Forum: Platinen Hilfestellung bei der Auswahl des richtigen PCB-Prototypen-Erstellungswerzeugs


von Navratil (electronixs)


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Hallo Leute,

Bei mir steht aktuell die Anschaffung eines Prototyping-Werkzeuges an.
Die Auswahl dieser Geräte ist ja mittlerweile wirklich riesig.
Zudem unterscheiden sich diese auch noch in ihren Arbeitsweisen 
grundlegend, Laser, klassisches Milling und Material-Dispensing.

Ich habe mir dazu unzähle Videos (hauptsächlich jene der enstsprechenden 
Hersteller) angeschaut und auch die Produktbeschreibungen gelesen, aber 
so richtig herausfinden wo hier die feinen Unterschiede (also Stärken 
und Schwächen) der einzelnen Verfahren und Produkte sind, konnte ich 
leider nicht.
Somit fällt es mir natürlich entsprechend schwer, dass richtige Produkt 
für mich zu finden und da hoffe ich auf ein wenig Unterstützung 
eurerseits und natürlich massig Erfahrungsberichte ;-) die mir die 
Entscheidung etwas erleichtern.

Hier kurz meine Anforderungen:

1.) Ich möchte ein- und zweiseitig Platinen in kleinen Stückzahlen 
fertigen, sowohl klassiche (also in Durchstecktechnik) als auch SMDs, 
evtl. auch kombinierte.

2.) Bei der PlatinenGröße bin ich mir im Moment noch etwas unsicher, 
EurokartenFormat würde vermutlich in 95% der Fälle reichen, wenn es 
etwas gibt das auch etwas größere Platinen fertigen kann wäre das (in 
Hinblick auf zukünftige Projekte) eventuell auch eine Option

3.) Ich arbeite derzeit ausschließlich mit einer älteren (freien) EAGLE 
Lizenz und da ich da mittlerweile einigermaßen fit und schnell bin, 
möchte ich ehlichgesagt auch nicht auf eine andere Software umsteigen.
Auch die FUSION-Ka**e ist da keine echte Option für mich, da ich dass 
was diese mehr kann als das alte EAGLE, schlichtweg nicht brauche.
By the way: Wenn jemand eine gebrauchte EAGLE-Lizenz 6.x oder 7.x zu 
verkaufen mich hat, bitte per PN oder eMail bei mir melden.

4.) Bei den meisten Geräten sind (zumindest soweit ich das den Videos 
entnommen habe) extrem viele Einstellungen für den eigentlichen 
Fräs/Laser Prozess zu machen.
Da ich damit keinerlei Erfahrung habe und nicht zig Platinen nur für die 
"Grundlagenforschung" verbrauchen, und auch nicht wahnsinnig viel Zeit 
in dieselbe investieren will, käme mir eine möglichst einfache Bedienung 
der Software, oder zumindest eine die eine gewisse "Nutzerführung" 
abietet, sehr entgegen.
Der Fokus liegt hier also auf einfache und möglichst fehlertolerante 
Bedienung und weniger hunderte Optionen und Funktinen die man für 
einfache Standardanwendung nicht braucht.
Je einfacher umso besser.

5.) Automatischer Werkzeugwechsel bei den Milling-Modellen ist definitiv 
kein "must have", aber ich würde es speziell für mich als Anfäger dieser 
Technik cool finden, weil wieder eine Fehlerquelle (falsches Werkzeug 
eingespannt) wegfällt und weniger wegen der Bequemlichkeit.
Damit das nicht mißverstanden wird: Anfäger bin ich nur was diese 
Technik betrifft, mit Elektronik und Prototyping beschäftige ich mich 
schon mein ganzes Leben, mehrere Jahrzehnte, lang.

6.) Die Geräte die mit Laser arbeiten, sind soweit ich das verstanden 
habe eher Geräte die zum gravieren gedacht sind und der PCB-Bereich ist 
mehr ein "Abfallprodukt" dieser Geräte.
Stimmt ihr mir da zu, oder schätze ich das völlig falsch ein ?
Sind diese trotzdem genausogut dafür geeignet oder eher nicht ?

7.) Der Preis ist definitiv nicht das Kriterium:
Ich wäre druchaus bereit für ein Produkt das meinen Anforderungen und 
Bedürfnissen besser entspricht, deutlich mehr auszugeben.

8.) Im Zuge der Recherche bin ich natürlich auch über
"LPKF Laser & Electronics" gestolpert.
Das scheinen mir doch schon eher semiprofessionelle Geräte zu sein.
Gibt es zu diesen Erfahrungen ?

So und jetzt immer her mit den Infos ich bin schon echt gespannt was ihr 
dazu zu sagen habt.

Grüße
Electronixs
von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Navratil schrieb:
> Bei mir steht aktuell die Anschaffung eines Prototyping-Werkzeuges an.

Wozu?

der Advocatus Diaboli sagt:

https://jlcpcb.com/

https://aisler.net/
: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Navratil schrieb:
> 1.) Ich möchte ein- und zweiseitig Platinen in kleinen Stückzahlen
> fertigen, sowohl klassiche (also in Durchstecktechnik) als auch SMDs,
> evtl. auch kombinierte.

Da müsstest du schon schon ein paar mehr Details nennen. SMD ist 
bezüglich der Anforderungen an die Strukturgrößen auf der Platine ein 
weites Feld.
Zeig doch einmal, welche Art von Platinen du fertigen möchtest.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> 1.) Ich möchte ein- und zweiseitig Platinen in kleinen Stückzahlen
> fertigen, sowohl klassiche (also in Durchstecktechnik) als auch SMDs,
> evtl. auch kombinierte.

Das ist 'ne Kleinstserie (geraten: 10 Stk. willste machen)  aber kein 
Prototyp mehr, nach Fädeltechnik wie bei Lochraster/TH klingt das auch 
nicht mehr, also SMD.

Bei SMD kommt man ums "Extern fertigen lassen" nicht mehr drumerheum, 
negativ Kupferfräsen/-ritzen ( " ... gravieren ...") ist nicht wirklich 
ne Option, händisch zu ungenau, für nen x-y Plotter/schneider sind IMHO 
die Kosten/Aufwand zu hoch.

Vielleicht hat es einen makerspace mit entsprechenden Equipment in der 
Nähe wo man man reinschauen kann, ansonsten ist 
Beitrag "Hilfestellung" 
schon der richtige Hinweis.

Ich hab mal auf der Embedded nen Vortrag/demo zur 
Inhouse-Prototypenfertigung im eigenen Labor gesehen, hat mich nicht 
wirklich überzeugt. War eventuell das: 
https://www.lpkf.com/de/branchen-technologien/forschung-in-house-pcb-prototyping/warum-in-house-pcb-prototyping
: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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Für den Preis selbst der billigsten Maschine die einigermaßen taugt 
kannst du einige hundert Packl aus China bestellen, und das sind 
zusätzlich professionell hergestellte Boards inklusive Bestückungsdruck, 
Durchkontaktierung und Oberflächenveredlung in Industriestandard und 
feinster Auflösung.
Eine eigene Maschine egal welchen Typs bringt nur Vorteile wenn du nicht 
eine Woche auf die Muster warten kannst, also "das muss heute fertig!!!" 
die Regel ist. Und die Betonung ist auf "muss", nicht weil du das willst 
oder geil findest, sondern weil da eine Strafe dranhängt.

Fräsen macht Dreck und ist relativ grob. Glasfaserstaub ist 
krebserregend, da brauchts eine staubfähige Absaugung zu, und die 
kleinen Werkzeuge verschleißen wegen des Glases schnell. Und die sind 
auch sehr "günstig"...
Fräsen haben auch gern mal Probleme weil das Material nicht 100% gerade 
ist.

Lasern macht noch ekligeren Gestank und Rauch, aber wenigstens keinen 
Staub. Dafür sind die Maschinen wesentlich teurer und gleichzeitig 
schlechter, denn eine Fräse schert sich einen Dreck um die Oberfläche, 
ein Laser kann auch mal dieses Material nicht vernünftig schneiden weil 
es einfach zu stark reflektiert, da ist dann tricksen nötig.
Plus: so ein günstiger Powerlaser hält nicht lange, ein wirklich guter 
der lange hält kostet ein Vermögen.
Und: die Strahlung ist saugefährlich, weil man sie nicht sieht.
Wenn die Fräse leise ist ist sie gefahrlos, der Laser macht keinen Krach 
und schwupps bist du blind.

3D-Drucken braucht man bei Platinen nur wenn es Formen ungleich der 
Platte sein müssen (!). Das Material ist scheiße und schlecht, weil man 
weder Isolation noch Leiter als Thermoplast vernünftig herstellen kann.

Alle drei Maschinen ziehen ihren Nutzen aber aus "die kann das auch!".
Will sagen du kannst Gehäuse oder Frontplatten auch machen und die 
Elektronik ist ein Abfallprodukt, wobei man heutzutage durchaus 
Maschinen kaufen kann die den Fokus eher auf LP-Herstellung haben, und 
dann können sie nichtmal andere Materialien grundlegendst bearbeiten. Da 
bist du dann doppelt gearscht.
: Bearbeitet durch User
von Navratil (electronixs)


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Hmmm so viel Negatives hab ich ehrlich gesagt nicht erwartet.
Und ja es ist in dem Fall tatsächlich ein Luxus den ich mir leisten WILL 
und nicht muss, dass ich nicht eine Woche warten muss.

Und nein Fädeltechnik ist das natürlich nicht, das meiste was ich bisher 
gemacht habe war ganz normale klassische Durchstecktechnik,
aber auch vereinzeot SMD

Gibts hier auch noch Anwender von solchen Geräten die mit Erfahrungen 
helfen können ?
Dass man das Zeugs in China, oder sonstwo fertigenden lassen kann, war 
mir bekannt, dazu benötige ich zumindest im Moment, keine Empfehlungen. 
;-)
Ich möchte mir tatsächlich so ein Gerät anschaffen und muss mir dazu ein 
entsprechendes Bild von den Dingern machen.
Da würde ich mir Unterstützung wünschen.
Die Nachteile der Lasergeräte (Dämpfe, Gestank) und der Gravierer 
(krebserregender Staub usw.) haben wir hiermit ausreichend besprochen.
Wie sieht es mit den anderen Vor- und Nachteilen aus ?

Was haltet ihr von der dritten Gattung, den Material-Dispensern, so wie 
das die Voltera V1 macht ?

Zu den Platinen die ich machen will, ja das kann alles mögliche sein, 
von winzigen 2x2cm Dingern die nur ein Signal verstärken bis zu 
Steuerungen mittels Mikrokontroller.
Und selbst da ist das Spektrum breit, manches mal reicht ein AT Tiny85 
für einfache Aufgaben, häufig verwende ich AT Mega328 oder direkt einen 
Arduino, manches mal hab ich auch schon einen Motorolla 68H12 oder einen 
AT Mega2560 verwendet.
Je nach dem was am ehesten zu der Aufgabe gepasst hat.

Grüße
Electronixs
: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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So lange du normale SMDs mit 1.27er Raster und 0805 nutzt, kauf eine 
Fräse.
Das ist robuste einfach beherrschbare Technik, wenn es keine 
100€-Aliexpress-Maschine ist.
Und die kann evtl. auch gleich Löcher in Frontplatten machen usw., das 
geht mit Laser nur schlecht.

Navratil schrieb:
> Was haltet ihr von der dritten Gattung, den Material-Dispensern

Durfte ich mir mal ansehen, eine absolut geile Maschine, die als Lösung 
klasse funktioniert, wenn man das sehr spezifische Problem dazu hat. Und 
die Kohle.
von Frank K. (fchk)


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Ein weiteres Verfahren wäre LDI Laser Direct Imaging. Dabei wird eine 
photosensitive Leiterplatte mit einem UV-Laser direkt beschrieben. Der 
zwischenschritt über einen Film entfällt also. Anschließend wie gehabt 
entwickeln, fixieren, ätzen, reinigen, bohren.

Wie möchtest Du Lötstopplack auftragen? SMD ohne Lötstop kann lästig 
werden.

Wie stellst Du Dir das mit dem Durchkontaktieren vor? Galvanisch? Draht 
durchstecken und auf beiden Seiten löten?

Als Jugendlicher habe ich mir meine Sachen mit Eisen-3-Chlorid versaut. 
Aus dem Alter bin ich raus. Muss ich nicht mehr haben.

fchk
von Jens M. (schuchkleisser)


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Frank K. schrieb:
> LDI Laser Direct Imaging

Das ist im Grunde das was professionelle Hersteller machen.
Nur das die dann auch gleich Lötstop (auf gleiche Art) und Dukos machen 
können, was hier ausdrücklich nicht gewünscht ist.
Da ist ein LDI dann nur das sparen der Folie und der UV-Lampe, die ganze 
Sauerei hat man trotzdem und die LDI-Maschine ist sonst zu nix nutze.
von Navratil (electronixs)


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LDI Laser Direct Imaging finde ich persönlich Quatsch, da kann ich 
gleich mit UV-Belichtung arbeiten, das bringt m.E. kaum Vorteile.

Lötstoplack auftragen ?
Klassisch würde ich sagen, an den entprechenden Stellen wieder entfernen 
können eigentlich alle Systeme soweit ich das verstanden habe.

Durchkontaktierungen hätte ich erstmal nur mit Draht gemacht, aber es 
gibt ja auch enstprechende "Einstecker" zu kaufen.

>Als Jugendlicher habe ich mir meine Sachen mit Eisen-3-Chlorid versaut.
>Aus dem Alter bin ich raus. Muss ich nicht mehr haben.
Ja das hab ich vor (mehr als) 30 Jahren auch gemacht, und genauso wie Du 
kann ich heute gern darauf verzichten, deswegen der Gedanke mir so eine 
Maschine zu kaufen.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Navratil schrieb:
> Klassisch würde ich sagen, an den entprechenden Stellen wieder entfernen
> können eigentlich alle Systeme soweit ich das verstanden habe.

Fotolack als Folie auflaminieren und dann Laserbelichten, mit stark 
reduzierter Leistung.
Die Fräse kann so dünne Schichten nicht zuverlässig ohne 
Untergrundbeschädigung, und der FDM-Apparat kann nur zufügen, nicht 
wegnehmen.
Also, wenn du Lötstoppen willst brauchts evtl. was anderes.

Für Dukos kann man nieten, oder man tut sich doch wieder Chemie an und 
galvanisiert.
Wenn man Nieten und oder Chemie noch bekommt. Nieten und das ganze 
andere Zeug stirbt aus weil's kaum noch privat gebraucht wird, Chemie 
ist verboten wegen Terror und zunehmender Volksverdummung.

Du siehst: das ist komplexer als man meint, und kostet auch derbe 
4-stellig, mindestens.
Aber so ist das mit Hobbies: möglichst viel Geld rauswerfen um damit 
möglichst wenig Nutzen zu erzielen.
: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Jens M. schrieb:
> Lasern macht noch ekligeren Gestank und Rauch, aber wenigstens keinen
> Staub.

Rauchpartikel sind kein Staub?
von H. H. (hhinz)


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Rainer W. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Lasern macht noch ekligeren Gestank und Rauch, aber wenigstens keinen
>> Staub.
>
> Rauchpartikel sind kein Staub?

Feinstaub.
von Navratil (electronixs)


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"Derb 4-stellig" wäre nicht das Problem, wenn das Teil das macht was ich 
mir wünsche.

Schön wären Erfahrtungsberichte von Leuten die sowas in Verwendung 
haben, idealerweise vieleicht sogar mit verschiedenen Arbeitsweisen 
und/oder Fabrikaten.

Grüße
Electronixs
: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Navratil schrieb:
> Erfahrtungsberichte von Leuten die sowas in Verwendung
> haben

Es wird Gründe geben, warum es so wenig davon gibt, und warum es immer 
weniger werden.
von F. (radarange)


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Du musst dir überlegen, was du willst und dann entsprechend handeln.
Eins vorweg: Wenn du keine Anwendung hast, bei der ein Kunde unbedingt 
innerhalb von 2 Stunden eine bestückte Platine braucht, ist die 
Fertigung mehr als einer Platine völlig unsinnig. Das ist toll für 
Prototyping, aber schon sowas wie eine Kleinserie lässt man besser 
extern fertigen. Das ist einfacher, die Qualität ist besser und es ist 
auch noch kostengünstiger.

Ich habe Erfahrung mit einigen Verfahren, aber kann dir eigentlich nur 
zur UV-Direktbelichtung raten, da die die feinen Strukturen, die du 
vielleicht brauchst, ordentlich auflösen kann. Ich benutze dafür meinen 
Harz-3d-Drucker. Das lichtempfindlich beschichtete Platinenmaterial wird 
anstelle des Harztanks auf den Bildschirm gelegt und dann wird mittels 
einer Datei, die lediglich die Platine zeigt (UVTools!) belichtet. 
Danach entwickeln, ätzen, der ganze Aufwand. Wer mag, kann wohl noch 
Lötstoplack auflaminieren und belichten, ist mir aber zu viel Aufwand. 
Achso: Bohren musst du die Platine danach natürlich auch noch, das kann 
man aber durch weitgehende SMD-Verwendung stark reduzieren.
Vorteil: Platine wird weitgehend so, wie du sie designst. Nachteil: Du 
musst halt ätzen und das Basismaterial vorrätig haben bzw. vorbereiten. 
Außerdem Bohren.

Über die Sinnhaftigkeit des ganzen Vorhabens müssen wir uns nicht 
unterhalten; du weißt, was du willst und brauchst. Ich finde Design für 
Platinen zum Selberätzen immer sehr anstrengend, Durchkontaktierungen 
sind ein irrer Aufwand und die Materialien und Prozesschemie sind auch 
nicht ganz billig. Da ist man bei Kleinserien mit einem professionellen 
Fertiger (muss nicht mal jlcpcb sein) einfach besser bedient.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Rainer W. schrieb:
> Rauchpartikel sind kein Staub?

In dem Sinne nicht.
Der Frässtaub lässt sich nicht durch einfache Luftströmung durch das 
Gehäuse einsammeln, da brauchts einen Staubsauger mit Staubzulassung 
sonst ist die Scheiße in der Lunge.

