n Abend
Also Ich will ein Netzteil bauen welches folgende "features" besitzt:
1. 0-35 Volt Spannungsbereich
2. 10 Ampere I-max
3. hmmm Es soll Ästätisch esthetisch perfekt sein
Übrigens die Idee zu dem Netzteil kam mir weil in meine Schule OH
Projektoren aufn Müll kamen also fragte Ich ob ich mir nicht was davon
mitnehmen kann... Tja was sagt man dazu: Nutzloser alter 10 Euro OH
Projektor, 500 Watt Ringkern Trafo inside.
jaja ich sehe euch vor Neid sabbern. ;)
also mein Plan war (bis vor kurzem) so:
Trafo----Gleichrichter----LM317----4X2N3055----Volt/Amperremeter----Ausg
ang
naja die Schaltung war sehr einfach in 20 Minuten "erdacht"
bloß stoße Ich auf folgendes Problem:
Der LM317 hat ja ne "Minimalspannung" von 1,4 Volt...
Also gut Ich könnte ja zwei Dioden in reihe vor die 2N3055s Schalten,
Nur dann ginge der Spannungsbereich nicht mehr von 0-35 sondern von
0-33.6 Volt
und Ich bin nunmal ein verdammter Erbsenzähler...
hat jemand ne Idee?
Also der Trafo gibt(nur zur Info) 35 Volt sekundärseitig...
Hallo,
glaubst Du ernsthaft, daß der Trafo bei 10A Gleichstrom-Last seine
nominellen 35V Wechselspannung nicht auch nur ein wenig einbrechen läßt?
Außerdem wird wohl eine zusätzliche negative Versorgungsspannung nötig
sein.
MfG
1.Einbrechen der Spannung... Daran hab ich überhaupt nicht gedacht...
Danke
2.Wofür Negative Spannung und wie erzeugen: Der Trafo hat keine mittlere
Anzapfung
Markus schrieb:> Der LM317 hat ja ne "Minimalspannung" von 1,4 Volt...
Hallo Markus,
Ich kann Dir kurz erklären wie man mit dem LM317 Null Volt realisiert.
Siehe Schaltung.
Ich habe bei dieser Schaltung eine zusätzliche Strombegrenzung
eingebaut, die ein kleinerer Stromlimit erlaubt, als die LM317-interne
Srombegrenzung.
Dies kann man natürlich weglassen.
Wenn Du mehr zu dieser und andern Schaltungen zum Thema LM317 erfhren
möchtest, empfehle ich Dir diesen Elektronik-Minikurs:
"LM317 runter bis Null Volt und frei definierbare Strombegrenzung"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/lm317.htm
Gruss
Thomas
Lies dich mal etwas ein!
Diese Seite ist recht verständlich:
https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/lm317.htm
Bedenke aber (kA obs im obigen Link steht) das du nur etwas 60% des max.
Trafostroms, auch als Gleichstrom entgegennehmen kannst!
Das kommt daher weil die SiebElkos quasi nur mit kurzen Stromimpulsen
geladen werden. Also nicht kontinuierlich Strom entnommen wird, wie es
bei einer direkten Nutzung ohne Gleichrichter und Sieb-Elkos wäre.
Markus schrieb:> 500 Watt Ringkern Trafo inside.> jaja ich sehe euch vor Neid sabbern> Also der Trafo gibt(nur zur Info) 35 Volt sekundärseitig...
Der Trafo ist völlig ungeeignet. Ein Netzteil, das über einen so weiten
Sppannungsbereich arbeiten und dabei auch noch richtig Strom liefern
soll, braucht einen Trafo mit mehreren Sekundärabgriffen. Daher kommt
das Klicken, wenn man die Spannung eines linearen Labornetzteils
hochdreht. Alle paar Volt wird dabei per Relais eine andere Wicklung
eingeschaltet. Denn sonst müsste man die beeindruckende Leistung des
Trafos bei niedrigen Ausgangsspannungen und hohen Strömen im wahrsten
Sinne des Wortes an einem riesigen Kühlkörper verbraten. Das ist bei
deinem Trafo für eine Kaffeewarmhalteplatte zu viel und für ein
Waffeleisen zu wenig. Das relativiert das Gesabber dann ein wenig.
Vergiss den Scheiß. Da wirst du keine Freude dran haben.
Thomas E. schrieb:> Der Trafo ist völlig ungeeignet. Ein Netzteil, das über einen so weiten> Sppannungsbereich arbeiten und dabei auch noch richtig Strom liefern> soll, braucht einen Trafo mit mehreren Sekundärabgriffen.
