchstwahrscheinlich sehr viele(alle?) Dissertationen aus den sog.
weichen Wissenschaften(Gedöns Fächer) ähnlich aufgebaut sind, erklärt
das die Zunahme an dummschwätzenden Akademikern.
Wie sieht eine Dissertation(Seiten/Fußnoten) in den MINT-Fächern aus?
Einstein wurde ja schon genannt.
>> Ich habe für das Ganze Spektakel nur ein "Na und?" übrig.>> Die Frage die mich bewegt ist, ob bei 500 Seiten und über Tausend> Fußnoten noch irgend etwas Eigenes in dieser Arbeit steckt?> Da höchstwahrscheinlich sehr viele(alle?) Dissertationen aus den sog.> weichen Wissenschaften(Gedöns Fächer) ähnlich aufgebaut sind, erklärt> das die Zunahme an dummschwätzenden Akademikern.
Genau das war auch mein Gedanke.
500 Seiten, Mehr als 1000 Fußnoten ... Wieviel Inhalt war denn da
noch vom Namensgeber?
Warum hat der nicht einfach den Duden kopiert, da wär dann
an Inhalt alles möglich gewesen und es wäre nur eine Fußnote
notwendig gewesen.
Ansbach Dragoner schrieb:> Wieviel verknotete Gehirnwindungen braucht man um solch einen Satz zu> schreiben. Schwere Geburt gehabt, was?
Der Stack deines Deutsch-Parsers hat offenbar nur Platz für einen
Eintrag.
> Die Frage die mich bewegt ist, ob bei 500 Seiten und über Tausend> Fußnoten noch irgend etwas Eigenes in dieser Arbeit steckt?
Wikipedia sagt:
1
Eine Fußnote ist eine Anmerkung die im Druck-Layout aus dem Fließtext
2
ausgelagert wird, um den Text flüssig lesbar zu gestalten.
Es müssen also nicht alle Fußnoten Quellangaben zitierter Texte sein.
> Da höchstwahrscheinlich sehr viele(alle?) Dissertationen aus den sog.> weichen Wissenschaften(Gedöns Fächer) ähnlich aufgebaut sind, erklärt> das die Zunahme an dummschwätzenden Akademikern.
Hier gilt die alte Regel: Nicht alles, was du nicht verstehst, ist dumm.
Andererseits ist natürlich nicht alles, was kompliziert aussieht, auch
klug. Es bleibt dir also nicht erspart, den eigenen Verstand zu
gebrauchen. Böse Welt...
Ich hab's mir kurz angeschaut, den Vergleich zwischen schweizerischem
Original und Klau. Hut ab. Immerhin hat er das schweizerische ss an den
erforderlichen Stellen durch ein deutsches ß ersetzt. Ansonsten, ueber
Seiten hinweg Wort fuer Wort identisch, inklusive Interpunktionen. Er
soll das mit duzenden Quellen so gemacht haben. Hut ab von soviel
Dreistigkeit. Als MINT bin ich natuerlich eh nicht beeindruckt von einer
Juristen-Diss. Hat nicht eine einzige Differentialgleichung drin. Ich
hab nicht einmal Begriffen weshalb die Juristen eine Diss machen
koennen. Jura hat nichts mit Wissenschaft zu tun. Allenfalls Aufwiegler,
Inszenierer, Abkassierer.
Die Eingangsfrage kann nur mit "nein" beantwortet werden.
Denn mit der Doktorarbeit soll man ja zeigen was man selber kann und
nicht andere.
Wenn ich zitiere muß ich es so machen das es jeder gleich sieht.
Im Fall Guttenberg eben den Titel aberkennen, fertig.
Heute habe ich jemand gehört der aus Guttenberg Googleberg gemacht hat.
:-)
Mal sehen wie lange er sich noch hält.
Bernd T. schrieb:> Die Eingangsfrage kann nur mit "nein" beantwortet werden.>> Denn mit der Doktorarbeit soll man ja zeigen was man selber kann und> nicht andere.>> Wenn ich zitiere muß ich es so machen das es jeder gleich sieht.>> Im Fall Guttenberg eben den Titel aberkennen, fertig.>> Heute habe ich jemand gehört der aus Guttenberg Googleberg gemacht hat.> :-)>> Mal sehen wie lange er sich noch hält.
Bis jetzt noch erstaunlich gut. Aber er hat einen entscheidenden
(möglicherweise den entscheidenden) Fehler begangen, indem er
verlautbaren lies
"Guttenberg nennt die Plagiatsvorwürfe "abstrus"".
Das war keine Vorwärtsverteidigung eines Verteidigungsministers, das war
nach guter alter Sitte des Adels eine "Abqualifizierung von oben" in
Richtung des "gemeinen Pöbel" eines mehr als des berechtigten Vorhalts.
Das war vom eloquenten Überflieger Guttenberg recht dumm, ziemlich dumm.
Und so schreibt auch der Tagesspiegel prompt
http://www.tagesspiegel.de/meinung/mein-schloss-mein-titel-meine-doktorarbeit/3855456.html
"Mein Schloss, mein Titel, meine Doktorarbeit"
Zitat "Ein Unrechtsbewusstsein hat der Doktor der Rechtswissenschaften
offenbar nicht. Dabei hat doch bestimmt schon der kleine Karl-Theodor
gelernt, dass man nicht klauen darf. Und dass es auf Leistung ankommt,
und zwar auf die eigene. Aber der große Baron pfeift auf die
Urheberrechte der niederen Stände. Mögen sie sich plagen, er "pastet"
lieber, ganz der moderne, internetaffine Adel."
Aber wie mutmaßt die SZ so treffend, womöglich hat all die Lapsusse gar
nicht er selber sondern ein unbekannter Ghostwriter begangen. Er wird
doch nicht etwa Kontakte zu Konsul Weyer haben? ;-)
Ansbach Dragoner schrieb:> Wieviel verknotete Gehirnwindungen braucht man um solch einen Satz zu> schreiben. Schwere Geburt gehabt, was?
Es war die Antwort auf ein Posting über den Plagiatsfinder, wenn du es
nicht kapierst kann ich auch nichts dafür, mach aber bitte nicht die
Hebamme verantwortlich ;-)..
>>> Ich habe für das Ganze Spektakel nur ein "Na und?" übrig.
Ich auch, weil es typisch für die verlogene Bande ist. Hab auch nichts
anders erwartet. Auch das Summa Cum Laude für diese Collage halte ich
für typisch bayrische Amigowirtschaft mit deren überbordender
Obrigkeitshörigkeit (hoffentlich einfach genug geschrieben).
>> Die Frage die mich bewegt ist, ob bei 500 Seiten und über Tausend> Fußnoten noch irgend etwas Eigenes in dieser Arbeit steckt?> Da höchstwahrscheinlich sehr viele(alle?) Dissertationen aus den sog.> weichen Wissenschaften(Gedöns Fächer) ähnlich aufgebaut sind, erklärt> das die Zunahme an dummschwätzenden Akademikern.
Da kann ich nur zustimmen
>> Wie sieht eine Dissertation(Seiten/Fußnoten) in den MINT-Fächern aus?> Einstein wurde ja schon genannt.
Keine Ahnung, ich kenne es nur bei Medizinern aus 1. Hand, denen wird
dieser sinnlose Akademische Grad leicht gemacht.
Jens Martin schrieb:> Auch das Summa Cum Laude für diese Collage halte ich> für typisch bayrische Amigowirtschaft mit deren überbordender> Obrigkeitshörigkeit
Nicht nur der Baron von Googleberg kommt in Bedrängnis, auch seine
akademischen Jubelperser...
Guttenberg's Großvater hatte wohl einst hellseherische Fähigkeiten
http://www.amazon.de/Fu%C3%9Fnoten-Karl-Theodor-Freiherr-Guttenberg/dp/B001G66W2M
:)
Derweil eine Stunde Rapport bei der Kanzlerin am heutigen Abend.
Letztere verließ nach Beendigung kommentarlos das Kanzleramt. Der VM
will sich mit Zitat "guten Freunden zusammensetzen und beraten".
Bloß keine Ehrenworterklärung abgeben, das hatten wir schon mal. ;)
Wenn das so weitergeht wird die Arbeit noch unfreiwillig zum Bestseller.
:-)
Ich frage mich gerade, ob Guttenberg die Nerven hat auf die Einschätzung
der Uni Bayreuth seines Pamphlets zu warten? Ich kann mir eigentlich
nicht so recht vorstellen, dass er sich volle zwei Wochen in Anbetracht
von Wahlkampfterminen 1) und Afghanistaneinsatz wegducken oder mit
irgendwelchen wischiwaschi Statements Zeit schinden kann. Das wird nicht
funktionieren. Er ist ein Getriebener seiner Angelegenheit. Merkel wird
schon Schweißperlen auf der Stirn haben ..
1) einen öffentlichen Auftritt hat er bereits platzen lassen
Uhu Uhuhu schrieb:> So langsam kommt der Herr auf dem Niveau seiner um die Kinder besorgten> Gattin an...
Das war ja aber eigtl vorher klar und nur eine Frage der Zeit, bis es
sich irgendwo zeigt, denn: "Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir,
wer du bist."
Meine 3 Lieblingswitze:
1. Worte in der Einleitung: E pluribus unum (aus vielen Eines)
2. Buch vom Opa: Fussnoten
(Amazon hat momentan viel damit zu tun die vielen neuen Rezessionen zu
loeschen.)
3. Neuer Vorname: Xerox
Fazit:
-Schwerer Schlag fuer eine Provinzuni. (Summma cum Laude!!!)
-Schwere Schlappe fuer die Bildzeitung.
(' Wir finden die Gutt, Der Rest: Klappe halten!'
http://meedia.de/details-topstory/article/guttenberg-kritik--bild-fordert-klappe-halten_100032130.html?tx_ttnews[backPid]=23&cHash=abf945b33e)
-Boese Niederlage fuer die CSU-Seilschaften.
-Fieser Schlag fuer einen Luegenbaron.
Fuer mich: Weihnachten.
Haette nicht gedacht das es in Deutschland moeglich ist, den
Kriegsminister so boese gegen die Wand zu fahren.
Unrecht Gutt gedeiht eben nicht.
Ja, ich war neidisch - frueher.
Neidisch darauf das so ein gegeelter Typ mit so geringen Faehigkeiten,
so schnell, so weit gekommen ist.
Das keiner merkt wie sehr alle verarscht werden.
Und ich war enttaeuscht.
Ich hatte die Hoffnung aufgegeben in diesem Land, ohne die richtigen
Eltern und ohne dickes Konto mit harter, ehrlicher Arbeit etwas
Erreichen zu koennen. Es war so frustrierend schon in der Schule in
allem besser zu sein als Andere und trotzdem nur mit maessigen Noten
abgespeisst zu werden. Dann musst natuerlich nur Du zur Bundeswehr. Die
anderern haben 'Glueck'.
In der Uni war es besser. In den technischen Faechern gab es viele wie
mich und der Abschluss war nicht leicht. Bin natuerlich zunaechst durch
ein paar Pruefungen gesemmelt. :-)
Aber ich bin unheimlich stolz darauf es geschafft zu haben und denke
gerne an diese Zeit zurueck.
Auf der Arbeit wieder das gleiche Spiel wie in der Uni. Die Blender sind
zurueck, haben Bwl oder irgendeinen anderen Pseudoscheiss studiert und
steigen mit Tricksereien und Fouls auf. Du bist im Ausland und hast
Krieg an der Produktionsfront und wenn Du zurueck kommst gibt es wenig
Moeglichkeiten zum Aufstieg.
Hab mich damit abgefunden und diesen Umstand akzeptiert, obwohl es nicht
einfach war. Mir ist aufgefallen, das ich sehr zufrieden bin und sehr
viel gluecklicher als mein Umfeld.
Ich reparier meine Gammelkarre selbst. Bastel begeistert an Elektrokrams
rum und habe eine phantastische Frau gefunden.
Als mir dies klar wurde, war ich ploetzlich zufrieden.
Und nun schau ich dem ganzen Theater aufmerksam zu, wie die Faker sich
nach und nach selbst zerstoeren und hab sogar etwas Mitleid.