Laserrauch dagegen lässt sich hervorragend mit einer Ablufteinheit nach 
draußen befördern und die Maschine ist direkt sauber.

Aber ja, Rauch ist Feinstaub, das stimmt.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Jens M. schrieb:
> Für Dukos kann man nieten,

Und das geht halbwegs ordentlich nur mit solch einem fetten Nietgerät 
wie z.B. Bungard Favorit. Trotzdem ist nicht sichergestellt, dass die 
Nieten dauerhaft halten, weil die Verpressung mit den Leiterbahnen nicht 
immer perfekt ist. Daher ggf. beidseitig nachlöten...

> oder man tut sich doch wieder Chemie an und galvanisiert.

Exakt. Und damit hierbei eine brauchbare Qualität herauskommt und das 
nicht nur Glückssache ist, muss man die Leiterplatte vor dem Ätzen 
bohren, entgraten und durchkontaktieren, so wie "die Profis". Das will 
man sich auch nicht wirklich antun, denn dafür benötigt man doch einen 
Haufen verschiedener Chemikalien und natürlich eine fette 
Stromversorgung.

Aus meiner Sicht sind genau diese Durchkontaktierungen meist DER Grund 
schlechthin, nur noch professionell hergestellte Leiterplatten zu 
verwenden.

> Wenn man Nieten und oder Chemie noch bekommt. Nieten und das ganze
> andere Zeug stirbt aus weil's kaum noch privat gebraucht wird, Chemie
> ist verboten wegen Terror und zunehmender Volksverdummung.

Bungard bietet auch heute noch sowohl Nietmaschinen als auch galvanische 
Durchkontaktiermaschinen an, ebenso die Nieten und Chemikalien. Die 
Nieten gibt es im Online-Shop oder z.B. bei TME. Für die Chemikalien 
muss man registrierter Kunde sein, wobei sie eventuell nur an 
gewerbliche Abnehmer verkauft werden, die das Zeug auch fachgerecht 
entsorgen können.

https://www.bungard.de/de/produkte/durchkontaktierung
von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Hallo,

Navratil schrieb:
> Hmmm so viel Negatives hab ich ehrlich gesagt nicht erwartet.
...
> Gibts hier auch noch Anwender von solchen Geräten die mit Erfahrungen
> helfen können ?

Ich habe mir vor rund 30 Jahren (also in der Zeit, als die meisten noch 
keinen Internet-Zugang hatten) eine Tischfräsmaschine gebaut, u.a. zum 
Platinenfräsen. Mehr als ein paar Muster habe ich damit nicht gemacht. 
Ansonsten eher Frontplatten oder mechanische Nacharbeiten. In den 
letzten Jahren steht das Teil eigentlich nur noch rum. Wenn man die 
eigene Arbeitszeit mit einrechnet und das nur sehr selten macht, lohnt 
sich das eigentlich nie, weil man immer erstmal probieren muss oder eine 
spezielle Vorrichtung bauen muss. Für Platinen aus den bereits genannten 
Gründen schon gar nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
von L. (lah)


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Navratil schrieb:
> "LPKF Laser & Electronics" gestolpert.
> Das scheinen mir doch schon eher semiprofessionelle Geräte zu sein.
> Gibt es zu diesen Erfahrungen ?

Von denen hatten wir eine Maschine in der Lehrwerkstatt, vor ca. 10 
Jahren saß ich da zuletzt dran. Mein Fazit von damals: Für Prototypen 
bis runter zu SMD 0603 und TQFP absolut brauchbar.
Aaaber: Die Maschine hat eine Lernkurve und du musst schon im Layout 
Dinge beachten, die bei Profi-Platinen egal sind oder evtl. sogar 
unnötige Probleme machen. Außerdem ist der Betrieb relativ teuer. Du 
brauchst unbedingt noch die Absaugung, darüber lief der Vakuumtisch und 
den Glasfaser Staub willst du nicht in der Bude haben. Ohne das 
Mikroskop zum Fräser einstellen ging es auch nicht, trotz vorhandener 
Granit Messplatte und Zubehör.
Außerdem kannst du damit rechnen, dass du quasi pro Eurokarte einen 
Gravierstichel (10-20€) abschreiben kannst. Die funktionieren zwar noch 
länger, aber die Kupfer-Kanten fransen dann aus und du bekommst SMD 
nicht mehr schön genug hin. Entgraten mit Poliervlies geht wenn man 
vorsichtig ist, rettet aber auch nicht alles. Flächen freistellen dauert 
ewig und kostet dir auch quasi einen Fräser pro blank gemachter Karte, 
da der nur an der Stirnseite abgenutzt wird.
Heutzutage würde ich für die ganze Kohle lieber einen Vertrag mit einem 
Fertiger aushandeln, wenn man das Zeug wirklich so schnell braucht. 
Persönlich weiß ich, mal eine Kaffeepause in sich gehen bevor man 
abschickt, ist eh sinnvoller als sein Labor auf Schnellschüsse zu 
trimmen.
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Schön wären Erfahrtungsberichte von Leuten die sowas in Verwendung
> haben,

Habe ich: Bestell bei JLCPCB! Ich habe eine CNC3018 mit Laser, einen 40W 
CO2-Laser, ich habe belichtet, geätzt, gebohrt. Was hier nach meiner 
Meinung noch fehlte: Jedes Verfahren braucht ausgewogene 
Prozessparameter. Mit anderen Worten > 80% Ausschuss!
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Navratil schrieb:
> Und selbst da ist das Spektrum breit, manches mal reicht ein AT Tiny85
> für einfache Aufgaben, häufig verwende ich AT Mega328 oder direkt einen
> Arduino, manches mal hab ich auch schon einen Motorolla 68H12 oder einen
> AT Mega2560 verwendet

Ist doch alles total harmlos, diese MCUs kannst du doch freifliegend 
verdrahten wenn du nicht gerade die BGA-Version nimmst. Die fliegenden 
Drähte dann auf Lochraster oder Eval-Boards o.ä. . Kostet wahrscheinlich 
im Endeffekt weniger Lebenszeit als die Inbetriebnahme so einer 
Maschine... Und für Stückzahl > 1 halt JLPCB.
von Michael B. (laberkopp)


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Navratil schrieb:
> ich bin schon echt gespannt was ihr dazu zu sagen habt.

Navratil schrieb:
> zweiseitig Platinen

Vergiss es.

Du bekommst keine vernünftigen Durchkontaktierungen hin. Nicht mit 
endlichem Aufwand. Nicht zuverlässig. Nicht irgendwie erschwinglich.

Echte Durchkontaktierungen wie du sie bei professionellen 
Platinenfertigern bekommst, mit Epoxyplatinen die mit so scharfen VHM 
Bohrern so schnell gebohrt werden dass sie nicht anschmelzen, mit 
heissem Kaliumpermanganat aufgerauht werden, mit kollodolialem Palladium 
grundiert werden, mit Kupfer elektrolytisch beschichtet werden und erst 
danach im Negativverfahren belichtet, galvanisch mit ätzfestem Metall 
(Zinn oder Gold) überzogen werden, gestrippt, basisch geätzt werden, 
sind dermassen prozessaufwändig, dass du täglich dabei bleiben musst um 
die Prozesse zu beherrschen.

Andere Methoden, wie Silberpaste oder Durchkontaktiernieten, sind eine 
Qual und unzuverlässig.

Als Hobbyist geht nur einseitig. Immerhin kann man damit so 50% der 
Platinen erschlagen.

Wenn du dich darauf beschränken kannst und doppelseitige herstellen 
lässt, dann empfiehlt sich heute ein UV Tintenstrahlflachbettdrucker, 
der kostet so um 2000€.

https://www.ebay.de/itm/388563983261

Damit wird die kupferbeschichtete Platine erst mit Ätzresist bedruckt, 
dann geätzt im Ätzbad, dann der Ätzresist gestrippt, dann der Lötstop 
und Bestückungsdruck gedruckt.

Gebohrt wird mit einer CNC (3020 oder so), wenn 0.8mm Löcher reichen

Beitrag "Re: Mini CNC Fräse..welche ist brauchbar?"

(vielleicht geht bis 0.6) muss man keinen Werkzeugwechsler haben (alte 
Lenz PT415 oder TB500 kaufen, so um 1000€).

Da man die CNC sowieso braucht könnte man auch Isolationsfräsen, z.B. 
wie oben gezeigt Voronoi,  aber damit bekommt man keine feinen 
Strukturen hin, Ätzen ist schneller und genauer.
: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Nicht dass ich Ahnung habe, aber nach dem was hier geschrieben wurde 
solltest Du auch das Thema Arbeitsschutz unbedingt ausarbeiten. Wenn 
sich Haustiere  Putzfrau  Kinder unerlaubt Zutritt verschaffen können, 
fast noch wichtiger als die Fertigung selbst.
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Andreas und Jens.

Andreas S. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Für Dukos kann man nieten,
>
> Und das geht halbwegs ordentlich nur mit solch einem fetten Nietgerät
> wie z.B. Bungard Favorit. Trotzdem ist nicht sichergestellt, dass die
> Nieten dauerhaft halten, weil die Verpressung mit den Leiterbahnen nicht
> immer perfekt ist. Daher ggf. beidseitig nachlöten...

Ich habe früher privat und beruflich viele Stunden damit verbracht, 
unzuverlässig gewordene Durchkontaktierungsnieten nachträglich zu 
verlöten.
Und zu den Herstellern zählten renomierte große Firmen. Es ist also 
nicht leicht, solche Nietdurchkontaktierungen herzustellen.

Ich persönlich sehe darum vernietete Durchkontaktierungen als sehr 
unzuverlässig an. Selbst als "Messemuster", wenn es länger als ein 
halbes Jahr funktionieren soll.

> Aus meiner Sicht sind genau diese Durchkontaktierungen meist DER Grund
> schlechthin, nur noch professionell hergestellte Leiterplatten zu
> verwenden.

Richtig.
Man kann zwar seine Leiterplatte dahin optimieren, möglichst wenig 
Durchkontaktierungen zu haben, SMD ist da ideal, aber in allerletzter 
Konsequenz liefe das auf einseitige Leiterplatten hinaus.

Mal ganz abgesehen davon, das die verkrampfte Leiterführung dadurch zu 
anderen Problemen führt.

Wenn man kleinere Schaltungen ganz in SMD einseitig hinbekommt, hätte 
das selber ätzen aber durchaus seinen Charm. Ich hatte schon Cheffs die 
begeistert waren, wenn ich ihnen über Nacht oder übers WE eine kleine 
bestückte Problemlöserplatine präsentieren konnte. ;O)

Mit freundlichem Grund:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
: Bearbeitet durch User
von Boris (skyperhh)


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Moin,

hier stehen bei uns am Institut ein Fräsbohrplotter S103 und ein Laser 
ProtoLaser U3, beide von LPKF.

Grund für die Anschaffung war, das hier der Einsatz von Chemie bei der 
PCB Fertigung vermieden werden sollte...

Mit den Fräsbohrplotter werden als erstes 4 Passer Marken gebohrt, dann 
geht es weiter zum Laser.

Der Laser strukturiert das Material, in der Regel FR4. Es wird aber 
nicht komplett verdampft, sondern nur "geritzt" und dann im nächsten 
Schritt erwärmt, so das der Klebstoff vom Kupfer "flüssig" wird, 
seitlich wird dann mit Druckluft das Material weg gepustet - sieht aus 
wie feine Haare.
Ausrichtung erfolgt mit Hilfe der Bohrungen, die durch eine Kamera 
erkannt werden, damit sind doppelseitige Leiterplatten kein Problem.

Dann kommt das Material wieder auf den Fräsbohrplotter, dort werden die 
Löcher gebohrt und im letzten Schritt die Kontur der PCB gefräst.

Warum da ganze und was kann ich nach über 10 Jahren Nutzung dazu sagen.:

Wir machen viel analoge Entwicklung, dort gibt es oft eine Handvoll oder 
mehr Iterationen der Schaltungen, wenn die Schaltung dann steht, lassen 
wir meistens professionelle PCBs fertigen...

Des weiteren haben wir viele einseitige Leiterplatten, die als 
Probenträger verwendet werden. Das Design ist meistens relativ simpel, 
dafür sind die Kontur und Befestigungsbohrungen aufwendig, oft Rund mit 
Aussparungen. Dazu hat sich manchmal das Design für diese PCBs gefühlt 
täglich geändert...

Duschkontaktierungen machen wir mit 0,6mm und 0,8mm Bungard Nieten, 
verlöten diese aber auch zusätzlich - nur auf die Niete würde ich mich 
nicht verlassen.

Wäre es bei der PCB Fertigung geblieben, würde ich diesen Gerätepark 
nicht noch einmal anschaffen - aber der ProtoLaser hat sich zum 
Schweizer Taschenmesser am Institut entwickelt! 90% der Anwendung haben 
nichts mehr mit PCB Prototyping mehr zu tun.

Wir haben damit Kleine Stücke aus Wafern ausgeschnitten, um die Probe 
auf eine brauchbare Größe für die Probenstäbe zu bekommen. Kaptonfolien 
und andere Materialien als Masken für Versuche und Beschichtungen in der 
Spatter- / Aufdampfanlage. Bleche bis 0,3mm aus Kupfer, Edelstahl, 
Aluminium ausgeschnitten für Klammern, Befestigungen usw... Auch Saphir 
und Diamant Platten hab ich damit schon geschnitten...

Sogar Deckgläser (die man für Mikroskopie verwendet) ließen sich auf die 
notwendige Größe zu schneiden...

Preislich liegt man bei der Fräse im fünfstelligen Bereich, komplett mit 
Staubsauger usw... für den Laser muss man Faktor 10 mehr auf den Tisch 
legen.
von Hans (ths23)


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Navratil schrieb:
> Durchkontaktierungen hätte ich erstmal nur mit Draht gemacht, aber es
> gibt ja auch enstprechende "Einstecker" zu kaufen.
Die größer sind als das kleinste SMD-Bauelement, das ich jemals verbaut 
habe.

Du scheinst viel, vermutlich sehr viel, Geld übrig zu haben. Gefräste 
Leiterplatten sehen nach meinem Empfinden einfach nur Scheiße (zumindest 
bei zu tief eingestelltem Stichel/Fräser) aus, ist aber Ansichtskarte. 
Auch Panscherei lohnt heutzutage nicht wirklich. In beiden Fällen kann 
das Ergebnis mit einer industriell hergestellten PCB nicht mithalten.
Ich würde mir schon überlegen ob ich viel Geld in eine Sache investiere 
um am Ende ein mäßiges Ergebnis zu erhalten. Für das viele Geld was Du 
für eine halbwegs brauchbare Ausrüstung investieren mußt, kannst Du Dir 
viele PCB professionell fertigen lassen. Rechne mal selber, eine 
Eurokarte kostet bei JLC in 24h hergestellt ca. 20€ mit Lieferung per 
DHL Express kommen noch mal 30€ drauf, also insgesamt 50€ für 5 
Leiterplatten (Mindestbestellmenge) mit einer Lieferzeit von ca. 4 
Tagen. Ausgehend von einem ordentlichen Tool für Dein Vorhaben, was so 
bei 5000€ liegt, wären das 100 PCB's. Zudem könnte man auch mehrere 
Aufträge bündeln, was den Einzelpreis der Leiterplatte natürlich senkt.

Der ganze Kram wurde hier schon ausführlichst diskutiert, zuletzt hier 
Beitrag "Re: Fotoplatinen Beleuchten welche Röhren".

Wenn Du meinst es trotzdem machen zu müssen, dann tue es, es hindert 
Dich niemand daran. Allerdings wird es hier kaum jemanden geben der mit 
so teurem Equipment schafft. Mit anderen Worten Du wirst hier nicht so 
arg viel Hilfe bei Deinem Anliegen bekommen.
von Hans (ths23)


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Michael B. schrieb:
> Als Hobbyist geht nur einseitig. Immerhin kann man damit so 50% der
> Platinen erschlagen.
Uuups! Hier Beitrag "Re: Fotoplatinen Beleuchten welche Röhren" waren 
es noch für privat deutlich mehr.
von Navratil (electronixs)


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Ich denke das Thema:
"In China industriell gefertigte Prints sind viel besser als alles 
andere was man selber macht"
haben wir jetzt ausreichend und intensiv genug besprochen.

Kommen wir wieder zurück zu dem was ich möchte und weg davon was 
vielleicht qualitativ besser, effizenter oder billiger, weniger 
gesundheitsschädlich oder (aus subjektiver) Sicht sinnvoller ist.

Was das kostet, und ob sich das für mich rechnet lasst doch bitte meine 
Sorge sein.

Was ich gerne hätte wären Erfahrungsberichte mit den genannten Geräten, 
nicht irgendwelche Profigeräte an Instituten die 100.000,- oder mehr 
kosten.

Aber anscheinend gibt es hier leider niemanden der mit solchen Dingern 
arbeitet.

Ganz gebe ich die Hoffnung aber noch nicht auf, dass sich eventuell doch 
der eine oder andere findet, der mir weniger belehrend erklärt, dass das 
alles S******* ist was ich machen möchte, sondern stattdessen mit 
Erfahrungen zu den Geräten, was sie gut können, was weniger gut, wo die 
Schwächen liegen, was zu beachten ist, usw. hilfreich sein kann.

Also nochmal runtergebrochen was ist das Ziel der ganzen Aktion:

Ich möchte ZUHAUSE innerhalb, von wenigen Stunden selbst designte 
Leiterplatten (jetzt NUR mehr Prototypen, KEINE Kleinserien) herstellen, 
sowohl einseitig als auch zweiseitig, sowohl in klassischer 
Durchstecktechnik als auch SMD bzw. kombinierte.
Viel kleiner als ein 1,27er Raster brauch ich nicht.
Durchkontaktierungen kann ich mit cleverem Design gering halten, diese 
würde ich händisch mit Draht machen oder mit Nieten die zusätzliche 
verlötet werden.
Wichtig wäre eine einfache oder wenigsten benutzergeführte Bedienung, da 
ich da im Moment noch keinerlei Erfahrung habe und möglchst schnell zu 
einigermaßen brauchbaren (nicht "https://jlcpcb.com/"; perfekten) 
Ergebnissen kommen möchte.