Bei einem Schaltwandler für die Regelung würden sich die
Sekundärabgriffe erübrigen
Wolfgang schrieb:> Bei einem Schaltwandler für die Regelung würden sich die> Sekundärabgriffe erübrigen
Ja, aber dann baut man gleich ein richtiges Schaltnetzteil und braucht
keinen Trafo in dieser Gewichtsklasse.
> 2.Wofür Negative Spannung und wie erzeugen: Der Trafo hat keine mittlere> Anzapfung
Wofür erfährst Du von Thomas (ja, genau der) und hat der Ringkerntrafo
in der Mitte ein Loch? Paßt da Draht durch?
mfG
Wie du siehst, "sabbert" hier niemand nach diesem Trafo und diesem
Konzept, die Zeit ist vorbei.
Um die Sache halbwegs verwendbar zu machen, müsstest du eine gesteuerte
Gleichrichtung verwenden (Thyristoren, Mosfets) oder einen
stepdown-Wandler verwenden. Bekommst du wahrscheinlich im Moment nicht
hin (und ist auch nicht sinnvoll).
Man könnte da aber auch eine Leistungsbegrenzung dazu dröseln. Die
schaltet dann den Ausgang wie eine Sicherung ab. Dann geht halt bei 25V
~6-7A und bei 1V <2A. ~50W Verlustleistung sind ja nicht so schwer zu
beherrschen.
Markus schrieb:> hat jemand ne Idee?
Immerhin möchtest du kein Labornetzteil mit einstellbarer
Strombegrenzung.
Aber Grundlagen zu Netzteilen sind dir offenbar noch unbekannt.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9
Ein Ringkerntrafo im OHP wird 24V~ haben und meistens nur 250 Watt (denn
500W Lampen sind für 230V~), und er ist nur so stark belastbar so lange
er durch den Lüfter gekühlt wird, eigentlich sind es 180W Trafos.
250W bei 24V sind 10.4A und je nach Netzspannung +/-10% also 22.6 bis
26.4V~
Wenn man diese durch einen Brückengleichrichter schickt, richtet der auf
Spitzenspannung gleich, also 32-37V, abzüglich 2V Verlust durch die
Dioden, also 30V= bis 35V=. Im Leerlauf werden es 8% mehr.
Da die Spannung höher wird, kann der Strom nicht bei 10.4A bleiben, er
muss sinken, auf 66%, also 6.8A maximale Dauerstrombelastung.
Benutzt man als Siebelko 10000uF sinkt die Spannung während der Pause
jeder Halbwelle um 6.8V, also auf 23.2 bis 28.2V. Mit 22000uF liegt man
besser, es bleiben 27 bis 32V.
Nun willst du 4 parallel geschaltete 2N3055, kann man nehmen ist aber
Steinzeittechnik, damit sich der Strom auf die 4 Transistoren
gleichmässig verteilt muss man je einen Emitterwiderstand verwenden an
dem ca. 0.6V abfallen, also von 0.33 Ohm/2W.
Wenn du wirklch einen LM317 verwenden wolltest, verlierst du weitere
2.5V, bleiben also 27-2.5 = 24.5V übrig. Dein Netzteil mit dem 24V~/250W
Trafo kann seriös nicht mehr als stabile 24V/6.8A liefern.
An jedem der 2N3055 würden bei eingstellen 0V aber vollen 6.8A (1.7A pro
Transistor) 55 Watt Verlust entstehen, die abgeführt werden müssten. Da
der uralte 2N3055 bis 1.52K/W Wärmeübergang hat, dazu 0.36K/W für
Glimmerscheibe mit Wärmleitpaste, und 175 GradC Maximaltemperatur, 103
Grad am Wärmewiderstand, bleiben bei 40 GradC Umgebungstemperatur 1.1
K/W Wärmewiderstand für den Kühlkörper, pro Transistor.
Hat dein Trafo wirklich 500W, dann brauchst du 8 Transistoren parallel.
Bleibt die Ansteuerschaltung, der LM317 hat sich als ungünstig erwiesen.
Zwar findet man hunderte von Schaltungen mit LM317 und 2N3055 im Netz,
aber die sind alle unseriös, ich wüsste keinen einzigen der korrekt
ausgelegt wurde, bzw. nicht mit masslos überzogenen Werbeworten
angepriesen wird.