Gruesse,
Florian
Platinenschwenker .. schrieb:> Wenn das so weitergeht wird die Arbeit noch unfreiwillig zum Bestseller.> :-)
Nicht nur diese Arbeit.
Laut heute-journal halten sich SPD und Grüne mit Kritik zurück. Denn sie
wissen, dass das stürzen eines Liebling des Volkes Wählerstimmen kostet.
Ein weiterer Grund zur Zurückhaltung kann nach meiner Meinung die pure
Angst sein, nun selbst zum Jagdopfer zu werden.
Wieviele Plagiate werden wohl in den Parlamenten, Redaktionen und
parteinahen Stiftungen sitzen?
Die nächsten Wochen werden noch interessant.
Die Jagdsesion ist eröffnet...
Hehe,
das wäre sehr interessant wenn "das Internet" sich die anderen Herr und
Frau Doktoren auch noch vorknöpft und die Arbeiten mal etwas
durchleuchtet.
Aktueller Stand: 87 Stellen wurden identifiziert, 4 davon als
Übersetzungen aus dem Englischen. Eine Stelle wurde als falsch
identifiziert zurückgezogen.
Seine erste Stellungnahme: "Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein
Plagiat, ist abstrus" gibt zu denken.
Weiß er überhaupt, was in seiner Diss steht? Hat er sie überhaupt selbst
verfaßt, oder hat er ein halbes Regiment Promotionsberater gekauft, die
ihm aus Rache dieses Machwerk zusammengeschustert haben?
Das summa cum laude dürfte die Herrschaften Doktorväter auch mit höchst
unangenehmenen Fragen konfrontieren. Korruption soll ja in dieser
Branche nicht ganz undenkbar sein...
Uhu Uhuhu schrieb:> Weiß er überhaupt, was in seiner Diss steht? Hat er sie überhaupt selbst> verfaßt, oder hat er ein halbes Regiment Promotionsberater gekauft, die> ihm aus Rache dieses Machwerk zusammengeschustert haben?
Ein paar Argumente für und wider die Ghostwritertheorie:
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Ghostwriter
Eben in den SWR-Nachrichten: G. verzichtet vorübergehend auf seinen
Doktortitel, will jedoch als Kriegsminister nicht zurücktreten.
Er verkündete das vor "ausgewählten" Journalisten und brachte damit die
Bundespressekonferenz gegen sich auf.
Uhu Uhuhu schrieb:> Eben in den SWR-Nachrichten: G. verzichtet vorübergehend auf seinen> Doktortitel, will jedoch als Kriegsminister nicht zurücktreten.
Der zweite Teil des obigen Satzes wurde von Uhu dazu gedichtet.
Die einen benutzen ein Plagiat, die anderen betätigen sich als Demagoge.
Charackterlich sind beide minderwertig.
Ansbach Dragoner schrieb:> Der zweite Teil des obigen Satzes wurde von Uhu dazu gedichtet.
Du irrst. Ich habe lediglich aus der "Verteidigung" das gemacht, was er
wirklich treibt...
> Charackterlich sind beide minderwertig.
^^
Ansbach Dragoner schrieb:> Uhu Uhuhu schrieb:>> Eben in den SWR-Nachrichten: G. verzichtet vorübergehend auf seinen>> Doktortitel, will jedoch als Kriegsminister nicht zurücktreten.>> Der zweite Teil des obigen Satzes wurde von Uhu dazu gedichtet.>> Die einen benutzen ein Plagiat, die anderen betätigen sich als Demagoge.
Vermutlich will Uhu durch die falsche Behauptung das es Krieg sei nur
seine Verbundenheit mit dem unter Fälschungsverdacht stehenden
Guttenberg bezeugen :)
Jörg S. schrieb:> die falsche Behauptung das es Krieg sei
Ja dann erklär doch mal, was die Bundeswehr in Afghanistan macht. Ich
bin wirklich gespannt.
Aber komm mir nicht mit den Geschichtchen von brunnenbohren und Kinder
heilen.
Laut Spiegel:
> Er werde bei der Gewichtung der Fehler in der Dissertation> durch die Universität Bayreuth aktiv mithelfen,
da sieht man wie es läuft.
WAs mich wundert:
weiter unten ist die Rede von Anzeigen.
Da wird erwähnt, dass laut Promotionsordnung keine eidesstattliche
Versicherung notwendig ist.
Bei meiner Diplomarbeit musste ich eine schriftliche Versicherung
abgeben, falls ich mich richtig erinnere.
Uhu Uhuhu schrieb:> Der Herr verteidigt nicht, sondern führt Krieg und zwar in> Afghanistan. Alles andere ist gelogen.
Bla bla bla!
In der Bundesregierung gibt es einen Verteidigungsminister.Punkt.
Jeder der diese Bezeichnung in 'Kriegsminister' umdefiniert betreibt
Demagogie.
Wer nicht bereit oder fähig ist eine amtliche Sprachregelung zu
akzeptieren, sollte sich auch nicht über das weitere
amtliche(Öffentlich-Rechtliche)Verfahren gegenüber KTzG. äußern.
Florian *.* schrieb:> Mir ist aufgefallen, das ich sehr zufrieden bin und sehr> viel gluecklicher als mein Umfeld.
Um diese Zufriedenheit kann man dich beneiden.
Aber sag mir, wieviel Häme, Verachtung und Hass? gegenüber KTzG, resp.
'Die-da-oben' brauchst du um zufrieden zu sein?
Der Anfang deines Beitrages von 18.02.2011 08:58 lässt ja einen hohen
Bedarf erkennen.
Nein, kein Hass auch kein Gefuehl.
Bestes Poppcorn und zwar viel.
Und ich lehne mich zurueck,
bin Zuschauer im Theaterstueck.
Leide mit dem Helden mit
Der jetzt ins Ragnarök eintritt
Was jetzt passiert ist sein Problem,
Wird kein anderer fuer Geradestehen
Und so wie es bisher verlief,...
Wer hoch fliegt, der faellt auch tief.
Tolle Story, Toller Mann,
Der wirklich unterhalten kann.
"Wieso reinwaschen?"
Ist es falsch zuzugeben eine gewisse Genugtuung darin zu finden,
zuzuschauen wie ein dicker Blender im Sumpf zappelt und immer tiefer
darin versinkt?
Herr Sauerland ist trotz der Loveparadesache noch in Amt und Wuerden.
Mappus hats geschafft sich wieder freizustrampeln nach S21.
Irgendwie wirds Herr Xerox von Googleberg auch schaffen, ganz bestimmt.
- Vor allem wenn Mutti Ihre schuetzende Hand ueber Ihn haelt.
Das ist Politiktheater vom Feinsten.
Wieso unterstellst Du mir Hass und Haeme? .. Verachtung lasse ich
gelten.
edit.. na gut auch Haeme, aber kein Hass.
Ansbach Dragoner schrieb:> Jeder der diese Bezeichnung in 'Kriegsminister' umdefiniert betreibt> Demagogie.
Andersrum: wenn man Krieg führt und den Kriegsminister
"Verteidigungsminister" nennt, dann erinnert das sehr stark an "seit
fünfuhrdreißig wird zurückgeschossen".
> Wer nicht bereit oder fähig ist eine amtliche Sprachregelung zu> akzeptieren
Der Kaiser ist nackt!
wie er auf die Zahl kommt weiß ich auch nicht.
Wenn man auch Einzelseite klickt, kommt man hier her:
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Kategorie:Einzelseite
da stehen 114 Seiten
Wenn ma auf der ersten Seite die Einträge zählt (rauskopieren und mit
regexes trennen) kommt man auf 119
Vlad Tepesch schrieb:> auf der Seite ist auch eine Grafik, die die Verteilung der Zitate im> Dokument aufzeigt.> Da sind es 76 verschiedene Seiten, also 16% aller Seiten.
Die Grafik ist aber schon wieder 12 Stunden alt.
Ich schätze mal, dass die Liste nach dem Wochenende wohl größtensteils
vollständig ist und das Ausmaß der Sache zu überblicken ist.
Vorher möchte ich gar nicht groß urteilen, mich interessiert aber
brennend, was am Ende an "Eigenleistung" übrig bleibt.
>> Der Herr verteidigt nicht, sondern führt Krieg
Das stimmt doch gar nicht. Jeder von uns wird am Hindokusch verteidigt.
Wir alle müssten in Angst um unser Leben leben, wenn unsere Jungs dort
nicht kämpfen würden.
Hast du etwa keine Angst vor einem Terroranschlag?
Jetzt haben sich hier schon über 120 leute zu dem Thema geäußert.
(Was ich alles nicht gelesen habe)
Ich kann mich jetzt nicht beherschen und muß auch noch meinen Senf dazu
geben:
1. Wenn da mal im Original alle Quellenangaben richtig drin waren,
könnten die doch im Druckwerk irgendwie verloren gegangen sein?
2. Der Karl-Theodor ist eigentlich ein ganz netter, bin vor einiger Zeit
mal beinahe in ihn reingerannt, weil ich es eilig hatte, und nix
passiert, kein Bodyguard hat mich zu Boden geworfen...
3. Für mich gehören die Rechtswissenschaften ebenso wie malen, singen
und beten zu den sogenannten Laberfächern. Was willst du denn auch
machen in so einem Laberfach, wenn du was schreibst, was du dir selber
ausgedacht hast, ist es entweder trivial oder revolutionär. Also musst
du was abschreiben, von anderen Leuten. Oder du schreibst irgendeinen
Scheiss den du in deinem Studium mal aufgeschnappt hast, und was du vom
Gedankengang ganz hübsch findest, auf. Das Wissen in diesen Laberfächern
ist halt Gelaber, nix davon hält einer strengen Prüfung in der Realität
stand, geschweige, das da jemand eine stringente Theorie hat, die auch
noch verifizierbare Vorhersagen machen könnte.
Conclusio: Besser was gescheites wie Physik oder E-Technik studieren.
Dies aber nur zum Hobby, denn wie auch der wenig informierte längst
gemerkt hat: Das ganz große Geld wird in diesen Disziplinen nicht
verdient.
Das ganz große Geld wird wird mit Laberfächern wie Rechtswissenschaften,
BWL, Wirtschaftswissenschaft etc. verdient.
Ach ja, das Bild ist aus Wiki ;-)
Peter Zz schrieb:> 1. Wenn da mal im Original alle Quellenangaben richtig drin waren,> könnten die doch im Druckwerk irgendwie verloren gegangen sein?
Die sind bestimmt im Druckwerk "verloren gegangen". Entweder ist der
Druckertreiber schuld oder das Satzprogramm (mit TEX wär' das nicht
passiert), aber bestimmt nicht der Freiherr selbst.
> 2. Der Karl-Theodor ist eigentlich ein ganz netter, bin vor einiger Zeit> mal beinahe in ihn reingerannt, weil ich es eilig hatte, und nix> passiert, kein Bodyguard hat mich zu Boden geworfen...
Und deswegen ist er nett (in Gedanken: der aufgeblasene Gockel)? Im
übrigen glaube ich nicht, daß euer bundesdeutscher Kriegsminister so
wichtig ist, daß er dauernd von einer Horde von Leibwächtern umschwirrt
werden müsste.
> 3. Für mich gehören die Rechtswissenschaften ebenso wie malen, singen> und beten zu den sogenannten Laberfächern. [..]
Die übliche egozentrische Sichtweise von Akademikern, insbesondere
solchen aus der naturwissenschaftlich-technischen Ecke.
> Conclusio: Besser was gescheites wie Physik oder E-Technik studieren.
Mir persönlich haben die Vertreter der sogenannten "weichen
Wissenschaften" in meinem Leben wesentlich mehr Freude beschert als die
Naturwissenschaftler. Ohne die Naturwissenschaften geringschätzen zu
wollen, aber ich persönlich könnte in meinem Leben eher auf so einige
Naturwissenschafts-Kapazitäten verzichten als zum Beispiel auf Händel,
Telemann, Bruegel und Bosch.
