Bauteilsuche: SMD-IC mit dioden

Gast #3043230
Hallo ich bin auf der suche nach einem SMD-IC in der große SO-8 also vom 
Pinabstand.

Es soll im grunde nur Dioden zum Beispiel 1N4001 haben.

Grund ist, ein Layout un dem ein Atmegaport vor Spannung von Außen 
geschützt werden soll. Ich finde es angenehmer einen Chip einzulöten als 
8 einzelne dioden. Und schneller gehts auch noch ;-)

hab mir die finger wundgesucht, aber nix gefunden.

Wie geht man die Suche am besten an?

Gibts im Internet Bauteiltabellen?

Gruß
Gast #3043246
Entschuldige, aber da musst du ein wenig an deiner Such-Technik feilen. 
Der erste Treffer auf Google (nach der Werbung) nach "diode-array so8" 
findet immerhin schon den DA108S1.
#3043254
In dem Gehäuse kriegst Du nicht wirklich Leistung weg. Evtl. mal 
ESD-Suppressordioden anschauen? 
http://katalog.we-online.de/de/pbs/search/EMC_Components/ESD-Schutz

Sonst eher klassische TVS a la 
http://www.vishay.com/diodes/protection-tvs-esd/trans-zorb/

Es hängt von Deiner Anwendung ab. Schutz gegen was? ESD? Nur 
Überspannung ein paar Volt (da reicht ein Serienwiderstand)? Ausgang 
oder Eingang...?
Gast #3044087
Ahh dioden Array so heist das...ich hab nach diodenblock und so gesucht.
es soll einfach nur die eingänge gegen überspannung schützen.

DA108S1 hab ich eben angeschaut, kann mir den jemand erklären?

Da sind im schaltbild alle Kathoden und alle Anoden gebrückt....versteh 
ich nicht.

IC´s in denen einfach nur dioden drin sind gibts nicht?
also Z.b immer die gegenüberliegenden Pins als eine Diodenstrecke 
ausgeführt.

So Zb:

1--|<|--8
2--|<|--7
3--|<|--6
4--|<|--5

Gruß
Gast #3044132
Diodensucher schrieb:
> DA108S1 hab ich eben angeschaut, kann mir den jemand erklären?
>
>
>
> Da sind im schaltbild alle Kathoden und alle Anoden gebrückt....versteh
>
> ich nicht.

Moin,

dieser Baustein klemmt die I/O's gegen die Versorgungsschienen.
REF2 kommt an die positive Versorgungsspannung (Vcc), REF1 an die 
negative (Vss).

Sobald die Spannung an einem der I/O's um ca. 1,2 V über der positiven 
oder unter der negativen liegt, fängt die entsprechende Diode zu leiten 
und sinkt einen typ. Strom von 50 mA.
Gast #3044332
Markus B. schrieb:
> Wie platziere ich den das Bauteil auf der Platine? Gehe ich davon aus
> das die Bahn einfach unten durch geführt wird und das IC die Bahn
> lediglich berührt oder der Strom nicht durch das IC geleitet wird?

Aber das Datenblatt lesen kannst Du? Dort gibt es nämlich 
Schaltungsbeispiele, wie es gemacht wird!
Gast #3044356
> IC´s in denen einfach nur dioden drin sind gibts nicht?
> also Z.b immer die gegenüberliegenden Pins als eine Diodenstrecke
> ausgeführt.

Das ist doch zum Eingangsschutz vollkommen unsinnig und kostet nur Pins.

Ein Pin für PLUS, ein Pin für MINUS und die restlichen für Eingänge, 
also 8 in einem SO8.

http://www.bourns.com/data/global/pdfs/CDSOT23-SR208.pdf

Gibt es sogar mit Schottky-Dioden

http://www.diodes.com/_files/products_inactive_data/sda12.pdf
Gast #3044615
Markus B. schrieb:
> @Guest: Natürlich, aber das Schaltplanbeispiel lässt sich nicht 1:1
> umsetzen, von daher Frage ich einfach mal nach ob ich mit der Vermutung
> richtig liege, weil ich so eine Anwendung das erste mal sehe

Und was genau lässt sich aus der Application Note nicht 1:1 umsetzen?
Angehängte Dateien:
#3045095
Diodensucher schrieb:
> Ahh dioden Array so heist das...ich hab nach diodenblock und so gesucht.
> es soll einfach nur die eingänge gegen überspannung schützen.

Immer noch keine vernünftigen Anforderungen, daher rate ich mal.

Dir ist klar, dass man Eingänge trivialerweise mit einem 
Serienwiderstand schützen kann? Die Dioden, die Du extern dranbasteln 
willst, sind in jedem IO-Pin als ESD-Schutzdioden schon vorhanden. Du 
brauchst nur noch eine Strombegrenzung, damit es diese Dioden nicht 
verbrät, wenn Du 12V oder 230V anschliesst. Dazu gibt es eine Spec im 
Datenblatt, maximaler Strom in einen Pin, zusammen mit der maximalen 
Spannung von aussen und dem ohmschen Gesetz gibt das den kleinsten 
Vorwiderstand.
Es gibt verschiedene limitierende Faktoren dazu. Einmal die maximale 
Frequenz, die der Eingang noch sieht. Eingangskapazität des Pins 
(Datenblatt lesen) und Widerstand gibt einen R/C-Tiefpass, Grenzfrequenz 
= ?
Weiterhin haben die Eingänge Leckströme (Datenblatt), Leckstrom und 
Widerstand geben wieder per ohmschem Gesetz eine Spannung, die sich 
positiv oder negativ zur Eingangsspannung überlagert. Du musst schauen, 
dass bei digitalen Eingängen die Schwellwerte für H und L (Datenblatt) 
noch erreicht werden.
Schlecht geht das also für Ausgänge, schnelle Eingänge (USB), genaue, 
schnelle (oder beides) analoge Ein- oder Ausgänge. Für jeden dieser 
Fälle gibt es spezielle Schutzelemente, ein USB-Anschluss würde z.B. 
nicht mehr funktionieren, wenn eine 1N4007 dran wäre.
Für langsame Sachen (Taster) ist das aber trivial und ein Widerstand 
ersetzt Dein Diodengrab.

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