Moin,
Mal' doch aus den Werten in der Tabelle ein schoenes Bild.
Frequenz (logarithmisch) rueber;
Pegel umgerechnet in dB (20*log10(x/1.82V) rauf; (oder eher runter, die
Pegel sollte dann alle < 0dB sein).
Die beiden sich daraus ergebenden Punktewolken (eine fuer Hochtoener,
eine fuer Tieftoener) dann schoen mit Buntstift verbinden...
Dann wirst du das wahrscheinlich sehr viel besser erkennen koennen.
Gruss
WK
Hallo,
ohne malen: 3dB rund 70% oder 0,7.
1,7V * 0,7 = 1,19V bei ca. 750Hz.
0,41V * 0,7 = 0,287V bei ca. 650Hz.
Trennfrequenz also bei ca. 700Hz.
Im Hochtonzweig noch eine kräftige Absenkung, keine Lust zum Rechnen,
-12dB?
Gruß aus Berlin
Michael
Rainer schrieb:> Interpretation der Messwerte
Dank der grafischen Aufbereitung von Erik:
Tiefpass mit ca. 40 dB/Oktave, das ist extrem steil und dürfte 6 oder
7-polig sein, Chebycheff-Charakteristik mit ~3 dB Welligkeit.
Hochpass mit ca. 40 dB/Dekade, also 2-polig es sieht nach einem normalen
Butterworth-Hochpass aus.
DZDZ
Moin,
Ja, Hochpass 2. Ordnung, sieht aus wie erwartet; irgendwo werden da noch
ein paar Widerstaende fuer die ca. 12dB Daempfung sorgen.
Tiefpass find' ich schon eigenartig; also irgendwie deutlich steiler -
das bisschen Ripple im Durchlass koennt' auch von Toleranzen,
Messungenaugikeiten, falschen Abschlusswiderstand kommen.
Aber die hoehere Flankensteilheit - sehr eigenartig. Spulen kosten doch
'n Haufen Geld...
Gruss
WK
Scheinbar wurde mittels einer Absenkung beim Höchtöner eine weitaus
niedrigere Empfindlichkeit beim Tieftöner auszugleichen versucht, um
aus beiden annähernd gleichen Schalldruck zu gewinnen.
Evtl. wurde für beides, TP wie auch HP, ursprünglich mal die gleiche
Flankensteilheit eingeplant - aber beim HP wurde sie ja vielleicht
gerade durch diese Pegel-Absenkung nachträglich vermindert.
Was sagen die Filterexperten hierzu? Ich bin keiner, glaube mich nur
daran zu erinnern, daß man in dieser Reihenfolge solch ein Ergebnis
erreichen kann... unter gewissen Umständen (mangelhafte Kenntnisse,
also ähnlich wie ich selbst... ;-).
Für mich macht das Durchmessen einer passiven Frequenzweiche nur Sinn an
den richtigen Lautsprechern in der richtigen Box (es sei denn man will
nur die Bauteilwerte in der black box bestimmen).
Wenns Dich nervt dann mach einfach selber ne Weiche.
Also Boxsim runtergeladen und Vorgaben mit aktiver elektronischer Weiche
erzeugt. Passiv mit 12dB/Oktave und Linkwitz-Riley Charakteristik (=2
mal Butterworth).
Passiv versucht man sich dann an den Verlauf der aktiven Weiche
anzunähern.
Wichtig dabei ist es die Impedanz gleichmässig konstant zu halten sonst
gibt es hörbare Verzerrungen.
Der gezeichnete Weichenverlauf kommt mir sehr steil für eine passive
Weiche vor. Praktisch realisierbar sind aufgrund der Bauteilewerte
6,12,24 dB/Oktave.
Bei den Kondensatoren braucht man einen kleinen Vorwiderstand von 1-8
Ohm damit es schön glatt wird.
Also die Welligkeit im Bass würde mich stören. Das muss nicht sein.
Meiner Erfahrung nach kriegt man mit 2-Wege eine Abstimmung hin, die
genauso gut ist wie eine aktive Weiche.
Solange die Trennfrequenzen über 1kHz sind kann man problemlos passive
Weichen bauen.
Boxenbauer schrieb:> Solange die Trennfrequenzen über 1kHz sind kann man problemlos passive> Weichen bauen.
Meine 3-Wege Boxen haben eine untere Trennfrequenz um 200Hz. geht auch
ohne Probleme. Die Bauteile sind nur etwas größer, als man heutzutage
gewohnt ist. Aber in den 80er Jahren waren sogar faustgroße Spulen nicht
ungewöhnlich.