Gruß, Iwan
--
"...mein Ehrenwort, ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass
die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind." Uwe Barschel (CDU)
"Die von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat, und den Vorwurf
weise ich mit allem Nachdruck von mir." Karl-Theodor Guttenberg (CSU)
Иван S. schrieb:>> 3. Für mich gehören die Rechtswissenschaften ebenso wie malen, singen>> und beten zu den sogenannten Laberfächern. [..]>> Die übliche egozentrische Sichtweise von Akademikern, insbesondere> solchen aus der naturwissenschaftlich-technischen Ecke.
Du hasts erfaßt. Das sind die Minderwerigkeitskomplexe der
Bildungsunwilligen.
A. K. schrieb:> Was soll das eigentlich? Im Moment ist der ganz zweifelsfrei ein> Verteidigungsminster. Geradezu ein Selbstverteidigungsminster.
Aber ein eher schlechter in eigener Sache.
http://www.tagesschau.de/inland/eklatguttenberg100.html
"Eklat in der Bundespressekonferenz
Hauptstadtjournalisten empört über Guttenberg"
Zitat
"Für die Stellungnahme in seinem Ministerium schloss der sonst
keineswegs öffentlichkeitsscheue CSU-Politiker einen Großteil der
deutschen Medien aus. [..] Aus Protest über dieses Vorgehen verließen
die Hauptstadtjournalisten den Saal der Bundespressekonferenz. [..] Eine
"Brüskierung sondergleichen" "Dieses Verhalten halten wir nicht für
fair", sagte der Leiter der Bundespressekonferenz"
Ich hab jetzt noch nicht alles von heute mitbekommen, aber die Reaktion
Guttenbergs scheint fast die Fortsetzung der Linie "da kann doch mal ein
Komma fehlen, so what?". So wird er die Sachlage wohl kaum entkräften
können. Und wenn er dann auch noch betont, er hätte 7 Jahre an seiner
Doktorarbeit geschrieben, dann weiß ich nicht, ob das angesichts der
entdeckten Schummelei ein Qualitätsbeweis seiner Künste sein soll oder
eher noch der Offenbarungseid für eigenes Unvermögen.
Interessant für mich war eine Stellungnahme auf Phoenix von Prof. Karl
Rudolf Korte. Ich schätze Korte's stets sehr gemäßigten, wohl
gewichteten Einschätzungen. Selbst Korte meinte, dass man bei dieser
(seiner) Doktorarbeit zu recht von einem Plagiat sprechen könnte. Er
meinte sogar, da würde bereits weniger genügen als bei Guttenberg's
Doktorarbeit inzwischen aufgedeckt worden ist. Korte meinte aber auch,
Guttenberg werden wohl mit einem blauen Auge davonkommen, sofern ihm die
Uni Beyreuth nicht doch noch den Titel aberkennt. Geschieht letzteres,
dann kann er nicht weiter Minister bleiben, da seine Glaubwürdigkeit
dann zerstört wäre, so (sinngemäß) Korte.
Ansbach Dragoner schrieb:> z.Z. im Internet zu diesem Thema, aus der geistigen Onanie nicht mehr> heraus kommen.
Hast Recht. War Geil. Aber ist auch schon wieder Langweilig, irgendwie.
Und er sieht ja auch gut aus und hat den Wehrdienst abgeschafft und
besucht die Truppe. Es gibt bestimmt Schlimmere auf diesem Posten.
Lasst uns Morgen den Westerwelle vornehmen. :p
Platinenschwenker .. schrieb:> Ich hab jetzt noch nicht alles von heute mitbekommen, aber die Reaktion> Guttenbergs scheint fast die Fortsetzung der Linie "da kann doch mal ein> Komma fehlen, so what?". So wird er die Sachlage wohl kaum entkräften> können.
Wahrscheinlich wäre er am unbeschadetsten aus der Sache gekommen, wenn
er die übliche Leier ("Ja, es sind Fehler passiert $blabla nach vorne
schauen $blabla Konsequenzen auf's vollste tragen $blabla gerne
ungeschehen machen würde $blabla") abgelassen hätte.
Mit der Einstellung "Vorwurf abweisen" schießt man sich bei sowas doch
nur selbst in's Knie, IMO.
> Interessant für mich war eine Stellungnahme auf Phoenix...
Mein Kabelprovider (Liwest Kabelmedien GmbH) hat leider alle sinnvollen
Programme (Phoenix, Orb, BR-Alpha) sukzessive aus deren Analogprogramm
genommen, nur damit sie den Kunden eine Digitalbox (natürlich mit
deutlich erhöhten Gebühren, selbst in der Grundausstattung an
Programmen) aufschwatzen kann. Wenn ich nicht wegen dem Netzzugang
(nein, den wollen sie auch nicht ohne Fernsehen anbieten) an diesen
Provider geknebelt wäre, dann hätte ich schon längst eine Schüssel auf
dem Dach.
Naja, wenigstens hab ich (neben 3sat) noch arte, zumindest Abends und in
der Nacht, denn Tagsüber "muß" auf dieser Frequenz natürlich der
Kinderkanal laufen.
Unmut, Iwan
1. Es scheint so, dass in Bremen die Professoren ihr Tagwerk damit
verbringen anderen Leute am Kessel zu flicken. Der Steuerzahler bezahlt
also diese Hetze, wir alle zahlen sie.
2. Ist die Arbeit ein Plagiat sollte zuallererst mal sein Prof. seinen
Hut nehmen und seinen Lehrstuhl räumen. Wer eine Arbeite mit 1 bewertet
müßte schon schauen, ob da abgeschrieben wurde.
Auch dieser Prof. wird von Steuergeldern bezahlt. Nur so nebenbei.
3. Tritt Guddy zurück entstehen weitere Kosten für den Steuerzahler.
Pensionsmäßig ist Guddy auch jeden Fall auf der trockenen Seite.
4. Die jetzt am lautesten schreien sind der eigenen Plagiatsarbeit
unverdächtig weil sie erst gar keine Promotionsschrift erstellt haben.
Sehr wahrscheinlich haben die Schreier auch keine Ahnung von Forschung
und Wissenschaft. Aber das braucht man ja nicht, um mitreden zu können.
5. Wenn die Hetzer wenigstens gute Leute hätten, die das Format von
Guddy haben oder sogar überträfen - prima wärs! Doch in der Politik
zählt nur, den anderen runterzuziehen.
6. Ich möchte nicht wetten, dass die Dissertationen der heutigen Hetzer
völlig ohne Fehler sind. Wer also im Glashaus sitzt, werfe den ersten
Stein...
Warum "Hetzer" wenn Gutenberg sich erkennbar mit falschen Federn
geschmückt hat? Mal abgesehen davon ist einer wie Korte "echter Doktor",
das kannst du schnell nachrecherchieren auf Wikipedia oder indem du mal
seine Vorlesung besuchst. Es gehst auch nicht um generelle
Fehlerfreiheit, sondern um den Anpruch an Wahrhaftigkeit. Hier werden
eben gerade keine "kleinen Fehler" bemäkelt, wie sie in jeder Schrift
vorkommen, sondern hier geht es schlicht um den möglichen Vorsatz eines
Betrugs.
> 5. Wenn die Hetzer wenigstens gute Leute hätten, die das Format von> Guddy haben oder sogar überträfen - prima wärs!
Wenn dein "Guddy" so gut wäre wie du glaubst, dann hätte er es wohl kaum
nötig gehabt sich derart oft bei anderen zu bedienen. Ich glaube du
unterliegst seinem Schein des fast perfekten Blenders.
Michael K-punkt schrieb:> 2. [..] Wer eine Arbeite mit 1 bewertet> müßte schon schauen, ob da abgeschrieben wurde.
Zustimmung.
> 3. Tritt Guddy zurück entstehen weitere Kosten für den Steuerzahler.
Nullargument. Mit dieser Argumentationsweise müsste man doch jeden
Politiker, egal wie schlecht er arbeitet, bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag
(oder bis zur nächsten Wahl) Schalten und Walten lassen.
> 4. Die jetzt am lautesten schreien sind der eigenen Plagiatsarbeit> unverdächtig weil sie erst gar keine Promotionsschrift erstellt haben.> Sehr wahrscheinlich haben die Schreier auch keine Ahnung von Forschung> und Wissenschaft.
Nullargument. Damit sprichst jedem die Kompetenz ab, sich zu dieser
Thematik ein Urteil zu bilden und dieses auch zu äußern, so lange er
keinen akademischen Grad besitzt.
> 5. Wenn die Hetzer wenigstens gute Leute hätten, die das Format von> Guddy haben oder sogar überträfen - prima wärs
Aha, dieses "überdurchschnittliche Format" des Plagiat-Ministers steht
demgegenüber deiner Meinung nach fest. Das ist also die
Wissenschaftlichkeit, die Du oben eingefordert hast.
> 6. Ich möchte nicht wetten, dass die Dissertationen der heutigen Hetzer> völlig ohne Fehler sind.
Jene, die sich über das Verhalten des Plagiat-Ministers aufregen sind
deiner Meinung nach also Hetzer? Gut, das sei Dir unbenommen, ich
erlaube mir aber im Gegenzug, dich als rechtskonservativen
Sympathisanten einzuschätzen. In diesen Kreisen ist es meiner Meinung
nach nämlich üblich, Andersdenkende als Hetzer (auch schon ein
Fortschritt, gegenüber früheren Zeiten) zu diffamieren.
I.
Ich hab mir eine Diss erspart. In meinem Fach ist so eine Ehrenrunde
nicht zwingend. Trotzdem habe ich da etwas Einblick. Es kann zum
Beispiel passieren, dass man sich im Experiment einer Dissertation etwas
uebernimmt, was zu monatelangen Einstellarbeiten an komplizierten
Apparaturen fuehren kann. Dann hat man vielleicht eine Theorie was
dahinterstecken koennte. Nach tagelangem Integrieren des Rauschen
erreicht man dann vielleicht ein signal-zu-noise von 1.5 und
interpretiert das als die Theorie bestaetigend. Also wird die Diss als
diese Theorie bestaetigend rausgehauen. Eine Wiederholung haette
nochmals 2 Monate einstellen und wochenlanges Messen bedeutet. Jahre
spater, kann ein anderes Team mit neuen Apparaturen die publizierte
Theorie nicht bestateigen. Man misst sogar was ganz anderes.
Seltsamerweise sind die Messunterlagen verschwunden, und die Diss wird
als Plagiat angeprangert.
Da ist der Jan Hendrik Schoen eine andere Klasse. Der macht Versuche
quer Beet in vielen Disziplinen, und publiziert zweimal dieselbe Kurve,
inklusive dem Rauschen an derselben Stelle. Und Tschuess.
Der Gutty ist auch ein Gesunder. 120 unreferenzierte Zitate auf 470
Seiten, dazu kommen dann noch die referenzierten Zitate, und als eigene
Leistung wird dann noch das Anordnen der Titel zu den Kapiteln bleiben
...
Ui ui, getroffene Hund bellen....
Nur weil ich mich nicht ins große Rücktritts-Gegröhle einreihe und für
etwas mehr Zurückhaltung werbe, werde ich gleich in die rechte Ecke
gestellt...
Kaum ist mal wieder eine Sau gefunden, die durchs Dorf getrieben werden
kann, dann wird es gemacht. So wie sie in den USA auch so lange
recherchieren, bis herauskommt, dass der sauber-geschleckte Kanditat in
seiner Studentenzeit mal an ner Tüte gezogen hat...
Die gleiche Zurückhaltung würde ich auch fordern, wenn es sich um einen
Politiker aus dem anderen Lager handelt.
Hat Dr. Karl Lauterbach (SPD) abgeschrieben?
Hat Dr. Ulrich Maly (SPD) abgeschrieben?
Hat Dr. Gregor Gysi abgeschrieben?
Ich wette da nicht dagegegen. Es wird sich immer etwas finden lassen,
was aus heutiger Sicht nicht ganz korrekt ist.
Da kann ich auch hergehen und jedem Hartz-IV-Empfänger, der sich ne
Pfandflasche aus dem Abfall holt und diese einlöst, die Stütze kürzen
wegen Sozialbetrugs.
