Weltempfänger

Gast #4196828
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Frank W. schrieb:
> Amateurfunk

Frank W. schrieb:
> einen Wellenbereich( wie LW und MW usw.)

Du meinst sicherlich KW. Aber auch da kommst du mit einem normalen 
Weltempfänger nicht weit. Im Amateurfunk ist AM geschätzt seit den 60er 
Jahren aus der Mode gekommen. Was du brauchst, ist ein 
Amateurfunkempfänger mit (mindestens) den Betriebsarten SSB (USB und 
LSB) und CW. Da gibts gute Bausätze und Bauanleitungen. Schau mal beim 
Funkamateur rein oder auch beim QRP-Shop. Die haben gute Baumappen, die 
sich bewährt haben.
Allerdings nichts mit Novalröhren.
Gast #4197013
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Frank W. schrieb:
> Sag mal,
> seit ihr alle Trolls?
> Bis zur zweiten ZF ist wohl alles iO.
> Danach werden die Betriebsarten festgeleht.
>
> Frank

Du wolltest einen Weltempfänger und hast nicht gesagt, daß du nur bis 
zur ZF gehen willst und dann die Demodulation selber machen willst.
Dann sprichst du von Wellenbereichen (LW, MW) was ja eigentlich auf 
AM-Empfang hindeutet. Sowas kommt davon, wenn du nicht sagst, was du 
eigentlich machen willst.
Aber so eine Antwort muß ich mir nicht geben lassen. Man will helfen und 
wird dann als Troll beschimpft.
Gast #4197040
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Frank W. schrieb:
> Autor: ?!? (Gast)
> scheinbar keine Ahnung.
>
> Frank

Na dann erklär mal, wie du mit einem AM-Empfänger auf den 
Amateurfunkbändern glücklich werden willst. Vor 50 Jahren ging das 
noch...
Aber ich bin hier raus. Du hast deine Meinung, und die ist dir heilig. 
Bleib dabei und lass die Leute in Ruhe, die dir helfen wollen.
#4197070
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> Was willst Du mit einem Weltempfänger machen,
> da es kaum noch AM-Sender auf dieser Welt gibt?

Kann man so doch auch nicht sagen. Die "Großen" sind weg, stimmt, aber 
dadurch haben die "Kleinen" endlich mal eine Chance. Die KW war noch nie 
so interessant, wie jetzt. Allerdings sollte man dann schon eine 
ernstzunehmende Empfangsausrüstung bereit halten, vor allem eine Antenne 
in störarmer Umgebung wäre wichtig. Sonst hört man nicht viel mehr als 
PLC, Plasma-TV, DSL-Modem, Schaltnetzteile, Mikrowelle, 
Waschmaschine.........

Thorsten
Gast #4197264
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Hallo

"Die "Großen" sind weg, stimmt, aber dadurch haben die "Kleinen" endlich 
mal eine Chance. Die KW war noch nie so interessant, wie jetzt."

Na ja, das ist ganz eindeutig deine persönliche Meinung.

Zumindest was die Europäischen Sender angeht ist da meiner Meinung nach 
nichts interessantes dabei:

-Religionspropaganda war schon immer unerträglich, da habe ich auch zu 
den Hochzeiten der KW Nutzung ganz schnell weitergedreht
-"Rundfunk" auf inhaltlichen Niveau von Piratensender => den bekommst du 
auf auch über deine UKW Ortssender in erschreckender Anzahl.

Leider ist es ja nicht so das über die wenigen überig gebliebenen 
Sendeanlagen (lol "Sendeanlagen" - manch ein Ham hat bessre Antennen und 
erzeugt dank SSB stärkere Signale) "echten" Radioprogramme verbreitet 
werden - da hat jeder nahezu jeder privat gemachte Audiopodcast mehr 
Tiefgang.

KW (MW LW) Rundfunk war (ist) nicht nur ein technisch interessant, 
sondern auch die Programminhalt der dort größtenteils verbreitet wurden 
waren noch das was man als vollwertige Radioprogramme bezeichnen konnte.
RTL (das Radioprogramm auf 1440 kHz und zwei KW Frequenzen) war da die 
Ausnahme und Radioprogramme auf den Niveau wie DLF die Regel - wenn auch 
teilweise natürlich oft ideologisch stark eingefärbt ("Kalter Krieg").

Leider ist "richtiger" AM Rundfunk in Europa so gut wie tot, und ein 
wiederbelebung wird nicht stattfinden.
Das es "nur" ein so gut wie tot ist kann man der BBC auf LW 198kHz 
verdanken - das ist echter Rundfunk.
Wer es noch mal auf deutsch erleben will kann bis ende des Jahres mal 
auf den folgenden Frequenzen versuchen:
549 kHz, 756kHz, 1269kHz, 1422 kHz

Radiofreund
#4197266
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Hallo Frank

Mir persönlch hätte der RX-57 zu viele Röhren. Auch im Winter wäre es in 
seiner Nähe immer schön warm, was den Oszillatoren nicht besonders gut 
bekommt.

Es sollte jedoch möglich sein, mit ca. 5-6 Röhren einen Doppelsuper zu 
bauen. Ab ca. 15 MHz ist ein rauscharmer HF-Vorverstärker zu empfehlen. 
Das größte Problem wird sein, die Frequenzdrift auf ein erträgliches 
Niveau zu drücken.

EF183  Vorstufe            6,3V / 300mA
ECH81  1. Mischer          6,3V / 300mA
ECH81  2. Mischer          6,3V / 300mA
EF183  ZF-Verstärker       6,3V / 300mA
ECH81  Produkt-Detektor    6,3V / 300mA
ECL86  NF-Verstärker       6,3V / 700mA
Heizleistung ~14 Watt

Hier ein anderes Konzept, der Simple-X Mark II:
https://www.youtube.com/watch?v=3Ww-IrPKJc0
https://www.youtube.com/watch?v=JcMQp5-jvmY
http://www.bignick.net/simple_x/simplex.htm

BFO und das Quarzfilter sollten für AM abschaltbar sein. Das Quarzfilter 
ist für AM viel zu schmal.

Später wurde dazu übergegangen, mit Hilfe eines Quarzoszillators ein 
komplettes Frequenzband auf eine niedrigere ZF zu umzusetzen und dann 
weiter zu verarbeiten.
http://www.qsl.net/wd4nka/TEXTS/REGENf~1.HTM

Dadurch driftet der freilaufenden VFO deutlich weniger. Der Nachteil: 
Die 1. ZF hat Probleme mit der Großsignalfestigkeit. Hier könnte ein 
Quarzfilter erst in einer 2. ZF eingesetzt werden, da die 1.ZF einen 
ganzen Frequenzbereich enthält.

Gruß,
Bernd
#4197374
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Coole Idee und es heisst Superheterodyn oder einfach Super um genau zu 
sein.
Aber das ist auch schon alles.

Warum sollte man sich das mit den Röhren antun?
Wenn man handwerklich begabt ist, gelingt es vielleicht, einen coolen 
Look mit den glühenden Glasröhrchen zu erreichen. Der Heizwert wurde 
schon erwähnt.

Aber wenn es unbedingt Röhren sein müssen, dann wird es keine digitale 
Frequenzanzeige, geschweige denn ein PLL-System zur 
Frequenzstabilisierung geben, denn das geht nur mit IC's.
Das geht heutzutage praktisch nur mit PLL Technik und programmierbaren 
Teilern usw..
Früher nahm man zur Frequenzstabilisierung von Schwingkreisen z.B. 
ausgewähltes keramisches Material, um Temperatureinflüsse auf die 
Frequenz zu kompensieren. Um das genau zu machen, hat man viel Aufwand 
bzw. bekommt die Teile nicht. Oder hast Du schon mal versucht, einen 
keramischen Kondensator aus einem bestimmten Material mit einem 
speziellem Temperaturkoeffizient zu bestellen? Das können nur große 
Radiofirmen, die sich speziell für ein Radio Bauteile herstellen lassen 
können.

Über einen kleinen Bereich könnte man Quarze ziehen, um sich 
Oszillatoren für Amateurfunkbereiche zu ziehen.

Für ein simples Radio, also z.B. ein Weltempfänger ohne SSB-Empfang, 
geht es auch gut mit Röhren und eingestellten Schwingkreisen.
Aber um für Amateurfunk die Empfangsfrequenz genau einzustellen, halte 
ich eine quarzgesteuerte Empfangsfrequenz vonnöten.

MfG
und viel Spass.
#4197479
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> Warum sollte man sich das mit den Röhren antun?

Warum fahr ich mit dem Rad, mit dem Auto geht es doch bequemer. Es gibt 
viele Spielarten, jedem das Seine.

> um für Amateurfunk die Empfangsfrequenz genau einzustellen, halte
> ich eine quarzgesteuerte Empfangsfrequenz vonnöten.

Einen 2,2-2,7 MHz Oszillator kann man schon stabil hinbekommen, einen 
mit 25MHz eher nicht. Deshalb gibt es die Möglichkeit, den gewünschten 
Bereich per Quarzoszillator auf z.B. 2-2,5 MHz umzusetzen und diesen 
dann mit einem VFO auf 455kHz oder 200kHz zu Mischen. Dort können 
handelsübliche Filter verwendet werden.

DDS und Röhren-Hybrid, wäre das ein Stilbruch?
#4197610
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Frank W. schrieb:
> Autor: ?!? (Gast)
> scheinbar keine Ahnung.
>
> Frank

Lieber Frank Wa,

das Du etwas mit Antennen und Funk basteln möchtest ist eine tolle 
Sache.
Es gibt hier eine Menge Leute mit Erfahrung in dem Bereich und generell 
viele die Interesse an der Funktechnik haben.

Es wäre schön, wenn Du Deine Fragen und Einwände nicht gar so knapp und 
rätselhaft formulieren würdest.
Dann könnte man Dir auch viel gezielter und effektiver helfen.

Dazu Frage ich mal:

Wie ist Dein Wissenstand beim Thema HF und Funk?
Was hast Du eigentlich genau vor?

Du fütterst uns immer nur mit Antwortbröckchen, die so wenig Aussage 
haben, das der Thread ( auch der mit der Langdrahtantenne ) irgendwie 
nicht weiter kommt, oder in die falsche Richtung abgleitet.

Gruß,
Stefan
Gast #4197623
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Moin Frank,

was Du willst ist bzw. war im amerikanischen Raum sehr verbreitet, nicht 
so sehr in Europa. Schau Dir mal die Geräte von Hammarlund 
http://www.shortwaveradio.ch/radio-d/hammarlund.htm und National 
http://www.shortwaveradio.ch/radio-d/national.htm sowie Hallicrafters 
an. Dazu solltest Du an Menge an Unterlagen im Netz finden. Collins und 
Siemens (und andere Hersteller kommerzieller Geräte) solltest Du Dir 
auch mal anschauen, die sind aber im Vergleich zu den oben genannten 
äusserst komplex.

73
#4197653
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Frank W. schrieb:
> Ich suche nach einen Schaltplan für einen Weltempfänger für Kurzwelle
> 1-30MHz mit Novalröhren.

Hat Siemens oder Telefunken nicht mal sowas gebaut? Stichwort 
Regenbogenskala

Rohde&Schwarz hat mal einen Empfänger gebaut, nennt sich EK07 der war 
voll mit Röhren bestückt. Ein riesen Trümmer.

Mit ein bischen Glück kann man den sicherlich preisgünstig erstehen.

Von diesen Geräten gibt es sicherlich auch Servicemanuals.

Aber zum nachbauen vermutlich zu aufwendig. Lohnt das überhaupt noch?

Ralph Berres
#4197786
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> Ich bin gelernter Elektroniker.

Dann gibts ja sicher Oszilloskop und Frequenzzähler im Hobbykeller und 
ein optionaler HF-Generator wäre auch nicht schlecht.

Der Aufwand für so ein Gerät setzt sich aus 30% Schaltung und 70% 
hf-gerechter Ausführung zusammen. Der Bau entspricht eher einem 
Entwicklungsprozess, es sei denn man kann auf einen erprobten Bausatz 
zurückgreifen.
Gast #4198157
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Frank W. schrieb:
> Ich suche nach einen Schaltplan für einen Weltempfänger für Kurzwelle
> 1-30MHz mit Novalröhren.

Hmm...
Entweder du kannst sowas aus eigener Kraft realisieren oder es ist nix 
für dich.

Natürlich könnte ich dir jetzt raten, den Schaltplan eines alten Drake 
herzunehmen. Die waren damals durchaus respektable KW-Empfänger. Aber 
wenn es um Nostalgie geht, wäre ein echter Drake die bessere Lösung.

Siehe hier: "http://www.eham.net/reviews/detail/2625";

Aber wenn es um tatsächlichen Neu- und Eigenbau geht, ist die Zeit der 
rein analogen Lösungen mittlerweile einfach vorbei. Ich weiß das, hab 
schließlich wie viele andere auch ein entsprechendes unvollendetes 
Projekt im Keller stehen und weiß genau, daß ich da nicht mehr 
weitermachen werde.

Wenn Eigenbau, dann digital oder zumindest halbdigital. Ist aber ein für 
viele doch recht neumodisches Thema und bevor man in diesen Gefilden 
zurechtkommt, ist ne Menge Neu- und Umlernen nötig. Glaub's mir.

W.S.
OP #4198224
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W.S. schrieb:
> Hmm...
> Entweder du kannst sowas aus eigener Kraft realisieren oder es ist nix
> für dich.
>
> Natürlich könnte ich dir jetzt raten, den Schaltplan eines alten Drake
> herzunehmen. Die waren damals durchaus respektable KW-Empfänger. Aber
> wenn es um Nostalgie geht, wäre ein echter Drake die bessere Lösung.