Grüße Electronixs
: Bearbeitet durch User
von Hans (ths23)


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Navratil schrieb:
> Aber anscheinend gibt es hier leider niemanden der mit solchen Dingern
> arbeitet.
Schon mal darüber nachgedacht warum das so ist?
von Johannes F. (jofe)


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Navratil schrieb:
> LDI Laser Direct Imaging finde ich persönlich Quatsch, da kann ich
> gleich mit UV-Belichtung arbeiten, das bringt m.E. kaum Vorteile.

Es bringt den entscheidenden Vorteil, daß die Belichtungsvorlage 
entfällt, die in zufriedenstellender Qualität heutzutage nicht mehr 
leicht zu bekommen ist.

Hans schrieb:
> Gefräste
> Leiterplatten sehen nach meinem Empfinden einfach nur Scheiße (zumindest
> bei zu tief eingestelltem Stichel/Fräser) aus,

ACK. Und nicht nur das, sie sind auch elektrisch gesehen wegen der 
orphans (unverbundenen Flächen) minderwertig.

Navratil schrieb:
> Viel kleiner als ein 1,27er Raster brauch ich nicht.

Ach? Oben schriebst du noch was von ATmega2560, den gibt's im TQFP mit 
Pitch 0,5_mm, das ist dann doch schon eine etwas andere Nummer.

Scheinbar weißt du selbst nicht so wirklich, was du eigentlich brauchst. 
Nur, daß du sehr viel Geld ausgeben willst. Schon etwas seltsam.
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Was ich gerne hätte wären Erfahrungsberichte mit den genannten Geräten,
> nicht irgendwelche Profigeräte an Instituten die 100.000,- oder mehr
> kosten.
> Aber anscheinend gibt es hier leider niemanden der mit solchen Dingern
> arbeitet.

Doch, gibt es, du bist nur arg beratungsresistent.

Navratil schrieb:
> Ich möchte ZUHAUSE innerhalb, von wenigen Stunden selbst designte
> Leiterplatten (jetzt NUR mehr Prototypen, KEINE Kleinserien) herstellen

Ja dann mach doch. Kauf Dir ne 3018, gute Frässtichel, dazu noch ein 
ordentliche Spindel, zusätzliches Netzteil, schaff die Möglichkeit, die 
Platine gut plan zu halten, dass sie sich unter dem Fräser kein Zehntel 
verwindet und staune wie elend lange das Fräsen dauert. Und Extraklasse, 
wenn zwischendurch die Verbindung abbricht: Game over, insert new coin!
Das Bohren war hingegen ein Genuss zuzusehen, wie präzise und schnell 
der die Löcher macht. Schade nur wenn du beim Bohrerwechsel die Position 
verlierst. Kannst du dir schon selber vorstellen, was dann passiert?

Viel Spaß und Erfolg!
von Thomas W. (goaty)


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Mach Toner Transfer.
Geht auch schnell, braucht nicht viel Equipment ( Drucker, laminierer ) 
und das Ergebnis ist ähnlich gut oder schlecht wie die anderen diy 
Verfahren.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> verwindet und staune wie elend lange das Fräsen dauert.

Als Hausnummer,  2h für ne einseitige Scheckkarte, auf der scheckkarte 
ne Atmel AVR Schaltung. Hinzukommt die Zeit zum Fräsen der Unterlage die 
die Höhen ausgleichen sollte. Das ganze auf gehobenen Hobbyequipoment 
(Freizeitkeller Ingenieur).

Da mal ne ausführliche Beschreibung zum PCB-Fräsen:
* https://einfach-cnc.de/platinen-fraesen/
von Michael B. (laberkopp)


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Navratil schrieb:
> Ich möchte ZUHAUSE innerhalb, von wenigen Stunden selbst designte
> Leiterplatten (jetzt NUR mehr Prototypen, KEINE Kleinserien) herstellen,
> sowohl einseitig als auch zweiseitig,

Vielleicht lebt Werner noch, er war zumindest angemeldet

Beitrag "Echtes Durchkontaktieren"
von Martin (hiru)


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Navratil schrieb:

> Ich möchte ZUHAUSE innerhalb, von wenigen Stunden selbst designte
> Leiterplatten (jetzt NUR mehr Prototypen, KEINE Kleinserien) herstellen,
> ...

Vor ähnlichen Anforderungen stand ich vor fast zwei Jahren auch. Ich 
wollte eigene kleine Elektroniken mit vertretbarem Aufwand entwickeln 
und anschließend auch fertigen. Für eine Entwicklung einer 
BLDC-Motorsteuerung fand ich als sinnvollste Lösung einen 
Treiberbaustein, den es nur im 16-Pin VFQFPN-3x3x1.0mm-Gehäuse gibt. 
Damit war bei mir die Richtung für die Fertigung der Schaltung 
vorgegeben: JLCPCB und Reflow-Ofen.
Auch bei den darauffolgenden Entwicklungen waren fast immer Bauteile in 
ähnlichen Gehäusegrößen als sinnvollste Lösung dabei.

Vermutlich werden zukünftig immer mehr relevante Bausteine nur in 
ausschließlich sehr kleinen Gehäusen angeboten. Ich warte zwar einige 
Tage auf die Platinen-Lieferungen aus China, die nutze ich aber um 
gleichzeitig die Bauteile zu bestellen und die Firmware zu schreiben. 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass mit Deiner angestrebten 
Vorgehensweise moderne aktuelle und zukünftig angebotene Bauteilen 
verarbeitet werden können. Für mich hängst Du damit in der 
Elektronik-Steinzeit fest.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Michael B. schrieb:
> Beitrag "Echtes Durchkontaktieren"

Wird für die meisten an der Beschaffbarkeit einiger Chemikalien 
scheitern.
von Alexander (alecxs)


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Er hat doch schon geschrieben es ist just for fun 
Beschäftigungstherapie.
von Christian M. (christian_m280)


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Navratil schrieb:
> Geräte

Welche "Geräte" meinst Du eigentlich, deren Auswahl so riesig ist? Es 
gibt keine Geräte, wo man an den Rechner anschliesst und hinten Printe 
rauskommen!

Gruss Chregu
Beitrag #8064247 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Navratil (electronixs)


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Christian M. schrieb:
> Welche "Geräte" meinst Du eigentlich, deren Auswahl so riesig ist?

Carvera Air
Wegstr.
commarker
Makera
Voltera
und dann noch so einiges von LPKF Laser & Electronics

Das sind bloß die wichtgstens, geben tut es da noch wesentlich mehr.
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Doch, gibt es, du bist nur arg beratungsresistent.

Verstehe, ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass das was für dich 
und deine (hohen) Anforderungen vielleicht passend ist, eventuell für 
andere die in einer anderen Situation sind (aus welchen Gründen auch 
immer) absolut unpassend sein könnte ?

Oder auch, das nur weil du der Meinung bist es gäbe nur einen einzigen 
Weg ein gewisses Ziel zu erreichen, das nicht zwingend der Fall sein 
muss ?

Auf diese Art der "Beratung" wie du sie anbietest, können die meisten 
vermutlich gern verzichten.

Anscheinend gibt es hier (bis auf einige Ausnahmen) nur mehr Leute deren 
Ego derart übertrieben ist, dass sie meinen sie hätten die Weisheit 
alleine mit dem Löffel gefre**en und alle anderen (einschließlich der 
Firmen die solche Geräte herstellen) wären Volltrotteln.

Ich war bis jetzt immer der Meinung der Zweck solcher Foren wäre es den 
Fragestellenden zu helfen indem man versucht deren Fragen möglichst 
akkurat zu beantworten.
Gut ich nehme jetzt zur Kenntnis, das ich mich da vermutlich getäuscht 
habe und der eigentliche Zweck ein ganz anderer ist, nämlich den 
Fragesteller von der eigenen Meinung zu überzeugen und wenn der davon 
dann nicht sonderlich beeindruckt ist, diesen gleich zu diffamieren.

Ist auch eine mögliche Herangehensweise, wenn auch keine sehr clevere.

Was mich am meisten verwundert:
Da kommen seitenweise Antworten wo lang und breit erklärt wird, warum 
das alles Sch***** ist, aber zu dem Thema das eigentlich gefragt wurde, 
kommen nur eine handvoll kurze Beiträge.
Warum ?
Das ist doch so als wenn ihr zum Fleischer geht um eine Leberkässemmel 
zu kaufen und der Verkäufer erklärt euch wie ungesund das ist und will 
euch mit Gewalt ein veganes Hirsebrötchen auf's Auge drücken.
Auf die verrückte Idee kommt ja auch keiner.

Und wie "wertvoll" deratige Beiträge sind, müssen wir nicht diskutieren:
[Zitat]
Schon mal darüber nachgedacht warum das so ist?
[Zitat Ende]

Ich verstehe ja das es hier Bedenken gibt und auch dass einmalig erwähnt 
wird dass es hier eventuell qualitative Unzulänglichkeiten gibt ist 
legitim, aber wenn der Threadersteller ausdrücklich sagt, dass er das 
verstanden hat und jetzt wieder zum Kernthema kommen möchte, dann wäre 
es doch eigentlich an der Zeit aufzuhören den allwissenden Oberlehrer 
heraushängen zu lassen und das zu machen worum gebeten wurde, oder ?
von Navratil (electronixs)


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Martin schrieb:
> Für mich hängst Du damit in der
> Elektronik-Steinzeit fest.

Das ist für mich völlig in Ordung, denn erstens bin ich selbst nicht 
mehr der Jüngste und außerdem ist nicht alles alte oder was zumindest 
früher gut war, heute schlecht, ganz im Gegenteil.

Wenn du immer am neueste Stand sein musst und den neuesten Trends 
hinterherrennen musst ist das für dich sicher auch OK, aber ich brauche 
das nicht.
Ich verwende heute noch für verschiedene Programmierungen in 
Motorsteuerungen  DOS-Programme die ich vor 30 Jahren in C selbst 
geschrieben habe und bin damit mindestens um den Faktor 10 schnelller 
UND VOR ALLEM ZUVERLÄSSIGER als das neueste bunte drag & drop Windows 
64-Bit Tool mit Cloudanbindung für mehrere Tausend Euro.

Merke: Nur weil etwas für dich das NonPlusUltra ist, muss das nicht 
zwangsläufig für alle anderen auch so sein. ;-)
von H. H. (hhinz)


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Mache werden im Alter wieder zu Kindern: "Will aber!".
von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Navratil schrieb:
> Ich verstehe ja das es hier Bedenken gibt und auch dass einmalig erwähnt
> wird dass es hier eventuell qualitative Unzulänglichkeiten gibt ist
> legitim, aber wenn der Threadersteller ausdrücklich sagt, dass er das
> verstanden hat und jetzt wieder zum Kernthema kommen möchte, dann wäre
> es doch eigentlich an der Zeit aufzuhören den allwissenden Oberlehrer
> heraushängen zu lassen und das zu machen worum gebeten wurde, oder ?

Du möchtest Erfahrungswerte haben, wie du mehrfach betont hast.

Du verstehst aber nicht, dass du die bekommen hast.

Die Leute die dir antworten haben Erfahrung mit der Herstellung von PCBs 
auf dem eigenen Tisch, ob durch fräsen oder Tonertransfer, Laser oder 
wie auch immer. Die Leute haben auch mit Durchkontaktierungen Erfahrung.
Und sie sagen dir: Lass es!

Du hast viel Geld übrig um es in eine Maschine zu stecken? Dann tu das.

Eigentlich hättest du aber vorher noch gerne die Bestätigung, daß das 
eine gute Sache ist, oder daß du das und das Gerät nehmen sollst. 
Bekommst du aber nicht. Die Erfahrung der Leute sagt ihnen: Lass es. Und 
das teilen sie dir mit.
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> deine (hohen) Anforderungen

definitiv nein. Ich sah vor 20 Jahren industriell hergestellte 
Fräsplatinen und hatte den "will ich auch"-Reflex. Also kaufte ich mir 
eine CNC3018, zumal ich Basismaterial in FR2 und FR4 im Überfluß habe. 
Und mein erster Gedanke waren ganz simple Elemente, die sich immer 
wiederholen, ein Trafo, Sicherung, etwas Elektronik, Spannunsgregler und 
fertig. Gerade beim Thema Netzspannung kommt dann noch dazu, dass die 
0,3mm Frässpalte zur Isolation nicht ausreichen. FR4 killt die Stichel 
sehr schnell.

Navratil schrieb:
> Fragen möglichst
> akkurat zu beantworten.

Das habe ich. War vom Smartphone, da tippe ich keine Arien. Du musst mir 
ja auch nicht glauben, ich schrieb ja schon: Kauf eine, mach es, mach 
deine Erfahrungen. Tonertransfer habe ich nie probiert, klingt manchmal 
verlockend. Aber das Wort nannte ich schon: Prozessparameter! Ist 
gleichzusetzen mit Ausschuss oder Fehlversuchen.

Navratil schrieb:
> nämlich den
> Fragesteller von der eigenen Meinung zu überzeugen

Ja, was willst du denn sonst, wenn du nach Erfahungsberichten fragst?

Und auch jetzt, mit einer richtige Tastatur, habe ich nicht vor, 
speziell für dich lange, ausführliche Berichte zu schreiben. Wenn du das 
Thema googelst, findest du genügend davon.

Axel G. hat es sehr gut beschrieben, was ich mit "beratungsresistent" 
meinte.

Aber mal andersrum: Was spricht GEGEN JLCPCB et. al.?
Die Einstiegshürde ist extrem niedrig, 12-jährige machen das.
von Alexander (alecxs)


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Navratil schrieb:
> Warum ?
> Das ist doch so als wenn ihr zum Fleischer geht um eine Leberkässemmel
> zu kaufen

Warum wurde doch schon geklärt. Das ist so als wenn Du zum Fleischer 
gehst und fragst, welches Getreide Du anbauen, welche Viehhaltung Du 
betreiben, auf welcher Mühle das Korn gemahlen, wie die Semmel gebacken, 
das Vieh geschlachtet, durch welchen Fleischwolf es gedreht und womit 
der Leberkäse geformt werden muss. Es macht niemand.

Trotzdem finde ich Du hast hier Antworten bekommen. Wenn der Welthandel 
zusammenbricht und die Lochrasterplatinen ausgehen, hast Du bis dahin 
hoffentlich Deine Prozesse im Griff, denn dann kommen alle zu Dir und 
wollen es regional gefertigt haben, zum Forumspreis.
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8064275 wurde vom Autor gelöscht.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Navratil schrieb:
> alle anderen (einschließlich der
> Firmen die solche Geräte herstellen) wären Volltrotteln.

Die verkaufen was sie können.
Ihr Geld verdienen die anders, zum Bleistift mit sinnvollen Maschinen 
oder mit Unis wo's auf's Geld nicht ankommt.
Nur weil es solche Dinger gibt heißt es ja noch nicht das es taugt.

Navratil schrieb:
> aber zu dem Thema das eigentlich gefragt wurde,
> kommen nur eine handvoll kurze Beiträge

Das ist zum einen eine Eigenart des Forums hier, zum anderen könnte es 
daran liegen das hier niemand einen Zehner über hat um sich eine 
Maschine zu kaufen die primär einfach nur rumsteht.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Navratil schrieb:
> Das ist für mich völlig in Ordung, denn erstens bin ich selbst nicht
> mehr der Jüngste und außerdem ist nicht alles alte oder was zumindest
> früher gut war, heute schlecht, ganz im Gegenteil.

Es gibt Dinge, die auch schon früher gut waren und es auch heute noch 
sind. Und es gibt Dinge, die man früher genauso machen musste, weil es 
damals nichts besseres gab und man sich eben so behelfen musste. Oder 
die besseren Ausführungen waren eben für viele Anwendungen viel zu 
teuer.

Und es gab Produkte, die auch schon früher wirklich ausgereift waren, 
aber die schlichtweg nicht mehr benötigt werden, außer für einige sehr, 
sehr kleine Nischen. Kohleschaufeln für Dampflokomotiven wären solch ein 
Beispiel. Alle paar Jahre benötigt sicherlich die eine oder andere 
Museumsbahn eine solche, weil die alte doch kaputt ist oder von 
irgendeinem Devotionaliensammler geklaut wurde. (Und natürlich in 
einigen Ländern wie z.B. China, in denen bis Anfang der 2000er noch neu 
gebaute Dampflokomotiven angeschafft wurden.)

Es gab ja schon ab etwa 1962, d.h. zu Zeiten des 
Apollo-Raumfahrtprogramms Multilayer-Leiterplatten. Aber es wäre völlig 
illusorisch gewesen, dass in Oma Hildegards Fernsehgerät so etwas zu 
finden war. Und auch zwanzig Jahre später wurden in Geräten der 
Unterhaltungselektronik noch überwiegend THT-Drahtbrücken und ggf. 
genietete Kupferschienen verwendet und weder Multilayer noch galvanisch 
durchkontaktierte Leiterplatten. Und als Mittelweg gab es eben die 
besagten genieteten Durchkontaktierungen. Aber sie haben sich 
langfristig nicht bewährt.

> Wenn du immer am neueste Stand sein musst und den neuesten Trends
> hinterherrennen musst ist das für dich sicher auch OK, aber ich brauche
> das nicht.

Galvanisch durchkontaktierte, doppelseitige Leiterplatten sind nicht der 
neueste heiße Scheiß, sondern auch schon seit vierzig Jahren fest 
etabliert für jegliche Stückzahlen. Neu ist jedoch, dass die 
hochautomatisierten Fertigungen erlauben, so etwas mit viel geringeren 
Einmalkosten herzustellen als früher. Um die Jahrtausendwende herum 
bedeuteten das Fixkosten von locker DM 400 bis DM 600 für die Fotoplots, 
Siebdruckmaske, usw. Da war jeder Auftrag noch aufwändige Handarbeit. 
Und wenn man seine Leiterplatten schon ein ein bis zwei Tagen statt drei 
bis acht Wochen haben wollte, zahlte 400% bis 600% Aufschlag. Dann kamen 
die Poolfertiger, die mehrere Kundenaufträge für Standardleiterplatenn 
bündelten und somit wesentich günstigere Einmalkosten bieten konnten.