Bei der aktuellen Kampagne geht es doch NUR darum, Leute von der
Gegenpartei niederzumachen. Werden die Promotionen von Leuten aus der 2.
Reihe untersucht? Wohl kaum, weil man kaum Kapital daraus schlagen
könnte.
P.S. Sollte demnächst ein SPD, Linken, Grünen-Mann (oder Frau) in den
Plagiatsverdacht geraten, werde ich genauso dafür werben, den Ball flach
zu halten.
Michael K-punkt schrieb:> Nur weil ich mich nicht ins große Rücktritts-Gegröhle einreihe und für> etwas mehr Zurückhaltung werbe, werde ich gleich in die rechte Ecke> gestellt...
Phantasierst du? Such doch mal das Wort Rücktritt in diesem Thread - du
wirst es zum ersten mal in deinem Beitrag finden.
Laß dieses alberne Parteiengezänk und komm auf den Teppich.
Иван S. schrieb:> Jene, die sich über das Verhalten des Plagiat-Ministers aufregen sind> deiner Meinung nach also Hetzer? Gut, das sei Dir unbenommen, ich> erlaube mir aber im Gegenzug, dich als rechtskonservativen> Sympathisanten einzuschätzen. In diesen Kreisen ist es meiner Meinung> nach nämlich üblich, Andersdenkende als Hetzer (auch schon ein> Fortschritt, gegenüber früheren Zeiten) zu diffamieren.>> I.
Gut, dass du die Gepflogenheiten dieser "Kreise" so gut kennst - da
fehlt mir ehrlich gesagt die eigene Erfahrung - aber bitte!
Und wenn du schon die "früheren Zeiten" nennst....gerade wenn sich ein
Herr Dr. Gysi, ein Systemgewinnler des DDR-Unrechtsstaates erdreistet
hier als Oberschlauberger zu firmieren, wird es grotesk. Was in
damaligen Zeiten in Promotionen geschrieben wurde wird wohl nicht
kopiert sondern großteils direkt DIKTIERT worden sein...
Michael K-punkt schrieb:> 4. Die jetzt am lautesten schreien sind der eigenen Plagiatsarbeit> unverdächtig weil sie erst gar keine Promotionsschrift erstellt haben.> Sehr wahrscheinlich haben die Schreier auch keine Ahnung von Forschung> und Wissenschaft. Aber das braucht man ja nicht, um mitreden zu können.
Ich würde das Gegenteil vermuten.
Gerade die Leute mit wissenschaftlicher Ausbildung werden sich aufregen,
da diese Leute wissen, was für eine harte Arbeit eine saubere Arbeit
darstellt.
Das geBILDete Volk dagegen wird wohl eher der Meinung sein "nun lasst
doch den armen Jungen in Ruhe - was ist denn schon dabei, wenn man
abschreibt"
Michael K-punkt (charles_b) schrieb:
> Bei der aktuellen Kampagne geht es doch NUR darum, Leute von der> Gegenpartei niederzumachen.
Nein, darum geht es eben nicht. Das hast du grundsätzlich falsch
verstanden. Die Doktorarbeit von Herrn zu Guttenberg ist einfach im
Rahmen einer Routineprüfung DER WISSENSCHAFT und KEINEM Politiker
aufgefallen. Seine Arbeit wurde mit Auszeichnung bewertet. Daraus ergibt
sich zwingend der Anspruch an die Qualität seiner Arbeit und diese
Qualität hat sich bereits nach allem was bekannt ist bei EINFACHER
PRÜFUNG nicht bewahrheitet. Die Autoren von denen Texte in nicht
respektabler Manier verwendet wurden haben sich bereits zu Wort gemeldet
und ihre Verwunderung teilweise Verärgerung darüber zum Ausdruck
gebracht. Bis dahin war es eine Angelegenheit unter Wissenschaftlern.
Zum allgemeinen Politikum wurde es erst, nachdem Herr zu Guttenberg die
hervorgebrachte Kritik völlig emotionslos an sich abprallen lies. Damit
hat er selber das öffentliche Interesse an "seinem Fall" erst richtig
ins Rollen gebracht. Die Internetgemeinde hat sich nun der Sache
angenommen und herausgearbeitet, wo überall fremde Textstellen (das
geistige Eigentum anderer) der eigenen Arbeit hinzugefügt wurde,
offenbar ohne das angemessen zu kennzeichnen.
Wer derart auf hohem Ross sitzt an den wird auch ein hoher Anspruch
gelegt. Guttenberg behandelt andere von oben herab, wie heute gezeigt
wurde, siehe im Video
http://www.spiegel.de/video/video-1110187.html
Ein Oschi schrieb:> erreicht man dann vielleicht ein signal-zu-noise von 1.5 und> interpretiert das als die Theorie bestaetigend. Also wird die Diss als> diese Theorie bestaetigend rausgehauen. Eine Wiederholung haette> nochmals 2 Monate einstellen und wochenlanges Messen bedeutet. Jahre> spater, kann ein anderes Team mit neuen Apparaturen die publizierte> Theorie nicht bestateigen. Man misst sogar was ganz anderes.
So ist das. Das ist auch in Ordnung so. So entwickelt sich Wissenschaft
weiter.
> Seltsamerweise sind die Messunterlagen verschwunden, und die Diss wird> als Plagiat angeprangert.
Ich möchte DIE Uni sehen, die Messunterlagen über Jahre hinweg aufhebt.
> Der Gutty ist auch ein Gesunder. 120 unreferenzierte Zitate auf 470> Seiten, dazu kommen dann noch die referenzierten Zitate, und als eigene
...allein der Umfang von 470 Seiten ist ja schon der Hammer. So viele
Unrefzits hätten aber doch schon damals auffallen müssen. Seinem Prof.,
dem Zweitgutachter, seinem besten Freund,...
Ich kann mir vorstellen, dass die Konzentration auf die wichtigsten
Quellen vielleicht damals oder in diesem Fach Usus war.
Der Clou jeder Diss sollte ja sein, wenigstens EINE NEUE Sache erforscht
bzw. behandelt zu haben. Die Frage muss erlaubt sein, was nun die
Quintessenz von Guddys Arbeit ist. Wenn die stimmig und neu ist, dann
erscheinen andere Unzulänglichkeiten in einem anderen Licht als wenn die
Kernaussage "abgeschrieben" ist. Warum sollte aber einer so blöde sein,
absichtlich nen Fallstrick mit einzuarbeiten?
Michael K-punkt schrieb:> Und wenn du schon die "früheren Zeiten" nennst....gerade wenn sich ein> Herr Dr. Gysi, ein Systemgewinnler des DDR-Unrechtsstaates erdreistet> hier als Oberschlauberger zu firmieren, wird es grotesk.
Dazu hat er auch alles Recht, denn als Bundestagsmitglied steht ihm eine
politische Bewertung des Sachveralts jederzeit zu. Du musst ja nicht
seine Meinung teilen. Es ist schon ein Witz deinerseits auf den
DDR-Unrechtstaat hinzuweisen, aber in der Demokratie eine deiner
Auffassung nicht entsprechende politische Bewertung nicht auszuhalten.
> Was in> damaligen Zeiten in Promotionen geschrieben wurde wird wohl nicht> kopiert sondern großteils direkt DIKTIERT worden sein...
Woher willst DU das Wissen? Auch in der DDR wurde niemand gezwungen
einen akademischen Grad zu erlangen. Die DDR hatte genauso
wissenschaftliche Fakultäten wie jeder andere Staat. Die Ausbildung dort
hat sogar gereicht um eine spätere Bundeskanzlerin des Klassenfeindes
hervorzubringen.
Michael K-punkt (charles_b) schrieb:
> ...allein der Umfang von 470 Seiten ist ja schon der Hammer. So viele> Unrefzits hätten aber doch schon damals auffallen müssen. Seinem Prof.,> dem Zweitgutachter, seinem besten Freund,...
Das ist quasi der Knackpunkt. Warum wurde eine Arbeit mit Auszeichnung
bewertet, die erkennbar derart viele Fehlstellen aufweist? Das wirft
kein gutes Licht auf den Prüfer.
Deswegen schätze ich die Uni Beyreuth steht jetzt "a bissel" unter
Druck. ;) Vor allem da Guttenberg keine Verantwortung getragen hat und
den Ball an die Uni retourniert hat. Schlau aber nicht gerade nett.
Michael K-punkt schrieb:> Иван S. schrieb:>> Jene, die sich über das Verhalten des Plagiat-Ministers aufregen sind>> deiner Meinung nach also Hetzer? Gut, das sei Dir unbenommen, ich>> erlaube mir aber im Gegenzug, dich als rechtskonservativen>> Sympathisanten einzuschätzen. In diesen Kreisen ist es meiner Meinung>> nach nämlich üblich, Andersdenkende als Hetzer (auch schon ein>> Fortschritt, gegenüber früheren Zeiten) zu diffamieren.
Komisch, daß Du nur den letzten Punkt zitierst. Der Hauptteil meiner
Argumentation steckt in den anderen.
> DDR-Unrechtsstaat
Hatte ich wohl doch nicht so unrecht mit meiner Einschätzung.
> Was in damaligen Zeiten in Promotionen geschrieben wurde wird wohl nicht> kopiert sondern großteils direkt DIKTIERT worden sein...
Substanzlose Behauptung.
Aber bitte, mir ist's doch scheißegal, was ihr da drüben in den
NATO-Staaten politisch treibt. Von mir aus wird der Guttenberg noch Euer
Kanzler, mich kümmert's nicht.
Ich geb zu, ich mag ihn nicht. Meiner persönlichen Meinung nach ist er
ein aufgeblasener Gockel, ein metrosexueller Schnösel, ein arroganter
Möchtegern. Mir war stets unverständlich, warum der so beliebt sein
soll. An der Kompetenz kann's nicht liegen, die ist meiner Meinung nach
eher mangelhaft.
Politik (insbesondere Personenpolitik) hat eben auch etwas mit Sympathie
zu tun. Und ja, ich gebe zu daß es mir gefällt, daß ihm endlich einmal
was reingewürgt wird. Das ist eben menschlich.
Wäre doch schon viel früher nötig gewesen, Stichwort Kundus. Alles an
ihm abgeperlt (wenn die Amis die Merkel schon als Teflon-Politikerin
bezeichnen, was ist dann erst der Guttenberg?), und jetzt gibt's endlich
Angriffsfläche.
Und ja, ich mag auch die Leyen nicht. Wenn schon einen Konservativen,
dann den Huber. Ja, ich mag den Erwin Huber. Und Papst Benedikt.
Platinenschwenker .. schrieb:> Vor allem da Guttenberg keine Verantwortung getragen hat und> den Ball an die Uni retourniert hat. Schlau aber nicht gerade nett.
Nein, gar nicht schlau. Das ist die übliche Tour des Herrn, anderen die
Schuld zuzuschieben. So billig kann er sich nicht aus der Verantwortung
stehlen.
Genauso müssen sich die Herren Profs fragen lassen, wie sie auf die Idee
kamen, das Werk mit summa cum laude zu bewerten. Sind die Herren
unfähig, oder setzt der Verstand nur aus, wenn sie es mit adeligen
Herrschaften zu tun haben.
Ich frage mich, was ist peinlicher: Die Gutti-Fanboys die jetzt überall
durch die Foren hüpfen, oder der Copy-Gutti, der anscheinend glaubt das
Problem erledigt sich von alleine.
Spätestens seit Mittwoch, seit bekannt ist dass sogar die Einleitung
abgeschrieben ist, ist die Sache ziemlich eindeutig: Das ist ein Werk
eines Ghostwriters. Copy-Gutti selbst kann gar nicht so blöde sein.
Und von wegen, das alles wären nur "Flüchtigkeitsfehler", es würden nur
"Fußnoten fehlen".
Paperlapapp: Schaut euch das mal im guttenplag-Wiki an. Das sind
ürbigens inzwischen über 118 Seiten: Da wurde regelmäßig bei kopierten
Textstellen von alter nach neuer Rechtschreibung editiert, einfache
Wörter durch toll klingende Fremdwörter ersetzt, in kopierte Absätze
wurden teilweise Sätze dazwischen geschoben, und immer wieder wurde von
den kopierten Texten einleitende und ausleitende Worte geändert damit
sich der kopierte Text harmonischen in dem Gesammt-Text einfügt.