Kannst Du mir den Link posten?

Meine Gedanken,

ich nehme  den Schaltplan vom Stradivari2 und passe ihn an.
Röhrenbestückung:
EF861  Vorstufe
ECH81  1. Mischer
EF861  1. ZF Stufe 1
EF861  2. ZF Stufe 2
ECH81  2. Mischer
EF861  2. ZF Stufe 1
EAA91  Demodulator
ECH81  Produkt-Detektor
ECL81  NF-Verstärker
EY88  Gleichrichter
Drehspul.  Feldanzeige

Drehko 3x 500pF oder 8x300pF
Tastensatz oder Relaisumschaltung für die Wellenbereiche.
Chassis, Netztrafo und Ausgangsübertrager  von einem Röhrenradio
Spulen für die Filter muß ich wickeln
Alle Teile sind verfügbar
Wer kann mir mal die Lupe für die Wellenbereiche erklären?

Gruß Frank
Gast #4198383
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Frank W. schrieb:
> ich nehme  den Schaltplan vom Stradivari2 und passe ihn an.

O je, was soll denn dabei herauskommen?

Also, wenn es so mit deinen momentanen Vorstellungen aussieht, dann 
empfehle ich dir dringlichst, dich erstmal im Internet und in 
entsprechenden Büchern (ARRL Handbook, oder guck in der Literaturliste 
vom "Funkamateur") einzulesen.

So naiv wie du bin ich damals als Bub an die Sache herangegangen, aber 
war vor dem OC821.

Von Hallicrafter würde ich dir abraten, aber die Drake's waren gut und 
innerlich pfiffig aufgebaut, so daß sie auch für SSB ausreichend stabil 
und auflösend waren.

Aber das ist NOSTALGIE !!!

W.S.
#4198448
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Viele der Geräte hatten einen 100 kHz Marken-Generator eingebaut. Damit 
lassen sich mit dem 1. VFO beliebige 100kHz Abschnitte auf Marke setzen 
und mit dem 2. VFO kann man dann diesen 100kHz Bereich durchstimmen. 
Eine komplette Skala für den 100kHz (oder 200 oder 500 kHz) 
Abstimmbereich ist schon ordentlich auflösend. Allerdings ist das 
Driftproblem des 1. VFO nach wie vor vorhanden.

Eine weitere Topologie verwendet nur 1 Mischer im Empfangsstrang. Jedoch 
wird das LO-Signal aufändig aufbereitet. Dazu wird 1 Quaroszillator mit 
einer niedrigen VFO-Frequenz hochgemischt und diese Frequenz dem 
Empfangsmischer zugeführt.

Vorteil:
Die Großsignalfestigkeit verbessert sich und es ergeben sich weniger 
Pfeifstellen. Jede Harmonische eines vorhandenen Oszillator oder 
ZF-Signals kann wieder zur Antenne gelangen und macht sich unangenehm 
bemerkbar.

Modernere Superhetempfänger beinhalten einen HF-Vorverstärker, einen 
Mischer und dann folgt sofort das sogenannte Roofingfilter. Der Rest der 
Schaltung muss nur noch das Nutzsignal verarbeiten.

Eine beliebter Mischer mit guter Großsignalfestigkeit war der
Pullen-Mixer (bitte googeln). Als Alternative zur ECH81 käme auch eine 
ECF82 in Frage, die Mischsteilheit einer Pentode in additiver Mischung 
ist höher als bei der Heptode. Jedoch ist dann zur Vermeidung der 
Abstrahlung vom LO-Signal über die Antenne eine HF-Vorstufe zwingend 
erforderlich.
OP #4198598
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W.S. schrieb:
> Frank W. schrieb:
>> ich nehme  den Schaltplan vom Stradivari2 und passe ihn an.
>
> O je, was soll denn dabei herauskommen?
>
> Also, wenn es so mit deinen momentanen Vorstellungen aussieht, dann
> empfehle ich dir dringlichst, dich erstmal im Internet und in
> entsprechenden Büchern (ARRL Handbook, oder guck in der Literaturliste
> vom "Funkamateur") einzulesen.
>
> So naiv wie du bin ich damals als Bub an die Sache herangegangen, aber
> war vor dem OC821.
>
> Von Hallicrafter würde ich dir abraten, aber die Drake's waren gut und
> innerlich pfiffig aufgebaut, so daß sie auch für SSB ausreichend stabil
> und auflösend waren.
>
> Aber das ist NOSTALGIE !!!
>
> W.S.

Da will ich was lernen.

Gruß Frank
#4198721
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Sven D. schrieb:
> Matthias K. schrieb:
>> Aber um für Amateurfunk die Empfangsfrequenz genau einzustellen, halte
>> ich eine quarzgesteuerte Empfangsfrequenz vonnöten.
>
> So ein Unsinn. Dir ist schon bekannt, wie lange es Amateurfunk gibt und
> wie die Geräte bis in die 70er aufgebaut waren?

Dafür wurde dann aber auch bereits genannter Aufwand mit genannten 
Bauteilen betrieben, Temperaturdrift usw..
Dafür finde ich keine Bauteile. Ich sehe nur die Möglichkeit, bei 
Herstellern von Kondensatoren entsprechende Bauteile zu bestellen.
Für SSB Empfang muss auf den unterdrückten Träger bis auf wenige Hertz 
genau eingestellt werden, sonst hört es sich schlecht an.
Für einen einzelnen Empfänger im Selbstbau dürfte das nach meiner 
Beurteilung das Aus bedeuten.
Das hat auch nichts damit zu tun, wie man das früher mal lange Zeit 
gemacht hat, eine Aussage ähnlich wie "es ging doch früher auch" ist 
dazu wertlos.
#4198746
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> bei Herstellern von Kondensatoren

Ich hab mich mit einem Sortiment NP0 Kondensatoren eingedeckt und 
irgendwann kam aus der Bucht noch eine Tüte Styroflex dazu. Damit kommt 
man schon ganz schön weit.

> Für einen einzelnen Empfänger im Selbstbau dürfte das nach meiner
> Beurteilung das Aus bedeuten.

> eine Aussage ähnlich wie "es ging doch früher auch"

Für SSB speilt das früher oder heute keine Rolle, eher die 
Schmerzfreiheit des Benutzers. Bei AM sind dagegen 1kHz Drift kaum 
hörbar.

Deshalb besser das Empfangssignal quarzstabil auf eine niedrige ZF 
umsetzen. Zwischen 2 und 3 MHz sind die Störungen nicht so groß, ebenso 
bei ca. 6,5 MHz.

Entweder werden viele Quarze im 0,5 oder 1 MHz-Raster benötigt oder mit 
Hilfe einer PLL könnten 100 kHz Schritte eingestellt werden, der 
Oszillator kann trotzdem mit einer Röhre laufen. Das Signal eines 1MHz 
Oszillators könnte man auch vervielfachen.

@Frank
Könntest Du mal überlegen, welche und wieviele Frequenzbereiche der 
Empfänger haben soll? Welche Filterbandbreiten die ZF?
Gast #4198780
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Matthias K. schrieb:
> Das hat auch nichts damit zu tun, wie man das früher mal lange Zeit
> gemacht hat, eine Aussage ähnlich wie "es ging doch früher auch" ist
> dazu wertlos.

Das sind nun mal die Grundlagen des Selbstbaus. Einen stabilen VFO zum 
problemlosen Empfang von SSB Signalen aufzubauen ist kein Problem, wenn 
man sich an ein paar Regeln hält. Zu den Grundlagen empfehle ich 
http://www.box73.de/product_info.php?products_id=2941 . Ein 
freilaufender VFO driftet natürlich, aber dass sollte so langsam 
geschehen, das es kein Problem darstellt und ab und zu nachgestimmt 
werden kann.

Matthias K. schrieb:
> Für einen einzelnen Empfänger im Selbstbau dürfte das nach meiner
> Beurteilung das Aus bedeuten.

Nun glücklicherweise gibt es viele Menschen auf der Welt, die sich um 
sowas nicht scheren und gute Empfänger selber bauen, mit analogen VFOs 
:-)
Gast #4198897
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Matthias K. schrieb:
> Sven D. schrieb:
>> Matthias K. schrieb:
[..]
> Für SSB Empfang muss auf den unterdrückten Träger bis auf wenige Hertz
> genau eingestellt werden, sonst hört es sich schlecht an.
> Für einen einzelnen Empfänger im Selbstbau dürfte das nach meiner
> Beurteilung das Aus bedeuten.
> Das hat auch nichts damit zu tun, wie man das früher mal lange Zeit
> gemacht hat, eine Aussage ähnlich wie "es ging doch früher auch" ist
> dazu wertlos.

Du solltest mal nur zur Übung ein Audion mit eine EF80 und einem 
Kopfhörer dran bauen..

Gruß,

Holm
Gast #4198914
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Sven D. schrieb:
> Einen stabilen VFO zum
> problemlosen Empfang von SSB Signalen aufzubauen ist kein Problem, wenn
> man sich an ein paar Regeln hält.

Ach so einfach geht das?

Auf wieviel praktische Erfahrung mit dem Selbstbau von stabilen 
freilaufenden VFOs blickst du denn zurück, dass du solche Ratschläge 
geben kannst?

Meine praktische Erfahrung ist die, dass dies überhaupt nicht trivial 
ist. So ziemlich die anspruchsvollste Komponente beim Empfängerbau 
überhaupt.

Grüße
Gast #4199045
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Frank W. schrieb:
> Wellenbereiche:
> 80 m
> 40 m
> 30 m
> 20 m
> 17 m
> 15 m
> 12 m
> 10 m
> 6 m
>
> Frequenzstabilität kann man elektronisch und mechanisch erreichen.
>
> Wer kann mir mal die KW Lupe erklären?
>
> Gruß Frank

Hallo Frank,

das sieht ja so aus, als wenn du jetzt doch keinen Weltempfänger bauen 
willst, sondern einen Amateurfunk-Empfänger. Allerdings passt das 
6m-Band nicht zu deiner ursprünglichen Aussage:
Frank W. schrieb:
> Weltempfänger für Kurzwelle 1-30MHz
Das liegt ja bei 50MHz.

Bezüglich der "Lupe" ist eigentlich nur soviel zu sagen, daß das eine 
Feinabstimmung ist, um die Frequenz möglichst genau einstellen zu 
können. Die kann man mit einem kleinen Drehko am VFO erreichen oder auch 
elektronisch mit Varicaps und einem Poti. Da gibts viele Möglichkeiten.

Vorschläge für die ZF-Bandbreite sind:
für SSB: 2,4kHz und 1,8kHz
für CW: 500Hz und 250Hz (Schmaler dann mit einem NF-Peakfilter)
für AM wären ca. 6kHz empfehlenswert, aber in deinen genannten 
Amateurfunkbändern kommt kein AM vor. Wenn du die Rundfunkbänder noch 
haben möchtest, dann wäre AM mit 6kHz okay.

mfg
Gast #4199051
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Frank W. schrieb:
> Wer kann mir mal die KW Lupe erklären?

Irgendwie liest sich das wie ein Fernlehrgang "Schwimmen lernen ohne 
Wasser".

Voll mit Dampfgeplauder und Ratschlägen vom Hörensagen von all den 
Leuten, die noch nie vorher einen 1 - 30 MHz SSB Empfänger wirklich 
gebaut haben.

Bei deinem spärlichen Erfahrungshintergrund mit HF rate ich dir - wie 
vorher auch schon mal empfohlen - erstmal zum Bau eines einfachen 
Röhrenaudions. Einfach nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, auf was es 
ankommt. Dann weitersehen.

Dazu bietet sich das Pentodenaudion von Kainka an:

http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Kainka-Radio/Audion.htm
http://www.b-kainka.de/Weblog/HF/EF89.html

viel Spass
#4199100
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> Vorschläge für die ZF-Bandbreite sind:
1,8 kHz war sicher ein Typo

CW 500 Hz
SSB schmal 2,4 kHz
SSB breit 2,7 kHz
AM schmal 6 kHz
AM breit 9 kHz

> 1 - 30 MHz SSB Empfänger

Keinen 1-30, aber mehrere Einbänder, Superhets, Direktmischer und auch 
Audions.

> Wellenbereiche:
> 10 m
> 6 m

Eine Faustformel sagt, die ZF sollte nicht niedriger liegen, als 1/10 
der Empfangsfrequenz. Fürs 6m-Band wären das >= 5 MHz. Bei 6,55 MHz 
ließe sich noch die schmale AM-Bandbreite als Ladder-Filter 
verwirklichen.

Die ZF könnte aber auch oberhalb des höchsten Bereiches liegen, z.B. bei 
72 MHz. Dann kommt man aber um einen Doppelsuper nicht mehr rum.

>> Wer kann mir mal die KW Lupe erklären?
> Die kann man mit einem kleinen Drehko am VFO erreichen

Ein kleiner Drehko parallel zum großen VFO-Drehko. Der Kleine kann nur 
um ein paar kHz verstimmen. Oft hat er nur 1 Platte mit großem Abstand, 
was zu max. 5 pF reicht.
Gast #4199509
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Sven D. schrieb:
> Nun glücklicherweise gibt es viele Menschen auf der Welt, die sich um
> sowas nicht scheren und gute Empfänger selber bauen, mit analogen VFOs
> :-)

Das ist Polemik.
Abgesehen davon, daß es durchaus eine Kunst ist, einen wirklich guten 
VFO zu bauen, hat man heutzutage kaum eine Chance, die dafür benötigten 
Bauteile zu bekommen.

