Schneiden von Platinen ( FR-4)

OP #8110666

Kennt von euch jemand im DIY-Umfeld eine gute Möglichkeit, Platinen vom Typ FR-4 einfach zu schneiden. Habe es bislang mit Stichsäge, Laubsäge und im Ansatz auch mit einem kleinen Tischfräser versucht - klappt immer irgendwie aber nie wirklich zufriedenstellend. Wie macht ihr das? (Es geht nicht um Serienfertigung sondern um gelegentliches Zurechtschneiden von FR-4 Platinen in Eigenbau und es geht nur um gerade Schnitte zwecks Größenanpassung, keine Kurven o.ä.)

: Bearbeitet durch User
Gast

Christoph db1uq K. schrieb:

https://www.obi.de/p/5131917/proxxon-kreissaegeblatt-diamantiert-50-mm mit Diamanten bestreut... Das habe ich seit vielen Jahren für den Zweck.

Hab ich auch noch.

Es gibt auch noch Trennscheiben, die halten ähnlich lange: https://www.obi.de/p/5868435/proxxon-trennscheibe-korund-gebunden-50-mm-x-1-mm-x-10-mm-5-stueck

Es gibt auch diamantierte Trennscheiben in der Größe.

H. H. schrieb:

Gerald B. schrieb:

Fotoschere mit Hebel. https://de.aliexpress.com/item/1005008826640657.html Sowas hier. Gibts auch aus D, bei diversen Bürobedarfshändlern

Und die streckt bei 1,5mm FR4 mit 2x35µm Kupfer nicht sofort den Löffel?

Wenn man das nicht alle Tage macht, funktioniert das schon. Man muß nur dafür Sorge Tragen, das der Öffnungswinkel nicht zu groß ist und man muß das Schnittmesser an die Schnittkante ran ziehen und so führen, das sich kein Spalt auftut. Dicker als 1mm bestelle ich selten.

Helmut schrieb:

es geht nur um gerade Schnitte zwecks Größenanpassung,

Mit der Einschränkung, tut es die Tischkreissäge recht gut, aber

Helmut -. schrieb:

Diamant-Sägeblatt.

Die produziert viel Glasfaserstaub, das möchte man nicht einatmen. Das VHM Sägeblätt klemmt leider leicht.

https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/649327_-hm-kreissaegeblatt-28011-proxxon.html

Die HM-bestückten schlagen hart https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/3097124_-kreissaegeblatt-hm-bestueckt-80-mm-36-zaehne-28732-proxxon.html

Gerald B. schrieb:

Fotoschere mit Hebel.

Nein. Gar nicht. Nicht mal ansatzweise. Hebelschere für Metallbleche, aber die macht man damit schnell stumpf und sie kostet eher 1000€.

Wenn wir aber vom Unsinn wegkommen, extra etwas zu kaufen das dann nur "gerade Schnitte" kann, dann landet man bei der Saismart Genmitsu 1810 bzw. von Vevor oder so für unter 150€.

Die fräst kein 1.5mm Epoxy in einem Durchgang durch, aber in 3 (mit 1mm Fräser), und sie arbeitet so genau daß die 3 alle denselben Weg nehmen. Der kann dann nicht nur exakt jedes Platinenoutline sein, krumm wie man will, sondern bohrt auch alle Löcher und fräst grössere Öffnungen, und könnte gleich die Leiterbahnen ausfräsen.

Beitrag "Re: Mini CNC Fräse..welche ist brauchbar?"

Für dasselbe Geld löst man also die Probleme mit Bohren (ein 0.8mm Fräser macht alle Löcher jeden Durchmessers, kein Werkzeugwechsel) und Kontur ausfräsens, und bekommt die Option einfachere Platinen gleich isolationszufräsen.

Und wer eine grössere CNC kauft, bearbeitet gleich die Gehäuseteile mit. https://www.vevor.de/holzstichmaschine-c_11142/cnc-fraesmaschine-3018-pro-mit-offline-controller-8000u-min-pc-graviermaschine-p_010225409807 https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/cnc-graviermaschine-3018/3544693281-84-11840

: Bearbeitet durch User

Helmut -. schrieb:

Anschluss für einen Staubsauger

Stimmt, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen. Aber das Feinstaubproblem war mir auch nicht bewusst. Wenn es ein größeres Problem wäre hätte ich vielleicht mal etwas unternommen.
Mal kurz nachgemessen: Der Stutzen für dem Schlauch an der Tischkreissäge hat einen Außendurchmesser von ca. 38,5mm. Mein Staubsaugerschlauch hat außen 38 mm, das könnte knapp werden.
Aber es gibt fast nichts was nicht mit irgendeinem Klebestreifen adaptierbar wäre. Und nichts ist so haltbar wie ein Provisorium.