Ne, ne. Nix mit versehen und Schlamperei. Da wurde systematisch einfach
nur fremdes Material zusammenkopiert und stündlich werden neue, kopierte
Stellen gefunden. Aus der Nummer kommt er so schnell nicht mehr raus.
Auch sein Umgang mit der Presse die letzten Tage spricht Bände. Sonst
ist er nicht so Kammera-Scheu. Doch jetzt will er sich verkrümmenl, sagt
Auftritte ab und traut sich nicht ins Pressezentrum zu den Journalisten.
Aber eine Frage stellt sich: Hat Copy-Gutti seinen Ghostwriter schon
entlassen?
Mein Tip: Er ist angezählt, das K.O. ist absehbar.
Ansbach Dragoner schrieb:> Wieviel verknotete Gehirnwindungen braucht man um solch einen Satz zu> schreiben. Schwere Geburt gehabt, was?>
...und das zum Thema Umgang mit Leuten, die sich das Recht herausnehmen,
eine andere Meinung zu haben. Eugenik liegt schon lange zurück - und das
ist auch gut so.
> Ich habe für das Ganze Spektakel nur ein "Na und?" übrig.>> Die Frage die mich bewegt ist, ob bei 500 Seiten und über Tausend> Fußnoten noch irgend etwas Eigenes in dieser Arbeit steckt?> Da höchstwahrscheinlich sehr viele(alle?) Dissertationen aus den sog.> weichen Wissenschaften(Gedöns Fächer) ähnlich aufgebaut sind, erklärt> das die Zunahme an dummschwätzenden Akademikern.>> Wie sieht eine Dissertation(Seiten/Fußnoten) in den MINT-Fächern aus?> Einstein wurde ja schon genannt.
In Physik stellt sich beim Studium der Literatur (in Form von Papers)
bald heraus, dass von den gelesenen 1000 Papers vielleicht 50 wirklichen
Neuhigkeitswert haben und vielleicht 20 im direkten Umfeld der eigenen
Arbeit liegen.
Diese 20 werden natürlich zitiert (sofern INhalte genannt werden), auch
die 50 noch, aber kaum einer stopft 1000 Literaturzitate in seine Arbeit
- womöglich noch in Form von Fußnoten wie bei den Geisteswissenschaften
wo dann die Fußnoten mehr sind als der Text auf der Seite.
Zum Schluss schaut man dann noch mal, ob man nicht was geschrieben hat,
was ggf. in einem anderen Paper drinsteht. Ganz auszuschließen kann man
das nicht, dass ein Gedankengang auch schon mal woanders gemacht wurde.
"Der Kreis ist rund." ist halt schon bei den alten Griechen zu finden,
trotzdem findet man es in jedem Mathebuch - auch ohne Plagiatsvorwurf.
Uhu Uhuhu schrieb:> Platinenschwenker .. schrieb:>> Vor allem da Guttenberg keine Verantwortung getragen hat und>> den Ball an die Uni retourniert hat. Schlau aber nicht gerade nett.> Nein, gar nicht schlau. Das ist die übliche Tour des Herrn, anderen die> Schuld zuzuschieben. So billig kann er sich nicht aus der Verantwortung> stehlen.
Ich meinte das anders. Mit schlau meinte ich er hat sich damit selbst
erst mal momentan aus der Verantwortung gebracht. Statt zugeben zu
müssen warum seine Dissertation sich so schamlos bei anderen bedient hat
er einfach den Ball an die Uni zurückgespielt, nach dem Motto, "schauen
wir doch mal was dabei rauskommt". Damit bringt er gleichzeitig seinen
Doktorvater und die Beteiligten an der Uni in schwere Bedrängnis. Die
stehen jetzt nämlich einmal unter dem Druck der Öffentlichkeit nach
Aufklärung. Dann stehen sie unter dem politischen Druck nicht einen
profilierten und beliebten bürgerlich-konservativen Minister völlig
bloßzustellen, in dem sie ihm den Titel aberkennen. Und sie stehen unter
dem Druck der wissanschatlichen Zunft gerecht zu werden und nicht der
Politik einen Gefälligkeitspersilschein zu erteilen, der den Ruf der Uni
nachhaltig beschädigen könnte. Guttenberg hat sich heute schlicht einen
schlanken Fuß gemacht.
Darum titelt auch SPON "Fangt mich, wenn ihr könnt!".
Иван S. schrieb:> Michael K-punkt schrieb:>> Иван S. schrieb:>>> Jene, die sich über das Verhalten des Plagiat-Ministers aufregen sind>>> deiner Meinung nach also Hetzer? Gut, das sei Dir unbenommen, ich>>> erlaube mir aber im Gegenzug, dich als rechtskonservativen>>> Sympathisanten einzuschätzen. In diesen Kreisen ist es meiner Meinung>>> nach nämlich üblich, Andersdenkende als Hetzer (auch schon ein>>> Fortschritt, gegenüber früheren Zeiten) zu diffamieren.>> Komisch, daß Du nur den letzten Punkt zitierst. Der Hauptteil meiner> Argumentation steckt in den anderen.
Du hängst dein Fähnchen auch immer schön in den Wind!
>> Was in damaligen Zeiten in Promotionen geschrieben wurde wird wohl nicht>> kopiert sondern großteils direkt DIKTIERT worden sein...> Substanzlose Behauptung.
Bitte lesen, es ist keine Behauptung sondern eine Vermutung, die
immerhin auf jahrelange Kontakte mit DDR-Bürgern aufbaut. Ausdrücklich
ausnehmen möchte ich die wirklcih gute Zusammenarbeit mit Leuten von der
Uni Berlin (ost), die fundiert gute wissenschaftliche Arbeit geleistet
habe und mit denen man sehr gut zusammenarbeiten konnte. Aber da ging es
um Physik und nicht um Geisteswissenschaften
>> Aber bitte, mir ist's doch scheißegal, was ihr da drüben in den> NATO-Staaten politisch treibt. Von mir aus wird der Guttenberg noch Euer> Kanzler, mich kümmert's nicht.>> Ich geb zu, ich mag ihn nicht. Meiner persönlichen Meinung nach ist er> ein aufgeblasener Gockel, ein metrosexueller Schnösel, ein arroganter> Möchtegern. Mir war stets unverständlich, warum der so beliebt sein> soll. An der Kompetenz kann's nicht liegen, die ist meiner Meinung nach> eher mangelhaft.
Das ist ok, jeder kann sich eine eigene Meinung von den Leuten bilden.
> Politik (insbesondere Personenpolitik) hat eben auch etwas mit Sympathie> zu tun. Und ja, ich gebe zu daß es mir gefällt, daß ihm endlich einmal> was reingewürgt wird. Das ist eben menschlich.
Das ist einfach dumm. Nur weil ich die Leute vom anderen Fußballverein
nicht mag, muss ich mich doch nicht freuen, wenn die sich ein Bein
brechen.
Menschlich wäre es, wenn man um die Sache ringen würde und sich auf die
sinnvollste Lösung einigt.
Das System was wir haben, wonach es immer um die "Köpfe" geht erscheint
mir wie so ne Art Mini-Monarchie auf Zeit. Bis die Gegenparte mal wieder
was im Schlamm gefunden hat.
So ruinieren wir uns gegenseitig die guten Leute oder zumindest die, die
sich bis oben durchgearbeitet haben. Was nachrückt ist dann immer 2.
Reihe.
> Wäre doch schon viel früher nötig gewesen, Stichwort Kundus. Alles an> ihm abgeperlt (wenn die Amis die Merkel schon als Teflon-Politikerin> bezeichnen, was ist dann erst der Guttenberg?), und jetzt gibt's endlich> Angriffsfläche.
Krieg ist Krieg. Wir hier in unseren warmen Cord-Sesseln meinen aber,
voll den Durchblick zu haben.
> Und ja, ich mag auch die Leyen nicht. Wenn schon einen Konservativen,> dann den Huber. Ja, ich mag den Erwin Huber. Und Papst Benedikt.
Auch das ist ok. Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, was im Vatikan so
vor sich geht. Manchmal meine ich, dass der Papst nur noch gefilerte
Nachrichten kriegt und so die Marionette der Kurie ist.
Michael K-punkt schrieb:> Иван S. schrieb:>> Politik (insbesondere Personenpolitik) hat eben auch etwas mit Sympathie>> zu tun. Und ja, ich gebe zu daß es mir gefällt, daß ihm endlich einmal>> was reingewürgt wird. Das ist eben menschlich.>> Das ist einfach dumm. Nur weil ich die Leute vom anderen Fußballverein> nicht mag, muss ich mich doch nicht freuen, wenn die sich ein Bein> brechen.
Sowas wäre wirklich dumm, das stimmt. Ich würd' das hier aber eher mit
dem Fall vergleichen, daß die gegnerische Mannschaft beim hoyzern
erwischt wurde.
> Das System was wir haben, wonach es immer um die "Köpfe" geht erscheint> mir wie so ne Art Mini-Monarchie auf Zeit. Bis die Gegenparte mal wieder> was im Schlamm gefunden hat.
Ganz meine Ansicht. Weg mit der Personen- und zurück zur Sachpolitik!
Nur das will eben die Mehrheit anscheinend nicht, die wählen lieber
Köpfe.
> So ruinieren wir uns gegenseitig die guten Leute oder zumindest die, die> sich bis oben durchgearbeitet haben. Was nachrückt ist dann immer 2.> Reihe.
Wobei ich mich ernsthaft frage, wer aus der ersten Reihe (nicht falsch
verstehen: das ist unabhängig von aktuellen Besetzungen oder bestimmten
Fraktionen gemeint) sich wirklich dorthingearbeitet hat. Egal ob
Wirtschaft oder Politik, die die was erreichen werden das was sie sind
doch fast immer durch "Empfehlung", sprich Vitamin B.
> Krieg ist Krieg. Wir hier in unseren warmen Cord-Sesseln meinen aber,> voll den Durchblick zu haben.
Stell Dir vor es ist Krieg - und keiner geht hin.
Unter Anderem auch deswegen meine Abneigung gegenüber Militärbündnissen,
denn da heißt es immer "Mitgehangen - Mitgefangen".
> Manchmal meine ich, dass der Papst nur noch gefilerte> Nachrichten kriegt und so die Marionette der Kurie ist.
Von Benedikt sind noch einige Reformen zu erwarten, IMO. Aber das ist
eine andere Baustelle.
Erholsame Nacht wünscht Iwan
Florian *.* schrieb:> Geht das ueberhaupt? Den Dr. voruebergehend ablegen wie einen Pulli? Hab> ich ja noch nie von gehoert.
Nein, das geht nach Ansicht eines gestern Abend vom Deutschlandfunk
befragten Rechtsanwaltes nicht.
Florian *.* schrieb:
> Geht das ueberhaupt? Den Dr. voruebergehend ablegen wie einen Pulli? Hab> ich ja noch nie von gehoert.
Vor allem stelle ich mir das rein praktisch kaum möglich vor. Die ganzen
Druckwerke für Bundespressekonferenz etc. führen Guttenbergs Titel an.
Selbst auf seinen Visitenkarten wird der "Dr." stehen. Da gäbe es
reichlich Arbeit das mal eben zu ändern (und Kosten obendrein).
Seine Durchlaucht meinte wohl auch eher, man könne nun mehr von der
Hofetikette abweichend und vorübergehend den Doktor verbal außen vor
lassen. ;)
Fragesteller schrieb:> Die aktuelle Diskussion um Guttenberg beschert uns die Frage, darf man> in der Doktorarbeit ganze Textpassagen von anderen abgekupfert> übernehmen, ohne explizit darauf hinzuweisen?>> Ist das nicht gezieltes schummeln? Oder ist das etwa ganz normal und nur> kaum bekannt?
Ich fürchte ja eher, dass es kaum zu vermeiden ist.