Technisch hat sich bezüglich der Leiterplatte (ds, dk) selbst aber nur 
sehr wenig geändert.

> Ich verwende heute noch für verschiedene Programmierungen in
> Motorsteuerungen  DOS-Programme die ich vor 30 Jahren in C selbst
> geschrieben habe und bin damit mindestens um den Faktor 10 schnelller
> UND VOR ALLEM ZUVERLÄSSIGER als das neueste bunte drag & drop Windows
> 64-Bit Tool mit Cloudanbindung für mehrere Tausend Euro.

Da widerspricht auch niemand.
Mir wird auch eher angst und bange, wenn ich sehe, dass manch 
"neumodischer Schnickschnack" und in kritischer Infrastruktur eingesetzt 
wird und nur mit Dauervernetzung (einschließlich ungefragter Updates) 
funktioniert. Beispiel: Vor einigen Jahren rollte die IT-Abteilung in 
einem (schwedischen?) Krankenhaus ein normales Windows-Update für die 
dortigen PCs aus. Bis dahin wusste aber niemand, dass das Windows-GUI 
eines bestimmten Typs von Narkosegeräten ebenfalls automatisch nach 
einem lokalen Update-Server suchte und ebenfalls ein Update durchführte, 
welches aber natürlich nicht hundertprozentig zu den Geräten passte. Die 
Beatmungsfunktionen funktionierten zwar weiterhin autonom, da der 
lebenserhaltende Teil auf einem separaten Microcontroller lief, aber die 
Geräte ließen sich nicht mehr bedienen. Es war reiner Zufall, dass dabei 
kein Patient zu schaden kam. Auch der Hersteller der Narkosegeräte war 
ziemlich not amused darüber, was seine Entwickler für einen Murks 
zusammenkonfiguriert haben. Natürlich wurde versucht, die Schuld bei der 
IT-Abteilung zu suchen, die es angeblich versäumt hätte, die 
Narkosegeräte explizit von den Updates auszuschließen. Ich sehe das 
deutlich anders. Zumindest eine Verriegelung hätte auf Seiten des Geräts 
implementiert sein müssen, die dafür sorgt, dass keine automatisierten 
Software-Updates bei laufender Beatmung durchgeführt werden.

> Merke: Nur weil etwas für dich das NonPlusUltra ist, muss das nicht
> zwangsläufig für alle anderen auch so sein. ;-)

Es gibt mit Sicherheit auch heute noch Nischenanwendungen, in denen 
geritzte Leiterplatten sinnvoll sind, insbesondere wenn es sich um einen 
etablierten Prozess für ein bestimmtes Produkt handelt.

Aber es wäre völliger Unsinn, ohne gewichtigen Grund solch eine 
Fertigungsmethode neu einzuführen, insbesondere wenn es dabei nicht um 
die Pflege oder Rekonstruktion irgendwelcher "Retro" oder 
"Vintage"-Projekte geht.

Auch ich habe nebenher ein kleines Privatprojekt in Arbeit, nämlich eine 
Scopeclock, in der ich eine alte (genauer: NOS) Bildröhre mit aktueller 
Elektronik (STM32H7xx) kombiniere. Die Leiterplatte und Bestückung lasse 
ich dann aber bei JLCPCB machen und pütschere nicht mit meiner alten 
Isel-Ätzküvette herum, die sich im Keller unter einer dicken 
Staubschicht befindet.
: Bearbeitet durch User
von F. (radarange)


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Ich finde es auch ein wenig seltsam, wie sehr hier Leute auf ihren 
Prozess bestehen. Ich kann zwar nur wenige Anwendungen finden, bei denen 
man jetzt gleich unbedingt eine Platine braucht und das regelmäßig, aber 
die gibt's natürlich. Und wenn so eine Anwendung vorliegt, dann kann man 
sich schon überlegen, wie man das hinkriegt.
Nur muss natürlich die Frage erlaubt sein, was man damit eigentlich 
bewerkstelligen will. Und da wird es heute schon SEHR eng. Wenn du 
natürlich komisches HF-Basismaterial hast und da deine 
Mikrowellenexperimente testen willst, dann sage ich nichts, aber so 
klingt mir das bisher nicht.
Für den Prototypenbau haben sich Module bewährt, entweder als Breakout 
für den Chip oder als kleines Modul, das direkt eine bestimmte Funktion 
mitbringt (also Chip und Spannungsversorgung und passive Komponenten 
dazu etc.). Damit kann man so lange entwickeln, bis ein Layout steht und 
dann wird man das heute üblicherweise bestellen.
Wenn du das selber machen willst, gibt es wenige Möglichkeiten und die 
sind alle viel Aufwand und teuer. Wenn's dir Spaß macht: Nur zu! Ich 
habe hier auch Equipment zum Ätzen von Platinen und es ist manchmal 
wirklich praktisch (allerdings kann man damit auch kleine Kontaktfedern 
aus Messingblech ätzen), den Prozess finde ich faszinierend und das 
macht Spaß. Aber die Idee, eine Maschine zu haben, aus der dann nach 
einer Stunde eine Platine rausfällt, funktioniert leider nur begrenzt. 
Beim Ätzen zuhause war bisher immer das Problem, dass die 
Belichtungsvorlage oder Maske schwierig zu erstellen war: Foliendruck, 
Tonertransfer, etc.; heute gibt es MSLA-Drucker, die einen 
hochauflösenden Bildschirm mit starker UV-Beleuchtung mitbringen und das 
ist optimal. Da legt man die beschichtete Platine drauf, lässt das Bild 
des Layouts anzeigen, Belichtungszeit lässt sich ja sehr genau steuern, 
und schon hat man eine perfekt belichtete Platine, die auch filigrane 
Strukturen zuverlässig abbildet. Aber entwickeln, ätzen und bohren musst 
du trotzdem noch.
Isolationsfräsen ist natürlich weniger Aufwand für dich, aber die 
Erfahrungen hier und auch anderswo sind relativ eindeutig: Der 
Werkzeugverschleiß ist extrem, insbesondere für Bauteile mit kleinerem 
Pinabstand und beim Layout muss man auch auf Vieles achten. Wenn das für 
dich in Ordnung ist, nur zu. Aber man muss zugeben, dass das heutzutage 
einfach nur noch für wenige Leute attraktiv ist, da professionell 
gefertigte Platinen gut erhältlich, qualitativ hochwertig und 
kostengünstig sind.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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F. schrieb:
> Beim Ätzen zuhause war bisher immer das Problem, dass die
> Belichtungsvorlage oder Maske schwierig zu erstellen war: Foliendruck,
> Tonertransfer, etc.;

Daher (frühe 1990er) war ich früher(tm) sehr schnell darauf umgestiegen, 
mit einer Diskette mit einer Postscript-Datei zu einer lokalen Druckerei 
zu rennen und dort einen profesionellen und sehr kontrastreichen Film 
belichten zu lassen. Das kostete damals(tm), d.h. ca DM 20,- pro 
A4-Film. Bei guter Planung konnte man zwei Eurokarten darauf 
unterbringen bzw. das Layout für Vorder- und Rückseite. Dafür ruinierte 
man sich später beim Belichten und Ätzen der Leiterplatte aber nicht 
mehrere Rohlinge, sondern es gab 100 % Ausbeute.

Einmal (ca. 1989) rannte ich zu einer anderen Druckerei. Der dortige Typ 
las meine Postscript-Datei in sein DTP-Programm (auf einem der ersten 
Apple Macintosh) ein und wollte schon die Belichtung starten. Ich 
unternehm etliche Versuche, ihm klarzumachen, dass der die Datei direkt 
zum Belichter (bzw. dem RIP) schicken und NICHT als Textdatei einlesen 
solle. Dann blätterte der Typ durch die hundert Seiten Postscript-Text 
und meinte, dass vielleicht weiter unten meine Grafik wäre... Irgendwann 
zog ich dann mit meiner Diskette, aber ohne Film, wieder ab. In einer 
anderen Druckerei griff die ältere Dame leicht erschrocken bis 
angewidert mit den Fingerspitzen meine Diskette und rief: "Karl-Heinz, 
hast Du so etwas schon mal gesehen?" Okay, das wurde auch nix.
von H. H. (hhinz)


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Andreas S. schrieb:
> In einer
> anderen Druckerei griff die ältere Dame leicht erschrocken bis
> angewidert mit den Fingerspitzen meine Diskette und rief: "Karl-Heinz,
> hast Du so etwas schon mal gesehen?"

Druckerei Gensfleisch in Mainz.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> In einer
>> anderen Druckerei griff die ältere Dame leicht erschrocken bis
>> angewidert mit den Fingerspitzen meine Diskette und rief: "Karl-Heinz,
>> hast Du so etwas schon mal gesehen?"
>
> Druckerei Gensfleisch in Mainz.

Nö, eine kleine Druckerei in der Lübecker Innenstadt, deren Name ich 
nicht erinnere.

Andreas S. schrieb:
> Daher (frühe 1990er) war ich früher(tm) sehr schnell darauf umgestiegen,
> mit einer Diskette mit einer Postscript-Datei zu einer lokalen Druckerei
> zu rennen und dort einen profesionellen und sehr kontrastreichen Film
> belichten zu lassen.

Schmidt & Klaunig in Kiel.

> Einmal (ca. 1989) rannte ich zu einer anderen Druckerei. Der dortige Typ
> las meine Postscript-Datei in sein DTP-Programm (auf einem der ersten
> Apple Macintosh) ein und wollte schon die Belichtung starten.

Schmidt-Röhmhild in Lübeck.
von H. H. (hhinz)


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Andreas S. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Andreas S. schrieb:
>>> In einer
>>> anderen Druckerei griff die ältere Dame leicht erschrocken bis
>>> angewidert mit den Fingerspitzen meine Diskette und rief: "Karl-Heinz,
>>> hast Du so etwas schon mal gesehen?"
>>
>> Druckerei Gensfleisch in Mainz.
>
> Nö, eine kleine Druckerei in der Lübecker Innenstadt, deren Name ich
> nicht erinnere.

https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Gensfleisch
von Navratil (electronixs)


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OK diese Antworten sind ja schon um einiges vernünftiger und weniger 
belehrend als die ersten.
Und, auch wenn sie mir mit meinem Problem im Moment nicht weiterhelfen, 
finde ich diese wirklich spannend und höchst interessant zu lesen.
Krass war das Beispiel mit den Beatmungsgerärten, puhhhh, das hätte echt 
in's Auge gehen können.

Nun gut, soll ich das jetzt insgesamt so verstehen, dass es hier zwar 
Leute gibt (hauptsächlich vermutlich die, die mich von den Chinadingern 
überzeugen wollten) die sich mit dieser Art der Platinenfertigung selbst 
und intensiv auseinandergesetzt haben, aber keiner davon hat es damit so 
hingekriegt, dass EINIGERMAßEN QUALITATIV AKZEPTABLE Platinen für einen 
Prototypen, mit einem 1,27er Raster, dabei rausgekommen sind ?

Nochmal für die die mich anscheinend nicht verstanden haben.

1.) Es geht mir tatsächlich primär um den Zeitvorteil, warum das so ist, 
ist hier nicht weiter relevant, nehmt es bitte einfach so zur Kenntnis, 
OK.
Sekundär finde ich es einfach geil sowas selber zu Hause zu machen.

2.) Die gesundheitstechnischen Bedenken habe ich ebenso verstanden und 
zur Kenntnis genommen, wie die Tatsache dass das Ganze kein billiges 
Vergnügen, die Qualität nur mäßig, die Möglichkeiten (Präzision) 
begrenzt und der Werkzeugverschleiß hoch ist.

3.) Angenommen ein "beratungsressistenter" WasAuchImmer, so wie ich, 
würde also nun alle unter Punkt 2 angeführen Nachteile hinten anstellen 
und möchte einfach das beste technisch machbare, mit möglichst einfacher 
Bedienung, mit solchen überteuerten Geräten  (in der €5.000,- Liga) 
herausholen, was sollte sich dieser dann genauer ansehen ?
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Aber mal andersrum: Was spricht GEGEN JLCPCB et. al.?
> Die Einstiegshürde ist extrem niedrig, 12-jährige machen das.

Es ist schwer eine Antwort zu geben, wenn man die Frage nicht verstanden 
hat, oder ?

Das lesen (und sinngemäße erfassen) meiner Posts könnte dabei helfen, 
ich schrieb nämlich:

[Zitat]
Ich möchte ZUHAUSE innerhalb, von wenigen Stunden selbst designte
Leiterplatten (jetzt NUR mehr Prototypen, KEINE Kleinserien) herstellen,
[Zitat Ende]

Weißt du jetzt was dagegen spricht, oder soll ich es noch einmal 
erklären ?
von Nemopuk (nemopuk)


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Navratil schrieb:
> Das ist doch so als wenn ihr zum Fleischer geht um eine Leberkässemmel
> zu kaufen und der Verkäufer erklärt euch wie ungesund das ist und will
> euch mit Gewalt ein veganes Hirsebrötchen auf's Auge drücken.

Wir sind aber keine Fleischer, bzw. Verkäufer von 
Platinen-Herstellungs-Equipment.
von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Navratil schrieb:
> Nun gut, soll ich das jetzt insgesamt so verstehen, dass es hier zwar
> Leute gibt (hauptsächlich vermutlich die, die mich von den Chinadingern
> überzeugen wollten) die sich mit dieser Art der Platinenfertigung selbst
> und intensiv auseinandergesetzt haben, aber keiner davon hat es damit so
> hingekriegt, dass EINIGERMAßEN QUALITATIV AKZEPTABLE Platinen für einen
> Prototypen, mit einem 1,27er Raster, dabei rausgekommen sind ?

> Sekundär finde ich es einfach geil sowas selber zu Hause zu machen.
Das verstehe ich gut, Sachen komplett selber zu machen ist chic.

Ich habe deshalb vor x Jahren selber mit Isolationfräsen rum gemacht und 
es war einfach unbefriedigend. (Die verwendete CNC war keineswegs ein 
Billigteil.) Es dauert lange, die Fräser gehen kaputt. Selbst mit 
Tiefenregler läuft es nur so lala.

Der erwähnte aisler.net ist übrigens keine Chinading sondern ein 
Europading
von Nick (b620ys)


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Navratil schrieb:
> Das ist doch so als wenn ihr zum Fleischer geht um eine Leberkässemmel
> zu kaufen

Ist bissl anders:
Du gehst zum Metzger und versuchst ihn zu überzeugem, dass er vegane 
Überlebenskäsesemmeln verkaufen soll. Du wirst rausgeworfen und gehst 
zum Nächsten ...

Ausser man hat beliebig viel Geld um es in einen aufwändigen Prozess zu 
investieren und man **will** das unbedingt genau so machen, ist es 
einfach wirtschaftlicher seine Platinen beim freundlichen und fixen 
Chinesen machen zu lassen.
Wenn das selbst fräsen so gut ginge und eine wahre Freude wäre, dann 
wäre der TO schon mit Vorschlägen erstickt worden. Auf dem Weg zu seinem 
Ziel will der TO aber nicht nach links und rechts schauen und all die 
Leichen sehen.

Ja, es gibt ganz sicher Anwedungen wo das sinnvoll ist.

Ja, ich hab noch eine Küvette und Sprudler. Als letztes hab ich damit 
ein Messingschild geätzt das mir so keiner gemacht hätte.
Platinen? Das ist mir einfach zu blöd!
Die Klecker-Frickel-Stunden die ich mir für 5 € kauf kann ich (wie oben 
schon gesagt wurde) mit Bauteilebestellung, SW-Projekt aufsetzen und 
Fussball-WM (das war gelogen, ich schau nicht Fussball) geniessen.
von Johannes F. (jofe)


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Navratil schrieb:
> hauptsächlich vermutlich die, die mich von den Chinadingern
> überzeugen wollten

Warum sollte dich hier irgendwer, der nicht mal deinen Namen kennt, zu 
irgendwas "überzeugen" wollen? Was hätte derjenige davon?

Es haben einfach einige ihre ehrliche Meinung geschrieben, nicht mehr 
und nicht weniger. Die passt dir halt nur einfach nicht, weil dein 
Vorhaben eben subjektiv motiviert und nach jeder objektiven 
Kosten-Nutzen-Abwägung vollkommen unsinnig ist.

Navratil schrieb:
> aber keiner davon hat es damit so
> hingekriegt, dass EINIGERMAßEN QUALITATIV AKZEPTABLE Platinen für einen
> Prototypen, mit einem 1,27er Raster, dabei rausgekommen sind ?

Doch, natürlich, wurde doch mehrfach geschrieben.

Und alle haben dir klar davon abgeraten, eben weil das hier KEIN 
Marketingforum eines Herstellers solcher MAschinen ist.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Navratil schrieb:
> Nun gut, soll ich das jetzt insgesamt so verstehen, dass es hier zwar
> Leute gibt (hauptsächlich vermutlich die, die mich von den Chinadingern
> überzeugen wollten) die sich mit dieser Art der Platinenfertigung selbst
> und intensiv auseinandergesetzt haben, aber keiner davon hat es damit so
> hingekriegt, dass EINIGERMAßEN QUALITATIV AKZEPTABLE Platinen für einen
> Prototypen, mit einem 1,27er Raster, dabei rausgekommen sind ?

Falsch. Etliche Leute haben schon Leiterplatten in akzeptabler Qualität 
selbst hergestellt. Das zentrale Problem ist die Qualität von 
Durchkontaktierungen; genietete Durchkontaktierungen korrodieren, sofern 
man sie nicht nachlötet. Das tritt auch bei Baugruppen der 
entsprechenden Epoche auf, die von "Profis" mit diesem Verfahren 
hergestellt wurden.

