J-FETs parallel

OP #3915635
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Hallo zusammen.

Ich suche einen Ersatz für J310, der ja ein ziemliches Y21 hat.
Je nach Datenblatt findet man 'mS', 'moh', 'mmoh' u.v.a mehr.
Schlecht zu kaufen und meist zu horrenden Preisen.
Meine Schatullen quellen über von BF245, BF256 u.a.
Beizeiten findet man Schaltungen, in denen J-FETs parallel
geschaltet sind. Alles meistens nur NF und es geht darum, das
Rauschen zu minimieren.

Hintergrund:
Ich suche einen Sorce-Folger im Kurzwellenbereich, der den J310
ersetzen könnte.

Meine Frage:
Parallelschaltung BF245, BF256?
Addieren sich die Y21s ?
Was passiert ansonsten?

73
Wilhelm

Zur Info: Google war mein Freund...
Gast #3915689
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Wilhelm Schürings schrieb:
> Parallelschaltung BF245, BF256?

Ungünstig. Wenn du größere Steilheit willst, nimm einen 2SK369.

> Addieren sich die Y21s ?

Kommt drauf an. Die Steilheit des Kombi-Transistors wird zwar größer, 
aber die Gesamtsteilheit in Sourceschaltung wird sogar kleiner, wenn man 
gleichen Gesamtstrom wie bei einem einzelnen JFet einstellt. Das liegt 
daran, dass der Rs bei 2 oder mehr parallelen JFets größer als bei einem 
einzelnen sein muss um den gleichen AP-Strom einzustellen. Jeder 
Einzeltransitor im läuft außerdem mit entsprechend reduziertem Strom. 
Der Kombi-Transistor ist stärker geschert als ein einfacher.

Allerdings geht die Spannungsverstärkung des Sourcefolgers dichter an 1, 
weil dabei die Spannungsteilung zwischen der größeren Gesamtsteilheit 
des Kombi-Transistors und dem größeren Rs abnimmt.
#3915806
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JFets haben oft eine große Toleranz bei der Abschnürspannung - einfach 
so parallel schalten, ohne Aussuchen von Paaren geht nicht. Es kommt 
vielfach auf die Steilheit beim Betriebsstrom an, nicht auf den 
Maximalwert, bzw, den bei U_gs= 0.

Ein guter Typ für eine hohe Steilheit und wenig Rauschen wäre der BF862. 
Bei der Auswahl eines Ersatz muss man ggf. auf die Kapazitäten achten, 
sonst passt der Abgleich am Eingang nicht.
#3915963
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Auch ein Sourcefolger bringt schon eine deutliche Leistungsverstärkung, 
nur halt keine Spannungsverstärkung. Im HF Bereich kommt es vor allem 
auf die Leistung an, die Spannung passt man ggf. mit der Impedanz über 
Schwingkreise / Baluns an.

Für den direkten Ersatz sollten die Parameter so etwa übereinstimmen, 
dann passt auch meistens die Anpassung an geringes Rauschen. Hilfreich 
wäre aber, wenn man die Schaltung mit berücksichtigen kann - nicht jeder 
Ersatz passt in jeder Schaltung.
OP #3916872
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Hallo zusammen.

Vielen Dank für die Antworten.

@ Arno:
Danke für deine schöne Erklärung.

@ Foo:
Ich will kein 50 Ohm Kabel treiben sondern ein 50 Ohm MMIC.

@ Hans:
Ich wollte nichts Neues kaufen. Nach über 50 Jahren
'Radiobasteln' quellen meine Kisten und Kästen über;  die
Verwendung von 2 BF245 bringt diesbzgl. wohl auch nicht
viel. :-)

Zum Hintergrund:
Ich bin dabei, eines dieser AD9850 China-Module einzusetzen.
Der FET soll als Impedanzwandler vor einem MMIC gebraucht
werden. Das Rauschen ist dann ja nicht das Hauptkriterium.
Dann geht es mit 50 Ohm weiter.

73
Wilhelm
Gast #3917263
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Wilhelm Schürings schrieb:
> Zum Hintergrund:
> Ich bin dabei, eines dieser AD9850 China-Module einzusetzen.
> Der FET soll als Impedanzwandler vor einem MMIC gebraucht
> werden. Das Rauschen ist dann ja nicht das Hauptkriterium.
> Dann geht es mit 50 Ohm weiter.

Ich glaube, der AD9850 kann den MMIC auch direkt treiben. Du must nur 
die beiden zuständigen Widerstände am Chip auf 50 Ohm umstricken.

Hier zwei Beispiele mit AD9851 im NWT7:

http://sp9xuh.pl/moja_strona/nwt7/nwt7_duzy_sch.jpg

(glaube, R21 und R22 - standardmäßig ist das AD9850-Modul auf R out von 
200 Ohm eingestellt)

http://www.dk3wx-qrp.homepage.t-online.de/nwt/nwt7usb.jpg


Wie es genau geht, kann Bernd wahrscheinlich besser erklären.
Gast #3917637
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Hanns schrieb:
> Ich glaube, der AD9850 kann den MMIC auch direkt treiben. Du must nur
> die beiden zuständigen Widerstände am Chip auf 50 Ohm umstricken.

Ja, weniger als 200 Ohm verträgt er, aber wenn bei höheren Widerständen 
(oder mehr Strom für den DAC) die Ausgangsspannung zu groß wird, leidet 
die Linearitär des DAC.

Insofern fürchte ich, dass auch ein Puffer mit einem JFET zusätzliche 
Nichtlinearitäten verursacht.

Auf jeden Fall sollte man aber bei der Benutzung anderer 
Widerständswerte auch das Anti-Aliasing-Filter neu dimensionieren.

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