Am Ende wird sich herausstellen, dass die Frau Kandesbunzlerin selbst
hinter diesem finalen Stoß gegen den bereits angezählten letzten
verbleibenden Konkurrenten um die nächste Kanzlerkandidatur steckt.
David ... schrieb:> Wahnsinn.> Inzwischen sinds 291 Plagiate, 62% aller Seiten enthalten Plagiate> (Inhaltsverzeichnis- und Anhangsbereinigt)
Man kann kaum glauben, daß die alle von Gutti abgeschrieben haben.
Da glaubte ich, nur die Italiener sind doof weil sie an ihrem Berlusconi
hängen. Nun aber haben auch die Deutschen ihren Berlusconi. Beide wurden
von der Presse hofiert weil sie Quote bringende Schauspieler sind, beide
haben die gleiche schneidig-erotische Art eines preußischen Offiziers
und in beiden Ländern ist das Volk gleich naiv gegenüber Scharlatanen.
Der eigentliche Skandal ist aber nicht dieser kleine Trickbetrüger,
sondern ihr alle, die auf seine Taschenspielertricks reingefallen seit.
David ... schrieb:> Wahnsinn.> Inzwischen sinds 291 Plagiate, 62% aller Seiten enthalten Plagiate> (Inhaltsverzeichnis- und Anhangsbereinigt)
Mich würde ja interessieren, wieviel Text übrig bleibt, wenn man alle
Zitate (die korrekt zitierten Stellen + die Plagiate + die Plagiate die
noch nicht gefunden sind, da die Originale nicht im Netz stehen) aus der
Desertation des Dr. zu Guttenberg herausnimmt.
Es ist kein Geheimnis, dass bei einer solchen Arbeit gerne kopiert wird
- imho interessiert das die wenigsten im Alltag, wer glaubt an einen
Zufall, dass das gerade entdeckt wurde? Da hatte jemand einfach etwas
gegen den Sunnyboy der Medien, die Uni Bayreuth wird ihm den Doktortitel
auch nicht aberkennen. Wieso? Wer glaubt daran, dass die Uni a) nicht
politisch durch die CSU beeinflusst ist und b) die Uni Bayreuth hat mal
so einen prominenten Absolventen, da werden die gerade einem solchen den
Doktor aberkennen.
MFG Johannes
Maximilian K. schrieb:> Der eigentliche Skandal ist aber nicht dieser kleine Trickbetrüger,> sondern ihr alle, die auf seine Taschenspielertricks reingefallen seit.
Lieber einen KTG der die Republik unterhält und die Bürger das
Augenzwinkernd akzeptieren, als eine verklemmte Partei, z.B. Die Grünen,
die die ganze Republik 10 Jahre lang mit dem Waldsterben in Hysterie
versetzt und sich nicht bei den Bürgern entschuldigt wenn das
Waldsterben ausbleibt.
Ansbach Dragoner schrieb:> Lieber einen KTG der die Republik unterhält und die Bürger das> Augenzwinkernd akzeptieren, als eine verklemmte Partei, z.B. Die Grünen,> die die ganze Republik 10 Jahre lang mit dem Waldsterben in Hysterie> versetzt und sich nicht bei den Bürgern entschuldigt wenn das> Waldsterben ausbleibt.
Der ist gut. Den muß ich mir merken!
Ansbach Dragoner schrieb:
> Lieber einen KTG der die Republik unterhält
Liefert zumindest reichlich Futter für die Comedians und das politische
Kabarett. Wenn's nach denen geht muss Gutti unbedingt bleiben. ;)
Jo O. schrieb:> Mich würde ja interessieren, wieviel Text übrig bleibt, wenn man alle> Zitate (die korrekt zitierten Stellen + die Plagiate + die Plagiate die> noch nicht gefunden sind, da die Originale nicht im Netz stehen) aus der> Desertation des Dr. zu Guttenberg herausnimmt.
Dann würde vielleicht der "normale" sprich durchschnittliche Umfang
einer solchen Arbeit übrig bleiben??! Nur wären dann auch vielleicht die
wirklich guten Textstellen (Gutti hat sich schließlich vielmals aus
hervorragenden Quellen bedient) die der Arbeit anscheinend DEN GLANZ
verliehen haben, um letzlich das summacum laude zu kassieren nicht mehr
vorhanden und das hat Guttenberg wohl nicht gereicht??! Angeblich hat er
über 7 Jahre an dieser Arbeit geschrieben. Warum er da nicht mehr
Sorgfalt in sein Werk investierte bleibt sein Geheimnis oder war es am
Ende vielleicht doch nicht SEIN Werk???. Dann soll er es sagen, den
Titel niederlegen und darauf hoffen, dass die Öffentlichkeit ihm das
verzeiht. Womöglich kommt er damit durch.
Maximilian K. schrieb:> Der eigentliche Skandal ist aber nicht dieser kleine Trickbetrüger,> sondern ihr alle, die auf seine Taschenspielertricks reingefallen seit.
Nun, was ist der eigentlich Skandal? Schief abgeschrieben! Na und!
Reingefallen sind WIR in den letzten Jahren auf die neunmalklugen
Banker, die voneinander abgeschrieben haben - nichts anderes ist nämlich
so eine Immobilienblase oder Börsenblase. Jeder verlässt sich auf das,
was ein anderer schon geschrieben hat - und posaunt es selber als
Weisheit in die Welt.
So entstehen dann solche Artefakte wie ein völlig überschätzer
Immobilienmarkt in den USA oder der Unsinn mit dem Investmentbanking.
DA sollten wir mal auf die Straße gehen und den Rücktritt dieser Bagage
fordern. Finanziell gesehen ist da ein Plagiat von KTG ein Fliegenschiss
dagegen!
Michael K-punkt schrieb:> Maximilian K. schrieb:>>> Der eigentliche Skandal ist aber nicht dieser kleine Trickbetrüger,>> sondern ihr alle, die auf seine Taschenspielertricks reingefallen seit.>> Nun, was ist der eigentlich Skandal? Schief abgeschrieben! Na und!
Lassen wir mal den Begriff "Skandal" beiseite. Der eigentliche
Knackpunkt ist ein massiver Vertrauensverlust des bisher in vielen Augen
so integeren Überfliegers KTG. Guttenberg stand bisher mit seinem
Habitus, mit seiner ganzen Art für Glaubwürdigkeit. Er war das Gegenteil
dieser jämmerlichen Figuren des deutschen Adels, die als Pinkelprinz
oder geldgeile Angeber durch die Gazetten geisterten. Er war schlicht
DER INTEGERE UNTER SEINESGLEICHEN (dem titeltragenden Adel). Dieses
Image von ihm ist jetzt schwer angeschlagen und kaum mehr reparabel und
er hat selbst dazu beigetragen, sein Bild in der Öffentlichkeit zu
beschädigen. Das er dennoch bei vielen durchaus Sympathie genießt mag
verständlich sein, wirft aber kein gutes Licht auf den Bildungsstandort
Deutschland. Wenn eine Mehrheit meint, eine Doktorarbeit zu faken sei
gleichbedeutend wie in der siebten Klasse mal bei der Mathearbeit
abzuschreiben, dann ist das mehr als traurig.
Mich würde mal interessieren, ob diese Mehrheit noch genauso denken
würde, wenn ein ganzer Klassenverband ihrer Schule ihre Abiturszeugnisse
durch falsche Einsernoten sich erschlichen hätte, während ihre eigenen
Kinder sich mühsam abquälen müssen, um gerade noch auf eine Note 2 oder
3 im Schnitt im Zeugnis zu kommen?! Spätestens wenn ihr Kind dann bei
der Bewerbung mit diesem Zeugnis einem dieser gefakten Einserkandidaten
platz machen müsste, wäre wohl der Verständnis für so eine
Leistungserschleichnung sofort weg.
> Reingefallen sind WIR in den letzten Jahren auf die neunmalklugen> Banker, die voneinander abgeschrieben haben - nichts anderes ist nämlich> so eine Immobilienblase oder Börsenblase. Jeder verlässt sich auf das,> was ein anderer schon geschrieben hat - und posaunt es selber als> Weisheit in die Welt.>> So entstehen dann solche Artefakte wie ein völlig überschätzer> Immobilienmarkt in den USA oder der Unsinn mit dem Investmentbanking.>> DA sollten wir mal auf die Straße gehen und den Rücktritt dieser Bagage> fordern. Finanziell gesehen ist da ein Plagiat von KTG ein Fliegenschiss> dagegen!
Da gibt es eine auffällige Gemeinsamkeit zwischen dem was Guttenberg
betrifft und dem was uns diese Investmentheinis bescheren. Beide
scheinen als größtes Talent jeweils ihrerseits das Blendwerk zu
beherrschen, um jeweils mehr vorzugeben als wirklich am Ende dahinter
ist. Irgendwann fliegt das halt mal auf und das war bei beiden jetzt der
Fall.
Platinenschwenker .. schrieb:> Da gibt es eine auffällige Gemeinsamkeit zwischen dem was Guttenberg> betrifft und dem was uns diese Investmentheinis bescheren. Beide> scheinen als größtes Talent jeweils ihrerseits das Blendwerk zu> beherrschen, um jeweils mehr vorzugeben, als wirklich am Ende dahinter> ist. Irgendwann fliegt das halt mal auf und das war bei beiden jetzt der> Fall.
Ja genau, nur dass die Bank-Heinis jetzt wieder Boni in Billionenhöhe
bekommen und sich bei KTG nur die Genugtuung breit machen würde es einem
adeligen Schnösel mal wieder richtig gezeigt zu haben.
Wer weiß? Vielleicht soll so ein "Bauerenopfer" von den wirklcih großen
Betrügern in unserer Republik ablenken (Riester, Rürup, Lauterbach,
Ackermann, etc. etc.)
Michael K-punkt schrieb:> DA sollten wir mal auf die Straße gehen und den Rücktritt dieser Bagage> fordern. Finanziell gesehen ist da ein Plagiat von KTG ein Fliegenschiss> dagegen!
Das sind zwei verschiedene Dinge, die nichts miteinander zu tun haben -
also vermeng sie nicht.
KTG hat sich mittels der Medien das Image eines Ehrenmannes aufgebaut
und bemüht Slogans wie
1
Verlässlichkeit und Klarheit sind die Voraussetzungen für das Vertrauen der
2
Bürger in die Politik. Ich spreche meine Überzeugungen offen aus, auch wenn
3
dazu unbequeme Wahrheiten gehören.
und ist gegen andere, die Fehler gemacht hatten, stets - und nicht
selten auch auf Verdacht - mit kompromißloser Härte vorgegangen.
Damit hat er die Maßstäbe gesetzt, an denen er jetzt selbst gemessen
wird.
Uhu Uhuhu schrieb:> Damit hat er die Maßstäbe gesetzt, an denen er jetzt selbst gemessen> wird.
Alles schön und gut. Doch bei mehreren Hundert Plagiatsstellen stellt
sich für mich einfach die Frage ob da einfach das Layout nicht stimmt,
d.h. dort eine irgendwie anders geartete Zitiervorschrift verwendet
wurde.
SO blöde kann ja wohl kein Prof. sein, der nicht wenigstens 1% der
Plagiate entdeckt und reklamiert...
Michael K-punkt schrieb:> SO blöde kann ja wohl kein Prof. sein, der nicht wenigstens 1% der> Plagiate entdeckt und reklamiert...
Auf jeden Fall wirft das auch kein gutes Licht auf den Prüfungsvorgang.
Ich schätze mal da wird jetzt gerade eifrig an der Uni diskutiert wie
man aus der Nummer wohl wieder raus kommt. Der Prof. soll ja kein
schlechter sein. Vielleicht hat aber auch ihm die Zeit, Muße und Lust
gefehlt die vielen Übereinstimmungen in einer Arbeit mit fast 500 Seiten
zu erkennen. Andere Erklärung wäre, er hat's gewusst und .. (dann steht
die Uni blöd da).
Michael K-punkt schrieb:> SO blöde kann ja wohl kein Prof. sein, der nicht wenigstens 1% der> Plagiate entdeckt und reklamiert...