Einen großen Papierschneider habe ich auch noch von den Buchbindeversuchen meines Vaters. Aber das Ding ist mir zu wertvoll um es mit Platinenmaterial zu ruinieren.

Muss der Staubsauger nicht speziell für den FR4-Staub geeignet sein?

Und: bin ich der einzige, bei dem das Diamantblatt irgendwie Schrottig erscheint? Es sollte ja normal mit der Außenkante der Scheibe schneiden, und bei FR4 ist da ratzfatz kein Diamant mehr drauf, also schleifen nur noch die Seitenkanten des Diamantrings, die "Sägeblattkante" kokelt sich durchs Material. Das HM-Blatt schlägt wie blöde und haut auch gerne mal seitlich eine Kante/Kerbe ins Material eil es schwingt. Und nein, ich führe das Board mit einem stabilen Schlitten und sehr langsamen Vorschub.

Christoph db1uq K. schrieb:

Aber das Feinstaubproblem war mir auch nicht bewusst.

Feinstaubproblem? Was ist das? Beim Rauchen kommt mehr Feinstaub in die Lunge. Ich habe ja hier in meinem Bastelzimmer einen Feinstaubsensor. Da geht der PM2.5-Wert von normal ca. 15 auf 80-90, wenn ich löte. Und neben dem Bastelzimmer hab ich ein Badezimmer. Wenn ich dort mein Deo benutze und die Türen sind offen, geht der Wert auf 250 hoch! Also doch lieber stinken...

Helmut schrieb:

Kennt von euch jemand im DIY-Umfeld eine gute Möglichkeit, Platinen vom Typ FR-4 einfach zu schneiden.

Tip: Fragesätze mit einen Fragezeichen abschließen!

Pro-Tip: die Suchfunktion des Forums benutzen. Es gibt schon mehr als nur einen Thread zu diesen Thema. Ich zitiere hier mal nur den

Beitrag "Re: Wie schneidet ihr eure Platinen?"

weil ich da selber geschrieben habe. Meinen Ausführungen von vor 12 Jahren habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen. Die Proxxon FET lebt immer noch. Inzwischen habe ich auch Erfahrungen mit 3rd Party Sägeblättern (z.B. von Amazon). Gut geeignet sind Sägeblätter, die explizit für Aluminium beworben werden, z.B. https://www.amazon.de/dp/B0CC2JV4SY (in 85x15, Reduzierring auf 10mm Welle liegt bei). Wichtig für Platinen: eine Nullspalt Einlage für den Sägetisch selber herstellen. Es muß keine Proxxon sein, aber mit den Billiggeräten habe ich keine Erfahrung. IMHO ist die Proxxon jeden Euro wert.

Ralf X. schrieb:

Michael B. schrieb:

Gerald B. schrieb:

Fotoschere mit Hebel.

Nein. Gar nicht. Nicht mal ansatzweise.

Weil Du es noch nicht praktiziert hast?

Sehr wohl, mit einer recht neuen und einem recht alten. Die haben schon Probleme, Photos zu zerschneiden. Bei Platinen musst man nicht mal ansatzweise dran denken. Ich frag mich gerade, wo denn die alte (kleine) ist. Wohl weggeschmissen.

Gute Papier-Hebelscheren erlauben mehr,

Gibt es vermutlich, die sind so teuer, die will man auf keinen Fall durch einen einzigen Schnitt durch Glasfasern für immer ruinieren

https://ideal.de/collections/hebelschneider

Jens M. schrieb:

Und: bin ich der einzige, bei dem das Diamantblatt irgendwie Schrottig erscheint? Es sollte ja normal mit der Außenkante der Scheibe schneiden, und bei FR4 ist da ratzfatz kein Diamant mehr drauf

Ich habe gerade mal geschaut, Diamenttrennscheiben für den Dremel kosten bei Ebay roundabout 1 Euro p. Stck, wenn man 10 nimmt. Außerdem braucht man ja nicht die gesamte Materialstärke durchschneiden. Ankerben reicht, um das Material dann brechen zu können. Den V-Groove zaubert der Chinese da auch nicht anders rein.

