ich habe eine UV-Lampe (ohne Vorschaltgerät) gebaut um eine Fotoplatine zu entwickeln. Das Problem ist dass ich keine Verfärbung auf der Folie sehe. Keine Leiterbahnen erkennbar.
Mir stellt sich die Frage ob die UV-C Lampe die ich gekauft habe überhaupt geeignet ist.
JBL-auqua cristal UV-C 9W
Habe wie gesagt auf EVG verzichtet, Lampe war schon teuer genug.
Als Ballast habe ich zwei große Luftspulen genommen und 2 230V (25W+15W)Glühlampen. Kathoden werden gekühlt, sonst flackerts. Sollte also theoretisch funktionieren.
Jetzt stellt sich die Frage ob eine 9W UV-C Lampe die vermutlich 255 nm ausstrahlt für die Belichtung geeignet ist. Und kann es nicht sein dass die zwei Glühlampen die ich als Vorwiderstand genommen habe, Leistung der UV Lampe etwas mindern?
Abstand zwischen Lampe und Platine 5 cm.
// habe noch nicht versucht zu entwickeln, Entwickler verbrauchen für ein Fehlversuch zu schade ;D
Wenn das eine normale positiv beschichtete Platine ist, würde ich eher irgendwo bei 350 bis 400 nm suchen. 254 nm wären dann schon ziemlich weit weg davon. Dass du auf der Folie vorher nichts erkennst, würde mich dagegen erst mal nicht wundern. Ich glaube, daran würde ich mich gar nicht so festbeißen. Was mir bei dem Aufbau eher Bauchweh machen würde, ist die Kombination aus offener UV-C-Lampe und 230 V. Und wenn der Ballast auch noch improvisiert ist, wäre mir das persönlich schon zu viel Gebastel an einer ziemlich ungünstigen Stelle.
Mir stellt sich die Frage ob die UV-C Lampe die ich gekauft habe
überhaupt geeignet ist.
Warum stellt man sich die Frage nach dem Kauf ?
UV-C ist ungeeignet, nimm UV-A.
1 Lampe bringt auch erst mal keine gleichmässige Belichtung über eine grössere Fläche, wie stellst du dir die Lichtverteilung vor ? 5m Abstand ? Dann kommt kaum noch was an.
Und 9W verteilt auf eine Fläche von DIN A4 ist recht wenig, da kann eine Belichtung schon mal 30-60 Minuten dauern. Wenn sie denn UV-A wäre.
Kurz gefasst: Du hast alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte.
Hauptfehler. Sich nicht erst informieren, was funktioniert und billig ist.
Ein gebrauchter 4-Röhren Gesichtsbräuner. Der hat sogar den Timer schon drin.
Übrigens betreibt man so eine Röhre wie du sie hast problemlos an der Elektronik einer (zerbrochenen) 9W Energiesparlampe.
Hättest du vorher mal googeln sollen. Ist ja nicht so, daß es nicht
erschöpfend viel dazu zu lesen gäbe, allein schon hier in diesem Forum.
Auf Beiträge hier bin ich erst gestoßen nach dem ich alles gekauft und fertig gebaut habe. Zu dem hatten die im Geschäft nur die UV-C Lampe für Aquarien. Da habe ich gedacht kürzere Beleuchtungdauer (weil intensiver) und fertig.
Also ist die Folie genau auf UV-A Licht ausgelegt?
Einen UV-Belichter hatte ich vor einem Monat hier
Beitrag "Re: Fotoplatinen Beleuchten welche Röhren"
angeboten, wollte aber niemand; habe ihn inzwischen bei Ebay verkauft.
Ich hätte noch einen. Fix und fertig, kein Gebastel, gleichbleibende Ergebnisse und bewährt.
Damit erübrigt sich nämlich die kontrastreiche Vorlage, die bei mir zuletzt der Grund war, weshalb die Ergebnisse selten zufriedenstellend waren, weil meist entweder die Leiterbahnen überbelichtet oder das dazwischen unterbelichtet war (oder gar beides gleichzeitig). Hat man nicht das Glück, einen der inzwischen sehr raren Laserdrucker mit guter Deckung zu besitzen, bringt das ganze überhaupt nichts mehr. In meiner frühen Jugend hatte mein Vater einen HP LaserJet 6L, damit taugten die Vorlagen noch sehr gut. Mein derzeitiger Kyocera Ecosys P2040dn ist in dieser Hinsicht aber total unbrauchbar.
Ich will ja gerne glauben das UV-A ausreicht, aber ich hab in den 80ern in meinem Kinderzimmer immer Platinen mit dem Quarzbrenner einer HQL250 belichtet wo ich den Glaskolben entfernt hatte. Hat zwar unschoen viel Ozon erzeugt, aber hat funktioniert.