Wer weiß. Manche fühlen sich geehrt, wenn sie dem Hochadel was Gutes tun
können, und schalten ihren Verstand auf Winterschlaf, andere sind
parteiisch, oder ganz plump käuflich. Die Herren haben jetzt auch -
verdientermaßen - ein Problem...
Mir hat KTG auch zunächst imponiert. Nur hielt das nicht lange an, weil
immer klarer wurde, das der Bursche ein Potemkinsches Dorf ist. Auch das
unsägliche Engagement seiner Holden i.S. Kinderp*rn*graphie wirkte
extrem abstoßend und ich fragte mich, ob er etwa aus ähnlichem Holz
geschnitzt ist. Der Verdacht hat sich bestätigt.
Offenbar war der Herr gewohnt, immer nur die Treppe herauf zu fallen und
ich nehme ihm deshalb durchaus ab, daß er keinerlei Unrechtsbewußtsein
hat.
Nun hat sich selbst demontiert. Als Kriegsminster zurücktreten muß er
wegen mir nicht - mir sind auf diesem Posten gerupfte Hühner, die sich
als Gockel gerieren, nicht unrecht. Nur ob Frau Merkel das auch so sehen
wird, möchte ich bezweifeln...
Womöglich schieben sie ihn - wie seinerzeit Herrn Özdemir - nach
Straßburg ab, bis Gras über die Sache gewachsen ist. (Bei Ö. gab es noch
einen zweiten guten Grund für die Abschiebung, die aber mit dem
eigentlichen fest zusammen hing: die finianzielle Sanierung durch die
unanständig hohen Diäten, die ohne jede Gegenleistung gezahlt werden.)
Merkel wird sich hüten Gutti vorschnell aus dem Amt zu nehmen. Das kann
sie sich gar nicht leisten. Der sind schon zu viele Top-Leute aus den
eigenen Reihen ausgebüchst. Und solange die öffentliche Meinung noch pro
Guttenberg ist, würde man ihr eine vorschnelle Abberufung sogar negativ
ankreiden. Sie wäre dann mit dem Vorwurf konfrontiert ihren Ministern
nicht genügend Unterstützung in schwierigen Zeiten zu gewähren.
Für Merkel zählt letztlich nur, wie wirkt sich die Affäire auf mögliche
Wahlchancen des eigenen Lagers aus und das widerum hängt davon ab, wie
die Öffentlichkeit den Fall bewertet (Dank B..dzeitung NOCH pro
Guttenberg). Der schwarze Peter liegt momentan in Bayreuth. Dafür hat
der Freiherr der sich einen schlanken Fuß in seiner Sache macht gesorgt.
Bayreuth hat die A..Karte am Hals. Folgen sie den Leitlinien der
Wissenschaft (was sie eigentlich müssten)?? Oder geben sie womöglich ein
Gefälligkeitsgutachten ab, das Guttenberg entlastet?? Dann würde aus der
"Affäire Plagiat" auch noch eine "Affaire Bayreuth" und ob eine Uni die
in Konkurrenz mit anderen Standorten steht das "abkann" ist die große
Frage!
Eigentlich kann nur Guttenberg selbst durch rechtzeitigen Titelverzicht
das Dilemma noch lösen, in das er andere so mal eben gebracht hat. Da
würde sich dann auch zeigen, ob er wirklich Verantwortung übernimmt oder
ob seine Reden doch bloß inhaltsleeres Phrasengedresche sind und
bleiben.
Platinenschwenker .. schrieb:> Merkel wird sich hüten Gutti vorschnell aus dem Amt zu nehmen.
Wer redet denn von vorschnell?
> Eigentlich kann nur Guttenberg selbst durch rechtzeitigen Titelverzicht> das Dilemma noch lösen
Der Zug ist abgefahren. Das hätte er gleich machen müssen.
Uhu Uhuhu schrieb:> Platinenschwenker .. schrieb:>> Eigentlich kann nur Guttenberg selbst durch rechtzeitigen Titelverzicht>> das Dilemma noch lösen>> Der Zug ist abgefahren. Das hätte er gleich machen müssen.
Das sehe ich anders. Er hätte gestern auf einer ordentlichen
Pressekonferenz und nicht auf dieser Elendskundgebung seinen
freiwilligen Verzicht auf den Doktortitel erklären können (mit welcher
Begründung auch immer). Dann wär die Angelegenheit der Echtheit der
Arbeit wohl erledigt, weil die Uni die Arbeit rückwirkend als quasi
nicht vorliegend behandeln könnte (wobei ich nicht weiß, ob das
rechtlich so einfach überhaupt zulässig und möglich ist). So aber lässt
er die Uni prüfen. Die Spiegel hat das sinngemäß umschrieben mit "weist
mir erst mal nach dass ich Mist gebaut habe".
Ich kann mir vorstellen, dass er solange sich die Uni nicht äußert noch
immer die Möglichkeit hat seine Arbeit für nichtig zu erklären.
Kleine Parallele: Verteidigungsminister Scharping hatte damals auch kein
Einsehen in seine Tirade von Fehlern. Wir erinnern uns, rr ließ sich
ganz hochoffiziell von Schröder aus dem Amt werfen. Damit war Scharping
nicht nur sein Ministeramt los, sondern auch seine politische Karriere.
Wenn Guttenberg rechtzeitig verzichtet könnte er vielleicht weiter
Minister bleiben. Erkennt ihm die Uni jedoch den Titel ab, ist er beides
los: Titel und Ministerposten. (dann ist nämlich seine Glaubwürdigkeit
zerstört).
Uhu Uhuhu schrieb:> Platinenschwenker .. schrieb:>> Merkel wird sich hüten Gutti vorschnell aus dem Amt zu nehmen.>> Wer redet denn von vorschnell?
Vorschnell heißt, ihn aus dem Amt nehmen, solange noch kein offizielles
Urteil über seine Doktorarbeit ausgesprochen ist UND solange die
öffentliche Meinung NOCH PRO Guttenberg ist.
Die Dissertation scheint bereits in Auflösung und könnte bald ganz von
der Bildfläche verschwunden sein siehe
http://www.tagesspiegel.de/politik/verlag-zieht-guttenbergs-doktorarbeit-zurueck/3857212.html
Zitat
"Ebenso schnell wie Guttenberg selbst reagierte der Berliner Verlag
Duncker & Humblot. Er bietet die umstrittene Doktorarbeit des
Verteidigungsministers nicht mehr an. Das Haus hat die elektronische
Variante der Dissertation aus seinem Angebot genommen, bestätigte
Verleger Norbert Simon am Freitag. Die gedruckte Auflage von rund 400
Exemplaren sei zudem ausverkauft."
Ende Zitat
Im Guttenplug-Wiki ist zu lesen, dass Guttenbergs Inanspruchnahme des
wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages Kosten in Höhe von 20.000
Euro verursacht haben soll. Diese Kosten würde demnach der Steuerzahler
tragen für letztlich eine Dissertation sprich Privatangelegenheit.
1. Mir ist ein Rätsel, wie man 500 Seiten für ne Dissertation brauchen
kann. Bei uns waren bereits 200 Seiten inkl. allem schon mehr als
heftig.
Man muss die Sache auch auf den Punkt bringen können. Die Dicke der
Arbeit korreliert nicht mit der Qualität - zumindest in der Physik.
2. Mir ist ein Rätsel, wie jemand auf die Idee kommt, so einen dicken
Schinken auch noch zu LESEN. Sind das so sensationelle Thesen, die da
geschrieben wurden?
3. Guddy ist auf dem Verliererposten seit er Verteidungsminister (im
aktuellen Sinne Kriegsminister) ist. Er hat sich zunächst als Finanz-
oder Wirtschaftsfachmann profiliert und ist dann als Notlösung
Verteidigungsminister geworden. Zuvor war dort Herr Jung, der nach 33
Tagen schon auf Ministerpension gemacht hat... Also ein undankbarer
Posten.
4. Bei so vielen Fehlern erhebt sich für mich die Frage, ob es sich um
ein grundsätzliches Format-Problem handelt d.h. in Bayreuth das Zitieren
irgendwie anders gehandhabt wurde. Vielleicht steht vorne noch ein Satz
"Zitate sind nicht weiter kenntlichgemacht" und alles andere ist eine
Folgeerscheinung? Schwer vorstellbar, aber immerhin.
5. Manche Dissertationen bestehen auch nur aus einem kurzen Bericht und
einer Sammlung von Papers aus Journalen, die der Doktorant während
seiner Zeit veröffentlicht hat. Bei diesen Papers arbeiten aber immer
mehrere Personen zusammen. Ob bei einem Experiment ein Diplomand das
Voltmeter nicht mal falsch abgelesen hat ist kaum nachvollziehbar. Für
100%-ig fehlerfreie und eigenverantwortete Dissertationen müssten wir
die Kandidaten schon in Isolationshaft nehmen - oder gleich auf den Mond
schießen.
Platinenschwenker .. schrieb:> Im Guttenplug-Wiki ist zu lesen, dass Guttenbergs Inanspruchnahme des> wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages Kosten in Höhe von 20.000> Euro verursacht haben soll.
Wer hat das den schon wieder so schnell ausgerechnet und nach welcher
Methode?
Darf jeder, ob qualifiziert oder unqualifiziert soetwas ins Wiki
schreiben?
Und warum gibt es Leute die diese Behauptungen ungeprüft übernehmen und
damit hausieren gehen?
> ... dass Guttenbergs Inanspruchnahme des> wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages Kosten in Höhe von 20.000> Euro verursacht haben soll. Diese Kosten würde demnach der Steuerzahler> tragen für letztlich eine Dissertation sprich Privatangelegenheit.
Ergo: Dem Guttsten Schwiegermutters-Liebling bleibt somit jeder
opportunistische Lösungsweg offen.
ER, Träger vieler Namen und täglich gebürsteter Massanzüge, sich für
seine Soldaten und uns aufopfernde Vorzeige-Politiker, Repräsentant
deutscher Tapferkeit im Felde, zwangsgeerbter prinzipieller Integrität,
seine Untergebenen hart aber fair Behandelnde wird jedenfalls schuldlos
bleiben ...
Entweder hat Copy-Karl eben "versehentlich" ein paar Zitate zu viel in
die Doc-Arbeit eingebaut, und die blöde Uni hat's schuldhaft "leider"
übersehen und die Arbeit widerrechtlich mit 1++ bewertet.
Oder sein Kollektiv von Ghostwritern bestand ( aus Einspargründen ! )
nur aus naiven Praktikanten/Innen im freiwilligen sozialen Jahr, und
fanden die Anführungsstriche auf der Tastatur nicht ...
Ansbach Dragoner schrieb:> Darf jeder, ob qualifiziert oder unqualifiziert soetwas ins Wiki> schreiben?>> Und warum gibt es Leute die diese Behauptungen ungeprüft übernehmen und> damit hausieren gehen?
Es scheint eine Wiki-Mafia zu geben, die die Einträge auch bei wikipädia
kontrolliert und weltanschaulich zensiert. Selbst die Korrektur von
Fehlern oder Klarstellungen werden systematisch wieder rausgelöscht.
Der Irrglaube, was im Netz steht stimme, wird leider noch von vielen
ohne die geringsten Zweifel gepflegt.
Michael K-punkt schrieb:> Zuvor war dort Herr Jung, der nach 33> Tagen schon auf Ministerpension gemacht hat... Also ein undankbarer> Posten.
Der Sessel des Verteitigungsministers war schon immer, seit bestehen der
Bundeswehr, ein Schleudersitz.
U. B. schrieb:> und die blöde Uni hat's schuldhaft "leider"> übersehen und die Arbeit widerrechtlich mit 1++ bewertet.
Nö, die sind mir der eidesstattlichen Erklärung bei der Abgabe fein
raus. ;)
MFG Johannes
Michael K-punkt schrieb:> 4. Bei so vielen Fehlern erhebt sich für mich die Frage, ob es sich um> ein grundsätzliches Format-Problem handelt d.h. in Bayreuth das Zitieren> irgendwie anders gehandhabt wurde. Vielleicht steht vorne noch ein Satz> "Zitate sind nicht weiter kenntlichgemacht" und alles andere ist eine> Folgeerscheinung? Schwer vorstellbar, aber immerhin.