Ankerben kann man FR4 auch mit einem guten Cutter mit Abbrechklingen. Viel Kraft, die Klinge ist danach natürlich reif, und man braucht eine gute Klemmung und Führung. Dreimal gezogen, der Rest ist einfach. Sieht aber Abbrechmäßig unsauber aus, muss man dann noch mit einer Feile oder Schleifpapier geradeziehen.

(Firma: HZB)

Hallo,

die einzige vernünftige und professionelle Art ist es, Hebelscheren für Blech zu verwenden.

Zum Beispiel die unter 50 euro: https://www.amazon.de/KATSU-Stahlblechschere-Metallschere-Metall-Cutter-Stangenplatte/dp/B00JRD0LZA/ref=sr_1_4?dib=eyJ2IjoiMSJ9.Eydmd_ebFer7zWzOuzPk2_g4baoNXsjebp-hz8GcM_gNzD_JGqHq2HpYeqEe2Oec6ToNiTC8ZfGypXKYTStR1I7vojE3MVXaTJ9-FFq6LEkW1Fs21NpcrsDrybT0jbxJz2API90QObhLZWt60m2CdkCbOYftYJvDIiG9YPXpmyehDBwisLoGqcI6jzIat6WDrHyQIwvQpU9vMs5HxeEno-7T1TxNB_nAEvj8v8mLFnk.YCz_wKsouYnyblYD8qJPZfVMGM49s9T5i_VuNwPSQcM&dib_tag=se&keywords=hebelschere&qid=1793605661&refinements=p_36%3A1500-7000&rnid=118555031&s=diy&sr=1-4&th=1

oder die 69 Euro: https://www.amazon.de/Mreryyse-Handhebelschere-Klingenl%C3%A4nge-Metallschere-Metall-Cutter/dp/B0G2RK4QFW/ref=sr_1_2_sspa?dib=eyJ2IjoiMSJ9.Eydmd_ebFer7zWzOuzPk2_g4baoNXsjebp-hz8GcM_gNzD_JGqHq2HpYeqEe2Oec6ToNiTC8ZfGypXKYTStR1I7vojE3MVXaTJ9-FFq6LEkW1Fs21NpcrsDrybT0jbxJz2API90QObhLZWt60m2CdkCbOYftYJvDIiG9YPXpmyehDBwisLoGqcI6jzIat6WDrHyQIwvQpU9vMs5HxeEno-7T1TxNB_nAEvj8v8mLFnk.YCz_wKsouYnyblYD8qJPZfVMGM49s9T5i_VuNwPSQcM&dib_tag=se&keywords=hebelschere&qid=1793605661&refinements=p_36%3A1500-7000&rnid=118555031&s=diy&sr=1-2-spons&aref=KuuJS5sx3Z&sp_csd=d2lkZ2V0TmFtZT1zcF9hdGY&psc=1

(Meckert nicht wieder über den langen Link, STRG und Kopieren ist die Länge egal.)

Hat folgende Vorteile:

  • geht sauschnell

  • es entsteht kein Feinstaub (wer will schon Glasfaserstaub in der Lunge haben?) Nie sägen!!! Schon garnicht mit einer schnellen Proxon!

  • sauberer und gerader Schnitt

  • kann auch für alle möglichen anderen Dinge wie z.B. Gehäusebleche, benutzt werden

So was sollte in keiner ernstzunehmenden Bastelwerkstatt fehlen! Ich kann mir kein Bastel-Leben ohne eine Hebelschere mehr vorstellen, alles andere ist rummurksen.

Und nein man muss sie nicht an einen Tisch anschrauben, obwohl es sich dann besser arbeitet. auf den Fußboden stellen, einen Fuß rauf geht auch. Und wenn man Haus und Garten hat, ist das auch ein Helfer für viele andere Dinge, über den man sich oft freut.

: Bearbeitet durch User

René H. schrieb:

Lothar schrieb:

Schon garnicht mit einer schnellen Proxon!