Wo kriegt man noch wirlich stabil gebaute Drehkos her?
Wo gibt's stabile Keramik-Spulenkörper?
Wo gibt's Sortimente von Kondensatoren mit definiertem Temperaturgang 
zum Kompensieren?

Vergeßt es. All die Kenntnisse, die die Funkamateure in den vergangenen 
Jahrzehnten angesammelt haben, sind zwar zum Verständnis der Thematik 
immer noch wertvoll, aber die zum konkreten Bauen erforderliche 
Bauteilbasis gibt es nicht mehr.

Wenn's Nostalgie sein soll, dann wäre das Aufarbeiten eines alten Drake 
oder so eine bessere Sache zum Verbraten der eigenen Freizeit.

Wenn's keine Nostalgie sein soll, dann wäre das Sich-Einarbeiten in 
digitale Signalverarbeitung erforderlich.

Zwischendrin ist inzwischen Niemandsland eingezogen. Klar, man kann dort 
mit nem Audion aufkreuzen, aber das rechne ich nicht mehr zu den 
tatsächlich benutzbaren Empfangskonzepten.

W.S.
Gast #4199511
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Harvey schrieb:
> Auf wieviel praktische Erfahrung mit dem Selbstbau von stabilen
> freilaufenden VFOs blickst du denn zurück, dass du solche Ratschläge
> geben kannst?

2 die zu meiner Zufriedenheit funktionieren. Ein 5 bis 5,5 MHz VFO mit 
Drehko und einer war mal fürn nen Mittelwellensuper mit 10,7 MHz ZF.

Harvey schrieb:
> Meine praktische Erfahrung ist die, dass dies überhaupt nicht trivial
> ist.

Da stimme ich Dir zu, und ich habe auch nicht behauptet, das dies 
trivial sei. Ich schrieb es sei kein Problem und das man sich an Regeln 
halten muss. Allerdings wird es das für den TO wohl werden, denn so 
wie sich der Thread liest, hat er null Ahnung von dem was er vor hat.

Harvey schrieb:
> Voll mit Dampfgeplauder und Ratschlägen vom Hörensagen von all den
> Leuten, die noch nie vorher einen 1 - 30 MHz SSB Empfänger wirklich
> gebaut haben.

Na dann zeig doch mal her, was Du schon so erschaffen hast.
Gast #4200039
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B e r n d W. schrieb:
> Ich hab mal ein Blockschaltbild angehängt.

Jetzt muss Frank nur noch schnell aus den virtuellen Blöckchen eine real 
funktionierende Schaltung aufbauen. Wenn man ein paar Regeln einhält, 
sollte das kein Problem sein (Spässle gmacht)

Auf unnötigen Luxus wie eine AGC kann man bei KW ja mal verzichten. Ein 
schlüssiger Pegelplan wäre nur unnötige Rumrechnerei. Schaltungsdesign 
und Dimensionierung komplexer HF-Röhrenschaltungen sind für die 
Schwarmintelligenz hier ein Klacks und das bisschen Mechanik kriegt man 
mit Hammer Schraubstock und Laubsäge schon irgendwie hin.

Ich finds gut.
Man sollte immer mehr Träume haben als die Realität zerstören kann.

LG
#4200078
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> aus den virtuellen Blöckchen eine real funktionierende Schaltung

Das soll vorerst eine Entscheidungshilfe für den TS sein. Leider kommt 
aus dieser Richtung bisher nicht viel.

> Auf unnötigen Luxus wie eine AGC kann man bei KW ja mal verzichten.

Ohne AGC pumpt das Signal, mit AGC das Rauschen. Immerhin hatte ich mit 
der EF183 eine Röhre mit Regelkennlinie vorgeschlagen. In der ZF wäre 
auch ein weiterer Verstärker notwendig, sonst reicht die Amplitude nicht 
für die Regelung.

> die Schwarmintelligenz hier

Ein tiefes Misstrauen, so geht es mir mit unserer politischen Führung ;)
(Firma: vyuxc) #4200106
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Frank W. schrieb:
> Wer kann mir mal die KW Lupe erklären?

Das kann ein kleiner Drehko parallel zum Schwingkreisdrehko sein. Damit 
macht man dann die Feineinstellung.


Der Knackpunkt VFO wurde schon genannt, ich würde noch den Gleichlauf 
von Vorkreis(en) und Oszillator dazunehmen. Wenn man das im Griff hat 
und einem der VFO nicht wegwandert ist der Rest nicht mehr schwer. Wenn 
der TE sich schaltungstechnisch an ein bestehendes Gerät hält brauchts 
auch keinen Pegelplan. Das ist was für ein design from scratch.
Gast #4200134
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B e r n d W. schrieb:
> Ein tiefes Misstrauen, so geht es mir mit unserer politischen Führung ;)

Auf die kannst du beim Entwurf eines Röhrenempfängers nicht zählen. :-)

Mal Spass beiseite.

Für jemand der wenig Erfahrung mit
a) HF-Schaltungen
b) mit komplexen Röhrenschaltung
c) mit der KW-Empfangstechnik und den damit verbundenen Anforderungen 
hat

ist es schlichtweg surreal, so einem Projekt anzugehen. Das wird aus den 
verschiedensten Gründen mit aller Wahrscheinlichkeit scheitern. Wer 
gerade mal laufen lernt kann nicht darauf setzen, dass er am kommenden 
Wochenende den Marathon gewinnt.

Design und Bau eines (guten) KW-Empfängers ist auch heute noch eine 
Köngisdisziplin für professionelle HF-Entwickler. Das Ganze auch noch 
freilaufend mit Röhren machen zu wollen, ohne PLL oder DDS, ist 
verklärende Nostalgie.

Ohne jetzt den Spielverderber geben zu wollen: Ich würde Frank raten, 
mit einem kleinen Audion Röhrenprojekt, einem 0-V-1 anzufangen. Bewährte 
Schaltungen gibt es zu Hauf im Web. Damit kann man wenig Aufwand ein 
motivierendes Erfolgserlebnis beim Kurzwellenempfang erzielen und 
bekommt ganz nebenei ein Gefühl für den Umgang mit Röhren und mit HF.

viel Erfolg
Gast #4200287
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Michael X. schrieb:
> Wenn
> der TE sich schaltungstechnisch an ein bestehendes Gerät hält brauchts
> auch keinen Pegelplan. Das ist was für ein design from scratch.

Wenn man von der Umsetzung des Blockschaltbilds ausgeht ist das wohl ein 
"Design from Scratch".

Frank W. schrieb:
> Warum soll die EF861
> http://www.scheidig.de/Roehren/GenerierteSeiten/Spezialroehren/ef861.jpg.htm
>
> nicht funktionieren?

Es ging hier um die Automatische Verstärkungsregelung (AGC, 
Schwundausgleich) in der ZF. Die EF861 ist keine dezidierte Regelröhre

Eine Regelröhre weist eine gekrümmte Ia/Ug1 Kennlinie auf, bei ihr 
ändert sich die Steilheit in Abhängigkeit von der Gittervorspannung. Der 
Preis sind höhere Verzerrungen.

Meine Ansicht: Ohne AGC ist ein Kurzwellensuperhet mehr oder weniger 
unbrauchbar.
#4200311
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Im Datenblatt der EF183 steht:
Pentode mit veränderlicher Steilheit
Verwendung als TV ZF-Verstärker (bei ~40MHz)
Req = 490 Ohm (rauscharm)

Im Datenblatt der EF861 steht:
Steile Pentode für Breitbandverstärker
Eine Regelbarkeit bei dieser Anwendung nicht erwünscht.

EF183, EF85 und EF89 sind dagegen gut regelbar.

> mit einem kleinen Audion Röhrenprojekt, einem 0-V-1 anzufangen

Zum Aufwärmen z.B. einen Twinplex bauen, macht evtl. Sinn.
http://faculty.frostburg.edu/phys/latta/ee/twinplex/schematic/twinplexschematic.html
Mit einem Frequenzbereich von 3,5-7,5 MHz könnte er eine Zeit lang als 
ZF-Nachsetzer verwendet werden, währen die HF-Vorstufe, der VFO und der 
Mischer aufgebaut wird.
#4200361
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Harvey schrieb:
> ohne PLL

Allbander 1-30 MHz ohne PLL? Mit o.g. VFO wären das ca. 60 einzelne 
Frequenzbänder. Wenn der TE erfährt, was ein Sack voller Mischquarze als 
Sonderanfertigung kostet, dann trifft ihn der Schlag. Dazu noch der 
Bandumschalter mit drei 60-pol. Schaltebenen für HF-Eingangskreise, 
Quarze und Ausgangskreise des VFO/Quarz-Mischers.

Den Rx würde ich auch so auslegen, daß man z.B. Konverter für 2m/10m und 
70cm/10m usw. anschließen kann und auf 10m mit dem Bandumschalter sofort 
zw. der Eingabe und Ausgabe von Relaisstationen umschalten kann.

> Ohne AGC ist ein Kurzwellensuperhet mehr oder weniger unbrauchbar.

Allerdings! Es ist z.B. auf AFu-Bändern absolut nervtötend, ständig an 
Knöpfen drehen zu müssen, weil die Stationen verschieden stark ankommen. 
Mit gut funktionierender AGC kann man sich beim Zuhören auch noch mit 
etwas anderem beschäftigen.
Gast #4200379
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Rainer V. schrieb:
> Allbander 1-30 MHz ohne PLL? Mit o.g. VFO wären das ca. 60 einzelne
> Frequenzbänder. Wenn der TE erfährt, was ein Sack voller Mischquarze als
> Sonderanfertigung kostet, dann trifft ihn der Schlag. Dazu noch der
> Bandumschalter mit drei 60-pol. Schaltebenen für HF-Eingangskreise,
> Quarze und Ausgangskreise des VFO/Quarz-Mischers.

Na ganz so schlimm wird's ja nicht. Entgegen seiner ersten Aussage:

Frank W. schrieb:
> Ich suche nach einen Schaltplan für einen Weltempfänger für Kurzwelle
> 1-30MHz mit Novalröhren.

will er ja jetzt nur noch Amateurfunkbänder empfangen (allerdings jetzt 
auch das 50MHz-Band mit, dafür läßt er das 160m-Band weg)

Frank W. schrieb:
> Wellenbereiche:
> 80 m
> 40 m
> 30 m
> 20 m
> 17 m
> 15 m
> 12 m
> 10 m
> 6 m

Aber das reicht vom Aufwand her immer noch.
OP #4200389
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EF861 das hatte ich auch gerade gelernt. Also doch die EF183, 10 Stück 
vorhanden.


B e r n d W. schrieb:
> Zum Aufwärmen z.B. einen Twinplex bauen, macht evtl. Sinn.
> 
http://faculty.frostburg.edu/phys/latta/ee/twinplex/schematic/twinplexschematic.html
> Mit einem Frequenzbereich von 3,5-7,5 MHz könnte er eine Zeit lang als
> ZF-Nachsetzer verwendet werden, währen die HF-Vorstufe, der VFO und der
> Mischer aufgebaut wird.

Hast Du da einen Plan für Novalrohren?

VFO belese ich mich gerade.

Bernd kleine Bitte, kannst Du mal die Röhrentypen bei deiner Zeichnun 
eintragen?

Gruß Frank
Gast #4200444
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Frank W. schrieb:
> Bernd kleine Bitte, kannst Du mal die Röhrentypen bei deiner Zeichnun
> eintragen?

Das ist das Schöne an Blockschaltbildern:
Sie sind so schön viereckung und kein Mensch weiß, wie es in der 
Realität letzendlich schaltungstechnisch umgesetzt werden wird. Das 
Blockschaltbild zu zeichnen ist der einfachste Teil im 
Entwicklungsprozess.

Und ohne annähernd dimensioniertes Schaltungsdesign ist es müßig "Röhren 
einzutragen".

Da kann man genauso gut als Erstes das Gehäuse bauen, die Farbe der 
Drehknöpfe festlegen und den Lautsprecher aussuchen....
#4200561
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npn schrieb:
> nur noch Amateurfunkbänder empfangen (allerdings jetzt
> auch das 50MHz-Band mit, dafür läßt er das 160m-Band weg)

Na ja, auf 160m ist oft nur Gebrumm, Prasseln und Rauschen zu hören. Ich 
würde trotzdem nicht ausgerechnet auf 160m verzichten. 6m-Band geht auch 
mit Konverter auf 10m mittels preisgünstigem 22MHz-Quarz. Für 50-51MHz 
fest im Rx mit o.g. VFO sind dagegen 2 teure Mischquarze nötig und damit 
ist das 6m-Band noch nicht einmal komplett. Übrigends sollte man ab 11m 
aufwärts auch FM demodulieren können.
Gast #4200563
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Rainer V. schrieb:
> npn schrieb:
>> nur noch Amateurfunkbänder empfangen (allerdings jetzt
>> auch das 50MHz-Band mit, dafür läßt er das 160m-Band weg)
>
> Na ja, auf 160m ist oft nur Gebrumm, Prasseln und Rauschen zu hören. Ich
> würde trotzdem nicht ausgerechnet auf 160m verzichten. 6m-Band geht auch
> mit Konverter auf 10m mittels preisgünstigem 22MHz-Quarz. Für 50-51MHz
> fest im Rx mit o.g. VFO sind dagegen 2 teure Mischquarze nötig und damit
> ist das 6m-Band noch nicht einmal komplett. Übrigends sollte man ab 11m
> aufwärts auch FM demodulieren können.

