Überspannung in Schleswig Holstein - Hätte die meine Überspannungs-Zwischensteckdose übersprungen?

OP #8106443
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Hallo zusammen,

ich beziehe mich auf den hier beschriebenen Vorfall:

Der Hochspannungsimpuls wurde nicht durch den Kurzschluss verursacht, sondern durch die Abschaltung von Umspannwerken, oder?

https://www.youtube.com/watch?v=fSUxR5PESLk

Mit welcher Spannung (Größenordnung) wurden denn die Haushalte im "Epizentrum" beaufschlagt?

Hätten mich meine Zwischenstecker geschützt, wenn ich nicht in Niedersachsen sondern in Schleswig-Holstein wohnen würde?

https://www.voelkner.de/index.php?mp=products&file=info&ref=43&products_id=2232387

Falls nicht, gibt es noch Schutzmöglichkeiten, ohne dass man ein Inselnetz betreiben muss?

(Firma: Hobbytheoretiker) #8106456
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Peter M. schrieb:

Mit welcher Spannung (Größenordnung) wurden denn die Haushalte im "Epizentrum" beaufschlagt?

Das Haus mit dem Überspannungsableiter der niedrigsten Schwellspannung (Streuung) bekommt am meisten ab und dort brennt es am ehesten. Der große Puls kommt zustande beim harten Abbruch des Kurzschlusses.

Die Trafos zum Verbrauchernetz haben meist 250 kVA bis 1.000 kVA. Ein Puls mit zehhfacher Leistung ist durchaus möglich, wenn es ungünstig läuft.

#8106719
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Peter M. schrieb:

Hätten mich meine Zwischenstecker geschützt, wenn ich nicht in Niedersachsen sondern in Schleswig-Holstein wohnen würde?

Du siehst im Video vollkommen abgefackelte "Sicherungskästen" und fragst ernsthaft, ob ein 5€-Zwischenstecker das ohne zu explodieren geschluckt hätte? Heute ist offensichtlich nicht nur Freitag, sondern dazu noch der erste April...

Wahre Profis schützen ihre komplette Hausinstallation, in dem sie 3 Varistoren des Typs S05K420 zwischen die 3 Phasen bauen, danach kommt nie wieder ein Blitz rein und man ist nach einem Armageddongewitter nachher das einzige heile Haus im Dorf.
Muss aber vor den Zähler, am besten noch vor den Panzerkasten, denn der Schutz wirkt erst nach der Installation!

: Bearbeitet durch User
#8106789
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Na, die 3 Varistoren des Typs S05K420 dürften genauso schnell explodieren wie der 5€ Zwischenstecker.

Diese Überspannung in SH dürfte mehrere Sekunden angehalten haben, bis in der Verteilerebene die Schutzeinrichtungen angesprochen haben. Sonst hätte es nicht die total abgefackelten Sicherungskästen oder Gebäudebrände gegeben.

Da müsste schon ein Grobschutz vor dem Zähler her, der bei Überspannung alles kurzschließt bis die Sicherungen im HAK ausgelöst haben. Aber wehe das passiert fälschlicherweise...

#8106832
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Carsten W. schrieb:

Da müsste schon ein Grobschutz vor dem Zähler her, der bei Überspannung alles kurzschließt bis die Sicherungen im HAK ausgelöst haben. Aber wehe das passiert fälschlicherweise...

Bei den in der Telefonie/Übertragungstechnik üblichen Grobschützen, dürfte es die Keramikpatrone fein verteilt in/durch die Gehäusewand schiessen.

Ich habe mal live erlebt, wie es in einem industrieüblichen Anschlusskasten aus Grauguss(?), in einer Fertigungshalle zuerst gekokelt, und dann mit einem lauten Knall und vielen Funken durschschlagen hat. Und da war keine Überspannung beteiligt.

Nach den Berichten hat es ja auch Überspannungsschutzvorrichtungen bei den Umspannwerken neutralisiert.

: Bearbeitet durch User
(Firma: Hobbytheoretiker) #8106871
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Bei der kurschlussverursachten Überspannung müsste es bei einigen einspeisenden Wechselrichtern von regenerativen Energieerzeugern auch durchgeschlagene Halbleiter gegeben haben, so dass die aufgeladenen Elkos der Zwischenkreise auch ihre Energien in die nachbarlichen Überspannungsableiter mit ergossen haben dürften.