> 1.) Es geht mir tatsächlich primär um den Zeitvorteil, warum das so ist,
> ist hier nicht weiter relevant, nehmt es bitte einfach so zur Kenntnis,
> OK.

Wenn der Zeitvorteil das wirklich entscheidende Kriterium ist und Kosten 
"keine Rolle" spielen, dann dürfte es wesentlich sinnvoller sein, einen 
der wenigen in räumlicher Nähe befindlichen Leiterplattenschnelldienste 
zu beauftragen. Dort bekommt man doppelseitige, galvanisch 
durchkontaktierte Leiterplatten schon ab ca. zwei Stunden Lieferzeit. 
Und Multilayer schon ab ca. 24 Stunden.

So schnell ist man kaum mit einer eigenen Anlage.

> Sekundär finde ich es einfach geil sowas selber zu Hause zu machen.

Also geht es eher um den Lerneffekt. Das wiederspricht aber der 
schnellstmöglichen Fertigung.

> 2.) Die gesundheitstechnischen Bedenken habe ich ebenso verstanden und
> zur Kenntnis genommen, wie die Tatsache dass das Ganze kein billiges
> Vergnügen, die Qualität nur mäßig, die Möglichkeiten (Präzision)
> begrenzt und der Werkzeugverschleiß hoch ist.

Sobald es nicht mehr ausreicht, bei einer isolationsgefrästen 
Leiterplatte nur Rillen mit einer einfachen Stichelbreite fräsen zu 
lassen, sondern ganze Flächen freizustellen (z.B. für Netztrennung), 
explodiert der Zeitaufwand. Und ggf. ist der Stichelverschleiß so hoch, 
dass dieser zwischendurch gewechselt werden muss. Daher sollte die 
Maschine einen automatischen Werkzeugwechsler haben, was die Sache nicht 
gerade billiger macht.

Und am Ende fehlen auch noch die Durchkontaktierunge, die 
Oberflächenbehandlung und der Lötstoplack.

> 3.) Angenommen ein "beratungsressistenter" WasAuchImmer, so wie ich,
> würde also nun alle unter Punkt 2 angeführen Nachteile hinten anstellen
> und möchte einfach das beste technisch machbare, mit möglichst einfacher
> Bedienung, mit solchen überteuerten Geräten  (in der €5.000,- Liga)
> herausholen, was sollte sich dieser dann genauer ansehen ?

Naja, mit den 5 kEUR bekommst Du vielleicht eine einfache, hinreichend 
präzise Fräs- und Bohrmaschine. Aber dann kommt noch die 
Durchtaktieranlage hinzu. Je nach Anzahl der Bäder kann man damit auch 
eine Oberflächenbehandlung (chemisch Zinn o.ä.) durchführen.

Bis Du diese Investitionen für mittelprächtige Leiterplatten wieder 
hereingeholt hast, kannst Du schon etliche Male einen örtlichen Fertiger 
beauftragen. Es muss ja nicht unbedingt "ein Chinese" o.ä. sein, bei dem 
der Transport länger dauert.

Exemplarisch, ohne konkrete Empfehlung oder Anspruch auf 
Vollständigkeit:

https://www.express-platine.de/express-service
https://contag.de/
https://www.becker-mueller.de/express-service/
: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
>>> Druckerei Gensfleisch in Mainz.
>>
>> Nö, eine kleine Druckerei in der Lübecker Innenstadt, deren Name ich
>> nicht erinnere.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Gensfleisch

Es existiert heutzutage keine Druckerei mehr, die von Johannes 
Gensfleisch/Gutenberg gegründet wurde, da er offenbar kein sonderlich 
erfolgreicher Geschäftsmann war.

Die anderen von mir erwähnte Druckerei in Lübeck (die mit dem 
überforderten Macintosh-Schnösel) ist hingegen Deutschlands älteste noch 
existente Druckerei, gegründet 1579:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schmidt-R%C3%B6mhild
von Navratil (electronixs)


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Johannes F. schrieb:
> Doch, natürlich, wurde doch mehrfach geschrieben.

Könntest du mir Umwissenden bitte zeigen wo das genau gewesen sein soll 
?
Ich hab nämlich nicht's davon gelesen, außer das dabei nur 
unbefriedigender Schei** rauskommt.
Aber vielleicht hab ich ja Tomaten auf den Augen.
von Michael B. (laberkopp)


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Navratil schrieb:
> was sollte sich dieser dann genauer ansehen ?

Er sollte noch darüber nachdenken, daß die Platine auch noch bestückt 
werden muss, und wenn das SMD ist, kann das nervig sein, denn SMD ist 
nicht für Handbestückung gebaut.

Erstens die Lötpaste aufbringen, per Stencil den man entweder auch 
selbst machen muss oder eben bestellt (dann hätte man die Platine gleich 
mitbestellen können) und man bracht den passenden Rakelrahmen zum 
Aufspannen, oder per Dispenser.

Zweitens muss man die Bauteile platzieren, also in die Lötpaste drücken, 
und das nervt auch.

Wer schon 5000€ alleine für die Herstellung der (einseitigen) Platine 
ausgibt, der sollte probieren mit 1000€ auszukommen und das Restgeld in 
CNC Dispenser und Pick&Place zu investieren, und Reflowofen.

https://www.youtube.com/watch?v=2hDsy_EeDSA

Und dann gibt es auch selbstgemachten Platinen eventuell noch weitere 
Anforderungen, vergoldete Kontaktfinger, flexibles Basismaterial, 
ankleben von LCD ACF Streifen, die auch Ausrüstung erfordern.

Und, wer eine Platine photographisch anfertigen kann, der kann auch ein 
LCD Glas mit den Segmenten ätzen und zusammenkleben, braucht noch eine 
Vakuumpumpe und Vakuumkammer um das Flüssigkristall reinzusaugen, die 
Materialien gibt es ja auch 'roh'.

Mein Weg ging eher noch Richtung Gehäuse, also eine ordentliche Fräse 
mit der man Ausschnitte und Frontplatten fräsen kann, Blech zum knicken, 
und da war es früher üblich Frontplatten mit Alucorex zu belichten oder 
heute Folien mit dem Drucker zu bedrucken, auch gravieren mit der CNC 
von schwarz eloxiertem Alu ergibt nette Frontplatten. Aber wenn man 
modernerweise die Platinen nicht mehr belichtet sondern inkjet-bedruckt, 
dann kann man so auch die Frontplatten drucken.
von Navratil (electronixs)


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Andreas S. schrieb:
> Falsch. Etliche Leute haben schon Leiterplatten in akzeptabler Qualität
> selbst hergestellt.

Komischerweise hat sich von diesen keiner gemeldet, zumindest nicht in 
der Form, dass dabei verraten worden wäre, mit welchem Werkzeug und 
welchem Setup das gelungen ist.

Ps.: Das die vias kein echtes Problem darstellen, da ich in der Lage bin 
diese zu minimieremn, und dass ich die paar die tatsächlich notwendig 
sind, beabsichtige mit Drahtbrücken zu machen hatte ich erwähnt ?

Pss.:
[Zitat]
Wenn der Zeitvorteil das wirklich entscheidende Kriterium ist und Kosten
"keine Rolle" spielen, dann dürfte es wesentlich sinnvoller sein, einen
der wenigen in räumlicher Nähe befindlichen Leiterplattenschnelldienste
zu beauftragen. Dort bekommt man doppelseitige, galvanisch
durchkontaktierte Leiterplatten schon ab ca. zwei Stunden Lieferzeit.
Und Multilayer schon ab ca. 24 Stunden.
[Zitat Ende]

Können wir jetzt bitte endlich aufhören darüber zu diskutieren was 
"sinnvoll" ist und was nicht ?
Das ist nämlich mit Sicherheit bei jedem und in jeder Situation etwas 
völlig anderes.
Oder anders gefragt: Wen muss ich töten damit das passiert. ;-)
: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Navratil schrieb:
> Können wir jetzt bitte endlich aufhören darüber zu diskutieren was
> "sinnvoll" ist und was nicht ?

Dann kauf Dir doch endlich Deine Maschine und höre auf damit, hier 
herumzunerven. Außer Dir sind alle anderen Leute ja eh nur Pfuscher, die 
in ihrem Leben noch nie eine Leiterplatte hergestellt oder überhaupt 
gesehen haben. Dir wird es als allererstem Menschen gelingen, mit einer 
einfachen Fräsmaschine eine Leiterplatte in Windeseile herzustellen, die 
wesentlich hochwertiger ist als jede industriell gefertigte, geätzte 
Leiterplatte.

Außerdem hast Du behauptet, dass es primär um die Geschwindigkeit ginge. 
Ich bezweifele doch sehr, dass dies mit der Fräse bei einer 
doppelseitigen Leiterplatte inklusive Verpressen und Nachlöten der 
Durchkontaktierungen schneller wäre als einen Auftrag bei einem 
Zwei-Stunden-Fertiger zu erteilen und dann gleich loszufahren und die 
Leiterplatten abzuholen.
: Bearbeitet durch User
von L. (lah)


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Navratil schrieb:
> 3.) Angenommen ein "beratungsressistenter" WasAuchImmer, so wie ich,
> würde also nun alle unter Punkt 2 angeführen Nachteile hinten anstellen
> und möchte einfach das beste technisch machbare, mit möglichst einfacher
> Bedienung, mit solchen überteuerten Geräten  (in der €5.000,- Liga)
> herausholen, was sollte sich dieser dann genauer ansehen ?

In dem Preisbereich tauchen regelmäßig gebrauchte LPKF Maschinen in der 
Bucht auf. Ich denke damit hast du die besten Chancen ein gutes Ergebnis 
zu erzielen, ohne monatelang eine "China-CNC" aufzubohren. Je nach 
Zustand und Alter der Maschine, hast du dann trotzdem noch genug Spaß 
z.B. die Steuerung durch LinuxCNC zu ersetzen und einen funktionieren 
CAM Prozess zu erfinden.
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Weißt du jetzt was dagegen spricht, oder soll ich es noch einmal
> erklären ?

Nö, das habe ich mit beratungsresistent schon gut genug getroffen!

Aber by the way, durch die Beschäftigung hier mit dem Thema 
Isolationsfräsen, fing es mir schon an in den Fingern zu kribbeln. Und 
zwar will ich endlich mal Voronoi probieren, was Michael schonmal 
empfohlen hat. Dazu habe ich pcb2gcode für Windows, V2.0.4. geladen, das 
per millproject-Skript, direkt aus KiCAD solche Patterns erzeugen kann. 
Angeblich.
Leider ist alles was ich zu dem Thema finden konnte, eben auch ziemlich 
veraltet, wird nicht mehr gepflegt (was für eine Überraschung!) und 
stammt allesamt aus der Linux-Welt, die mir noch eher undurchsichtig 
ist.
von Alexander (alecxs)



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zu 3. Geräte (in der €5.000,- Liga) stell deine Frage hier

https://duck.ai

Vermutlich wird eine KI Dir nichts ausreden wollen und einfach das beste 
Ergebnis mitteilen.

Ich hab derweilen bei JLCPCB bezahlt und zähle mal die Tage bis es bei 
mir auf dem Tisch liegt.
: Bearbeitet durch User
von Navratil (electronixs)


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Andreas S. schrieb:
> Dann kauf Dir doch endlich Deine Maschine und höre auf damit, hier
> herumzunerven.

Mach ich, keine Sorge die Frage ist nur welche, und genau deswegen hab 
ich den Thread angefangen, aber Tipps oder Hinweise in welche Richtung 
(Hersteller/Modell) ich hier gehen sollte, hab ich noch keine bekommen.
Und wenn dich meine Beitrge "neven" dann lies diese doch einfach nicht 
oder hör wenigstens auf, wenig bis gar nicht hilfreiche Antworten darauf 
zu schreiben.
Es könnte kaum einfacher sein.

Andreas S. schrieb:
>Außer Dir sind alle anderen Leute ja eh nur Pfuscher, die
> in ihrem Leben noch nie eine Leiterplatte hergestellt oder überhaupt
> gesehen haben.

Klassische Täter-Opfer-Umkehr !!!!
DU bist der der hier den allwissenden Oberlehrer raushängen lässt, nicht 
umgekehrt, ich habe bloß Fragen gestellt und du hast erklärt dass alles 
was nicht deiner Vorstellung entspricht Quatsch ist.
Anscheinend brauchen das manche offenbar für ihr (angeknackstes) Ego.
Danke auf jeden Fall dafür, du warst mir eine sehr große Hilfe.

Andreas S. schrieb:
> Außerdem hast Du behauptet, dass es primär um die Geschwindigkeit ginge.
> Ich bezweifele doch sehr, dass dies mit der Fräse bei einer
> doppelseitigen Leiterplatte inklusive Verpressen und Nachlöten der
> Durchkontaktierungen schneller wäre als einen Auftrag bei einem
> Zwei-Stunden-Fertiger zu erteilen und dann gleich loszufahren und die
> Leiterplatten abzuholen.

In meiner Umgebung (mehr als 200km Umkreis) gib es überhaupt keinen 
Anbieter der Platinen fertigt.
Die die mir bekannt sind, machen das nicht unter 2 Tagen und selbst da 
zahlt man einen Express-Aufpreis, dann kann man die Dinger wirklich 
gleich im Netz bestellen.
Du siehts: Was du "bezweifelst und was nicht hat hier ausgesprochen 
wenig Relevanz.
Also was ich sage hat schon Hand und Fuß, auch wenn's dir nicht gefällt.
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Nö, das habe ich mit beratungsresistent schon gut genug getroffen!

Das bezweifle ich nun wieder stark, aber sei's drum. ;-)

Gunnar F. schrieb:
> Aber by the way, durch die Beschäftigung hier mit dem Thema
> Isolationsfräsen, fing es mir schon an in den Fingern zu kribbeln. Und
> zwar will ich endlich mal Voronoi probieren, was Michael schonmal
> empfohlen hat. Dazu habe ich pcb2gcode für Windows, V2.0.4. geladen, das
> per millproject-Skript, direkt aus KiCAD solche Patterns erzeugen kann.
> Angeblich.
> Leider ist alles was ich zu dem Thema finden konnte, eben auch ziemlich
> veraltet, wird nicht mehr gepflegt (was für eine Überraschung!) und
> stammt allesamt aus der Linux-Welt, die mir noch eher undurchsichtig
> ist.

Das finde ich höchst interessant, ich werd dazu mal ein bischen im Netz 
recherchieren, vielleicht kann ich was dazu rausfinden.
von Navratil (electronixs)


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Alexander schrieb:
> zu 3. Geräte (in der €5.000,- Liga) stell deine Frage hier
>
> https://duck.ai
>
> Vermutlich wird eine KI Dir nichts ausreden wollen und einfach das beste
> Ergebnis mitteilen.

Auch ein guter Tipp, danke, auf die Idee (obwohl es tatsächlich das 
naheliegendste ist) bin ich gar nicht gekommen.
Mal sehen was die KI dazu "ausspuckt".
: Bearbeitet durch User
von Navratil (electronixs)


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L. schrieb:
> In dem Preisbereich tauchen regelmäßig gebrauchte LPKF Maschinen in der
> Bucht auf. Ich denke damit hast du die besten Chancen ein gutes Ergebnis
> zu erzielen, ohne monatelang eine "China-CNC" aufzubohren. Je nach
> Zustand und Alter der Maschine, hast du dann trotzdem noch genug Spaß
> z.B. die Steuerung durch LinuxCNC zu ersetzen und einen funktionieren
> CAM Prozess zu erfinden.

Hmmm, gebrauchte semiprofessionelle Geräte wären natürlich auch eine 
Option.
Ob man sich trauen sollte sowas in der Bucht zu kaufen, wo man praktisch 
keine Möglichkeit hat die Funktion zuvor zu prüfen, ist allerdings dann 
eine ganz andere Sache.

Aber ich finde die Idee ist prinzipiell nicht schlecht.
Ich werde mal auf anderen (seriösen) Plattformen suchen, die gebrauchte 
Geräte und Maschinen verticken.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Wenn du eine gebrauchte Maschine kaufen willst, dann genau gerade bei 
Kleinanzeigen, denn da kannst du hinfahren und probieren, und auch 
Fragen stellen weil der Verkäufer das Ding höchstwahrscheinlich selber 
benutzt hat.
Der Verkaufsgrund dürfte in 90% der Fälle auch klar sein, aber das 
ignorierst du ja geflissentlich.

Bei irgendjemand anderem (deine sog. "seriösen Plattformen") eine 
gebrauchte Maschine zu kaufen ist dagegen in 99% der Fälle jemand der 
den Schrott billig abholt und teuer weitervertickt.
Die wissen nicht wie es geht, die können es dir nicht zeigen und die 
wissen nicht ob alles dabei ist.
Möglicherweise gibt es tatsächlich eine Garantie auf irgendwas, aber die 
solltest du penibelst prüfen, denn da die den Schrott nicht testen 
können und wollen, können und wollen die die Funktion ja auch nicht 
garantieren... ;)
von Navratil (electronixs)


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Jens M. schrieb:
> Der Verkaufsgrund dürfte in 90% der Fälle auch klar sein, aber das
> ignorierst du ja geflissentlich.

Jajaja reitet nur weiter darauf herum.
Ich weigere mich zu glauben dass das alles Schrott ist, so wie ihr, die 
Angehörigen der Glaubensgemeinschaft "ausschließlich industriell 
gefertigte Platinen sind für alle Anwendungen und sämtlchen Bereiche die 
einzige Lösung" weismachen wollt.

Allerdings muss ich zugeben, dass dein Einwand das seien

"in 99% der Fälle jemand der den Schrott billig abholt und teuer 
weitervertickt"

ernst nehme, obwohl ich das bisher nicht so gesehen habe, aber die 
Möglichkeit besteht natürlich.
von H. H. (hhinz)


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Navratil schrieb:
> Ich weigere mich zu glauben dass das alles Schrott ist, so wie ihr, die
> Angehörigen der Glaubensgemeinschaft "ausschließlich industriell
> gefertigte Platinen sind für alle Anwendungen und sämtlchen Bereiche die
> einzige Lösung" weismachen wollt.