Bitte bedenke:
Bis du deinen Weltempfänger am laufen hast, sind die Bänder oberhalb 14 
MHz zu, da Sonnenfleckenminimum.
#4200778
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Selbst mit "kleinen" Antennen gibt es oft noch Platzschwierigkeiten. 
Meine Antenne für 80m und höher habe ich daher auf einen Besenstiel 
gewickelt und mit der richtigen Anpassung funktioniert das auch.

npn schrieb:
> Du machst kein CW, oder?

Nein, für mich ist CW nicht zeitgemäß und zur normalen Kommunikation 
ungeeignet. Ich habe für CW auch keine Nerven, bin nur ab und zu als SWL 
unterwegs und höre mir gerne zur Erholung das Bandrauschen an ;)
#4200950
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Hallo Frank

Die Schaltung ist erst mal als Diskussionsgrundlage zu verstehen.
Fragen über Fragen:

- Ist ein Filter mit zwei Schwingkreisen vor dem HF-Verstärker ok?
  Die Schaltung zwischen HF-Vorstufe und Mixer bleibt aperiodisch.

- Regelbereich/Verstärkung der HF-Stufe -15dB .. +10dB. Es sollte
  eine Handabstimmung geben, die ZF-Regelung bleibt immer automatisch.

- 3 Bereiche per Drehko abstimmbar ausreichend oder bekommt
  jedes Band sein eigenes, fest abgestimmtes Filter?

- Pullen-Mixer oder doch lieber eine ECH81?

- Quarz an der Heptode oder an der Triode? Was läuft stabiler?
  Weitere Variante: Eine extra EF861 für den VFO, die Triode der
  ECH81 kann für den BFO verwendet werden.

- Ich schließe mich der allgemeinen Meinung an
  und stimme für folgende Bänder:
  160m, 80m, 40m, 30m, 20m, 17m, 15m, 12m

Gruß,
Bernd
Angehängte Dateien:
#4201318
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Volker S. schrieb:
> Ich glaube, das bringt nicht viel, bei Großsupern mit Eingangsbandfilter
> für MW u. LW hat man bei KW meist nur einen Einzelkreis verwendet.

Bei Amateurfunk-KW-Transceiver mit hochliegender ZF hat man 
Oktavbandfilter direkt am Eingang benutzt, um den ersten Mischer zu 
entlasten. Diese sind aber nicht mitlaufend, sondern werden je nach 
Frequenzband automatisch umgeschaltet.

Bei UKW-TRX hatte man in den Anfangszeiten ( TS700 FT221 ) tatsächlich 
mitlaufende Bandfilter am Eingang gehabt. Ich bezweifel aber, das die so 
schmal waren wie es FM benötigt hätte ( 25KHz ). Sie dienten sicher auch 
nur zur Entlastung des Mischers, und zur Vermeidung von 
Spiegelempfangsproblemen.

Bei KW Empfängern mit einer ZF von 9MHz ( das war damals üblich ) geht 
es bei einen Mitlaufenden Eingangsfilter auch in erster Linie um 
Spiegelfrequenzunterdrückung. Sie brauchten also nicht so wahnsinnig 
schmal zu sein.

Ralph Berres
Gast #4201437
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Hallo

alles leider mehr oder weniger eine akademische Disskusion.

Die beste Hardware nützt nichts wenn die "Software" - also die über 
leistungsstarke und sich im Vollbetrieb befindliche AM Sender und 
Antennen abgetrahlen Programme fehlen.
Afu hören macht spaß ist aber eben kein Rundfunk.

Leider vergleichbar mit einer Museumeisenbahn die ihre Dampflok 
aufwendig und extrem teuer Instand setzt aber keine Strecke zue 
verfügung hat auf der das gute Stück läuft.
Der komplette Irrsinn wäre es jetzt die Lok selber zu entwickeln...

Mit einen einfachen selbstgebauten SDR und der Soundkarte deines 
Computers ist das wesentlich preiswerter und aktueller.

Radiofreund
OP #4201525
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Hallo,
danke erstmals.

@ Günter Lenz
 R4 hat keinen Wert welchen soll ich nehmen?

@ Harvey
Das ist das Schöne an Blockschaltbildern:
Sie sind so schön viereckung und kein Mensch weiß, wie es in der
Realität letzendlich schaltungstechnisch umgesetzt werden wird.

Blockschaltbild gleich Grobplanung danach geht es weiter.


@ B e r n d W.
Bereiche 160m bis 10m sollte o.K. sein.
Bereichsumschaltung mit Vor. Zwischen- und Oszillator Filter, dann 
dreifach Drehko und dreifach Lupe.
Pullen-Mixer oder doch lieber eine ECH81? ECH81 reicht.

Quarz an der Heptode oder an der Triode? Was läuft stabiler?
Da muß ich noch lernen.


Zur ZF wollte ich zweie nehmen ähnlich wie hier: 
www.qsl.net/dk3wi/Dabendorf.html


Welche Oszillatorfrequenzen ich nehme da lese ich erst mal was günstig 
ist.

Röhren habe ich PCF8X und PCC8X reichlich da.




Gruß Frank
Gast #4201581
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Radiofreund schrieb:
> Afu hören macht spaß ist aber eben kein Rundfunk.

Was dem TO Spass macht darf man getrost ihm selbst überlassen.

Vielleicht hat er einfach nur Spass daran über die Möglichkeit zu 
diskutieren, wie man einen Empfänger mit in nostalgischer Art mit Röhren 
bauen könnte. Und vielleicht haben die Mitdiskutanten einfach nur Spass 
daran, sich darauf einzulassen.

Ich bezweifle zwar, dass es letztendlich zur funktionsfähigen 
Realisierung eines derart ambitionierten Projektes kommt. Lass mich aber 
gerne in naher oder ferner Zukunft von einem Bild und praktischen 
Empfangserfahrungen des fertiggestellten Empfängers überraschen.

Aber auch wenn es bei einem "virtuellen KW-Empfänger" bleibt - der Weg 
ist das Ziel. Simulation hat ja auch ihren Reiz :-)
Gast #4201883
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Harvey schrieb:
> Da kann man genauso gut als Erstes das Gehäuse bauen, die Farbe der
> Drehknöpfe festlegen und den Lautsprecher aussuchen....

Ähemm.... das ist im Grunde eine gute Idee, denn da befaßt man sich zu 
allererst mit sowas wie Gestaltung und Ergonomie.

Wenn ich mir dazu im Gegensatz diverse Funkamateur-Elaborate anschaue, 
wo reihenweise unmotiviert aussehende Kippschalter an den unmöglichsten 
Stellen herausgucken, dann kommt mir die Idee, zu allererst sich auf's 
Design der Benutzerschnittstelle zu konzentrieren, ganz gut vor.

W.S.
Gast #4201965
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Ralph B. schrieb:
> 455KHz in der einzigen ZF ist aber schon gewagt. Stichwort
> Spiegelfrequenz

Dem stimme ich zu. Dieser "Communications Receiver" war in seinen 
Empfangsdaten nach heutigen Masstäben nicht besonders gut.  Es gab aber 
1968 als er herauskam neben tueren Profi-Empfängern nichts 
Vergleichbares. Mit 8 Röhren, Halbleiterdioden und trennscharfen 
mechanische Filtern setzte er Maßstäbe und war sehr populär unter den 
KW-Brodcast-Listenern. Mit einem Verkaufspreis von 475 DM war der 
Kenwood für eine breite Schicht von KW-DXern gerade noch erschwinglich.


Video:
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FdiDbZzzq5I0%2Fhqdefault.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DdiDbZzzq5I0&h=360&w=480&tbnid=Z_lZIpQWbsLFDM%3A&docid=dnRhxeQ4g8txQM&ei=byGpVYuOEIrbUdr0q4gC&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=952&page=1&start=0&ndsp=47&ved=0CDAQrQMwBWoVChMIy4Gw07_ixgIVim0UCh1a-goh
#4202009
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Harvey schrieb:
> und trennscharfen
> mechanische Filtern setzte er Maßstäbe

Naja die trennscharfen mechanischen Filter helfen aber nicht gegen 
Spiegelfrequenzempfang.

Da hilft nur entsprechende Selektion am Eingang.

Und bei 30 MHz ein Filter zu bauen, welches durchstimmbar, und im 
Gleichlauf mit dem Oszillator ist, und in 910KHz Abstand mindestens 70db 
Abfall hat ( was ja schon eher schlecht ist ) ist dann noch eine größere 
Herausforderung.

Deswegen gibt es ja Doppelsuper.

Ralph Berres
Gast #4202078
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Ralph B. schrieb:
> Naja die trennscharfen mechanischen Filter helfen aber nicht gegen
> Spiegelfrequenzempfang.

Das hat auch niemand behauptet. Die 455kHz ZF mit ihrer 
Spiegelfrequenzproblematik war damals halt ein Kompromiss aus 
Preisgründen. Selbst die nachfolgendenden und von KW-DXern in aller Welt 
hochgelobten Serien der Grundig Satellit Weltempfänger - richtige 
"Koffer"-Radios" - arbeiteten zwar als halbleiterbestückte Doppelsuper 
(mit 1 ZF von 2MHz, was auch nicht prickelnder ist), machten die 
Haupt-Selektion aber bei einer 2. ZF um 455KHz, weil nur dort bezahlbare 
SSB Filter zu realisieren waren.

Ich habe den Kenwood 9R59DS ja auch nur als Beispiel angeführt,  um 
aufzuzeigen, dass selbst einfach gehaltene Röhren-KW-Empfänger vom 
Aufwand her nicht zu unterschätzen sind. Das ist kein Spaziergang. 
Allein die Mechanik der Bandumschaltung ist aufwändig. Obwohl beim 
9R59DS - auch aus Preisgründen, neben dem Einfachsuperprinzip mit 
niedriger ZF, der komplette KW-Bereich in nur 4 Bandsegmenten mit 
Band-Spreizung verwirklicht wurden.

Eine Röhrenschaltung mit Haptselektion auf hoher ZF - wie es hier im 
Blockschalbild angedacht ist -  ist dann nochmal eine 
schaltungstechnische Herausforderung. Nicht umsonst ging man damals bei 
professionellen Empfängern auf das Doppel- und Dreifachsuperprinzip 
über.
#4202108
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Spiegelfrequenz-Unterdrückung

Die Schaltung entspricht einem induktiv am Fusspunkt gekoppelten 
Bandfilter. Diese Fallen auf beiden Seiten relativ gut ab. Der 
Kurvenverlauf eines kapazitiv gekoppelten Filters würde oberhalb der 
Resonanz deutlich flacher verlaufen.

Mit einer ZF von 4550 kHz wird im höchsten Band eine 
Spiegelfrequenz-Unterdrückung von kaum 30 dB erreicht. Bei 1MHz wie beim 
Debendorf sind es gut 40 dB. Bei 1,7MHz, welches eine gebräuchliche ZF 
für den Selbstbau war beträgt die Unterdrückung 50 dB und bei den 
vorgeschlagenen 6,55 MHz werden gerade die 70 dB erreicht.

Ein gekoppeltes Bandfilter hat Vorteile, da der Durchlassbereich flach 
verläuft und kleine Gleichlauffehler verzeiht. Weitab ist der Verlauf 
ähnlich zu zwei einzelnen Filtern.

Die Hohe ZF von 6,55 MHz macht entweder einen Doppelsuper erforderlich 
oder es müssen Quarzfilter verwendet werden. Auf der Frequenz befinden 
sich keine starken Stationen und beim R. kostet das Stück 18 Cent.

Gruß,
Bernd
Angehängte Dateien:
Gast #4202175
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B e r n d W. schrieb:
> Die Hohe ZF von 6,55 MHz macht entweder einen Doppelsuper erforderlich
> oder es müssen Quarzfilter verwendet werden. Auf der Frequenz befinden
> sich keine starken Stationen und beim R. kostet das Stück 18 Cent.

Unabhängig von den billig erhältlichen Quarzen für Ladderfilter. Ein 
ZF-Zug bei 6,55 MHz mit Röhren und hoher geregelter Verstärkung ist im 
realen Aufbau nicht so einfach stabil hinzubekommen wie niederohmige 
Halbleiterstufen. Da kann das Doppelsuperprinzip das Leben schon 
erleichtern.
#4202194
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Im Prinzip würde die ECH81 als Mischer direkt das Quarzfilter speisen. 
Da kann erst mal nichts schwingen, weil sich die Frequenz ändert. 
Üblicherweise besteht die Gefahr eines Huth-Kühn-Oszillators (TPTG), 
falls Filter am Gitter und an der Anode die selbe Frequenz zulassen. 
Dazu benötigt es kein Quarzfilter, eventuell muss dann irgendwo ein 
Serienwiderstand zur Bedämpfung rein.

Diskret aufgebaute Half-Lattice/Phasing-Filter waren durchaus üblich und 
von einer Schwingneigung hab ich da bisher nichts gehört, eher dass es 
einfach nicht funktioniert hat.

> kann das Doppelsuperprinzip das Leben schon erleichtern

Das Filter der 1. ZF muss auf jeden Fall eine recht schmale Bandbreite 
haben, da sich sonst eine weitere Spiegelfrequenz bemerkbar macht. Um 
auf Quarzfilter verzichten zu können, müsste die 2. ZF bei 100 kHz oder 
tiefer liegen.
Gast #4202313
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Welche Messmittel mit denen er auch umzugehen weiß, stehen denn dem TO 
für das Entwicklungsprojekt zur Verfügung?