#8106900
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Das Video eines älteren Vorfalls (2022) in den Niederlanden bekannt?

https://vimeo.com/747172658/c997d7a3aa?embedded=true&source=video_title&owner=7513025

Man beachte die rauchenden 110kV Freileitungen die am Ende so weit durchhingen daß sie die Oberleitungen einer Bahnstrecke berührten. Das hat dann auch der Oberleitung den Garaus gemacht und sämtliche Überspannungsableiter dort zerstört (der Bahnstrom ist in den NL meist 1,5kV DC) Anbei noch ein Bild eines zerstörten Überspannungsableiters der etwas massiveren Bauform.

Gegen so etwas ist auch kein Dehn Ventil gewachsen 😂

Angehängte Dateien:
#8107225
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Jens M. schrieb:

Ichsachsja: hier im Forum fehlen Emojis...

Das war ja wohl eine ganz billige Ausrede von dir, so wie man dafür auch > " ... " nehmen kann, bei z.B. Profis, war das doch dein voller Ernst. Hier drunter sieht man doch deutlich an deinem langen Text dass du gar keine Ironietags eingesetzt hast. So viel zu laienhaftem Gefasel hier wieder mal im Forum, weil es ja Freitag nach Feierabend ist. Muß ja richtig anstrengend die Woche gewesen sein? ;-)

Jens M. schrieb:

Wahre Profis schützen ihre komplette Hausinstallation, in dem sie 3 Varistoren des Typs S05K420 zwischen die 3 Phasen bauen, danach kommt nie wieder ein Blitz rein und man ist nach > einem Armageddongewitter nachher das einzige heile Haus im Dorf. Muss aber vor den Zähler, am besten noch vor den Panzerkasten, denn der Schutz wirkt erst nach > der Installation!

Und ich finde immer noch keine hilfreiche Anleitung wie es nun vom Prinzip her richtig wäre, bei so viel angeblicher "Kompetenz" hier im Forum. Obwohl der TO es ja auch nicht wert ist, wenn ich da so an seine Beiträge bzgl. Akku-Ladetechnik zurückdenke. Beitrag "SkyRC MC3000 Erfahrungen (u.a. mit Firmware 1.25)" Beitrag "ELV ALC 1000 läd viel zu lange"

#8107231
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H.Joachim S. schrieb:

Ich weiss gar nicht wie das z.B. bei den üblichen Dehnableitern funktioniert, habe schon einige ausgelöste gewechselt

Die mit der Farbsignalisierung nach Auslösung?
Da sind dicke Varistoren drin, aber keine S21Kxxx, sondern ehr Steichholzschachtelformat. Im Defektfall steigt der Leckstron, sie werden heiß, eine Lötverbindung schmilzt und trennt sie ab. Eine Vorspannfeder bewegt dann das Farbsignal.

: Bearbeitet durch User
#8107244
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Thomas R. schrieb:

Das Video eines älteren Vorfalls (2022) in den Niederlanden bekannt?

Wo sieht man da denn ein normales Haus oder überhaupt worum es geht? Nicht mal eine Erklärung dazu, nur ein Gaffer-Video wo es schön bruzzelt und funkt. Damit kann man Kinder beeindrucken was Elektrizität für Energie und Kräfte freisetzt, aber nur wenn genug Nachschub kommt. Das hat mit dem Thema hier rein gar nichts zu tun, es ist ja nicht mal eine Ortstrafostation.

#8107258
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Peter M. schrieb:

Hallo Thomas R., warum schaltet die kurzgeschlossene Leitung nicht ab?

  1. The CB trip circuit of the affected overhead line was blocked because the local control switch, which had been turned 40 seconds before the incident.

  2. There was an undiscovered wiring fault in the breaker failure protection circuit that prevented this protection scheme to act as designed. The wiring fault had not been discovered due to quality procedures not fully implemented.

  3. The feeder bay protections didn’t recognize the short circuit within the protected area. Only after the short circuit with the overhead line of the railway had occurred, the protections of the feeder bays became active. It also should be noted that some protection relays were not configured in accordance with the protection setting policy.

Nach dem ersten Kurzschluss flossen nur 8 kA, zusammen mit der Fahrleitung waren es dann 15 kA, das hat dann zum Abschalten gereicht.

https://www.pacw.org/combination-of-factors-caused-disturbance-flevoland-nl

Gibt's inzwischen so einen ähnlichen Bericht aus Schleswig-Holstein?

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