Die kann man auch auf langsam stellen. Wer will nimmt halt eine mit Absaugung.

Welche ?

Die FET nicht https://www.proxxon.com/de/micromot/27070.php

Und die KS230 auch nicht https://www.proxxon.com/de/micromot/27006.php

Welche schwebt dir also so vor https://www.proxxon.com/de/micromot/tischgeraete-mit-zubehoer.php ?

Wahrscheinlich Dummschwätzer der nie so was in der Hand hatte.

Lothar schrieb:

Meckert nicht wieder über den langen Link, STRG und Kopieren ist die Länge egal.

Du wirst es doch wohl fertig bringen, den ganzen überflüssigen Kram zu entfernen, bevor du die "Beitrag veröffentlichen"-Taste drückst.
Was soll der Sch..ß, insbesondere da es bei dir dann anscheinend einfach FAULHEIT ist.

Beitrag #8111066 wurde von einem Moderator gelöscht.

Michael B. schrieb:

René H. schrieb:

Lothar schrieb:

Schon garnicht mit einer schnellen Proxon!

Die kann man auch auf langsam stellen. Wer will nimmt halt eine mit Absaugung.

Welche ?

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/proxxon-dekupiersaege-ds-230-e-art-nr-27088-extra-saegeblaetter/3558835249-84-5351

Eine Absaugung lässt sich "dranbasteln".

: Bearbeitet durch User

Jens M. schrieb:

Laberdummschwätzer Beide haben einen Anschluss für einen Staubsauger.

Das ist schön, allerdings braucht man dann auch einen geeigneten Staubsauger. Den dürften die wenigsten zuhause rumstehen haben, es sollte schon Staubklasse H sein. Ich bin nicht so pingelig und selber auch Raucher, aber Glasfasterstaub möchte man wirklich nicht in der Lunge haben. Und dann sind wir grob im 4stelligen Bereich nur für den Sauger.

Prinzipiell bin ich somit auch bei der Hebelschere. In meiner letzten Firma gabs einen Tisch wo von unten ein Knabber durch eine Aussparung gestckt und montiert wurde, oben gabs dann einen Parallelanschlag für gerade Schnitte. Das hat auch gut funktioniert.

: Bearbeitet durch User
(Firma: HZB)

Ist trotzdem alles ein "Riesenaufwand"

Staubt immer noch.

Und die Absaugung und die Säge machen beide Krach.

Und der Schnitt wird garantiert krummer als mit der Hebelschere.

Und man hat die Hebelschere nicht für z.B. Gehäusebleche da. Wer will schon ein Gehäuseblech mit einer Proxon sägen, wenn er je mit einer Hebelschere gearbeitet hat? Niemand.

Echt, es mag ja auch irgendwie mit einer Proxon, oder Laubsäge, oder Eisensäge gehen... aber das ist echt alles nicht optimal und auch einfach UNGESUND. Eine Hebelschere ist professioneller Standard und wer das einmal kennt, will das nie mehr anders haben.

Und ich habe privat inzischen zwei Stück. eine kleine (im Vordergrund) für feinere arbeiten und eine große für das Gröbere.

Angehängte Dateien:
OP

Lothar schrieb:

Eine Hebelschere ist professioneller Standard und wer das einmal kennt, will das nie mehr anders haben.

Sind dann beide Platinenteile noch brauchbar oder ist zumindest der Schnittbereich der einen Platine verbogen und unbrauchbar? Mir geht es oft auch darum, durch einen Schnitt aus einer Platine mit 2 Layouts 2 separate Platinen mit je einem Layout zu bekommen. Beim Schneiden von Blech kenne ich diese Blech- oder Hebelscheren nur derart, dass der abgetrennte Teil durch die wirkenden Scher- und Biegekräfte nach dem Schnitt ganz verformt ist.

: Bearbeitet durch User

Helmut schrieb:

Lothar schrieb:

Eine Hebelschere ist professioneller Standard und wer das einmal kennt, will das nie mehr anders haben.

Sind dann beide Platinenteile noch brauchbar oder ist zumindest der Schnittbereich der einen Platine verbogen und unbrauchbar? Mir geht es oft auch darum, durch einen Schnitt aus einer Platine mit 2 Layouts 2 separate Platinen mit je einem Layout zu bekommen. Beim Schneiden von Blech kenne ich diese Blech- oder Hebelscheren nur derart, dass der abgetrennte Teil durch die wirkenden Scher- und Biegekräfte nach dem Schnitt ganz verformt ist.