DMM/VTVM, Oszilloskop und Wobbler (neudeutsch: skalarer 
Netzwerkanalyzer) mit hochohmiger HF-Probe sind wohl das Minimum.
OP #4203133
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Harvey schrieb:

> Ich bezweifle zwar, dass es letztendlich zur funktionsfähigen
> Realisierung eines derart ambitionierten Projektes kommt. Lass mich aber
> gerne in naher oder ferner Zukunft von einem Bild und praktischen
> Empfangserfahrungen des fertiggestellten Empfängers überraschen.

Ja das wird wohl etwas länger dauern.

B e r n d W. schrieb:

> Die Hohe ZF von 6,55 MHz macht entweder einen Doppelsuper erforderlich
> oder es müssen Quarzfilter verwendet werden. Auf der Frequenz befinden
> sich keine starken Stationen und beim R. kostet das Stück 18 Cent.

Hast Du da auch einen Schaltungsvorschlag?

Gruß Frank
#4203206
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Hallo Frank

Das SSB-Filter ist hier mit 6 Quarzen eingezeichnet. Bei den 
Durchlasskurven wird ein CW-Filter mit 4 Quarzen und ein SSB-Filter mit 
6 Quarzen verglichen. Je nach Anspruch kann die Flankensteilheit mit 8 
Quarzen fürs SSB-Filter noch etwas verbessert werden.

CW:  6 Quarze
SSB: 8 Quarze
AM: 12 Quarze

Die Quarze müssen innerhalb eines Filters zusammenpassen und sollten 
nicht weiter als 50 Hz voneinander abweichen. Dazu werden ca. 50 Quarze 
benötigt, um genügend Ausbeute zu bekommen. Zusammenpassende werden auf 
die drei Häufchen AM, SSB und CW verteilt.

Eine weitere Alternative: Auf 10,7 MHz gibt es in der Bucht oft günstige 
Quarzfilter mit Bandbreiten von 20-30 kHz. Damit könnte ein Doppelsuper 
mit einer 2. ZF um 50-100kHz aufgebaut werden. Die genaue 2. ZF-Frequenz 
hängt davon ab, welchen Quarz zum umstzen man dazu findet. 
Möglicherweise ist ein 10,6 MHz Quarz erhältlich, dann wählt man die 2. 
ZF mit 100 kHz.

Gruß, Bernd
Angehängte Dateien:
#4203289
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Gerald M schrieb:
> Spulen- und Filterbausätze - für
> Röhrenanwendungen - sind noch gut erhältlich.
>
> http://www.roehrentechnik.de/html/zf-bandfilter.html

Wobei die 10,7MHz Filter Typ 47/11 vermutlich 180KHz breit sind wie es 
für FM- Rundfunk nun  mal erforderlich ist,

Dieses Filter sollte schon so schmal sein, das es für die 455KHz ZF die 
notwendige Spiegelselektion hat, sonst bekommt man eine 
Nebenempfangsstelle im Abstand von 2*455KHz.

Es gibt aber auch 10,7MHz Quarzfilter welches 25KHZ , 12KHZ oder sogar 
nur 3KHz Bandbreite hat. Dieses würde ich in die erste ZF setzen.

Eventuell braucht man dann keine zweite ZF mehr , sondern käme mit einen 
Einfachsuper hin.

Auf jeden Fall würde ich in der ersten ZF mindestens ein 6polige besser 
8poliges Filter einsetzen. Ein 2poliges Filter reicht wegen der 
mangelnde Weitabselektion welche dann nur etwa 20db beträgt nicht aus um 
die 2*455KHz Spiegelfrequenz ausreichend zu unterdrücken.

( Selber erlebt bei dem TS770 da sitzt in der ersten ZF ein 2poliges 
24,6MHz Quarzfilter mit 25KHz Bandbreite, was zur Folge hatte, das ich 
2*455KHz höher als die eingestellte Frequenz auch noch was empfangen 
hatte. Abhilfe hat in diesem Falle ein zusätzliches 8poliges Filter für 
die 24,6MHz gebracht, welches ich aber nur in 50KHz Bandbreite bekommen 
habe. Das hat für die Weitabselektion aber ausgereicht.

Ralph Berres
#4203298
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> SSB Filter für 455kHz sind preiswert

Das wäre die Lösung für AM, aber >40 Euro für SSB ist nicht unbedingt 
preiswert.

Aus dem CB-Funk-Bereich sind 10.615, 10.625 und 10.635 MHz verbreitet. 
Damit könnte man auf 65kHz, 75kHz oder 85 kHz umsetzen.


> Wobei die 10,7MHz Filter Typ 47/11 vermutlich 180KHz breit

Die sind für Schmalband-FM.
OP #4203314
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Danke für die Antworten.

Den Dabendorf lasse ich fallen den Drehko bekommt man nicht.
Drehkos habe ich zweimal 300-500pF und 12pF
.
Dreimal 300-500pF findet sich etwas in der Bucht aber viermal 300-500pF 
habe ich nocht nicht gefunden.

Gruß Frank.

Achso hat jemand eine Bibliothek mit Filtern für eagle?
#4203326
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B e r n d W. schrieb:
>> Wobei die 10,7MHz Filter Typ 47/11 vermutlich 180KHz breit
>
> Die sind für Schmalband-FM.

Das glaube ich nicht.

25Khz Bandbreite bei 10,7MHz wäre eine Güte von über 400 !!

Das ist mit einen zweikreisigen LC-Filter nicht machbar.

Außerdem wo im Konsumbereich wird ein 10,7MHz Filter in Röhrengeräten 
eingesetzt außer im UKW-Rundfunkbereich?

Und UKW Rundfunk hat nun mal bei Mono 180KHz Bandbreite

Ralph Berres
Gast #4203361
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Es ist müßig sich darüber aufzuhalten, ob die von Reinnhöfer angebotenen 
10,7 MHz Filter Schmal- oder breitbandig sind. So wie ich es verstanden 
habe ging es primör um die Sinnhaftigkeit einer 2. ZF von 455kHz weil 
man dafür Standard-Filter im Markt findet und weil die Frequenz 
schaltungstechnich gut beherrschbar ist.  Natürlich gibt es sowohl für 
10,7 oder 9 oder 21,4 MHz passende und bezahlbar Quarzfilter und 
MIschquarze.

Die Frage die noch immer nicht beantwortet ist:

ist der TE überhaupt von seiner Messgeräteausstattung und seiner 
Selbstbau-Erfahrung in der Lage Selektives Frontend, Mischer sowie 
Selbstbau Quarz-Ladderfilter bzw. einen hochverstärkenden selektiven 
ZF-Zug mit Filtern funktionsfähig zu realisieren und abzugleichen.

Sind dafür die Voraussetzungen nicht gegeben, bleibt auch die stereotype 
Frage nach einem Schaltungsvorschlag eine rein akademische Trockenübung.
#4203374
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Du könntest eventuell das Vorfilter getrennt einstellen. Die Bandbreite 
ist so groß (>200kHz), dass bei einigen Bändern nicht nachgestimmt 
werden muss. Dann reichen 3 Bereiche am Eingang und die Umschaltung wird 
einfacher.

Der Oszillator-Mischer erzeugt 2 Frequenzen und Harmonische. Deshalb 
benötigt er ein nachgeschaltetes Bandpass-Filter, möglicherweise sogar 
ein doppeltes.

Dieses Filter könnte vermieden werden durch einen freischwingenden 
Oszillator mit den bekannten Driftproblemen oder einer PLL.
#4203397
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> nach einem Schaltungsvorschlag eine rein akademische Trockenübung

Das kann natürlich sein, aber ich geh davon aus, dass sich der TS von 
den Lösung ein aussucht, die er sich auch zutraut. Dabei weitere 
Möglichkeiten zu kennen, schadet nichts.

Ich geh davon aus, dass er Lötkolben und Multimeter hat, 10 Oszilloskope 
hat er schon angedeutet. Wenigstens ein Dip-Meter wäre nicht schlecht.


>> Wobei die 10,7MHz Filter Typ 47/11 vermutlich 180KHz breit
> Die sind für Schmalband-FM.

Sowas:
http://www.ebay.de/itm/Quarz-Filter-FTS-36-C50-F-10-7-MHz-/181804294841
http://www.ebay.de/itm/Quarzfilter-10-7-MHz-Crystal-Filter-NEU-sehr-selten-/181803325043
http://www.ebay.de/itm/Quarzfilter-10-7-MHz-CEPE-/381331804449
Gast #4203400
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Hallo Frank,
dann gib uns doch bitte eine Info was in deiner Hobbywerkstatt vorhanden 
ist:

Gutes Digitalmultimeter  Röhrenvoltmeter  FET-Voltmeter?
Oszilloskop mit kazitätsarmen 10:1 Tastköpfen?
Netzwerkanalysator, der sich zum Selektieren von Filter-Quarzen eignet?
Wobbelgenerator mit hochohmigen Tastkopf zum Abgleich von Mischern und 
ZF?
Frequenzzähler?
L/C Messgerät?
Stabilisiertes Hochspannungs-Netzgerät?
Trenntrafo?
ggf. Spektrumanalyzer?

Ohne NWA braucht man den Selbstbau eines Quarz-Ladderfilters gar nicht 
erst in Betracht zu ziehen.

Grüße
Gerald
OP #4203415
Lesenswert?

Gutes Digitalmultimeter  Röhrenvoltmeter  FET-Voltmeter?

ja

Oszilloskop mit kazitätsarmen 10:1 Tastköpfen?

12X ja

Netzwerkanalysator, der sich zum Selektieren von Filter-Quarzen eignet?

nein kenne aber einen FA

Wobbelgenerator mit hochohmigen Tastkopf zum Abgleich von Mischern und
ZF?

ja

Frequenzzähler?

ja

L/C Messgerät?

ja

Stabilisiertes Hochspannungs-Netzgerät?

nein

Trenntrafo?

ja
Gast #4203437
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Ralph B. schrieb:
> Es gibt aber auch 10,7MHz Quarzfilter welches 25KHZ , 12KHZ oder sogar
> nur 3KHz Bandbreite hat. Dieses würde ich in die erste ZF setzen.
>
> Eventuell braucht man dann keine zweite ZF mehr , sondern käme mit einen
> Einfachsuper hin.

Als Alternative zum Quarzfilter gibts auch noch das DSP-Filter. Das 
gibts beliebig schmalbandig, wenn man im Empfänger gleich einen 
IQ-Mischer einbaut (den kann man auch mit Röhren aufbauen), dann kann 
man auch bei einem Einfachsuper eine wirksame 
Spiegelfrequenzunterdrückung erreichen.
#4203455
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Schreiber schrieb:
> Als Alternative zum Quarzfilter gibts auch noch das DSP-Filter.

Warum glaubt die halbe Welt eigentlich immer, mit einen DSP-Filter 
sämtliche Probleme auf der HF-Ebene erschlagen zu können?

DSP-Filter Kann man in der letzten ZF einsetzen. Der TE wollte aber ein 
Röhrengerät aufbauen.

Außerdem verhindert das DSP Filter immer noch nicht die 
Spiegelfrequenzprobleme am Eingang.

Dagegen hilft nur eine ausreichende Selektion am Eingang.

Nicht umsonst benutzen professionelle Empfänger immer eine erste ZF, 
welche über der höchsten zu empfangene Frequenz liegt.

Da kommt man dann mit einen leichter zu realisierenden steilen Tiefpass 
am Eingang aus, und braucht keine mitlaufende Filter , welche nur mit 
Aufwand synchron zum Lokaloszillator zu bekommen sind.

Ralph Berres
Gast #4203464
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Schreiber schrieb:
> Als Alternative zum Quarzfilter gibts auch noch das DSP-Filter. Das
> gibts beliebig schmalbandig, wenn man im Empfänger gleich einen
> IQ-Mischer einbaut (den kann man auch mit Röhren aufbauen),

Endlich eine überzeugende Lösung!

Dann sollte man das DSP-Filter konsequenterweise auch gleich in 
Röhrentechnik aufbauen. Vielleicht kann ja jemand das Schaltbild der 
Zuse Z22 auftreiben. Natürlich Mehrere davon parallel rechnen lassen. 
Irgendjemand wird dann schon die Software dazu schreiben.

Brauchen wir nur noch zwei gute A/D Wandler in Röhrentechnik, die nach 
dem Röhren IQ Mischer das Signal digitalisieren, bevor es in den Zuse 
DSP geht.

Hast du einen Schaltungsvorschlag?
Gast #4203468
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Ralph B. schrieb:
> DSP-Filter Kann man in der letzten ZF einsetzen. Der TE wollte aber ein
> Röhrengerät aufbauen.
>
> Außerdem verhindert das DSP Filter immer noch nicht die
> Spiegelfrequenzprobleme am Eingang.

Doch, man kann einen Einfachsuper verwenden und die Empfangsfrequenz 
gleich entsprechend runtermischen.
Spiegelfrequenzunterdrückung geht mittels IQ-Mischer und Software

Ralph B. schrieb:
> Warum glaubt die halbe Welt eigentlich immer, mit einen DSP-Filter
> sämtliche Probleme auf der HF-Ebene erschlagen zu können?

weil DSPs mittlerweile billiger wie sorgfältig abzugleichende Filter und 
aufwändige Analogtechnik sind? Dann brauchts mur noch einen entsprechend 
durchstimmbaren Oszillator (entweder PLL oder DSS) einen Mischer und 
etwas Hühnerfutter und schon hat man ein brauchbares Radio.