Es handelt sich eben nicht um Glauben.
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> mit möglichst einfacher
> Bedienung

auch wenn diese "möglichst ... klein, genau, schnell, etc" 
Formulierungen ja gar keine Aussagekraft haben.
Die Bedienung einer CNC-Fräse ist extrem simpel. "Press start"!
Das was ich als Prozessparameter bezeichnete, und den ganzen Workflow 
vom Gerber zu G-Codes, würde ich als was anderes als "möglichst einfach" 
bezeichnen. Wenn du dann feststellst dass alle senkrechten gaps rechts 
ausgefranst sind, was machst du dann?
Da steckt schon eine gewisse Lernkurve drin.
Aber auch mal andersrum ausgedrückt: Auch meine beschissensten 
Fehlversuche konnten grundsätzlich in Funktion gehen, nachdem ich da 
lang genug mit dem Messer nachgeritzt habe und die Lötbrücken entfernt, 
die ich versehentlich beim Bestücken erzeugte. Das geht schon. Und auch 
dass ich dann schonmal alle 0,85mm-Löcher von Hand mit der Proxxon 
nachbohren musste war auch nicht schlimm. Fies sind eher die Schlüsse 
zwischen Leiterbahnen, weil sich da winzige Kupferspäne reingedrückt 
haben.
von Thomas F. (igel)


Angehängte Dateien:

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Navratil schrieb:
> 1.) Es geht mir tatsächlich primär um den Zeitvorteil, warum das so ist,
> ist hier nicht weiter relevant, nehmt es bitte einfach so zur Kenntnis,
> OK.
> Sekundär finde ich es einfach geil sowas selber zu Hause zu machen.

> 3.) Angenommen ein "beratungsressistenter" WasAuchImmer, so wie ich,
> würde also nun alle unter Punkt 2 angeführen Nachteile hinten anstellen
> und möchte einfach das beste technisch machbare, mit möglichst einfacher
> Bedienung

Dann bist du wieder beim Belichten und Ätzen.

Anbei mal eine Platine von mir von der ich zufällig ein Foto habe.
Gezeichnet noch mit Eagle 7 und gedruckt auf einem HP Laserjet 3015.
Belichtet mit oben genannten Gesichtsbräuner und geätzt mit Salzsäure 
aus dem Baumarkt.

Investitionskosten: ca. 50€ (ohne Drucker, sowieso vorhanden)
Herstelldauer ab Foliendruck: 1h.
von F. (radarange)


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Navratil schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Der Verkaufsgrund dürfte in 90% der Fälle auch klar sein, aber das
>> ignorierst du ja geflissentlich.
>
> Jajaja reitet nur weiter darauf herum.
> Ich weigere mich zu glauben dass das alles Schrott ist, so wie ihr, die
> Angehörigen der Glaubensgemeinschaft "ausschließlich industriell
> gefertigte Platinen sind für alle Anwendungen und sämtlchen Bereiche die
> einzige Lösung" weismachen wollt.

Will ja niemand. Du kannst auch heute noch Platinen wie vor 25, 30 
Jahren zuhause fertigen, davon hält dich niemand ab. Die Technik 
funktioniert weiterhin prima und du kannst von allen 
Prozessoptimierungen seitdem profitieren. Nur: Die Erhältlichkeit von 
professionell gefertigten Platinen ist mittlerweile auch für Privat 
extrem gut. Moderne Bauteile brauchen filigrane Strukturen, die beim 
selber Fertigen immer schwierig waren und einen sehr gut eingestellten 
Prozess benötigen.

Wenn du das alles nicht willst und nicht brauchst und Platinen 
entwickeln willst, deren Bauteile alle einen Pinabstand >=1.27mm haben, 
funktionieren die entsprechenden Werkzeuge natürlich genauso gut, wie 
sie früher funktioniert haben. Und das ist eben der Punkt: Man hat das 
früher so gemacht, weil das das Beste war, das man bekommen konnte. 
Heute ist es eben nicht mehr das Beste und deshalb macht das auch kaum 
noch jemand.

Ich persönlich würde mir keine Konturfräse hinstellen, die wäre mir zu 
laut, zu dreckig, hätte zu teures Verbrauchsmaterial, würde 
vergleichsweise schlechte Ergebnisse liefern und dazu noch viel 
Ausprobieren und Einstellen  benötigen. Beim Ätzen kommt man zumindest 
auf 8/8 oder, wenn man sehr sauber arbeitet und es nicht zu sehr 
übertreibt, auch mal stellenweise auf 6/6 trace/space runter. 
Gegebenenfalls kann man sich mit einer kleinen CNC und entsprechenden 
Vorrichtungen zum Einspannen und Referenzieren sogar was bauen, das die 
Löcher vor dem Belichten bohrt. Das ist dann aber eben eher "ich finde 
den Prozess spannend" und nicht "ich will die ganze Zeit an der 
Entwicklung von Platinen arbeiten".
von Gunnar F. (gufi36)


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Thomas F. schrieb:
> Anbei mal eine Platine von mir von der ich zufällig ein Foto habe.

Gratuliere, das ist klasse!
von Martin (hiru)


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Thomas F. schrieb:
> Investitionskosten: ca. 50€ (ohne Drucker, sowieso vorhanden)
> Herstelldauer ab Foliendruck: 1h.

Ein schönes Beispiel dafür, was vor über 30 Jahren im Hobby-Bereich ganz 
OK war. Ich bin aber richtig froh, dass diese Zeiten vorbei sind und ich 
selbst bei Handlötung von JLCPCB-Platinen gute reproduzierbare 
Ergebnisse zu kleinen Preisen bei geringerem Zeitaufwand hinbekomme.
von Thomas F. (igel)


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Martin schrieb:
> was vor über 30 Jahren im Hobby-Bereich ganz
> OK war. Ich bin aber richtig froh, dass diese Zeiten vorbei sind

Es ist Hobby - also quasi handcraftet:

Es gibt Leute die mit dem Fahrrad stundenlang einen Berg hochstrampeln. 
Oder im Winter mit Tourenskiern und Fellen stundenlang bergaufsteigen. 
Die finden das toll.
Ich dagegen nehme dann die Seilbahn, bin in 10 min oben, trinke 
gemütlich ein Bier und fahre dann ohne Anstrengung mit Bike bzw. Ski 
wieder talwärts.

Jedem eben sein Plaisir.
von Alexander (alecxs)


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F. schrieb:
> Pinabstand >=1.27mm

ATmega328P SOIC? Das schließt ja STM32 usw. schon mal aus, bzw. dann 
muss das Dev Board im ganzen drauf.
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Da steckt schon eine gewisse Lernkurve drin.
> Aber auch mal andersrum ausgedrückt: Auch meine beschissensten
> Fehlversuche konnten grundsätzlich in Funktion gehen, nachdem ich da
> lang genug mit dem Messer nachgeritzt habe und die Lötbrücken entfernt,
> die ich versehentlich beim Bestücken erzeugte. Das geht schon. Und auch
> dass ich dann schonmal alle 0,85mm-Löcher von Hand mit der Proxxon
> nachbohren musste war auch nicht schlimm. Fies sind eher die Schlüsse
> zwischen Leiterbahnen, weil sich da winzige Kupferspäne reingedrückt
> haben.

Ok dass ist mal ne Aussage mit der man was anfangen kann.
Darf ich erfahrem was du für ein Hardware-Setup du dazu verwendet hast ?
von Navratil (electronixs)


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Thomas F. schrieb:
> Herstelldauer ab Foliendruck: 1h.

Ok das wäre an sich fix, aber die Chemikalien-Kacke (wie vor 30 Jahren) 
wollte ich mir ja eigentlich ersparen.
Grübel
von Navratil (electronixs)


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Thomas F. schrieb:
> Es gibt Leute die mit dem Fahrrad stundenlang einen Berg hochstrampeln.
> Oder im Winter mit Tourenskiern und Fellen stundenlang bergaufsteigen.
> Die finden das toll.
> Ich dagegen nehme dann die Seilbahn, bin in 10 min oben, trinke
> gemütlich ein Bier und fahre dann ohne Anstrengung mit Bike bzw. Ski
> wieder talwärts.

Schöner und treffender kann man es nicht formulieren, danke, endlich 
einer der mich versteht. ;-)
Die anderen hatten mich schon fast soweit, dass ich mich als 
"Aussetziger" gefühlt hab.
von H. H. (hhinz)


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Navratil schrieb:
> Chemikalien-Kacke

Paranoia auch noch.
von Navratil (electronixs)


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Alexander schrieb:
> ATmega328P SOIC? Das schließt ja STM32 usw. schon mal aus, bzw. dann
> muss das Dev Board im ganzen drauf.

Naja da hab ich eigentlich nur meine Ansprüche runtergeschraubt auf 
Grund der Aussagen hier, dass alles das mehr Präzision erfordert, sprich 
kleinere Spacings hat, ohnehin damit nicht klappen würde.
Auf den (Werbe)Videos der entsprechenden Hersteller werden da deutlich 
feinere Dinge als 1/10" gemacht, aber wir wissen ja wie das mit der 
Werbung ist. ;-)
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Ok dass ist mal ne Aussage mit der man was anfangen kann.

Kommt jetzt für mich eine Spur hochnäsig rüber, oder täuscht das?

Navratil schrieb:
> Darf ich erfahrem was du für ein Hardware-Setup du dazu verwendet hast ?

Schrieb ich schon: CNC3018, in meinem Fall mit 5,5W-Laser und offline 
Controller (letzterer nie benutzt).

Aber deine Frage vermittelt mir den Eindruck, dass du den Kern meiner 
Aussage nicht verstanden oder verinnerlicht hast.
von Navratil (electronixs)


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H. H. schrieb:
> Paranoia auch noch.

Nein das nicht, aber es ist doch ehrlich keine schöne oder gar angenehme 
Arbeit mit dem Zeugs herumzuhantieren, von den höchst ungesunden Dämpfen 
mal ganz zu schweigen.
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Kommt jetzt für mich eine Spur hochnäsig rüber, oder täuscht das?

Nein das täuscht tatsächlich, ich hab das ehrlich so gemeint wie ich es 
geschrieben habe.
Das hilft mir zwar noch nicht bei meiner Entscheidung bezüglich der 
Geräteauswahl, aber es schärft meine Aufmerksamkeit worauf ich bei der 
Auswahl achten sollte.

So bin ich wirklich nicht und so wurde ich auch nicht erzogen, nichtmal 
dann wenn ich (so wie zeitweise hier) von oben herab behandelt und 
geschulmeistert werde.
von H. H. (hhinz)


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Navratil schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Paranoia auch noch.
>
> Nein das nicht, aber es ist doch ehrlich keine schöne oder gar angenehme
> Arbeit mit dem Zeugs herumzuhantieren, von den höchst ungesunden Dämpfen
> mal ganz zu schweigen.

Aber mit hochgefährlichen Schneidwerkzeugen und toxischen Feinstäuben...
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Das hilft mir zwar noch nicht bei meiner Entscheidung bezüglich der
> Geräteauswahl

Naja, sei dir halt bewusst, dass ich nur diese eine Fräse kenne. Daher 
kann ich keinen Vergleich bieten.
Und das dürfte für das Gros der anderen hier gelten. Man kennt halt 
eins, kauft aber nicht viele verschiedene.
von Gunnar F. (gufi36)


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H. H. schrieb:
> Aber mit hochgefährlichen Schneidwerkzeugen und toxischen Feinstäuben...

Was meinst du, wenn ich meinen Laser einschalte und Omas Dackel 
reinkommt? Das arme Tier hat eh schon kurze Beine, aber dann nochmal in 
der Mitte durch?
von Jens M. (schuchkleisser)


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H. H. schrieb:
> Aber mit hochgefährlichen Schneidwerkzeugen und toxischen Feinstäuben...

Wer's wirklich schnell braucht, ätzt sowieso mit warmer Brühe aus H2O2 
und HCl.
Und hinterher geht das lustige Brawndo ab in den Abfluss....

Gunnar F. schrieb:
> Das arme Tier hat eh schon kurze Beine

Die gehen aber immer nur bis auf den Boden.
: Bearbeitet durch User
von L. (lah)


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Navratil schrieb:
> Ob man sich trauen sollte sowas in der Bucht zu kaufen, wo man praktisch
> keine Möglichkeit hat die Funktion zuvor zu prüfen, ist allerdings dann
> eine ganz andere Sache.

Bei gebrauchten Profi-Maschinen hast du einen großen Vorteil: Du weißt 
dass das Ding irgendwann einmal funktioniert hat. Vielleicht sind die 
Kugellager hinüber und eine Gewindespindel verschlissen, das bekommt man 
aber alles irgendwie getauscht.

Viel schlimmer ist es wenn du in eine zwar neue Billig-CNC investierst, 
dann aber feststellst dass der Rahmen nicht steif genug ist, die 
Antriebe zu ungenau sind und der miese Rundlauf die die Gravierstichel 
abknickt...
von Thomas F. (igel)


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Navratil schrieb:
> Nein das nicht, aber es ist doch ehrlich keine schöne oder gar angenehme
> Arbeit mit dem Zeugs herumzuhantieren, von den höchst ungesunden Dämpfen
> mal ganz zu schweigen.

Die Natronlauge beim Entwickeln spüle ich im Waschbecken ab, das ist 
harmlos.

Beim Ätzen mit HCl hänge ich natürlich nicht mit der Nase über der 
Ätzschale, sondern schau nur gelegentlich mal vorbei. Am Ende wandert 
alles zurück in die Flasche.
Oder man benutzt Fe-3-Cl. Wenn man sich tollpatschig anstellt gibt es 
nur hässliche braune Flecken. Aber eigentlich hat man das im Griff.

Die Glasfasern beim Zuschneiden der Platinen sind da auch nicht harmlos. 
Ohne diese einzuatmen können sie doch unangenehm in den Fingern jucken. 
Und zwar länger als Salzsäure.
von F. (radarange)


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Navratil schrieb:
> Alexander schrieb:
>> ATmega328P SOIC? Das schließt ja STM32 usw. schon mal aus, bzw. dann
>> muss das Dev Board im ganzen drauf.
>
> Naja da hab ich eigentlich nur meine Ansprüche runtergeschraubt auf
> Grund der Aussagen hier, dass alles das mehr Präzision erfordert, sprich
> kleinere Spacings hat, ohnehin damit nicht klappen würde.
> Auf den (Werbe)Videos der entsprechenden Hersteller werden da deutlich
> feinere Dinge als 1/10" gemacht, aber wir wissen ja wie das mit der
> Werbung ist. ;-)

Glücklicherweise kochen die Hersteller auch nur mit Wasser, es lässt 
sich also relativ leicht trigonometrisch berechnen, was der minimale 
Abstand zwischen zwei Leiterbahnen ist. Das Kupfer auf der Platine ist 
35µm hoch. Ganz so hauchdünn wirst du es aber nicht fräsen können, die 
Platine ist uneben usw.; ich weiß nicht, wie weit man üblicherweise 
reinfräst, aber sagen wir mal, dass du 100µm schaffst. Nehmen wir mal 
einen Fräser, den ich gefunden habe 
(https://shop.vhf.de/articleGroups/Isolationsgravierer-W_G_ISO.htm) mit 
einer Spitze von 0.05mm bis 1mm, 90° zulaufend. Sofern ich mich nicht 
verrechnet habe, hast du mit einer Frästiefe von 100µm dann 0.05 + 
100µm*tan(45) + 100µm*tan(45) = 0.25mm, also knapp 10 mil. Für 8 mil 
spacing wird man so etwa 70µm Frästiefe benötigen, aber das Problem beim 
Isolationsfräsen ist eher, dass dünne Leiterbahnen je nach Welligkeit 
des Basismaterials dicker oder dünner (sehr schlecht!) ausfallen. Nicht 
zuletzt deshalb ist es sinnvoll, beim Isolationsfräsen alle Flächen zu 
fluten und nur dazwischen zu trennen, das kann dann relativ großzügig 
mit großer Frästiefe stattfinden.
Meines Erachtens nach war Isolationsfräsen früher vielleicht mal 
interessant, ist es jetzt aber definitiv nicht mehr. Mit Belichten und 
Ätzen kriegt man, wenn man sich Mühe gibt, durchaus auch noch QFNs mit 
0.5mm hin. Beim Isolationsfräsen wäre ich mir da nicht so sicher.

Aber triff du deine eigenen Entscheidungen. Ich würde mir 
Isolationsfräsen nicht antun, Kosten und Aufwand übersteigen meines 
Erachtens nach den Nutzen. Wenn ich ganz schnell was brauche, dann nehme 
ich mir auch heute noch die paar Stunden Zeit, um eine Platine zu ätzen, 
aber das ist wirklich kaum noch der Fall.
von H. H. (hhinz)


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F. schrieb:
> Meines Erachtens nach war Isolationsfräsen früher vielleicht mal
> interessant, ist es jetzt aber definitiv nicht mehr.

Es gibt Nischen, und in denen hab ich das früher auch genutzt, sogar für 
Serien von einigen hundert Stück. Aber wer braucht schon PCBs mit 0,5mm 
Kupferauflage...
von Martin (martin_l72)


Angehängte Dateien:

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Die Frage habe ich mir vor Jahren auch selber gestellt und wollte es 
dann doch probieren. Isolationsfräsen mit einer 3018 angefangen mit 
mäßigem Erfolg.
Später kam dann eine bessere CNC Fräse (jetzt auch kein 5K Modell oder 
so) und da wurde es schon ansehnlicher.
Anbei ein paar Bilder meiner "Uhren Phase" und auch für die Heißkleber 
Fraktion ist was dabei. Alles keine "Schönheiten" funktionieren aber 
einwandfrei.
Material FR2 weil das die Stichel nicht so schnell killt. Aufgeklebt auf 
einer Spanplatte und vor dem Fräsen eine HöhenMap erstellen das gleicht 
dann die Unebenheiten aus.
Doppelseitig geht ja ist aber nicht lustig und Duko's kannst vergessen 
da ist dann der Fertiger um längen besser.
von Navratil (electronixs)


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Martin schrieb:
> Die Frage habe ich mir vor Jahren auch selber gestellt und wollte es
> dann doch probieren.

