Transistor mit eingebauter Strombegrenzung

Gast #6884626
Gerd J. schrieb:
> Es kann aber mal passieren, dass die Last einen Kurzschluss
> darstellt. Dann sollte der Transistor aber nicht kaputt gehen.

Was spricht dann dagegen, bei einem Kurzschluss abzuschalten, z.B. mit 
einem LTC1153? Oder wie wäre es mit einer Polyfuse?
Es kommt halt auf die Anwendung an.
#6884635
Gerd J. schrieb:
> Gibt es solche Transistoren?

Nein. Zumindest heißen sie dann nicht Transistor. Sondern Smart 
(High|Low)side Switch. Oder (Current Limiting|Load) Switch (im USB 
Umfeld). Wobei für deine Anwendung u.U. auch ein LDO mit Überstromschutz 
und Powerdown gehen könnte.

Mit dem falsche Suchbegriff findet man halt nichts.
#6884636
Gerd J. schrieb:
> möchte mit einem Kleintransistor eine Last mit max. 100mA ein- und
> ausschalten. Es kann aber mal passieren, dass die Last einen Kurzschluss
> darstellt. Dann sollte der Transistor aber nicht kaputt gehen.

Dann musst du eine elektronische Strombegrenzung einbauen.

https://www.mikrocontroller.net/articles/Transistor#Wie_kann_ich_mit_5V_vom_Mikrocontroller_12V_und_mehr_schalten.3F
Gast #6884648
Falk B. schrieb:
> Gerd J. schrieb:
>> möchte mit einem Kleintransistor eine Last mit max. 100mA ein- und
>> ausschalten. Es kann aber mal passieren, dass die Last einen Kurzschluss
>> darstellt. Dann sollte der Transistor aber nicht kaputt gehen.
>
> Dann musst du eine elektronische Strombegrenzung einbauen.
>
> 
https://www.mikrocontroller.net/articles/Transistor#Wie_kann_ich_mit_5V_vom_Mikrocontroller_12V_und_mehr_schalten.3F

Schon der erste Satz:
Kunstwort aus "transfer resistor", was etwa so viel bedeutet wie 
"übertragener Widerstand".
Ich sehe schon, hier ist Hopfen und Malz verloren.
Gut's Nächtle.
Gast #6884714
TEM schrieb:
> Es gibt ausschließlich solche Transistoren.
> Das ist eine Transistoreigenschaft.

Genau so sieht es aus. Der TO muss nur den Basisstrom eines 
Bipolartransistor halbwegs korrekt berechnen, schon hat er am Kollektor 
eine (nicht ganz ideale) Konstantstromquelle. Je nach Betriebsspannung 
geht das bei z.B. 150mA Kurzschlussstrom natürlich nicht mehr mit einem 
winzigen Gehäuse.
Gast #6884721
Hannes J. schrieb:
> LP395 "Ultra Reliable Power Transistor".

Eben das Datenblatt studiert, das liest sich alles sehr gut. TO92 passt 
mir ebenfalls gut. Gab es wohl schon vor 20 Jahren, ist mir aber nie 
begegnet. Paar Stück sind schon unterwegs zu mir.

Vielen Dank auch an die anderen für die interessanten Tipps.
#6884728
batman schrieb:
> Heutzutage bekommt man recht winzige MOSFETS, die es ziemlich kalt läßt,
> wenn sie ihre Versorgung mit ein paar A komplett kurzschließen.

Nur solange, wie diese FETs voll auf/zugesteuert werden in kürzester
Zeit - und da gibt es dazwischen einen Bereich, der den FET schneller 
sterben
lässt als er außen warm werden könnte...
Gast #6884801
Gerd J. schrieb:
> möchte mit einem Kleintransistor eine Last mit max. 100mA ein- und
> ausschalten. Es kann aber mal passieren, dass die Last einen Kurzschluss
> darstellt. Dann sollte der Transistor aber nicht kaputt gehen.

Wie viel Volt?
Soll er den Strom auf 100mA begrenzen oder wie eine Sicherung bei 
Überschreitung abschalten?
Wenn er abschalten soll, wer/wie/wann soll ihn wieder einschalten?
Wie schnell soll er reagieren? Zu schnell ist kontraproduktiv.
Wie viel Verlust-Spannung (oder Innenwiderstand) ist tolerierbar?
Gast #6885263
Stefan ⛄ F. schrieb:
> Wie viel Volt?
4 Mignon Akkus

> Wenn er abschalten soll, wer/wie/wann soll ihn wieder einschalten?
Er soll nicht kaputt gehen, das ist alles. Denn sonst kann ich das Gerät 
zerlegen und reparieren. Genau das will ich vermeiden.

Abdul K. schrieb:
> Bin ja mal gespannt, ob der LP395 auch echt ist oder bei Richard landet.
Habe für schmales Geld den Bestand eines Bastlers aufgekauft, die 
Transistoren sind von 198x. Da war die Welt noch in Ordnung und die paar 
Durchgeknallten hatten nichts zu sagen.
Gast #6885289
In diesem Fall würde ich als Transistor einen MOSFET verwenden, sowie 
eine Polyfuse zur Absicherung.

Im Kurzschlussfall wird dann für einen Sekunden-Bruchteil viel mehr als 
die 100mA fließen, dann unterbricht die Polyfuse den Stromkreis. Wenn 
man den Kurzschluss behebt, kühlt sich die Polyfuse ab und schaltet 
wieder ein.

Als MOSFET empfehle ich den IRLML6344 
https://www.reichelt.de/mosfet-n-kanal-30-v-5-a-rds-on-0-029-ohm-sot-23-irlml-6344-p132147.html.
Als Polyfuse PFRA 100 
https://www.reichelt.de/rueckstellende-sicherungen-max-40a-60v-4-0s-pfra-010-p35201.htm

Die Polyfuse hat 2,5 Ohm, was bei 5,6 Volt einen Kurzschlussstrom von 
2,2 Ampere ergibt. Das verträgt der MOSFET problemlos.
Gast #6891008
Abdul K. schrieb:
> Bin ja mal gespannt, ob der LP395 auch echt ist oder bei Richard landet.

Die Teile sind mittlerweile eingetroffen. Allerdings verhält sich das 
Teil nicht wirklich wie ein NPN-Transistor:

- Transistortester erkennt einen FET
- bei offener Basis ist das Teil leitend
- bei Basis auf Emitterpotenzial glimmt eine LED noch vor sich hin
- Basisstrom fliest da nicht wirklich

Das Ding ist kein NPN-Transistor, sondern ein IC auf 3 Beinen.
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