Ralph B. schrieb:
> Nicht umsonst benutzen professionelle Empfänger immer eine erste ZF,
> welche über der höchsten zu empfangene Frequenz liegt.

So gehts auch, wird dann aber komplizierter und teurer weil man 
entsprechend schnelle ADCs und einen viel schnelleren DSP benötigt.
Gast #4203485
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Harvey schrieb:
> Dann sollte man das DSP-Filter konsequenterweise auch gleich in
> Röhrentechnik aufbauen.

würde ich nicht machen, das wird zu unhandlich. So eine kleine Platine 
mit einem kleinen IC lässt sich sicher auch in einem Röhrenradio 
verstecken. Notfalls mann man es auch in einem ausgehöhltem Gehäuse für 
historische Bandfilter verstecken.

...wer will, der kann natürlich auch eine Ersatzröhre bauen, 
idealerweise verwendet man hierzu (gerne auch defekte) Stahlröhren: Auf 
der Drehbank vorsichtig den Kolben öffnen, ausräumen, neue Elektronik 
rein und zuschweißen. Bei Röhren mit Glaskolben wirds etwas schwieriger 
(Tipp: Kolben innen verspiegeln, das sieht aus wie Getter und man 
erkennt die Elektronik nicht mehr)
Gast #4203489
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B e r n d W. schrieb:
> Dann bin ich schon mal gespannt, wie ihr mit Röhren duerhaft >= 40
> dB
> Seitenbandunterdrückung erreichen wollt. Jeden Tag nachkalibrieren?

So hat man das im früher teilweise gemacht. Alternativ kann man auch die 
Filter in einem Ofen temperieren, das Gerät stundenlang (bei möglichst 
konstanter Raumtemperatur) warmlaufen lassen, Bauteile einzeln nach 
Temperaturdrift selektieren, ...
#4203580
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Harvey schrieb:
> Brauchen wir nur noch zwei gute A/D Wandler in Röhrentechnik, die nach
> dem Röhren IQ Mischer das Signal digitalisieren, bevor es in den Zuse
> DSP geht.

Du hast den DA-Wandler vergessen, der nach dem DSP respektive Zuse22 
Rechner folgen muss.

Schreiber schrieb:
>> Außerdem verhindert das DSP Filter immer noch nicht die
>> Spiegelfrequenzprobleme am Eingang.
>
> Doch, man kann einen Einfachsuper verwenden und die Empfangsfrequenz
> gleich entsprechend runtermischen.
> Spiegelfrequenzunterdrückung geht mittels IQ-Mischer und Software

Verstehe ich jetzt nicht ganz.

Das funktioniert noch höchstens wenn die ZF Null ist, also du gleich ins 
Basisband runtermischst?

Dann brauchst du aber einen Sinus-Cosinus Lokaloszillator und zwei 
Mischstufen auf der HF-Ebene.

Dann stellt sich mir gleich die nächste Frage.

Das funktioniert doch nur mit doppelt balancierte Mischer wie 
Ringmischer Gilbertzelle etc? Da ja sonst noch Lokaloszillatorfrequenz 
und Eingangsfrequenz am Ausgang erscheinen?

Schreiber schrieb:
>> Nicht umsonst benutzen professionelle Empfänger immer eine erste ZF,
>> welche über der höchsten zu empfangene Frequenz liegt.
>
> So gehts auch, wird dann aber komplizierter und teurer weil man
> entsprechend schnelle ADCs und einen viel schnelleren DSP benötigt.

Ich dachte hier aber mehr an einen konventionellen Empfänger wie der TE 
es aufbauen wollte halt mit Röhren.

Also erste ZF > 50MHz ( da er 50MHz Band auch noch empfangen will ) , 
zweite ZF 10,7MHz .Für die erste ZF würde ich 70MHz vorschlagen, denn 
dafür gibt es wieder Quarzfilter von der Stange.

455KHz verwendet man übrigens in den Amateurfunk-RX oft nur um FM 
Demodulation zu machen. Weil bei den geringen Modulationshüben von 
vielleicht 1KHz die NF Ausbeute aus einen Konzidenzdemodulator bei 
455KHz ZF viel größer ist als bei 10,7MHz ZF. Deswegen setzt man in 
diesem Fall ein drittes mal um.

Wer FM nicht braucht, lässt die 455KHz weg.

Ralph Berres
#4203855
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> Das funktioniert doch nur mit doppelt balancierte Mischer wie
> Ringmischer Gilbertzelle etc? Da ja sonst noch Lokaloszillatorfrequenz
> und Eingangsfrequenz am Ausgang erscheinen?

Solange die Frequenzen weit genug auseinanderliegen, kann gefiltert 
werde. Phasen- und Amplitudeneinflüsse müssen auf beiden Kanälen 
identisch sein. Abweichungen von 0,6° Phase oder 1% Amplitude reduzieren 
den Seitenbandabstand auf 40 dB oder kleiner. Da verwendet man lieber 
gutmütige Filtercharakteristiken, kein Chebycheff.
Gast #4204243
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Frank W. schrieb:
> anbei mein Blockschaltbild bis zur 1.ZF.
>
> Nur Entwurf.
>
> Gruß Frank

Nur eine Anmerkung:
Im "Blockschaltbild" : AFC = Automatic Frequency Control.
Gemeint ist aber sicherlich AGC = Automatic Gain Control (Automatische 
Verstärkungsregelung).

Die Filter sind auch wahrscheinlich nicht nur "umschaltbar" mit fixer 
Bandbreite, sondern mit frequenzvariabel abgestimmt

Für die Verständlichkeit von Blockschaltbildern ist Excel wohl nicht 
erste Wahl.

LG
Gast #4204559
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Frank W. schrieb:
> Oszilloskop mit kazitätsarmen 10:1 Tastköpfen?
>
> 12X ja

An Messmitteln scheint ja kein Mangel zu herrschen.

Vorschlag: Überzählige der 12 Oszlloskope verkaufen und für den Erlös 
Quarzfilter beschaffen. Das erspart den Selbstbau eines Ladderfilters
smile
#4205223
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Hallo,

hier kommt noch eine weitere Möglichkeit der Frequenzaufbereitung. Wenn 
man sich das Ganze genauer anschaut, fällt das umzuschaltende Filter auf 
dem Weg zum Empfangsmischer weg, da der VCO direkt auf gewünschten 
Frequenz schwingt. Das Filter zwischen Mixer und PLL läßt immer den 
gleichen Frequenzbereich durch.

Umzuschalten sind: Der VCO-Schwingkreis und der Bandquarz.

Welche Möglichkeiten gab es Anno dazumal, eine PLL zu realisieren?

Gruß,
Bernd
Angehängte Dateien:
#4205616
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Hallo Frank

> Die Datei ist mein Plan und wird weitergeführt.

Das ist Dein Empfänger, wir machen nur Vorschläge.


Trotzdem, weils zum Thema passt und weil andere hier mitlesen, eine 
weitere Möglichkeit zur Frequenzaufbereitung. Der Oszillator rastet auf 
die Harmonischen eines 2 MHz Oszillators ein. Die 2 MHz Bereiche sind 
zwar relativ groß, jedoch wird nur 1 Quarz benötigt.

http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Peter_Treytl-PLL/PLL_Frequenzversorgung_fuer_KWE.htm
OP #4207975
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B e r n d W. schrieb:
> War das ungefähr so gemeint?
>
>  Rx    VFO   f_Quarz   VFO+f_Quarz   1.ZF
> 5,00   2,50   13,20       15,70      10,70
>
> Falls ja: Im Prinzip, aber...
> Die zweite Harmonische des VFO fällt direkt auf die Empfangsfrequenz,
> was sich als Pfeifstelle bemerkbar macht.

Falsch geschrieben sorry.

Empfangsfrequenz: 2,5-5MHz
1.ZF: 10,7MHz
VFO nur LC Oszillator ohne Quarz: 13,2MHz – 15,7MHz

Zweite Harmonische des VFO kannst Du mir mal einen Link posten oder nach 
welchen Suchwort muß ich suchen?
Es gibt ja mehrere harmonische und die Spannung wird immer kleiner.

Gruß Frank
#4208330
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> Empfangsfrequenz: 2,5-5MHz

Jetzt ist es klarer, das funktioniert so.


Begriffsdefinition:
Die 1. Harmonische entspricht der Grundwelle, die 2. Harmonische der 
ersten Oberwelle. Oberwellen entstehen immer auf dem ganzzahligen 
Vielfachen der Grundwelle. Ein reiner Sinus enthält im Spektrum nur die 
Grundwelle. Ein symetrischer Rechteck enthält nur ungeradzahlige 
Harmonische (1. 3. 5. usw.)
Ein Sägezahn enthält auch recht viele geradzahlige Harmonische. Ein 
Signal mit sehr kurzen Impulsen erzeugt ein kammartiges Spektrum, 
welches auch bei zweistelligen Harmonischen kaum in der Amplitude 
nachläßt.

Hier sind die Oszillator-Spektren unterschiedlicher Röhren dokumentiert. 
Man sieht, dass u.U. die dritte Harmonische größer sein kann als die 
zweite.
http://www.andreadrian.de/sdr/#mozTocId548859

Ein Röhrenoszillator schwingt in der Regel mit einer ordentlichen 
Amplitude von >= 10Vss. Gelangt nur der Bruchteil einer Harmonischen 
davon (-100dB) auf die Antenne, sind das 10-100µV. Fällt diese Frequenz 
in den Empfangsbereich, macht sie sich bei eingeschaltetem BFO als 
hässlicher, lauter Pfeifton bemerkbar.
#4209310
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Bandbreite der 2 ZF umschaltbar je nach Modulationsart ( AM SSB FM )
Dann folgt der Demodulator für die entsprechende Modulationsarten ( 
ebenfalls umschaltbar ).

Kleinen Tipp kaufe dir einen Rohde&Schwarz EK07 wenn du schon unbedingt 
Röhren haben willst. Oder den Siemens E311.

Nichts gegen dich. Aber nach dem Tread zur urteilen, wirst du mit deinen 
Wissensstand viel Geld ohne ein brauchbares Ergebnis versenken.

Es gibt bei so ein Projekt eine Menge Fallstricke.

Baue doch erst mal einen 0V2 als Einsteigerprojekt.

Wenn du das zum laufen hast dann hast du eine Menge Erfahrungen 
gesammelt, welches dir bei deinen anvisierten Projekt von Nutzen sein 
wird.

Ralph Berres
OP #4209346
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Ralph B. schrieb:
> Bandbreite der 2 ZF umschaltbar je nach Modulationsart ( AM SSB FM )
> Dann folgt der Demodulator für die entsprechende Modulationsarten (
> ebenfalls umschaltbar ).
Sage doch mal ein paar Zahlen danke.

Ralph B. schrieb:

> Es gibt bei so ein Projekt eine Menge Fallstricke.

> Baue doch erst mal einen 0V2 als Einsteigerprojekt.

> Wenn du das zum laufen hast dann hast du eine Menge Erfahrungen
> gesammelt, welches dir bei deinen anvisierten Projekt von Nutzen sein
> wird.

Als Einsteigerprojekt nehme ein altes Radio und ändere Wellenbereiche.

Das Projekt wird schon werden und etwas lernen will ich auch.

Gruß Frank
Gast #4209373
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Frank W. schrieb:
> Das Projekt wird schon werden und etwas lernen will ich auch

Hallo Frank,
der Vorschlag mit einem überschaubaren Projekt zu beginnen und 
schrittweise Erfahrungen zu sammeln wurde dir jetzt im Laufe diese 
Threads schon häufiger nahegelegt. Denn deine Fragen deuten darauf hin, 
dass du dir rudimentäre Kenntnisse der HF-Technik erst noch erarbeiten 
musst.

Dein Ehrgeiz, ohne größeren Erfahrungshintergrund ein derart komplexes 
Projekt zu stemmen, an dem früher ganze Entwicklerteams renommierter 
Profi-Firmen sich die Zähne ausgebissen haben ehrt dich zwar, wird aber 
höchstwahrscheinlich in ein Misserfolgserlebenis münden.

Einen Schaltungsentwurf zu zeichnen ist Eines, ob es im realen Aufbau 
auch funktioniert steht ist die weitaus größere Herausforderung. Da 
helfen auch keine 12 Oszilloskope im Regal.

Ich rate dir, beim Durchfahren der Lernkurve zwei Gänge 
zurückzuschalten. Du kommst damit sicherer an.
OP #4209529
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Danke.

Ich werde erstmal weiter lernen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Amateurfunkdienst

und

http://www.darc.de/

Blockschaltbild werde ich auf jeden Fall fertig bekommen bin ja fast am 
Ziel.

Danach schrittweise aufbauen das dauert aber das weiß ich.

Abschriche kann ich immer noch machen.

Stupides nachbauen und viele Fragen stellen wenns nicht geht, das kommt 
bei mir nicht vor.

Gruß Frank
Gast #4209538
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Ralph B. schrieb:
> AM 9KHz SSB 3,5KHz

das stimmt so nicht.

Heute gilt:

AM: 6kHZ und weniger
(9kHz ist der in Region 1 festgelegte Kanalraster bei der 
Frequenzvergabe für Lang- und Mittelwellensender, in USA 10kHz, Im 
Kurzwellenbereich wird innerhalb der Rundfunkbänder weltweit ein 
5-kHz-Raster verwendet.)