Also ich finde das kann sich sehen lassen.
Dass das natürlich nicht an industriell gefertigte Platinen rankommt ist 
klar, aber das war ja auch nicht die Intention denke ich mal.
von Navratil (electronixs)


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Ein kleines bischen OT, ich hoffe die Admins werden es verzeihen:

Ich find's total lustig wie ausschließlich bei den von mir verfassten 
Texten rechts oben die Werte alle negativ sind und bei höchst 
"gehaltvollen" und "informativen" wie beispielsweise diesem

H. H. schrieb:
>Es handelt sich eben nicht um Glauben.

positiv.

Sagt meiner bescheidenen Meinung nach auch einiges aus. ;-)
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Naja, sei dir halt bewusst, dass ich nur diese eine Fräse kenne. Daher
> kann ich keinen Vergleich bieten.

Das ist tatsächlich etwas, dass ich vor meiner Fragestellung nicht 
bedacht hatte.
Kaum jemand wird sich zwei oder sogar mehr von den Dingern kaufen, wenn 
schon die erste keine befriedigende Ergebnisse produziert.
Jetzt ist mir das auch klar. ;-)
von Navratil (electronixs)


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: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Navratil schrieb:
> Ich find's total lustig wie ausschließlich bei den von mir verfassten
> Texten rechts oben die Werte alle negativ sind

Das passiert, wenn man sich unbeliebt gemacht hat. Zum Beispiel indem 
man sich für Hilfe undankbar zeigt, oder auf seinem idiotischen 
Standpunkt verharrt.

> Sagt meiner bescheidenen Meinung nach auch einiges aus. ;-)

Allerdings: Du hat doppelt negativ gepunktet.
: Bearbeitet durch User
von Navratil (electronixs)


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Nemopuk schrieb:
> Zum Beispiel indem
> man sich für Hilfe undankbar zeigt

Erstmal die "Hilfe" war bei den ersten Antworten wirklich überschaubar, 
denn zu dem was ich wissen wollte kam erstmal rein gar nix, nur der 
Versuch mich von industriell gefertigten Platinen zu überzeugen.

Und wo bitte hab ich mich "undankbar" gezeigt ?
Nur weil ich nicht sofort alle meine Vorstellungen über Board geworfen 
und 1:1 eine Standardmeinung zu dem Thema übernommen habe, hab ich mich 
unbeliebt gemacht, tatsächlich ?
Dass ein solches (devotes) Verhalten eine Voraussetzung für die 
Teilnahme hier ist, konnte ich in keiner der Forenregeln entdecken. ;-)

Du bist nicht zufällig im Osten unter Erich Honecker groß geworden, oder 
?

Wenn ich solche Kommentare wie den deinen lese, dann muss ich dir 
ehrlich sagen, das ich echt froh bin, dass es so ist wie es ist, denn 
dann weiß ich ich, hab alles richtig gemacht.
Mich stört es ja nicht, meinetwegen kannste 1000 negative Zeichen bei 
meinen Texten setzen, wenn es dich glücklich macht oder dir in 
irgendeiner Weise hilft mit der Realität klar zu kommen, soll es mir 
recht sein, ich fand's nur lustig und hab's deswegen erwähnt.
Wird aber nicht mehr vorkommen, versprochen.

Aber gut lassen wir das OT Thema, das führt zu nichts denn anscheinend 
können manche mit divergierenden Meinungen nicht umgehen und fühlen sich 
gleich direkt in ihrer Ehre gekränkt wenn es jemand wagt die Aussagen in 
Frage zu stellen und darüber reden bzw. diskutieren möchte.
von Nemopuk (nemopuk)


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Navratil schrieb:
> erstmal die "Hilfe" war bei den ersten Antworten wirklich überschaubar,

> Und wo bitte hab ich mich "undankbar" gezeigt ?

Genau hier zum Beispiel. Direkt in der Zeile über deiner Frage.

> Dass ein solches (devotes) Verhalten eine Voraussetzung für die
> Teilnahme hier ist, konnte ich in keiner der Forenregeln entdecken. ;-)

Es ist keine Voraussetzung. Allerdings musst du Minuspunkte und 
Gegenwind vertragen, oder lernen, dich beliebt zu machen. Suche es dir 
aus.

> ich fand's nur lustig und hab's deswegen erwähnt.

Nein, du findest es schlimm. Verkaufe uns nicht für blöd!

> anscheinend können manche mit divergierenden Meinungen nicht umgehen
> und fühlen sich gleich direkt in ihrer Ehre gekränkt wenn es jemand
> wagt die Aussagen in Frage zu stellen und darüber reden bzw.
> diskutieren möchte.

Das Gefällt mir! Schau mal in den Spiegel und sage diesen Satz dabei 10 
mal auf.
: Bearbeitet durch User
von Navratil (electronixs)


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Nemopuk schrieb:
> Navratil schrieb:
>> erstmal die "Hilfe" war bei den ersten Antworten wirklich überschaubar,
>
>> Und wo bitte hab ich mich "undankbar" gezeigt ?
>
> Genau hier zum Beispiel. Direkt in der Zeile über deiner Frage.
>
>> Dass ein solches (devotes) Verhalten eine Voraussetzung für die
>> Teilnahme hier ist, konnte ich in keiner der Forenregeln entdecken. ;-)
>
> Es ist keine Voraussetzung. Allerdings musst du Minuspunkte und
> Gegenwind vertragen, oder lernen, dich beliebt zu machen. Suche es dir
> aus.
>
>> ich fand's nur lustig und hab's deswegen erwähnt.
>
> Nein, du findest es schlimm. Verkaufe uns nicht für blöd!
>
>> anscheinend können manche mit divergierenden Meinungen nicht umgehen
>> und fühlen sich gleich direkt in ihrer Ehre gekränkt wenn es jemand
>> wagt die Aussagen in Frage zu stellen und darüber reden bzw.
>> diskutieren möchte.
>

Ganz wie du meinst....................
Du weißt ja sowieso alles viel besser, sogar was ich lustig und was 
"schlimm" finde, einfach nur mehr lächerlich.
Vor 30 oder 40 Jahren hätte ich mich vermutlich noch darüber geärgert, 
heute kann ich solche Menschen einfach guten Gewissens ignorieren.
Ich werd das jedenfalls nicht weiter kommentieren, das ist mir einen 
Tick zu infantil, und den Rest denk ich mir einfach nur.

Aber back to topic.
Zu der gebrauchten Protomat (Link in der Bucht weiter oben) hätte ich 
noch gerne gewusst, ob ihr das auch so seht, dass das meinen Ansprüchen 
eher entgegenkommt als eine neue Carvera, Wegstr o.ä.

By the way möchte ich hier noch ordnungshalber festhalten, dass nach 
anfänglichen Startschwierigkeiten hier doch (für mich) sehr nützliche 
Informationen geteilt wurden und ich für diese sogar sehr dankbar bin, 
auch wenn das manche nicht so ganz checken, warum auch immer.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Kauf dir eine ordentliche Portalfräse, und dann leg los ...
https://www.haascnc.com/machines/vertical-mills/gantry/models/gm-1.html#gsc.tab=0
Wähl die Option mit der 15000 UpM Spindel!
Wenn die warmgelaufen ist, hält die locker 1/100 mm auf einer Platine. 
Und hat sogar eine thermische Kompensation.
von F. (radarange)


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Navratil schrieb:
> Aber back to topic.
> Zu der gebrauchten Protomat (Link in der Bucht weiter oben) hätte ich
> noch gerne gewusst, ob ihr das auch so seht, dass das meinen Ansprüchen
> eher entgegenkommt als eine neue Carvera, Wegstr o.ä.

Die "neue Carvera, Wegstr o.ä." kriegst du halt. Bei deiner "gebrauchten 
Protomat" ist das nicht so klar.
von Navratil (electronixs)


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Nick schrieb:
> 
https://www.haascnc.com/machines/vertical-mills/gantry/models/gm-1.html#gsc.tab=0

174.000 sind da aufgerufen, da muss ich wohl noch ein bissl sparen oder 
warten bis der Lotto-Jackpott endlich daherkommt ;-)
von Navratil (electronixs)


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Über die Laserdingens haben wir noch gar nicht gesprochem, ausser dass 
sie giftige Dämpfe und üble Gerüche produzieren.
Aber wie sieht es mit dem Rest aus eurer Sicht aus, so im Vergleich zu 
den Fräsern ?
von H. H. (hhinz)


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Navratil schrieb:
> Über die Laserdingens haben wir noch gar nicht gesprochem, ausser
> dass
> sie giftige Dämpfe und üble Gerüche produzieren.
> Aber wie sieht es mit dem Rest aus eurer Sicht aus, so im Vergleich zu
> den Fräsern ?

Kaufs dir, aber das Geld aus dem Fenster zu werfen ist einfacher.
von Navratil (electronixs)


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H. H. schrieb:
> Kaufs dir, aber das Geld aus dem Fenster zu werfen ist einfacher.

Soll ich das so verstehen dass die von den Ergebnissen noch schlechter 
sind als die Fräser ?
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Über die Laserdingens haben wir noch gar nicht gesprochem, ausser dass
> sie giftige Dämpfe und üble Gerüche produzieren.

Was meinst du? Kupfer abtragen per Laser kannst du vergessen. Es gibt 
Verfahren, entweder Lack mit UV (oder blau?) zu belichten, dann normal 
zu entwickeln und ätzen. Oder normalen schwarzen Lack per Laser 
wegbrennen und dann ätzen. Gegen Gase gibt es Absaugung. Mein "dicker" 
Laser steht vor einem unbenutzten offenen Kamin und ich blase da raus. 
Aber PVC soll man damit trotzdem nicht schneiden. Acryl geht in Ordnung.
Der "kleine" steht in der Bastelstube und dient nur zum Gravieren (MEINE 
Werkzeuge in der Firma beschriften!!!) oder als Bestückungsdruck auf 
FR2. Das geht ordentlich.
By the way: Ich war sehr skeptisch zu der billigen chinesischen 
Laserschutzbrille, wo doch die professionellen hunderte Euro kosten. 
Habe ich den Laser auf diffus fokussiert, in den Strahl eine Fotozelle 
gebracht und dann verglichen ohne/mit Brille davor: 99% Dämpfung!
Das heißt NICHT dass man mit der Brille den fokussierten Laser ins Auge 
richtet!!! (manchmal brauche ich drei !) Aber für die diffus 
reflektierte Streustrahlung reicht es jetzt nach meiner Einschätzung. 
(wenn es nicht gerade eine ALu-Oberfläche ist).
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Was meinst du? Kupfer abtragen per Laser kannst du vergessen.

Ja das meinte ich, zumindest wird das in diversen Videos so gezeigt.
ComMarker oder X-Tool sollen das wohl können, obwohl das ja eigentlich 
nur ganz gewöhnliche Laser-Engraver sind, die für diese Anwendung wohl 
kaum gedacht waren.
Hier eines der unzähligen Videos die man auf Youtube dazu findet.

https://www.youtube.com/watch?v=fWvAjXv65Dc&pp=ygUJbGFzZXIgcGNi
von Thomas F. (igel)


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Navratil schrieb:
> Das hätte ich gefunden:
>
> https://www.ebay.de/itm/137384728529
>
> Ist doch ne semiprofessionelle Maschine.

Es wurde ja mehrfach und ausgiebig gesagt dass dein Vorhaben eher 
unsinnig ist.

Trotzdem willst du eine Tischfräse haben.
Dann kaufe sie einfach!

Dann kannst du endlos damit rumspielen und lernen.
von Harald K. (kirnbichler)


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Navratil schrieb:
> Ja das meinte ich, zumindest wird das in diversen Videos so gezeigt.

Ähm. Das von Dir verlinkte Video zeigt die Beschichtung einer Platine 
mit UV-Resist, das mit einem Laser belichtet und danach ganz 
traditionell geätzt wird.
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Ja das meinte ich, zumindest wird das in diversen Videos so gezeigt.
> ComMarker oder X-Tool sollen das wohl können, obwohl das ja eigentlich
> nur ganz gewöhnliche Laser-Engraver sind, die für diese Anwendung wohl
> kaum gedacht waren.
> Hier eines der unzähligen Videos die man auf Youtube dazu findet.
>
> https://www.youtube.com/watch?v=fWvAjXv65Dc&pp=ygUJbGFzZXIgcGNi

Hast du das Video angesehen und verstanden was da passiert? Der brennt 
mit dem Laser einen Lack fest und ätzt dann ganz normal (lol 
Eisendreichlorid direkt neben dem Laptop!).
Zum "Wegbrennen" von Kupfer braucht man so was wie in der Augenchirurgie 
"Femtosekundenlaser", die mit sehr kurzen energiereichen Impulsen etwas 
Kupfer verdampfen. Ich fürchte, den kannst du dir nicht leisten, aber 
wer weiß...

überschnitten mit Haralds Kommentar..
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Navratil schrieb:
> Das ist für mich völlig in Ordung, denn erstens bin ich selbst nicht
> mehr der Jüngste und außerdem ist nicht alles alte oder was zumindest
> früher gut war, heute schlecht, ganz im Gegenteil.

Dann beschreib doch mal die Zielanforderungen noch etwas genauer - und 
dann schreib auch richtige Sollbegründungen auf. Das hat früher auch 
schon ganz gut funktioniert.
von H. H. (hhinz)


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Gunnar F. schrieb:
> "Wegbrennen" von Kupfer

Verbrennt auch das Basismaterial, es wird leitfähig.
von Navratil (electronixs)


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Harald K. schrieb:
> Navratil schrieb:
>> Ja das meinte ich, zumindest wird das in diversen Videos so gezeigt.
>
> Ähm. Das von Dir verlinkte Video zeigt die Beschichtung einer Platine
> mit UV-Resist, das mit einem Laser belichtet und danach ganz
> traditionell geätzt wird.

Mist, hab das falsche Video verlinkt.
Im Moment find ich das richtige nicht, ich hab das vor ein paar Wochen 
gesehen und mich noch noch gewundert wie das funktioniert.
Aber da war tatsächlich eine ganz gewöhliche kupferkaschierte Platte die 
mit einem Laser (weiß nicht genau was für eine Art von Laser) bearbeitet 
wurde.
Wenn ich das wieder finde, poste ich es hier
von Navratil (electronixs)


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H. H. schrieb:
> Verbrennt auch das Basismaterial, es wird leitfähig

OK ?!
Hätte ich so noch nicht gehört.
Kann das jemand bestätigen ?
von Gunnar F. (gufi36)


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H. H. schrieb:
> Verbrennt auch das Basismaterial, es wird leitfähig.

ich schrieb ja schon eingangs dazu, dass er das meiner Meinung nach 
vergessen kann. Das am ehesten praktikable Verfahren scheint mir nach 
kurzer Recherche das mit dem mattschwarzen Lack zu sein. Der Lack ist 
billig, das Lasergestell muss keine Kräfte aufnehmen, wird mit 
konstantem Tempo gefahren. Und ein "chinesische 5W"-Laser sollte das 
können.
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Hätte ich so noch nicht gehört.
> Kann das jemand bestätigen ?

Kupfer reflektiert sehr stark, du brauchst enorme Leistung um das bei 
über 1000°C zu verdampfen. Noch dazu leitet es die Wärme stark ab. 
Sobald es weg ist, bleibt FR4, das sehr viel mehr absorbiert und 
schlecht leitet. Genau dann zu stoppen ist m.E. nicht machbar. Der Laser 
"sieht" nicht, was er brennt.
Nur haben das alle meine Recherchen im Web sofort ergeben. Ich wundere 
mich da etwas über deine Blauäugigkeit.
von Michael B. (laberkopp)


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Rbx schrieb:
> Dann beschreib doch mal die Zielanforderungen noch etwas genauer

Er möchte 1 Stunde nach dem er die Vorlage in Eagle erstellt hat eine 
doppelseitige Platine in der Hand halten, ohne Chemie, ohne Belichtung, 
aber es darf (immerhin ein Zugeständnis) bis 5000€ kosten.

Wenn er nicht solche Anforderungen hätte, sondern es so macht wie 
zigtausende erfolgreich vor ihm, dann belichtet er presensitized 
Material über eine Folie und bohrt mit der Proxxon per Hand und braucht 
Folien, Drucker, Belichter, Entwicklerbad, Ätzbad, Bohrständer und 
Minidrill, also ca. 300€.

Nimmt er Genmitsu 3018 CNC für 150€ mit 0.8mm Spiralfräser müsste er 
wenigstens nicht per Hand bohren und zusägen.

Und nimmt er UV Drucker gäbe es keine Chemie, aber er ist ja so auf 
seine Idee fixiert, dass er sich das nicht mal angeguckt hat.

https://youtu.be/mvPqqd03yRM

Ja, doppelseitig passend zu drucken ist damit nicht trivial (2 gute 
Anschläge bauen?). Und wenn er nur gelegentlich druckt muss die Maschine 
jedesmal gereinigt werden, was viel Mühe macht.
: Bearbeitet durch User
von Navratil (electronixs)


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Michael B. schrieb:
> Und nimmt er UV Drucker gäbe es keine Chemie, aber er ist ja so auf
> seine Idee fixiert, dass er sich das nicht mal angeguckt hat.

Das ist eine Unterstellung. ;-)
Ich hab mir wirklich vieles angeguckt, aber irgendwie gefällt mir die 
andere Variante besser, auch wenn sie viele Nachteile hat.
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Ich wundere
> mich da etwas über deine Blauäugigkeit.

So bin ich halt, ich versuche in allem das Positive zu sehen.
Aber du hast schon recht, das mit der Blauäugigeit hör ich nicht zum 
Ersten mal. ;-)
von Rbx (rcx)


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Michael B. schrieb:
> Rbx schrieb:
>> Dann beschreib doch mal die Zielanforderungen noch etwas genauer
>
> Er möchte 1 Stunde nach dem er die Vorlage in Eagle erstellt hat eine
> doppelseitige Platine in der Hand halten, ohne Chemie, ohne Belichtung,
> aber es darf (immerhin ein Zugeständnis) bis 5000€ kosten.