Und die kommerziellen professionellen Netzteile in der Leistungsregion
sind meisten 13.8V Festspannungsnetzteile mit uA723 als Regler, der auch
nicht wirklich ab 0V kann. So sähe das aus, mit deinem 24V~ Trafo hält
man auch die Maximalspannung des LM327 ein, kommt aber nicht mehr auf
30V am Ausgang.
http://www.tonyvanroon.com/oldwebsite/circ/ps3010/ps3010a.html
Markus schrieb:> hat jemand ne Idee?
Versuche mit einem NE555 eine LED zum Blinken zu bringen.
Danach kannst Du aus dem Blinken Blitze machen und hoffen, daß eines
Tages daraus Geistesblitze werden ;-)
Christian S. schrieb:>> 2.Wofür Negative Spannung und wie erzeugen: Der Trafo hat keine mittlere>> Anzapfung>>> Wofür erfährst Du von Thomas (ja, genau der) und hat der Ringkerntrafo> in der Mitte ein Loch? Paßt da Draht durch?
Warum nicht. Eine Zusatzspannung von wenigen VAC ist schnell realisiert.
Es gibt aber auch alternative Möglichkeiten, wenn gar kein Trafo zum
Einsatz kommt.
Hier ist eine Schaltung aus dem selben erwähnten Elektronik-Minikurs, wo
eine Lösung mit dem Trafo gezeigt wird:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/bilder/lm317_08.gif
Bitte den Text dazu lesen im Kapitel "LM317 und die Verlustleistung".
Quelle:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/lm317.htm
Wenn die Methode mit dem Trafo nicht möglich ist, gibt es Alternativen
die hier vorgestellt und im Detail erklärt sind.
"Positive und negative Zusatzspannung aus Gleichspannung"
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/vadd2.htm
Gruss
Thomas
Als Anfänger wollte ich auch immer Netzteile haben, die ab 0 Volt
arbeiten können. Ich verrate Dir was: Im wahren leben braucht das fast
niemand und selbst diese Leute brauchen es nur sehr selten.
Wenn du irgendwann mal eine Einstellbare Spannung unter 1V brauchst, tut
es sehr wahrscheinlich auch ein simples Potentiometer. So war das bei
mir jedenfalls.
Markus schrieb:> 500 Watt Ringkern Trafo inside.> jaja ich sehe euch vor Neid sabbern.
Öhm, nö. Da ist keiner von uns auf dich neidisch wenn du mit 500 W dein
Selbstbaunetzteil hoch jagst. Unsereins würde hier eher nen
Schaltreglernetzteil in Erwägung ziehen. Wirst noch merken, wo die
Herausfordung bei einem 10A Netzteil liegt ;)
Thomas E. schrieb:> Der Trafo ist völlig ungeeignet.Thomas E. schrieb:> Ja, aber dann baut man gleich ein richtiges Schaltnetzteil und braucht> keinen Trafo in dieser Gewichtsklasse.
Der Trafo macht immerhin eine galvanische Trennung, und wenn er das Ding
die meiste Zeit am Tisch stehen hat (und ihm beim seltenen Herumtragen
keine Muskelschwäche o.ä. in die Quere kommt), ist das Gewicht 2trangig.
@Markus: Trotzdem wäre es extrem problematisch, alles über eine lineare
Regelung zu machen. Die Verlustleistung wäre enorm, und mit LM317 als
"Regler" für d. Transistoren noch höher - wenn überhaupt, dann mit OPVs.
Weit besser wäre ein "Tracking Preregulator" - ein Schaltregler, der
dafür sorgt, daß über der linearen Regelung gerdae genug Spannung zum
Regeln bleibt.
Damit aber (Eigenbau) bist Du sicher überfordert.
Ich empfehle Dir folgendes (dort gerade 30% günstiger!):
https://www.googleadservices.com/pagead/aclk?sa=L&ai=DChcSEwjC8ozCsabeAhXDvO0KHbwhCx0YABAWGgJkZw&ohost=www.google.de&cid=CAESEeD2434HNIwLPWM82MWdnZay&sig=AOD64_25AqrP6DEa6Zkg8Cnt3p_MgxXDLw&ctype=5&q=&ved=0ahUKEwiAsYfCsabeAhUDIlAKHcvjCS4Q9aACCFI&adurl=
Damit bekommst Du aus einem echten 500VA Trafo mit 35VAC sekundär
nämlich so ungefähr 0-30V bei 10A, oder 0-35V bei 8A. Hier ist besagter
Preregulator enthalten, und Du gewinnst ein CC und CV fähiges System,
das Dir in vieler Hinsicht nützlich sein dürfte (kein "Labornetzteil"
im klassischen Sinne, aber für vieles, wo es nicht auf dessen höchste
Qualitäten ankommt, eigentlich äquivalent).