Je stärker die Rundung der Schneide und je steiler der Schnittwinkel, desto grösser die Gefahr, gerade die abzutrennende Seite zu schädigen.
Insb. also bei Hebelscheren mit kurzen Schneidwegen und Eignung für starke Bleche.
Hebelscheren für Papier (A4+) sind da bedeutend humaner.

OP

Option Fliesenschneidgerät: Ergebnis negativ!

Habe es eben mal noch mit einem Fliesenschneider versucht; so einer mit langem Hebel und robuster, dicker Führungsschiene. War zunächst vielversprechend: Sollbruchstelle mit dem Schneidrädchen erzeugen und dann den Fliesenschneider auch gleich zum Brechen auf der Schnittlinie nutzen - wie bei der Fliese auch. Bin ca. 10 Mal mit dem Schneidrädchen (Hartmetall) die Platine rauf und runter (wohlbemerkt Kupfer war weder oberhalb noch unterhalb der Platine unter der Schnittlinie, kupferfreie Zone im Layout, weggeätzt) und hatte dabei eine Furche von etwa 1/3 der Platinendicke erzielt. Dann der Versuch, die Platine an der Sollbruchstelle abzuknicken/brechen - gescheitert! Die Platine gab derart nach, dass ein (Soll)Bruch nicht möglich war.

: Bearbeitet durch User

Helmut schrieb:

Lothar schrieb:

Eine Hebelschere ist professioneller Standard und wer das einmal kennt, will das nie mehr anders haben.

Sind dann beide Platinenteile noch brauchbar oder ist zumindest der Schnittbereich der einen Platine verbogen und unbrauchbar? Mir geht es oft auch darum, durch einen Schnitt aus einer Platine mit 2 Layouts 2 separate Platinen mit je einem Layout zu bekommen. Beim Schneiden von Blech kenne ich diese Blech- oder Hebelscheren nur derart, dass der abgetrennte Teil durch die wirkenden Scher- und Biegekräfte nach dem Schnitt ganz verformt ist.

Hallo,

genauso ist es. Normale Hebelschere ist ungeeignet. Wenn man dann eine mit Auflagefläche und Klemmung über die gesamte Länge vor der Schneide. Auch hier ist das Abgeschnittene Abfall und kann nicht weiterverwendet werden. Du suchst etwas zum sauberen trennen, da hilft nur sägen. In der Holzbearbeitung gibt es Tischkreissägen, wo das Werkstück gespannt/geklemmt wird und man das Sägeblatt durchzieht. Das mit feinen Metallblatt, in kleiner Ausführung wäre ideal. Eine Hebelschere aus dem Leiterplattenwerk wird es in klein so nicht geben. Die Versionen für Papierschnitt passen auch nicht. Schau dich einmal bei Tischkreissägen um. Hier wie gesagt feines Metallblatt rein, Staubsauger ran, funktioniert.

: Bearbeitet durch User

Gibt es überhaupt, bis auf die Schlagscheren, irgendwas, dass eine längere Standzeit bei diesem Material hat?
Ich hatte mal ein paar Platinen mit der Bandsäge gesägt und danach war ein neues Sägeblatt fällig. Gut, das Sägeblatt war nicht von besonders hoher Qualität, aber dass das so schnell weg war, damit hatte ich nicht gerechnet.

: Bearbeitet durch User

Frank O. schrieb:

Gibt es überhaupt irgendwas, dass eine längere Standzeit bei diesem Material hat?

Hartmetall. Wie es jeder Leiterplattenfertiger nutzt.

Das hättest du schon erfahren, wenn du den thread gelesen hättest, wobei bei dem ganzen noise...

Man könnte naturlich, da man privat sowieso nicht chemisch durchkontaktieren kann, auf Hartpapier zurückgreifen, für das ganz normales Werkzeug reicht.

Michael B. schrieb:

Das hättest du schon er

Hatte mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Material für diese kleinen Maschinen. Denn sicher wird man mit so einer Proxon und einem Diamantblatt auch nicht so weit kommen. Natürlich weiß ich es nicht, aber aus anderen Bereichen weiß ich, dass diese Diamantblätter auch ziemlich schnell an Diamantenmangel leiden.