Man könnte hinsichtlich der (Ist->) Soll-Überlegungen zumindest fragen, 
ob "mein Haus, mein Auto..usw." eine sinnvolle Sollbegründung sein kann.
von Martin (hiru)


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Michael B. schrieb:
> Wenn er nicht solche Anforderungen hätte, sondern es so macht wie
> zigtausende erfolgreich vor ihm, dann belichtet er presensitized
> Material über eine Folie und bohrt mit der Proxxon per Hand und braucht
> Folien, Drucker, Belichter, Entwicklerbad, Ätzbad, Bohrständer und
> Minidrill, also ca. 300€.

Und wenn er es macht, wie die zigtausend, die sich mittlerweile von der 
Chemie verabschiedet haben und z.B. bei JLCPCB bestellen, dann ist er 
lediglich mit einigen Euro Platinen- und Portokosten dabei.

Aber die Lieferzeit stellt ja, im Gegensatz zu den Anforderungen aller 
anderen, ein KO-Kriterium dar. Qualität, Kosten und ein breites Spektrum 
an möglichen Ausführungsarten sind bei ihm kein Kriterium, auch das 
unterscheidet ihn wieder von allen anderen.

Wir sollten das einfach akzeptieren, auch wenn es absolut nicht 
nachvollziehbar ist.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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von Navratil (electronixs)


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Das ist zwar nicht das Video dass ich ursprünglich meinte, aber hier 
wird doch direkt mit einem Fiber-Laser die Platine gemacht indem das 
Kupfer "weggebrannt" wird, oder sehe ich das falsch ?

https://www.youtube.com/watch?v=JZdE70YeKI8
von Gunnar F. (gufi36)


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na toll, ab in den Warenkorb mit dem Laser, dann können ja jetzt die 
Platinen schnellstens fertig werden!
von Martin (hiru)


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Navratil schrieb:
> Das ist zwar nicht das Video dass ich ursprünglich meinte, aber hier
> wird doch direkt mit einem Fiber-Laser die Platine gemacht indem das
> Kupfer "weggebrannt" wird, oder sehe ich das falsch ?

Hätte man die gezeigte Schaltung einfach auf einer Lochrasterplatine 
(mit Kupferringen) aufgebaut, wäre es von der Qualität etwa gleich 
gewesen, dafür aber schneller (ohne Layout- und Einrichtzeiten) und 
deutlich preiswerter.
von H. H. (hhinz)


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Martin schrieb:
> Hätte man die gezeigte Schaltung einfach auf einer Lochrasterplatine
> (mit Kupferringen) aufgebaut, wäre es von der Qualität etwa gleich
> gewesen,

Sogar besser, weil kein verbranntes Basismaterial.
von Navratil (electronixs)


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Seht ihr, dass ist genau was ich meine:
Da kommen 3 Antworten die im Wesentlichen nur wiederholen was ohnehin 
schon ausreichend diskutiert und von allen (mich eingeschlossen) auch 
als Faktum akzeptiert wurde, aber keine Antwort auf die Frage die nur 
ein einziges Wort hätte enthalten müssen, nämlich ja oder nein.

Meint ihr nicht es wäre im Sinne des Borads (und dessen Ruf) eventuell 
sinnvoll auch hier denselben 1A-Qualitäts-Maßstab anzulegen so wie ihr 
das bei euren Platinen tut ?

Nur eine Frage, bitte steinigt mich nicht gleich dafür.
: Bearbeitet durch User
von Martin (hiru)


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Martin schrieb:
> aber hier
>> wird doch direkt mit einem Fiber-Laser die Platine gemacht indem das
>> Kupfer "weggebrannt" wird, oder sehe ich das falsch ?

Navratil schrieb:
> nämlich ja oder nein.

ja (es wird das Kupfer weggebrant und (!) das Basismaterial leitfähig 
gemacht)
: Bearbeitet durch User
von Gunnar F. (gufi36)


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Navratil schrieb:
> Seht ihr, dass ist genau was ich meine:
> Da kommen 3 Antworten die im Wesentlichen nur wiederholen was ohnehin
> schon ausreichend diskutiert und von allen (mich eingeschlossen) auch
> als Faktum akzeptiert wurde, aber keine Antwort auf die Frage die nur
> ein einziges Wort hätte enthalten müssen, nämlich ja oder nein.
>
> Meint ihr nicht es wäre im Sinne des Borads (und dessen Ruf) eventuell
> sinnvoll auch hier denselben 1A-Qualitäts-Maßstab anzulegen so wie ihr
> das bei euren Platinen tut ?
>
> Nur eine Frage, bitte steinigt mich nicht gleich dafür.

Das (nicht dass) waren keine Antworten und du hast keine Frage gestellt, 
die man mit ja oder nein beantworten kann. Ich gucke mir nicht deine 
Videos an und du kannst auch selber recherchieren. Das ist nicht so 
schwer.
von H. H. (hhinz)


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Gegen Glauben ist kein Kraut gewachsen.

Brauchst du die elektrische Leitfähigkeit von verkohltem Basismaterial 
notariell beurkundet?
von F. (radarange)


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Navratil schrieb:
> Seht ihr, dass ist genau was ich meine:
> Da kommen 3 Antworten die im Wesentlichen nur wiederholen was ohnehin
> schon ausreichend diskutiert und von allen (mich eingeschlossen) auch
> als Faktum akzeptiert wurde, aber keine Antwort auf die Frage die nur
> ein einziges Wort hätte enthalten müssen, nämlich ja oder nein.
>
> Meint ihr nicht es wäre im Sinne des Borads (und dessen Ruf) eventuell
> sinnvoll auch hier denselben 1A-Qualitäts-Maßstab anzulegen so wie ihr
> das bei euren Platinen tut ?
>
> Nur eine Frage, bitte steinigt mich nicht gleich dafür.

Du bist echt nervig.
Man hat dir jetzt schon einige Male erklärt, warum das Entfernen der 
Kupferschicht auf einer Platine mittels Laser technisch schwierig ist. 
Es muss sehr viel Energie eingetragen werden und es besteht die Gefahr, 
dass ein nicht zu unterschätzender Teil dieser Energie in das Substrat 
geleitet wird. Den Glasfasern ist das weitgehend egal, das Epoxidharz 
verkohlt. Dadurch sinkt der Widerstand, Isolationswiderstände verändern 
sich, auch die Dielektrizitätskonstante wird betroffen sein. Außerdem 
mögen Platinen keine starke thermische Belastung. Kurzum: Kann man 
machen, funktioniert auch, die Qualität, die man dabei erhält, ist 
jedoch extrem schlecht. Der Faserlaser wird dich sicher auch nur 
unwesentlich mehr als deine 5000 Euro kosten.
von Michael B. (laberkopp)


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H. H. schrieb:
> Gegen Glauben ist kein Kraut gewachsen.
>
> Brauchst du die elektrische Leitfähigkeit von verkohltem Basismaterial
> notariell beurkundet?

Ich sehe auch ständig Videos wie leicht die Baumpflege doch ist

https://www.youtube.com/shorts/I8uJreqaFMg

oder wie toll das Putzen geht wenn man nur das passende Werkzeug hat

https://www.youtube.com/shorts/N89bmSk0loQ
von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Navratil schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Verbrennt auch das Basismaterial, es wird leitfähig
>
> OK ?!
> Hätte ich so noch nicht gehört.

Noch nie von KOHLEschichtwiderständen  gehört?
von Navratil (electronixs)


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Gunnar F. schrieb:
> Das (nicht dass) waren keine Antworten und du hast keine Frage gestellt,
> die man mit ja oder nein beantworten kann. Ich gucke mir nicht deine
> Videos an und du kannst auch selber recherchieren. Das ist nicht so
> schwer.

OK ab jetzt bin ich raus, wenn's in nem Elekronikforum um 
Rechtschreibkorrektur geht, dann hat sich die Sache für mich endgültig 
erledigt.
Falls die Admins das möchten oder für sinnvoll erachten, dürfen sie den 
Thread gerne löschen und auch gleich meinen Account dazu.
Ich bin echt zu alt für den Schei** dass ich mir das antun muss.
Es gibt´auch andere Community's in denen man nicht wie der letzte Dreck 
behandelt wird, nur weil man Fragen stellt die einige als unangenehm 
oder nervig empfinden, bloß weil sie nicht ForumsMainstreamkonform sind.
Aber mit eurem geschätzen Einverständnis werde ich euch davon mittels 
meiner Abwesenheit befreien, also habt ihr jetzt wohl was zu feiern.

Und by the way: Ich hab sehr wohl eine Frage gestellt die mit einem 
einzigen Wort zu beantworten gewesen wäre, aber du machst ja lieber 
einen auf Deutschlehrer.
Obwohl ein richtiger Deutschlehrer hätte bei dem Beitrag vermutlich 
druntergeschrieben:
6. Thema verfehlt.

Also Tschüss !
Und solltet ihr noch weitere Rechtschreibfehler finden, so dürft ihr die 
gerne behalten.

Over and out
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Was für ein Spinner.
von Alexander (alecxs)


Angehängte Dateien:

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Sieht jetzt aber mal so gar nicht nach Fine-Pitch Anforderungen aus. Da 
hab ich mit Edding schon feinstrukturiertere Platinen gemacht.
von Johannes F. (jofe)


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Navratil schrieb:
> Es gibt´auch andere Community's in denen man nicht wie der letzte Dreck
> behandelt wird, nur weil man Fragen stellt die einige als unangenehm
> oder nervig empfinden, bloß weil sie nicht ForumsMainstreamkonform sind.

Prima, warum hast du dann nicht in diesen anderen "Communities" deine 
Frage gestellt, sondern hier?

Vielleicht weil die netten gechillten Maker leider keine Ahnung davon 
haben, weil sie nur Fertigmodule aus China miteinander verdrahten?

Navratil schrieb:
> Bei der PlatinenGröße bin ich mir im Moment noch etwas unsicher,
> EurokartenFormat würde vermutlich in 95% der Fälle reichen

Seine Vorstellungen sind so vage und schwammig, vermutlich hat er in 
seinem Leben erst zwei Platinen entworfen. Wenn überhaupt. Seltsam, daß 
ihm nichts sinnvolleres einfällt, um sein scheinbar überflüssiges Geld 
loszuwerden.
von H. H. (hhinz)


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Johannes F. schrieb:
> Seltsam, daß
> ihm nichts sinnvolleres einfällt, um sein scheinbar überflüssiges Geld
> loszuwerden.

Schwarzgeld.
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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H. H. schrieb:

>> Seltsam, daß
>> ihm nichts sinnvolleres einfällt, um sein scheinbar überflüssiges Geld
>> loszuwerden.
>
> Schwarzgeld.

Auch mit Schwarzgeld lässt sich sinnvolleres anfangen. ;O)

Mit freundlichem Gruß
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
von Klaus K. (klkl)


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Hallo zusammen

Respekt an Navratil das er diese Diskussion aushält...
Vielleicht kann ich sinnvolles beitragen.

Wir haben bei uns im LabAix einen VOLTERA V-ONE mit dem ich ein wenig 
gespielt habe. Ein klasse Gerät für sehr spezielle Anforderungen.

Der Arbeitsablauf ist gut, die Platine wird gemalt (mit etwas 
Mehraufwand auch 2-seitig), gebohrt, kann dann bestückt werden und mit 
der gleichen Maschine wird dann auch der Reflow gemacht. Software super, 
Bohrer super, geht vergleichsweise schnell, kaum Gesundheitsgefährdendes 
(Staub, Chemie...), macht Spass

Die Nachteile aus meiner Sicht:
Durchkontaktierungen sind (wie bei den meisten anderen Verfahren) eine 
Qual.
Der Prozess basiert auf Silber/Bismut mit einem geringeren Schmelzpunkt. 
Die Leiterbahnen haften schlechter am Platinenmaterial als bei den 
Kupferkaschierten. Schnell löst sich beim Löten wieder eine Leiterbahn 
von der Oberfläche.
Kein billiger Betrieb, das ist aber nicht entscheidend.

Ich habe Erfahrungen mit einer Platinenfräse (LPKF). Die macht stabilere 
aber sonst nicht bessere Platinen. Die Auflösung ist vergleichbar, der 
Aufwand und der Dreck sind deutlich größer.
Die Platinenfräse war für meine Projekte immer zu aufwendig und die 
Ergebnisse zu schlecht. Da habe Ich lieber bei aisler bestellt und die 
(manchmal nur 3) Tage gewartet. Beim Voltera ist es etwas besser aber 
ähnlich. Das Ergebnis ist optisch besser, mechanisch und 
temperaturmässig aber empfindlicher.

Gruß Klaus
von David G. (Firma: 10.08.1985) (follow2000)


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Hi,

wir haben seit Jahren in unserem Betrieb eine LPKF Protomat S62 
Platinenfräse. Für Prototypen und kleiner Projekte sehr gut geeignet. 
Der normale Fräse fräst Isolationsbreiten von 0,2mm. Das reicht für die 
meisten Projekte. Es gibt auch noch einen Mikrofräser für sehr kleine 
Bauteile. Wir haben die Option mit Kamera und Vakuumtisch. Was anderes 
sollet man auch nicht kaufen. Doppelseitig ist möglich. Die Verbindungen 
werden dann mit einem Leitfähigen Kleber hergestellt er in die Löcher 
eingerackelt und dann abgesaugt wird. Ist schon eine Sauerei. Aber sehr 
gut reproduzierbare Ergebnisse. Hat auch seinen Preis, gerade was die 
Bohrer und Fräser an geht.
von Gunnar F. (gufi36)


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David G. schrieb:
> Vakuumtisch

Hey David, kannst du mir mal erklären, wie der funktioniert? Wie 
verhindere ich dass der Luft ausserhalb der Platinenumrisse ansaugt?
Danke!
von Holger T. (holgert)


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Gunnar F. schrieb:
> Wie verhindere ich dass der Luft ausserhalb der Platinenumrisse ansaugt?

Einfach mit einer/zwei Gummimatte(n) abdecken, z.B.:
https://www.cncshop.at/Abdeckgummimatten
von Nick (b620ys)


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Gunnar F. schrieb:
> Hey David, kannst du mir mal erklären, wie der funktioniert? Wie
> verhindere ich dass der Luft ausserhalb der Platinenumrisse ansaugt?

Und nicht vergessen, dass eine Vakuumspannplatte auch Unterdruck 
braucht. Die einfachen Vakuumpumppen brauchen einen Kompressor. Oder du 
eine Vakuumpumpe mit Förderleistung brauchst.
Letztere gibts beim Service für Melkanlagen gebraucht. Meine hat 100.- € 
gekostet, ausm Nachbardorf. ;-))
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Nick.

Nick schrieb:
> Oder du
> eine Vakuumpumpe mit Förderleistung brauchst.
> Letztere gibts beim Service für Melkanlagen gebraucht. Meine hat 100.- €
> gekostet, ausm Nachbardorf. ;-))

Sind das Seitenkanalverdichter? Die lassen sich auch gut zum Saugen 
verwenden.

Die werden in z.B. Leiterplattenfabriken verwendet um die Tafeln an den 
Auf- und Abstaplerrobotern mit Saugnäpfen zu greifen.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Bernd W. schrieb:
> Sind das Seitenkanalverdichter? Die lassen sich auch gut zum Saugen
> verwenden.

Ja, ich glaub (ziemlich sicher) die nennen sich so. Und die werden 
üblicherweise bei Vakuumspannplatten verwendet. Die reagieren auch nicht 
sauer, wenn Wasser mit angesaugt wird (Kühlschmierstoff) oder Staub.

Melkanlagenpumpen sind das aber nicht (meine nicht). Zumindest braucht 
meine Vakuumöl. Ist aber wiederum keine "echte" Vakuumpumpe die unter 20 
mbar absolut kommt (Wasser kocht bei RT, Wasser kondensiert dann im Öl 
und das muss man dann wieder entgasen/entwässern/austauschen). So eine 
nehme ich zum vergiessen von Trafos her, oder um Gießharz zu entgasen. 
Bei wasserbasierten Vergussmassen/Lacken sollte man darum nicht unter 30 
mbar gehen.
Damit kann man auch gut Holz mit Öl imprägnieren (nie probiert).

Meine Melkanlagenpumpe hab ich aber zum Metallgießen mit Unterdruck 
gekauft.
https://www.youtube.com/watch?v=QijGV2G26JI

Förderhöhe einer Melkanlagenpumpe dürfte so um die 2..4 m sein (nie 
nachgemessen). So kocht dann die Milch nicht auf. :-)

Edit:
Ja, die Melkanlagenpumpe ist für die Anwendung Spannplatte, insbes. wenn 
Wasser angesaugt wird, ungeeignet. Also dafür Seitenkanalverdichter.
: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Alexander schrieb:
> Ich hab derweilen bei JLCPCB bezahlt und zähle mal die Tage bis es bei
> mir auf dem Tisch liegt

Ganze 9 Tage hat es gedauert. Wochenende kennen die Chinesen ja nicht.
von Rainer W. (rawi)


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Gunnar F. schrieb:
> Navratil schrieb:
>> ...
>> Hier eines der unzähligen Videos die man auf Youtube dazu findet.
>>
>> https://www.youtube.com/watch?v=fWvAjXv65Dc&pp=ygUJbGFzZXIgcGNi
>
> Hast du das Video angesehen und verstanden was da passiert? Der brennt
> mit dem Laser einen Lack fest ...

Da brennt überhaupt nichts. Dafür reicht die Laserleistung nicht aus. 
Der Lack polymerisiert bei UV-Beleuchtung. Das entspricht dem Belichten 
und Entwickeln mit Layout-Vorlage und UV-Lampe. Man spart sich die 
Belichtungsfolie mit dem Layout und den Entwicklungsvorgang für die 
Photoschicht.
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