hallo zusammen
ich bin schon seit tagen an einer schaltungsentwicklungsaufgabe und
komme auf keinen grünen zweig.
ich benötige einen gleichspannungsverstärker mit einer verstärkung von
ca. vu=4. dies benötige ich um ein ttl- und nim-signal zu verstärken.
die ganze schaltung habe ich schon mit einem op als nichtinvertierenden
verstärker simuliert und es funktioniert einwandfrei. mein problem ist
aber, dass ich eine schaltung mit transistoren realisieren muss.
die schaltung sieht so aus wie im anhang. wie komme ich jetzt von dieser
schaltung zu einer transistorschaltung??
besten dank für eure mithilfe!
Lehrling schrieb:> ca. vu=4. dies benötige ich um ein ttl- und nim-signal zu verstärken.
Das klingt aber nicht sehr danach, als ob du einen Verstärker benötigst.
Sondern einen Pegelwandler.
Der Eingang ist sowohl für TTL- wie auch NIM-Pegel vorgesehen und wird
danach mit dem Komperator verglichen und als TTL-Pegel ausgegeben.
Input (TTL/NIM) --> Output (TTL)
NIM-Pegel:
-0.2V = Low
-0.8V = High
TTL-Pegel:
0.8V = Low
2.0V = High
Wenn am Eingang -0.2V, 0V oder 0.8V ist der Ausgang Low (ca. 0.2V).
Bei -0.8V oder 2V muss er High sein (ca. 3.2V)
Gibt es keine Möglichkeit eine Schaltung mit Transistoren zu
realisieren?
eigentlich möchte ich den nicht invertierenden Verstärker, den ich mit
dem OP realisiert habe, durch eine Transistorschaltung ersetzten.
Vorschläge? oder ist dies so gar nicht möglich?
Erstmal muss du dir ueber deine Pegel mal im klaren werden
Bei NIM sind das keine Spannungen sondern Stroeme die 0 oder 1
darstellen.
Aus Wikipedia: NIM Pegel
Standard logische 0 logische 1
NIM 0mA (0V @ 50Ω) –12 mA bis –32 mA (–0,6 V bis –1,6 V @ 50Ω)
TTL 0V bis 0,4V 3,3 V bis 5 V (Ausgang) bzw. 1,5 V bis 5 V (Eingang)
Beides gleichzeitig mit einer Schaltung zu machen wuerde ich nicht
machen.
Und warum duerfen dort keine ICs eingesetzt werden ?
>> ich denke nicht allzu schnell..> (0V @ 50Ω)
Da solltest du aber nochmal nachfragen: wenn ich etwas von mit 50Ω
abgeschlossenen Leitungen höre, denke ich automatisch an "schnell" und
"HF"... :-o
Von TTL/NIM nach TTL bedeutet, der TTL Teil ist begrenzend. zB auf
10ns. NIM selbst ist etwas schneller. Sollte mit etwa 6 Transistoren
machbar sein. Ist aber eher keine Aufgabe fuer einen Lehrling.
Helmut Lenzen schrieb:> Beides gleichzeitig mit einer Schaltung zu machen wuerde ich nicht> machen.
Es sollte kompatibel für TTL und NIM sein. Das heisst, wenn ein Forscher
mit einem NIM-Signal kommt, muss die Schaltung funktionieren. Das
Gleiche gilt für TTL.
> Und warum duerfen dort keine ICs eingesetzt werden ?
Aus Platzgründen. Diese Schaltung sollte 18mal auf einer Europakarte
platz haben.
A...aha Soooo. schrieb:> Von TTL/NIM nach TTL bedeutet, der TTL Teil ist begrenzend. zB auf> 10ns. NIM selbst ist etwas schneller. Sollte mit etwa 6 Transistoren> machbar sein. Ist aber eher keine Aufgabe fuer einen Lehrling.
Mir ist bewusst, dass diese Aufgabe sehr komplex ist! Darum stehe ich
als Lehrling auch an.
Wenn du sagst es wäre mit 6 Transistoren lösbar, hättest du einen
Lösungsvorschlag? (Schema)
Lehrling schrieb:>> Und warum duerfen dort keine ICs eingesetzt werden ?>> Aus Platzgründen. Diese Schaltung sollte 18mal auf einer Europakarte> platz haben.
Faszinierende Begründung. Meistens macht man es nämlich umgekehrt, man
setzt ICs ein um Platz zu sparen ;-).
Ob die erwähnten 6 Transistoren plus Hühnerfutter wirklich kleiner sind
als ein halber 4fach Komparator?
Lehrling schrieb:> Wenn du sagst es wäre mit 6 Transistoren lösbar, hättest du einen> Lösungsvorschlag?
Sag bitte mal was zum Thema "Geschwindigkeit"...
Max. Frequenz?
Min. Pulsdauer?
Max. Durchlaufverzögerung?
Muß die Durchlaufverzögerung der 0-1-Flanke gleich der Verzögerung einer
1-0 Flanke sein?
Lehrling schrieb:> Es sollte kompatibel für TTL und NIM sein. Das heisst, wenn ein Forscher> mit einem NIM-Signal kommt, muss die Schaltung funktionieren. Das> Gleiche gilt für TTL.
Gilt das für jedes Signal individuell oder sind alle entweder durchweg
NIM oder durchweg TTL?
Diese Antwort keine Antwort.
Hintergrund: Wenn alle NIM oder alle TTL sind, dann tut es ein einziger
Komparator pro Signal, dessen Referenzpegel für alle 18 Komparatoren
geschlossen davon abhängt ob TTL oder NIM anliegt.
Diesse Variante wird dann zwar in einem Fall invertieren und im anderen
Fall nicht, aber das ist entweder dahinter per Software kompensierbar,
oder per EXOR-Gate. Diese Variante lässt sich auch recht problemarm für
hohe Geschwindigkeit und flankensymmetrisch realisieren.
Lehrling schrieb:>> Sag bitte mal was zum Thema "Geschwindigkeit"...> Da bin ich überfordert, da habe ich keine Angaben bekommen!
Unbedingt vor dem loslegen abklären
Ohne dass du ddiese Werte hast, ist das, was du machst entweder
-- zu langsam
oder
-- zu teuer
oder
-- einfach nur falsch
Schon das hier macht mich sehr nachdenklich:
>>> Es sollte kompatibel für TTL und NIM sein. Das heisst, wenn ein>>> Forscher mit einem NIM-Signal kommt, muss die Schaltung funktionieren.>>> Das Gleiche gilt für TTL.
Wenn jetzt aber der Eingang wegen des NIM Signals mit 50Ω treminiert
weden muß, was wird dann das TTL-Signal zu dieser Eingangsterminierung
sagen?
Lothar Miller schrieb:> Wenn jetzt aber der Eingang wegen des NIM Signals mit 50Ω treminiert> weden muß, was wird dann das TTL-Signal zu dieser Eingangsterminierung> sagen?
Was andererseits recht gut machbar ist, wenn man die Terminierung für
alle Signale geschlossen an/abschalten darf, d.h. wenn alle 18 Signale
gleichartig arbeiten.
Lehrling schrieb:> Aus Platzgründen. Diese Schaltung sollte 18mal auf einer Europakarte> platz haben.
Aus diesem Grund hat man auch ICs erfunden damit man die Geraete
groesser machen kann. Du glaubst gar nicht was man alles auf eine
Eurokrate bekommt.
Komparatoren gibt es im SOT23-5 Gehauese. Weiss du wieviele man da auf
eine Karte von bekommt.