Schwupps, Trafo sinnvoll genutzt.
Und nein, ich sabbere nicht - aber gegen einen geschenkten Trafo dieser
Art hätte ich genaugenommen auch nichts einzuwenden. Amen.
Markus schrieb:> 500 Watt Ringkern Trafo inside.> jaja ich sehe euch vor Neid sabbern. ;)
Um Männertrafos zu bewegen ist mindestens ein Gabelstapler nötig.
Hallo Michael,
Michael B. schrieb:> Da die Spannung höher wird, kann der Strom nicht bei 10.4A bleiben, er> muss sinken, auf 66%, also 6.8A maximale Dauerstrombelastung.
Bei 6,8A überlastet Du nach meiner Rechnung den Trafo.
Mit 24V/6,8A=3,53 Ohm Last und 10.000µF sehe ich bei einer Trafospannung
von von 36Vss und 0,25 Ohm Widerstand der Sekundärwicklung Spitzenströme
von 27A.
Bei 40% Einschaltdauer des Trafos ist eine Überlastung mit dem Faktor
2,5 möglich, was wiederum Ströme mit dem Faktor von 2,5/wurzel(2)=1,77
erlaubt.
Bei 100% Einschaltdauer (reine Ohmsche Last am Trafo) ergeben 10A eff.
14Ass.
Bei 40% Einschaltdauer (Gleichrichter und Kondensator) sind
14Ass*1,77=25Ass zulässig.
Meine Simulation zeigt aber bei Deinen Parametern 27Ass.
Du betreibst den Trafo mit 27/25-1=8% Überlast beim Strom, was einer
Überlast von 16,5% der Leistung entspricht.
Ich weiß nicht, wieso hier im Forum immer wieder bei der Berechnung des
zulässigen Stroms durch Wurzel(2)=1,41 dividiert wird, das würde doch
nur für kontinuierliche Leistungsabgabe des Trafos gelten, meine ich.
Gleichrichtung und Kondensator bewirken aber immer ungünstige
"Nadelimpulse" bei der Stromabgabe durch die Sekundärwicklung des
Trafos, was nur mit geringerer Sekundärbelastung zu heilen ist.
Ich komme eher auf einen Korrekturfaktor von 1,8 beim Blick auf die
Simulation. Selbst dieser Faktor führt in Deinem Beispiel zu einer
kleine Überlast.
http://www.meg-glaser.biz/biz/geo/txt/dcdc.htmlStefanus F. schrieb:> Als Anfänger wollte ich auch immer Netzteile haben, die ab 0 Volt> arbeiten können. Ich verrate Dir was: Im wahren leben braucht das fast> niemand und selbst diese Leute brauchen es nur sehr selten.
Wenn das Selbstbaunetzteil keinen Regler für eine Strombegrenzung
aufweist, dann ersetzt die Möglichkeit, bis auf 0 Volt herunterregeln zu
können, die Strombegrenzung.
Das Statron Typ 3217 hat genau alles, was Du willst. Suche mal bei
wwww.radiomuseum.org danach, da ist auch der Schaltplan zu sehen.
Vielleicht gibt es das bei ebay irgendwo. Auch wenn es 300€ kosten
sollte, billiger wirst Du beim Eigenbau nicht.
Blackbird
Peter M. schrieb:> http://www.meg-glaser.biz/biz/geo/txt/dcdc.html
Interessant wie klein die (Internet-)Welt doch ist. An diesen Ing. Franz
Glaser erinnere ich mich noch gut, als man in den diversen Newsgruppen
herumtummelte. Er war auch häufig mit dabei. :-)
Gruss
Thomas
Hallo Harald,
Harald W. schrieb:> Thomas S. schrieb:>>> Interessant wie klein die (Internet-)Welt doch ist.>> Ja, da ist sogar die Schweiz ein Teil von Deutschland. :-)
Für diese äusserst wertvolle und dem mikrocontroller.net-Kollektiv
dienende Information, hast Du von mir einen Lesenswertpunkt bekommen. Du
darfst Dich jetzt freuen. :-)))
Gruss von Thomas (vo ähne am Rhy)