Frank O. schrieb:

Hatte mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Material für diese kleinen Maschinen. Denn sicher wird man mit so einer Proxon und einem Diamantblatt auch nicht so weit kommen. Natürlich weiß ich es nicht, aber aus anderen Bereichen weiß ich, dass diese Diamantblätter auch ziemlich schnell an Diamantenmangel leiden.

Komisch. Ich benutze so ein Proxxon-Diamantblatt seit ca. 15 Jahren freihändig für FR4 und es ist kaum abgenutzt.. Was mach ich falsch?

Lothar schrieb:

Und man hat die Hebelschere nicht für z.B. Gehäusebleche da. Wer will schon ein Gehäuseblech mit einer Proxon sägen, wenn er je mit einer Hebelschere gearbeitet hat?

Ich zum Beispiel. Die Tischkreissäge ist nämlich nicht in der Schnittlänge beschränkt. Sie drückt und quetscht das Werkstück nicht. Man kann damit direkt am Anriss sägen und braucht Schleifpapier nur noch zum entfernen des Grates. Man kann damit Nuten (z.B. für die Aufnahme von Platinen) in Gehäuseteile machen. Sie schneidet auch Profile (z.B. Rohre). Oder Plexiglas. Und ein stumpfes Sägeblatt ersetzt man einfach für kleines Geld.

Ich würde es genau anders herum formulieren: wer braucht schon eine Hebelschere, wenn er eine Tischkreissäge hat? Disclaimer: eine Handschere für Blechfitzelchen habe ich auch. Aber sobald es mehr als 1mm Aluminium ist, nehme ich die Proxxon. Dann ist das Ergebnis auch nicht so rund gebogen wie wenn es mit der Blechschere geschnitten wurde.

Komisch. Ich benutze so ein Proxxon-Diamantblatt seit ca. 15 Jahren freihändig für FR4 und es ist kaum abgenutzt.. Was mach ich falsch?

Ich kann es nicht aufs Jahr genau sagen, aber ich mach das sogar schon seit den 80ern. Das Diamantblatt war damals aber relativ teuer (20? oder sogar 40? DM). Haelt bis heute! Haelt sogar laenger wie das Geschaeft (Karstadt) wo ich das gekauft habe. :-D

Ich hab irgendwann auch mal ein paar billigere gekauft. Grund war das die einen kleineren Durchmesser hatten als das relativ grosse Proxxon. Die haben nicht lange gehalten. Die verloren wohl ihre Diamanten an der Aussenkante und schneiden dann nicht mehr richtig.

Es gibt also auf jeden fall Qualitaetsunterschiede.

Ausserdem beobachte ich in der Firma das viele Leute, selbst mit Doktortitel, ein erstaunlich unfaehiges Verhalten zeigen und die Scheiben fuer ungeeignete Materialien wie z.B Plastik nutzen. Seufz.

Vanye

Helmut -. schrieb:

Proxxon KS230 mit Diamant-Sägeblatt.

Hier tut es die KS230 mit hartmetallbestücktem Sägeblatt 28 012 seit vielen Jahren einwandfrei. Sieht mit ihren 20 Zähnen brachial aus, tut aber. Beim Sägen Luft anhalten und anschließend Tisch und Maschine erst abwischen dann absaugen.

Es gab jahrzehnte lang eine ähnliche Säge mit ähnlichem Sägeblatt im Hause, ist aber verschollen. (oder hat einen neuen Liebhaber gefunden) Die wurde in Zeiten als noch (in der Firma) öfter Leiterplatten selbst geätzt wurden viel genutzt. An Verschleiß des Sägeblattes kann ich mich nicht erinnern.

An die reichlich dumme Idee damals eine FR4-Leiterplatte als Eiskratzer auf der Windschutzscheibe zu benutze schon...

Uwe

Helmut schrieb:

Sind dann beide Platinenteile noch brauchbar oder ist zumindest der Schnittbereich der einen Platine verbogen und unbrauchbar? Mir geht es oft auch darum, durch einen Schnitt aus einer Platine mit 2 Layouts 2 separate Platinen mit je einem Layout zu bekommen. Beim Schneiden von Blech kenne ich diese Blech- oder Hebelscheren nur derart, dass der abgetrennte Teil durch die wirkenden Scher- und Biegekräfte nach dem Schnitt ganz verformt ist.