Konnte auch Eproms loeschen. :-D
Platinen mit dem Quarzbrenner einer HQL250 belichtet wo ich den
Glaskolben entfernt hatte
Das Spektrum wird halt ausreichend weit bis ins UV-A hinein gewesen sein. Manche belichten ja wohl auch mit der Mittagssonne bei klarem Himmel, da ist auch noch einiges anderes als UV-A dabei.
Ich will ja gerne glauben das UV-A ausreicht, aber ich hab in den 80ern
in meinem Kinderzimmer immer Platinen mit dem Quarzbrenner einer HQL250
belichtet wo ich den Glaskolben entfernt hatte. Hat zwar unschoen viel
Ozon erzeugt, aber hat funktioniert.
Konnte auch Eproms loeschen. :-D
Hochdrucklampe eben, da sind die Spektrallinien stark verbreitert.
Ich habe noch das hier im Baumarkt gesehen, kostet leider fast so viel wie normaler Entwickler. Den Rohrreiniger von DM, dem du vorgeschlagen hast scheint echt günstig zu sein.
Erstaunlich das du noch soviel dazu schreiben musst. :-D Ich meine neben den anderen Substanzen darin, eine Angabe von 25-40% zu den Inhaltsstoffen, was sagt einem das wohl zu der Genauigkeit beim dosieren/ansetzen/entwickeln?
BTW: Natriumnitrat? Darf das? Klingt so als koennte man damit boese Dinge machen oder?
Inhaltsstoffen, was sagt einem das wohl zu der Genauigkeit beim
dosieren/ansetzen/entwickeln?
Keine Ahnung, dachte ich schreib alles ab was in der PDF stand. Diese "Von-bis" Angaben verstehe ich überhaupt nicht :D
BTW: Natriumnitrat? Darf das? Klingt so als koennte man damit boese
Dinge machen oder?
jetzt hast du mich auf dumme Gedanke gebracht. Nein Spaß, als Chemiker bin ich maximal untallentiert, ich würde das Zeug maximal fürs Entwickeln zwechentfremden.
aber auch nur für Laien. Wer das Equipment und Wissen hat, sollte die genaue Konzentration recht leicht herausfinden können. Ist ja nicht so, dass Stoffgemische bestimmen nicht eine Kernkompetenz der Chemie wäre.
Die Frage ist eher: warum will man sich diese Panscherei heute noch antun?
Und Ätzen dann mit Eisen-III Chlorid oder mit Salzsäure plus Wasserstoffperoxid?
Die Frage ist eher: warum will man sich diese Panscherei heute noch
antun?
Und Ätzen dann mit Eisen-III Chlorid oder mit Salzsäure plus
Wasserstoffperoxid?
Ich verstehe das Problem nicht. Gerade am Wochenende mal schnell eine Platine für den Arbeitskollegen geätzt. Aufwand ca. 1h. Wobei ich davon 50 min. in der Hängematte verbracht und ein Buch gelesen habe.
Den Entwickler in einem Messbecher anrühren, in eine Glasschale geben und nach dem Entwickeln in den Ausguss schütten. Dann das Fe3Cl oder die Salzsäure (hab beides da) aus der Flasche in die Glasschale geben und nach 1h ätzen mittels Trichter ( https://www.pollin.de/p/trichter-set-4-teilig-500266 ) zurück in die Flasche. Kurz mit Wasser nachspülen - Fertig.
Das ist kein Gepansche und keine Sauerei. Geschirr von Hand spülen gibt da mehr Sauerei ab.
Naja, da kann ich auch gleich Lochraster nehmen und fertig, spare ich mir die ganze Sauerei und bin auch nicht langsamer. Wenn's was vernünftiges werden soll, macht man das nicht mehr selbst. Außerdem hab ich die nötigen Chemikalien nicht mehr im Haus, weil es einfach unsinnig ist. Das BM darf, damit das funktioniert, nicht zu alt sein. je feiner die Strukturen, desto genauer muss man arbeiten, da ist die Sonne mit einer ungefähren Belichtungszeit von 20 Minuten eher nicht geeignet als Lichtquelle. Genauso beim Ätzen.
Klar geht das, aber die Zeit dafür, wäre mir zu Schade. So super simple Sachen sind auf Lochraster effektiver zusammengeschustert und komplpexere Dinge mit ggf. finepitchigeren Bauteilen profitieren doch sehr von den Optionen, die eine mindestens 2 lagige, professionelle Fertigung ermöglicht.
Aber mach, ich finde es halt reine Zeitverschwendung, von dem Gepansche mit den Chemikalien mal ganz abgesehen. Mein letztes Eisen-III chlorid ist schon vor etlichen Jahren zum Giftmobil gewandert und ich hab es seither nicht eine Sekunde vermisst.
Wenn man sich dann anschaut, wieviel man investieren muss, um das erstmal überhaupt wieder zum Laufen zu bekommen, naja, ich sag mal so: es gibt auch schönere Hobbies.