SSB: 2,7kHz
gemäß Anlage 1 zu Amateurfunkverordnung

http://www.buzer.de/gesetz/5900/a81452.htm
#4209547
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Hallo Frank

Wichtig: Auf keinen Fall den Mischer regeln, das wirkt sich negativ auf 
die Großsignalfestigkeit aus. Die Verstärkung vor dem 1. Mischer darf 
nicht zu groß werden, sie darf aber negativ werden. Das HF-Filter am 
Eingang erzeugt eine Resonanzüberhöhung von 10-20 dB je nach Frequenz. 
Selbst diese Überhöhung kann bei starken Signalen für die ECH81 schon zu 
viel sein.

           min   max
HF-Filter   10   20 dB
HF-Preamp  -20   10 dB
1. Mixer     6    6 dB
1. ZF Amp.   0   30 dB
2. ZF Amp.   0   30 dB
2. Mixer     6    6 dB
3. ZF Amp.   0   40 dB
----------------------
Summe       +2  142 dB

Die maximale Verstärkung ist viel zu hoch. Ich würde eher zwischen 1. 
und 2. Mischer gar keine Verstärkung vorsehen und in der 2. ZF nach dem 
Roofing-Filter zwei Röhren. Bei ca. einem Volt Regelspannung fängt die 
Regelung an zu wirken. Dazu müssen z.B. 1-2µV auf 1Veff verstärkt 
werden. Es sind dafür 114-120 dB an Verstärkung nötig. In der 2.ZF kann 
eine Röhre leicht 40dB Verstärkung erreichen.


> innerhalb der Rundfunkbänder weltweit ein 5-kHz-Raster verwendet

5khz Raster, aber nicht zwingend 5kHz Bandbreite. Manche Chinesen nutzen 
sogar die doppelte Bandbreite (bis zu 20 kHz), eine reine Frage des 
Geldes.

Bei einem 5kHz Raster und 9 kHz Banfbreite wird ein 5 kHz Pfeifton 
hörbar, welcher mit einem Kerbfilter entfernt werden kann.
#4209554
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Harvey schrieb:
> Heute gilt:
>
> AM: 6kHZ und weniger

Bei AM Rundfunk sind 9KHz Bandbreite vorgesehen das sind immerhin 4,5KHz 
NF-Bandbreite.

Bei deinen 6KHz Bandbreite hätte man nur Telefonqualität.

Es ist aber richtig was du über die Kanalraster schreibst.

Auf UKW Rundfunk ist der Kanalraster aber auch nur 100KHz obwohl bei 
Stereo fast 300 KHz Bandbreite belegt wird.

Ralph Berres
Gast #4209594
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Ralph B. schrieb:
> Bei AM Rundfunk sind 9KHz Bandbreite vorgesehen das sind immerhin 4,5KHz
> NF-Bandbreite.
> Bei deinen 6KHz Bandbreite hätte man nur Telefonqualität.

9kHz Kanalraster gibt es nur auf der Mittelwelle!

Da der TO aber einen "Allwellenempfänger" bauen will sind hier die 5kHz 
Bandbreite auf Kurzwelle maßgeblich. Denn alle BC-Kurzwellensender - und 
um die geht es ja bei einem Allwellenempfänger - senden im 5kHz Raster. 
Nenne es "Telefonqualität", es ist nun mal Fakt. Ein 6kHz FilTer ist ein 
übelicher Kompromiss zwischen Trennschärfe und Tonqualität. Wenn die 
Höhen zu sehr gedämpft klingen kann man die Abstimmung etwas 
unsymmetrisch auf Träger und ein Seitenband verschieben, dann klingt es 
höher. Mit einem Synchrondetektor mit Seitenbandwahl sollte die 
Bandbreite sogar eher weniger betragen als 6kHz.

9Khz Filterbandbreite sind für AM auf KW vollkommen untauglich, man 
würde zu sehr die Interferenzen durch den 5 kHz daneben liegenden 
Nachbarsender störend wahrnehmen.
Gast #4209640
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Ralph B. schrieb:
> Auf UKW Rundfunk ist der Kanalraster aber auch nur 100KHz obwohl bei
> Stereo fast 300 KHz Bandbreite belegt wird.

Leider ist dies Beispiel für KW nicht anwendbar.
UKW-Sender haben eine begrenzte Reichweite und sind geografisch von den 
Regulierungsbehörden so koordiniert, dass kein potentielle störender 
Sender direkt im Kanalraster daneben liegt.

Kurwellenausbreitung ist unbegrenzt. Die Sender senden tatsächlich in 
5kHz Abstand. Ihre Modulationsbandbreite ist entsprechend ITU 
Recommendation R-BS560 begrenzt:

https://www.itu.int/dms_pubrec/itu-r/rec/bs/R-REC-BS.560-4-199710-I!!PDF-E.pdf

Wer Beispiele aus der Praxis hören will kann das hier:
http://elektronikbasteln.pl7.de/was-klingt-wie-auf-kurzwelle.html
Gast #4209672
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Harvey schrieb:
> Da der TO aber einen "Allwellenempfänger" bauen will sind hier die 5kHz
> Bandbreite auf Kurzwelle maßgeblich.

Ich denke, die Diskussion um die AM-Bandbreite und das Kanalraster 
können wir vergessen. Hier gehts scheinbar nur um Amateurfunk. Und 30MHz 
reichen auch nicht, weil das 6m-Band ja schon bei 50MHz liegt.

Frank W. schrieb:
> Wellenbereiche:
> 80 m
> 40 m
> 30 m
> 20 m
> 17 m
> 15 m
> 12 m
> 10 m
> 6 m
OP #4210330
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Hallo,
Dankeschön für die Antworten.

Blockschaltbild überarbeite ich Reglung Mischer war nur ein 
Kopierfehler.

Hier die Empfangzfrequenzen aktuell:

1-30MHz auch für Radioempfang.

Kanalraster und Bandbreite da belese ich mich nocheinmal.

Großsignalfestigkeit wurde durch Bernd angesprochen da gibt es eine 
schöne Schaltung von den Ungarn die schalten eine ZF Verstärkerstufe 
einfach aus.

So nun zum Schluß noch der Demodulator was empfiehlt ihr mir?

NF Verstärker und Netzteil sind ja problemlos aufzubauen.

Drehkos sind angekommen ich sage nur deutsche Wertarbeit solide gebaut.

An den Schaltplan Erfurt Typ 188 
http://www.opweb.de/de/model.php?id=8826 übernehme ich etwas bei meiner 
Planung.

Gruß Frank
Gast #4210349
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Frank W. schrieb:
> Großsignalfestigkeit wurde durch Bernd angesprochen da gibt es eine
> schöne Schaltung von den Ungarn die schalten eine ZF Verstärkerstufe
> einfach aus.

Über Großsignalfestigkeit solltest du dich auch nochmal belesen, um zu 
verstehen was darunter zu verstehen ist. Das Ausschalten einer ZF-Stufe 
verbessert da wenig.

Die Empfängerdynamik (das Großsignalverhalten) wird nach unten hin durch 
die Grenzempfindlichkeit (Rauschzahl) und nach oben hin durch 
Blocking/Kompression und insbesondere durch die Entstehung von 
Intermodulationsprodukten bestimmt.

Unerwünschte Mischprodukte zwischen zwei oder mehreren Empfangssignalen 
(Intermodulation) entstehen in der Regel viel weiter vorn in den ersten 
Stufen. Überall dort wo noch keine schmalbandige Selektion die Summe der 
gleichzeitig zu verarbeitenden Signale reduziert hat. In ZF-Stufen - 
wenn vorher schon schmalbandig selektiert wurde - ist die Gefahr von 
Intermodulation daher geringer.

Neben einer großsignalfesten Schaltungsdimensionierung (vernünftiger 
Pegelplan) sind eine wirksame Vorselektion und ein zuschaltbarer 
Abschwächer vor der ersten aktiven Stufe geeignete Maßnahmen, um einen 
Empfänger großsignalfest zu machen.
Gast #4210359
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Frank W. schrieb:
> So nun zum Schluß noch der Demodulator was empfiehlt ihr mir?

Einen simplen Hüllkurvendemodulator (Diodengleichrichter) mit BFO.

Besser aber komplexer wäre ein Produktdetektor mit schaltbarer 
Seitenbandwahl für SSB. Vor noch einer weiteren Röhren-Mischstufe wirst 
du wahrscheinlich nicht zurückschrecken. Zumindest im Blockschaltbild 
wird es funktionieren.

Nebenbei: Im Gegensatz zu Röhrenstufen bist du bei der Zeichensetzung in 
deinen Sätzen grundlos sparsam. Punkt und Komma kosten hier im Forum 
nichts, verwende sie ruhig. :-)
Gast #4210515
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Hallo Frank

Etwa vor zwei Jahren hast du hier schon mal einen gleichlautenden Thread 
eröffnet:

Frank W. schrieb:
Link: Beitrag "Doppelsuperhet"

> Hallo,
> ich suche einen Schaltplan für einen Doppelsuperhet KW Empfänger mit
> Röhren.


Genau wie dieses Mal hat sich Bernd die Mühe gemacht und dir Einiges auf 
dem Tablett serviert, was du auch alleine hättest rausgoogeln können.

Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen und du fragst immer noch 
stereotyp nach irgendwelchen Schaltplänen.

Obwohl es immer offensichtlicher wird, dass mit dem 
Erfahrungshintergrund für ein derart komplexes Mammutprojekt nicht der 
Hauch einer Realisierungschance besteht. Dass es wahrscheinlich bei 
einer Luftnummer auf Blockschaltbildbasis bleiben wird.

Vielleicht fragst du in zwei Jahren wieder nach einem Schaltplan für 
einen KW-Empfänger mit Röhren?


Nix für ungut,
kann es sein, dass du ein Troll bist?
#4210582
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> kann es sein, dass du ein Troll bist?

Es scheint jetzt schon konkret zu werden.


Röhren rauschen von Haus aus stärker als Transistoren. Dies wird jedoch 
nur bei den höheren Kurzwellenbereichen oberhalb ca. 15 MHz zum Problem, 
da zusätzlich die Eingangsimpedanz der Röhre mit höhren Frequenzen 
sinkt. Unterhalb überwiegt ohnehin das Antennenrauschen.

Rauscharme Trioden liegen in der Nähe eines J310. Rauschen wird in den 
Datenblättern meist als equivalenter Rauschwiderstand Req angegeben. Es 
entspricht dem thermischen Rauschen eines Widerstandes Req am Gitter der 
Röhre.

Beispiele:      Rauschspannung in nV
Typ   Req in Ohm   bei 3kHz Bw
EC86      230         118
EF184     330         137
EF183     490         164
ECC85     500         165
EF80     1000         229
EF95     2000         319
EF89     4200         460
ECH81   70000         650 (als Verstärker)
ECH81   70000        1870 (als Mischer)

Da ein Signal 10 dB Rauschabstand benötigt, um verständlich zu sein, 
benötigt die ECH81 mindesten 6,5µV Eingangssignal am Gitter. Eine 
Anhebung von 22 dB kann leicht durch die Resonanzüberhöhung am Vorfilter 
und der Verstärkung der EF183 erreicht werden. Die EF183 macht damit 
vermutlich noch keine großen Probleme, wenn man ihre Verstärkung auf 
wenige dB reduziert.

Zu den angehängten Schaltungen

1) Schaltbares Dämpfungsglied (Vorschlag von Heinz)
   bezüglich Großsignalverhalten die beste Lösung

2) Oft verwendete AGC mit Regelung über die Gittervorspannung.

3) Regelung über den Kathodenwiderstand
   Dabei ändert sich die Gittervorspannung, die Schirmgitterspannung
   und der Kathodenwiderstand wirkt in Relation zur Anodenimpedanz.
   Nachteile: der Schleifer macht Störgeräusche,
   eine Umschaltung mit Festwiderständen wäre jedoch möglich

4) Regelung der Kathodenspannung mit Spannungsteiler zum Schirmgitter
   Diese Regelung ermöglicht den größten Regelbereich.
   Beim Zurückregeln geht im Gegensatz zur Gitterregelung nicht nur
   das Nutzsignal zurück, sondern auch das Rauschen.
Angehängte Dateien:
#4210596
Lesenswert?

Die ECH81 wird mit starken Signalen innerhalb der Bandbreite des 
Vorfilters bombardiert und soll diese auf die 1.ZF mischen. Dabei hat 
die Heptode eine zusätzliche Mischverstärkung und muss größere Signalen 
verkraften, als die EF183. Man denke an das 40m-Band, bei dem sich 
gleich das 41m Rundfunkband anschließt.

Ein Beispiel (siehe Anhang)
---------------------------
Zwei starke Sender (V2 und V3) aus dem 41m Band bewirken 
Kreuzmodulation. Dabei entstehen Mischprodukte im selben Abstand neben 
den beiden Störern. Regelmäßig befindet sich genau daneben ein schwaches 
Signal (V1), welches man gerne empfangen möchte. Wird jetzt ein 6 dB 
Dämpfungsglied in die Antennenleitung eingefügt, gehen alle Signale auf 
die Hälfte zurück, die Mischprodukte jedoch um das dreifache 3 * 6 dB -> 
18dB.

Die AGC bzw. AVR kann das nicht zurückregeln, da die Verursacher nicht 
durch die ZF-Filter an den Hüllkurven-Demodulator gelangen. Eine 
Handregelung der Vorstufe bzw. manuell schaltbare Dämpfungsglieder sind 
daher unbedingt erforderlich oder sogart eine Kombination davon.
Angehängte Dateien:
Gast #4210722
Lesenswert?