Wenn Du zwischen den beiden Layouts >5mm Abstand lässt, passiert nichts. Es kommt auf die Ausführung der Blechschere an. Ich schneide seit Jahren immer mal wieder FR4 mit einer alten Handblechschere aus den 1970er Jahren und das ohne Probleme. Ja, die Schere ist noch scharf genug. Mit dem Verbiegen der Platine hatte ich noch nie ein Problem. Je nach Schnittlänge und Ausführung der Schere kann es aber sein, dass irgendein dickeres Teil der Schere am Griff einen langen Schnitt blockiert. Daher sollte die Schere möglichst schlank gebaut sein. Früher habe ich eine Diamantkreissäge benutzt. Die Sauerei will echt keiner.. Handblechschere geht ratzfatz.

Gruß

(Firma: HZB)

Eine FR-4 Platine verbiegt sich nicht an einer Hebelschere bzw. wenn sie sich beim Schneiden etwas verbiegt, federt sie danach zurück.

Bei Blechen sieht es zugegebenermaßen anders aus. Aber da gibt es einen Unterschied zwischen meinen beiden Hebelscheren: An der neuen größeren ist die obere Schneide gebogen - dort tritt stärkeres Verbiegen auf. An der uralten Hebelschere ist die obere Schneide gerade, was zu deutlich weniger Verbiegen führt.

Ich würd,e wenn es sie zu kaufen gibt, eine Hebelschere bevorzugen, an der beide Schneiden gerade sind. Als ich mir die größere gekauft habe, habe ich einfach gerade keine mit gerader Schneide oben gefunden - Pech. eventuell gibt es sowas jetzt wieder zu kaufen. Aber einen Vorteil hat die gebogenen Schneide, man braucht bei dicken Material (zum Beipiel 3mm Stahl) weniger Kraft.

Wie sagte Joachim M. gerade:

"Handhebelschere geht ratzfatz."

Ja, die Zeitersparniss und Sauberkeit will ich nicht missen. Und sorry - Kosten für die Tischkreissäge und Absaugung??? Und trotzdem geht immer noch etwas Staub daneben... oder ohne Absaugung alles.

Und Kosten für so einen Handhebelschere?

Da weiß man doch was man kauft oder?

Ich würde die kleine Proxxon empfehlen und dazu das Diamant bestreute Blatt. Hartmetallsägeblatt neigt zum zwicken und fordert auch mehr Motorkraft. Irgendwo habe ich im Net Modifikationen des Anschlages gesehen was nicht schlecht ist. Als Tischkreissägen Bauer( Heim und Technik) weiß ich dass die meisten Anschläge nach Verbesserung schreien. MfG

Jens M. schrieb:

Ankerben kann man FR4 auch mit einem guten Cutter mit Abbrechklingen. Viel Kraft, die Klinge ist danach natürlich reif, und man braucht eine gute Klemmung und Führung. Dreimal gezogen, der Rest ist einfach.

Was für ein Cuttermesser hat du denn? Um eine 1,6mm doppelseitige Epoxy-Platte (aus dem Pollin-Leiterplattensortiment) durchbrechbar anzuritzen, muß ich zigmal beidseitig einritzen, bis die Materialstärke auf <50% abgenommen hat. Paradoxerweise funktionieren stumpfe/abgebrochene Klingen dabei am Besten...

Benedikt L. schrieb:

Ultraschall-Messer. Wird jetzt uberall angepriesen!

Da würde mich mal intressieren, was die taugen...

Ansonsten ist die Platzfrage entscheidend. Eine Tischkreissäge oder -Fräse auf dem Küchen/Wohnzimmertisch kommt nicht so gut.

Ich habe jahrelang einen zugelaufenen Scheibenfräser in einer Kreissäge ohne irgendwelche Probleme benutzt. Irgendwann war der aber auch mal stumpf...

Diamantierte Scheiben sind nach kurzer Zeit ausgeglüht. Kleine/dünne Trennscheiben gab es damals noch nicht.