Ein richtiges Zitat darf ja nicht verändert werden. Man darf ja nichtmal
etwas fett schreiben, das im Original nicht fett war. Sollte man das
machen, dann muss man das zuzstätlich dazuschreiben. (z.B. Hervorhebung
von mir.) Ich glaube nicht, dass eine Hochschule soetwas anders
handhaben kann.
In den Plagiaten sind aber sehr wohl Kleinigkeiten verändert worden.
Hier ein zusätzliches Wort, da eine zusätzliche negative Bemerkung zu
nem SPD Politiker, verständliche Wörter durch wissenschaftlich
klingendere ersetzt...
siehe:
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Herausragende_Fundstellen
Wie soll ich das anders interpretieren? Bleibt mir eine andere Wahl als
da Vorsatz zu vermuten? Bleibt mir eine andere Wahl, als davon
auszugehen, dass er sich vor die Kameras der Welt gestellt hat und
grinsend allen Menschen ins Gesicht gelogen hat? Was muss er für ein
Menschenbild haben, wenn er meint damit durchzukommen? Und was, wenn er
damit durchkommt?
Schöner Aufruf:
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Offener_Aufruf_an_Karl-Theodor_zu_Guttenberg
Johannes R. schrieb:> Nö, die sind mir der eidesstattlichen Erklärung bei der Abgabe fein> raus. ;)
In Bayreuth verlangen sie keine eidesstattlichen Erklärung, sondern nur
so eine Art Ehrenwort. Ermittlungen wegen falscher eidesstattlicher
Versicherung wurde von der Staatsanwaltschaft deshalb eingestellt.
Uhu Uhuhu schrieb:> Die Wikipedia-Seite über Guttenberg gibt einen kompakten Überblick über> die Vita des Herrn:> http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_zu_Guttenberg
Schön geschrieben, wer aber die Zeilen genau studiert wird feststellen,
dass man unter dem Deckmantel "neutraler" Berichterstattung im
Lexika-Talk sehr wohl das eine oder andere wertende Urteil mit
hineingewoben hat...
Da gebe ich dir Recht. Ungerecht ist es trotzdem nicht, sondern eine Art
kompromißlose Richtigstellung dessen, was BILD & Co. vorher - nicht
gegen den Widerstad G.s - verbreitet haben.
Uhu Uhuhu schrieb:> Da gebe ich dir Recht. Ungerecht ist es trotzdem nicht,
...es muss ja nicht gerecht sein, aber es nimmt ja den Anspruch der
Wahrheit für sich in Anspruch, und DARAN hapert es
Passiert aber auch in den Medien. Mubarak & Co waren nie das "Regime" in
den Nachrichten, sondern halt die Regierung von Ägypten. Nun, wo es eng
wurde, sind die Medien sofort auf "Regime" umgeschwenkt.
Kann man machen, doch man kolportiert damit gleich eine Stellungnahme
und verbreitet insofern keine Nachricht sondern eine Meinung.
Michael K-punkt schrieb:> ...es muss ja nicht gerecht sein, aber es nimmt ja den Anspruch der> Wahrheit für sich in Anspruch, und DARAN hapert es
Der Artikel ist in laufender Bearbeitung - sieh dir die Diskussionsseite
an.
Zum Abschnitt "Politische Karriere": Er klingt sehr ernüchternd, wenn
man die Aussagen mit dem vergleicht, was die hamburger Prawda und BILD
über ihn verbreitet haben. Nur scheint es eine Tatsache zu sein, daß er
über seine Karriere in der Wirtschaft maßlos aufgeschnitten hat. Das
beim Namen zu nennen, ist keine Wertung, auch wenn hinterher mehr als
ein schaler Nachgeschmack bleibt.
So schmeckt der Herr eben und die Enttäuschung, die sich bei seinen Fans
breit macht, ist nicht das Problem von Wikipedia, sondern deren eigenes.
"Dort entschied er sich zur Überraschung seiner Kameraden und
Vorgesetzten gegen den dreimonatigen Fahnenjunker-Lehrgang für
Offiziersanwärter, der eigentlich für Abiturienten vorgesehen ist, und
machte stattdessen mit Haupt- und Realschülern einen sechs Monate
dauernden Unteroffizierslehrgang."
Zitat: Wikipedia, stand 20.2.2011
=> ob seine Kameraden überrascht waren ist vollständig uninteressant und
gehört nicht in ein Lexikon
"Danach verfolgte er sein rechtswissenschaftliches Studium allerdings
nicht mehr weiter. Weil ihm das Zweite juristische Staatsexamen fehlt,
kann zu Guttenberg die Bezeichnung Volljurist nicht führen."
Zitat: s.o.
=> Was einem fehlt oder was einer nicht kann, gehört ebenfalls nicht in
ein Lexikon. Bei Einstein finden wir auch keine Passage: ....weil er
keine Gebärmutter hatte, konnte er zeitlebens keine Kinder auf die Welt
bringen...
"Bei dem renommierten Bayreuther Juristen Peter Häberle begann zu
Guttenberg..."
Zitat: s.o.
Ob ein Professor renommiert ist, gehört ebenfalls nicht in ein Lexikon.
"Renommiert" ist eine Meinung, die andere Leute über einen haben können
oder auch nicht. Es ist keine Tatsache.
"Karl-Theodor zu Guttenberg war laut eigener Aussage Leiter des
Familienbetriebs in München und Berlin sowie bis 2002 geschäftsführender
Gesellschafter der Guttenberg GmbH in München."
Zitat: s.o.
=> Wer jeweils bei einer GmbH Gesellschafteter etc. ist, kann man leicht
feststellen. Da brauchen wir nicht eine "Aussage".
"Nach Recherchen des Magazins Panorama wurde einige Tage später bekannt,
dass es sich bei dem angeführten Familienunternehmen in Wahrheit um die
zu Guttenberg'sche Forstverwaltung und die Guttenberg GmbH in München
handelte.[24] Letztgenannte hatte laut der Wirtschaftsauskunftei
Creditreform nur rund drei Beschäftigte und machte im Jahr 2000 einen
geschätzten Umsatz in Höhe von 25.000 Euro.[24] Unternehmenszweck war
vor allem die Verwaltung des Familienvermögens.[24] Auch in der
Forstverwaltung waren nach Presserecherchen nur wenige Mitarbeiter
beschäftigt.[24]"
==> Hier kommt es jetzt ganz dick. Wie groß eine Firma ist, ist für die
Frage nach der Tätigkeit in der freien Wirtschaft unerheblich. Guddy hat
ja nicht gesagt, er sei in einem Großunternehmen tätig gewesen - das
wäre dann was anderes, wenn es nicht stimmt.
Auch die Höhe des Jahresumsatzes ist für diese Frage unerheblich.
Auch entsteht der Eindruck, dass "Familienunternehmen" und "Guttenberg
GmbH" nicht kompatibel zueinander sind. Mit derm Zusatz "in Wahrheit"
wird leise eingeflochten, dass Guddy damals gelogen hat. Auch eine
Forstverwaltung ist ein Familienunternehmen.
Ebenfalls unerheblich ist die Anzahl der Mitarbeiter.
Und so weiter und so weiter....
Wenn man will, kann man einen Artikel über eine Person ohne Mühe so
friesieren, dass der unbedarfte Leser einen schlechten Eindruck von der
betroffenen Person erhält.
Dies ist aber - nach meiner Auffassung - nicht die Aufgabe eines
Lexikons oder ein Enzyklopädie.
Uhu Uhuhu schrieb:> Nur scheint es eine Tatsache zu sein, daß er> über seine Karriere in der Wirtschaft maßlos aufgeschnitten hat. Das> beim Namen zu nennen, ist keine Wertung, auch wenn hinterher mehr als> ein schaler Nachgeschmack bleibt.
Man muss sein Licht ja nicht absichtlich unter den Scheffel stellen.
Aufgeschnitten würde für mich bedeuten, dass er behauptet hat, dass es
300 MA waren und dabei waren es nur 30 oder 3.
Wer sorgfältig liest, wird beim Wort "Familienunternehmen" ohnehin an
die Reklame aus dem Fernsehen denken...
Und bei Porsche und Mercedes heißen Gebrauchtwagen auch einfach
pre-owned.
Ältere Arbeitssuchende verweisen auch lieber auf ihre Erfahrung und
nicht auf ihr Alter.
Meint dasselbe, klingt aber besser.
Michael K-punkt schrieb:> => Was einem fehlt oder was einer nicht kann, gehört ebenfalls nicht in> ein Lexikon. Bei Einstein finden wir auch keine Passage: ....weil er> keine Gebärmutter hatte, konnte er zeitlebens keine Kinder auf die Welt> bringen...
Das kann man mit einem Link auf Volljurist wikipediamäßig lösen.
> Ob ein Professor renommiert ist, gehört ebenfalls nicht in ein Lexikon.> "Renommiert" ist eine Meinung, die andere Leute über einen haben können> oder auch nicht. Es ist keine Tatsache.
dto. entsprechend.
> => Wer jeweils bei einer GmbH Gesellschafteter etc. ist, kann man leicht> feststellen. Da brauchen wir nicht eine "Aussage".
So einfach ist das nicht. Man kann zwar leicht den Namen des aktuellen
Geschäftsführers herausfinden, aber nicht die früherer. Um an diese
Information aus dem Handelsregister zu kommen, muß man bezahlen.
> ==> Hier kommt es jetzt ganz dick. Wie groß eine Firma ist, ist für die> Frage nach der Tätigkeit in der freien Wirtschaft unerheblich. Guddy hat> ja nicht gesagt, er sei in einem Großunternehmen tätig gewesen - das> wäre dann was anderes, wenn es nicht stimmt.>> Auch die Höhe des Jahresumsatzes ist für diese Frage unerheblich.
...
> Ebenfalls unerheblich ist die Anzahl der Mitarbeiter.
Das sehe ich nun absolut nicht so. Wenn ein Wirtschaftsminister angibt,
er habe Jobs in der freien Wirtschaft bekleidet und sich dann
herausstellt, daß das nur maßlose Aufschneiderei ist, dann sind solche
Informationen essentiell.
Michael K-punkt schrieb:> Man muss sein Licht ja nicht absichtlich unter den Scheffel stellen.> Aufgeschnitten würde für mich bedeuten, dass er behauptet hat, dass es> 300 MA waren und dabei waren es nur 30 oder 3.
Man müßte nur derlei Informationen über "frühere Tätigkeiten" für sich
behalten. Daß er das nicht getan hat, läßt nur den Schluß zu, daß er
aufgeschnitten hat.
Ein Aufschneider als Wirtschafts-, oder Kriegsminister? Na ja...
Uhu Uhuhu schrieb:> So einfach ist das nicht. Man kann zwar leicht den Namen des aktuellen> Geschäftsführers herausfinden, aber nicht die früherer. Um an diese> Information aus dem Handelsregister zu kommen, muß man bezahlen.
Das würde ein seriöses Lexikon dann eben auch tun.
> Das sehe ich nun absolut nicht so. Wenn ein Wirtschaftsminister angibt,> er habe Jobs in der freien Wirtschaft bekleidet und sich dann> herausstellt, daß das nur maßlose Aufschneiderei ist, dann sind solche> Informationen essentiell.
Wo ist da die Aufschneiderei? Wer ne Döner-Bude sein eigen nennt oder
seine Dienste als Hausmeisterservice anbietet, ist in der freien
Wirtschaft tätig.
Das Problem dürfte sein, dass viele (auch ich erstmal) da an große
Geschäftsgebäude, Sekretärin und Dienstwagen denken. Doch dem muss nicht
so sein. Freie Wirtschaft ist nicht gleich Großindustrie.
Diesen Umstand (dass wir erst mal an was Großartiges denken) hat er sich
natürlich zunutze gemacht. Aber ist das Aufschneiderei?
Putzfrauen sind heute Raumkosmetikerinnen. Sekretärinnen sind heute
Chef-Assistenzen. Verkäufer sind heute Fachberater. Da sind wir dann
bald alle Aufschneider.