Harvey schrieb:
> Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen und du fragst immer noch
> stereotyp nach irgendwelchen Schaltplänen.

Zwischen dem 13.07.2015 (erster Beitrag) und dem 25.07.2015 (heute) sind 
also zwei Jahre? Irgendwie geht mir dein Rechenweg zur Ermittlung der 
zwei Jahre nicht auf...
OP #4211303
Lesenswert?

Hallo,

reden ist Silber und Schweigen ist Gold.

Danke für die Antworten.

Rauschen und Schwundregelung habe ich noch nicht so konkret untersucht.

Frank W. schrieb:
> So nun zum Schluß noch der Demodulator was empfiehlt ihr mir?
> NF Verstärker und Netzteil sind ja problemlos aufzubauen.

SSB gibt es ja schon fast Hundert Jahre. Eine Demodulatorschaltung habe 
ich im Netz nicht so richtig gefunden.


Frank W. schrieb:
> So nun zum Schluß noch der Demodulator was empfiehlt ihr mir?
> NF Verstärker und Netzteil sind ja problemlos aufzubauen.
Harvey schrieb:
> Frank W. schrieb:
>> So nun zum Schluß noch der Demodulator was empfiehlt ihr mir?
> Einen simplen Hüllkurvendemodulator (Diodengleichrichter) mit BFO.

Für:
• Amplitudenmodulation A3E (AM) Amplitude Modulation (veraltet)
• Telegrafie A1A (CW) Continuous Wave

Reicht ja Hüllkurvendemodulator.

Gruß Frank
#4211404
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Was leider fehlt, ist die Umschaltung auf AM und die 
Regelspannungs-Erzeugung. Um die Regelung zu verzögern und gleichzeitig 
AM zu demodulieren, sind mindestens 2 Dioden notwendig.
Das geht mit einer EABC80, EBC91, EBF89 oder EAA91 (siehe Anhang).

Allerdings funktioniert die ECH81 als Produkt-Detektor deutlich besser, 
anstatt den BFO beim AM-Demodulator einzuspeisen. Bei einem "richtigen" 
Produkt-Detektor wird AM unterdrückt, was das Rauschen bei SSB 
verringert.
Angehängte Dateien:
Gast #4211442
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B e r n d W. schrieb:

B e r n d W. schrieb:
> Allerdings funktioniert die ECH81 als Produkt-Detektor deutlich besser,
> anstatt den BFO beim AM-Demodulator einzuspeisen. Bei einem "richtigen"
> Produkt-Detektor wird AM unterdrückt, was das Rauschen bei SSB
> verringert.

AM wird nicht demoduliert. Bei der Diodenschaltung hängt
das stark vom BFO-Pegel ab. Ist aber auch zu machen.
Mit Rauschen hat das nichts zu tun.
Die Schaltung mit der ECH dämpft den Kreis davor praktisch gar nicht.
Das bringt mehr Verstärkungsreserve und eine höhere Kreisgüte

Beim SSB-RX kann man die Regelspannung aus der NF erzeugen.

LG
OXI
Gast #4211499
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Frank W. schrieb:
> Hallo OXI,
> aus welchen Buch stammt der Ausschnitt, ist sehr aufschlußreich.
>
> Gruß Frank

Da hast Du alles.

B e r n d W. schrieb:
> Um die Regelung zu verzögern ...

wird die Diodenstrecke am Bremsgitter verwendet.

LG
OXI

@ Moderatoren: Sorry, habe vergessen die Titelseite zu verkleinern.
Gast #4211600
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https://www.mikrocontroller.net/attachment/263098/Produktdetektor_ECH81_PA0HH.png

Nur ssb,cw, ... kein AM. Bei AM gibt es eine Schwebung
zwischen dem Träger und dem BFO.
Da müsstest Du ständig auf Schwebungsnull abgleichen und das halten.
(Ohne BFO demoduliert der nicht. Bzw. schlecht, unerwünscht als 
Anodengleichrichter.)
Kannst ihn ja zum "Synchrongleichrichter, Synchrondetektor" ausbauen.
Dazu wird der BFO mit dem AM-Träger synchronisiert. Daher der Name.

LG
OXI
Gast #4212140
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Harvey schrieb:
> Eine blendende Idee.

Habe die Ironie-Tags vergessen.
Lohnt sich meines Erachtens nach nicht. Habe einen in meinem
Sony-Weltempfänger. Beim Ausrasten wird es hässlich.
Auch die C-QUAM-Stereodecoder-IC'a nutzen für 1+L+R keinen, obwohl
das da ein Leichtes wäre. Beim Ausrasten schalten die einfach
nur Mono.

LG
OXI
Gast #4212310
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B e r n d W. schrieb:
> Zu den angehängten Schaltungen
>
> 4) Regelung der Kathodenspannung mit Spannungsteiler zum Schirmgitter
>    Diese Regelung ermöglicht den größten Regelbereich.
>    Beim Zurückregeln geht im Gegensatz zur Gitterregelung nicht nur
>    das Nutzsignal zurück, sondern auch das Rauschen.

Kann man auch die Verstärkung der Vorstufe regeln nur von Steuerung der 
Schirmgitterspanning? Es geht wie beim Dual-Gate MOS-FET in dem man die 
Verstärkung steuert von Regelung der Spannung auf G2.
OP #4212445
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Hallo,
ich habe mal meine Röhrenbestückung aufgelistet:
EF183  Vorstufe
ECH81  1. Mischer
EF183  1. ZF Stufe 1
EF183  2. ZF Stufe 2
ECH81  2. Mischer
EF183  2. ZF Stufe 1
EAA91  Demodulator AM
ECH81  Produkt-Detektor
ECL81  NF-Verstärker
  Gleichrichter
  Skalenlampe
Drehspul.  Feldanzeige

Anodenstrom wäre 145mA und Heizstrom 3300mA.
Trafo, habe ich bestimmt, eventuell einen zweiten Trafo nur für Heizung 
mal sehen.
Diverse Tasten- und Dreh- Schalter habe ich. Genau so viele Filter die 
angepasst werden.
Zum Drehko noch eine Frage, 4fach oder 3fach, beide habe ich da.
Für die KW Lupe habe ich auch Drehkos da.
Netzteil:
Eingangsseitig einen HF Filter, sekundär  Zweiweggleichrichtung, Elko, 
Drossel und Stabilisierung.
NF Stufe:
Standartschaltung mit einer ECL81.
Chassis habe ich von Röhrenradios da kann umgebaut werden.
Skalenscheibe mu0 angefertigt werden.

Ich fange mit einem Prüfsender für SSB an, da habe ich keine 
Erfahrungen.
Danach wird das Chassis mit Bauteilanordnungen, Netzteil und Endstufe 
gebaut. Das Netzteil hat ca. 35% Reserve.
Alle weiteren Baugruppen werden erst mal auf einen Testbrett aufgebaut.
Gruß Frank
OP #4212585
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Frank W. schrieb:
> Hallo,
> Ich suche nach einen Schaltplan für einen Weltempfänger für Kurzwelle
> 1-30MHz mit Novalröhren.
>
> Ich dachte für jedes Band einen Wellenbereich( wie LW und MW usw.) und
> Doppelsuperhit also mit zwei ZFs. Eine Lupe wollte ich auch vorsehen.
>
> Gruß Frank

Sa möchte ich bleiben, aöso keine GE Dioden.
Das ist realischtisch so die Berichte.

Gruß Frank
#4212747
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>> 4) Regelung der Kathodenspannung mit Spannungsteiler zum Schirmgitter
> Kann man auch die Verstärkung der Vorstufe regeln nur von Steuerung der
Schirmgitterspanning?

Das geht sicher auch, aber so richtig erst, wenn die 
Schirmgitterspannung kleiner 30V geht. Der Regeleffekt ist nicht so groß 
bzw. würde für die AGC eine weitere Röhre zur Regelspannungsverstärkung 
benötigt.
Bei 4) wird ja auch die Schirmgitterspannung relativ zur Kathode 
geringer. Die Kathodenspannung darf z.B. bei der EF80 150V gegenüber der 
Heizung betragen. Bei 150V am G2 dürfte das Poti direkt dort 
angeschlossen werden. Dann muss man auch auf die Leistungsaufnahme des 
Potis achten.


>> EAA91  Demodulator AM
> mit Novalröhren

Die EAA91 ist aber keine Novalröhre.

(dropping the buckets and run)
#4213353
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Hallo Frank

> 0-V-2 sind Funktions-Stufen.

Es handelt sich um einen Geradeausempfänger. Das V steht für den 
Detektor bzw. das Audion. Die Zahl davor steht für die Anzahl der 
HF-Vorverstärker und die Zahl danach für die NF-Verstärkerstufen.

Der Thorn e.b. war z.B. ein 2V1 mit 4 Röhren:
http://h-sommer.dk/images/Torn%20schematic%2001.jpg

Beim Superhet wurden lange die Anzahl der LC-Kreise angegeben, da mehr 
Kreise eine höhre Selektivität und mehr Aufwand bewirken. Dabei wurden 
alle Kreise gezählt einschließlich des Vor-, des Oszillator- und der 
ZF-Kreise.

Heute spielt das keine Rolle mehr, da ein bis zwei Keramikfilter bereits 
die selbe Selektivität/Filterwirkung erreichen und ein Quarzfilter erst 
recht.

> Eine EBF ist da doch für gemacht und eh besser
> für die AM-ZF als die EF183.

Da muss ich Darius Recht geben, die EF183 ist gut geeignet für die 
Vorstufe wegen dem für eine Pentode recht geringen Rauschens. Aber sie 
ist heiss, sprich, falls man nicht sauber arbeitet, gibt es eine gewisse 
Schwingneigung wegen der großen Steilheit und manchmal muss man ein 
Abschirmblech quer über dem Sockel anbringen, um das Steuergitter 
gegenüber der Anode abzuschirmen. Es empfiehlt sich, einen Sockel mit 
einem Masseröhrchen in der Mitte zu verwenden. Auf das Masseröhrchen 
werden sternförmig alle Massepunkte der Stufe gelötet, dann wird das 
Röhrchen einmalig zum Chassis geführt.

Die EF80, EF85, EBF89 usw. sind dagegen recht pflegeleicht. Mir 
persönlich erscheint die Verstärkung all der Stufen schon recht hoch und 
die EBF89 kommt einem da entgegen. Es macht keinen Sinn, um 140dB zu 
verstärken, damit dann die AGC die Verstärkung schon ohne Antenne, rein 
durch das Rauschen der ersten Stufe, 20 dB zurückregelt.

Gruß, Bernd
Gast #4213423
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B e r n d W. schrieb:
> um das Steuergitter
> gegenüber der Anode abzuschirmen.

Im Gegensatz zur EF85 (VHF-Pentode) wird bei der EF183 (TV-ZF-Pentode)
das "Schirm"gitter über eine lange Leitung oben im Kolben versorgt.
Mit einer ZF im VHF Bereich bekommst Du das gar nicht vernünftig 
verblockt.
Die EF183/4 ist wirklich genau auf die TV-ZF Anwendung zugeschnitten.
Die hohe Steilheit braucht man da um bei den relativ geringen
Resonanzwiderständen einer TV-ZF noch ausreichend Verstärkung zu
erhalten.

LG
OXI
#4213464
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Die Gitter-Impedanz der EF183 ist bei 40 MHz mit 13k angegeben und die 
EF85 mit 9k bei 50 MHz. Diese Werte sind ziemlich ähnlich. Falls der 
Empfänger nur bis 30 MHz geht, sollte die EF183 funktionieren.

Warum die das Schirmgitter obenrum geführt haben, ist mir ein Rätsel. 
Der Stab kommt unten raus und hätte kontaktiert werden können. Auch 
sieht die Abschirmung der Anode gegenüber den anderen Elektroden bei der 
EF85 besser aus.

IMO wäre auch die ECF82 gut geeignet oder eine Kaskode, z.B. mit der 
ECC84.
Gast #4213721
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Literarisch sehr unterhaltsam, wie der Thread sich entwickelt.

Sachkundige Helfer analysieren Vor- und Nachteile von 
Schaltungsvorschlägen, interpretieren auf fachliche anspruchsvollem 
Niveau über Aufbaudetails und Eignung von Röhren, fachsimpeln über 
Steilheit, Außenwiderstand, Verstärkung und Schwingneigung, wägen ab 
zwischen Trioden und Pentoden und der Regelung übers Schirmgitter oder 
übers Steuergitter und so fort.

Ziemlich unbeeindruckt von der geduldigen Beratung träumt der TO von 
"seinem Projekt", das bitteschön nicht "in den Dreck" geredet werden 
soll. Interessiert sich aber vorwiegend dafür, wie man Drehkos und 
Röhren sortiert und Kreise zählt, deren Bedeutung er bislang überhaupt 
nicht verstanden hatte.

Irgendwie fällt mir dazu die Geschichte vom tragischen Helden Don 
Quijote und seinem treuen Diener Sancho Pansa ein.

Namensvorschlag für den Allwellenempfänger: "Dulcinea von Toboso"

:-)
OP #4214062
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Eine zweites Thema Beitrag "Langdrahtantenne Fragen"
habe ich auch.

Dein Satz
Gerald M. schrieb:
> Namensvorschlag für den Allwellenempfänger: "Dulcinea von Toboso"

kannst du Dir sparen.

In diesem Thema habe ich sehr viel gelernt.

Harvey schrieb:
> Dafür gab es sogar eine Norm:
> http://www.radiomuseum.org/forumdata/upload/schwingungskreise_entwurf_1956.png

Danke


Gruß Frank

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