Brauchbare Ergebnisse mit Mininalaufwand habe ich letztens mit einen Proxxon Eckenschleifer/Deltaschleifer mit Halbrund-Sägeblatt hinbekommen: Einfach an einem Stahllenial/Anschlagwinkel langführen. Allerdings war das Sägeblatt dann an dieser Stelle verbraucht.

Bei dem Preis von Halbrund-Sägeblättern (auch von anderen Anbietern, Achsdurchmesser 10mm) lohnt sich das aber nicht wirklich...

: Bearbeitet durch User

Peter N. schrieb:

Diamantierte Scheiben sind nach kurzer Zeit ausgeglüht.

Was schneidest du damit? Bei Keramik muss gekühlt werden mit Wasser. Seit mindestens 30 Jahren schneide ich FR4 mit der Proxxon Diamant Scheibe, ausgeglüht ist mir da noch nie was .Natürlich werden die irgendwann auch mal stumpf. Merkt man daran, dass sie nicht mehr gerade schneiden sondern einen flachen Halbkreis. Zeit dann für eine neue. Wer da weiter schneidet verfärbt das Teil sicher blau... MfG

: Bearbeitet durch User

Seit mindestens 30 Jahren schneide ich FR4 mit der Proxxon Diamant Scheibe, ausgeglüht ist mir da noch nie was .

Kann ich bestaetigen.

Ist aber vielleicht auch ein unterschied ob man in der Firma 8h pro Tag mit maximalen Vorschub arbeitet, oder privat 10x im Jahr eine Platine beschnibbelt und es dabei ruhig angehen laesst...

Vanye

Gunnar F. schrieb:

Ich habe mit mäßigem Erfolg einen Fliesenschneider von Lidl für 35€ eingesetzt. Eher FR2 statt FR4, aber es reicht zum Einritzen, dann über eine Kante brechen. Anschließend draußen abschleifen.

Nassschleifen mit wasserfestem Schleifpapier ergibt keinen Staub und geht wunderbar auf der Küchenarbeitsplatte.

Helmut schrieb:

Sowas müsste man im Bastelstübchen stehen haben:

Das Messer hält bei FR4 nicht lange, nachschleifen lassen kostet richtig Geld. Wer hat schon eine richtige Werkstatt im Keller ? Die meisten bauen in der Wohnung wo temporär der Küchentisch herhalten muss. Mit den Nachteilen muss man leben. Als ich Teile meiner kleinen Tisch-Modellbaukreissäge gebohrt habe, habe ich die Alu Bohrspäne in meiner Wohnung mit den Füßen bzw den Socken verteilt. Die blitzen überall und es nervt. Großeinsatz für meinen Akku Handsauger. MfG

: Bearbeitet durch User

Michael B. schrieb:

(uraltes braunes Pertinax (statt modernerem Hartpapier)

PERTINAX ist eine eingetragene Marke, verkauft wurde und wird darunter mit Phenolharz gebundes Papier.

war FR1)

Oder FR2.

Das FR-System gibts so erst seit 1968, eingeführt von der NEMA.

: Bearbeitet durch User

Ich habe doch wirklich alles falsch gemacht. Z.B. doppelseitiges Epox schön schräg mit einen brauchbaren feinen Metallsägeblatt im Bügel zu sägen und anschließend die Kante auf ausgelegtem 400+er auf der Werkbank kurz händisch zu glätten. Pertinax auch, das riecht dabei deutlich strenger. Ich werde also früh sterben. Dann lohnt die Anschaffung einer Proxxon sich nicht mehr. :-)

Volker A. schrieb:

... doppelseitiges Epox schön schräg mit einen brauchbaren feinen Metallsägeblatt im Bügel zu sägen und anschließend die Kante auf ausgelegtem 400+er auf der Werkbank kurz händisch zu glätten ...

So mache ich das auch seit Jahrzehnten, funktioniert gut. Aaaber:

Dauert mir immer zulange

Schnittbreite plus Schleifverluste sind mir öfters zu breit/hoch

Außen-Kurven gehen ganz schlecht, nur mit mehrfach sägen um eine angenäherte Kurve hinzubekommen

Innen-Kurven gehen gar nicht

Aussparungen gehen auch nicht

Es läuft also darauf hinaus, mehrere Bearbeitungsverfahren zu haben. Ein Verfahren allein kann nicht alles leisten.

Blackbird

: Bearbeitet durch User

Antwort schreiben

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.